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Rezensionen von KimVi:

Spannender Thriller

Der Trip - Du hast dich frei gefühlt. Bis er dich fand. von Arno Strobel

Fabian Jancke und seine Frau sind im Urlaub mit dem Wohnmobil unterwegs, als es zu einem Wildunfall kommt. Danach verliert sich ihre Spur. Fabians Schwester Evelyn, eine forensische Psychologin, hat das Verschwinden ihres Bruders auch nach zwei Jahren noch nicht verarbeitet. Da die Ermittlungen eingestellt sind, fällt es ihr schwer, damit abzuschließen.

Ihr ganzes Leben ist aus der Spur geraten. Nur ihre Arbeit sorgt für Ablenkung. Die Polizei bittet sie um die Mitarbeit an einer Mordserie. Im norddeutschen Raum tötet ein Unbekannter scheinbar wahllos Menschen. Er schlägt immer nachts zu. Die Campinggebiete sind sein Jagdrevier. Endlich scheint es einen kleinen Durchbruch zu geben, als sich ein Zeuge meldet, der möglicherweise den Täter gesehen hat. Beim Anblick des erstellten Phantombilds läuft es Evelyn eiskalt den Rücken runter. Denn das Bild hat große Ähnlichkeit mit ihrem Bruder...

Arno Strobel hält sich nicht mit langatmigem Vorgeplänkel auf, sondern startet sofort mit einem Prolog, in dem ein Junge Grausames erleben muss. Dadurch ist man sofort mitten im Geschehen und fragt sich, wie sich diese Szenen wohl mit den aktuellen Ereignissen verknüpfen werden.

Fabians Unfall mit dem Wohnmobil wird so eindrucksvoll beschrieben, dass man das Gefühl hat, selbst dabei zu sein. Man ahnt, dass es nicht gut ausgehen wird, fiebert jedoch mit. Genau wie seine Schwester Evelyn stellt man sich die Frage, was passiert ist.

Evelyn hat stark mit der Ungewissheit zu kämpfen. Dies wird zwar glaubhaft vermittelt, doch im weiteren Geschehen wirkt sie nicht immer sympathisch. Sie verlangt dem Ermittler Gerhard Tillmann, der ihr Ex, aber nun nur noch ein guter Freund ist, einiges ab. Denn Evelyn will endlich Klarheit und das um jeden Preis.

Die Suche nach der Wahrheit setzt ihr zu. Es gilt einigen Spuren zu folgen. Dabei kommt es zu überraschenden Wendungen, die vermuten lassen, dass nichts so ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Man beginnt zu zweifeln und weiß nicht mehr was man glauben soll. Dadurch gerät man in den Sog der Ereignisse. Da die Handlung durch Einschübe unterbrochen wird, die aus der Sicht des Serienmörders geschildert sind, hat man mehr Informationen als Evelyn. Dennoch fällt es schwer, die einzelnen Puzzleteilchen an die richtige Stelle zu setzen. Das Ganze gipfelt in einem spannenden Finale, das für Überraschungen sorgt.

Ein spannender Thriller, der durch überraschende Wendungen überzeugt.

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Zu vorhersehbar

Eine glückliche Familie von Jackie Kabler

Als Beth zehn Jahre alt war, packte ihre Mutter die Koffer und verließ die Familie. Von da an gab es nur noch Beth und ihren Vater. Mittlerweile sind 30 Jahre vergangen. Beth ist geschieden, hat zwei aufgeweckte Kinder und ein gutes Verhältnis zu ihrem Ex-Mann. Die Arbeit macht ihr Freude und der Kontakt zu ihren Freundinnen ist rege.

