Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Daggy:
Wem gehört die Tasche mit den Hexenelexieren?
Taschenzauberei von Judith Mohr
Das Buch unterscheidet sich schon durch sein ungewöhnliches Format von anderen Büchern. Auf dem Cover, des Buch, das quer gebunden ist, sehen wir die Tasche mit den kleinen Behältern, die in der Geschichte eine große Rolle spielen.
Ben ist elf und hatte sich für seine Ferien etwas Besseres vorstellen könne als im Hotel der Eltern aushelfen zu müssen.
Seine Schwester übernimmt die zweite Woche und so muss Ben zusammen mit seiner langweiligen Mitschülerin Lea an der Rezeption die Gäste in empfang nehmen. Doch dann wir es eine sehr spannende Woche, denn die Anreisenden sind Hexen und Hexer. Sie manipulieren alle so, dass nur Ben und Lea wissen, dass sie kein Häkelverein sind. So erfahren die beiden Kinder eine ganze Menge über das Hexen, Poltergeister und magische Missgeschicke. Doch dann verbringen sie die zweite Ferienwoche damit den rechtmäßigen Besitzer einer vergessenen Tasche mit vielen Zauberessenzen zu finden.
Voller Fantasie und mit vielen verrückten Ideen ist dieses Buch geschrieben worden. Ich habe neugierig alle Erklärungen gelesen und war fasziniert vom Ideenreichtum. Ganz neue Einblicke in die Hexenwelt wurden da geboten und ich kann nur empfehlen sich hier neuen Eindrücke zu holen. Es lohn sich!
Schmerzhafter Neuanfang
Der Scherbenpalast von Annette Mierswa
Weil Lous Mutter ein neues Engagement als Schauspielerin angenommen hat, zieht die Familie von Hamburg nach Mannheim. Lou ist entschlossen sich gegen diese Entscheidung aufzulehnen und sie benimmt sich sehr peinlich in der neuen Umgebung. Obwohl die Eltern sich sehr bemühen ihre Wünsche zu erfüllen, verärgert sie Nachbarn, Lehrkräfte und Mitschüler*innen.
Sie ist einfach nur wütend, weil sie ihre beste und längste Freundin zurückgelassen hat. In der Theatergruppe, wo sie die Hauptrollen gespielt hat, gab es Damian, auf dessen Freundschaft sie gehofft hat. Die alte Nachbarin Freya mit dem Mammutbaum im Garten, die an ihrem Scherbenpalst baut, ist die erste mit der Lou spricht. Dann taucht Sari auf, eine fröhliche Chaotin, die sich selbst als Fettnapf-Queen bezeichnet und die mit ihre humorvollen Art Lou immer wieder zum Lachen bringt. Sie kennt sich aus in Mannheim und wirkt als Statistin beim Theater mit.
Besonders Freya ist eine ungewöhnliche Person, sie hat einiges erlebt ich ihrem Leben und gibt den Menschen angelehnt an die vielen Planzen in ihrem Garten Namen. Lous Eltern sind bereit für das Glück ihrer Tochter einiges in Kauf zu nehmen, doch dann entwickelt sich alles ganz anders.
Julia „Butterfly“ Hill ist eine amerikanische Umweltaktivistin, die u.a. einen Mammutbaum durch ihren Protest gerettet hat. Ihre Aktion spielt im Buch eine bedeutende Rolle.
Für mich benahm sich Lou mit ihren wütenden Aktionen mehr wie ein Kleinkind, immer wieder zerstörte sie alles und es gab viele Tränen und einige traurige Schicksale in der Geschichte. Aber es gab durchaus auch lustige und bewegende Szenen.
Und eine Rolle spielt auch die Stadt Mannheim, die am Anfang Kackmannheim genannt wurde.
Mit großen Tieren spielen
Mein erstes Buch der großen Tiere von Sandra Grimm
Da geht es nicht nur um große Tiere, auch das Buchformat ist etwas größer und es hat riesengroße Schieber, wie man auf dem Cover lesen kann. Bei der Elefantenmutter, die liebevoll ihr Kleines anschaut, kann das Ohr bewegt werden.
Auf der nächsten Doppelseite des Pappbilderbuche sehen wir einen blauen Wal, in seinem zu schließenden Maul verschwinden kleine bunte Fische.
Laut dem kleinen Vierzeiler wollen die alle mit durchs Meer. Hochkant müssen wir dann das Buch drehen, damit die Giraffe ihren Hals strecken kann. Mit einem Schieber taucht der kleine Eisbär auf und die Schilkröte streckt ihren Hals, um an die Blätter zu kommen.
Das Buch lebt von seiner Größe und den beweglichen Teilen, es soll einfach Spaß machen und vom Vorlesen eignen sich die kleinen Reime ganz gut.
