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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Jule:

Voller Emotionen und ehrlicher Gefühle

The Night We Met von Abby Jimenez

"The Night We Met" von Abby Jimenez ist ein Buch, welches zeigt, wie stark Gefühle sein können und, dass man auf sich selbst hören soll, wenn es um die Liebe geht. Die Protagonisten Larissa, Chris und Mike hätte ich am liebsten einmal alle ganz fest in den Arm genommen. Ihr Geschichten sind allesamt unterschiedlich und doch verbindet sie alle eine Entscheidung, die Larissa nach einem Konzert getroffen hat.

Hat sie die falsche Wahl getroffen? Möglich. Aber es ist die Wahl gewesen, die sie am Ende alle noch enger zusammengebracht hat und vor Augen führt, dass man zu sich selbst stehen sollte.

Abby Jimenez begeistert neben den Charakteren auch mit Wufferine, dem heimlichen Star des ganzen Buches. Der kleine Hund, der so viel Humor mit in die Geschichte gebracht hat. Denn auch in dieser Geschichte hat Jimenez es geschafft ernste Thematiken mit Humor zu verflechten ohne, dass irgendetwas ins Lächerliche gezogen wird. So war auch dieses Buch eine emotionale Achterbahnfahrt, bei der man die Protagonisten manchmal gerne angeschrien hätte. Durch den Schreibstil wird es allerdings möglich insbesondere Larissa und Chris besser zu verstehen. Sie kommen authentisch rüber und ihre Emotionen und Gedanken sind einfach nur menschlich.
Ergänzend dazu bleiben einzelne Szenen für längere Zeit im Gedächtnis, da sie prägende Momente sind, obwohl sie vielleicht gar nicht so wirken.

Fest stehet aber, dass dieses Buch kein leichtes ist und zum Nachdenken anregt. Es zeugt von tiefen Gefühlen, Freundschaft, der Liebe und darüber an sich selbst zu glauben und sich nie unterkriegen zu lassen. Abby Jimenez konnte mich mit der Geschichte von Larissa, Mike und Chris mehr als überzeugen. Die ganzen Eastereggs und Details, die in die Geschichte mit eingeflossen sind, haben das Leseerlebnis nur noch besser gemacht!

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Sehr bedrückend

Salto von Kurt Prödel

2,5 von 5

"Salto" von Kurt Prödel ist ein Buch, das nah am Leben ist und es definitiv nicht auf die leichte Schulter nimmt. Es ist größtenteils bedrückend und die Leichtigkeit fehlt. Aber gibt es in dem Leben von Marko überhaupt so etwas wie Leichtigkeit?

Marko hat sein Abi abgeschlossen und möchte jetzt Arzt werden – das hat er zumindest seiner Mutter versprochen.

Und damit fängt es an. Die Sorgen, die Zweifel und die Ängste. Marko ist nicht der Selbstsicherste und lässt sich auch gerne mal leicht verunsichern. Auch in Ungarn wird schnell deutlich, dass es alles andere als die richtige Entscheidung von ihm und seinem Vater war, ihn dorthin zu schicken, nur damit er Medizin studieren kann.
Die Beziehung zwischen Marko und seinem Vater ist nicht unbedingt die leichteste, um es mal so zu sagen. Beide leben in stetiger Trauer und irgendwann offenbaren sich weitere Probleme, die die zwei in finanzielle Sorgen stürzt.
Und dann kommt irgendwann auch noch das Leben dazwischen...

Kurt Prödel kann sehr eindringlich schreiben und eine besonders runterziehende und deprimierende Atmosphäre kreieren. Er kommt ohne viel Schnickschnack klar und seine Dialoge sind Dialoge. Nicht mehr und nicht weniger. Sie zeigen nur die Worte der Personen und nichts anderes. Man muss sich darauf einlassen. Mir wurde es zwischendurch aber zu eintönig und besonders die Handlung fand ich zu Beginn etwas repetitiv. Erst das Ende hat es rausgerissen und die Stimmung bei mir gehoben.

