Kunden em pfehlungen
Rezensionen von rainbowly:
Erst enttäuscht, dann begeistert
Every Little Lie von Kim Nina Ocker
- Spoiler zu „Every little secret“ -
Der erste Teil dieser Dilogie hat mich ja mit einem fiesen Cliffhanger zurückgelassen, den ich absolut nicht habe kommen sehen und der mich einfach fassungslos zurück gelassen hat. Deshalb konnte ich diesen zweiten Teil kaum abwarten.
Für mich wurde diese Situation dann aber leider viel zu schnell aufgeklärt.
Ich hätte da gerne noch länger geraten und gezweifelt. Und deshalb war für mich dann erstmal die Spannung raus. Es gab viel Hin und Her zwischen Julie und Caleb. Und die Geschichte ging für mich etwas schleppend voran.
Dann rückten aber die Spannungselemente wieder mehr in den Vordergrund und ich konnte das Buch kaum mehr aus der Hand legen! Es war so spannend, fesselnd, mitreißend und emotional! Und so konnte mich das Buch am Ende doch noch überzeugen. Das Ende war für mich überraschend und hat gut gepasst.
Charaktere
Julie wirkt diesmal nicht mehr so taff und schlagfertig wie im ersten Band. Sie duckt sich etwas mehr hinter Caleb und verliert immer mehr den Mut, was für mich aber gut nachvollziehbar war.
Bei Caleb treten in diesem Band ein paar Charakterzüge stärker hervor, die ihn mir nicht so sympathsich gemacht haben. Er ist immer noch Typ „Harte Schale, weicher Kern“, aber in vielen Situationen ist er zum Beispiel sehr besitzergreifend und eifersüchtig. Das hat mir nicht gefallen.
Trotzdem mochte ich die Spannung zwischen den beiden sehr gern. Das Kribbeln und die tiefe Verbundenheit zwischen den beiden war absolut spürbar.
Fazit
Die Geschichte begann schleppend, konnte mich am Ende aber doch begeistern.
Hat Ecken und Kanten
Die Crew: Die Rückkehr zum 9. Planeten von Andreas Ulich
Als ich dieses Buch entdeckt habe, war ich direkt neugierig. Ein Weltraumabenteuer, die Geschichte selbst beeinflussen, Entscheidungen für die Protagonisten treffen, eine Geschichte zu zweit lesen - alles Faktoren, die mich angesprochen haben.
Auch mein Sohn (10 Jahre) war sofort Feuer und Flamme.
Also haben wir uns zu zweit daran gemacht. Und es hat wirklich Spaß gemacht. Sich gegenseitig vorzulesen, durchs Weltall zu reisen und sich für die richtigen Optionen zu entscheiden war wirklich spannend. Die Geschichte enthält natürlich so einige technische Fachbegriffe, die man aber nicht zwingend alle kennen muss, um der Story folgen zu können. Außerdem enthält die Geschichte auch eine große Portion Humor und ist sehr unterhaltsam erzählt.
Zu Anfang wurde erklärt, wie das Ganze überhaupt funktioniert. Dann wurde die gesamte Crew in kurzen Abschnitten vorgestellt und schon ging das Abenteuer los. Man liest meist abwechselnd aus Cims und Prospers Sicht in Form von persönlichen Tagebüchern.
Die Geschichte startet spannend, alles wird für die große Mission vorbereitet, die Crew ist startklar und heiß darauf, dass es endlich los geht.
Doch schnell merkt man, dass sich gewisse Aspekte der Story in den Abschnitten der verschiedenen Protagonisten wiederholen. Klar, das kommt daher, dass die Bücher ja auch eigenständig funktionieren sollen, aber da wäre es mir lieber gewesen, es eben nur im Team lesen zu können. Es war auch in der Anleitung angekündigt, dass sich Texte in beiden Büchern gleichen. Diese sollten grau hinterlegt sein und vom Partner mitgelesen werden können. Es haben sich aber viel mehr Passagen wiederholt und die Grauhinterlegten waren so unterschiedlich, dass „mitlesen“ schwer war. Diese hätten dann gerne auch wortgleich sein dürfen.
