Kunden em pfehlungen
Rezensionen von kabo16:
Lieblings-Tier-Sach-Such-Wimmel-Buch
183 Pinguine. Das große Tier-Such-Buch von Stéphane Frattini; Édouard Manceau
Bei diesem einzigartigem Wimmelbuch trifft sich groß und klein gemeinsam am großen Tisch. Es macht so viel Spaß, unter einer Tonne Käfer, nach einem Tier mit drei Beinen zu suchen.
Naja, nicht alle haben dazu die Nervenstärke, andere wiederum können einfach nicht mit dem Suchen aufhören.
Ein Zeitlimit ist da sehr hilfreich, damit man nicht gleich das ganze Buch in einem Rutsch liest und sucht.
Und wehe einer schaut hinten nach den Lösungen!
Über jede Tierart, die hier in einer Tonne Gewicht auftaucht, ja auch Wale, erfährt der Leser/Vorleser ganz viel Wissenswertes. Es gibt da wunderschöne Vergleiche, die sich leicht einprägen, wie beim Wal. Er kann so alt werden wie die Queen wurde.
Auf dem Cover sieht man schon diese niedlichen, witzigen Illustrationen im Comic-Stil von Èdouard Manceau. Kein Tier gleicht dem anderen, alle mit ganz viel Liebe zum Detail gezeichnet. Man entdeckt immer wieder neue Dinge. Keine Kopfbedeckung ist gleich, alles einzigartig, bunt und lustig.
Dieses Buch eignet sich hervorragend als Geschenk für die Einschulung, Geburtstage, Weihnachten, Ostern, für eine lange Autofahrt (nur die hinteren Sitzbänke) oder einfach mal so.
Naturerlebnis im Kleinen
Im Schatten von Giganten von Jasmin Schreiber
Dieses tolle Sachbuch lässt den Leser und Betrachter ein kleines, abgeschlossenes Ökosystem z. B. unter Steinen oder unter der Rinde eines abgestorbenen Baumes sehen. Die biologische Vielfalt wird mit wunderbaren Fotos der Autorin aufgewertet.
Es gibt so viele Informationen über die Insekten, die versteckt leben, dass man sich am Besten erstmal in seinem Umfeld umschaut und dann bei Jasmin Schreiber nach schlägt.
In meinem Garten fliegt nun keine Libelle mehr, sondern eine Azurjungfer. Sie wird nicht verhungern, denn gegen Libellen haben Insekten keine Chance.
Wer sich für die Natur und ihre kleinen Bewohner interessiert, der wird dieses Buch regelmäßig in die Hand nehmen. Es ist ein leichteres Lernen als mit einem Lexikon, alleine durch die kleinen Geschichten, die dazu erzählt werden. Einige Tiere sehe ich nun als weniger ekelig an. Nein, keine Spinnen - ich meine Schnecken. Sie erfüllen schließlich auch eine Aufgabe in meinem Garten, Tipps zum gemeinsamen Leben, wie Metallhochbeete gibt es dazu.
Wissen sie eigentlich woraus Lackmus besteht? Nein, dann sollten sie sich dieses Sachbuch wirklich gönnen.
Comic mit Wissen und Spannung weckt das Interesse
WAS IST WAS Comic - Tiefsee - Urlaub am Abgrund von Albert Mitringer
Auf dieses Buch war ich wirklich sehr gespannt, denn jeder kennt die Reihe WAS IST WAS. Sie hat uns lange Jahre durch die Kindheit der Kinder begleitet, nun natürlich auch wieder bei den Enkeln.
Allerdings als Comic? Ich als Fan von diesen Heften war hin und weg, dass es dieses Leseabenteuer mit Bildern, Spannung und ganz viel Wissen nun als Buch gibt.
Ich wurde nicht enttäuscht!
Es geht ab in die Tiefsee mit Iris, Wenko, Will und Professor Quecksilber. Bis zu 6000 m wird hier abgetaucht. Am Rand der Seiten kann man immer sehen, in welcher Tiefe wir uns gerade befinden. Die spannende Geschichte ist passend dazu, immer mit ganz vielen Informationen versehen. Die verschiedenen Tierarten, wie sie sich an das Leben in großer Tiefe und Dunkelheit angepasst haben, Lebewesen, die Licht erzeugen, die großartige Technik, die dem Menschen zur Verfügung stehen, um all das im Meer zu erkunden. Und jede Menge mehr, lernt man einfach nebenher.
Alle Zeichnungen sind futuristisch und ihrer Zeit voraus. Uh-Oh und EEEP gibt es aber noch. Genau wie Bilder ohne Text.
Einfach ein Wissens-Comic. Da soll noch mal einer sagen Comics sind Schrott!
Unter jedem Dach ein Ach!
Schattengrünes Tal von Kristina Hauff
Ein kleiner Ort im Schwarzwald, Wald rund herum und ein schattengrünes Tal in dem ein altes Hotel liegt. Können sie sich das vorstellen?
Gäste, die schon seit vielen langen Jahren hier ihren Urlaub verbringen. Nun sind langsam alle in die Jahre gekommen. Renovierung des alten Gemäuers gleich null.
