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Rezensionen von gaby2707:

Eine absolute Wohlfühlgeschichte

Herz sucht Callboy von Anna Fischer

Es sollte der bisher schönste Tag in ihrem Leben werden. Aber da hatte Paula nicht damit gerechnet, dass es sich ihr Liebster Maximilian anders überlegen würde und die Hochzeit platzen lässt. Die völlig enttäuschte Paula verlässt Berlin, lässt um nicht wieder verletzt zu werden keinerlei Liebe mehr zu und lebt nur noch für ihre Arbeit – in New York.

Hier hat sie die Möglichkeit zum Juniorpartner in einer Anwaltskanzlei aufzusteigen. Einziges Hindernis: sie muss verheiratet sein. Also muss auf die schnelle ein Fake-Ehemann her.


Ich habe bereits ein Buch von Anna Fischer aus der Herz-Serie gelesen, das mir sehr gut gefallen hat. Und genau so ging es mir hier mit der Geschichte um Paula und ihren Callboy Scott.
Anna Fischer hat einen leichten, sehr humorvollen Schreibstil an den Tag gelegt, der mich dauernd zum Schmunzeln gebracht, aber auch ein paar Tränchen bei mir hervor gelockt hat.

Mit Paula Herzog hat sie ab der ersten Seite eine junge Frau geschaffen, die mir sehr gut gefallen. Ich konnte ihren Schmerz und ihre Verzweiflung sehr gut verstehen. Bei ihren ersten Dates zur Suche nach einem geeigneten Ehemann hat sie mir in ihrer Unerfahrenheit schon ein bisserl leid getan.
Und dann lernt sie Scott, den Callboy kennen. Bei ihm hat es etwas gedauert, bis ich ihn ernst nehmen konnte, bzw. wusste, wann er mal wieder einen seiner Scherze raus haut, auf die weder Paula noch ich gefasst waren. Aber auch er entwickelt sich sehr positiv und wird mit der Zeit zu einem richtigen Goldstück. Vor allem die sehr kreativen Kosenamen, die er sich immer wieder ausdenkt, fand ich klasse.
Auch die anderen Personen, wie die Familien von Paula und Scott, die unterschiedlicher nicht sein können, finde ich top getroffen und sehr gut in Szene gesetzt. Gerade mit Scott´s Cousins hatte ich sehr viel Spaß beim Lesen.

Ein absoluter Wohlfühlroman mit sehr viel Gefühl, Humor, interessanten Charakteren, spritzigen Dialogen und vor allem ganz viel Liebe.

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Spannender Einstieg einer neuen Ermittlerin

Unter der Mauer von Melanie Lahmer

Bei der Auflösung ihres Band-Proberaumes in einem Siegener Bunker findet Nike Klafeld hinter den abgerissenen Eierkartons Seiten und Fetzen, die aus einem Tagebuch zu stammen scheinen. Ihre Neugier ist geweckt und sie versucht herauszufinden, von wem die Seiten stammen.
In 1984 lerne ich die damals 19-jährige Michaela Wolff kennen, die sich mit dem Regime der DDR nicht anfreunden kann und will.

Die unangepasste junge Frau lernt bei einem Besuch am Balaton einen jungen Westdeutschen kennen…


Die Geschichte hat mich ab der ersten Seite eingefangen. Es ist nicht die Spannung, die hier nur ganz leise und langsam daher kommt. Es ist die Geschichte an sich, die sich in zwei Zeitebenen abspielt und einen so interessanten Hintergrund hat, dass ich mich zwingen musste, das Buch auch mal aus der Hand zu legen. Man merkt, dass sich Melanie Lahmer intensiv mit der Geschichte der ehemaligen DDR auseinander gesetzt hat. Und sie versteht es, mir die Fakten und Hintergründe der Geschichte in einer leichten flüssigen Erzählweise nahe zu bringen. Ich fühle mich, als wäre ich teilweise dabei gewesen.

Besonders die Zeit vor der Wende hat mich angesprochen. Ich kann Michaela sehr gut verstehen, die sich in dem System der DDR eingesperrt fühlt. Und sich langsam zu einem großen Schritt entschließt. Die Gefühle, Sorgen und Ängste ihrer Eltern Hanni und Rainer und ihrer Schwester Annett kann ich gut nachvollziehen. Wie schlimm muss es sein, wenn man nichts über den Verbleib eines geliebten Menschen weiß.

