Kunden em pfehlungen
Rezensionen von LadyIceTea:
Einfach spannend!
Der Puzzlemörder von Zons von Catherine Shepherd
Zons vor über 500 Jahren. Eine junge Frau wird ermordet und entstellt aufgefunden. Der Puzzlemörder treibt sein Unwesen. Die Zonser Stadtwache Bastian Mühlenberg ist ihm stetig auf den Fersen, um ein nächstes Opfer zu verhindern.
Zons heute. Während die Journalismus-Studentin Emily über die Puzzlemorde recherchiert, werden Frauenleichen gefunden und alles macht den Anschein, als wäre der Puzzlemörder zurückgekehrt.
Dieses Mal macht Oliver Bergmann Jagd auf ihn, doch der Täter ist immer einen Schritt voraus.
Ich liebe den Schreibstil von Catherine Shepherd. Ich habe dieses Buch jetzt das zweite Mal gelesen und trotzdem wurde ich wieder mitgerissen. Die Geschichte ist einfach von der ersten bis zur letzten Seite spannend.
Es geling der Autorin wirklich gut, die Vergangenheit mit der Gegenwart zu verbinden. Beide Seiten waren unglaublich fesselnd. Ich wollte immer nur weiterlesen um zu erfahren was damals passiert ist und wie es im heute weitergeht.
Ich fand es unheimlich spannend in der Vergangenheit mitzuerleben, wie Bastian ohne große Technik ermittelt und wie der echte Täter sein Unwesen treibt. Auch seine Sicht der Dinge zu erfahren, hat die Geschichte abgerundet.
Dass man in der Gegenwart nicht weiß wer der Täter ist, hat dem Ganzen noch einen zusätzlichen Kniff verpasst. So konnte man wunderbar miträtseln und selbst versuchen, die Fäden zu verbinden.
Die Figuren sind alle samt gut gelungen. Auch die unsympathischen Charaktere passen perfekt ins Bild. Da ich grade ein Reread der Reihe mache, freue ich mich schon sehr die Figuren wiederzutreffen.
Ein toller erster Band einer richtig guten Reihe!
Ich weiß nicht, was ich von diesem Buch halten soll
Im Dunkel deiner Seele von Harrar George
Der Philosophieprofessor Evan Birch wird eines Tages von der Polizei angehalten und festgenommen. Er soll ein junges Mädchen entführt haben. Viele Zufälle sprechen für seine Schuld, doch er beteuert seine Unschuld. Als dann ihr Lippenstift in seinem Auto auftaucht, glaubt ihm nicht einmal mehr seine Frau und Evan weiß nicht, was er noch tun soll.
Ich finde, der Klappentext des Buchs klang sehr viel versprechend und ich habe einen spannenden Psychothriller erwartet. Spannend war es im Groben und Ganzen, doch welchem Genre ich das Buch zuordnen würde, weiß ich nicht.
Ich finde im ganzen Buch gibt es keine Figur, die sich nicht irgendwie merkwürdig verhält. Oft sagen die Personen Dinge, die mich eher ratlos zurückgelassen haben, weil ich mich frage, was sie mit der Geschichte zu tun haben.
Es gab oft Stellen im Buch, die mit dem eigentlichen Erzählstrang nichts zu tun haben. Es gab viele Aussagen von Studenten oder seine Vorlesungen und philosophischen Gedanken. Das alles wäre in einem gewissen Maße interessant gewesen und hätte den Charakter des Buchs hervorgehoben aber für meinen Geschmack war das einfach zu viel und hat vom eigentlichen Inhalt abgelenkt. Der eigentliche Inhalt wirkt neben dem Philosophischen und der Uni eher schmal.
Die Geschichte an sich war spannend. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, was wirklich passiert ist, ob Evan der Täter war und warum sich seine Frau so merkwürdig verhält.
Auf keine dieser Fragen gab es eine wirklich zufriedenstellende Erklärung. Der Autor lässt sehr viel offen und geht auf viele Punkte gar nicht wirklich ein. Ich finde das eher unbefriedigend und sehr schade. Ich frage mich wirklich, was diese Geschichte uns eigentlich erzählen wollte.
