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Rezensionen von KimVi:

Rasanter Krimi!

Eisige Tage von Alex Pohl

In einem Auto am Elster-Saale-Kanal wird die Leiche eines Mannes gefunden. Kommissarin Hanna Seiler und ihr Kollege Milo Novic nehmen die Ermittlungen auf. Schon bald stellt sich heraus, dass der Tote Anwalt war, mit einer Makarov erschossen wurde und Verbindungen zur russischen Mafia hatte. Außerdem werden in seinem Besitz Bilder von jungen Mädchen gefunden.

Darunter ist auch eine Aufnahme, auf der eine Minderjährige zu sehen ist, die seit einer Woche vermisst wird...

"Eisige Tage" ist der Auftaktband zu einer neuen Krimireihe, in der Hanna Seiler und Milo Novic in Leipzig ermitteln. Die Handlung beginnt mit einem rätselhaften Prolog, der zunächst nicht mit den aktuellen Ereignissen in Verbindung gebracht werden kann. Dennoch behält man ihn beim Lesen stets im Hinterkopf und versucht herauszufinden, wen genau man dort beobachtet hat.

Die Handlung wird aus häufig wechselnden Perspektiven betrachtet und ist in relativ kurze Kapitel unterteilt. Es gibt auch immer mal wieder Rückblicke in die Vergangenheit. Da die Wechsel allerdings mit Überschriften und den entsprechenden Handlungsorten gekennzeichnet sind, fällt die Orientierung leicht. Dennoch sollte man am Anfang konzentriert lesen, um alles richtig aufzunehmen.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm lesbar. Durch die häufig wechselnden Perspektiven, die oft an entscheidenden Stellen stoppen, wird ein rasantes Tempo aufgebaut. Man stellt sich die Frage, wie sich das alles verbinden und worauf es hinauslaufen wird. Man wird früh dazu angeregt, eigene Ermittlungen anzustellen. Doch zunächst ist nichts so, wie es auf den ersten Blick scheint. Dadurch wird die Spannung früh aufgebaut und kann durchgehend gehalten werden.

Obwohl es sich um den Auftaktband zu einer Krimiserie handelt, hat man zunächst das Gefühl, dass wichtige Hintergrundinformationen zu den Ermittlern fehlen. Es gibt kurze Rückblicke in die Vergangenheit der beiden, die neugierig auf weitere Informationen machen. Seiler und Novic wirken durchaus sympathisch, doch richtig einschätzen kann man sie nicht. Deshalb betrachtet man sie gelegentlich etwas distanziert.

Dennoch habe ich mich beim Lesen dieses Auftaktbandes sehr gut unterhalten. Denn, einmal angefangen, konnte ich den Krimi kaum noch aus der Hand legen. Das rasante Tempo hat mich mitgerissen und ich wollte unbedingt erfahren, wie alles zusammenhängt. Die Auflösung konnte mich voll und ganz überzeugen. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala vergebe ich deshalb vier von fünf Sternchen und freue mich auf weitere Ermittlungen, bei denen es hoffentlich mehr Hintergrundinformationen zu Seiler und Novic gibt.

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Durchgehend spannend und kaum vorhersehbar!

Eisige Tage von Alex Pohl

DCI Matilda Darke hat es mit einem äußerst brutalen Mord zu tun. Ein Mann wurde erbarmungslos verprügelt und dann kaltblütig erschossen. Die Frau, die neben ihm auf dem Beifahrersitz saß, überlebt den barbarischen Überfall nur knapp. Im Zuge der Ermittlungen stellt sich heraus, dass es sich nicht um die Ehefrau des Getöteten handelt.

Matilda Darke und ihr Team haben es mit einem rätselhaften Fall zu tun. Dazu kommt noch, dass die Presse sich auf Matilda stürzt und sie für eine fehlgeschlagene Geldübergabe bei einer Kindesentführung verantwortlich macht. Der Druck auf Matilda wächst, denn die Mordkommission soll aufgelöst werden, wenn sich nicht bald Erfolge einstellen. Und dann wird Matilda persönlich bedroht....

"Gieriger Zorn" ist nach "Stumme Wut" bereits der zweite Fall für DCI Matilda Darke. Man kann den aktuellen Ermittlungen aber auch dann problemlos folgen, wenn man den Vorgänger nicht gelesen hat, da alle nötigen Hintergrundinformationen in die Handlung einfließen. Dabei wird auch nicht zu viel verraten, sodass das Interesse am ersten Teil geweckt wird, falls man ihn nicht kennt und das nachholen möchte.