Nike Klafeld und ihr Umfeld, ihren Mann Lukas, Sohn Malte, ihre Zwillingsschwester Victoria und ihre Eltern Brigitte und Hajo, lerne ich sehr detailliert kennen. Sie nehmen in der Geschichte einen großen Raum ein, der eigentlich für einen Krimi untypisch ist, mir aber sehr gut gefallen hat. So habe ich beim nächsten Fall für Nike Klafeld gleich Personen vor mir, die mir nicht fremd sind.
Überhaupt sind alle Personen, die ich hier kennenlerne sehr menschlich und real dargestellt. Eine Familie, die man gerne zum Nachbarn hat.

Eine interessante und sehr berührende Geschichte, die Vergangenheitsbewältigung auf beiden Seiten der ehemaligen Mauer zum Thema hat und die mich auch ein bisserl nachdenklich gemacht hat. Die Auflösung kam dann für mich von einer Seite, mit der ich gar nicht gerechnet hatte.

Auch wenn ich die Geschichte nicht eindeutig als Krimi bezeichnen würde, kann ich das Buch trotzdem wirklich jedem empfehlen.

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Mörderisches Hamburg

Unter der Mauer von Melanie Lahmer

Mit Hamburger Mordsgeschichten bekomme ich eine Ansammlung von 21 oft nur sehr kurzen Geschichten, die sich alle zwischen Elbe und Alster abspielen.

Egal ob im Park mit einem roten Seidenschal, mit einer bronzenen Freiheitsstatue, mehrmals mit einem Messer, mit Gift, durch Schüsse aus einer Pistole – der Tod ereilt jeden der tödlich getroffenen Protagonisten.

Egal ob es eine Kellnerin trifft, einen Offizier, eine junge Frau, einen Homosexuellen, den ungeliebte Schwiegersohn in spe, eine Prostituierte, einen Zuhälter, einen Geliebten oder einen Freund – der Tod steht immer neben dran.

Von Blankenese über Eimsbüttel, Pöseldorf, St. Pauli, Altona, Uhlenhorst, Sülldorf, Rissen und Harburg – in allen diesen Stadtteilen und Bezirken wird gemordet.

Einige Geschichten haben mir gut gefallen. Aber leider konnte ich mit dem Großteil nicht viel anfangen. Es waren für mich einfach kleine Geschichten ohne Spannung, ohne Wendungen, einfach so dahin erzählt. Schade.

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Geschichten aus dem Leben

Unter der Mauer von Melanie Lahmer

Elfi Pauli legt mir mit diesem kleinen Buch 32 nette, kurzweilige Geschichten verteilt auf 106 Seiten vor. Das Besondere an den Geschichten: Die Dialoge sind in bayerischer Mundart verfasst. Das macht das Lesen für einen Nicht-Bayern etwas holprig. Nur gut, dass es am Ende der Geschichten eine Übersetzungshilfe gibt.

Ich als seit 40 Jahren in München lebendes Nordlicht hatte beim Lesen keine Schwierigkeiten und habe die Geschichten einfach nur genossen.

Egal, ob von Walter, der so gerne in die Therme geht; von Annemarie, die auf´m Ostamada-Kirta in einen Kaufrausch verfällt (sie kann ich sehr gut verstehen hahaha); von Egon, der die moderne Literatur nicht versteht; von der Grinsinger Oma, der die Kommunikation mit ihren Enkel große Schwierigkeiten bereitet diese beiden Geschichten haben mir am besten gefallen). Ich erfahre, wie sich Rudi gekonnt aus der Club Amore Falle zieht; wie der Reischl Hans und der Wimdorfer Rudi ums Wetter streiten; wie der kleine Alexander mit seiner Zeichnung seiner Mama rote Ohren wachsen lässt (auch die Geschichte ist einfach klasse; auch bei der Begegnung zwischen Frau Ammermeier und Frau Schmidt habe ich schmunzeln müssen; genauso wie bei der Sauerei bei Brigitte und Alfred. Wie Franziska und Hans bei ihrer Platzreservierung im Flugzeug kann es auch mir und Dir passieren. Auch die Hochzeit im Woid fand ich sehr amüsant. Berührt hat mich die Geschichte der Cousins Theo und Helmut.