Das quer durchs Buch springen war mal ein ganz anderes Leseerlebnis und sehr lustig, aber gestaltete sich nicht immer so ganz leicht. Da vor den Abschnitten nicht steht von welchem Abschnitt man kommt, ist ein Zurückblättern und Kontrollieren unmöglich, wenn man sich den vorigen Abschnitt nicht gemerkt hat.
Manchmal hatte ich auch das Gefühl, dass die Szenen nicht ganz richtig aufeinander folgten. Das kann aber natürlich auch sein, dass wir etwas falsch gemacht haben. Und hier sei auch gesagt: Hut ab vor Andreas Ulich. Wer sich so eine Geschichte ausdenkt, die auf so viele unterschiedliche Arten funktionieren soll, den kann ich nur bewundern.
Unsere erste Mission ist grandios gescheitert. Nach dem Scheitern hat man die Möglichkeit zu einem bestimmten Punkt zurückzugehen und eine andere Entscheidung zu treffen. Das wollen wir auf jeden Fall nochmal versuchen. Würde ja schon gern den 9. Planeten erreichen.
Fazit
Eine absolut spannende Idee und ein ganz neues Leseerlebnis, aber es bringt auch einige Schwierigkeiten mit sich.
Tolle Geschichte mit tollen Zeichnungen
Fußball Academy 1: Eine wichtige Entscheidung von Irene Margil; Andreas Schlüter
Inhalt
Yao möchte Profifußballer werden. Und als ihn ein Talentscout entdeckt und ihn an die neue, ganz besondere Fußball-Academy einlädt, kommt er diesem Traum einen großen Schritt näher.
Gestaltung
Ein absoluter Pluspunkt in diesem Buch sind die Zeichnungen! Jan Saße hat hier wirklich tolle, farbenfrohe und sehr lustige Bilder entworfen.
Sie sind im Comicstil gehalten, zeigen kurze Szenen der Geschichte und unterstreichen so das Erzählte sehr gut. Meinem Sohn und mir haben sie extrem gut gefallen.
Sprache
Mein Sohn hat die Geschichte in großen Teilen ganz allein gelesen und war so gefesselt, das er das Buch kaum aus der Hand legen wollte, wenn er mal damit angefangen hatte. Das heißt wohl, dass der Schreibstil und die Art der Geschichte perfekt auf die Zielgruppe passt. Am Ende hat er nur gemeint, dass er sich noch mehr Szenen direkt vom Fußballfeld gewünscht hätte.
Aber auch mir als Erwachsene hat die Geschichte gut gefallen. Ich mochte die Herangehensweise. Es war nicht gleich alles Friede-Freude-Eierkuchen, sondern die Eltern hatten erst Zweifel, ob ein Internat gut für Yao ist. Er selbst hatte ein bisschen Magengrummeln, ob er wohl Heimweh haben würde und auch in der Academy läuft nicht gleich alles rund. Das war für mich ein ausgewogenes Bild der Situation.
Fazit
Eine tolle Geschichte über Fußball und Freundschaft.
Konnte mich nicht vollständig überzeugen
The Other Side of the Sky - Die Göttin und der Prinz von Amie Kaufman; Meagan Spooner
Inhalt
Nimh und North leben in ganz verschiedenen Welten und haben ihre ganz eigenen Vorstellungen von der Welt des anderen. Als North aus dem Wolkenland auf die Erde stürzt, stolpert er in eine ihm völlig unbekannte Welt und wird direkt in Machtkämpfe und Glaubensfragen verstrickt.
Sprache
Der Einstieg in die Geschichte hat mir sehr gut gefallen.
Man erhält Einblick in die beiden ganz verschiedenen Welten und kann so die Schwierigkeiten und Missverständnisse zwischen den beiden Protagnisten, als sie dann aufeinander treffen, gut verstehen.
