Kunden em pfehlungen
Rezensionen von SAW:
Heimatgefühle in fremden Ländern...
Unterwegs von Roger Willemsen
Da zieht es einen ein Leben lang in fremde Länder, er lässt sich auf sie ein, entwickelt Heimatgefühle, auch wenn sie passager sind. Ohne Gefühl zum erlebten Land ist eine Reise nichts wert, denn sie ergreift uns nicht. Willemsen aber baut das Erlebte in seine Gefühlswelt ein und erzählt davon, nicht sachlich, sondern aus der Tiefe heraus.
Dazu kommt sein literarisches Talent, das ihn Fakten zu Erzählungen binden lässt wie über den Norden, aus dem das Leben entsteht, wo es eingefroren und wieder ausgespuckt wird, im Gegensatz zum Süden, der alles unwiederbringlich verbrennt.
Ein Lesegenuss!
Dr. Rüdiger Opelt, Autor von "Wasser und Eis. Das Klima spielt verrückt"
Ein wichtiges Buch
Kampfrhetorik von Thomas Wilhelm Albrecht
Der Autor stellt in ausgezeichneter Weise bloß, wie wir über alle Kanäle manipuliert werden, wenn scheinbar "objektive Information" verkauft wird, die eh jedes Kind weiß. Das wird immer behauptet, wenn eben nicht jedes Kind weiß, weil Kinder ganz anders denken und fühlen. Allein diese Redewendung, die ständig verwendet wird, ist eine manipulative Lüge, die Allgemeingültigkeit postuliert, die es nicht gibt.
Kommunikation und Sprache sind sozial-emotionale Prozesse, die versuchen, den Empfänger von einer Botschaft zu überzeugen. Dabei werden emotionale Knöpfe gedrückt, die sachliche Information wird in alle möglichen Tricks verpackt, weil der Sender recht haben will. In politischen Debatten kann man zuschauen, wie diese Tricks funktionieren, die der Autor hier in allen Details darlegt, sodass man die Manipulationen besser erkennen kann, die man meist sowieso spürt, aber oft nicht begründen kann.
Die Kommunikations-Manipulationen haben seit Jahren epidemische Ausmaße angenommen, sodass alles und jedes als Fake-News abgewertet wird, unter Trump beherrschte dies die Weltpolitik in gefährlicher Weise. Daher sollte jeder dieses Buch lesen, der sich eine eigene Meinung über das Weltgeschehen bewahren möchte.
Dr. Rüdiger Opelt, Autor von "Ganzheitsdenken. Die Weisheit der Alten"
Ein Kommen und Gehen entstehender Arten...
Europa von Tim Flannery
Flannery versteht es, die Erdgeschichte lebendig und erlebbar zu machen und erklärt sie für Europa, das wir kennen und das uns betrifft. Anhand von diversen bekannten paläontologischen Lagerstätten erklärt er vor allem, wie die verschiedenen Lebewesen hierher kamen und auch wieder verschwanden.
Zur Zeit der Dinosaurier war Europa eine Ansammlung von tropischen Inseln am Rande des Thetysmeeres, während im Norden es an das Borealismeer grenzte, das ebenfalls noch warm war.
Hier lebten vor allem Kleinsaurier, da die Inseln zuwenig Nahrung für große Pflanzenfresser boten. Nach dem Aussterben der Saurier lässt sich in Europa sehr gut das Heranwachsen der Säugetiere aus den Mäusegroßen Ursauriern beobachten. Über kurze Zwischenmeere kamen Säugetiere nach Europa und wanderten von dort nach Afrika und Nordamerika weiter. Die winzigen Afrotheria waren in Europa noch klein wie Ratten, wuchsen aber in Afrika zu Elefanten und Seekühen heran einige Arten blieben aber so klein. Wölfe, Pferde und Huftiere wanderten von Europa nach Amerika aus. Die Vögel kamen aus Südamerika und müssen dazu große Ozeanstrecken überflogen haben. Woher die Fledermäuse kam, weiß man bis heute nicht.