A scheens Bücherl, des mir guat gfoin hat.

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Der Kampf lohnt sich immer

Krebskriegerinnen von Teichert Mina; Koeseling Anja

„Krebs ist zum Kotzen und kein Geschenk“ Zitat S. 174

Mina ist gerade zu Besuch bei Anja und Beide wollen sich ein schönes Wochenende machen. Da erreicht Anja per Telefon die grausame Nachricht: Sie haben Krebs. Darmkrebs. Nur gut, dass Mina ihr da zur Seite stehen kann. Sie weiß, was diese Nachricht bedeutet, denn sie selbst hatte vor einigen Jahren Gebärmutterhalskrebs.

Und ab jetzt ist sie für Anja da.

Auf jeder Doppelseite unter der Seitenzahl steht jeweils der Zeitpunkt über den gerade gesprochen wird, bzw. wer hier erzählt. Diese Orientierung hat mir beim Lesen hier und da schon geholfen mich zurecht zu finden.

Ungeschönt, ungeschminkt und mit herzzerreißender Ehrlichkeit erzählen Anja Koeseling und Mina Teichert von der schlimmsten Zeit ihres bisherigen Lebens, die sie aber auch total zusammengeschweißt hat. Es hat mich traurig gemacht und deprimiert zu lesen, wie Anja gelitten hat. Nicht nur unter ihrer Krankheit, die ihr so viel abverlangt und ihre ganze Kraft kostet. Mehr noch unter einigen Ärzte, Schwestern und Pflegern, die ihr in ihrer ersten Zeit im Krankenhaus einfach nur grob und gefühllos entgegen gekommen sind. Gottlob hat sie dann auch die andere Seite des Pflegepersonals kennenlernen dürfen.

Dieses Buch ist mir sehr nahe gegangen, da ich immer wieder Parallelen zu meiner eigenen Erkrankung finde, die nun auch schon einige Jahre zurück liegt. Ich kann mich so gut in Anja hinein versetzen und erlebe ihren Kampf fast körperlich mit. Auch Mina verstehe ich sehr gut und finde es so toll, wie sie sich total auf ihre Freundin einlässt. Meine Freundin, die ich auf ihrem Weg durch die Krankheit begleitet habe, hat den Kampf leider im vergangenen Jahr verloren.

Aber es gibt nicht nur die leidvollen Geschichten. Immer wieder kommt auch eine Prise Humor bei den Beiden auf, die der Krankheit ein kleines Stück des Schreckens nehmen. Es zeigt außerdem, wie wichtig Familie und ein positives Umfeld sind. Anjas zwei Hunde finde ich in dieser Zeit so

Total lebensbejahend und gut gelaunt erscheinen die beiden Frauen auf den Bildern am Cover und auf den Innenseiten des Covers. Und ich freue mich, dass die beiden Krebskriegerinnen ihre Erkrankungen gemeistert und besiegt haben.

Ich hoffe sehr, dass viele Menschen, egal ob Mann oder Frau, dieses Buch lesen und sich dann entschließen, zur Vorsorge zu gehen. Die Diagnose Krebs stürzt einen erst mal in ein tiefes Loch. Aber man kann aus diesem Loch auch wieder heraus kommen. Das zeigt diese Geschichte zweier sehr starker Frauen sehr gut. Ihr Kampf zu leben hat sich gelohnt.

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Ein gelungener Einstieg in die Trilogie um die englische Gärtnerin

Die englische Gärtnerin - Blaue Astern von Martina Sahler

Von klein auf weiß die heute 25-jährige, selbstbewusste Charlotte Windley, sie will wie ihr Großvater, Botanikerin werden. Neue Pflanzen auf anderen Kontinenten entdecken, das ist ihr erklärtes Ziel. Und sie weiß auch dass sie in Kew Gardens arbeiten wird. Nach ihrer mit Bestnoten bestandenen Prüfung gelingt es ihr wahrhaftig über Umwegen eine Stelle in dem renommierten über 150 Jahr alten Park zu bekommen.

Auch der Mann, den sie liebt, Botaniker Dennis Lloyd arbeitet hier. Und Charlotte hofft täglich, dass er ihr endlich seine Liebe gesteht. Als dann der weltgewandte deutsche Geschäftsmann Victor Bromberg in ihr Leben tritt, muss sich Charlotte entscheiden. Welchen Weg wird sie von nun an gehen?