Als nun im Spätherbst die Heizung ausfällt und ein merkwürdiger Gast anreist, fängt die Geschichte an.
Die Fremde, Daniela Arnold, reist ohne Gepäck an, stört sich an den Bedingungen überhaupt nicht und behauptet eine Auszeit zu brauchen.
Carl, der alte Besitzer führt das Haus zusammen mit seiner Geliebten Margret. Carls Frau liegt schon lange im Pflegeheim.
Lisa, die Tochter der Besitzer kümmert sich, neben ihrer eigenen Familie aufopfernd um alles, ohne Rücksicht auf sich selbst.
Man sagt ja immer: Unter jedem Dach ein Ach! Hier schleppt jeder sein Päckchen mit sich herum. Schuldgefühle, Abhängigkeit, andere Erwartungen, Angst usw. Meisterhaft beschrieben von der Autorin.
Es ist der dritte Roman, den ich von Kristina Hauff lese, und meiner Meinung nach ist dies ihr bester. Warum? Weil hier zu ihren einfühlsamen Personenbeschreibungen noch die Spannung hinzu kommt.
Schöner schicksalsreicher Frauenroman mit Hummer und Humor
Die Hummerfrauen von Beatrix Gerstberger
Mir gefällt an diesem Erstlingsroman von Beatrix Gerstenberger einfach alles. Das Cover mit Mr. Darcy, nur auf dem Schutzumschlag ist er rot, innen blau und schlicht. Der Inhalt selbstredend, der Schreibstil durch und durch, hat mich wirklich berührt, die Gegend wo die Geschichte spielt - obwohl ich noch nie dort war, ist Maine vor meinem inneren Auge Stück für Stück entstanden, die Hauptfiguren sind mir ans Herz gewachsen.
Ja, ich bin restlos begeistert von diesem Buch.
Drei Hummerfrauen: Ann (72), Julie (54) und Mina (28) lernt der Leser in der Zeit vom Sommer 1982 bis zum Frühjahr 2000 kennen. Ihre Familiengeschichte, ihre Lieben und tragischen Verluste, ihre Hoffnungen, Eigenarten und Stärken. Lustiges und trauriges wird glaubwürdig und öfters lustig erzählt.
Man fragt sich: Wie hätte ich reagiert in dieser Situation? Wäre ich auch so mutig gewesen?
Unsere Lebenserwartung liegt selten bei 100 Jahren, wie bei Hummern. Sie bleiben auch lebenslang mit ihrem Partner zusammen.
Die Autorin trifft den Nerv dieser Geschichte genau, weil sie den Verlust erlebt hat und in einem Hummerfischerdorf gelebt hat. Sie ist eine verdammt gute Zuhörerin und hat dies alles mit in ihr Buch einfließen lassen.
Tote Ehemänner und lustige Witwen?
Very Bad Widows von Sue Hincenbergs
Das Cover und die LP machen den Eindruck, dass es sich hier um einen lustigen Sommerroman für die Ferien handelt. Aber manchmal täuscht der erste Eindruck halt gewaltig.
Dieses Werk mit fast 500 Seiten ist mehr. Es ist lustig und spannend, ja stimmt, aber es ist gleichzeitig voller Überraschungen und Wendungen, und immer wieder staunt der Leser.
Die Kurzbeschreibung hinten auf dem Cover und der Titel deuten auf eine andere Geschichte hin, aber Sue Hincenbergs hat hier wirklich ihr ganzes Können hinein gepackt.
Allein die vier Ehepaare, die alle kurz vor der Rente stehen und sich schon aus viele Jahre kennen, werden so intensiv und warmherzig beschrieben, dass man sie einfach mag. Kein Neid oder Gerede untereinander. Freizeiten und Urlaube werden zusammen verbracht.
Das Blatt wendet sich, als einer der vier Männer ihre gesammten Ersparnisse für ihr Rentnerdasein verliert. Ab da weht ein anderer Wind, hinzu kommen bei jedem Ehepaar ein paar Probleme.
Zwei Parteien: Frauen und Männer. Dann stirbt einer der Männer!
Mehr wird nicht verraten. Ach doch, mir gefiel der Frisör am Besten.
Hoffentlich gibt es bald mal wieder ein Buch von dieser Autorin.
Ist nicht jedes Buch auch ein Aspirin für die Seele?
Die geheime Sehnsucht der Bücher von Nina George
Nina George muss sich nicht bemühen, um über 300 Seiten ihres neuen Romans voll zu schreiben, damit der Druck nicht zu teuer wird. Da gibt es kein unnötiges Füllmaterial an Wörtern, im Gegenteil, es ist wie ein Lesefluss, der den Leser mitnimmt auf eine wunderbare Lesereise.
Dies ist der dritte Teil, der Literarischen Apotheke.
Man sollte die ersten beiden Teile des Bücherschiffes mit dem außergewöhnlichem Jean Perdu gelesen haben. Nicht nur weil sie wunderschön sind, sondern um ihre Menschen von Anfang an, kennen zu lernen. Erst dann versteht man warum sie so ticken und agieren.