Schließlich schloss sich das Meer zwischen Europa und Sibirien vor 34 Mill Jahren, sodass eine einzige eurasische Tierwelt entstand. Das warme Wetter des Eozäns kühlte um 10 Grad ab zum kalten Oligozän. Auslöser dafür war die Öffnung der Drake-Straße zwischen Südamerika und der Antarktis. Dadurch entstand die südliche circumpolare Ringströmung, die Antarktis würde kälter und vergletscherte. Durch den Albedo, der seitdem das Licht von der Antarktis ins Weltall zurückstrahlt, kühlte die ganze Erde ab.
Die Säugetierarten entwickelten sich in einem ständigen Kommen und Gehen zwischen den Kontinenten, die damals noch näher beieinander lagen. Sogar Beuteltiere gab es zeitweise in Europa, die aber von den Plazentatieren verdrängt wurden.
So geht es weiter bis zur Entwicklung des Menschen in den letzten 2 Mill Jahren. Eine interessante und unterhaltsame Lektüre für alle Freunde der Erdgeschichte.
Dr. Rüdiger Opelt, Autor von „Die grüne Vision. Leben im Jahr 2100“
Ein Stubentiger-Buch zur Beruhigung
Die besorgte Katze. Was Ihre Katze Ihnen sagen möchte. Warum Schnurren nicht immer Wohlgefühl bedeutet und wie Hauskatzen spüren, dass ihr Mensch nicht mit sich im Reinen ist. von Elke Söllner
Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass das Schnurren der Katze einen heilenden Einfluss auf den Menschen hat. Katzen kümmern sich und sie spüren die Stimmungen ihrer Besitzer, wollen sie beruhigen, wenn sie merken, dass dicke Luft ist. Das funktioniert auch. Heute war ich zu Besuch bei einer Pensionistin, die seit 14 Jahren allein mit ihrer Katze lebt.
Die Katze ist krank und die Frau fürchtet sich, ihren Liebling zu verlieren. Sie tut alles was der Tierarzt sagt und freut sich über jeden Tag mit dem Tier. Ich fand die Katze ganz lebendig, neugierig, sie umschnurrte mich und verwendete alle Möbel für ihre Spiele und Abenteuer. Eine Autorenkollegin von mir schreibt mit der schnurrenden Katze auf ihrem Schoß und schwört, dass ihr dabei am meisten einfällt. Meine Tochter hat 3 junge Katzen, die sie in ihrer ganzen Freizeit auf Trab halten. Söllner beschreibt viele solcher Geschichten der Beziehung zwischen Mensch und Tier. Katzen sind Seelenwesen und berühren uns. Was mir neu war, ist das Katzenorakel, das über Jahrhunderte gepflegt wurde. Das geht so: Man setzt sich 30 Minuten mit seiner Katze in einen Raum, wo man ungestört ist. Sobald man zur Ruhe gekommen ist, stellt man seine Frage. Das Verhalten der Katze das sie danach zeigt ist die nonverbale Antwort, die wir nur richtig interpretieren müssen. Wie das geht, steht auch im Buch. Ein Muss für alle Katzenfreunde Rüdiger Opelt, Autor von „Zaubere dein Leben“
Der Schrecken der Österreicher!
Größer als ich von Svindal Aksel Lund
Leben und Erfolge von Aksel Lund Svindal sind beeindruckend. Ein Mann, der nach jeder Verletzung wieder aufsteht, von vorn trainiert, bis er wieder gewinnt. Und er gewinnt alles, was es zu gewinnen gibt.
Als Österreicher schau ich gern Skirennen, seit meiner Kindheit, seit der Olympiade Innsbruck 1964, wo Egon Zimmermann die Abfahrt gewann und Christl Haas ebenfalls.