Alles in allem ist dieses Buch etwas für Menschen, die mit deprimierender und bedrückender Atmosphäre gut klarkommen und einen etwas anderen Schreibstil lieben.
Mich hat diese Geschichte leider nicht so gepackt, wie ich es mir erhofft hatte.

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Düstere Wendungen

The Crane and the Nightjar von Ada Bailey

"The Crane and the Nightjar" von Ada Bailey ist ein Buch, das mich positiv überrascht hat. Es überzeugt durch unvorhersehbare Wendungen, eine düstere Atmosphäre und Intrigen, die ihresgleichen suchen. Mit Raspa befindet man sich an einem Ort, an dem man nicht einfach nur Leben kann. Es geht dort ums Überleben.

Jeder kleinste Fehler kann deinen Tod bedeutet, das zeigen Zara und Crane sehr schnell.

Es braucht nicht viel Anlauf, um in die Geschichte zu finden, denn man wird direkt in das Geschehen hineingeworfen und lernt die wichtigsten Protagonisten kennen. Schon auf den ersten Seiten entsteht eine düstere Atmosphäre, die sich durch das gesamte Buch zieht. Verstärkt wird das ganze durch Kapitel aus den Perspektiven von Zara und Crane, aber auch durch die von anderen Protagonisten, die uns als Leser Wissen vermitteln, das Crane und Zara eben nicht haben.
Der Schreibstil generell ist sehr angenehm und hat mir vor allem die Gefühle und Emotionen von Zara nähergebracht. Doch auch die Beschreibungen der Umgebung, lässt die Geschichte lebendiger wirken und kommt insbesondere bei dem Wettkampf des Königs zu tragen.
Der Wettkampf begünstigt außerdem den Verlauf der Geschichte: Durch ihn entsteht Variation und es kommt kaum zu längen oder langweiligen Passagen.

Es harmoniert in diesem Buch nahezu alles perfekt miteinander und gerade das Ende hat mich fassungslos zurückgelassen, sodass das Warten auf die Fortsetzung schwerfällt. Denn gerade die letzte Erkenntnis in diesem Buch hat es in sich...

"The Crane and the Nightjar" ist eine Empfehlung an alle, die düstere Geschichten, tödliche Wettkämpfe und eine ungleiche Gruppe an Dieben lieben.

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Enttäuschend

Tödliches Angebot von Marisa Kashino

Bei dem Buch "Tödliches Angebot" von Marisa Kashino habe ich einen Psychothriller erwartet und etwas bekommen, das nicht wirklich ein Psychothriller war. Die Geschichte dreht sich um Margo, die für ihr Traumhaus über Leichen gehen würde – im wahrsten Sinne des Wortes. Das Traumhaus zu bekommen ist allerdings alles andere als einfach, wenn man noch Stress mit dem Partner, einen Babywunsch hat und im Job nah an der Kündigung ist.

Im Laufe der Geschichte, wird immer offensichtlicher, wie krank Margo wirklich ist. Es offenbaren sich starke psychische Störungen und der krankhafte Wunsch, dieses eine Haus zu bekommen, was sie unbedingt will. Die ersten Seiten des Buches waren dementsprechend noch unterhaltsam, aber dann hat sich die Handlung gezogen und es geschieht eine ganze Weile kaum was. Die Protagonisten leben ihr Leben und Margos Probleme drehen sich im Kreis. Dazu gibt es immer wieder Rückblenden, die keinen wirklichen Mehrwert für die Geschichte haben und sie einfach nur in die Länge ziehen.
Dann deckt Margo etwas über einen Protagonisten auf, versucht alles darüber herauszufinden, aber am Ende war auch das unnötig.

