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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Anno:

Komm, träum mit mir

Die magischen Träume des Malcolm Bell von Ross Welford

Die Mutprobe sah vor etwas aus einem Hinterhof zu stehlen. Doch als der Hund auftauchte musste es schnell gehen und Malcolm Bell schnappte sich irgendeine Tüte und rannte… er schaffte es, aber nur knapp. So kam er zu den beiden Trauminatoren, die ihm und seinem kleinen Bruder Seb es ermöglichten gemeinsam luzide zu träumen.

Doch ganz so ungefährlich, wie sie dachten, waren ihre nächtlichen Abenteuer nicht und als Malcolm dann gezwungen war seinen Bruder in seinem Traum zurück zu lassen, wachte dieser nimmer auf. Und Malcom setzt zu sammeln, mit seiner guten Freundin Susan und deren Grossmutter alles daran Seb wieder zurück zu holen.

Das Cover des Buches, in grün gehalten und mit dem schwebenden Malcolm vor einem Vollmond macht sehr schön deutlich, dass es im Buch um Träume geht. Es ist zwar schön gestaltet, jedoch denke ich, dass man da mehr herausholen hätte können und das Coverbild aufregender hätte darstellen können.

Die Geschichte um Malcolms und Sebs Träume ist wirklich toll geschrieben. Anfangs irritieren die Zeitsprünge etwas, aber dies gibt sich während des Lesens doch recht schnell. Die Sprache ist bildlich und kindgerecht einfach gehalten und auch die Figuren hab ich rasch lieb gewonnen. Susan und ihre Oma sind einfach ne Wucht, der Geschwisterstreit zwischen den Jungs wirkt authentisch, aber man spürt sich, dass sie trotz allem sich gern haben und zusammenhalten.
Alles in allem ein sehr schönes (Vor-)Lesebuch, das uns viel Freude bereitet hat.

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Gigantisch gut

Die Giganten 1: Erin von Lylian

Die Giganten 1 ist der Auftakt einer sechs Bände umfassenden Serie. Dabei ist jedes Band einem anderen Kind gewidmet um dass sich das jeweilige Abenteuer dreht. Dennoch sind sie keine in sich abgeschlossenen Abenteuer.
So geht es im ersten Band um Erin, ein Mädchen, dessen Eltern verunglückt ist und nun bei Onkel, Tante und Cousin leben soll.

Rein ist seit klein auf sehr an Pflanzen interessiert und hat ein unheimliches Geschick im Umgang mit ihnen. So erntet sie in Schottland, wo sie lebt auch schon mal Kiwis. Was sie bis dato nicht weiß ist, dass sie mit einem mächtigen Naturwesen verbunden ist, das sie beschützt und bisher im Verborgenen blieb. Durch dieses Wesen bekam Erik sich ihren grünen Daumen.
Nun aber zeigt sich ihr das Wesen, da weit ab in Grönland ein weiterer „Gigant“ entdeckt wurde und bald erwachen wird. Dies gilt es zu verhindern, denn eine Unternehmen hat es auf dieses seltsame Wesen abgesehen.

Dieser Comic wird für Kinder ab ca 7 Jahren empfohlen. Mein Kind im ähnlichen Alter, war jedoch mit dem Text, besonders dem Leseverständnis noch etwas überfordert. Daher empfehle ich es persönlich für etwas ältere Kinder, Jugendliche und interessierte Erwachsene oder eben für die jüngeren zum reinen Anschauen. Die Illustrationen sind sehr schön in natürlich wirkenden Farben gezeichnet, die die Story sehr gut unterstreichen. Dadurch sollte die Geschichte auch ohne zu lesen gut verständlich sein. Auch wirkt der Comic auch nicht zu gruselig oder grausam.

Sowohl die Bilder als auch die Story und die Idee der Giganten fand bei uns sehr großen Anklang. So dass wir nun schon ungeduldig auf das folgende Band warten.

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Genremix aus Krimi und historischem Roman

Fräulein Anna, Gerichtsmedizin von Petra Aicher

München, im Jahre 1912. Anna, eine junge Krankenschwester heuert in der Gerichtsmedizin an um mit ihrem Lohn ihre Familie unterstützen zu können. Bei dieser, für Frauen für damaligen Verhältnisse wohl schon eher ungewöhnlichen Arbeit wird sie sogleich mit dem Tod einer Schauspielerin konfrontiert.