Doch plötzlich fühlt Beth sich verfolgt. Sie ist sich sicher, ständig denselben Mann in ihrer Nähe zu sehen. Diese Sorge tritt allerdings in den Hintergrund, als völlig überraschend eine ältere Frau vor ihrer Haustür steht, die einräumt, ihre Mutter zu sein. Nach 30 schweigsamen Jahren! Obwohl Beth viele Fragen hat, überwiegen Freude und Erleichterung, endlich ihre Mutter wiederzusehen. Beth ist überglücklich, doch schon bald geschehen merkwürdige Dinge...

Die Handlung wird in der Ich-Form, aus der Sicht von Beth, geschildert. Aus diesem Grund kann man ihre Gedanken und Gefühle hautnah miterleben. Da sich Beth verfolgt fühlt und es offenbar ein Geheimnis in ihrer Vergangenheit gibt, das niemand erfahren soll, schwebt von Anfang an eine bedrohliche Atmosphäre zwischen den Zeilen. Dadurch wird das Interesse an der Handlung sofort geweckt.

Beth wirkt sympathisch. Man kann sich ganz auf ihre Erzählung einlassen und sich dabei alles mühelos vorstellen. Durch die gewählte Erzählperspektive hat man eine eingeschränkte Sicht auf die Dinge. Als es zu merkwürdigen Ereignissen kommt, kann man sich deshalb nicht sicher sein, ob Beth alles richtig wahrnimmt. Im Verlauf der Handlung stellt man sich die Frage, ob Beth nicht zu naiv reagiert. Sie beginnt fast alles und jeden zu hinterfragen, sieht dabei aber offensichtlich den Wald vor lauter Bäumen nicht. Ihre Lage spitzt sich stetig zu, schon bald scheint ihr Leben völlig aus dem Ruder zu laufen. Man stellt eigene Überlegungen an und kommt dabei zu einer Schlussfolgerung, die Beth nicht einen Moment in Betracht zu ziehen scheint. Deshalb beobachtet man sie zuweilen mit hochgezogenen Augenbrauen und möchte sie einfach nur schütteln. Die eigenen Befürchtungen bestätigen sich, wodurch die Auflösung wenig überraschend ist. Selbst die Wendung am Ende, die der Geschichte wohl einen zusätzlichen Reiz geben soll, wirkt sehr vorhersehbar.

Ein Spannungsroman, der einen zunächst durch die bedrohliche Atmosphäre mitreißt, im Ganzen aber zu vorhersehbar wirkt. Da sich das Buch wirklich flüssig lesen lässt, vergebe ich auf meiner persönlichen Bewertungsskala drei von fünf möglichen Sternen.

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Spannende Fortsetzung

Totenlichter von Aaron Sander

Der ursprünglich aus Schweden stammende LKA-Ermittler Jan Nygård und die Polizeipsychologin Anna Wasmuth beschäftigen sich mit einer Reihe rätselhafter Todesfälle. Obwohl es den Anschein hat, dass die Verstorbenen Suizid begangen haben, häufen sich die Hinweise, dass ein Serienkiller seine Hände im Spiel haben könnte.

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"Totenlichter" ist nach "Schmerzwinter" der zweite Fall für Jan Nygård und Anna Wasmuth. Da die Bände in sich abgeschlossen sind, kann man dem aktuellen Geschehen auch dann problemlos folgen, wenn man den ersten Teil nicht gelesen hat. Da die vorherigen Ermittlungen einen besonderen Einfluss auf Jans Privat- und Berufsleben haben, empfiehlt sich allerdings die Einhaltung der Reihenfolge.

Bei diesem Fall ist man sofort mitten im Geschehen, da man eine Frau beobachtet, die dazu gedrängt wird Selbstmord zu begehen. Wer die Frau bedrängt und welches Motiv diese Person verfolgt, erfährt man nicht, wodurch das Interesse sofort geweckt wird.

Wenn man den ersten Band gelesen hat, darf man sich über ein Wiedersehen mit den Hauptcharakteren freuen. Mittlerweile scheint Jan Nygård seine unkontrollierten Wutausbrüche und sein aufbrausendes Verhalten etwas besser im Griff zu haben. Dadurch wirkt er deutlich sympathischer. Seine Zusammenarbeit mit Anna scheint sich für ihn vorteilhaft auszuwirken.

