Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Jule:
Fesselnd bis zum Ende
The Ordeals von Rachel Greenlaw
Mit "The Ordeals" hat Rachel Greenlaw einen famosen Auftakt zu einer neuen Reihe geschrieben. Wir begegnen auf unserer Reise nach Killmarth vielen verschiedenen Arten von Magie. Erleben Betrug, Lügen, Vertrauen und Liebe in einem Atemzug, versuchen Rätsel zu lösen und die Ordeals zu überleben.
Es ist eine Geschichte voller Emotionen und Überraschungen, die dazu führen, dass man einmal mehr tief durchatmen muss.
Dieses Buch umgibt eine ganz besondere Atmosphäre: leicht bedrückend, düster und voller Magie. Der Schreibstil lässt alles sehr intensiv erscheinen. Er erweckt die Magie zum Leben und sorgt dafür, dass das Buch nicht aus der Hand zu legen ist.
Auch die Protagonisten sind sehr authentisch und nahbar geschrieben. Es wird zwar alles aus der Sicht von Sophia erzählt – dennoch hat man das Gefühl auch den anderen Protagonisten wie Alden, Greg und Tessa sehr nah zu sein.
Sophia ist eine super interessante Protagonistin, die aus ihrem Leben bei dem Sammler entfliehen und unbedingt nach Killmarth möchte. Ihre Beweggründe sind mehr als nachvollziehbar und schon ihr Weg nach Killmarth ist alles andere als leicht. Auch wenn sie manchmal ein paar Unsicherheiten und Schwächen hat, gleicht sie diese durch Durchhaltevermögen wieder aus. Sie steht zu sich selbst und dem, was sie ist.
Alden dagegen kommt aus einem ganz anderen Leben und was sich zwischen diesen zwei Charakteren über die Zeit entwickelt, ist sehr intensiv. Hier kommt es allerdings zu dem einzigen kleinen Kritikpunkt: Die kurzen expliziten Szenen hätten für mich nicht sein müssen. Die Geschichte wäre auch sehr gut ohne diese ausgekommen.
Ansonsten konnten mich besonders die Ordeals von sich überzeugen: Die Vielfältigkeit und die konstante Spannung, sind kaum zu überbieten. Dazu noch Dinge und Wendungen, mit denen man nicht rechnet. Es ergibt sich ein rundes, magisches Gesamtbild. Und das Ende? Das hat mich sprachlos zurückgelassen...
"The Ordeals" ist definitiv eine Empfehlung für alle, die sich von Magie verzaubern, tödliche Ordeals überleben und nebenbei noch eine Liebesgeschichte haben wollen.
Voller Geheimnisse, Lügen und Wendungen und dem Tod immer ganz nah, hat Rachel Greenlaw es geschafft, mich mit einer neuen Welt zu verzaubern.
Kurz und oberflächlich
Flockenwirbel in den Highlands von Skye MacDonald
„Flockenwirbel in den Highlands“ von Skye Macdonald ist eine kurze Geschichte mit 90 Seiten, die sich gut zwischendurch lesen lässt. Wer die Highland Hearts Reihe bereits kennt, der wird hier auf einige bekannte Charaktere treffen und sich bestimmt wohlfühlen.
Mit Rhona und Neil treffen zwei Protagonisten aufeinander, die vom Typ her komplett gegensätzlich sind.
Rhona ist offen und herzlich, aber auch sehr bestimmend und von sich überzeugt, während Neil mit Unsicherheiten zu kämpfen hat, die er nicht so schnell loswird. Besonders seine Vergangenheit verfolgt ihn Tag und Nacht.
Dennoch finden beide zueinander und es ergibt sich eine interessante Beziehung, der es allerdings deutlich an Tiefe fehlt, denn für Rhona ist quasi sofort klar, dass sie zusammengehören. Es geht dementsprechend alles mehr als schnell und Zeit wird sich kaum gelassen. Dennoch finde ich die Hintergründe beider Protagonisten gut gewählt und interessant.
Auch andere Szenen konnten mich überzeugen, insbesondere wenn es um den Faktor Zusammenhalt ging.
Mit dem Schreibstil dagegen hatte ich so meine Schwierigkeiten, denn manchmal war er sehr holprig und der Satzbau alles andere als einfach, so wurde mein Lesefluss gestört und meine Motivation weiterzulesen war auch nicht wirklich vorhanden.
Alles in allem war es eine nette Geschichte, nur leider ohne tiefe Emotionen und Gefühle, aber die darf man bei 90 Seiten wahrscheinlich auch nicht erwarten. Für Fans der Reihe ist es dennoch bestimmt lesenswert.
