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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Anno:

Augenweide und Wissensquelle

verwandelt von Geert-Jan Roebers

Also, wenn dieses Buch nicht genial ist, dann weiß ich auch nicht. Einerseits ist es ein unglaublich interessantes Sachbuch, das die Metamorphose verschiedenster Tiere recht genau erklärt und zum anderen beinhaltet es auch beeindruckende Linoldrucke- oft sogar mehrfarbige. Kinder begreifen vielleicht nicht, welche Arbeit und welches Können in diesen Arbeiten steckt (auch wenn diese auf der letzten Seite kurz erklärt wurden) aber auch sie werden vom Design angetan sein.

Die Texte, die diese Illustrationen begleiten, haben es jedoch auch in sich. Sie sind gespickt mit Informationen die uns selbst bekannte Tierarten neu erleben ließen: Es gibt große Einzelporträts und Sammelseiten mit mehreren Tieren, die eine Eigenschaft vereint (z.B. Fellwechsel oder geschlechtliche oder alterstypische Unterschiede). Letztere sind durch ihre zweifarbige Optik gut von ersteren zu unterscheiden, sie gehen in kurzen Texten auf Besonderheiten verschiedener Tiere ein und besitzen eine einfachere Bebilderung.
Die ausführlichen Porträts beinhalten dagegen immer eine mehrfarbige, großformatige Darstellung der verschiedenen Entwicklungsstufen, einen Infokasten mit den wichtigsten Daten, aber auch einen Fließtext, der auf jeden Zustand einzeln eingeht und diesen auf gut verständliche und sachliche Weise erklärt. Mein Kind war besonders von diesen ausführlichen Seiten sehr begeistert. Meist thematisieren diese nämlich Tiere, die man selbst nur wenig Beachtung schenkt und entsprechend wenig über sie weiß. Darunter sind Amphibien, Fische, Insekten aber auch vereinzelt Vögel und eine hier nicht heimische Bärenart. Säugetiere sind jedoch auch Teil des Buches. Infos zu ihnen findet man aber mehr auf den Sammelseiten.

Wir nutzen dieses Buch zum privaten Vergnügen und Wissenserwerb. Ich könnte mir es aber durchaus auch als Informationsquelle für Schulreferate vorstellen.

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Orte und was sie besonders macht

Magische Orte von Volker Mehnert

Dieses Buch ist größer als übliche, vielleicht etwas unhandlich, aber auch sehr beeindruckend. Und ich glaube das wurde bewusst so gewählt- um den Orten gerecht zu werden, aber auch um das Werk für Kinder lesbar und ansprechend zu halten. Die Aufmachung des Buchs ist richtig schön. Jede Seite repräsentiert sein eigenes Thema perfekt, die Farbgebung wirkt natürlich gedeckt, angenehm bunt und sehr abwechslungsreich.

Die voll illustrierten Seiten verleihen dem Buch jedoch in der Anfangszeit auch den typischen Geruch nach Druckfarbe. Doch der verfliegt.
Inhaltlich ist dieses Werk tatsächlich magisch, die meisten darin aufgeführten Orte sind realer Herkunft und doch sagenumwoben. Sie wurden sogar in einer Landkarte eingezeichnet, die zugleich als Wegweiser durchs Buch dient. Mit jeder Doppelseite begegnet man einem anderen einzigartigen Ort und jede berichtet von Besonderheiten, Mystischem und von Fakten die man bereits kennt. Oft fungieren sie auch als eine Art Tor zu fremden Kulturen. Man lernt nämlich nicht nur die sagenumwobenen Stätten der Inka, Maya, der Griechen oder des Islams kennen, sondern erfährt in Infos und manchmal auch Sagen und Märchen vom Leben und Glauben dieser Menschen. Und genau dies macht diese Orte so lebendig und besonders. Sie existieren nur durch uns, entweder weil wir sie erbaut oder etwas Besonderes in ihnen gesehen haben. Vieles wurde durch die Zeit zwar vergessen oder mit Geschichten erklärt, die Faszination aber überdauerte bis heute und das ist in diesem Buch noch deutlich zu spüren.

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Was haben Kastanien mit Omas gemein?

Meine Erinnerungskiste von Raffaela Schöbitz

Kinder sammeln gern, ich glaube das tut jedes. Jeder Stein und jeder Stock wird dann zu etwas Besonderem, das unbedingt mit nach Hause muss. Das Mädchen aus dieser Geschichte -sie erzählt diese in der Ich-Perspektive- hat dafür eine Metallkiste in der sie all ihre Schätze sammelt. Erst wirkt das Buch, wie ein normales erzählendes Bilderbuch, doch dann blättert man um und sieht sich einer Art Sachbuch gegenüber, das einige kindgerechte Hintergründe zu Steinen präsentiert.