Spannung ist bis zu den letzten ungefähr 80 Seiten nicht zu finden und dann geht es Schlag auf Schlag mit allen möglichen Dingen, sodass das Ende irgendwie zu einfach war. Es wurde recht emotionslos über die Bühne gebracht und bietet – wie die gesamte Geschichte – keinen wirklichen Mehrwert.
Margo als Protagonistin ist dabei super interessant gedacht, nur die Umsetzung ist für mich einfach nicht die beste. Man hätte hier so viel mehr rausholen können, wäre der Verlauf der Geschichte verändert worden und vielleicht nicht alles aus der Sicht von Margo geschrieben.
Für mich haben die anderen Protagonisten diese Geschichte erst attraktiver gemacht. Sie haben Farbe in das Leben von Margo gebracht und viele Möglichkeiten offenbart.
Dennoch war das Buch für mich einfach zu sanft und als Psychothriller falsch deklariert. Psycho passt – weil Margo definitiv einer ist – aber Thriller nicht so wirklich, weil das Buch sich dafür zu sehr zieht und phasenweise wirklich langweilig war.

Der Schreibstil konnte dem auch nicht entgegenwirken, auch wenn er wirklich angenehm war und der Humor nuanciert eingesetzt wurde. Ebenfalls haben die Beschreibungen der Szenerie, an den richtigen Stellen, dafür gesorgt, dass man sich das Setting bildlich vor Augen führen konnte.

Schlussendlich hat das aber nicht ausgereicht um dieses Buch – für mich – gut werden zu lassen. Es bietet keinen Mehrwert und hat definitiv zu viel verschenktes Potential. Wäre Margo zwischendurch in der Geschichte schon wirklich crazy gedreht und nicht erst am Ende ein bisschen, dann wäre die Geschichte schon um einiges unterhaltsamer geworden. Ebenfalls hätten die Rückblenden nicht sein müssen, die das Buch – wie erwähnt – unnötig in die Länge gezogen haben.
Von mir ist dieses Buch leider keine Empfehlung, auch, wenn das letzte Angebot wirklich tödlich war.

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Bietet gute Unterhaltung

Dire Bound von Sable Sorensen

"Dire Bound" von Sable Sorensen entführt uns in die Welt der Schattenwölfe und in ein System, das für viele Menschen tödlich endet. Geheimnisse, Mord und Intrigen stehen an der Tagesordnung. Umso schwerer ist es für eine normale Bürgerliche, zu einer Wildgebundenen – und damit von einem Schattenwolf auserwählt – zu werden.

Doch Meryn würde alles dafür tun, um ihre Schwester Saela zu retten.

Die Schattenwölfe in diesem Buch sind interessante Wesen, besonders von den Beschreibungen her. Sie sind riesig und verfügen über eine immense Kraft. Besonders spannend wird es dann, wenn sie mit ihrem Reiter anfangen zu kommunizieren und sich den mörderischsten Prüfungen stellen. So wird in diesem Buch etwas recht Abwechslungsreiches aufgebaut, sowie ein unberechenbarer Faktor, denn die Wölfe haben stets ihren eigenen Kopf. Dennoch erinnert die Geschichte phasenweise sehr an „Fourth Wing“, nur, dass es sich hierbei nicht um Drachen handelt. Dies lässt die Geschichte zwar ein bisschen vorhersehbar werden, aber ändert nichts an der Tatsache, dass sie Handlung weiterhin interessant bleibt.

Dafür sorgt auch der Schreibstil: Sable Sorensen schreibt authentisch und eindeutig, sodass keine Missverständnisse auftreten. Sie schreibt direkt was die Charaktere denken und wird dabei auch häufig sehr explizit. Dies kommt auch in den Sexszenen zum Vorschein, die mir persönlich etwas zu oft im Buch vorkommen. So passiert es auch, dass es an manchen Stellen kurz etwas repetitiv wird. Doch die Protagonisten lassen die Geschichte wieder etwas aufleben, durch ihre Vielfältigkeit. So finde ich es super, dass zwei Protagonisten über Gebärdensprache kommunizieren und Tomison durch seine lockere Art immer wieder für einen Lacher sorgt. Meryn als Hauptprotagonisten ist taff und nimmt kein Blatt vor den Mund. Sie setzt sich für sich ein und lässt sich nur schwer unterkriegen. Bei der Liebe, kommen allerdings ihre verletzlichen Seiten zum Vorschein... So ist der Romanceanteil ebenfalls nicht zu verachten und spielt einen enorm wichtigen Part, was das Vorangehen der Geschichte angeht.