Bisher habe ich noch kein Buch von Martina Sahler gelesen. Aber nach diesem Buch wird sich das ändern.

Mir gefällt ihre leichte, sehr bildreiche Sprache mit der sie mir die Welt der Blumen und Pflanzen erklärt. Ich kann mir die Umgebung in der Charlotte agiert sehr gut vorstellen. Und ich habe den Fortschritt der Renovierungsarbeiten auf Summerfield House direkt vor Augen. Mein Kopfkino hat mal wieder sehr viel Arbeit.

Dazu gehört auch, dass ich mir die Personen hier sehr gut vorstellen kann. Ich bewundere die manchmal etwas tolpatschige Charlotte, die ihren eigenen Weg gehen will und ihren Willen gegen alle Widerstände durchzusetzen vermag. Auch Debbie, die 12-jährige Schwester von Charlotte, setzt bei fast jeder Gelegenheit ihren Willen durch. Die kleine Göre habe ich sofort ins Herz geschlossen. Auch Robert stark introvertierte und zum Großteil noch im Gestern lebende Cousine Aurora mag ich sehr. Mit ihrem Bruder Robert, der durch einen Schuss ins Rückenmark im Rollstuhl sitzt und mit Victor Bromberg bin ich bis zum Schluss nicht warm geworden. Aber ich muss ja auch nicht alle Protagonisten mögen. Vor allem gefällt mir hier, dass ich es mit den unterschiedlichsten Menschen zu tun bekomme.

Im Nachwort erfahre ich von Martina Sahler, dass sie sich stark an reale Begebenheiten von damals gehalten hat und nur wenige fiktive Personen eingefügt hat.

Die Geschichte, die in den 1920 Jahren spielt, gefällt mir nicht nur deshalb so gut, weil ich eine große Blumen- und Pflanzenliebhaberin bin und hier in den wunderschönen Beschreibungen schwelgen kann. Mir gefällt auch die Umbruchstimmung, dass sich Frauen mehr trauen, ihre eigenen Interessen stärker verfolgen, sehr gut. Und natürlich auch die Liebesgeschichten, die sich um Charlotte drehen.

„Blaue Astern“ ist der erste Band aus der Trilogie um die englische Gärtnerin. Und ich bin schon gespannt auf „Rote Dahlien“ und „Weißer Jasmin“, die beide noch in diesem Jahr erscheinen sollen.

Ein herzerwärmender Roman um eine starke und leidenschaftliche Frau, deren Weg mir bis hierher schon unterhaltsame Lesestunden beschert hat.

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Ein spannender Auftakt

Blutblume von Louise Boije af Gennäs

Nach dem mysteriösen Tod ihres Vaters, der bei einem Brand ums Leben gekommen ist, will die 25-jährige Sara einfach nur raus aus dem kleinen Ort Örebro. Sie zieht in ein WG-Zimmer in Stockholm mit einer ätzenden Vermieterin und komischen Mitbewohnern. Trotz militärischer und akademischer Ausbildung bekommt sie keinen Job und jobbt erst mal in einem kleinen Café.

Als sie Bella kennenlernt, scheint sich bei ihr alles zum Guten zu wenden. Dank ihrer neuen Freundin bekommt sie eine Stelle in einer PR-Agentur und ein luxuriöses Appartement im angesagten Stadtteil Östermalm. Sie lernt hochrangige Persönlichkeiten kennen, hetzt von einer angesagten Party zur nächsten. Nachdem aber immer öfter merkwürdige Dinge in ihrem Umfeld geschehen, weiß Sara bald nicht mehr, ist das Realität oder bildet sie sich das alles nur ein. Langsam fängt sie an an ihrem Verstand zu zweifeln.


Das Buch macht einen hochwertigen Eindruck, der durch den knallroten Buchschnitt, der sofort ins Auge fällt, noch verstärkt wird.

Es hat eine ganze Zeit gedauert, bis ich in dieser Geschichte und in Stockholm angekommen bin und mich wohlgefühlt habe. Das mag auch daran liegen, dass im ersten Drittel die Personen sehr detailliert beschrieben werden. Was ich sehr gut finde, da ich sie mir nun sehr gut vorstellen kann. Was ich aber gemerkt habe: Ich weiß nicht, ob ich allen trauen kann. Da geht es mir wie Sara, die zwar den meisten vertraut, dann aber nicht weiß, ob die ihr Vertrauen auch wert sind. Alles sehr mysteriös und vor allem sehr spannend.