Der Einstieg in die Ermittlungen beginnt äußerst spannend. Es gelingt Aaron Sander hervorragend, eine angespannte Atmosphäre zu beschreiben und glaubhaft zu vermitteln. Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Da diese oftmals an entscheidenden Stellen wechseln, wird ein hohes Tempo angeschlagen. Dadurch gerät man früh in den Sog der Ereignisse. Hin und wieder schaut man dem Täter über die Schulter. Dabei wird allerdings nicht zu viel verraten, wodurch man dazu angeregt wird, eigene Überlegungen anzustellen. Ob man dabei richtig liegt, lässt sich zunächst nicht einschätzen, denn es kommt zu einigen Überraschungen. Das Ganze gipfelt in einem wahnsinnig spannenden Finale, bei dem man bis zum Schluss mitfiebern kann.

Ein spannender Thriller, bei dem man von der ersten bis zur letzten Seite mitfiebern kann.

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Spannender Auftakt

Bis ihr sie findet von Gytha Lodge

Als Detective Chief Inspector Jonah Sheens zu einem Waldstück gerufen wird, da dort menschliche Skelettteile gefunden wurden, ahnt er, dass es sich hierbei um die Überreste der 14-jährigen Aurora handelt. Als das Mädchen vor 30 Jahren spurlos verschwand, war Sheens ein junger Polizist, der nur am Rande mit dem Fall zu tun hatte.

Nun setzt er alles daran, den Cold Case aufzuklären. Die Jugendlichen, die damals mit Aurora zelten waren, kannten alle das Versteck, in dem nun Auroras Überreste gefunden wurden. Ist der Mörder unter ihnen und all die Jahre mit seinem Schweigen durchgekommen? 

"Bis ihr sie findet" ist der Auftakt zu einer Krimi-Reihe, in der DCI Jonah Sheens mit seinem Team ermittelt. In diesem Band gilt es also nicht nur, einen alten Fall zu lösen, sondern auch ein neues Ermittlungsteam kennenzulernen. 

Handlungsorte und Charaktere werden so authentisch beschrieben, dass man sofort die entsprechenden Bilder dazu im Kopf hat. Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Dadurch bekommt man einen guten Überblick über das Gesamtgeschehen. Außerdem ist man der Polizei einen Schritt voraus, da es immer wieder Rückblicke zu dem Abend gibt, an dem Aurora verschwand. Hier wird allerdings nicht zu viel verraten. Dadurch wird man dazu angeregt, eigene Überlegungen anzustellen. 

Der Fall ist nicht so leicht zu durchschauen. Denn die Protagonisten lassen sich nicht so leicht in die Karten schauen. Man weiß nicht, was man glauben oder wem man vertrauen soll. Denn in der Freundesclique, die damals mit Aurora unterwegs war, scheint es einige Geheimnisse zu geben. Immer, wenn man meint, dass man nun auf der richtigen Spur ist, gelingt es Gytha Lodge Zweifel zu säen. Hier ist nichts so, wie es auf den ersten Blick scheint. Da man unbedingt erfahren möchte, was damals wirklich geschah, gerät man für in den Sog der Ereignisse. Bis kurz vor Schluss ist nicht klar, ob der Täter unter den Freunden zu finden ist. Das Ganze gipfelt in einem spannenden Finale. 

Ein spannender Auftakt, bei dem man dazu angeregt wird, eigene Überlegungen anzustellen, um dem Täter auf die Schliche zu kommen. 