Praxistipps zum Garten im Glas
Mein Mini-Garten im Glas von Ben Newell
Mini-Gärten sind jetzt im Trend und ich wollte wissen, wie ich einen solchen Garten anlegen kann. Dieses Buch beinhaltet 18 Projekte unterschiedlichster Natur. Das Cover seigt ein niedliches magisches Feendorf. Zunächst wird allgemeines zum Mini-Garten erklärt, dann werden die verschiedensten Terrarien vorgestellt, das Werkzeug, das wir benötigen und der Aufbau sind auf den nächsten Seiten erklärt.
Welche Behälter kann ich nutzen und „was ist Substrat?“ Hier werden die Fragen mit vielen Fotos beantwortet. Interessant fand cih die Seite mit den Pflanzen, hinten im Buch gibt es Tipps, wo man sie kaufen kann. Auch kleine Tiere wie Tausendfüßler und Asseln kann man in den Gläsern halten. Und dann geht es an die konkreten Beispiele, es kann ein Dschungel angelegt werden, eine Wüste oder eine Daurierwelt. Zu allen Vorschlägen gibt es eine genaue Anleitung, aber natürlich kann die eigene Fantasie noch anders Welten erschaffen.
Wenn sich jemand dafür interessiert einen Mini-Garten anzulegen findet er in diesem Buch viele Tipps vom Fachmann und ich denke danach kann das eigene Projekt starten.
Was eine Freundschaft ausmacht
Vom Glück unserer Freundschaft von Jake Biggin
Sehr edel sieht das Cover aus mit seinen goldenen Buchstaben. Da sitz das kleine Mädchen am Meer und neben ihr ihr Hund, der ihr wohl etwas sagen will.
Und „sprechen“ kann der kleine Dackel dann auch und er gibt weise Dinge von sich. Aber zunächst fragt er Anna, was sie hat, denn sie liegt mit einem Kissen vor dem Gesicht zusammengekauert auf dem Bett.
„Ach, nicht so wichtig“ lautet ihre Antwort. Doch der Hund widerspricht und sagt ihr, dass sie Freunde sind.
Annas Körperhaltung bleibt abweisen, während wir ihr Gesicht nicht wirklich sehen können. Ihr Gesicht bleibt auch bis auf wenige Ausnahmen am Ende des Buches ohne Merkmale, aber ihr Körper zeigt sehr genau ihre Gefühle. Die einzelnen Doppelseiten sind wundervoll zart mir Aquarellfarben illustriert, die beiden Freunde sind fließend mit Tusche gezeichnet und so bleibt alles weich.
Ein schön gestaltetes Buch mit vielen aufbauenden Aussagen. Ich finde ja immer, dass diese Bücher was für Erwachsene sind, die Freude an den wahren Aussagen über Freundschaft haben.
Frühlingsbilder
Schau mal, endlich Frühling! von Jake Biggin
Auf dem Laufrad geht es mit Papa an den See, die Entenfamilie schaut auf den kleinen Jugen mit dem Dino-Helm.
Die nächste Doppelseite zeigt vergnügte Käfer, es folgen niedliche Vogelelter im Nest und ein Osterblumenstrauß. Geschlüpften Küken mit Mama Henne und ein Hase, der aus dem Gebüsch eine Möhre anschaut.
Auf der letzten Seite hüpft der Osterhase mit einem Eierkorb auf dem Rücken durchs Bild.
Es gibt keinen Text in dem kleinen Pappbilderbuch, aber ein wenig fehlt mir das Konzept, obwohl alles zum Frühling passt. So kommen außer den beiden erwähnten vom Cover keine weiteren Menschen vor. Da hatte ich eine andere Erwartung.
Es gibt viel zu sehen und kleine Kinder werden sicher einige Begriffe kennenlernen. Die Illustrationen sind klar gezeichnet.
Machmal macht sich Mut bezahlt
Damals in der Rosenstraße von Anja Tuckermann
Schon das Cover zeigt, wie eindrucksvoll das Buch gestaltet ist. Es zeigt die einige der Menschen, die in der Rosenstraße für die Freilassung der Inhaftierten gekämpft haben.
Das Buch beginnt 1941 mit Hakenkreuzfahnen und einer blutroten Straße auf der vier Männer in NS-Uniform marschieren, daneben unbeteiligte Passanten und aus der Seitenstraße kommt ein Mann mit zwei Kinder, die eine Judenstern tragen.
Eine kleine Erzählung berichtet von Doris, die nicht auf den Spielplatz darf. Auf der anderen Seite ist ein erklärender Text zur Situation zwischen 1933-1945 abgedruckt. Danach erfahren wir einiges über jüdische Kinder in der Zeit. Als seine kleine Schwester Doris von Hitlerjungen geschubst wird, schreitet ihr Bruder Helmut ein. Im Jahr 1942 überlegt Doris, ob die Familie nicht auch flüchten sollte. Doch am 27.2.1943 wird der Vater abgeholt und in die Rosenstraße gebracht. So ist sind auch Doris und ihre Mutter unter denen, die um die Freiheit ihrer Männer kämpfen, indem sie vor in der Straße demonstrieren und ihre Freilassung fordern.