Der Einstieg in den aktuellen Fall gelingt mühelos, denn Michael Wood versteht es hervorragend, schon auf den ersten Seiten eine bedrohliche Atmosphäre zwischen den Zeilen schweben zu lassen. Diese sorgt dafür, dass man vom ersten Moment an mitten im Geschehen ist und gespannt verfolgt, was nun passieren wird. Die bereits früh aufgebaute Spannung kann nicht nur durchgehend gehalten werden, sondern steigert sich stetig. Wechselnde Perspektiven, mit Szenen, die oft an entscheidenden Stellen abbrechen, um sich dann einem weiteren Handlungsstrang zuzuwenden, sorgen dafür, dass man in den Sog der Ereignisse gerät und dem Ganzen atemlos folgt.

Der Schreibstil ist äußerst flüssig und sehr angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Szenen mühelos vorstellen und deshalb ganz in die rasante Handlung eintauchen. Die Charaktere wirken dabei so lebendig, dass man mit ihnen mitfiebert und die Ermittlungen gebannt verfolgt. Es gibt immer wieder überraschende Wendungen, die dafür sorgen, dass man die eigenen Überlegungen, die man beim Lesen anstellt, verwerfen muss, um neu anzusetzen. Dadurch wirkt der Fall kaum vorhersehbar und durchgehend spannend. Man weiß nicht, was man glauben soll und wem man eigentlich vertrauen kann. Diese rasanten Ermittlungen haben es wirklich in sich!

Obwohl ich den ersten Band der Reihe nicht gelesen habe, hatte ich keine Probleme, den Einstieg zu finden. Ich war vom ersten Moment an mitten im spannenden Geschehen und mochte das Buch, bereits nach kurzer Zeit, nicht mehr aus der Hand legen. Die früh aufgebaute und sich stetig steigernde Spannung, hat mich regelrecht mitgerissen. Für mich war der Fall nicht so leicht zu durchschauen und die Auflösung wirkte auf mich schlüssig. Mein Interesse am ersten Band wurde definitiv geweckt, sodass ich diesen auch noch lesen werde. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala vergebe ich alle fünf Sternchen und eine ganz klare Leseempfehlung.

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Geheimnisvoll und spannend

Die Frau, die verschwand von Trude Teige

Die Journalistin Kajsa erhält den Auftrag, sich mit dem Schicksal der bereits vor Jahren spurlos verschwundenen Julia zu befassen. Sie soll mit damaligen Zeugen sprechen, um so eventuell neue Erkenntnisse zu gewinnen. Da Kajsa den Fall bereits damals mit großem Interesse verfolgt hat, nimmt sie den Auftrag an und beginnt in der Vergangenheit zu graben.

Doch plötzlich wird ihr Auftraggeber tot aus dem Meer geborgen. Offensichtlich wurde er ermordet. Was steckt dahinter? Kajsa lässt nicht locker und deckt nach und nach alte Geheimnisse auf. Sie ahnt nicht, dass sie dadurch selbst in Gefahr gerät...

Nach "Totensommer" und "Das Mädchen, das schwieg", ist "Die Frau, die verschwand" bereits der dritte Teil der Kajsa Coren-Reihe. Man kann den aktuellen Ereignissen aber auch dann mühelos folgen, wenn man noch keinen Band der Serie gelesen hat. Trude Teige verwendet unterschiedliche Perspektiven, um Kajsas Suche nach der Wahrheit zu schildern. Man beobachtet interessiert, welche Nachforschungen Kajsa im Fall der 2002 verschwundenen Julia anstellt. Kajsa wirkt dabei sehr sympathisch und man hat sofort das Gefühl, dass sie äußerst hartnäckig sein kann. Als dann noch der tote Auftraggeber aus dem Meer geborgen wird, gerät man vollends in den Sog der Handlung, da man unbedingt erfahren möchte, was hinter allem steckt. Die Spannung wird früh aufgebaut und kann beinahe durchgehend gehalten werden.

Ein weiterer Handlungsstrang gewährt Rückblicke in die Vergangenheit eines Mannes, der sein Leben in einer Nervenheilanstalt verbringt, dabei aber gesünder wirkt, als mancher dort tätige Arzt. Wie diese Perspektive sich mit Kajsas Ermittlungen verbinden wird, ist zunächst nicht klar. Allerdings sorgt sie für eine bedrohliche Atmosphäre, die gekonnt zwischen den Zeilen schwebt. Nach und nach ergeben sich erste Zusammenhänge, die dafür sorgen, dass man kaum glauben mag, was man liest. Dadurch fliegt man regelrecht durch das Buch und mag es nur ungern aus der Hand legen.

