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Rezensionen von Lilli33:

Interessantes, aktuelles Thema

White Zero von Thilo Falk

Interessantes, aktuelles Thema

Inhalt:
Deutschland und die angrenzenden Gebiete leiden unter einem besonders kalten Winter, der plötzlich über das Land hereinbrach. Das öffentliche Leben ist fast lahmgelegt, das Leben der Menschen in höchstem Maß bedroht.

Ein Krisenstab aus verschiedenen Experten versucht, die Ursache dieser unerwarteten Eiszeit herauszufinden.

Als die Geophysikerin Dr. Jana Hollmer zielführende Hinweise erhält, beginnt ein Wettlauf mit der Zeit und gegen einige Widerstände.

Meine Meinung:
Thilo Falk ist das Pseudonym eines deutschen Journalisten. Bis dato war er mir unbekannt, und „White Zero“ konnte mich auch nicht so packen, dass ich Lust auf mehr bekam.

Zu Anfang werden unheimlich viele Personen eingeführt, scheinbar zusammenhanglos und in allen Winkeln der Erde verstreut. Kaum hatte ich mich in einem Szenario eingelesen, wurde ich schon wieder herausgerissen und ans andere Ende der Welt katapultiert. Manche Figuren fand ich sympathisch, andere weniger, manche interessant, andere weniger, manche nur nervig. Und außer dass alle unter dieser eisigen Kälte leiden, passiert gefühlt erstmal gar nichts. Nach 250 Seiten musste ich tatsächlich nochmal aufs Cover schauen. Ja, das steht „Thriller“. Aber wo blieb der nur?

Immerhin zog die Spannung in der zweiten Hälfte des Buches an, die einzelnen Handlungsfäden wurden nach und nach verknüpft und das Buch gipfelt schließlich in einem Showdown.

Das Thema dieses Romans fand ich unheimlich interessant, ungeachtet dessen, ob das Szenario realistisch ist. Das Werk enthält viele wissenschaftliche, politische und wirtschaftliche Fakten und kämpft mit dem Zaunpfahl für den Klimaschutz. Das finde ich auch absolut gut und wichtig, aber als Unterhaltungsliteratur kann es bei mir nicht genug punkten, schon gar nicht als Thriller.

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Guten Appetit!

Agonie von Lea Adam

Guten Appetit!

Inhalt:
Mira Mönchhagen setzt sich als Influencerin für das Tierwohl ein. Doch dann wird die junge Frau bestialisch ermordet, zerlegt wie ein Schwein. Hasskommentare gibt es auf ihrem Kanal zur Genüge, aber ist hier wirklich der Mörder zu finden? Milo und Vince vom LKA Hamburg hängen dem Täter immer einen Schritt hinterher, und der denkt noch lange nicht daran, mit dem Morden aufzuhören.

Meine Meinung:
„Agonie“ ist der 2. Band dieser Reihe aus der Feder des Autorinnenteams Regina Denk und Lisa Bitzer, das unter dem Pseudonym Lea Adam schreibt, kann aber wie auch der Vorgänger „Stigma“ als Einzelband gelesen werden, da die Kriminalfälle in sich abgeschlossen sind.

Das Buch hebt sich durch viel Blut aus der Masse der Thriller hervor. Gegenüber Gewaltszenen sollte man nicht zimperlich sein, denn die Autorinnen ersparen den Leser*innen keine Details. Dabei werden vor allem auch Szenen aus der Tierhaltung bzw. Tierschlachtung beschrieben, die einem wirklich den Appetit verderben können. Aber natürlich ist es wichtig, auch in Unterhaltungsromanen immer wieder auf die Missstände in der Fleischbranche aufmerksam zu machen, um vielleicht irgendwann doch ein Umdenken der Verbraucher zu bewirken.

Für die Leserschaft ist schon früh ersichtlich, wer für die Morde verantwortlich ist, während die Polizei bis kurz vor Schluss im Dunkeln tappt. Das nimmt einem ein wenig von der Spannung, es bleibt aber trotzdem noch genügend übrig. ;-)

Die Reihe:
1. Stigma
2. Agonie

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Ein ziemlich anderer Krimi

Anatomie eines Mordes von Wolfgang Burger

Ein ziemlich anderer Krimi

Ich mag Wolfgang Burgers Heidelberg-Krimis mit Alexander Gerlach sehr gerne und freute mich auch auf diese Neubearbeitung eines älteren Werks abseits dieser Reihe, das ich noch nicht kannte. Leider kann dieses Buch mit den Gerlach-Krimis nicht mithalten. Es ist ja oft so, wenn nach einigen erfolgreichen Büchern auch die Anfangswerke noch einmal aufgelegt werden, dass sie einfach nicht überzeugen können, sonst wären sie wohl damals schon Bestseller geworden.