Die Spannung schleicht sich langsam ein, hält sich aber sehr hoch bis zum Schluss. Was mich auch dazu veranlasst hat, das Buch kaum aus der Hand zu legen, weil immer etwas Neues passiert. Und ich unbedingt wissen will, was das mit Sara macht oder worauf das Alles hinaus läuft. Und am Ende weiß ich nur eines: es geht mit Band 2 und 3 weiter, die ich auch unbedingt lesen will.

Endlich mal wieder ein Buch, an dem ich absolut nichts auszusetzen habe. Bei dem alles stimmig und rund ist, das auch noch toll aussieht und mich wunderbar unterhalten, aber auch aufgewühlt hat. Ich freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung.

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Die Tücken einer romantischen Waldweihnacht

Eisige Weihnachten von Ella Danz

Familienweihnacht? Mit 10 Erwachsenen und 3 Kindern irgendwo in der thüringischen Einöde? In einem Hotel?
Dazu hat Kerstin absolut keine Lust. Aber vielleicht ist dort genau der richtige Zeitpunkt und Platz um ihrem Mann beizubringen, dass sie die Scheidung anstrebt. Auf dem Hinweg beginnt es kräftig zu schneien an und wie sich bei der Ankunft herausstellt, ist das Hotel seit dem 21.

Dezember geschlossen. Als dann Hotelchefin Nicole Winter (was für ein passender Name) auftaucht, sie in ihrem Hotel bei freier Zimmerwahl übernachten lässt und auch die Kühlkammer und der Weinkeller benutzt werden darf, scheint alles gut. Doch dann häufen sich Zwischenfälle, bei denen Katrin immer gerade noch unbeschadet bleibt. Bis sie es zum Schluss fast doch noch erwischt.


Mit ihrer spritzigen, leicht zu lesenden Schreibweise versteht es Ella Danz mich ganz schnell in die frostige Winterhölle hinein zu ziehen.

Besonders gelungen finde ich die so derart verschiedenen Protagonisten. Allen voran Anke, die kleine Schwester von Kerstin, die sich nicht immer im Griff hat und gerne dem Alkohol zuspricht. Kerstins Ehemann, der auch mich mit dem Kosenamen „Schneckchen“ derart nervt. Und Papas neue Gefährtin Lilo, die ihren Schnabel einfach nicht halten kann. Richtig sympathisch sind mir Pamela, die Freundin von Kerstins Bruder Jörg, und Kerstins Ex Burkhard mit dem gemeinsamen Sohn Lukas. Aber auch alle Anderen haben ihre Macken, kommen sehr menschlich und nahbar rüber. Trotzdem bin ich mit ihnen nicht warm geworden.

Es muss nicht immer eine vor Spannung triefende Geschichte sein. Hier in der Winterlandschaft ist die Spannung ganz leise, aber hintergründig immer da. Und der Schluss wartet dann noch mit einem ganz besonderen Knaller auf.

Eine winterliche Weihnachtsgeschichte mit interessanten Protagonisten und einer Geschichte, die ich sehr gut nachvollziehen konnte. Die aber auch sehr vorhersehbar ist. Ein genau in die Jahreszeit passendes und unterhaltendes Buch.
3,5 von 5 Sternen

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Ein Vorleseabenteuer

Eisige Weihnachten von Ella Danz

Käthe und ihr Wichtigkoffer, in dem alles Wichtige drin ist, das sie an ihr altes Zuhause erinnert, ziehen um. Von dem kleinen Dorf Pommeranzen in die riesengroße Stadt Berlin. Schnell lernt sie erste neue Freunde kennen. Von dem kleinen Ziegelsteinhäuschen im Hinterhof eines großen Hauses aus beginnen ihre Erkundungen der Gegend.

Mit ihrem Schulfreund Theo sucht sie nach ihrem neuen Lieblingsort und landet so bei Bernadette und ihrem Guerilla-Garten. In diesem Gorilla-Gärten ohne Gorillas fühlt sich Käthe richtig wohl. Und schon bald fühlt sie sich in ihrer neuen Stadt auch richtig zuhause.

