Kunden em pfehlungen
Rezensionen von buchina:
Atmosphärisch gut, Handlung zu viele Lücken
Der Passagier der Polarlys von Georges Simenon; José-Louis Bocquet
Mit diesem Graphic Novel wurde versucht einen klassischen Krimi neu aufzulegen. Ich liebe Krimis, auch die Klassiker, dennoch habe ich noch keinen Roman von Georges Simenon gelesen. Ohne Vorkenntnisse bin ich an dieses Werk gegangen.
Die Geschichte beginnt mit einem Mord und wechselt dann zu einem Linienschiff, welches an der Nordküste Europas entlangfährt.
Es befördert Fracht und wenige Passagiere. Kapitän Petersen hat von Anfang an ein schlechtes Gefühl bei der Reise. Dies wird kurze Zeit später bestätigt mit dem Mord eines Passagiers. Nun geht es darum herauszufinden, wer von den Passagieren ist der Mörder und was hat der Mord zu Beginn des Krimis damit zu tun.
Es ist sicher nicht einfach die komplexe Handlung in Bildern und wenigen Sprechblasen darzustellen. Meiner Meinung ist dies hier nur zum Teil gelungen. Gelungen ist die Atmosphäre auf dem Schiff und auch die undurchsichtigen Charaktere darzustellen. Die Dunkelheit des Winters, die Kälte, die Fahrt an sich, konnte ich sehr gut nachempfinden. Leider ist dabei etwas die Handlung auf der Strecke geblieben. Ich mag es sehr selbst zu rätseln, wer der Täter ist, hier fehlte es völlig. Dauernd hatte ich das Gefühl mir fehlen wichtige Aspekte und Handlungsstränge. Gleichzeitig fehlte mir bei den Zeichnungen der Charaktere die Emotionen. Ich kenne das von anderen Graphic Novels, dass man besonders die Emotionen gut in den Gesichtern darstellen kann. Einen Pluspunkt erhalten die 4 ausführlichen Seiten am Ende des Buchs über den Autor und die Entstehungsgeschichte des Romans. Das war sehr interessant.
Insgesamt hat mich das Buch nicht überzeugt. Atmosphärisch gut gestaltet, aber die Geschichte war für mich nicht immer nachvollziehbar.
Abwechslungsreiches Rätselbuch
tiptoi® Meine Lern-Spiel-Welt - Logisches Denken von Annette Neubauer
Unsere Familie ist schon langer großer tiptoi Fan. Vor circa 8 Jahren haben wir bei unserer Tochter mit den ersten Büchern gestartet, die sich sehr an den Wissensbüchern von Wieso Weshalb Warum orientiert haben. Nun ist die Auswahl an tiptoi Artikeln über die Jahre immer mehr gewachsen. Die Reihe Lern-Spiel-Welt kennen wir noch nicht, weshalb ich mich sehr gefreut habe es mal zu testen.
Das Buch ist wie gewohnt sehr stabil mit dickem Papier und Ringbuchbindung. So bleibt es auch bei etwas aktiveren Kindern ganz. Es ist ein Lernbuch mit verschiedensten Rätseln und Spielen. Es sind immer drei Stück pro Doppelseite. Der Fokus ist dabei unterschiedlich, es sind Zuordnungsrätsel, Paare finden oder Melodien. Sie sind vom Niveau her unterschiedlich, weshalb Kinder zwischen 4-6 Jahren sicher alle etwas für sich finden.
Sehr gut gelungen ist es, dass immer wieder andere Sinne gefordert werden, manchmal muss man genau hinhören, ein anderes Mal muss man eher hinsehen. Es wird die Konzentration gefordert und gefördert. Das kann man sehr gut gebrauchen als Vorbereitung für die Schule. Die Illustrationen sind wie immer schön gezeichnet und farbenfroh. Mein Sohn, der Musik liebt, fand besonders die 2 Lieder im Buch großartig. Schön, dass es so abwechslungsreich ist!
Schönes Vorlesebuch mit Wissensanteil
Wieso? Weshalb? Warum? Meine Vorlesegeschichten, Band 2 - Was passiert in Wald und Wiese? von Anna Pooch
Wir sind schon lange große Fans der verschiedenen Buchreihen aus der Wieso Weshalb Warum Familie. Da ich immer auf der Suche nach abwechslungsreichen Vorlesebüchern bin, kam diese neue Reihe gerade recht.