Eine schöne Geschichte, auch für Nicht-Pferdefrauen
Im Dunkel deiner Seele von Harrar George
Eigentlich ist die 31jährige Lisa mit ihrem Singledasein zufrieden. Auch Tom, Pferdehofbetreiber und allerbester Freund findet das in Ordnung. Ganz anders sieht das ihre esoterische Freundin und Tantra-Enthusiastin Anke. Sie befürchtet Lisa verwandle sich in eine einsame Amazone, seitdem sie zu viel Zeit mit dem Kaltblutpferd Heinrich verbringt.
Kurzerhand bittet Anke das Universum um Beistand, das auch prompt den charismatischen Schotten Joe in die Dorfdisko schickt. Dass es sich dabei um Lisas verflossene Jugendliebe Johannes handelt, weiß Anke nicht. Auf einmal kommen alte Gefühle an die Oberfläche, die nicht in Lisas Alltagstrott passen.
Ich bin selbst so eine von den Pferdefrauen und musste das Buch natürlich lesen. Erwartet habe ich eine heitere Lovestory, gespickt mit Pferdeszenen. Genau das habe ich auch bekommen.
Die Geschichte besticht mit einer Menge herzerwärmender Charaktere, die man alle nach und nach, wenn nicht sogar sofort in sein Herz schließt. Norddeutscher Platt, kerniger Humor und einige Missgeschicke stehen auf der Tagesordnung. Das ist nicht für jeden was, denn meinen Humor hat es nicht ganz getroffen aber ich denke, wer auf genau die Attribute steht, wird begeistert von dieser Geschichte sein.
Die Handlung ist, genau wie die Figuren, ein wenig Chaotisch und lädt oft zum Schmunzeln ein. Die Szenen, in denen der dicke Heinrich auch noch Dummheiten anstellt, machen das Ganze rund.
Obwohl die Humorschiene mit dem norddeutschen Platt nicht ganz so meine Welt ist, hat mir die Geschichte trotzdem Spaß gemacht und ich kann sie allen empfehlen, die Lust auf Humor, Chaos und Gefühle haben.
Nette Idee aber leider langweilige Umsetzung
Für immer ist die längste Zeit von Abby Fabiaschi
Maddy ist tot. Vom Dach der Bibliothek gestürzt. Sie landet jedoch nicht im friedvollen Himmel, sondern blickt aus kurzer Höhe auf ihre Familie - ihre pubertierende Tochter Eve und den emotional unaufgeräumten Ehemann Brady - herab. Ohne Maddy sind sie schon in einfachen Dingen der Alltagsorganisation überfordert.
Jetzt drohen sie an der Frage nach dem Warum zu zerbrechen.
Maddy muss etwas tun. Doch ihre Möglichkeiten der Einflussnahme aus dem Jenseits sind begrenzt - sie ist ja auch neu hier.
Die Idee des Buches hat mir wirklich gut gefallen. Es klang nach einem Roman mit viel Gefühl und vielleicht ein wenig Witz dabei. Ich glaube, die Autorin hat auch genau das versucht, es aber leider nicht geschafft. Es kam für mich an fast keiner Stelle wirklich Gefühl rüber. Alles wirkte distanziert. Von der Trauer konnte ich als Leser nichts wirklich spüren.
Der Witz war da. Das ein oder andere Mal musste ich tatsächlich schmunzeln. Was umso schöner gewesen wäre, wenn sonst auch mehr Tiefgang oder Gefühl vorhanden gewesen wäre.
Die Geschichte fand ich an sich gut. Auch die Figuren Brady und Eve zu begleiten war eigentlich ganz ok. Bis auf, dass ich mich immer entfernt gefühlt habe.
Schade war auch, dass das Buch mit einem unnützen Handlungsstrang in die Länge gezogen wurde. Die Seiten hätten noch für das Ende verwendet werden können. Das war nämlich ganz gut bis auf, dass es irgendwie zu kurz war. Es hat den Eindruck vermittelt, dass das Buch nur schnell fertig sein sollte. Leider hatte das Buch immer wieder einige Längen.