Im Privatleben muss Kajsa sich mit einem schweren Schicksalsschlag auseinandersetzen. Dieser Strang drängt sich nicht zu sehr in den Vordergrund, sorgt aber dafür, dass die Hautprotagonistin noch lebendiger und sympathischer wirkt. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Szenen mühelos vorstellen und ganz in die Handlung eintauchen. Die bedrohliche Atmosphäre, die man zwischen den Zeilen spürt, verdichtet sich mit der Zeit, sodass man ungeduldig der Auflösung entgegenfiebert und mit einem spannenden Finale belohnt wird.

Obwohl ich vorher keinen Band der Reihe gelesen habe, ist mir der Einstieg in diesen Krimi mühelos gelungen. Kajsa wirkte sofort sympathisch auf mich und die unterschiedlichen Handlungsstränge sorgten bei mir dafür, dass ich früh in den Sog der Ereignisse geriet und das Buch nach kurzer Zeit nicht mehr aus der Hand legen mochte. Im Mittelteil hatte ich zwar kurz das Gefühl, dass die Spannung ein wenig nachlässt, doch das legte sich recht bald wieder. Die bedrohliche Atmosphäre und die Ungewissheit, wie sich alles verbinden wird und was damals tatsächlich passiert ist, haben mir einige spannende Lesestunden verschafft, die mich außerdem zum Nachdenken angeregt haben.

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Gefühlvolle Geschichte, die mitten ins Herz trifft

Die Antwort auf Vielleicht Roman. Kartoniert. von Winter Hendrik

Adam arbeitet für ein Taxiunternehmen und wird vorwiegend dafür eingesetzt, Krebspatienten zu ihren Behandlungen zu fahren. Adam geht während der Fahrten auf die Sorgen und Nöte seiner Fahrgäste ein und nimmt Anteil an den unterschiedlichen Schicksalen. Sein eigenes Leben lässt er eher gemächlich angehen.

Die Verwirklichung seines großen Traums nimmt er sich zwar vor, doch besondere Priorität räumt er dem Ganzen nicht ein. Denn irgendwann wird es ja vielleicht dazu kommen. Doch dann steigt eine neue Patientin in sein Taxi. Jessi, jung, faszinierend und unheilbar krank. Vom ersten Moment an, gerät Adam in den Bann der jungen Frau. Er setzt alles daran, die wenigen Wochen, die Jessi wahrscheinlich noch bleiben werden, so schön wie möglich für sie zu gestalten. Da sich die beiden langsam näher kommen, weiß Adam genau, welchen Traum er Jessi erfüllen könnte. Um diesen Wunsch umzusetzen, gibt er alles. Jessi sorgt auf ihre ganz besondere Art dafür, dass Adam anfängt über sein Leben nachzudenken und bemerkt, dass er seine eigenen Träume auch nicht auf unbestimmte Zeit aufschieben sollte....

"Zehn Jahre habe ich mich gefragt, ob ich diese Geschichte schreiben kann. Jetzt stelle ich diese Frage euch!", las ich auf der Seite des Instagram-Accounts, eines meiner Lieblingsautoren, der diese Geschichte unter einem Pseudonym erzählt. Da ich im Thriller-Bereich noch nie von ihm enttäuscht wurde, und es ihm auch dort gelingt, hervorragend mit meinen Gefühlen zu spielen, auch wenn diese dann zugegebenermaßen eher Angst oder Entsetzen bei mir auslösen, war für mich sofort klar, dass ich dieses Buch lesen muss.

Und auch hier ist es ihm wieder gelungen, mich sofort in den Bann der Geschichte zu ziehen. Trotz des ernsten und traurigen Themas, schwebt eine gewisse Leichtigkeit zwischen den Zeilen, durch die eine ganz besondere Atmosphäre entsteht. Hauptprotagonist Adam wirkt vom ersten Moment an sympathisch. Obwohl er in seinem Job mit unterschiedlichen Schicksalen konfrontiert wird, die ihm nah gehen, blockiert er diese Gefühle nicht, sondern versucht die Fahrten für seine Fahrgäste so angenehm wie möglich zu machen und auf sie einzugehen. Adam wirkt sehr authentisch und deshalb fällt es äußerst leicht, sich auf die Geschichte einzulassen.