Das Buch besteht aus verschiedenen kurzen Geschichten über unterschiedlichen Kindern, die alle mit ihren Familien in Brummelsby wohnen.
Zur besseren Übersicht werden alle Familien zu Beginn des Buches genannt und gezeigt. Dabei wurde Wert daraufgelegt, verschiedene Formen von Familien zu zeigen und nicht nur die typische Vater-Mutter-Kind Aufteilung. Da gibt es den alleinerziehenden Vater, die Patchworkfamilie und Großeltern, die sich um den Enkel kümmern, da die Eltern beruflich unterwegs sind. Mit dieser Vielfalt können sich sicherlich mehr Kinder identifizieren. Dazu kommt, dass die Protagonisten auch verschiedene ethnische Hintergründe haben.
Wie in allen Büchern der Wieso Weshalb Warum Reihe geht es im Buch nicht nur um Unterhaltung, sondern auch um Wissensvermittlung. Dies wird hier gekonnt eingebettet in spannende Geschichten aus dem Alltag. Was mir besonders gefallen hat sind die kleinen Anregungen für den Alltag z.B. im Garten Stockbrot backen oder Wassereis selbst machen. Das sind nicht wirklich neue Ideen, aber manchmal braucht es mal wieder eine Erinnerung wie man schon mit kleinen Dingen Abwechslung in den Alltag bringen kann.
Neben der kindgerechten Sprache lockern die bunten Illustrationen das Buch auf und machen das Vorlesen für den Zuhörer noch spannender und das Geschehene leichter nachvollziehbar.
Für mich ein rundum gelungenes Vorlesebuch und ich freue mich schon auf weitere Bände.
Spannender Thriller mit interessantem Setting
One Perfect Couple von Ruth Ware
Von diesem Buch habe ich spannende Unterhaltung in exotischer Kulisse erwartet und genau das habe ich bekommen. Schon allein der Plot verspricht Abwechslung: verschiedene Paare werden für eine Realityshow auf eine Insel geschafft und ein Unwetter kappt alle Verbindungen nach draußen. Das dies zu Problemen führen wird, ist dann schon vorprogrammiert.
Mit der Protagonistin Lyla hat man eine etwas untypische Realityteilnehmerin. Sie ist Wissenschaftlerin an der Universität und hangelt sich von Projekt zu Projekt. Gerade geht es wieder auf das Ende einer Projektphase zu und sie weiß noch nicht wie es weitergehen soll. Das erklärt wahrscheinlich auch ihre Zustimmung, dass sie ihren bisher recht erfolglosen Schauspielerfreund begleiten will. Die Gründe warum Lyla teilnimmt, kamen mir anfangs etwas zu konstruiert vor, aber es fügte sich dann doch gut zusammen, vor allem als man mehr über ihre Beziehung erfährt.
Die Geschichte wird aus Sicht von Lyla in der Ich-Perspektive erzählt, einer Protagonistin, in die ich mich gut hineinversetzen konnte. Die anderen Charaktere blieben für mich etwas farblos, was zu Beginn Sinnmachte, da sie alle eine Rolle nach außen spielten für die TV Show, aber es hätte für mich mehr Tiefe in die Charakterzeichnung geben können. Was der Geschichte und dem Spannungsbogen keinen Abbruch tat. Gekonnt spielte die Autorin mit plötzlichen Wendungen und sorgte dafür, dass ich das Buch im letzten Drittel kaum weglegen konnte.
Insgesamt ein richtig guter Thriller, der mich sehr gut unterhalten hat. Nach meinen ganzen nordischen oder englischen Thrillern, war das Setting mal eine schöne Abwechslung.
Ein Wintermärchen aus einer anderen Kultur
Die Winterschwestern von Jolan C. Bertrand
Bei diesem Buch hat mich das Cover schon sehr angesprochen und versprach mir ein Wintermärchen. Das Buch wird für Selbstleser ab 9 Jahre oder zum Vorlesen empfohlen. Da ich selbst neugierig war, habe ich es meinen Kinder 7 Jahre und 11 Jahre vorgelesen. Das ist durchzogen von farbigen Illustrationen, die uns allen drei gut gefallen haben.