Wäre nicht die Idee der Geschichte ganz gut gewesen und hätte ich nicht Gefallen an Brady und vor allem Eve gefunden, wäre das Buch ein Flop für mich geworden. So war es ganz in Ordnung aber hat mich absolut nicht vom Hocker gehauen. Nochmal würde ich es nicht lesen.
Manchmal muss man sich verlieren, um sich zu finden
Für immer ist die längste Zeit von Abby Fabiaschi
Liz und Toby sind schon immer beste Freunde. Dass sie sich ineinander verlieben haben alle gewusst, nur sie selbst nicht. Dann passiert etwas, der das trennt was sich niemals trennen sollte. Toby verschwindet ans andere Ende des Ozeans und Liz steht alleine da.
Während sie versucht sich mit ihrer Youtube-Karriere abzulenken, verliert sie sich Stück für Stück in ihren unausgesprochenen Gefühlen, bis alles kurz davor steht zu zerbrechen.
„How to be happy 3 – Vergissmeinnicht“ gliedert sich nahtlos in diese wunderbare Reihe von Kim Leopold ein. Schon auf den ersten Seiten wird man vom altbekannten und von mir sehr geschätzten Schreibstil empfangen. Er ist wie immer locker leicht und hebt besonders gut die verschiedenen Charakterzüge der Figuren hervor.
In Band 3 treffen wir natürlich wieder all die bekannten und liebgewonnenen Figuren wieder. Lil und Jamie, Ash und Camie, Rose und eben Liz und Toby. Wer schon Band 1 gelesen hat, kennt die Zwei noch als dreizehnjährige Kids die glücklich miteinander ihre Tage als beste Freunde verbracht haben. Nun, sie sind wieder da. Älter und mit viel mehr Gefühlen. Vor allem füreinander, obwohl sie das selbst noch gar nicht wirklich wissen.
Das ganze Gefühlschaos der Beiden ist von der ersten Seite an wirklich gut beschrieben und lässt sich auf jeder Seite nachvollziehen. Es ist nicht zu kitschig und nicht zu dramatisch. Ich glaube, fast jeder könnte sich vorstellen, in ihren Rollen zu stecken.
Auch Liz‘ Chaos, welches nach und nach ausbricht, hat mich manchmal wirklich die Luft anhalten oder den Kopf schütteln lassen. Einerseits freut man sich für sie über ihren Erfolg und andererseits macht man sich zusammen mit ihrer Familie Sorgen.
Die Geschichte entwickelt sich wirklich von Kapitel zu Kapitel und mit ihr auch die Charaktere. Es hat mir gut gefallen, wie glaubwürdig alles war und wie es zum Ende in einem wirklich gut durchdachten Höhepunkt zusammenkrachte. Auch das Ende hat mir absolut gefallen. Ich mag die Reihe sehr gerne und freue mich jetzt schon auf Band 4.
Unglaublich spannend! Ein wahrer Pageturner!
Scythe - Der Zorn der Gerechten von Neal Shusterman
Citra hat es geschafft. Sie wurde auserwählt und als Scythe entscheidet sie jetzt, wer leben darf und wer sterben muss. Doch als wenn das nicht schon schwer genug wäre, übernehmen skrupellose Scythe die Macht und stellen neue Regeln auf. Die wichtigste Regel lautet, dass es ab jetzt keine Regeln mehr gibt.
So beginnt Citras Kampf für Gerechtigkeit. Ein Kampf, den sie nur gemeinsam gewinnen kann mit ihrer großen Liebe Rowan.
Normalerweise schreibe ich einen eigenen kleinen Klappentext, doch bei diesem grandiosen Buch ist mir dies nicht gelungen. Ich habe es nicht geschafft, meiner Begeisterung gerecht zu werden, ohne zu viel zu verraten. Und spoilern will ich hier auf keinen Fall.
Ich war schon ein Fan des ersten Bandes und habe sehnsuchtsvoll auf Band zwei gewartet und dieses Warten hat sich wirklich gelohnt.