Häschen und Wolf
Pen Pal von J. T. Geissinger
1,5 von 5
Bei dem Buch "Pen Pal" von J. T. Geissinger habe ich an eine interessante Dark Romance Story gedacht, die in manchen Phasen wirklich intensiv und mitreißend wird. Doch leider kam es ganz anders als gedacht. Die Geschichte hat Wendungen genommen, mit denen nicht zu rechnen war und die Liebesgeschichte, war auch nicht so das Wahre.
Dabei lernen wir als Leser Kayla und Aiden auf den ersten Seiten des Buches schon recht gut kennen.
Wir lernen sie besonders körperlich gut kennen. Denn von den gefühlt ersten 50 Seiten waren gut die Hälfte voll mit expliziten Szenen und den Kosenamen Häschen und Wolf. Meiner Meinung nach etwas zu viel des Guten. Dabei ist der Schreibstil durchweg angenehm und wenn man in der Handlung einmal drin ist, dann kann man auch nicht so schnell wieder mit dem Lesen aufhören. Und bis auf die vielen expliziten Szenen, war der Start in das Buch auch ganz interessant und vielversprechend.
Nur dann ist die Brieffreundschaft irgendwann in den Hintergrund gerückt und ich habe mich gefragt, ob sie überhaupt eine wichtige Rolle in der Geschichte spielt. Mir hat der Zusammenhang gefehlt.
Und dann ging die Geschichte auf einmal auch noch ins Paranormale über, womit gar nicht zu rechnen war. Die Liebesgeschichte hat zwar auch noch eine entscheidende Rolle gespielt, aber tiefe Emotionen und Gefühle, die wirklich authentisch waren? Fehlanzeige. Es hat alles zusammengewürfelt gewirkt und nie komplett rund. Es kam so rüber, als müsste unbedingt noch dieses und jenes in die Geschichte rein.
Schlussendlich würde ich bei diesem Buch deshalb nicht auf den Klappentext vertrauen. Denn der passt nur passagenweise zum Buch. Von mir ist es deshalb keine Empfehlung, da es unangenehm war die ganze Zeit Häschen und Wolf zu lesen und das Ende einfach in eine viel zu wilde Richtung gegangen ist.
Dunkel und fesselnd
House of the Beast von Michelle Wong
"House of the Beast" von Michelle Wong ist ein durchaus gelungenes Debüt. Es werden die Elemente Romantik und Horror, sowie eine düstere Atmosphäre perfekt miteinander verbunden. Die gesamte Welt rund um die Götter, Ritualen und Kämpfen ist super anschaulich.
Wir begleiten also Alma, die alles für ihre Mutter tun würde - selbst ihren Arm verlieren und ihren Vater um Hilfe bitten.
Und dann gibt es da noch eine Verbindung... Eine Verbindung die es in sich hat und über die man im Laufe der Geschichte immer mehr lernt.
Durch den etwas längeren Prolog, bekommt man als Leser einen ersten guten Einblick in Almas Kindheit. Man erfährt wie sie aufgewachsen ist und was sie durchgemacht hat. Deshalb ist es ein leichtes ihre Handlungen und Gedanken besser nachzuvollziehen.
Generell ist Alma eine aufgeschossene, selbstbewusste junge Frau. Man merkt ihr ihre Schwächen dennoch hier und da deutlich an. So ergibt sich eine interessante Protagonisten, die durch ihre besondere Verbindung zu ihrem Gott noch interessanter und unberechenbarer wird.
Generell ist die Geschichte an sich auch eher unberechenbar und hält trotz manche Längen, die ein oder andere große Überraschung bereit.
Beeinflusst durch Michelle Wongs eindringlichen und detailreichen Schreibstil, der eine ganz besondere Atmosphäre hervorruft, ergibt sich ein rundum harmonisches Gesamtbild. Es entsteht eine Welt, der man nur schwer entfliehen kann. Eine Welt die vor Brutalität nicht zurückschreckt und sich das nimmt, was sie haben will.
Schlussendlich ist "House of the Beast" ein Buch, dass man nicht so schnell vergisst, alleine wegen dem Horror und der Brutalität. Doch auch wegen der Charaktere. Es ist eine Empfehlung für alle, die nicht vor Blut zurückschrecken und sich in der dunklen Jahreszeit in eine dunkle Welt begeben wollen.
Atmosphärisch und dunkel
Our darkest Lies von Sara Rivers
„Our darkest lies“ von Sara Rivers überzeugt vor allem durch die Atmosphäre und ein sehr Starke Hauptprotagonistin. Es entsteht eine Geschichte, die über die Zeit einen immer stärkeren Sog entwickelt. Das Buch möchte man irgendwann nicht mehr aus der Hand legen.