Das Buch spielt in hohen Norden bei den Wikingern. Die Menschen in der Siedlung und auch das Dorfleben wird aus Sicht des Jungen Alfred erzählt. Ich konnte mir das Leben dort sehr gut vorstellen. Alfred hat kein einfaches Leben, seine Eltern leben nicht mehr und er lebt ein wenig als Außenseiter bei seiner Oma und seinem Onkel. Grundthema ist die Sage von der großen und kleinen Winterschwester, diese bestimmen die Winter im Wikingerland. Die kleine Schwester ist verschwunden und die große Schwester wütend, was die Menschen spüren. Alfred will sich beweisen und die kleine Schwester finden und begibt sich auf ein Abenteuer.
Es ist ein Abenteuer-Märchenbuch für mich, mit einem Märchen welches mir völlig unbekannt war. Durch das Setting ist es für die kalte Jahreszeit perfekt. Meine Kinder und ich sind sehr gut in die Geschichte reingekommen, aber in der Mitte des Buches wurde es gerade für meine zwei Zuhörer etwas langatmig und meinen kleinen Zuhörer habe ich leider komplett verloren. Für ihn wurde manches zu kompliziert und auch zu mystisch. Die Handlung ging nur langsam voran, was zum Teil den langen Dialogen geschuldet war.
Ich fand die Geschichte sehr interessant, da es mal eine ganz andere Welt für mich war. Mein Sohn hat mehr Action erwartet und meiner Tochter wurde es zu fantastisch. Dennoch ist es ein schönes Märchenbuch, dass eine andere vergangene Welt zeigt und trotzdem auch sehr modern ist, es gibt z.B. eine Transperson. Das Buch ist einfach schön gestaltet und liest sich auch gut. Ich kann es als Familienbuch empfehlen, denn auch Erwachsene werde ihre Freude an der Geschichte haben.
Interessante Welt, leider zu oberflächlich
Heart & Shadow von Marie Graßhoff
Die Farben und die Gestaltung des Covers haben mich sehr angesprochen, obwohl ich den Titel des Buches etwas nichtsagend und in der Vielzahl der Bücher dieses Genres geht er unter. Die kurze Inhaltsangabe hat mich wiederum sehr angesprochen. Das der Roman in zwei Handlungssträngen aufgebaut ist. Sorgt für eine hohe Dynamik in der Handlung und erhöht die Spannung.
Die Autorin hat eine interessante neue Welt geschaffen mit viel Magie, interessanten mystischen Gestalten und sehr unterschiedlichen Schauplätzen. Leider hat die Autorin es nicht geschafft mir diese abwechslungsreiche Welt wirklich näher zu bringen. Ich konnte mir bis zum Ende des Romans weder die Gesellschaftsordnung, noch die einzelnen Städte richtig vorstellen.
Leider finde ich auch die Charakterzeichnung nicht gelungen. Die zwei Handlungsstränge haben jeweils eine Protagonistin. Einmal Rah, die als Waise in einer Art Kloster aufwuchs und zur mächtigen Wächterin ausgebildet wurde. Sie hat die Fähigkeit chaotische Energie (so eine Art böse Energie) umzuwandeln und zu beruhigen. Rah trägt aber ein Geheimnis in sich, dass sie noch mit niemanden geteilt hat, sie sieht und spricht mit 5 Wölfen. Für was diese stehen oder warum Rah sie sieht, erfährt man im Roman nicht. Gemeinsam mit dem geheimnisvollen und gutaussehenden Irin macht sie sich auf die Suche nach der Ursache der gesteigerten chaotischen Energie.
Daneben gibt es Shina, sie ist Studentin der staatlichen Universität. Sie hat eine beste Freundin Mae, die sich immer merkwürdiger verhält. Als sie das Geheimnis von Mae erfährt, macht sie sich zusammen mit ihr auf die Flucht vor der Staatsmacht.
Während ich Rah sehr interessant fand und ihrem Handlungsstrang gerne verfolgt habe, fand ich Shina total anstrengend. Ihr Charakter besteht nur darin sich um Mae Sorgen zu machen und sie anzuschmachten. Wer Shina eigentlich ist und was sie ausmacht, habe ich nicht erfahren. Und auch Mae bleibt farblos. Angeblich sind sie die besten Freundinnen, die aber kaum voneinander wissen und nicht miteinander reden. Für mich war die Beziehung sehr unglaubwürdig.