Hendrik Winter gelingt es mit Leichtigkeit, die Beziehung, die zwischen Adam und der totkranken Jessi entsteht, zum Leben zu erwecken. Man kann sich nicht nur die beschriebenen Szenen mühelos vorstellen, sondern auch die Gefühle nachvollziehen. Obwohl das Thema ernst und traurig ist, kommt selbst der Humor nicht zu kurz. Denn Jessi sorgt dafür, dass Adam nach vorne sieht und dazu gezwungen wird, sein eigenes Leben ebenfalls zu überdenken. Die junge Frau versteht es auf einzigartige Weise, Gefühle in Worte zu verpacken, die tief berühren und zum Nachdenken anregen. In diesem Buch kann man eine wahre Achterbahnfahrt durch die Gefühlswelt erleben und wird früh in den Sog der Handlung gerissen, da alle Charaktere authentisch wirken. Man kann sich ganz auf die Geschichte einlassen und in ihr versinken.

Die Frage des Autors, ob er diese Geschichte schreiben kann, kann ich nur mit einem ganz klaren "Ja" beantworten. Selten hat mich ein Buch vom ersten Moment an so sehr berührt, dass ich es kaum noch aus der Hand legen konnte und dabei mit den Charakteren gelacht, geweint und nachgedacht habe. Die berührende Geschichte von Jessi und Adam, die übrigens auf einer wahren Begebenheit beruht, und deshalb noch intensiver ins Herz trifft, ist ein absolutes Highlight für mich, das noch lange nachwirken wird.

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Ich hatte mir etwas mehr erhofft

Allee unserer Träume von Gerold Ulrike; Hänel Wolfram

Berlin in der Nachkriegszeit: Die Stadt liegt in Trümmern und die Regierung der DDR hat den Bau einer Prachtstraße beschlossen. Deshalb sind unterschiedliche Architekten dazu aufgefordert worden, sich mit ihren Entwürfen an der Planung zu beteiligen. Der jungen Architektin Ilse Schellhaas gelingt es ebenfalls, ihre Pläne vorzustellen.

Am Bau dieser Straße mitzuwirken, ist Ilses großer Traum. Denn sie möchte Wohnungen für die einfachen Leute bauen und ihnen damit das Leben leichter und ein wenig komfortabler machen. Zu Ilses großer Überraschung findet die Regierung Gefallen an ihren Plänen. Doch die anderen Mitbewerber, die ausschließlich männlich sind, zweifeln Ilses Ideen und ihr Können an. Und als dann noch ein Architekt den Raum betritt, den Ilse aus ihrem früheren Leben kennt, droht ihr Traum zu platzen, bevor er überhaupt begonnen hat. Denn dieser Mann kennt ein Geheimnis aus Ilses Vergangenheit, das sie um jeden Preis wahren möchte.

Im Zentrum dieser fiktiven Geschichte, in die allerdings historische Begebenheiten in die Handlung eingeflochten werden, steht die junge Architektin Ilse Schellhaas. Das Buch startet 1932. Im Prolog erlebt man einige Szenen aus Ilses Kindheit. Die eigentliche Handlung startet dann allerdings 1950, wobei es immer wieder Rückblicke in Ilses Vergangenheit gibt. Die Erzählung ist in einzelne Kapitel unterteilt, die mit dem entsprechenden Handlungsort und der Jahreszahl gekennzeichnet sind. Dadurch fällt es leicht, den Überblick zu behalten. Außerdem gibt es am Anfang des jeweiligen Kapitels immer eine knappe Zusammenfassung von den Ereignissen, die nun erzählt werden. Diese kurze Vorschau soll sicher neugierig machen, wirkt allerdings manchmal auch recht störend, da sie nicht nur den Lesefluss hemmt, sondern bereits einiges verrät, das man lieber selbst, ohne diese Vorkenntnisse, entdeckt hätte.

Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Szenen mühelos vorstellen und dadurch erwacht die Vergangenheit zum Leben. Manchmal meint man sogar fast, den Staub, der auf den Trümmern liegt oder auf der Baustelle verursacht wird, zu spüren und kann deshalb gut in diese Geschichte eintauchen.

Ilse ist eine sympathische Protagonistin, die ihren Weg geht und für ihre Träume und Ideale einsteht. Das macht sie allerdings nicht überall beliebt, wie sie schon bald feststellen muss. Die Handlung ist durchgehend interessant und deshalb verfolgt man gerne, was das Schicksal für Ilse vorgesehen hat. Durch die kleine Vorschau am Anfang der Kapitel und einige ziemlich detaillierte Ausführungen, wirkt die interessante Erzählung allerdings stellenweise etwas langatmig, aber durchaus lesenswert.