Dann konzentriert sich die Geschichte aber auf Nimhs Welt auf der Erde. Ich hätte gerne ab und zu einen Blick ins Wolkenland gehabt, aber da nur aus Nimhs und Norths Sicht erzählt wird, war das ja nicht möglich.
Die Anziehung zwischen den beiden hat in der Geschichte weniger Raum eingenommen, als ich gedacht hatte. Da Nimh nicht berührt werden darf, war es doch eine sehr subtile Annäherung, die für mich manchmal recht schwer nachvollziehbar war.
Charaktere
Nimh lebt in einer Welt mit vielen Problemen und alles ist geprägt vom Glauben an die Götter. Sie ist zwar die Göttin, doch es kommen im Volk immer mehr Zweifel an ihr auf. Damit hat sie schwer zu kämpfen und setzt jetzt all ihre Hoffnung in das Auftauchen von North.
North kommt aus dem sehr technischen Wolkenland und ihm wurde von jeher erzählt, dass es auf der Erde kein Leben mehr gibt. Als er dann auf die Erde fällt und dort Städte voller Menschen und voller Magie entdeckt, wird sein Bild völlig erschüttert. Leider wird genau diese Erschütterung recht schnell abgeschüttelt. Er findet sich recht schnell mit dem Glauben an Magie ab und auch sein Plan, so schnell wie möglich ins Wolkenland zurückzukehren, gerät schnell in den Hintergrund. Das fand ich sehr schade, denn gerade seine anfänglichen Erkärungen der Magie durch sein technisches Wissen, war ein spannender Ansatz für eine Fantasy-Geschichte.
Fazit
Eigentlich hat mich das Buch nicht so begeistert, dass ich direkt Band 2 lesen wollte, aber da es im zweiten Band offensichtlich das Wolkenland zu entdecken gibt, welches mich mehr interessiert, als Nimhs Welt, werde ich es mir doch mal vormerken.
Gilmore Girls Vibes
Lake Paradise – Ein Zuhause für das Glück von Manuela Inusa
Inhalt
Lexi lebt schon ihr ganzes Leben lang in dem kleinen Örtchen Lake Paradise. Und sie liebt alles daran, die kauzigen Nachbarn, den Mais, der den Ort prägt und ihre Familie und Freunde, die dort leben und ihr auch in schweren Zeiten Halt gaben.
Aaron hingegen konnte das Dorf gar nicht schnell genug verlassen und kehrt auch nur widerwillig zur Beerdigung seines Großvaters zurück in seine Heimatstadt.
Als die beiden wieder aufeinandertreffen, prallen eigentlich zwei Welten aufeinander und doch gibt es da direkt diese Anziehung zwischen den beiden.
Gestaltung
Das Cover ist mir ehrlich gesagt ein bisschen zu kitschig, aber die herbstliche Stimmung passt auf jeden Fall gut zur Geschichte. Dafür gefällt mir die Innengestaltung sehr gut! Denn dort ist vorne eine Karte von Lake Paradise zu finden und hinten gibt es Maisrezepte.
Sprache
Ich mag Manuela Inusas Geschichten einfach sehr gern. Schon die „Valerie Lane“- Reihe und die „Kalifornische Träume“- Reihe haben mir sehr gut gefallen. Sie schafft es immer wieder sofort eine Wohlfühlatmosphäre zu schaffen sodass man sich so richtig in die Geschichte fallen lassen kann. Die Geschichte ist sehr unaufgeregt mit wenig Drama, dafür aber viel Romantik und Humor. In dieser Reihe kommt dann noch der heimelige Kleinstadt-Charakter dazu und ergänzt die Stimmung perfekt.
Charaktere
Ich mochte das Spiel mit den Gegensätzen der beiden Protagonisten sehr gern. Lexi liebt das Kleinstatdleben - Aaron fühlt sich in der Großstadt wohl. Lexi liebt Mais - Aaron verabscheut ihn. Lexi hat ein sehr enges Verhältnis zu ihrer Familie - Aaron ein sehr schwieriges. Und dass die beiden, so verschieden sie auch sind, zueinander finden (denn das ist kein Geheimnis, ein Happy End muss bei solch einer Geschichte sein) fand ich sehr spannend zu beobachten.