Rahs Liebesgeschichte zu Irin war schon früh klar, es fehlte aber eindeutig das Prickeln. Insgesamt konnte ich mich wenig mit den Charakteren identifizieren, sie blieben für mich wenig greifbar, ähnlich wie die Welt in der sie leben.
Der Roman hat für mich interessante und viele gute Ansätze. Die magische Welt und die verschiedenen Wesen sind spannend und auch die Geschichte der zwei Protagonistinnen sind spannend erzählt. Aber vielleicht hätte die Autorin doch ab und zu innehalten sollen, um sich für ihre Welt und Charaktere mehr Zeit zu lassen. Am Ende wurden eigentlich keine Fragen beantwortet, das passiert wahrscheinlich im zweiten Teil. Wobei ich noch nicht weiß, ob ich ihn lesen werde.
Schöne Bilder, weniger Information
Tiefsee-Monster von Matt Ralphs
Bei diesem Buch ist schon allein das Cover ein echter Hingucker. Der Anglerfisch wurde mit kräftigen Farben und spitzen Zähnen gut als Tiefseemonster dargestellt. Die Illustrationen im Buch sind auch ein echtes Highlight. Dabei steht sicherlich nicht immer Authentizität im Vordergrund, sondern die interessante Gestaltung des jeweiligen „Monster“.
Das Buch ist nach Tiefe aufgebaut, d.h. man blättert sich immer tiefer ins Meer. Es werden immer kurz besondere Lebewesen in der jeweiligen Tiefe beschrieben.
Die Informationen sind kurzgehalten und liefern nur einen kurzen Überblick über das jeweilige Meerestier. Es ist eher ein Bilderbuch.
Einen großen Kritikpunkt erhält der Verlag von mir, dass sie sich null Gedanken gemacht haben, was Barrierefreiheit der Leserlichkeit der Texte angeht. Wie man dunkle Schriftfarbe auf dunklen Hintergrund drucken kann, ist mir ein absolutes Rätsel. Ich denke jeder Illustrator/Grafiker kennt das Thema Kontrastfarben und Lesefreundlichkeit. Schade, dass ein so großer Verlag darauf nicht achtet.
Insgesamt ist es ein schönes Buch, welches eher durch seine farbenfrohen Illustrationen auffällt, als ein größerer Informationsgehalt. Ich wurde aber durch dieses Buch neugierig gemacht und habe jetzt noch mehr Lust bekommen, mehr zu erfahren über die Tiefen des Meeres und seiner ungewöhnlichen Bewohner.
Sprachlich wunderschönes Märchen
A Song to Drown Rivers von Ann Liang
Bei diesem Buch ist schon allein das Cover ein kleines Kunstwerk, auch ohne Schutzumschlag eine Augenweite. Angesprochen hat mich bei diesem Fantasyroman vor allem, dass es auf eine chinesische Legende zurückgeht und dementsprechend auch mal einen für mich anderen Kulturkreis umfasst.
Protagonistin ist Xishi, ein wunderschönes Mädchen, welches mit ihren Eltern in einem kleinen Dorf lebt.
Sie ist so schön, dass sie sich oft mit einem Tuch bedeckt, weil die Eltern Angst haben, dass zu viele Männer sie möchten. Eines Tages kommt ein Abgesandter des Königs ins Dorf, er sucht 2 junge Frauen, die beim gegnerischen König spionieren. Xishi und ihre Freundin werden ausgewählt und ausgebildet. Es geht alles gut Xishi wird die neue Konkubine des Königs.
In sehr poetische Sprache wird aus der Sicht Xishi die Geschichte erzählt. Sehr gekonnt erlebt man den Zwiespalt von Xishi. Einerseits ihren sehr persönlichen Hass auf das Nachbarkönigreich, anderseits kommt sie dem König immer näher. Es ist ein ruhiger Roman, der gleichzeitig sehr gut Spannung aufbauen kann. Ich fieberte mit Xishi sehr mit und hatte mir ihr Angst entdeckt zu werden.
Mich hat der Roman sehr gut unterhalten und in eine ganz andere Welt entführt. Das Ende war überraschend und gleichzeitig auch etwas verwirrend für mich. Mir wurde es da etwas zu mystisch. Auch wenn der Roman hauptsächlich nur im Königshaus spielt, erfährt man doch einiges über die frühe chinesische Kultur. Es ist also eine gute Mischung zwischen Fantasy und Historie.