Und zu Kastanien und zu Federn und einigem mehr. Schon das fand ich richtig toll, doch gegen Ende bringt das Buch noch einen weiteren Twist, der verdeutlicht, dass diese ohnehin schon wertvollen Dingen noch mehr Bedeutung zumisst. Es sind Erinnerungen an ihre Oma. Wow!
Zwischen diesen Seiten steckt also ganz schön viel Tolles. Unter anderem auch faszinierende Flat Lays von typischen Naturschätzen. Es könnte nur sein, dass das zuhörende Kind auch nach diesen Dingen fragt. Ruckzuck ist man dann im schönsten Gespräch gefangen und begreift auch als Erwachsener, wie viel dem Kind seine eigenen Funde bedeuten.

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Kommt nicht ganz an seinen Vorgänger heran

Die Mitternachtsreise von Matt Haig

Der Titel zeigt es deutlich. Dieses Buch ist angelehnt an die Mitternachtsbibliothek, besitzt aber dennoch eine eigenständig Handlung, die auch ohne Vorkenntnisse zu lesen ist.
Wie im berühmten Bestseller spielt auch diese Handlung größtenteils nach dem Tode Wilburs. Oder besser, er reist in seine eigene Vergangenheit zurück und erlebt diese als stiller Beobachter und mit dem Wissen des Alters und der Geschehnisse neu.

Eine tolle Interpretation der letzten sieben Minuten im Leben eines Menschen- eher ruhig erzählt und doch sehr eindringlich. Der Sog der Handlung ist deutlich spürbar, trägt sich aber mehr durch Tiefe und philosophisch anmutenden Fragestellungen als durch Spannung.
Und doch empfand ich die Thematik im vergleich zum ersten Mitternachtsband als etwas schwächer, dies könnte aber am eigenen Interessengebiet liegen. Die verschiedenen möglichen Lebenswege schienen mir einfach etwas interessanter und kreativer als ein Rückblick auf ein einzelnes turbulentes, auch wenn vieles darin aufgearbeitet wurde.

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Weg vom Wald

Bakterien – die heimlichen Helden von Peter Wohlleben

Ich habe dieses Buch als Hörbuch gehört und muss sagen, dass Loibl es hervorragend vertont. Es ist ein Sachbuch und doch ist es in keinster Weise langweilig zu hören. Toll!
Wohlleben kannte ich bereits von seinen Büchern zu Wald und Tier und fand sie immer sehr beeindruckend. Nun widmet es sich den Kleinstlebewesen und ich war ehrlich gesagt etwas unsicher, ob er sich damit nicht etwas zu weit in fremdes Gebiet wagt.

Seine ‚Beziehung‘ zu Bakterien beschreibt er durch Kindheitserinnerungen. Mehr Expertise scheint er selbst nicht zu haben, nutzt aber für sein Buch das die Erkenntnisse aus der Wissenschaft. Zumindest im Hörbuch fehlen diesbezüglich jedoch Quellenangaben.
Inhaltlich fand ich dieses Werk recht interessant. Doch der Titel täuscht etwas. Natürlich geht es darin um positive Eigenschaften von Bakterien, die viele bislang vielleicht noch nicht kannten. Er schweigt aber auch ab in Themen wie Hygiene, Gesundheit und Haushalt. Vom ursprünglichen Thema ‚Wald‘ blieb wenig übrig.
Ob dies nun gut oder schlecht ist, sei mal dahingestellt.

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Lässt kleine und große Herzen höher schlagen

Mein Sachen suchen Wimmelbuch: Dinosaurier von Peter Nieländer

Eine Seite, eine Zeit. Für ein Wimmelbuch steckt da ganz schön viel Wissen drin. Ob das Kinder in diesem Alter bereits realisieren? Ich weiß es nicht. Doch für die erwachsene Vorleser ist das deutlich spürbar. Und das macht Spaß. Auch, wenn die Dinos- und das sind nicht nur die allseits bekannten- einem hin und wieder einiges abverlangen.