Außerdem mochte ich die Nebencharaktere sehr gern. Es sind recht typische, amerikanische Dorfstrukturen, wie man sie aus verschiedenen Geschichten schon kennt - die Tratschtanten, der neugierige Cafébesitzer, die rivalisierenden Supermarktbetreiber, uvm. - aber es war so lustig sie zu beobachten! In vielen Situationen hat es mich an die Serie Gilmore Girls erinnert.
Fazit
Eine absolute Wohlfühlgeschichte!
Perfekte Mischung
Every Little Secret von Kim Nina Ocker
Inhalt
Julie Penn ist eigentlich sehr zufrieden mit ihrem Leben - sie studiert Kunst, hält sich mit Nebenjobs über Wasser, lebt mit ihren Freundinnen in einer WG in New York. Als sie eines Tages erfährt, wer ihr leibliche Mutter ist und dass sie ihr ein millionenschweres Erbe hinterlassen hat, wird ihr ganzes Leben auf den Kopf gestellt.
Sprache
Es war mein erstes Buch von Kim Nina Ocker und ich bin total begeistert von ihrem Schreibstil. Schon direkt nach der Leseprobe war ich gefesselt von der Geschichte. Aber ich habe kurz vorher ein Buch mit einem ähnlichen Setting gelesen und befürchtet, dass es dagegen nicht ankommen wird. Doch „Every little secret“ hat mich überrascht und konnte sehr gut mit dem Buch einer meiner Lieblingsautorinnen mithalten.
Die Geschichte spielt mit Vorurteilen gegenüber der High Society New Yorks, mit dem Bad Boy Aufreten des männlichen Protas und der Cinderella-Rolle der weiblichen Protagonistin. Außerdem werden extrem fesselnde Spannungselemente miteingebaut, die mir sehr gut gefallen haben und viel Abwechslung in die Story gebracht haben. So ging es nicht ausschließlich um die Annäherung der Protagonisten, sondern es gab eben zusätzlich diese Thrill-Elemente.
Außerdem mochte ich den Schlagabtausch zwischen Julie und Caleb sehr.
So vereint diese Geschichte alles, was ich in diesem Genre mag.
Charaktere
Julie steht mit beiden Beinen im Leben. Bei wichtigen Entscheidungen überlegt sie gut und holt sich Rat. Sie lässt sich nicht so leicht unterkriegen. Auch wenn sie innerlich Zweifel hat, bleibt sie nach außen stark. Auch von Geld und Macht lässt sie sich nicht blenden. All das hat mir sehr gut gefallen.
Caleb ist auf den ersten Blick der perfekte Bad Boy - gutaussehend, reich, einflussreich, abweisend. Doch schon bald entdeckt man, dass er in vielen Situationen eben eine Rolle spielt, die die Gesellschaft sehen will, und lernt den echten Caleb kennen.
Fazit
Für mich die perfekte Mischung! Aber macht euch auf einen fiesen Cliffhanger gefasst! Ich kann den zweiten Band kaum abwarten!
Enttäuschend
Animal Agents - Retter im Verborgenen (Animal Agents, Bd. 1) von Marek Rohde; Ilona Koglin
Inhalt
Die junge Hündin Berry folgt eines Tages heimlich ihrer Freundin, Katze Yoko, und stolpert so in ein gefährliches Abenteuer, das außerdem einige Geheimnisse ihrer Vergangenheit ans Licht bringt.
Gestaltung
In den Innenseiten gibt es tolle Zeichnungen der Hauptcharaktere. Ich mag den Zeichenstil sehr gerne und auch das Cover ist richtig cool und macht Lust auf die Geschichte.
Sprache
Ich empfand die Geschichte als sehr schwierig erzählt für ein Kinderbuch ab 10 Jahren. Selbst für mich als Erwachsenen war das Lesen anstrengend. Alles wird sehr detailliert beschrieben und die Geschichte kommt nur langsam voran. Mein Sohn war recht schnell gelangweilt und wollte nicht mehr weiterlesen.