Wir begleiten Cheryl in den Untergrund von Boston.
Die Welt, die nicht für alle Menschen zugänglich ist. Die Welt der Banden und Bruderschaften. Eine Welt die gefährlich ist und in der ein kleiner Fehler schon zum Tod führen kann. Dort trifft sie wieder auf Colson, der Ihre Vergangenheit geprägt hat und Kyrill, der sie alles andere als kalt lässt.
Doch auch wenn zwei Männer es ihr angetan haben und ihr das Leben nicht unbedingt leicht machen, besticht Cheryl durch ihre Stärke und ihr Selbstbewusstsein. Sie ist eine Protagonistin mit vielen Facetten, die nach und nach alle ans Licht kommen.
Sie ist einfach sehr authentisch geschrieben und hat einen ganz weichen Kern, für die Menschen die sie liebt.
Generell ist der Schreibstil mehr als angenehm und durch die Perspektivwechsel erhält man auch einen ausreichenden Einblick in die Gefühlswelt der Männer. Gefallen hat mir an dem Punkt auch, dass das Hauptaugenmerk nicht auf den spicy Szenen liegt, denn die wurden nur an wenigen, passenden Stellen in die Geschichte eingebunden.
Die Atmosphäre und die Bruderschaft mit ihrem Ritual machen diese Geschichte zu etwas besonderem. Gerade im Hinblick auf das Ende des Buches, wird bewusst, wie verstrickt alles ist und welche Gefahren lauern. Nicht alles ist wie es scheint und manchmal holt die Vergangenheit jemanden schneller ein als gedacht…
Sein Glück finden
This isn't happiness von Mary Newnham
Im Buch "This isn’t happiness" von Mary Newnham geht es um Amy und Josh. Die Beziehung der zwei läuft alles andere als gut und vor allem eins fehlt: der Sex. Während Josh nur noch darauf aus ist, immer fitter und trainierter zu werden, versucht Amy vieles, um die Beziehung zu retten – ganz besonders weil die Hochzeit der Beiden (die von Joshs Familie geplant wurde) nur ein paar Wochen entfernt ist.
In dieser Zeit begleiten wir Amy und lernen sie von Seite zu Seite immer besser kennen: ihre Probleme, ihre Sorgen und das, was sie sonst noch alles bedrückt. Wie sie versucht für Josh perfekt zu sein und sich selbst dabei ein Stück weit verliert und alles andere als glücklich ist.
Mary Newnhams Schreibstil ist dabei nicht nur ernst, sondern auch humorvoll. Das mag zwar bei dieser Thematik etwas falsch klingen, aber diesen Humor hat sie recht gut in die Geschichte einbinden können. Generell ist ihr Schreibstil sehr angenehm, sodass man nur durch die Seiten fliegt, wenn man einmal in die Geschichte hineingefunden hat, weil es einfach unterhaltsam ist. Aber manchmal tat das Lesen auch weh. Es tat weh, weil Amys Gefühle und Emotionen so gut rübergebracht wurden. Es ist definitiv kein leichtes Buch in manchen Phasen.
Dazu kommen die Charaktere neben Amy: Josh zum Beispiel. Er zeigt kaum mehr Interesse an Amy und ihren Gefühlen. Er gibt sich nicht mal die Mühe sie verstehen zu wollen. Er kümmert sich nur um sich. Und dann gibt es da noch seine Mutter, die sich in alles einmischen muss und alles plant was Amy und Josh betrifft – ohne Amys Zustimmung.
Generell sind beide Familien etwas besonders und nicht immer so leicht zu verstehen. So ist ein gewisses Drama immer vorprogrammiert. Besonders auch mit Lace, einer ganz besonderen Protagonistin.
Sie hebt die Geschichte auf eine neue Ebene, auch wenn das Ende durch sie etwas sehr an den Haaren herbeigezogen kam. Das hat für mich nicht zur Geschichte gepasst und ging irgendwie in eine ganz andere Richtung.
So manche kleineren Szenen haben mir generell nicht so wirklich gefallen.
Schlussendlich bleiben aber die positiven Gedanken hängen. Die Reise von Amy und all das, was sie durchgemacht hat. Ob sie am Ende ihr eigenes Glück findet? Dazu muss dieses Buch gelesen werden. Denn man lernt, wie wichtig es ist, für sich selbst einzustehen und sein eigenes Glück zu finden. Manchmal muss man die Person verlassen, die man am meisten geliebt hat. Weil man sie eben geliebt hat und nicht mehr liebt.