Käthe ist ein ganz besonderes kleines Mädchen. Nicht nur, weil sie so viele Apfelnamen hat, wie auf dem Apfelhof ihrer Oma Apfelarten wachsen. Sie liebt die Natur, scheint eine ganz spezielle Gabe zu haben und ist einfach ein herzerfrischendes kleines Mädel.
Auch Theo, der ein Insektenhotel gebaut und eine Bewässerungsmaschine erfunden hat, interessiert sich sehr für die Natur, für Pflanzen, Blumen, Bäume, Früchte und Tiere und wird nicht nur Käthes Klassenpate, sondern auch ein richtig guter Freund.

Käthes Oma, die für jede Situation klasse Sprüche hat, die sie immer in Reimform von sich gibt, mag ich sehr. Es gibt in diesem Buch keinen Menschen, den ich unsympathisch finde. Außer vielleicht Herrn „Griesgram“. Aber den wird Käthe mit ihrer herzlichen Art bestimmt auch noch knacken. Da bin ich mir sicher.

Eine ansprechende große Schrift, eine kindgerechte Erzählform und farbenfrohe, aussagekräftige Bilder, die ihre eigene Geschichte erzählen und auf denen es so Vieles zu entdecken gibt, machen das Buch zu etwas ganz Besonderem. Die Idee am Schluss des Buches, Blumen in Gummistiefel zu pflanzen gefällt uns so gut, dass wir das auch mal probieren werden, wenn wir ausrangierte Gummistiefel finden.

Mein kleiner Nachbar und ich hatten beim Lesen und Vorlesen richtig viel Spaß. Und da es sich hier um Band 1 handelt, steigt die Hoffnung, dass es bald weitergeht mit Käthe Theo und dem Gorilla-Garten.

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Eine winterlich-weihnachtliche Liebesgeschichte – einfach zauberhaft

Wenn Weihnachten so einfach wär von Zara Stoneley

Für Sarah Hall waren es immer die schönsten, zuletzt die schlimmsten Weihnachtsferientage im Shooting Star Mountain Resort im verschneiten Kanada. Das soll nun vorbei sein? In ihrer Reiseagentur Making Memories hagelt es schlechte Kritiken. Ein Kunde verlangt sogar eine kräftige Entschädigung. Der Besitzer Will Armstrong reagiert auf Sarahs Emails entweder gar nicht oder so herablassend, dass Sarah beschließt, sich selbst ein Bild der Lage zu machen.

Sie packt ihre Koffer und macht sich auf nach Kanada. Wird es Sarah gelingen, das Resort wieder zu dem zu machen, was es mal war – ein malerisches, magisches, einfach wunderschönes Feriendomizil? Wird sie sich ihrer Vergangenheit stellen und die bösen Erinnerungen fallen lassen können?


„Wenn Weihnachten so einfach wär“ ist das erste Buch das ich von Zara Stoneley gelesen habe. Und ich fand es, bis auf einige Kleinigkeiten, einfach wunderschön.
Der leichte, flüssige und sehr unterhaltsame Schreibstil, die bildhaften Erklärungen der traumhaften kanadischen Landschaft, der verschiedensten Gefühle, die sehr gut ausgearbeiteten Charaktere – das alles hat das Lesen für mich zu einem Weihnachtsgenuss gemacht.

Sarah und Will könnten unterschiedlicher nicht sein. Und doch kann man hier lesen, wie sich diese beiden konträren Individuen langsam aber sicher annähern. Obwohl ich schon von Anfang an weiß, in welche Richtung die Geschichte die Beiden bringen wird, war es doch sehr unterhaltsam zu lesen, mit welchen Schwierigkeiten und Balken im Kopf sie zu kämpfen haben. Waren Beide mir anfangs nicht sonderlich sympathisch, hat sich das immer mehr gewandelt, je besser ich sie kennen lernen durfte und hinter die Kulissen geblickt habe.

Der britische Humor, mit dem ich bei Sarah, Sam und Tante Lynn zu kämpfen hatte, ist halt nicht so meins. Aber denjenigen, die diese Art Humor zu schätzen wissen, bleibt ein Dauergrinsen im Gesicht gemeißelt.

Ein wunderbar leichter, romantischer und humorvoller Winterroman der mit einigen Überraschungen aufwartet. Ich habe ihn sehr gerne gelesen. Passt hervorragend zur Winter- und Weihnachtszeit.

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