Die Idee der Geschichte ist sehr gut und hat uns auch neugierig gemacht. Ich hätte gerne noch mehr darüber erfahren, wie die geheime Gesellschaft der Tiere handelt und wie sie den Menschen hilft. Außerdem gibt es so viele Geschichten, die noch nebenbei angerissen werden - Berrys Familie, die Geschehnisse in der „Blutnacht“, der Schulalltag der Akademie, die Vergangenheit von Zash dem Affen, die Rebellengruppe - dass die eigentliche Geschichte rund um die Roboterbienen eigentlich zu kurz kommt.
Die Tiere benutzen für einige Dinge selbsterfundene Namen - z.B. Schwimmschale für Schiff, Rollkasten für Auto und Fellwechsler für Menschen - allerdings benutzen sie viel kompliziertere Begriffe ganz normal. Das hat für mich keinen Sinn ergeben und ich bin immer wieder beim Lesen darüber gestolpert.
Das Buch greift sehr wichtige und tiefgründige Themen auf - Verlust, Versagensängste, Selbstfindung, Klimaschutz, Wie reagiert man auf Ungerechtigkeit?, Ist Gewalt die Lösung? Kann eine Gruppe insgesamt schlecht sein?
Ich bin unsicher, ob Kinder mit 10 Jahren diese Themen schon fassen können. Auch weil die Themen immer nur recht unterschwellig besprochen werden.
Charaktere
Die Tiere sind sehr spannend. Es gibt Tiere verschiedener Arten und jedes hat seine Eigenheiten. Es gibt böse Tiere und Gute. Aber sogut wie alle haben schon schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht. Ich fand die Truppe, die man begleitet sehr abwechslungsreich und unterhaltsam.
Fazit
Leider ein recht enttäuschendes Leseerlebnis.
Jahreshighlight
Die versteckte Apotheke von Sarah Penner
Inhalt
Im 18. Jahrhundert führt Nella eine Apotheke, die sich auf die Leiden von Frauen spezialisiert hat. Sie will einen sicheren Ort für diese Frauen bieten. Bis sie eines Tages zur Giftmischerin wird.
200 Jahre später stößt Caroline durch Zufall auf die Geschichte der Apothekerin und gräbt immer tiefer in der Vergangenheit.
Sprache
Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. Einmal im 18. Jahrhundert und dann in der Gegenwart. Meist interessiert mich bei solchen Geschichten immer ein Erzählstrang mehr, als der andere. Das war hier überhaupt nicht der Fall. Beide Geschichten haben mich absolut gefesselt. Wir lesen aus drei Perspektiven. Nella, die Apothekerin; Eliza, ein 12-jähriges Mädchen und Caroline, die versucht die Geschichte der Apothekerin aufzudecken.
Beide Zeitebenen steigern sich. Nach und nach werden immer mehr Geheimnisse enthüllt und die Entwicklungen der Vergangenheit verknüpfen sich perfekt mit den Entdeckungen in der Gegenwart.
Es spielt in einem sehr begrenzten Setting - eigentlich sind es nur ein paar Straßen in London. Das fand ich aber richtig klasse. Weil man so gut vergleichen konnte, wie sich der Handlungsort von der Vergangenheit zur Gegenwart verändert hat.
Einzig die Nebenhandlung mit Carolines bröckelnder Ehe hätte ich eigentlich gar nicht gebraucht. Ich habe aber verstanden, warum er eingefügt wurde und er hat mich auch nicht gestört. Aber die Geheimnisse der Apothekerin haben mich einfach viel mehr begeistert.
Charaktere
Keine der drei Protagonistinnen war perfekt. Alle hatten ihre Ecken und Kanten, haben ihre Vergangenheit mit sich getragen und Fehler gemacht. Doch gleichzeitig waren auch alle mutig und sind für ihre Überzeugungen eingetreten und sind in der Geschichte gewachsen.