Das Worldbuilding hätte dagegen noch etwas ausführlicher sein können. Man erfährt nur selten etwas über die verschiedenen Gebiete, aus denen die Protagonisten kommen. Die Karte von nocturna am Anfang und am Ende des Buches hilft aber dabei, sich zu orientieren. Ebenfalls ist es gut, eine Rudelübersicht am Ende des Buches zu haben, sowie ganz nett zu wissen, wie die verschiedenen Protagonisten ausgesprochen werden.

Insgesamt bietet "Dire Bound" gute Unterhaltung trotz kleiner Schwächen, und lässt die Realität für ein paar Stunden verschwimmen. Es ist eine Empfehlung für alle, die "Fourth Wing" mochten und eine sehr ähnliche Geschichte suchen.

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Bücher fürs Herz

Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand von Baek Seungyeon

"Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand" von Baek Seungyeon ist eine Hommage an das Briefe schreiben. In diesem Buch treffen verschiedene Protagonisten aufeinander, ohne dass sie sich wirklich kennen. Es entstehen Verbindungen, die ohne handgeschriebene Worte niemals möglich gewesen wären.

Man bekommt einen Einblick in die tiefsten Gedanken und Gefühle der Protagonisten. Durch Briefe entstehen Nahbarkeit und ein ganz besonderes Gefühl.

Der Schreibstil von Baek Seungyeon ist absolut unaufgeregt und vermittelt die Gefühle und Emotionen der Protagonisten auf eine ganz sanfte Weise. Durch diesen Stil entwickelt sich ebenfalls eine Atmosphäre – besonders im Briefladen – die zum Verweilen einlädt. Es fühlt sich zwischenzeitlich so an, als würde sie uns Lesern einen Brief schicken, in dem sie unterschiedliche Leben zusammenführt und zeigt, dass einfache geschriebene Worte unglaublich stark sind.
Mit Hyoyeong wurde zudem eine Protagonistin geschaffen, die mitten im Leben steht, aber absolut nicht weiß wohin mit sich und ihren Gefühlen. Besonders im Fokus: die Beziehung zu ihrer Schwester, die alles andere als einfach ist. Auch wenn nicht jede Szene leicht zu lesen ist und beim Lesen das Herz ein bisschen gebrochen wird, so wird es insbesondere, was die Beziehung der Schwestern angeht, ganz sanft wieder zusammengefügt.

"Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand" ist, eine Empfehlung für alle, die sich nach gemütlichen und unaufgeregten Lesestunden sehnen und ganz tief in die Welt der Briefe eintauchen möchten. Setzt euch hin, genießt dieses Buch und schreibt Briefe. Findet Brieffreunde, wenn es euch möglich ist und denkt daran, dass jeder seine eigene Geschichte zu erzählen hat, mit eigenen Gefühlen und Gedanken.

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Fesselnd bis zum Ende

The Ordeals von Rachel Greenlaw

Mit "The Ordeals" hat Rachel Greenlaw einen famosen Auftakt zu einer neuen Reihe geschrieben. Wir begegnen auf unserer Reise nach Killmarth vielen verschiedenen Arten von Magie. Erleben Betrug, Lügen, Vertrauen und Liebe in einem Atemzug, versuchen Rätsel zu lösen und die Ordeals zu überleben.

Es ist eine Geschichte voller Emotionen und Überraschungen, die dazu führen, dass man einmal mehr tief durchatmen muss.

Dieses Buch umgibt eine ganz besondere Atmosphäre: leicht bedrückend, düster und voller Magie. Der Schreibstil lässt alles sehr intensiv erscheinen. Er erweckt die Magie zum Leben und sorgt dafür, dass das Buch nicht aus der Hand zu legen ist.
Auch die Protagonisten sind sehr authentisch und nahbar geschrieben. Es wird zwar alles aus der Sicht von Sophia erzählt – dennoch hat man das Gefühl auch den anderen Protagonisten wie Alden, Greg und Tessa sehr nah zu sein.