Im Großen und Ganzen habe ich mich beim Lesen dieser fiktiven Geschichte gut unterhalten. Nicht weniger - aber leider auch nicht mehr! Die kurzen Zusammenfassungen vor den einzelnen Kapiteln haben meinen Lesefluss gehemmt und mir ein wenig die Vorfreude auf den kommenden Abschnitt genommen, da man dann schon grob wusste, was nun passieren wird. Obwohl mir Ilse sehr sympathisch war, blieben die anderen Charaktere für mich eher blass, sodass ich sie eher distanziert betrachtet habe. Dennoch fand ich die Erzählung durchaus interessant und lesenswert. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala vergebe ich deshalb drei von fünf möglichen Sternchen.

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Spannender Krimi

Der Hunger der Lebenden von Beate Sauer

Im Juni 1947 wird Köln von einer Hitzewelle heimgesucht. Friederike Matthée von der Weiblichen Polizei wird bei einem Mordfall an einer ehemaligen Kollegin als Unterstützung angefordert. Der Fall scheint klar, da die vermeintliche Mörderin mit der Tatwaffe am Tatort angetroffen wurde. Doch Friederike fallen Ungereimtheiten auf.

Deshalb überschreitet sie ihre Kompetenzen und beginnt auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen. Diese werden erleichtert, als Richard Davies von der Royal Military Police wieder nach Deutschland zurückkehrt, um die Ermordung britischer Soldaten aufzuklären....

"Der Hunger der Lebenden" ist nach "Echo der Toten" der zweite Fall für Friederike Matthée. Da die Bände in sich abgeschlossen sind, kann man den aktuellen Ermittlungen auch dann problemlos folgen, wenn man den ersten Teil nicht gelesen hat. Wichtige Hintergrundinformationen zu beruflichen und privaten Nebenhandlungen fließen so in die Handlung ein, dass alles gut verständlich und nachvollziehbar ist.

Die Handlung wird aus wechselnden Perspektiven betrachtet und ist in einzelne Kapitel unterteilt. Da diese mit Handlungsort und Datum gekennzeichnet sind, fällt es leicht, die Übersicht zu behalten. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Handlungsorte und Personen problemlos vorstellen und so ganz in die kniffeligen Ermittlungen eintauchen. Es gelingt der Autorin außerdem hervorragend, nicht nur die Hitzewelle, sondern auch die Sorgen und Nöte, die in der damaligen Nachkriegszeit herrschten, in die Handlung einzuflechten, sodass die Hintergrundkulisse authentisch wirkt.

Der Einstieg ins Geschehen gelingt mühelos, da das Interesse am Fall sofort vorhanden ist. Man kann Friederikes Zweifel an der Schuld der vermeintlichen Täterin nachvollziehen und verfolgt deshalb gespannt Friederikes Bemühungen, mehr über diese Frau und ihren Hintergrund zu erfahren. Friederike wirkt sehr sympathisch und ihre Handlungen nachvollziehbar. Man kann beim Lesen spüren, wie beschränkt ihre Kompetenzen sind und mit welcher Hingabe sie dennoch versucht, Licht ins Dunkle zu bringen. Dabei kommt es zu einigen Wendungen, die dafür sorgen, dass man erst spät erfährt, was wirklich geschehen ist. Dadurch bleibt die Spannung bis zum Schluss erhalten.

Ich habe mich beim Lesen dieses Krimis sehr gut unterhalten, da ich von Anfang an in den Sog der Geschichte geriet und unbedingt erfahren wollte, was hinter dem Mord steckt und wer dafür verantwortlich ist. Die historische Hintergrundkulisse wirkte auf mich so authentisch, dass ich mühelos in die damalige Zeit und den spannenden Kriminalfall eintauchen konnte. Obwohl ich den ersten Band nicht gelesen habe, konnte ich der Handlung mühelos folgen und die spannenden Ermittlungen genießen.

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Für mich hätte es etwas spannender sein dürfen

Jetzt gehörst du mir von Carver Tania

Innerhalb kurzer Zeit werden in Colchester drei Männerleichen gefunden. Sie alle haben nicht nur große Ähnlichkeit mit DI Phil Brennan, sondern tragen eine Tarotkarte bei sich, auf der Phils Name vermerkt ist. Der Verdacht liegt nahe, dass Phils Stalkerin, die Frau, die der verstorbenen Fiona Welsh ähnelt und ihren Namen nutzt, zurück ist.