Anna glaubt nicht an Selbstmord und beginnt mit Hilfe von Friedrich von Weynand, auch bekannt als Skandalreporter Fritz von Nachtwey zu ermitteln.

Das Cover zeigt die beiden Hauptprotagonisten Anna und Fritz/ Friedrich. Darunter eine Ansicht Münchens. Sowohl Kleidung, als auch Stil des Covers zeigen sehr schön den historischen Hintergrund des Buches.
Auch der Titel verrät die Richtung des Genres recht gut. Wobei zu erwähnen gilt, dass dies meines Erachtens kein reiner (historischer) Krimi ist.

Schreibstil und Geschichte fand ich sehr schön zu lesen. Das Buch beschränkt sich nicht nur auf den Kriminalfall und dessen Lösung, sondern zeigt auch schön das damalige Leben und die Unterschiede der verschiedenen Gesellschaftsschichten.
Dies alles macht für mich das Buch umso spannender und authentischer und ich freue mich schon auf weitere Bücher über Anna und Friedrich.

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Enttäuschend

Anatomy von Dana Schwartz

Dieses Buch hat mich durch sein wunderschön gestalten Cover magisch angezogen. Das Kleid der darauf abgebildeten Frau, ich vermute Hazel, formt ein anatomisches Herz, Schrift und Titel lassen schon erahnen worum es im Buch geht. Die Haptik des Buches ist toll. Während der Titel lackartig glänzt, ist das restliche Buch eher rau und erinnert an Kraftpapier.

Auch die Aufmachung im inneren des Buches ist sehr schön. Die Kapitelinitiale sind in alter Schrift gehalten, was dem Buch einen leicht antiken Touch verpasst. Zwischendurch sind schwarze Seiten eingefügt mit medizinischen Abhandlungen, Briefe und Aushänge, die dem Geschehen im Buch begleitend angefügt sind.

Auch die Buchbeschreibung klang interessant und das Reinschnuppern ins Buch gab dann schließlich den Ausschlag zum Kauf.

Leider hat sich der gute äußere und erste Eindruck während des Lesens nicht bestätigt. Es ist kaum ein Spannungsbogen bemerkbar und die Geschichte plätschert nur so dahin. Auch ist mir die Geschichte zu oberflächlich gehalten. Weder die Charaktere noch die Handlung sind für mich stimmig. Der Flair, der dieser Zeit in dem dieses Buch spielt, ist wenig herausgearbeitet. Hazel hat kaum Schwierigkeiten zu bewältigen und gefühlt fliegt ihr alles zu. Keine ihrer Handlungen hat schwerwiegendere Folgen. Zudem scheint sie eine Freiheit zu genießen, die nicht typisch für diese Zeit ist. Weder ist eine Anstandsdame an ihrer Seite, noch schert sich jemand darum, wenn sie allein auf dem Anwesen zurück bleibt oder sie sich allein mit Herren trifft. Auch 2 erwachsene Personen (egal ob Mann oder Frau, verkleidet oder nicht) auf einem Pferd scheinen keine Aufmerksamkeit zu erregen.
Das Werben des Viscount, dessen Name ich sogar schon wieder vergessen habe, ist kaum erwähnt und auch die anderen Charaktere bleiben schwammig und oberflächlich. Gedanken, Gefühle oder der Grund der recht vorhersehbaren Handlungen fehlen.

Ich habe mich durch 2/3 des Buches gequält und breche nun enttäuscht ab. Die Geschichte hätte wirklich viel Potential, doch dieses blieb leider völlig ungenutzt.
Und so ist der Hype um dieses Buch für mich völlig unverständlich. Auch wenn die Optik des Buches sehr gut gelungen ist- die Story ist es nicht.Ich werde definitiv keinen weiteren Teil dieser Serie lesen.

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Frozen 2, aber in SW

Die Eiskönigin 2: Der Manga von Arina Tanemura

Auf dieses Buch hatte ich mich gefreut. War der Disneyfilm ja schon so toll, nur mit Mangas hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt keinerlei Erfahrungen. So war ich erst stark irritiert, dass die Illustrationen darin nur in Schwarzweiß gehalten waren. Für mich ist die Eiskönigin 2 in erster Linie eine Kindergeschichte und bunte Illustrationen wären für mein Empfinden dafür einfach schöner gewesen.