Es gibt sehr wenige Nebenfiguren, aber die braucht die Story auch gar nicht.
Fazit
Absolutes Jahreshighlight!
Zu wenig Dark-Academia
Four Houses of Oxford, Band 1 - Brich die Regeln von Anna Savas
Inhalt
Harper wurde zu den Diamonds eingeladen - einer der Studentenverbindungen der Vier Farben in Oxford. Von Anfang an hat sie das Gefühl, dass es dort nicht mit rechten Dingen zugeht. Aber auf das, was beim Spiel der Vier Farben auf sie zu kommt, war sie trotzdem nicht vorbereitet.
Gestaltung
Das Cover finde ich wirklich wunderschön.
Es passt auch gut zur Stimmung der Geschichte. Die Oberfläche fühlt sich samtig weich an. Wirklich toll gemacht.
Sprache
Ich mag den Schreibstil von Anna Savas sehr gern. Die Dialoge sind witzig und die Charaktere haben alle ihr Eigenarten, sodass man sie gut verstehen und leicht mitfühlen kann. Die Idee rund um die Studentenverbindungen und das Spiel der Vier Farben fand ich richtig spannend. Wenn es um das Spiel ging, war ich immer total gefesselt. Was hat es mit dem Spiel auf sich, mit den Fähigkeiten? Es gab so viele Geheimnisse, die gelüftet werden wollten. Doch genau das kam für mich etwas zu kurz. Die Story kam oft nicht so recht voran. Es kamen immer wieder, für mich, ziemlich belanglose Szenen dazwischen. Und einige Situationen haben sich auch immer wieder in ähnlicher Art wiederholt.
Besonders aber die Annäherung zwischen Harper und Finley war mir zu stereotyp - wir dürfen uns nicht lieben, können aber trotzdem nicht die Finger voneinander lassen, aber wir reden auch nicht über die Situation. Und so rutschen sie von einem Missverständnis ins Nächste. Außerdem wurde die Gefahr, die von den Vier Farben ausgehen sollte, für mich nicht so recht greifbar.
Fazit
Eine tolle Storyidee, die für mich gerne mehr im Mittelpunkt hätte stehen können.
Spannend!
DinoRox von Michael Peinkofer
Inhalt
Remo und seine Eltern kommen neu in Dinorox an - ein Camp, das in der Kreidezeit liegt. Doch von Dinosauriern und dem großen Abenteuer, das sich Remo erhofft hatte, ist bisher nichts zu sehen.
Gestaltung
Der Buchumschlag ist sehr toll gestaltet. Die Stellen, die wie Dinohaut aussehen, fühlen sich auch so an.
Innen gibt es sehr ansprechende, comicartige Illustrationen, die perfekt zur Story passen und die Geschichte wunderbar ergänzen und auflockern. Besonders gut gefielen mir die Illustrationen auf den schwarzen Seiten. Die haben die Spannung in den Szenen auf jeden Fall nochmal erhöht.
Sprache
Die Geschichte ist in einfachen Worten erzählt. Unbekannte Fachbegriffe werden gut erklärt. Die Dialoge wirken sehr natürlich. Aber trotzdem wird Spannung aufgebaut und die Welt gut beschrieben.
Für mich hätte der Hintergrund mit der Zeitreise und dem Anbau von Lebensmitteln in der Kreidezeit gerne noch etwas ausführlicher behandelt werden können. Das ging in der Story etwas unter.
Charaktere
Remo ist neu in Dinorox und man begleitet ihn dabei wie er das Camp erkundet. Ich finde gut, wie dabei aufgegriffen wird, wie es sich anfühlt in eine neue Umgebung zu kommen und neue Leute kennenzulernen. Remos Faszination für Dinosaurier ist wirklich greifbar und sorgt dafür, dass auch spannende Details über Dinos und die Kreidezeit in die Geschichte mit eingebunden werden konnten.
Fazit
Eine tolle Dinogeschichte mit sehr viel Spannung.