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Spannender Kriminalroman

Sobald ihr mich erkennt von Gytha Lodge

Das neue Jahr beginnt für DCI Jonah Sheens mit einer schlechten Nachricht. Denn erneut wurde eine Frauenleiche gefunden, die auf einem Scheiterhaufen aufgebahrt ist. Da es bereits die zweite Frau ist, die auf diese Art und Weise zur Schau gestellt wird, müssen Jonah und seine Kollegen von einem Serienmörder ausgehen.

Aisling wohnt in der Nähe des Fundorts und ist ebenfalls beunruhigt. Die alleinerziehende Mutter von zwei Teenagersöhnen plagen allerdings noch andere Sorgen. Ihre sonst so aufgeschlossenen Söhne scheinen Geheimnisse vor ihr zu haben. Da sie selbst wesentliche Informationen aus ihrer Vergangenheit vor ihnen verbirgt, nimmt sie sich vor, Klarheit zu erlangen und lädt ihre DNA in einer Datenbank hoch, um ihren vor vielen Jahren verschollenen Vater zu finden. Sie erhält auch schnell eine Rückmeldung, doch die fällt nicht so aus, wie erhofft: Plötzlich steht ein Ermittler vor ihrer Tür, der davon ausgeht, dass entweder ihr Vater oder einer ihrer Söhne ein Mörder ist.....

"Sobald ihr mich erkennt" ist bereits der fünfte Fall, in dem DCI Jonah Sheens mit seinem Team ermittelt. Da die Bände in sich abgeschlossen sind, kann man den aktuellen Ereignissen auch dann problemlos folgen, wenn man noch keinen Teil der Reihe gelesen hat. Um die privaten und beruflichen Weiterentwicklungen der Hauptcharaktere zu verfolgen, empfiehlt sich allerdings die Einhaltung der Reihenfolge.

Der Einstieg in die Handlung gelingt mühelos, da man sofort mitten im Geschehen ist. Denn man beobachtet, wie eine Frau, entgegen ihrer sonstigen Überzeugungen, an Silvester alle Bedenken über Bord wirft und den Abend mit einem unbekannten Mann bringt. Die Atmosphäre ist zunächst gelöst, doch dann ändert sich auf einen Schlag alles. Da in diesen Szenen nicht zu viel verraten wird, ist das Interesse, die Identität des Mannes zu lüften, sofort vorhanden.

Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Man beobachtet die Ermittlungen und bekommt außerdem einen Einblick in das scheinbar perfekte Familienleben der alleinerziehenden Mutter Aisling. Beide Handlungsstränge sind durchgehend interessant. Denn schon bald wird klar, dass die Söhne von Aisling ihrer Mutter etwas verschweigen. Auch Aisling scheint ein Geheimnis aus der Vergangenheit zu hüten. Da man zunächst nicht weiß, um was es sich handelt, beginnt man eigene Überlegungen anzustellen.

Die Charaktere wirken in allen Handlungssträngen sehr authentisch. Deshalb kann man sich ganz auf das Geschehen einlassen. Dieses Mal verwendet das Team von Jonah Sheens bei den Ermittlungen einen außergewöhnlichen Ansatz. Da DNA-Spuren am Tatort gefunden werden, soll forensische DNA-Genealogie dabei helfen, den Täter einzukreisen. Das Vorgehen wird äußerst interessant dargestellt. Mehr dazu kann man im abschließenden Nachwort lesen. Gemeinsam mit dem Team und der Familie von Aisling, die durch den neuen Ermittlungsansatz plötzlich im Visier der Polizei steht, verfolgt man gespannt die fortschreitenden Ermittlungen. Trotz der DNA-Spur, lässt sich der Täter nicht so leicht enttarnen. Es gilt einigen Fährten zu folgen. Krimi-Fans dürften hier voll auf ihre Kosten kommen. Zum Ende hin steigert sich die Spannung enorm und gipfelt in einem atemberaubenden Finale. Und wenn man meint, dass man nun Aufatmen kann, sorgt ein dramatisches Ereignis, das ein Mitglied aus Jonahs Team betrifft, für einen Cliffhanger.