;-) Da hilft in diesem Fall auch eine vollständige Überarbeitung nicht. Der Kriminalroman ist unter dem Titel „Der Mord des Hippokrates“ bereits 2003 im Leda-Verlag erschienen.

Der angesehene Arzt Dr. Bernhard Quentin ermordet eine junge Frau, eine Griechin, die kaum Deutsch spricht. Wie es dazu kommen konnte, verstört ihn selbst vielleicht am meisten. Als Ich-Erzähler rollt er den Fall auf, berichtet über eine kurze Zeitspanne vor der Tat, über die Tat selbst und was danach geschah. Die erste Hälfte empfand ich dabei als ziemlich zäh und unglaubwürdig. Wolfgang Burger konnte mich hier nicht fesseln. Erst nach und nach kommt Spannung auf, obwohl vieles recht vorhersehbar ist. Gegen Ende war ich dann bis zu einem gewissen Maß doch fasziniert von dieser Story, zumal sie einfach mal total anders ist als das Gewohnte.

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Mit diesem Roman wurde ich leider nicht warm

Die Bibliothek im Nebel von Kai Meyer

Mit diesem Roman wurde ich leider nicht warm

Kai Meyer ist einer meiner Lieblingsautoren, wobei ich eher seine (Jugend-) Fantasybücher gelesen habe. Und historische Romane mag ich allgemein nicht so sehr. Dass Meyer mich trotzdem auch mit „Die Bücher, der Junge und die Nacht“ einem historischen Roman, vollkommen packen konnte, habe ich als Meisterleistung angesehen.

Ähnliches hatte ich mir auch von „Die Bibliothek im Nebel“ erhofft, zumal in der Kurzbeschreibung anklingt, dass auch dieses Buch im Graphischen Viertel in Leipzig handeln soll. Leider dauert es dann aber sehr, sehr lange, bis wir in Leipzig ankommen. Davor dümpelt die Geschichte ein bisschen vor sich hin. Und leider spielt auch die titelgebende Bibliothek im Nebel eine eher nebensächliche Rolle.

Der Autor hat sicher mal wieder Großes gewollt: Zeitgeschichte (1917 in Sankt Petersburg, 1928 an der Côte d’Azur, 1957 in Leipzig), zwei Liebesgeschichten und eine Art Krimi. Das hätte eine gute Mischung sein können, hat für mich aber überhaupt nicht funktioniert. Dass der junge Artur sich Hals über Kopf in die schöne Mara verliebt und sie Zeit seines Lebens nicht vergessen kann, konnte ich ja noch nachvollziehen. Aber woher die plötzliche Liebe zwischen zwei anderen Figuren kommt, ist mir schleierhaft.

Davon abgesehen fand ich es gut gelungen, wie die einzelnen Handlungsfäden und Zeitebenen miteinander verschlungen sind. Und Kai Meyers Schreibstil, Wortwahl, Satzbau und so weiter ist natürlich auch klasse. Nur kam für mich leider erst spät Spannung auf. Ich hätte mir viel früher ein bisschen mehr Dynamik gewünscht.

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Immer wieder schön und berührend

Die schönsten Weihnachtsgeschichten von Astrid Lindgren

Immer wieder schön und berührend

Dieses wunderschön gestaltete Buch enthält acht der besten Weihnachtsgeschichten von Astrid Lindgren:

1. Wie wir in Bullerbü Weihnachten feiern
2. Tomte und der Fuchs
3. Guck mal, Madita, es schneit!
4. Das große Aufräumen von Katthult
5. Polly hilft der Großmutter
6.

Bei uns ist es so lustig, wenn Weihnachten ist
7. Pippi plündert den Weihnachtsbaum
8. Tomte Tummetott

Für mich war es ein Wiedersehen mit alten Freunden aus meiner Kindheit: die Kinder von Bullerbü und aus der Krachmacherstraße, Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga, Madita usw. Früher mochte ich diese Geschichten schon, und daran hat sich auch nach Jahrzehnten nichts geändert. Man kann sie einfach immer wieder lesen oder eben den Kindern/Enkeln vorlesen.