Dennoch hab ich das Buch letztendlich gekauft und tatsächlich war das Fehlen der Farben nach den ersten Seiten kaum mehr ausschlaggebend. Die Zeichnungen sind dennoch sehr ansprechend und sowohl mit als auch dem Nachwuchs gefällt es recht gut. Ich habe es nicht bereut und werden es sicher noch einige Male lesen und ansehen. Ich glaube ich habe mich durch dieses Buch mit den Manga-Stil anfreunden können. Es hat es geschafft meine Einstellung dazu zu ändern.

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Altbewährtes in XXL

Mein Sachen suchen Riesenbilderbuch von Susanne Gernhäuser

Wimmelbücher erfreuen sich seit jeher großer Beliebtheit bei den Kindern. Aber auch mir als Erwachener macht das Vorlesen und gemeinsame Suchen mit den Zwergen Spaß. Dazu fördert es das kindliche Sprachverständnis und die Ausdauer.

Das Besondere an diesem Buch ist sein, bei Kindern so beliebtes riesige Format.

Neben dem Lesen wird das Buch dadurch zur auch gern mal zum Versteck oder Wand zweckentfremdet.
Jede Doppelseite widmet sich einem anderen Thema. Und so darf man sich auf die Schwerpunkte Stadt, Bauernhof, Spielplatz, bzw. Baustelle, Wald, Bahnhof, Zoo und Winterwald freuen.
Kurze Texte zum Vorlesen, sowie einige Bilder als Suchauftrag ergänzen das jeweilige Wimmelbild. Die Bilder sind sehr schön gestaltet und lenken den Blick auf immer neue Details ohne zu überladen zu wirken oder zu sehr zu überfordern.
Auch die darin enthaltenen Themen sind bunt gefächert. Jede Seite steht somit für eine eigene kleine Abenteuerwelt, die nicht nur zum Suchen, sondern auch zum Geschichten erfinden und Erzählen einläd.

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Gänsehaut garantiert

Wintersterben von Martin Krüger

In einer Höhle auf dem Berg nahe eines abgelegenen Orts in den Walliser Bergen wird eine Leiche entdeckt. Mumifiziert und mit Folterspuren. Die Identität des Toten wird rasch bekannt, doch damit beginnen auch die Begebenheiten mysteriös zu werden. Der Tote war ehemaliges Mitglied des BKA und Fremdenlegionär.

Doch was hatte er in Steinberg zu suchen? Was war er auf der Spur und warum und von wem wurde er gefoltert und getötet? Hat es mit dem Fall der vermissten Frauen zu tun, von dem er regelrecht besessen gewesen schien? Oder mit seiner Zeit in der Fremdenlegion?

Valeria Ravelli wird zusammen mit ihrem britischen Kollegen Colin Bain zum Fall dazu gerufen. Während Bain sich auf die Spur der vermissten Frauen begibt, reist Valeria nach Steinberg, wo sie schnell begreift, dass sie hier niemandem trauen kann.

Dies ist mein erstes Buch des Autors, was den Einstieg etwas erschwerte. Zu Anfang hat die Ermittlerin Flashbacks, denen ich als Quereinsteiger nicht recht folgen konnte, dennoch fesselte mich das Buch zunehmend. Martin Krüger spielt geschickt mit den Gefühlen und versteht es dem Leser Gänsehaut zu verpassen; die Stimmung des Buches ist dunkel und subtil bedrohlich. Die Geschichte wirkt verworren und mysteriös, was gekonnt Spannung erzeugt. Dennoch rutscht das Geschehen nicht ins Unglaubwürdige, Phantastische ab.
Ein Buch, wie dieses hab ich bisher noch nicht gelesen, es hat mich jedoch so überzeugt, dass ich nun nachträglich auch das erste Band der Serie um Valeria Ravelli lesen werde.

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Viele Bilder um fast nichts

Nordlicht - Im Tal der Trolle von Malin Falch

Dieser Comic ist gespickt mit wunderschönen Illustrationen. Sie erzeugen eine wundervolle düstere Stimmung und sind sehr schön detailliert ausgearbeitet. Aber auch, wenn die Illustrationen toll anzusehen sind, hätte doch auf einige zu Gunsten der Geschichte verzichtet werden können. Gerade die Story kommt in diesem Buch zu kurz.