Aber man liest dieses Buch definitiv nicht nur einmal vor. Und so lernen wohl auch wir Großen fremde Kreaturen kennen und auszusprechen. Ich finds super und nehme jeden Versprecher mit Humor- das ist nunmal so, wenn man einen kleinen Dinofan zu Hause hat…
Aber zurück zum eigentlichen Thema- dem Buch. Wie gesagt, sind die Seiten nach Zeiten oder Besonderheiten (z.B. Eier legen, Meteoriteneinschlag) sortiert. Kurze Texte beschreiben diese, nennen deren Entwicklungsstufe; und sie verweisen auf Dinos und animieren dadurch sich die Bilder genauer anzuschauen. Ebenso wie die abgebildeten Suchaufträge es tun, und natürlich auch die Klappen, die Kinder sich aktiv am Buch beteiligen lassen.
Das System dieser Bücher war mir bereits bekannt. Und es hat sich in unserem Haushalt auch sehr bewährt. Die Bilder sind schön und abwechslungsreich. Und was ich ganz besonders toll an diesem Buch finde, ist dass es den Bogen auch ins hier und jetzt schlägt und ein Museum abbildet. Und das läd doch förmlich dazu ein sich die Kleinen zu schnappen und Dinoknochen ‚in echt‘ anzuschauen.

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Mein Lesetipp!

50 Sätze, die es Eltern leichter machen von Birgit Gattringer

Dieses Buch wurde aus einer Idee heraus geboren als die Autorin Kuschiks Buch ‚50 Sätze, die das Leben leichter machen‘ las und sich ähnliches vornahm. Und da ich auch dieses besagte Buch kenne, kann ich guten Gewissens vergleichen und behaupten, dass ihr das auch wirklich gut gelungen ist. Die Fragestellungen und Situationen sind natürlich andere und speziell auf den Familienalltag und seine typischen Konflikte zugeschnitten, die Art und Weise wie aber damit umgegangen wird, gefällt mir sehr.

Kein Wunder, denn die Autorin pflegt einen ähnlichen Erziehungsstil wie auch ich ihn präferiere. Sie ist familylab- und Mentaltrainerin und hat sogar eine Online-Community. Beste Voraussetzungen also und kompetente Lösungswege aufzeigen zu können. Und das tut sie hier auch. Egal ob es um Geschwisterstreit geht, um Diskussionen oder um eher allgemeiner gehaltene Themen, wie die Bindung zum Kind oder das Grenzen setzen. Ihre Informationen verpackt sie einfühlsam, aber auch praxisorientiert und schafft es im Grunde sofort, dass sich die lesende Person gesehen und verstanden fühlt. Sie erklärt aber auch ungeheuer gut- nicht nur die Situation an sich, sondern oft auch die Hintergründe dazu, was jemanden, der in dieser Situation steckt und sie begleitet, viel rationaler analysieren lässt, mögliche Trigger umgeht und ihm dadurch die Möglichkeit gibt mit offenem und zugewandten Herzen zu handeln. Auch setzen sich Sätze, wie sie sie verwendet, rasch fest und sind in den entsprechenden Situationen leicht abrufbar und daher super dazu geeignet sein eigenes Mindset entsprechend danach auszurichten.

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Wahr oder erfunden?

Die Ponys von Lillasund 4. Das Mittsommer-Turnier von Kathrin Lena Orso

Juniorbewertung: „Ida, Elsa und Oskar und Mikkel sind die besten Freunde und leben mit ihren Ponys auf der Hufeiseninsel Lillasund in Schweden. In den Sommerferien zelten sie und erzählen sich Geschichten und Ida weiß nicht ob es wirklich Trolle gibt und bekommt ein bisschen Angst. Floki merkt das und dann klappt plötzlich das Training für nicht mehr.

Die Bücher über Lillasund mag ich sehr gerne und ich warte immer auf eine neue Geschichte und lese die dann an einem Tag fertig. Man lernt viel über Tiere und über Schweden. Und Freundschaft und Natur ist auch sehr wichtig. Das finde ich gut.‘



Mit Lillasund haben wir eine Serie gefunden, die bei uns voll ins Schwarze traf und mein Kind- ganz ohne Zwang- zum Lesen animierte. Die Geschichten sind perfekt für das Alter, einfach zu lesen, aber auch mit einer gewissen Spannung und rätselhaften Vorkommnissen, die Kinder am Ball bleiben lässt. Ein klein wenig Magie liegt dies Mal auch in der Luft, trotzdem bleibt die Handlung realistisch. Die für diese Reihe typisch umsichtige und positive Art ist wieder bemerkenswert schön- etwas verklärt, aber gerade deshalb sehr toll. Man spürt dabei förmlich die Sonne und riecht die Natur. Die Freundesgruppe erhält jetzt zudem noch Zuwachs- tierischen sowie auch menschlichen, die beide jede Menge Action und Tiefe mit in die Handlung bringen. Doch auch die vielen Details rund ums Reiten, über Schwedens bekanntestes Fest und die Infos zu Tiere, machen aus der Geschichte irgendwie etwas Besonderes. Dass in Lillasund sehr viel Herzblut steckt, merkt man also sofort.
Die Autorin begegnet jungen Leser*innen auf Augenhöhe und entführt sie in die schönsten Abenteuer, die aber die Sehnsucht nach Natur, Schweden und einem eigenen Haustier wecken könnten.