Sophia ist eine super interessante Protagonistin, die aus ihrem Leben bei dem Sammler entfliehen und unbedingt nach Killmarth möchte. Ihre Beweggründe sind mehr als nachvollziehbar und schon ihr Weg nach Killmarth ist alles andere als leicht. Auch wenn sie manchmal ein paar Unsicherheiten und Schwächen hat, gleicht sie diese durch Durchhaltevermögen wieder aus. Sie steht zu sich selbst und dem, was sie ist.
Alden dagegen kommt aus einem ganz anderen Leben und was sich zwischen diesen zwei Charakteren über die Zeit entwickelt, ist sehr intensiv. Hier kommt es allerdings zu dem einzigen kleinen Kritikpunkt: Die kurzen expliziten Szenen hätten für mich nicht sein müssen. Die Geschichte wäre auch sehr gut ohne diese ausgekommen.

Ansonsten konnten mich besonders die Ordeals von sich überzeugen: Die Vielfältigkeit und die konstante Spannung, sind kaum zu überbieten. Dazu noch Dinge und Wendungen, mit denen man nicht rechnet. Es ergibt sich ein rundes, magisches Gesamtbild. Und das Ende? Das hat mich sprachlos zurückgelassen...

"The Ordeals" ist definitiv eine Empfehlung für alle, die sich von Magie verzaubern, tödliche Ordeals überleben und nebenbei noch eine Liebesgeschichte haben wollen.
Voller Geheimnisse, Lügen und Wendungen und dem Tod immer ganz nah, hat Rachel Greenlaw es geschafft, mich mit einer neuen Welt zu verzaubern.

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Kurz und oberflächlich

Flockenwirbel in den Highlands von Skye MacDonald

„Flockenwirbel in den Highlands“ von Skye Macdonald ist eine kurze Geschichte mit 90 Seiten, die sich gut zwischendurch lesen lässt. Wer die Highland Hearts Reihe bereits kennt, der wird hier auf einige bekannte Charaktere treffen und sich bestimmt wohlfühlen.

Mit Rhona und Neil treffen zwei Protagonisten aufeinander, die vom Typ her komplett gegensätzlich sind.

Rhona ist offen und herzlich, aber auch sehr bestimmend und von sich überzeugt, während Neil mit Unsicherheiten zu kämpfen hat, die er nicht so schnell loswird. Besonders seine Vergangenheit verfolgt ihn Tag und Nacht.

Dennoch finden beide zueinander und es ergibt sich eine interessante Beziehung, der es allerdings deutlich an Tiefe fehlt, denn für Rhona ist quasi sofort klar, dass sie zusammengehören. Es geht dementsprechend alles mehr als schnell und Zeit wird sich kaum gelassen. Dennoch finde ich die Hintergründe beider Protagonisten gut gewählt und interessant.

Auch andere Szenen konnten mich überzeugen, insbesondere wenn es um den Faktor Zusammenhalt ging.

Mit dem Schreibstil dagegen hatte ich so meine Schwierigkeiten, denn manchmal war er sehr holprig und der Satzbau alles andere als einfach, so wurde mein Lesefluss gestört und meine Motivation weiterzulesen war auch nicht wirklich vorhanden.

Alles in allem war es eine nette Geschichte, nur leider ohne tiefe Emotionen und Gefühle, aber die darf man bei 90 Seiten wahrscheinlich auch nicht erwarten. Für Fans der Reihe ist es dennoch bestimmt lesenswert.

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Häschen und Wolf

Pen Pal von J. T. Geissinger

1,5 von 5

Bei dem Buch "Pen Pal" von J. T. Geissinger habe ich an eine interessante Dark Romance Story gedacht, die in manchen Phasen wirklich intensiv und mitreißend wird. Doch leider kam es ganz anders als gedacht. Die Geschichte hat Wendungen genommen, mit denen nicht zu rechnen war und die Liebesgeschichte, war auch nicht so das Wahre.