Durch Neal Shustermans fesselnden Schreibstil war ich nach nur wenigen Seiten wieder komplett in der Geschichte gefangen. Die Aufteilungen des Buches sind geblieben wie im ersten Teil, was mir sehr gut gefällt, optisch wie inhaltlich.
Wir treffen schon sehr schnell auf altbekannte Figuren und erfahren in einem guten Tempo, was in der Zeit zwischen den beiden Teilen passiert ist und wie sich alles entwickelt hat. Man merkt schon hier sehr gut, dass sich etwas in der Welt verändert hat und verändern wird.
Es sind dieses Mal ein paar neue Figuren hinzugekommen, die zum Teil eine wirklich wichtige Rolle spielen oder vermutlich spielen werden. Das fand ich sehr spannend.
Dort wo in Band eins Auszüge aus den Tagebüchern der Skythe zu lesen waren, erfährt man in diesem Buch ausschließlich Dinge über den Thunderhead. Das hat mich sehr positiv überrascht, denn ich habe mir nach Band eins gewünscht, mehr über die Welt und den Thunderhead zu erfahren.
Die Geschichte nimmt wirklich viele Wendungen die ich so nicht erwartet habe und die mich teilweise wirklich vom Hocker gehauen haben. Das Buch war für mich dauerhaft spannend und hat sich am Ende sogar richtig hochgeschaukelt. Ich wollte nicht mal mehr Blinzeln, so spannend war es für mich.
Das Ende zeigt wieder, dass es noch einen Folgeband geben wird und ich denke, der wird der absolute Kracher! Ich weiß garnicht, wie ich die Zeit bis dahin überstehen soll. Ich werde auf jeden Fall wieder sehnsüchtig warten. Dieses Mal auf das Ende einer unglaublich gelungenen Reihe.
Eine gute Idee, die mich leider nicht überzeugen konnte
Sterne über dem Meer von Freeman Kimberley
Als Victoria Camber das Büro ihrer kranken Mutter in Bristol ausräumt, bringt der Fund eines Briefes sie auf die Spur eines Familiengeheimnisses und der dramatischen Lebensgeschichte einer ihr unbekannten Frau. Nordengland 1874: Endlich ist Agnes Resolute volljährig und darf das Findelhaus, in dem sie aufgewachsen ist, verlassen.
Vor ihrer Abreise erfährt sie, dass ihr als Baby ein Andenken mitgegeben wurde – ein Knopf mit einem Einhorn. Agnes glaubt zu wissen, wem der Knopf gehörte: Genevieve Breakby, der Tochter einer noblen Familie. Doch diese hat England mittlerweile Richtung Australien verlassen. Und so begibt sich Agnes auf Suche nach ihrer Mutter und eine ungewisse Reise
Da ich sehr gerne Romane lese, die im 19. Jahrhundert spielen und am besten noch im Ausland oder mehreren Ländern, schien dieses Buch richtig für mich. Die Idee mit Gegenwart und Vergangenheit hat mich auch sehr gereizt.
Leider wurde dies alles nicht besonders gut umgesetzt.
Fangen wir mit der Gestaltung an. Das Cover finde ich sehr schön und es passt super zu dem Genre und der Geschichte. In dem Buch gibt es einen langen Brief, leider hat der Verlag hier eine Schreibschrift ausgewählt, die unglaublich anstrengend zu lesen ist. Dafür ist der Brief einfach zu lang. In unserer Leserunde wurde dies auch von der Mehrheit bemängelt. Sonst ist der Aufbau gut gelungen und auch der Schreibstil lässt sich angenehm lesen.
Leider hat mir auch der Brief an sich nicht gut gefallen. Es war zwar interessant, dadurch noch einen dritten Erzählstrang zu erhalten aber dieser Brief war weder wie ein Brief, noch wie ein Tagebuch oder ähnliches geschrieben. Es wirkte eher wie ein Buch, welches recht konstruiert geschrieben wurde. Das fand ich sehr schade, denn es gab einige Stellen die dadurch etwas ihre Glaubwürdigkeit verloren haben.