Phil muss nach Colchester, um die Lage vor Ort in Augenschein zu nehmen. Doch dort trifft er nie ein.....

Nach "Entrissen", "Der Stalker", "Stirb mein Prinz", "Jäger", "Morgen früh, wenn du willst", "Du sollst nicht leben" und "Er will dein Herz", ist dieser Band bereits der achte Fall für Phil Brennan und Marina Esposito. Obwohl man den aktuellen Ereignissen wahrscheinlich auch dann folgen kann, wenn man noch keinen Band der Reihe gelesen hat, ist es dieses Mal nicht empfehlenswert, ohne Vorkenntnisse einzusteigen. Denn es gibt einige Rückblicke in vergangene Fälle, die man einfach besser in Zusammenhang bringen kann, wenn man die Vorgeschichte kennt. Außerdem könnten die eingestreuten Informationen sonst die Spannung verderben, falls man die Vorgänger dann doch noch lesen möchte.

Der Einstieg in den Thriller gelingt mühelos, denn bereits die ersten Seiten wecken das Interesse an der Handlung. In diesem Teil der Reihe erfährt man einiges aus dem Leben der Frau, die Phil stalkt und sich als Fiona Welsh ausgibt. Nach und nach schaut man hinter ihre Fassade und bekommt einen Eindruck davon, warum sie so auf Phil fixiert ist. Das ist aber nur ein Handlungsstrang, denn aus wechselnden Perspektiven betrachtet man sowohl die Ermittlungen der Kollegen aus Colchester, die alles daran setzen sollten, Phils Aufenthaltsort herauszufinden und dabei von Imani unterstützt werden, als auch Marina Espositos Bemühungen ihren Ehemann zu finden, und bekommt außerdem einen Einblick, wie Phils Gefangenschaft verläuft.

Durch die häufig wechselnden Perspektiven, die oft an entscheidenden Stellen stoppen, gerät man relativ früh in den Sog der Handlung. Dramatische Szenen, bei denen man allerdings nicht zu zartbesaitet sein sollte, unterstützen diese Wirkung. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und sehr angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Szenen lebhaft vorstellen und deshalb ganz in die Handlung eintauchen. Doch leider kann die früh aufgebaute Spannung nicht durchgehend gehalten werden, denn irgendwann stellt sich das Gefühl ein, dass man auf der Stelle tritt und das es nicht richtig voran geht. Dadurch wirken Teile der Handlung langatmig und wenig spannend. Zum Ende hin steigt die Spannung dann allerdings wieder an, obwohl das große Finale dann doch etwas enttäuschend wirkt.

Ich habe bisher alle Bände der Reihe gelesen und die ersten Fälle geradezu verschlungen. Doch bereits "Er will dein Herz" konnte mich dann nicht mehr ganz so stark begeistern. Dennoch war ich natürlich gespannt auf diesen Teil, da ich unbedingt erfahren wollte, was es mit Phils Stalkerin auf sich hat. Über weite Teile war die Spannung für mich deutlich spürbar und mein Interesse an den Hintergründen entsprechend groß. Doch leider konnte dieser Band mich nicht durchgehend fesseln, da er für meinen Geschmack stellenweise etwas zu langatmig war und das Finale auf mich eher enttäuschend wirkte. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala vergebe ich deshalb drei von fünf Sternchen. Eine Leseempfehlung für Fans der Reihe spreche ich aber dennoch aus, da man hier alles über die Stalkerin und ihr Motiv erfährt.

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Spannende Fortsetzung

Der Verfolger von Katzenbach John

Fünf Jahre ist es her, dass es Dr. Frederick Starks gelungen ist, den von Hass getriebenen Killer, der es sich gemeinsam mit seinen Geschwistern zum Ziel gesetzt hatte, ihn zu jagen und schlussendlich zu töten, bei einem Schusswechsel auszuschalten. Nach all den Jahren beginnt Starks, sich in Sicherheit zu wiegen.

Er gibt die schützende Identität, die er vorsichtshalber angenommen hatte, auf und praktiziert wieder unter eigenem Namen. Doch plötzlich kehrt die Vergangenheit mit enormer Wucht zurück, denn der vermeintlich tote Killer, sitzt eines Abends seelenruhig in Starks Praxis und stellt klar, dass sein damaliger Rachedurst keinesfalls gestillt ist. Um einem sofortigen Tod zu entgehen, bietet der Killer Starks einen Deal an. Denn die Geschwister des Killers werden anonym bedroht und Starks soll dabei helfen, den Unbekannten aufzuspüren.....