Ob die kleine Polly ihrer Großmutter die Arbeit abnimmt und auf dem Weihnachtsmarkt das Herz der Leute erweicht, ob Michel die Armen aus Lönneberga zum Weihnachtsschmaus nach Katthult einlädt oder ob ein Kind verloren geht und von den verzweifelten Eltern schließlich glücklich wiedergefunden wird - all diese Begebenheiten passen unglaublich gut zur Weihnachtszeit und sind sehr berührend und kindgerecht erzählt.

Die herrlichen, ausdrucksstarken Illustrationen verleiten zum Verweilen auf der ein oder anderen Seite und veranschaulichen die Geschichten auf ihre eigene Weise.

Fazit:
Alles in Allem eine wirklich tolle Zusammenstellung der schönsten Weihnachtsgeschichten der unvergesslichen Astrid Lindgren.

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Ich bin hin- und hergerissen

Monster von Nele Neuhaus

Ich bin hin- und hergerissen

Inhalt:
Die sechzehnjährige Lissy verschwindet eines Abends spurlos und wenige Tage später wird ihre Leiche entdeckt. Schnell wird ein Verdächtiger gefunden, doch auch dieser verschwindet, bevor die Polizei ihn ergreifen kann. Weiß Lissys beste Freundin Sara etwas?

Das Team vom K11 in Hofheim ermittelt, allen voran Pia Sander und Oliver von Bodenstein.

Doch schon bald geraten die Ermittlungen zu Lissys Tod in den Hintergrund, denn es tun sich von anderer Seite wahre Abgründe für das K11 auf …

Meine Meinung:
Ich mag diese Reihe sehr gerne und kenne alle Bände. Doch dieses Mal war ich nicht ganz glücklich mit der Story. Zum einen hätte ich mich gerne mehr mit dem Fall Lissy beschäftigt, zum anderen war mir der dazu parallele Handlungsfaden zu reißerisch und zu unwahrscheinlich. Zudem fand ich die Auflösung, wer nun Lissy warum getötet hat, ziemlich an den Haaren herbeigezogen.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Tatsache, dass hier unverhältnismäßig viele Personen mit Migrationshintergrund als Kriminelle dargestellt werden. Solche Stimmungsmache geht mir total gegen den Strich.

Abgesehen von den vielen Fehler (zum Beispiel Logikfehler, fehlende oder zu viele Wörter), konnte mich Nele Neuhaus mit ihrem fesselnden Schreibstil wieder packen. Trotz einiger Längen und Wiederholungen empfand ich die Geschichte als ziemlich spannend.

Ich werde die Reihe auf jeden Fall noch weiter verfolgen. Man kann den neuen Band übrigens durchaus auch ohne Vorkenntnisse lesen. Der Kriminalfall ist abgeschlossen und das bisherige Privatleben der Ermittler spielt über das hier Gesagte hinaus keine große Rolle.

Die Reihe:
1. Eine unbeliebte Frau
2. Mordsfreunde
3. Tiefe Wunden
4. Schneewittchen muss sterben
5. Wer Wind sät
6. Böser Wolf
7. Die Lebenden und die Toten Im Wald
8. Im Wald
9. Muttertag
10. In ewiger Freundschaft
11. Monster

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Ein etwas anderer Krimi mit vielen Wendungen

Die mörderischen Cunninghams,2 Audio-CD, 2 MP3 von Benjamin Stevenson

Ein etwas anderer Krimi mit vielen Wendungen

Inhalt:
Die Cunninghams haben sich zum Familientreffen in einem abgelegenen Skiressort versammelt. Noch bevor Michael eintrifft, der gerade seine Haftstrafe wegen Mordes verbüßt hat, liegt die erste Leiche vor der Tür. Und dabei bleibt es bei Weitem nicht.

Ernest, seines Zeichens Krimiautor, nimmt die Ermittlungen auf, denn die Polizei kommt aufgrund der Witterungsverhältnisse nicht durch.