Wunderschönes und lehrreiches Kinderbuch
Earhart von Torben Kuhlmann
Meine Familie und ich kennen bereits einige Vorgängerbände über die abenteuerlustigen Mäuse, weshalb wir uns schon sehr auf diesen Band gefreut haben. Dies ist nun bereits der fünfte Band und der erste Band, der einer Frau gewidmet ist.
Die Idee wichtige historische Ereignisse aus der Sicht einer Maus zu erzählen gefällt mir sehr gut.
Meine Tochter ist seit dem ersten Band auch sehr begeistert. Zum einen von der Aufmachung des Buches. Der große Hardcoverband wirkt sehr wertig. Dazu die gedeckten Farben und etwas vergilbten Eindruck. Es sticht eindeutig heraus im Kinderbuchregal.
Neben der ungewöhnlichen Idee sind für mich die Illustrationen ein absolutes Highlight. Es sind kleine Gemälde, die sehr detailverliebt sind. Deshalb eignet sich das Buch, auch sehr gut zum Vorlesen, denn während des Lesens gibt es für das Kind viel zu entdecken in den Bildern und es blättert nicht ungeduldig weiter.
Die Charaktere werden liebevoll beschrieben. Der Autor schafft es sehr gut die historische Persönlichkeit von Earhart in das Mäuseabenteuer miteinzubinden. So macht es Freude Kindern Geschichte näher zu bringen.
Schönes Setting mit schwachen Charakteren
Todeskalt von Nikolas Stoltz
Der Roman ist der 2 Teil einer Reihe um die Kriminalpsychologin Caro Löwenstein und Kommissar Simon Berger. Die Fälle sind abgeschlossen, aber die persönliche Entwicklung der Protagonisten geht natürlich innerhalb der Reihe weiter, weshalb ich empfehlen würde die Reihe nacheinander zu lesen. Ich habe mit dem zweiten Band gestartet, was es mir manchmal schwerer machen die persönlichen Verbindungen zu verstehen, des Weiteren wird Berger sehr von Geschehnissen in der Vergangenheit beeinflusst, was auch zu seinen Entscheidungen führt, die ich mit dem Lesen des ersten Teils vielleicht besser verstanden hätte.
Das Setting ist gelungen. Ein kleines Dorf im Taunus während des Winters inklusive einer alten Legende. Caro wird durch den Anruf einer alten Freundin in das Dorf gelockt. Ihre Freundin bat sie zu kommen. Caro findet ihre Freundin nicht dafür eine Tote. Die Polizei vor geht von Selbstmord aus und blockt jede Hilfe von Caro ab. Das ganze Dorf scheint gegen eine Aufklärung der Todesumstände zu sein. Caro sucht weiterhin ihre Freundin und glaubt auch nicht einfach an einen Selbstmord. Da Berger mit den Dämonen der Vergangenheit kämpft, kann er ihr kaum helfen.
Der Fall scheint aber immer komplizierter zu werden und auch Verbindungen nach Frankfurt zu haben, wo es weitere Tode gibt. Es eröffnen sich mehrere Handlungsstränge, die weit voneinander entfernt zu sein scheinen.
Den Krimi empfand ich schon als spannend und gerade am Ende wurde es immer actionreicher. Es wirkte auf mich aber zum Teil sehr konstruiert und die Charaktere hatten für mich wenig Tiefe. Caro hat eine Teenagertochter, scheinbar alleinerziehend. Das erfährt man kurz am Anfang, danach spielt die Tochter keine Rolle mehr, auch nicht in den Gedanken von Caro. Das fand ich sehr unrealistisch. Insgesamt fiel es mir oft schwer, die Entscheidungen der Charaktere nachzuvollziehen. Alle lieben Alleingänge, auch wenn sie noch so gefährlich sind. Ich hoffe sehr, dass sich Kommissare in der Realität professioneller verhalten.
Mich konnte der Krimi nicht wirklich überzeugen trotz gutem Setting und einer guten Grundgeschichte. Die Schwächen in den Charakteren und der Story empfand ich als zu groß. Ich könnte mir vorstellen, dass ein gutes Lektorat das hätte verhindern können.