"Der Verfolger" ist die Fortsetzung zu "Der Patient". Da John Katzenbach wichtige Hintergrundinformationen aus dem ersten Band in die Handlung einstreut, kann man dem aktuellen Geschehen auch dann mühelos folgen, wenn man "Der Patient" nicht gelesen hat. Um alle Feinheiten des perfiden Spiels wahrzunehmen und auszukosten, empfiehlt sich allerdings die Einhaltung der Reihenfolge.

Der Einstieg in den Psychothriller verläuft eher gemächlich, denn John Katzenbach sorgt zunächst dafür, dass die Erinnerungen an die damaligen Ereignisse aufgefrischt werden. So werden Leser, die den ersten Teil nicht kennen, bzw. bei denen es Jahre her ist, dass sie "Der Patient" gelesen haben, mit nötigen Hintergrundinformationen versorgt. Das ist zwar hilfreich, geht allerdings am Anfang zu Lasten der Spannung. Denn diese baut sich dadurch nur langsam auf.

Doch dann gelingt es dem Autor mühelos, an das spannende Katz- und Mausspiel aus dem ersten Teil anzuknüpfen. Man ist hin- und hergerissen und weiß nicht, was man glauben soll und wem hier eigentlich noch vertraut werden kann. Es kommt zu einigen spannenden Szenen, die dazu führen, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen mag. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und sehr angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Szenen problemlos vorstellen, die Spannung genießen und ganz in die Handlung eintauchen. Zum Ende hin verknüpfen sich alle Handlungsfäden, sodass man das Buch mit einem guten Gefühl zusammenklappen kann.

Ich habe vor einigen Jahren bereits "Der Patient" gelesen. Da ich im Jahr unzählige Thriller verschlinge, waren meine Erinnerungen an die damaligen Ereignisse nicht mehr ganz so gut, doch durch die eingestreuten Hintergrundinformationen wurden diese aufgefrischt, sodass ich der Handlung problemlos folgen konnte. Am Anfang fehlte mir ein wenig die Spannung, doch das hat sich dann zum Glück schnell geändert, sodass ich das Katz- und Mausspiel wieder genießen konnte.

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Durchgehend spannend und kaum vorhersehbar!

Totwasser von Hofelich Julia

Die ehemals sehr erfolgreiche Anwältin Linn Geller, wurde durch ein dramatisches Ereignis aus der privaten und beruflichen Bahn geworfen. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Götz ist sie dabei, eine neue Kanzlei einzurichten, als sie Grace Riccardi als Pflichtverteidigerin zugeteilt wird. Diese steht unter Verdacht, ihren Ehemann umgebracht zu haben.

Bei der Durchsicht der Unterlagen fallen Linn Ungereimtheiten auf. Sie ist keinesfalls davon überzeugt, dass ihre Mandantin den Mord begangen hat. Doch Grace Riccardi ist wild entschlossen, die Tat zu gestehen. Linn lässt sich davon nicht beirren und beginnt auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen. Sie ahnt nicht, dass sie dadurch schon bald selbst in große Gefahr geraten wird....

Der Einstieg in diesen Krimi gelingt mühelos, denn ohne langatmiges Vorgeplänkel, befindet man sich sofort mitten im spannenden Geschehen. Julia Hofelich baut von der ersten Seite an Spannung auf, die nicht nur durchgehend gehalten werden kann, sondern sich im Verlauf der Handlung immer weiter steigert. Gemeinsam mit Linn Geller versucht man herauszufinden, was wirklich mit dem Ehemann von Grace Riccardi geschah. Doch das ist gar nicht so leicht zu durchschauen, denn nach und nach kommt einiges ans Tageslicht. Man weiß schon bald nicht mehr, wem man vertrauen kann und ist hin- und hergerissen, wie die einzelnen Puzzleteile ein stimmiges Bild ergeben könnten. Immer wenn man denkt, dass man der Lösung einen Schritt näher gekommen ist, sorgen überraschende Wendungen dafür, dass man die eigenen Ermittlungen über den Haufen werfen und neu ansetzen muss.

Der Schreibstil ist äußerst flüssig und sehr angenehm lesbar. Protagonisten und Handlungsorte werden so lebendig beschrieben, dass man sie beim Lesen unwillkürlich vor Augen hat. Dadurch kann man sich ganz auf die Suche nach dem Täter einlassen und das Gänsehautfeeling, das einen bei manchen Szenen beschleicht, genießen. Deshalb gerät man bereits früh in den Sog der Handlung, klebt gebannt an den Seiten und mag das Buch erst aus der Hand legen, wenn man am Ende angekommen ist.