Meine Meinung:
Was für eine Familie! Eine*r schräger als die anderen! So beginnt die Geschichte ganz gut. Dass wir von Ernest durch die Handlung geführt werden, der auch immer wieder darauf Bezug nimmt, wie man einen Krimi schreibt, fand ich ganz nett und zunächst lässt sich das ganz witzig an, doch mit der Zeit ermüdet das Prinzip.

Die große Anzahl von Personen machte mir beim Hören des Hörbuchs zuweilen Probleme. Es fiel mir anfangs recht schwer, den Überblick zu bekommen, wer nun mit wem wie verwandt, verschwägert oder sonst was ist.

Zudem springt die Erzählung zwischen Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft hin und her. Auch dies erleichtert das Zuhören nicht gerade.

Inhaltlich hat mir die Story aber ziemlich gut gefallen. Man kann toll mitraten, wird aber auch immer wieder auf eine falsche Fährte geschickt. Unzählige Wendungen sorgen dafür, dass man nicht zu früh auf die Lösung kommt.

Zudem liest Simon Jäger wirklich klasse. Seine Stimme empfand ich als sehr angenehm. Er verleiht den Figuren jeweils verschiedene Stimmen und bringt die Atmosphäre toll rüber.

„Die mörderischen Cunninghams: Irgendwen haben wir doch alle auf dem Gewissen“ ist der erste Band der Reihe. Der zweite folgt voraussichtlich im August 2024 unter dem Titel „Die mörderischen Cunninghams. Jeder im Zug ist verdächtig“.

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Wahnsinnig spannend!

Stille Falle von Anders de la Motte

Wahnsinnig spannend!

Inhalt:
Kriminalkommissarin Leonore Asker ermittelt im Fall eines verschwundenen jungen Pärchens, Smilla Holst und Malik Masur. Noch bevor der Fall richtig anläuft, wird sie strafversetzt in die „Abteilung für hoffnungslose Fälle und verlorene Seelen“, wohin unliebsame Mitarbeiter abgeschoben werden.

Doch wie es der Zufall so will, stößt Leo ausgerechnet hier auf Hinweise, die sie mit dem Fall Smilla Holst zusammenbringen kann, sodass sie gegen den Willen der Oberen doch in dem Fall ermittelt, wenn auch mehr oder weniger im Geheimen.

Meine Meinung:
Schon lange habe ich kein Buch mehr gelesen, das mich so in Atem gehalten hat. Anders de la Motte erschafft von Anfang an eine düstere, geheimnisvolle Atmosphäre, die einen tief in die Geschichte eintauchen und gebannt von Kapitel zu Kapitel huschen lässt.

Die Handlung ist vor einem Urban Exploration-Hintergrund angesiedelt, was ich sehr interessant fand.

Leonore Asker ist eine eigenwillige Kriminalkommissarin mit Ecken und Kanten. Aber beruflich hat sie einiges auf dem Kasten. Ihre akribische Ermittlungsarbeit gepaart mit logischen Schlussfolgerungen müssen unweigerlich zum Ziel führen - denkt man. Dass es am Schluss doch ein wenig anders kommt als erwartet, fand ich klasse.

Dank einer stählernen Erziehung hat Leo auch bestentwickelte Überlebensinstinkte, die sie in diesem Fall auch dringend braucht. Denn nicht nur sie, sondern auch ihr Jugendfreund Martin kommen dem Täter sehr nahe.

Auch die anderen Personen in Leos neuer Abteilung sind besonders. Jede*r hat seine Kompetenzen, man muss sie nur finden und für sich zu nutzen wissen, und genau das tut Leo. Ich freue mich auf jeden Fall, die Truppe im nächsten Band wiederzusehen, und bin gespannt, welchen hoffnungslosen Fall Leo dann zu knacken bekommt.

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Für jeden Geschmack etwas dabei

Easy Indien von Alex Wahi

Für jeden Geschmack etwas dabei

Alex Wahi serviert mit diesem Kochbuch eine bunte Auswahl verschiedener Gerichte, die nicht unbedingt hundertprozentig indisch sind. Teilweise hat er auch anderen Gerichten einen indischen Touch verliehen, z.B. „Crème brulée von Masala Chai“.

Gegliedert ist das Buch in sechs Kapitel:
1.