Wir waren es gewöhnt, dass wir alles gewinnen und immer die besten sind. Nur die Schweizer boten uns Paroli, .... bis die Norweger kamen und plötzlich die besten Skifahrer der Welt wurden. Wir revanchierten uns, indem wir die besten Skispringer der Welt wurden, tauschten gewissermaßen die Plätze im Wintersport. Aber bei jedem norwegischen Olympiasieger dachten wir uns, das sei eine vorübergehende Ausnahmeerscheinung, doch wir wurden eines besseren belehrt.... zuletzt von Aksel Lund Svindal, und zwar in einer beeindruckenden Manier.
Man kann ihm selbst als Österreicher nicht böse sei, denn er ist nicht nur ein leistungsfähiger, sondern ein total sympathischer Kerl. Und schließlich ist Sport viel interessanter, wenn man ernsthafte Gegner hat!
Dr. Rüdiger Opelt, Autor von "Zaubere dein Leben. Erfüll dir alle Träume und erreiche jedes Ziel"
Grüne Städte und gesunde Ökosysteme
Größer als ich von Svindal Aksel Lund
Der Autor zeigt auf, was möglich ist, wenn wir den Klimawandel bewältigen und zu einer natürlichen Lebensweise zurückkehren. Die nächsten Jahrzehnte werden dafür entscheidend sein, aber schon jetzt ist klar, was zu tun ist.
Die Zukunft des Jahres 2100 liegt in der Symbiose von Mensch und Natur in Humanbiotopen.
Man kann ruhig große Städte bauen, wenn man es ökologisch tut. Städte sind riesige Organismen, daher muss man die organismischen Prinzipien der Lebewesen auf sie übertragen. Unsere derzeitigen Städte sind Steinzeit-Gebilde (Höhlen aus Stein, zu Stadtgebirgen aufgetürmt). Wir sind aber Vielzeller, unser Biotop ist der Wald. Urwaldriesen sind so groß wie Hochhäuser, bestehen aber aus organischem Material, das hochintelligent und supereffizient genutzt wird. Statt alle Natur, Wiesen, Wälder zu zerstören, sollten wir unsere Wohngebiete so bauen, dass sich darin natürliche Biotope ansiedeln können. Das machen Bauern seit 10.000 Jahren, auf ihren Höfen leben Tiere und Pflanzen friedlich zusammen, zum gegenseitigen Nutzen.
Dieses Buch ist voller konkreter Vorschläge für eine Trendwende und macht Mut, dass wir es schaffen können, die Welt für unsere Kinder und Enkel zu bewahren.
Ein jahrhundertleben
Aufregend war es immer von Portisch Hugo
Ich habe Portischs Biographie schon in der ersten Auflage gelesen, nun nochmal in der erweiterten Auflage. Ein total spannendes Leben zwischen den Zeiten und Ländern. Geboren in Preßburg, Slovakei, als Sohn eines Journalisten, macht sich Portisch in Wien einen Namen beim Kurier, erlebt die Gründung der Kronenzeitung mit allen Skandalen mit, den Staatsvertrag, den "Olah-Putsch" und vieles mehr.
Als Chefreporter des ORF begleitete er fast mein ganzes Leben und erklärte mit Esprit aber ohne Panik-Mache den Kalten Krieg, bis der sich schließlich auflöste. Immer war ein eine beruhigende und neutrale Stimme Österreichs. Durch seinen Optimismus scheint er nicht zu altern und will wohl das Jahrhundert voll machen. Es ist ihm zu gönnen!
Dr. Rüdiger Opelt, Autor von "1918. Vier Wochen für Franz Ferdinand. Deutschland gewinnt den Krieg"
Ein schönes Buch...