Ein Krimi, der durch einige Wendungen für durchgehend spannende Lesestunden sorgt.

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Spannende Fortsetzung der Reihe

Die letzte Nacht von Karin Slaughter

Zunächst scheint Dr. Sara Lintons Schicht in der Notaufnahme des Grady Memorial Hospitals so zu verlaufen, wie viele andere auch. Doch dann wird Dani Cooper mit schweren Verletzungen eingeliefert. Sara kämpft um Danis Leben. Dabei flüstert ihr die junge Frau zu, dass sie vergewaltigt wurde. Als Dani ihren Verletzungen erliegt, setzt Sara alles daran, den Täter zur Verantwortung zu ziehen.

Doch dafür muss sie sich ihrer eigenen Vergangenheit stellen...

"Die letzte Nacht" ist bereits der elfte Band der Georgia-Serie um Will Trent und Sara Linton. Da die Fälle in sich abgeschlossen sind, ist es nicht zwingend notwendig die Reihenfolge einzuhalten. Wichtige Hintergrundinformationen werden in die Handlung eingestreut, wodurch man dem aktuellen Geschehen auch ohne Vorkenntnisse folgen kann. Um die privaten und beruflichen Nebenhandlungen und die Weiterentwicklung der Hauptcharaktere zu verfolgen, empfiehlt sich aber, wie bei jeder anderen Bücherserie auch, die Einhaltung der Reihenfolge.

Dieser Thriller hat es wirklich in sich. Die Autorin versteht es von Anfang an, Spannung aufzubauen, die durchgehend gehalten werden kann. Besonders Fans der Reihe werden den Ausflug in Sara Lintons traumatische Vergangenheit mit großem Interesse lesen.

Sara Linton, Will Trent und dessen Partnerin Faith setzen alles daran, den Tod von Dani Cooper aufzuklären und die Verknüpfung zu Saras Vergangenheit herzustellen. Da die Ermittlungen zunächst nicht offiziell sind, müssen sie zuweilen kreativ agieren. Gemeinsam mit den Hauptprotagonisten versucht man die winzigen Puzzleteilchen, die sie nach und nach zusammentragen, zu einem stimmigen Bild zu legen. Doch das ist gar nicht so einfach, denn die verdächtige Gruppe, die hinter allem zu stecken scheint, ist äußerst vorsichtig.

Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Szenen mühelos vorstellen. Die Autorin gibt einem das Gefühl, selbst vor Ort zu sein. Deshalb sollte man nicht zu zartbesaitet sein, denn in einigen Szenen geht es hart zur Sache. Bereits nach kurzer Zeit gerät man in den Sog der Ereignisse. Es gibt zwar auch immer wieder Passagen, in denen man durchatmen kann, doch dann zieht das Tempo wieder an. Da die aktuellen Ermittlungen untrennbar mit Saras Vergangenheit verknüpft sind, fließen die privaten Nebenhandlungen gekonnt ins Geschehen ein. Das Ganze gipfelt in einem hochspannenden Finale, das man atemlos verfolgt.

Ein spannender Fall aus der Will-Trent-Reihe, der für Fans von Sara und Will ein absolutes Muss ist.

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Fantastischer Auftakt

Nachtschwarz (Nachtschwarz-Sternenhell, Bd. 1) Aufregende Urban-Fantasy-Dilogie über die Magie der Sterne und eine große Liebe - Buchumschlag mit Perlmuttglanzeffekt + Character Card in der 1. Auflage! von Saskia Louis

Die 17-jährige Billie musste schon etliche Male umziehen. Ihr alleinerziehender Vater ist Astrophysiker und hat eine neue Stelle in dem kleinen Ort Amber Lake erhalten. Deshalb ist Billie schon wieder die Neue, die sich in eine eingeschworene Gemeinschaft integrieren muss. Am allerersten Schultag passiert schon auf der Hinfahrt etwas Merkwürdiges.