Dabei lernen wir als Leser Kayla und Aiden auf den ersten Seiten des Buches schon recht gut kennen.

Wir lernen sie besonders körperlich gut kennen. Denn von den gefühlt ersten 50 Seiten waren gut die Hälfte voll mit expliziten Szenen und den Kosenamen Häschen und Wolf. Meiner Meinung nach etwas zu viel des Guten. Dabei ist der Schreibstil durchweg angenehm und wenn man in der Handlung einmal drin ist, dann kann man auch nicht so schnell wieder mit dem Lesen aufhören. Und bis auf die vielen expliziten Szenen, war der Start in das Buch auch ganz interessant und vielversprechend.
Nur dann ist die Brieffreundschaft irgendwann in den Hintergrund gerückt und ich habe mich gefragt, ob sie überhaupt eine wichtige Rolle in der Geschichte spielt. Mir hat der Zusammenhang gefehlt.

Und dann ging die Geschichte auf einmal auch noch ins Paranormale über, womit gar nicht zu rechnen war. Die Liebesgeschichte hat zwar auch noch eine entscheidende Rolle gespielt, aber tiefe Emotionen und Gefühle, die wirklich authentisch waren? Fehlanzeige. Es hat alles zusammengewürfelt gewirkt und nie komplett rund. Es kam so rüber, als müsste unbedingt noch dieses und jenes in die Geschichte rein.

Schlussendlich würde ich bei diesem Buch deshalb nicht auf den Klappentext vertrauen. Denn der passt nur passagenweise zum Buch. Von mir ist es deshalb keine Empfehlung, da es unangenehm war die ganze Zeit Häschen und Wolf zu lesen und das Ende einfach in eine viel zu wilde Richtung gegangen ist.

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Dunkel und fesselnd

House of the Beast von Michelle Wong

"House of the Beast" von Michelle Wong ist ein durchaus gelungenes Debüt. Es werden die Elemente Romantik und Horror, sowie eine düstere Atmosphäre perfekt miteinander verbunden. Die gesamte Welt rund um die Götter, Ritualen und Kämpfen ist super anschaulich.
Wir begleiten also Alma, die alles für ihre Mutter tun würde - selbst ihren Arm verlieren und ihren Vater um Hilfe bitten.

Und dann gibt es da noch eine Verbindung... Eine Verbindung die es in sich hat und über die man im Laufe der Geschichte immer mehr lernt.

Durch den etwas längeren Prolog, bekommt man als Leser einen ersten guten Einblick in Almas Kindheit. Man erfährt wie sie aufgewachsen ist und was sie durchgemacht hat. Deshalb ist es ein leichtes ihre Handlungen und Gedanken besser nachzuvollziehen.
Generell ist Alma eine aufgeschossene, selbstbewusste junge Frau. Man merkt ihr ihre Schwächen dennoch hier und da deutlich an. So ergibt sich eine interessante Protagonisten, die durch ihre besondere Verbindung zu ihrem Gott noch interessanter und unberechenbarer wird.

Generell ist die Geschichte an sich auch eher unberechenbar und hält trotz manche Längen, die ein oder andere große Überraschung bereit.
Beeinflusst durch Michelle Wongs eindringlichen und detailreichen Schreibstil, der eine ganz besondere Atmosphäre hervorruft, ergibt sich ein rundum harmonisches Gesamtbild. Es entsteht eine Welt, der man nur schwer entfliehen kann. Eine Welt die vor Brutalität nicht zurückschreckt und sich das nimmt, was sie haben will.

Schlussendlich ist "House of the Beast" ein Buch, dass man nicht so schnell vergisst, alleine wegen dem Horror und der Brutalität. Doch auch wegen der Charaktere. Es ist eine Empfehlung für alle, die nicht vor Blut zurückschrecken und sich in der dunklen Jahreszeit in eine dunkle Welt begeben wollen.

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