Nächte zwischen der Zeit von Christoph Frühwirth
Christoph Frühwirth lebt auf dem Land und fühlt sich Land und Leute verpflichtet. Er setzt auf die alten Traditionen der Bauern und der Landgegenden, damit sie nicht verloren gehen. Schöne Fotos, alte Geschichten, wunderbare Rezepte machen das Lesen zum Genuss. Das Buch vereint so verschiedenes wie: wie man räuchert, die Christnacht von Peter Rosegger, die Niederwildjagd, Sagen aus dem oberösterreichischen Sandl, Rückzug in den Wald, Kärntens Pehtra Baba und vieles andere mehr.
Mir ist beim Lesen der Rezepte das Wasser im Munde zusammengelaufen. Einfach Süßspeisen aus dem, was früher im Winter vorhanden war, wie gebackene Mäuse, wenig aufwendig und trotzdem köstlich.
Dr. Rüdiger Opelt, Autor von "Der Tag hat 48 Stunden. Wie sie entschleunigen und dennoch alles schaffen"
Eine hochinteressante These über das Ende der Eiszeit
Nächte zwischen der Zeit von Christoph Frühwirth
10.000 bis 6000 v Chr. stieg der Meeresspiegel in 3 Flutwellen um 120 m. Alle von Menschen besiedelten Küsten sind damals untergegangen. Gab es Atlantis und Lemuria doch?
In 20 Jahren wird im Meer normal sein, was heute an Land gesetzlich vorgeschrieben ist: Bevor am Meeresboden betoniert werden darf, muss eine meeresarchäologische Notgrabung durchgeführt werden.
Was dort zu finden ist, wird die Geschichtsschreibung auf den Kopf stellen. Das kriegerische Patriarchat wird dann nur mehr eine Fußnote der Weltgeschichte sein: Ein krisenhafter Übergang vom ökologischen Gleichgewicht der Steinzeit zum globalen Gleichgewicht einer ökologischen Menschheitszivilisation.
Die Liste der untergegangenen Länder, die noch nie erforscht wurden, ist lang: die Java- und die Malaien-See, das Ost- und das Südchinesische Meer, das Rote Meer, der Persische Golf, die kleine Syrte, die Ägäis, die Adria, das Schwarze Meer, der englische Kanal, der Golf von Mexiko, die Bahama-Platte, das Meer vor Neuengland und Neufundland, die Amazonasmündung, das Meer vor Argentinien, die See zwischen Australien und Neuguinea – all dies sind Schelfgebiete, die vor 12.000 Jahren über dem Meeresspiegel lagen, zu genau der Zeit, als die Menschen von Göbekli Tepe schon grandiose Bildhauer waren. In diesen versunkenen Küsten haben Atlantis und Lemuria zehnmal Platz. Bereits vor 20 Jahren hat Hancock (2019) alle Argumente aufgelistet, die für versunkene Kulturen auf den Schelfgebieten sprechen und wurde „natürlich“ nur ausgelacht, obwohl die meisten seiner Thesen inzwischen von der Paläoklimatologie bestätigt wurden.
Die Olive und wir von Traudi Portisch; Hugo Portisch
Ich habe schon die 1. Auflage dieses Buches gelesen, aber es ist immer noch so herzerfrischend wie vor Jahren. Es erzählt so viel über Portisch und seine Frau Traudi, ihre Offenheit, ihren Optimismus und ihre Bereitschaft, sich auf jedes Abenteuer einzulassen. Es verschlägt sie in der Toskana in ein altes Dorf und zu einem alten Steinhaus, das sie auf gut Glück spontan kaufen und renovieren.
Die lernen nette Dorfbewohner und deren Bräuche kennen, lernen sehr viel über Olivenbäume und Olivenöl und verbringen seit vielen Jahren ihre Sommer in dieser wunderschönen Gegend. Man möchte es ihnen auf der Stelle nachmachen oder zumindest auch gleich in der Toskana Urlaub machen!!!
Dr. Rüdiger Opelt, Autor von "Der Tag hat 48 Stunden. Wie Sie entschleunigen und dennoch alles schaffen!