Voller Details
Taylor Swift von Damien Somville; Marine Benoit
Mit „Taylor Swift - Alle Songs“ von Damien Somville hat der DeliusKlasingVerlag ein Buch veröffentlicht, dass nicht nur durch die hochwertige Verarbeitung zu glänzen weiß. Es besticht vor allem durch das Detailreichtum im inneren.
Doch schon das Cover überzeugt durch die Haptik und die glitzernden Elemente - je nach Lichteinfall.
Die Schlichtheit spiegelt sich auch im inneren des Buches wieder. Hier trifft klassisch Fotografie auf Text. Mit viel Liebe zum Detail wird das Leben von Taylor Swift von Beginn an aufgerollt. Nichts wird ausgelassen, sodass man auch als Jemand der nichts mit Taylor am Hut hat direkt weiß, wie sie zu der großen Künstlerin geworden ist.
Dazu werde jedem einzelnen Song - wie auch auf dem Cover versprochen - viel Zeit gewidmet. Von der Produktion und der Geschichte hinter dem Lied erfährt man alles bis ins Detail. Hilfreich dabei ist ebenfalls, dass die Alben chronologisch geordnet sind und man so schneller zu seinen Lieblingssongs findet.
Dieses Buch ist definitiv nicht überladen mit Bildern, was überhaupt nicht schlimm ist, da die meisten der Fotos ziemlich ausdrucksstark sind und man einfach nicht mehr braucht. So kann man sich über Stunden in diesem Buch verlieren, das für mich als Taylor Swift Fan, definitiv einen großen Wert hat und neue Informationen und Dinge beinhaltet von denen ich noch nichts wusste.
Es ist definitiv eine Empfehlung für alle, die tiefer in die Hintergründe von Taylors Songs einsteigen wollen. Egal ob Fan oder nicht, hier findet jeder definitiv etwas, das interessant ist.
Horror und spice
House of Rayne von Harley Laroux
In "House of Rayne" verbindet Harley Laroux die Elemente Horror und Spice gut miteinander. Wir begeben uns auf die Insel Blackridge, auf der Menschen umgebracht werden und ab einer bestimmten Zeit im Jahr keine Touristen mehr zu finden sind. Zusammen mit Rayne, die auf der Insel schon viele Menschen verloren hat, und Salem, die sich auf der Insel eigentlich nur von ihrem gebrochenen Herz erholen wollte, begeben wir uns auf die Jagd nach dem Bösen.
Und das Böse lauert überall, wie man schnell lernt. Es ist direkt spürbar, dass Blackridge eine ganz besonders dunkle Atmosphäre umgibt. Die Religiosität der Bewohner der Insel, verstärken nur das Gefühl, dass definitiv nicht alles mit rechten dingen zugeht. Der Schreibstil generell ist sehr eindringlich und hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Wenn man einmal in der Geschichte drin ist, dann möchte man kaum aufhören zu lesen.
Dennoch gibt es phasenweise immer wieder Längen, die das Leseerlebnis etwas runterziehen. So wirken manche Stellen repetitiv oder die Gedankengänge von Salem und Rayne wiederholen sich. Auch ein zwei spicy Szenen hätte ich fast übersprungen, weil sie doch etwas ungewöhnlich waren und einmal die Füße zu sehr im Vordergrund standen.
Über Rayne und Salem dagegen lernt man von Seite zu Seite mehr, auch wenn man von Salem im Grunde nur Dinge aus der jüngsten Vergangenheit kennenlernt. Bei Rayne dagegen ist es tiefgehender und ihre Familiengeschichte nicht ohne. Ihre Familie ist schließlich auch der grundlegende Bestandteil dieses Buches. Der Horror auf der Insel kommt schließlich nicht irgendwo her...
Die Horrorelemente generell haben mir wirklich gut gefallen und im dunklen hätte ich das ganze Buch definitiv nicht gelesen, dafür hat sich zu viel Spannung aufgebaut.
Harley Laroux weiß definitiv ganz genau, welche kleinen Details und Elemente eingebaut werden müssen, damit man nicht still sitzen bleibt und sich am liebsten ganz klein in einer Ecke verstecken würde.
"House of Rayne" ist somit definitiv eine Empfehlung für die dunkle Jahreszeit und alle, die nicht vor Horrorelementen zurückschrecken. In Kombination mit der Lovestory von Salem und Rayne ergibt sich somit ein rundes Bild und eine Geschichte, die von anderen abweicht.