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Bestes Buch dieser Art

Alle wissen es. von Noèl Funke

Ich habe schon mehrere Bücher zu diesem Thema gelesen, dieses Stichtags meinen Augen aber aus der Masse heraus. Erst geht es auf die einzelnen Risiken ein, denen man im Internet begegnet. Es erklärt Cybermobbing genauso wie z.B. Grooming, macht aber auch nicht vor den Gefahren von Selbstdarstellung und Fake News halt und hat somit ein weit größeres Spektrum zu bieten als andere Werke.

Und später wird sogar noch darauf eingegangen, wie man im Ernstfall reagieren sollte, zeigt hilfreiche Strategien und nennt sich Anlaufstellen.

Dass der Autor Ahnung von seinem Gebiet hat, merkt man rasch. Er wendet sich in seinen Texten sowohl an Eltern als auch direkt an Jugendliche. Vielleicht ist dieser Wechsel nicht immer klar gekennzeichnet, dennoch bietet das Buch sich sehr dafür an auch Jugendliche mit ins Boot zu holen und ihnen einzelne Passagen daraus vorzulegen. Das stärkt die elterliche Aussagekraft deutlich und lässt zu, dass man sich als Team dem Thema stellt. Denn mediale Aufklärung, Sensibilisierung und Stärkung gelingt nur im Miteinander. Noèl Funke spricht in klaren Worten, verharmlost nichts, aber verteufelt die Medien auch nicht grundsätzlich. Er lässt in wahren (und fiktiven) Beispielen Teenies auf schwarz hinterlegten Seiten, auch selbst zu Wort kommen und beeindruckt mit Stellungnahmen einzelner Rollen in einem konkreten Fall.
Seinen Weg Jugendliche miteinzubeziehen und zu stärken, gefällt mir sehr gut. Die Tipps schenkten uns deutlich mehr Sicherheit. Und wenn doch irgendwann der Ernstfall eintreten sollte, weiß ich jetzt welches Buch ich als erstes aus dem Regal und zu Rate ziehen werde.

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Nur bedingt zu empfehlen

Kinder brauchen Dopamin von Michaeleen Doucleff

Lange nicht mehr hat mich ein Buch so zwiespältig zurückgelassen. Einerseits hat es mich extrem interessiert, wie sich Medienkonsum und hochverarbeitete Lebensmittel auf den Körper auswirken, welche Vorgänge dabei freigesetzt werden und was zu einer Sucht führt. Andererseits folgt diese Autorin einem Ansatz, den ich selbst nicht gutheißen kann.

Ich finde ihn zu radikal und auch nicht allgemein umsetzbar. Sie nutzt die eigene Tochter um ihre Fortschritte darzustellen, doch diese Berichte wirken auf mich zu glatt, als dass sie glaubhaft wären. Und zugleich scheint die Familie für Michaeleen Doucleff so wie sie es hier darstellt eine Mischung aus Versuchkaninchen und Obsession zu sein, immer darauf bedacht noch extremer vorzugehen. Die Gefühlswelt wird dabei fast völlig außen vor gelassen und Kindern nur ein minimales Mitspracherecht eingeräumt. Meinen Wunsch nach einer gewissen Vereinbarkeit läuft dem komplett entgegen. Entsprechend habe und werde ich mir nur die für mich relevanten Infos aus diesem Buch ziehen und den vorgegebenen Plan nicht weiter verfolgen.

Die Autorin beschreibt interessant, gut verständlich und ausführlich. Sie stellt sowohl wissenschaftliche Hintergründe vor, wie auch Anekdoten und Gedanken dahinter. Wenn man ihren Weg annehmen kann, kann dieses Buch trotz seines Umfangs womöglich kurzweilig und erhellend sein. Ich selbst habe jedoch rasch eine innerliche Haltung angenommen, die mir dies erschwerte.

Die Haltung der Autorin spricht klar gegen bedürfnisorientierte Erziehung.

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