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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von HEYN Leserunde Dagmar Pfleger:

Die Zeit zerfaellt zwischen den Haenden!

Der Tag, an dem ein Wal durch London schwamm von Ahava Selja

Sätze sind wie Kohlestriche - Augenblicke einfrieren - zwischen zwei Welten steckenbleiben. Auf sehr ansprechende Weise und in einer mit vielen Synonymen angereicherten Sprache taucht man in die Erlebniswelt von Alzheimer betroffenen Menschen ein, wird konfrontiert mit und in der Folge auch ergriffen von deren Eigenheiten.

Wenn man das Buch durchliest, dazwischen nicht weglegt und den etwas verwirrenden Beginn somit überwindet, kann man den "Knoten im Kopf" richtig spüren. Der Autorin gelingt es gut, den Kern des Themas herauszuarbeiten und den Weg "back to the roots", zurück in das Leben der Vergangenheit und Phantasie. Ein durchaus zufrieden stellendes Leseerlebnis!

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Terminus "Zwischen den Kulturen" als nicht leicht dahin zitierte Phrase

funny girl von McCarten Anthony

Karriere als muslimische Frau auf der Bühne machen wollen ... und sich doch den in der Familie praktizierten konservativen Werten verpflichtet fühlen. Auf die prekäre Situation der Frau in dieser konservativen muslimischen Welt aufmerksam machen ... und doch jungfräulich in die Ehe gehen wollen.

Als Eltern die Werte, nach denen man selbst in der "alten Heimat" erzogen wurde und man immer schon gelebt hatte, hochhalten ... und doch letztendlich spüren, dass in der aktuellen Lebenswelt andere Werte die schon vorhandenen ergänzen können. McCarten gelingt inhaltlich eine gute, manchmal auch witzige Darstellung, wie es sich zwischen den Kulturen anfühlen muss/kann. Allerdings hat das Buch zwischendurch auch seine Längen und für mich ein etwas abruptes Ende. Die unkomplizierte Sprache macht es zu einer Einsicht gebenden und leicht lesbaren Lektüre.

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Sehnsucht, große Sehnsucht

Eine Nacht, Markowitz. von Gundar-Goshen Ayelet

Ayelet Gundar-Goshens Thema ihres Erstlingswerkes ist die übermächtige Sehnsucht in einem herausforderden Leben in Palästina: die Sehnsucht und Suche nach Liebe, Frieden, Familie und Glück auf der einen und die Überwindung von Schmerz und Enttäuschung auf der anderen Seite. Die Autorin schildert in einer sehr bildhaften, stellenweise "märchenhaften" Sprache, welche Wege ihre miteinander eng verbundenen Figuren einschlagen, um "Lösungen" für ihre (Lebens-)Probleme zu finden.

Schön und berührend erzählt!

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Sehnsucht, große Sehnsucht!

Eine Nacht, Markowitz von Ayelet Gundar-Goshen

Ayelet Gundar-Goshens Thema ihres Erstlingswerkes ist die übermächtige Sehnsucht in einem herausforderden Leben in Palästina: die Sehnsucht und Suche nach Liebe, Frieden, Familie und Glück auf der einen und die Überwindung von Schmerz und Enttäuschung auf der anderen Seite. Die Autorin schildert in einer sehr bildhaften, stellenweise "märchenhaften" Sprache, welche Wege ihre miteinander eng verbundenen Figuren einschlagen, um "Lösungen" für ihre (Lebens-)Probleme zu finden.

Schön und berührend erzählt!

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Wahn. von Kessler Christof

CADASIL-Erkrankung, Menigeome, Craving, Transiente Globale Amnesie? oder Pseudodemenz - diese und sieben andere Krankheitsbilder verpackt der Autor Christof Kessler in 12 kurze Geschichten, in denen er die jeweils mögliche Behand-lung mit einer Rahmenhandlung kombiniert. Medizinische Beschreibungen, etwa über ?zusammengequetschte Hirnfurchen?, Tumore, Synkopen und weitere fachspezifische Termini unterstreichen bildhaft seine Schilderungen.

Dabei bieten Kesslers Geschichten beides: durchaus Interessantes aber auch Fla-ches, das mich immer wieder nach mehr Intensität hinsichtlich Handlung und Spra-che hoffen ließ.
Die erste Geschichte ?Wahn? fesselte mich durch die außergewöhnliche Schilde-rung, wie der Parkinson-Patient Sommerfeld in eine dramatische Medikamentenabhängigkeit schlittert. Kessler schaffte es hier, mich mit dieser Geschichte neugierig auf die nächsten zu machen. Was aber am Beginn spannend zu werden versprach, entpuppte sich für mich im Laufe der Seiten doch zu einer gewissen Routine der ?Abhandlungen?: Einstieg mittels einer kleinen ?story? gefolgt von einer plötzlich auftretenden Krankheit oder einem besonderen Verhalten einer dargestellten Person, der Beschreibung der Behandlung ? umsponnen von einer oft flachen Geschichte, die meist abrupt endet. Ich hätte mir etwas mehr Tiefe und eine weniger nüchterne Sprache gewünscht.
Grundsätzlich finde ich die Idee, Krankheitsbilder in dieser Weise literarisch aufzubereiten, gut und ansprechend. Auf diese Weise kann ich es aber nicht empfehlen.

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