Neue Menschen lernen das Schiff mit seinen Bewohnern und vor allem mit den ganzen Büchern kennen. Wie zum Beispiel Françoise, mit ihrer kranken Mutter. Sie ist erst 12 und kennt das Schiff noch nicht. Aber auch sie wird hier Lösungen für ihre Probleme finden.
Bücher über Bücher, ihre Leser und deren Geschichten, überraschende Ereignisse, Leben im Wandel, Vergangenheit und Gegenwart, Liebe, Tod, Versöhnung und immer wieder, das wahre echte, schrecklich schöne Leben. Das alles findet der Leser zwischen den Buchdeckeln.
Lesen ist nichts für Feiglinge!
Immer hart am Abgrund
Devil's Kitchen von Candice Fox
Die äußerst ungewöhnliche Ermittlerin Andy vom FBI übernimmt einen Fall bei dem Mutter und Sohn verschwunden sind. Dazu muss sie tief in die Welt der Eliteeinheit von der New Yorker Feuerwehr eintauchen. Denn Ben, der bei der Engine 99 arbeitet, hat die Hilfe der Polizei, bei der Suche nach seiner Lebensgefährtin und ihrem Kind angefordert.
Im Gegenzug hat er sehr brisante Details, aus seiner Arbeit anzubieten.
Die Feuerwehr sollte dein Freund und Helfer in der Not sein, um was geht es hier also?
Aber in diesem harten Thriller scheint einiges verkehrt zu laufen.
Candice Fox lässt in ihren Büchern die Frauen an die Macht. "Superwoman" darf hier ran. Zeitweise ist das Ganze etwas übertrieben, wenn Andy trotz aller Verletzungen immer wieder wie ein Phönix aus der Asche aufersteht. Auf der anderen Seite macht es die Sache um so spannender.
Verkorkste Typen sind ihr Metier, und der Leser hat mit ihnen Mitleid, alles gewürzt mit ein bisschen toxischer Liebe.
Ein Thriller, der sich nicht zum Weglegen eignet.
Berührende Tierliebe
Pearly Everlasting von Tammy Armstrong
Wer einmal in seinem Leben ein Tier mit der Flasche großgezogen hat, der weiß wie viel Arbeit und schlaflose Nächte es kostet. Aber mit jeder Minute, die man sich darum kümmert wächst auch die Liebe zu ihm. Hat man es wirklich geschafft, ist das ein großartiger Sieg.
Wenn dieses Tier dann zusammen mit dem eigenen Kind aufwächst, ist die Liebe zwischen allen Dreien das Größte.
Genau dies passiert Pearly in Kanada im Jahr 1918. Nur wird sie nicht mit einem Haustier groß - sondern mit einem Bären.
Diese unglaubliche Geschichte spielt zuerst in einem Holzfällercamp. Hier gibt es bittere Armut und eine unglaubliche Kälte. Trotz vieler Unfälle, tödlicher Krankheiten und mit wenig zum Leben, verbringen Pearly und ihr bester Freund Bruno eine wunderbare Kindheit. Bär und Kind sind eine Einheit, die Mutter eine große Beschützerin von beiden.
Der Autorin ist es gelungen einen fast märchenhaften Schreibstil in den Anfang zu stecken. Es ändert sich ziemlich schnell und die grausame Realität verändert den Roman, nun wird es immer spannender.
Jetzt beginnt eine Reise und Suche. Kanada im Jahre 1934, eine mir unbekannte Welt, mit kuriosen Menschen und Orten. Man muss es selber lesen, um all das unbekannt, schöne, seltsame und harte Leben von Menschen und Tieren zu verstehen.
Aber eins bleibt für immer : Die Liebe zwischen Pearly und Bruno.
Tauche ein in die Thriller-Unterwasserwelt
Die Kammer von Will Dean
Dieser Thriller entführt den Leser in eine ziemlich unbekannte Welt der Sättigungstaucher. Mir sagte dieser Begriff überhaupt nichts. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn der Autor erklärt am Anfang seines Buches lang und ausführlich, worum es hier geht.
Da habe ich auf das Cover geschaut, es hörte sich eher nach einem Sachbuch für Berufstaucher als nach einem Thriller an.
Aber nach und nach wurde es etwas spannender, aber immer mit sehr vielen Erklärungen und Geschichten von den Tauchern begleitet. Ob es Seemannsgarn-Geschichten waren, ich weiß es nicht.
Fakt ist, dass die Dekompressionskammer für sechs Personen eng ist, sehr eng. Privates gibts es hier nicht, Freiheit - nur auf dem Meeresgrund.
In dieser Kammer spielt sich das Leben oder der Tod ab. Das hätte der Autor verkürzen können, dann wäre es für mich auch ein spannendes Leseabenteuer gewesen.
Die einzige Frau an Bord erzählt den Thriller in der "Ich-Form". Muss man mögen.
Stark finde ich, nach wie vor das Cover.