Den Erzählstrang der Gegenwart gab es auch nur, um den Brief zu rechtfertigen. Den Victoria liest diesen Brief in der Gegenwart. Es geht zwar auch um ihre an Alzheimer erkrankte Mutter und ein wenig um ihr Leben aber alles nur sehr knapp und nebenbei. Ich hätte es schöner gefunden, wenn der Erzählstrang um Agnes die Gegenwart gewesen wäre und die Ereignisse des Briefs die Vergangenheit erzählt hätten.
Die Teile mit Agnes haben das Buch für mich ein wenig rausgeboxt. Sie konnten es zwar nicht vollends retten aber so war es für mich zumindest nicht dauerhaft nicht gut. Es hat mir Spaß gemacht, Agnes auf ihrer Suche zu begleiten und zu erleben, wie sie mit den Unwegsamkeiten umgeht und was für Menschen sie trifft. Die Geschichte um Agnes herum, was ihre Zeit im Findelhaus angeht, die Zeit in London und die Reisen danach, sind recht spannend erzählt und da ging das Lesen dann auch ganz schnell. Leider muss ich aber auch hier sagen, dass einiges ein wenig konstruiert wirkte und Agnes öfter mal ein wenig zu stark und draufgängerisch wirkte. Sie war schließlich ein armes Findelkind und keine mutige Schwertkämpferin.
Bei diesem Buch trifft für mich eindeutig zu: Kann man lesen, muss man aber nicht.
Es ist kein Buch um das man einen Bogen machen muss, denn unterhalten hat es mich aber es ist definitiv kein Knaller, den man unbedingt gelesen haben muss.
Eine absolut verzauberte Geschichte
Auf den ersten Blick verzaubert von Kaiblinger Sonja
Verwandlung garantiert, verlieben nicht ausgeschlossen. Bis zu diesem Freitag war in Ophelias Leben alles stinknormal, so normal, wie es eben sein kann, wenn man drei Tanten und eine Zwillingsschwester hat, die sich spontan in Clownfische oder die Kellnerin verwandeln. Ophelia, 15, hat genug damit zu tun, das Chaos in Schach zu halten, und das wirklich Letzte, was sie wollte, war, diese magische Gabe ebenfalls zu bekommen.
Vielleicht hilft ihr das Verwandeln ja dabei, sich ihren Traumtyp Adrian zu angeln? Oder ist sie dafür lieber ganz sie selbst?
Wer die Bücher von Sonja Kaiblinger kennt, der weiß auch ihre wunderschönen Cover zu schätzen. Schon bei "Verliebt in Serie" waren die Bücher in Pastellfarben gehalten und mit vielen kleinen Details auf dem Umschlag und den Buchdeckeln versehen und auch dieses Mal ist das Buch wieder sehr liebevoll gestaltet und passt optisch perfekt zu der anderen Reihe. Auch innen finden sich überall liebevolle Gestaltungsdetails.
Die Geschichte passt perfekt zum Cover. Sie ist liebevoll gestaltet und mit vielen, kleinen Details versehen.
Ophelia ist ein sympathischer Hauptcharakter. Sie ist eine richtig gute Mischung aus nett, selbstbewusst, unsicher tollpatschig und lustig. Ich musste wirklich das ein oder andere Mal sehr schmunzeln oder lachen, bei dem was Ophelia alles passiert.
Ihre Tante Helly macht das Paket perfekt. Sie ist einfach zum Schreien komisch und dabei eine tolle Stütze für Ophelia und ein wichtiger Teil der Geschichte.
Aber auch die anderen Tanten und Ophelias Schwester Lora sind alle super dargestellt und machen einfach Lust auf mehr.
Die Geschichte konnte mich auch absolut für sich einnehmen. Sie ist lustig und spannend und enthält wirklich viele neue Ideen, die ich so noch nicht oft gelesen habe. Es passiert so viel Chaos und so viel geht schief, dabei schafft Ophelia es aber immer wieder, sich richtig gut aus der Affäre zu ziehen.