Sie wird von hellen Lichtblitzen abgelenkt, als es auch schon kracht. Billie ist entsetzt, denn sie vermutet, dass sie etwas angefahren hat. Doch beim Aussteigen kann sie nichts entdecken. Nur eine Delle in der Motorhaube und ein Fetzen Stoff zeugen davon, dass da doch etwas gewesen sein muss. Als Billie in der Schule ankommt, wird sie von einem sympathischen und aufgeschlossenen Mädchen mit der Schule und den Mitschülern bekannt gemacht. Die Clique scheint Billie gut aufzunehmen. Doch irgendwie hat Billie das Gefühl, dass ihr etwas verheimlicht wird....

Dieser Band ist der Auftakt der Nachtschwarz-Sternenhell-Dilogie. Im Zentrum der Ereignisse stehen die 17-jährige Billie und der geheimnisvolle und sehr von sich überzeugte Ashton Hunter. Die Handlung wird in der Ich-Form, aus der Sicht von Billie, geschildert.

Billie wirkt vom ersten Moment sympathisch. Sie führt locker durch das Geschehen, hat einen wunderbaren Humor, kann auch mal über sich selbst lachen und ist unheimlich schlagfertig. Diese Fähigkeit hilft ihr im Umgang mit Ashton. Die Dialoge der beiden sind einfach herrlich. Man kann sich beim Lesen entspannt zurücklehnen und dabei jede Zeile genießen. 

Die Autorin beschreibt Handlungsorte und Protagonisten so anschaulich, dass man das Gefühl hat, selbst vor Ort zu sein. Gemeinsam mit Billie überlegt man, welches Geheimnis die Clique aus Amber Lake wohl hüten wird. Da zunächst nicht zu viel verraten wird, bleibt die Handlung durchgehend spannend. Im weiteren Verlauf kann sich diese Spannung sogar steigern. 

Der Liebesanteil wirkt nicht zu aufdringlich. Man kann das Knistern zwischen Billie und Ashton förmlich zwischen den Zeilen spüren. Der Schreibstil ist so angenehm lesbar, dass sich die Geschichte quasi von alleine liest. Man kann mit den Charakteren mitfiebern und steuert dabei auf ein wahnsinnig spannendes Ende zu, das eine Überraschung bereithält. Diese sorgt dafür, dass man am liebsten sofort weiterlesen würde.

Ein fantastischer Auftakt, der durch lebendige Charaktere, humorvolle Wortgefechte und einen spannenden Plot überzeugt. 

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Temporeicher Reihenauftakt

Refugium von John Ajvide Lindqvist

Julia Malmros, Autorin und ehemalige Polizistin, wird ausgewählt, die Fortsetzung der Millenium-Reihe zu schreiben. Um Salanders legendäre Hackerfähigkeiten glaubhaft zu beschreiben, vermittelt der Verlag Julia den Kontakt zu Kim Ribbing. Als die beiden das Mittsommerfest in Julias Ferienhaus verbringen, fallen auf der Nachbarinsel unzählige Schüsse.

Julia und Kim setzen über. Das Bild, das sich den beiden bietet, ist grauenhaft. Die Gäste, die auf der Nachbarinsel gemeinsam feierten, wurden grausam hingerichtet. Nur Astrid Helander, die Tochter der Familie, konnte sich im letzten Moment retten. Die einzige Überlebende des Massakers ist schwer traumatisiert. Julias Ex-Mann übernimmt die Ermittlungen. Allerdings lässt der Fall Julia Malmros und Kim Ribbing ebenfalls keine Ruhe, deshalb beginnen sie auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen...