Krimis und Thriller sind ja meine absoluten Favoriten und deshalb habe ich aus diesem Bereich schon unzählige Bücher gelesen. "Totwasser" konnte mich durchgehend fesseln, denn ich wusste nicht mehr was ich glauben soll und war hin- und hergerissen, wie alles zusammenhängen könnte. Dabei hat mich die Autorin einige Male überrascht, sodass dieser Krimi auf mich keinen Moment vorhersehbar wirkte. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala vergebe ich deshalb alle fünf Sternchen und eine klare Leseempfehlung!

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Ein ganz anderer Safier

Die Ballade von Max und Amelie von David Safier

Die einäugige Hündin Narbe lebt auf einer Müllkippe. Ihren Namen hat sie nach einem Kampf mit ihrem Bruder Blitz erhalten. Denn der beanspruchte die Rudelführung, die ihm Narbe nicht kampflos überlassen wollte. Doch leider verlor sie nicht nur den Kampf, sondern auch ihr Auge und wäre fast gestorben.

Nun wird sie vom Rudel nur noch geduldet. Liebe, Freundschaft und Vertrauen kennt Narbe nicht. Das beginnt sich allerdings zu ändern, als der Haushund Max sich auf die Müllkippe verirrt. Sie rettet ihm sein Leben und verspricht ihm, ihn bei der Suche nach seinem Zuhause zu begleiten. Gemeinsam machen sich die beiden auf den Weg. Dabei lernt Narbe ein vollkommen anderes Leben kennen. Doch in den Nächten wird Max von Alpträumen geplagt, in denen er und Narbe ein Liebespaar sind und vor einem grausamen und äußerst brutalen Menschen um ihr Leben rennen müssen. Sind das wirklich nur Alpträume oder Erinnerungen an vergangene Leben? Gerade als Narbe beginnt, sich in Max zu verlieben und an ein besseres Leben zu glauben, taucht der Mensch aus den Alpträumen auf.....

"Die Ballade von Max und Amelie" ist kein typischer Safier, bei dem man beim Lesen ein Dauergrinsen im Gesicht hat und die Hauptprotagonisten dabei beobachtet, wie sie von einer irrsinnigen Situation zur nächsten stolpern. Denn in diesem Buch schlägt David Safier ernstere Töne an. Er beschreibt eine abenteuerliche Reise von zwei Hunden. Dabei spielen Liebe, Freundschaft, Vertrauen und unsterbliche Seelen eine große Rolle.

Der Schreibstil ist ruhig und angenehm lesbar. David Safier schlägt sanfte und manchmal geradezu poetische Töne an, die berühren und unter die Haut gehen. Doch ganz muss man auf seine humorvolle Art nicht verzichten, denn es gibt auch immer wieder Szenen, bei denen man unverhofft schmunzeln muss.

Die Geschichte wird aus der Sicht der beiden Hunde erzählt. Man begleitet sie auf ihrem Weg und sollte sich nicht daran stören, dass sie selbst und auch die Tiere, denen sie unterwegs begegnen, recht menschliche Charakterzüge haben und nicht unbedingt arttypisch handeln. Gerade das macht allerdings den besonderen Reiz dieser Geschichte aus, denn so kann man sich ganz auf die Handlung einlassen und mit den Hunden mitfühlen. Es gibt allerdings auch Perspektiven, in denen man dem Menschen aus den Alpträumen direkt in die finstere Seele blickt und dabei den unbändigen Hass und die Rachegefühle, die ihn antreiben, zu spüren bekommt. Da dieser Mensch nicht gerade zimperlich mit seinen Opfern umgeht, sollte man beim Lesen nicht zu zartbesaitet sein. Zunächst ist nicht klar, was diesen Menschen antreiben könnte, doch das erfährt man nach und nach im Verlauf der Handlung.

Ich habe bereits einige Romane von David Safier mit großer Begeisterung gelesen und dabei seinen Humor schätzen gelernt. "Die Ballade von Max und Amelie" ist zwar ganz anders, konnte mich aber dennoch sofort begeistern. Die ruhigeren und eher sanften Töne haben mich emotional angesprochen, sodass ich mich ganz auf diese wunderbare Geschichte einlassen und jede Seite genießen konnte. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala vergebe ich deshalb alle fünf Sternchen und eine klare Leseempfehlung.

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