Grundrezepte
2. Snacks & Streetfood
3. Beilagen
4. Fleisch & Fisch
5. Vegetarisch & Vegan
6. Drinks & Sweets

Jedes Rezept hat eine Doppelseite erhalten, wobei auf einer Seite der Text ist, auf der anderen ein ansprechendes und appetitanregendes Foto. Die Zutaten sind übersichtlich aufgeführt und die Zubereitungsanleitung ist verständlich und auch für Kochanfänger in der Regel gut zu bewerkstelligen. Meist kommt man auch mit den in den meisten Küchen vorhandenen Geräten aus.

Kleine Kritikpunkte:
Leider sind viele Gerichte aufgeführt, die stundenlanges Einweichen, Marinieren oder sehr langes Garen erfordern.

Manche Zutaten sind leider trotz Beteuerung des Autors schwer zu beschaffen und bei uns im Ort nirgends aufzutreiben. Hier müsste der Onlinehandel bzw. der Asia-Laden in der nächsten Großstadt herhalten, was ich aber vermeiden will.

Teilweise ist das Buch unnötig aufgebläht. Z. B. enthält es vier Rezepte für Naan-Brot-Variationen, wobei die Zubereitung bei allen komplett identisch ist bis auf das Topping. Anstatt vier Doppelseiten zu verschwenden und das Grundrezept jeweils zu wiederholen, hätte man alle Variationen auf eine Doppelseite bringen können.

Fazit:
„Die“ indische Küche gibt es nicht. Zu unterschiedlich sind die verschiedenen Kochstile und Religionen, die sich im Essen niederschlagen. Im Islam ist Schweinefleisch verpönt, im Hinduismus Rindfleisch. Und für ein Currygericht hat jede Familie ihr eigenes Rezept. So empfiehlt Alex Wahi, seine Rezepte in diesem Kochbuch als Vorschläge anzusehen und sie nach eigenem Geschmack abzuwandeln. Inspiration dafür erhält man hier durchaus.

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Fesselnde Story mit kleinem Manko

Hope's End,2 Audio-CD, MP3 von Riley Sager

Fesselnde Story mit kleinem Manko

Inhalt:
Vor 54 Jahren, im Jahr 1929, soll die damals siebzehnjährige Lenora Hope ihren Vater, ihre Mutter und ihre Schwester Virginia ermordet haben, was sie vehement bestritt. Sie selbst war zu einem sehr beschränkten Leben verdammt: Fast vollständig gelähmt und stumm ist sie auf 24-Stunden-Pflege angewiesen.

Als die letzte Pflegerin, Mary, ohne ein Wort verschwindet, wird Kit McDeere eingestellt. Ihr gelingt es, Zugang zu Lenora zu bekommen, die mit Hilfe einer Schreibmaschine erzählt, was damals wirklich geschah.

Meine Meinung:
Mich konnte Riley Sager mit seinem neuesten Werk von Anfang bis Ende fesseln. Es gibt sehr spannende Szenen und viel Verwirrspiel, was ich sehr gerne mag. Nicht umsonst heißt der Untertitel des Buches „Du kannst niemandem trauen“. Ich hatte davor zwar nur ein einziges Buch des Autors gelesen, aber da war es ähnlich. In der zweiten Buchhälfte schwirrte mir der Kopf, weil sich die Vermutungen so schnell um 180 Grad drehten, dass ich kaum hinterherkam, und dann wieder zurück und hin und her.

Dies alles geschieht vor dem Hintergrund einer herrschaftlichen Villa auf einer Klippe hoch über dem Ozean. Sehr atmosphärisch wird beschrieben, wie sich das Haus immer mehr dem Meer zuneigt und abzustürzen droht. Doch das ist nicht die einzige Gefahr für Kit, der es gelingt, immer mehr Geheimnisse der früheren und gegenwärtigen Bewohner von Hope’s End aufzudecken.

Dabei stößt sie auch auf einen Umstand, auf dem das ganze Verwirrspiel fusst und von dem eine Figur sagt: „Verblüffender Weise erkannte das nie jemand.“ Und genau das ist der Knackpunkt: Es ist total unwahrscheinlich, dass das nie jemand bemerkt haben soll.

Das Hörbuch wird gesprochen von Lisa Rauen und Astrid Schulz. Die eine spricht die gegenwärtige Story, die andere Lenoras maschinengeschriebene Erzählung über die Ereignisse im Jahr 1929. So lassen sich die beiden Zeitebenen auch im Hörbuch gut unterscheiden.

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