"Refugium" ist der Auftakt der Stormland-Trilogie. Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet und ist in relativ kurze Kapitel unterteilt. Anfangs werden die Hauptcharaktere ziemlich ausführlich eingeführt. Obwohl die Spannung dadurch etwas zu sehr auf Sparflamme kocht, sind die Beschreibungen durchgehend interessant. Die kurzen Kapitel sorgen, trotz fehlender Spannung, für ein hohes Tempo, dem man sich bereits nach kurzer Zeit kaum noch entziehen kann. 

Handlungsorte und Charaktere werden detailliert beschrieben. Dadurch hat man beim Lesen die entsprechenden Bilder zu den beschriebenen Szenen vor Augen und kann sich ganz auf die Ereignisse einlassen. Die Ermittlungen, die die Polizei anstellt, geraten in den Hintergrund und werden von einigen Zufällen geprägt. Julia Malmros und Kim Ribbings Nachforschungen wirken dagegen deutlich effektiver. Gemeinsam mit allen Akteuren versucht man die Puzzleteilchen zusammenzutragen und an die richtige Stelle zu setzen. Man folgt einigen Spuren und muss sich dabei auch auf die komplizierte Beziehung zwischen den Hauptprotagonisten einlassen können. Dabei wirken beide nicht immer sympathisch, aber durchaus so interessant, dass man dem Geschehen gerne folgt. 

Zum Ende hin stellt sich die bis dahin vermisste Spannung schließlich doch noch ein. Der Auftakt der Trilogie gipfelt in einem rasanten Finale, das man atemlos verfolgt. Der Epilog weckt die Neugier auf den weiteren Verlauf der Reihe.

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Spannender Pageturner!

Düstergrab von Romy Fölck

Die Polizistin Frida Paulsen wird vom Totengräber darum gebeten, auf den Friedhof zu kommen, um sich ein Grab anzuschauen. Die Blumengestecke und Kränze sind nicht mehr sorgfältig arrangiert. Deshalb hat der Totengräber den Verdacht, dass die Totenruhe des gerade Bestatteten gestört wurde. Nachdem Frida von ihren Vorgesetzten die Zustimmung erhält, lässt sie das Grab öffnen.

Als der Sargdeckel entfernt wird, glaubt Frida ihren Augen nicht zu trauen, denn auf dem gerade Verstorbenen liegt eine weitere Leiche. Es handelt sich um ein junges Mädchen, das altertümliche Kleidung trägt. Frida hat den Verdacht, dass es sich um eines der Zwillingsmädchen handeln könnte, die vor Jahren spurlos verschwanden. Rätselhafte Ermittlungen, die Frida einiges abverlangen, beginnen...

"Düstergrab" ist bereits der sechste Fall für Frida Paulsen. Durch besondere Umstände darf auch ihr ehemaliger Partner Bjarne Haverkorn an den Ermittlungen teilhaben. Da die Bände in sich abgeschlossen sind, kann man dem aktuellen Geschehen auch dann problemlos folgen, wenn man noch keinen Teil der Reihe gelesen hat. Die Autorin lässt wichtige Hintergrundinformationen zum Privat- und Berufsleben der Charaktere einfließen. Um die Weiterentwicklung chronologisch zu verfolgen, ist es allerdings ratsam die Reihenfolge einzuhalten.

Auch bei diesem Teil der Reihe gelingt es Romy Fölck wieder mühelos, sofort das Interesse am Geschehen zu wecken. Ein geheimnisvoller Prolog regt zum Nachdenken an. Doch lange Zeit ist nicht klar, wie sich die Ereignisse aus der Vergangenheit, auf die immer wieder kurz zurückgeblickt wird, in die aktuelle Handlung einfügen werden.

Der Fall der verschwundenen Zwillinge ist äußerst verzwickt. Das Team muss einigen Spuren nachgehen. Diese Ermittlungen wirken authentisch, wodurch man dazu angeregt wird, eigene Überlegungen anzustellen. Allerdings wird das Team mit einer ganz besonderen Herausforderung konfrontiert: auf Fridas Partner Leonard Booz wird geschossen. Frida muss sich also nicht nur mit dem Verschwinden der Zwillinge befassen, sondern außerdem herausfinden, wer auf Booz geschossen hat und warum das passiert ist. Bei diesen Belastungen kommt sie schnell an ihre Grenzen. Die Unterstützung durch ihren ehemaliger Partner Haverkorn ist für Frida äußerst wichtig.