Und wer die Bücher von Sonja Kaiblinger kennt, der ahnt, dass das Ende super zur Geschichte passt aber noch viele Fragen ungeklärt sind, die mich wirklich mit großer Spannung auf den zweiten Teil warten lassen. Ein tolles Jugendbuch!
Eine schöne Familiengeschichte
Bis zum Himmel und zurück von Junk Catharina
Als Drehbuchautorin hat Katja sich ihr Leben sicher und kuschelig eingerichtet. Selten verlässt sie ihre Komfortzone um sich auch Neues einzulassen. Gefühle lässt sie schon lange nicht mehr zu. Das alles kann sich doch auch in ihren Büchern haben.
Doch dann meldet sich ihre Mutter nach Jahren mit einer schrecklichen Nachricht, vor ihrer Tür taucht ihre Halbschwester auf und die hat auch noch einen Halbbruder, der irgendwie bei Katja Bauchkribbeln hervorruft.
Und während sie eine Familienserie schreiben soll, merkt sie, dass ihre eigene Familienserie mal überarbeitet werden muss.
"Bis zum Himmel und zurück" von Catharina Junk besticht direkt durch das tolle Cover. Das Bild ist schön und die Farben sind stimmig. Ein richtiger Blickfang.
Die Geschichte im Buch ist richtig gut aufgebaut. Man lernt nach und nach die Personen kennen und erfährt vor allem über Katja und ihre Vergangenheit immer mehr. So auch über ihre Familie. Dabei wechseln sich Gegenwart und Vergangenheit immer wieder ab, wodurch man einen sehr guten Überblick bekommt.
Gut gefallen hat mir auch, dass man zusammen mit Katja auch immer wieder neue Dinge über ihre Familiengeschichte erfährt und so als Leser mit ihr mitgehen kann.
Auch wenn in diesem Buch nicht alle Figuren immer sympathisch waren, hat die Mischung doch gepasst. Die Figuren sind alle schön charakterisiert und es hat Spaß gemacht über sie zu lesen.
Ein schönes Buch mit einer guten Geschichte. Mir fehlte lediglich das gewisse Etwas, was mir den Spaß an dem Buch aber nicht genommen hat.
Süß wie der Duft von Schokolade
Novemberschokolade von Ulrike Sosnitza
Lea führt in Würzburg eine kleine Chocolatiere. Der Laden und die wundervollen, kleinen Pralinen sind ihr wahr gewordener Traum, den sie schon als kleines Mädchen gehegt hat. Doch dann kündigt ihre Vermieterin die Verträge und Lea sieht sich der hoffnungslos scheinenden Aufgabe gegenüber, ihre Chocolatiere zu retten.
Da kommen ihr ihr Nachbar Alessandro und der Flyer eines Pralinenwettbewerbs wie ein Wink des Schicksals vor. Dass sie damit Geschehnisse in Gang setzt, die ihre Familiengeschichte in ein neues Licht rücken, ihre Mutter erscheinen lassen und alles in andere Bahnen lenken, hat Lea nicht in ihren kühnsten Träumen erwartet.
Schon auf den ersten Seiten hat mich der wundervolle Schreibstil in seinen Bann geschlagen. Man merkt direkt zu Beginn, wie wichtig in dieser Geschichte Gerüche und Düfte sind. Die Schilderungen der Autorin haben mich die Düfte selbst nahezu wahrnehmen lassen.
Auch die kleinen, Pralinen und Leas Arbeit in ihrer Chocolatiere konnte ich mir wunderbar vorstellen.
Die Geschichte und ihr Verlauf sind toll durchdacht und zwischendurch wirklich spannend. Die Charaktere sind vielfältig und nicht alle sind sympathisch, was mir in solchen Geschichten auch immer positiv ins Auge fällt.
Während des Lesens habe ich gerne mit Lea mitgefiebert und wollte sie das ein oder andere Mal gerne in Alessandros Arme schubsen. Auch die Beschreibungen der Naschwerke und Gerüche, haben bei mir einen Heißhunger entfachen können.
Es hat wirklich Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen und auch das Ende hat mir wirklich gut gefallen.









