Kunden em pfehlungen
Rezensionen von HEYN Leserunde Manuela Meierhofer:
Wilde Jagd von René Freund
Quintus wohnt vorübergehend am Land. Im Haus, das ihm seine Eltern hinterlassen haben. Hier versucht er, wieder Ordnung in sein Leben zu bekommen. Dabei wird er von der Altenpflegerin Evelina aus seiner Komfortzone gerissen.
Leichte, gute Lektüre für lange Winterabende.
Bedrückend
Louise von Ursel Bäumer
Ursel Bäumer schafft es durch die Beschreibungen der kranken Mutter, dass ich mich schlecht fühle. Ich dachte daran abzubrechen, hoffte jedoch, dass da ja noch was kommen müsse. Nun ja. Louise schafft es tatsächlich, sich von allen familiären Zwängen zu befreien. Aber ob sie es in ein besseres Leben schaffte, geht aus diesem Roman nicht hervor.
Für mich jedenfalls war dieses Buch keine Offenbarung. Und Menschen, die zu Depressivität neigen, sollten dieses Buch besser nicht lesen.
Trügerische Landidylle
So weit der Fluss uns trägt von Shelley Read
Die 17jährige Victoria lebt mit Vater, Bruder und Onkel auf einer Pfirsichfarm. Nach dem Tod der Mutter ist sie u. a. für den Haushalt zuständig. Als sie Wil kennenlernt und sich in ihn verliebt, beginnt sie ihr Schicksal zu hinterfragen.
Typischer amerikanischer, im ländlichen Umfeld angesiedelter Unterhaltungsroman, der mir nicht im Gedächtnis bleiben wird.
Mütter - Töchter - Beziehungen
Zwischen Nord und Nacht von Gøhril Gabrielsen
Die Autorin stellt zwei Frauen mit ihren Töchtern gegenüber. Auf der einen Seite haben wir Helena mit ihrer Tochter Edith. Auf der anderen, rund 100 Jahre später, Marie mit ihrer Tochter Lu. Beide Mütter meinen zu wissen, was das beste führ ihre Tochter ist und handeln danach.
Fazit: Ein Versuch der Mutter, ihr Handeln zu rechtfertigen.
Lebensstationen
Eigentum von Wolf Haas
Die Mutter von Wolf Haas liegt im Sterben. Ihr Sohn ist in den letzten Tagen an ihrer Seite und erinnert sich an manche Begebenheiten aus ihrem (und auch seinem) Leben.
Die rund 150 Seiten lesen sich gut, sind auch interessant. Werden bei mir aber keinen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Eindrucksvoll
Hedy Lamarr von Michaela Lindinger
Das Buchgeschenk meiner Freundin lag schon länger in meinem Buchregal. Und nach der Lektüre der Romanbiografie über Hedy Lamarr wollte ich unbedingt wissen, wie sich ihr Leben "wirklich" abspielte.
Das Buch ist sehr spannend aufgebaut. Die Wienerin Hedy Lamarr war rastlos und egozentrisch.
Mir scheint, dass sie nicht sonderlich sympathisch gewesen ist. Aber auf jeden Fall hattes sie ein interessantes Leben.
Großartiges Buch! Leseempfehlung!
Außergewöhnlich
Die einzige Frau im Raum von Marie Benedict
Das Buch wurde mir von einer Freundin mit den Worten 'lies das!' in die Hand gedrückt. Eine Romanbiografie über Hedy Lamarr, die mir gut gefallen hat.
Lamarr wird als naives, etwas weltfremdes junges Mädchen beschrieben.
Und dieses Buch gab den Anstoß, endlich ihre Biografie zu lesen, die ich vor längerer Zeit von einer anderen Freundin geschenkt bekam.
Bergbauernschicksal
Heumahd von Susanne Betz
Das Buch beginnt mit dem Tod des Bauern. Vroni, die hinterbliebene Witwe muss herausfinden, ob sie den Bergbauernhof alleine bewirtschaften kann.
Sehr realistisch geschildert leidet man mit der jungen Bäuerin. Hofft auf gutes Wetter und lässt sich ganz und gar hineinziehen in diese karge, mühevolle Zeit mitten ins Karwendelgebiet.
Leseempfehlung!
Knuddelboy
Kalmann und der schlafende Berg von Joachim B. Schmidt
Kalmann hat mich im 1. Band begeistert. Dieser geistig etwas schwache, entzückende junge Mann, den man einfach knuddeln möchte.
Leider kann der 2. Band mich nicht so in seinen Bann ziehen. Die Geschichte erscheint mir zu konstruiert und möchte meines Erachtens zu viele verschiedene Themen unterbringen.
Für ein nettes Lesewochenende reicht es aber allemal.
Japanische Gefühlswelt
Ich nannte ihn Krawatte von Milena Michiko Flasar
Japan ist räumlich weit von meinem Zuhause entfernt. Aber nicht nur geografisch, sondern auch die Gefühlswelt, das Leben - wie man lebt - ist völlig anders als in Europa.
Da gibt es einen jungen Mann, der sein Zimmer kaum noch verlassen kann, weil er mit dem Leben nicht mehr zurecht kommt. Als er schließlich im Park auf einen anderen Mann trifft, beginnt er, sich seinem Leben wieder zu öffnen.
Fremd ist sie, diese japanische Welt mit ihren Werten und Normen. Und dennoch irgendwie vertraut.
Flasar schafft es in ihren Büchern immer wieder, mich völlig in ihren Bann zu ziehen.
Großartige Schriftstellerin! Leseempfehlung!