Neben der Geschichte von Doris Familie und den vielen Sachinformationen zurzeit, lebt das Buch ganz besonders von den eindringlichen Illustrationen. Sie treffen mit ihren eindrucksvollen Gesichtern und den krassen Farben genau die Lage in dieser Berliner Straße.
Tolle Klasse, schönes Erstleserbuch
Kleine Lesehelden: Wir sind erste Klasse! von Daniela Kulot
Wir sehen Betti mit ihrer Kiste auf dem Schulhof stehen und Anton schaut neugierig durch den kleinen Spalt hinein.
Nachdem uns die beiden vorgestellt wurden und wir erfahren, dass sie in die 1. Klasse gehen, die „Fuchs-Bande“ heißt und ihre nette Lehrerin Frau Kanne kennenlernen, geht es gleich mit dem Unterricht los.
Frau Kanne liest eine Herbstgeschichte vor und unsere Aufgabe ist es das richtige Buch auszusuchen. Dann werden Blätter gebastelt, die durch die Klasse fliegen. Doch dann geschieht etwas unerwartetes, Aus Bettis Kiste kann sich eine kleine graue Maus befreien. Frau Kanne springt auf den Stuhl und die Kinder tun alles um die Maus zu fangen.
Natürlich geht das nur, wenn alle zusammen überlegen und zusammen handeln. So wird mit dieser kleinen Geschichte für Erstleser gezeigt, wie schön es ist, eine tolle Klassengemeinschaft zu haben.
Neben der groß gedruckten spannenden Schulgeschichte gibt es viele schöne bunte Illustrationen und einige Rätsel, die gut zu lösen sind. Ein empfehlenswertes Buch für den Schulanfang.
Hier gibt es eine Menge zu sehen
Unser Spielplatz von Daniela Chudzinski
Das große quadratische Bilderbuch zeigt einen Spielplatz und im Laufe des Buches wird er die Hauptperson bleiben.
Viele der gezeichneten Menschen werden immer wieder auftauchen, so der Mann mit dem Hund, das Paar, dass sich erst umarmt und später einen Kinderwagen schiebt oder Tante Lial, die strickend auf der Bank sitzt und später ihren fertigen Schal mit einem netten älteren Herrn teilt.
Der Spielplatz liegt in einem Park, aber er grenzt auch en Häuser. Es gibt einen Sandkasten mit einer roten Rutsche, eine Wippe, eine Schaukel und noch einiges mehr. Zu Beginn des Buches ist Frühling, es folgt der erste Sommertag, dann sehen wir den verlassenen Spielplatz in der Nacht. Mal ist es heiß und mal regnet und stürmt es, Es wird Herbst und Winter, da liegt der Park im Schnee.
Ein schöner Jahreskreislauf wird hier in kurzen Texten beschrieben, aber das Wichtigste sind die Bilder, die wir sicher oft anschauen können und wir werden immer wieder etwas entdecken.
Selbstfindung
Ich bin introvertiert von Lenka Blaze
„Sensibilität ist meine Superpower“ findet die Autorin und mit diesem Buch lebt sie diese Superpower aus, indem sie ihre Gefühlswelt in Wort und Bild beschreibt.
Zu Ende des Buches steht in einer Sprechblase „Ich sage mir immer wieder, dass ich nichts dagegen tun kann, wenn dir das Buch nicht gefällt.
Ich kann es nicht ändern und muss mich auch nicht schuldig fühlen. Und es ist auch nicht schlimm, wenn das Buch nicht perfekt ist.“
Dieser Satz macht für mich eine Rezension fast unmöglich. Ich mühe mich, sachlich zu argumentieren und keinen zu beleidigen. Aber hier treffe ich auf eine Autorin, der ich eine Kritik kaum zumuten möchte.
In unserer Bevölkerung gibt es 20 % hochsensible Mensch, davon sind 70 % introvertiert. Und ich befürchte, dass ich einigen mit meiner lauten Art ziemlich auf die Nerven gegangen bin. Die Autorin beschreibt ihre Kindheit und Jugend und ihren Wunsch sich zurückziehen zu können. Auch jetzt als Erwachsene braucht sie ihre Freiräume und sie kann sich z.B. keine feste Anstellung vorstellen, schon gar nicht in einem Großraumbüro. Allerdings schildert sie auch die Vorzüge, die hochsensible Menschen haben.
Ich habe viel Neues erfahren beim Lesen dieses Buches und ich hoffe, dass ich zukünftig nicht gleich blöd regiere, wenn mir jemand nicht sofort antwortet. Es lohnt sich diese Buch zu lesen, auch wenn es sich manchmal etwas zieht und Dinge oft wiederholt werden. Sehr interessant fand ich, die Menschen, wie Obamah, der hier auch als introvertiert beschrieben wird. Die Zeichnungen sind sehr einfach und zeigen trotzdem sehr gut die Gefühle und Empfindungen.