Handlungsorte und Charaktere werden so authentisch geschildert, dass man sich beim Lesen alles mühelos vorstellen kann. Dadurch, dass Frida es mit zwei wichtigen Fällen zu tun hat, gerät man früh in den Sog der Ereignisse. Man fiebert mit, versucht eigene Schlüsse zu ziehen, wird aber immer wieder mit Überraschungen konfrontiert. Dadurch kann die früh aufgebaute Spannung nicht nur durchgehend gehalten werden, sondern sich im Verlauf der Ereignisse sogar stetig steigern. Dadurch liest sich das Buch quasi von selbst. Und wenn man schließlich meint, dass man alle Hintergründe kennt, kommt es zu einer weiteren unerwarteten Wendung.

Ein äußerst spannender Fall, der sich bereits nach kurzer Zeit zu einem echten Pageturner entwickelt.

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Spannende Fortsetzung

Im Sturm von Pernilla Ericson

Im nordschwedischen Dorf Skageby wird ein älterer Mann in seinem Haus ermordet. Die Ermittlungen scheinen auf der Stelle zu treten. Deshalb werden Lilly Hed und ihre Kollegin Liv Kaspi zur Unterstützung in den kleinen Ort geschickt. Als die beiden dort ankommen, zieht ein gewaltiger Sturm auf, der schließlich dafür sorgt, dass Skageby vollkommen von der Außenwelt abgeschnitten ist.

Die Ermittlungsgruppe ist auf sich selbst gestellt. Der Täter nutzt die Ausnahmesituation, um erneut zuzuschlagen. Schon bald wird klar, dass er weitere Namen auf seiner Liste hat. Dadurch geraten die Dorfbewohner in Panik...

"Im Sturm" ist nach "Im Feuer" der zweite Band, in dem Lilly Hed ermittelt. Dieses Mal wird sie dabei von ihrer Freundin und Kollegin Liv Kaspi unterstützt. Um den aktuellen Ereignissen zu folgen, ist es nicht zwingend erforderlich, den ersten Band zu kennen. Wenn man allerdings an den privaten Nebenhandlungen interessiert ist, die sich durch die Reihe ziehen, sollte man mit dem ersten Band starten.

Der erneute Einstieg in die Serie gelingt mühelos, da die Autorin es wieder von Anfang an versteht, Interesse an der Handlung zu wecken. Handlungsorte und Protagonisten werden so lebendig beschrieben, dass man alles vor Augen hat. Gerade die Szenen, in denen der Sturm wütet, wirken besonders realistisch. Man fiebert mit den Charakteren mit und hofft, dass in dem Ort nichts allzu Schlimmes passiert. Als es zum Strom- und Netzausfall kommt, ist der kleine Ort von der Außenwelt abgeschnitten. Das sorgt dafür, dass man die angespannte Atmosphäre förmlich zwischen den Zeilen spüren kann.

Der Fall selbst ist äußerst rätselhaft. Gemeinsam mit den sympathischen Ermittlerinnen folgt man jeder Spur. Doch es ist gar nicht so einfach, dem Täter auf die Schliche zu kommen. Immer wieder kommt es zu überraschenden Wendungen, die die eigenen Überlegungen in eine andere Richtung lenken. Die früh aufgebaute Spannung kann nicht nur durchgehend gehalten werden, sondern steigert sich stetig. Das Ganze gipfelt in einem Finale, das weitere Überraschungen bereithält.

Eine spannende Fortsetzung, die die Neugier auf den weiteren Verlauf der Reihe weckt.

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