Es ist ganz klar der Auftakt einer Serie und das Ende bewusst offen gehalten. Und dennoch hab ich mehr erwartet… es passiert kaum was, mehr als ein Plot scheint es nicht zu sein.
Der Anfang zog sich durch viele Bilder und sehr wenig Text sehr. Als Sonja Besuch bekommt und nach Jotundalen eingeladen wird, fehlt mir Tiefe. Sie scheint die andersartige Welt ohne Zweifel, ohne große Gefühlsregungen sofort zu akzeptieren.
Die Idee des Comics und dessen Ansiedlung an die nordische Welt ist großartig, nur die leider für mein Ermessen zu seicht dargestellt.

Ich habe ehrlich mehr erwartet.

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Das Geheimnis alter Briefe

Feldpost von Mechtild Borrmann

Im Dezember 2000 wird die Anwältin Cara im Café von einer ihr unbekannten Frau angesprochen. Sie hinterlässt ihr einen alten Aktenkoffer. Mit Feldpost, adressiert an eine Adele Kuhn.
Und Cara beginnt zu recherchieren um Adele ihr Habe zurück geben zu können.

Der neueste Roman von Mechtild Borrmann spielt im Jahre 2000 in dem Cara dem Rätsel der Briefe und dem Verbleib der Adressatin auf den Grund geht.

Der Großteil des Buches beschäftigt sich jedoch mit den Hintergünden der Feldpost.
Und diese sind bemerkenswert!
Beginnend im Jahre 1935 erzählt dieses Buch vom eng miteinander verwobene Leben der Kinder zweier Familien bis hinein in die Neuzeit.
Die Kapitel und deren zeitliche Wechsel sind kurzweilig und ergreifend. Sie bauen aufeinander auf und führen den Leser gekonnt durch das Leben der Protagonisten.

Schon lange hat mich kein Buch mehr so begeistert wie dieses. Es hat mich auf jeder einzelne Seite mit den Personen mitfühlen und die Zeiten und Umstände vor meinem inneren Auge wirklich werden lassen. Es war beeindruckend! Und selbst zutiefst berührt von der Lektüre, kann ich nur jedem mit Interesse an einer packenden, emotionalen und tiefgründigen Geschichte der Kriegs- und Nachkriegszeit dieses Buch nahelegen.

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Bewundernswerte Frauen

Die Tochter der Hungergräfin von Annette Spratte


Die Tochter der Hungergräfin ist ein historischer Roman, der auf das wahre Leben der Gräfin Louise Juliane von Sayn und Wittgenstein. Während die Autorin zu dieser Person einige historische Quellen studieren konnte, ist über das Leben ihrer Töchter sehr wenig bekannt. Hier mischt sich Fiktion und Realität.

Das Buch gliedert sich in 4 Abschnitten und umfasst mit zeitlichen Lücken die Jahre 1636 bis 1652. Aus Sicht von Julianes ältester Tochter Ernestine erfährt man über ihr Aufwachsen mit dieser bemerkenswerten Mutter, die ihrer Zeit so sehr voraus war. Wie sie vom Kind zu Frau reifte, was sie bewegte, erlebte und wie sie mit zunehmenden Alter in die Regierungsgeschäfte der Mutter eingebunden wurde.

Der Schreibstil ist, anders als oft in historischen Romanen erstaunlich schlicht gehalten. Auf blumige und wortgewaltige Umschreibungen wurde verzichtet, was mir das Lesen sehr angenehm machte und für mein Empfinden der Geschichte zuträglich ist. Ernestines Geschichte war nachvollziehbar dargestellt und könnte sich durchaus so zugetragen haben. Ich persönlich hätte jedoch gern mehr über deren Mutter erfahren. Obwohl ich zuvor noch nie von ihr gehört hatte, hat mich diese Frau zutiefst beeindruckt. Besonders wenn man bedenkt in welchen Zeiten sie gelebt hat. Von einigen Ereignissen, wie z.B. der Versuch des Aushungerns und auch der Kampf der Mutter um ihre Grafschaft, hätte ich jedoch gerne mehr erfahren.
Nichtsdestotrotz ist es ein sehr gelungenes Buch, das mich bewegt und ich sehr gern gelesen habe.

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