Herbstlich und cozy
Copenhagen Cinnamon 1. Delicate von Stefanie Neeb
"Copenhagen Cinnamon" ist der Inbegriff von Herbst. Wer sich nach einem gemütlichen Setting, Blättern die von Bäumen fallen und einfach nach einer gemütlichen Stimmung sehnen, sind hier richtig. In diesem Buch treffen wir auf Jonna und Mads, deren Leben unterschiedlicher nicht sein könnte.
Nach und nach lernen wir sie besser kennen und erfahren das ein oder andere verborgene Detail aus ihrer Vergangenheit.
Doch zuerst einmal das Setting: herbstlich, cozy und einfach nur zum Wohlfühlen. Das Café, die Stadt und alle anderen Schauplätze harmonieren einfach perfekt zusammen und durch die guten und bildlichen Beschreibungen ist es ein leichtes, sich alles vorzustellen. Der Schreibstil von Stefanie Neeb ist super authentisch und lässt die Protagonisten wirklich lebendig werden. Wenn man einmal im Buch angekommen ist, dann fliegt man nur so durch die Seiten und die ein oder andere Länge erscheint vielleicht nicht mehr ganz so lang.
Im Laufe der Geschichte werden zudem die Protagonisten immer vielschichtiger. Besonders die Vergangenheit von Mads hat mich in ihren Bann gezogen und nach und nach habe ich ihn und sein Verhalten immer besser verstehen können. Jonnas Vergangenheit und Zukunft waren dagegen schon recht schnell klar – die Zukunft besonders, wenn es nach ihrem Vater ging. Hervorzuheben sind aber auch die Dialoge zwischen Jonna und Mads die einfach nur Spaß gemacht haben. Es war einfach schön zu sehen, wie die Zwei miteinander agieren. Die Nebenprotagonisten haben die Geschichte noch bunter gestaltet und auch ein bisschen angehoben.
Insgesamt hat mich die Geschichte wirklich positiv überrascht und einfach perfekt in den Herbst gepasst – das sieht man ja alleine schon am Cover.
Es ist dementsprechend eine Empfehlung für alle, die sich nach einer Liebesgeschichte in einem herbstlichen Wohlfühlsetting sehnen.
Viele Geheimnisse und Klischees
Burnham Dynasty von Julie Marinello
Was passiert wenn die ganze Familie Geheimnisse voreinander hat? Wenn ein Mord geschieht und niemand weiß wie es weiter geht. Antworten darauf lassen sich zusammen mit Josh und Cathy in "Burnham Dynasty" von Julie Marinello finden. Denn auf dem Burnham Anwesen ist nicht alles so wie es scheint.
Es gibt einige Kluften zwischen den Familienmitgliedern und Cathy, die nicht zu überwinden sind.
Vom Aufbau her mutet das Buch wie ein typisches Jugendbuch an - einfacher Schreibstil und gut zu lesen und - leider - viele Klischees. Welche, darauf möchte ich nicht genauer eingehen, sonst würde ich Spoilern.
So wirklich viele tiefsehende Emotionen und Gefühle findet man hier ebenfalls nicht vor, auch wenn einzelne Szenen doch ein bisschen emotional sind. Nur leider ist es oftmals etwas oberflächlich gehalten. Der Unterhaltungsfaktor war aber dennoch vorhanden, was bedingt war durch die vielen Geheimnisse, die gelüftet wurden. Ab einem bestimmten Punkt hat es sich dann allerdings so angefühlt, as würde man extra neue Probleme oder Geheimnisse erfinden, denn diese hatten einfach keinen Mehrwert mehr für die Geschichte.
Ebenfalls gab es aus der Sicht von gefühlt jedem Protagonisten ein Kapitel, was mich zwischendurch mehr verwirrt hat als dazu beigetragen, dass ich die Geschichte genieße.
An dem Verhalten von Josh und Cathy hat man auch direkt gespürt, dass sie noch recht jung sind. Das hat also auf jeden Fall gematched, denn Cathy war zwischendurch sehr naiv und Josh halt eben Josh. Beide haben hohe Ambitionen, müssen aber besonders an sich selbst arbeiten, um diese zu erfüllen. Die Beziehung der zwei zueinander war auf jeden Fall interessant und es ist definitiv eine Entwicklung zu erkennen gewesen.
Alles in allem ist "Burnahm Dynasty" ein solides Buch, das mich zeitweise gut unterhalten, sich irgendwann durch neue unwichtige Dinge, etwas gezogen hat. Wer kein Problem mit Klischees und einer Geschichte aus vielen verschiedenen Perspektiven hat, der wird hier definitiv fündig.











