Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Gerda:
Schreiben muss geübt werden
Elenor, die Buchstabeneule von Westenberger-Fandrich Yvonne
„Um Ihr Kind altersgerecht beim Buchstabieren und Schreiben zu begleiten, gibt es eine Vielzahl von Varianten, wie dieses kleine Buchstabenbuch.“
Ein buntes kindgerechtes Buch. Es werden alle Buchstaben und deren Schreibweise gezeigt. Daneben findet der Leser jeweils eine Anleitung, wie die Kinder die Buchstaben üben kann.
Jeder Buchstabe wird von einem Tier präsentiert. Im hinteren Teil sind noch einmal alle Buchstaben in Schreibschrift und in Druckschrift aufgeführt. Vor allem kommen noch Schwungübungen.
Die Altersempfehlung ab 3 Jahren kommt mir doch etwas verfrüht vor, aber vielleicht gibt es schon kleine Genies die mit dem Schreiben beginnen wollen. Ich empfand dieses Buch als hilfreich für die kleinen Schulanfänger. Vielleicht ein kleines Geschenk für die Schultüte.
Drogensumpf
Der Junge, der das Universum verschlang von Trent Dalton
Schwierig, schwierig. Der Klappentext war Klasse. Ich war so neugierig auf dieses Buch.
Ich habe angefangen zu lesen, dann nach einiger Zeit das Buch zur Seite gelegt. Mehrmals. Es hat mich einfach nicht gepackt.
Diese Geschichte spielt in Brisbane. Eli lebt mit seiner Familie in ärmlichen Verhältnissen.
Drogensucht und Drogenhandel bestimmen den Alltag. Brutalität ist an der Tagesordnung. Aber Eli hat Träume, bloß der Weg dorthin ist sehr lang und schmerzlich.
Das Setting blieb mir die ganze Zeit sehr fremd. Ich fühlte mich wie ein Besucher im Zoo, der ungläubig in die Käfige starrt. Die Protagonisten sprachen mich nicht an. Der Autor soll autobiographische Elemente hier verarbeitet haben, was für eine grausame Kindheit hat er wohl gehabt?
Der Schreibstil ist ungewöhnlich, aber durchaus interessant und modern. Es ist eines dieser Bücher, entweder man liebt es oder legt es beiseite.
Warten auf den nächsten Band...
Dark Blue Rising (Bd. 1) von Teri Terry
Tabby zieht mit ihrer Mutter Cate ständig von einem Ort zum anderen. Sie lernt unerkannt vor den Behörden zu leben, keine Freunde zu haben, niemals aufzufallen. Doch dann wird sie angefahren und landet im Krankenhaus. Dort wird festgestellt das ihr Blut irgendwie anders ist. Zwar flieht sie wieder mit Cate, aber es hilft nichts, Cate wird verhaftet.
Tabby wurde von ihr als Baby entführt.
Das Buch beschreibt erst einmal diesen Schock. Sie glaubt es zuerst einmal nicht, aber sie erinnert sich teilweise. Nun muss sie sich an ihre Eltern gewöhnen. Zum Glück wohnen sie direkt am Meer. Der einzige Ort an dem Tabby sich wirklich wohl fühlt. Und Tabby verändert sich auch. Viele Träume begleiten sie.
Ein interessantes wunderbar geschriebenes Buch. Die Spannung baut sich langsam auf, zum Ende hin passieren viele unglaubliche Dinge. Allerdings hört es auch plötzlich auf. Warum gibt es hier kein eigenständiges Ende? Es ist der erste Band einer Trilogie. Und so werden die Geheimnisse nur häppchenweise aufgeklärt.... Darum auch nicht die volle Punktzahl.
Eine phantastische Unterwelt
Catacombia, Band 1: Abstieg in die Tiefe. Ausgezeichnet mit dem Leipziger Lesekompass 2022! (Spannendes Fantasy-Abenteuer ab 10 Jahren) von R. L. Ferguson
Ein wunderschönes Cover lädt zum Besuch in diese neue phantastische Welt ein.
Der Waisenjunge Sam ist unglaublich neugierig. Und das bringt ihn hin und wieder in Schwierigkeiten. Diesmal möchte er sich Artefakte anschauen, die bei Bauarbeiten zum Vorschein gekommen sind. Nachts verlässt er heimlich das Heim.
Unterwegs schließt sich der Straßenhund Einstein ihm an. Aber dann fallen sie in einen Schacht und erreichen eine völlig andere Welt.
Catacombia ist eine magische Stadt in der fast alles mit Gedanken gesteuert wird.
Hier wird wirklich ein völlig neues Universum beschrieben. Ich habe mit Sam über seine neue Heimat gestaut. Was ich aber nicht verstanden habe, ist, wie allein er gelassen wurde. Keiner erklärt ihm irgendetwas. Er lebt in einer Familie, aber auch hier muss er alles mühsam selbst sich beibringen. Der Beginn ist doch langatmig, die neue Welt muss beschrieben werden, aber dann wird es spannend.
Die Geschichte hakt noch ein bisschen, aber ich wurde doch neugierig auf den nächsten Band.
Für kleine Tierfreunde
Wieso? Weshalb? Warum? Erstleser, Band 3 - Wale und Delfine von Sandra Noa
Für mich eine neue Serie von Wieso Weshalb Warum. Diesmal wendet sich der Verlag an Erstleser. Entsprechend ist dieses Buch gestaltet. Festerer Einband, die Seiten etwas robuster und mit einigen Leserätseln, einem Spiel und Stickern.
Dieses informative Buch enthält viel Wissen über diese Säugetier-Gruppe.
Es wurden sehr viele Informationen über Delphine und Wale in dieses Sachbuch eingearbeitet. Ich war doch erstaunt, wieviele gute und interessante Dinge es hier zu erfahren gibt. Es ist alles gut an die Zielgruppe, die Erstleser, angepasst.
Dazu gibt es wunderbare Zeichnungen und Fotos. Die Texte sind kurz und einfach gestaltet, doch sehr aussagekräftig. Die kleinen Leser werden hier nicht überfordert.
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Es wird wohl nicht das einzige aus der Reihe bleiben. Wie immer, ein tolles Buch von Ravensburg.
Endlich geschafft!
Wieso? Weshalb? Warum? Erstleser, Band 3 - Wale und Delfine von Sandra Noa
Ich habe sehr sehr lange Zeit gebraucht, um dieses Buch zu lesen. Das lag nicht am Inhalt. Nein, es ist die Druckqualität. Ein helles Grau auf weiß-bläulichen Papier. Wer hat sich das ausgedacht? Ich konnte nicht mal eben ein paar Seiten lesen, nein es musste direkt ausgeleuchtet sein. Darum ein Punkt Abzug.
Nun aber zum Inhalt. „Wie ist es, wenn man mit dem neuen Partner, den man eigentlich kaum kennt, auf drei Quadratmetern zusammenlebt?“ Eine spannende Frage. Aber es geht auch um eine Rundreise durch halb Europa.
Sarah und Mathias gehen auf diese Traumreise. Zu jedem Land werden ein paar oder auch viele Seiten darüber berichtet. Es geht aber hauptsächlich um menschliche Kontakte, nette Vorkommnisse und das Verhältnis der Beiden zueinander. Leider lässt Sarah Kringe keine zu privaten Empfindungen zu. Sie biegt sofort ins oberflächliche Geplauder ab. Schade, bei so einer langen Reise wären solche Erfahrungen sehr interessant gewesen.
Es gibt etliche schöne Bilder. Interessiert hätten mich noch Fotos von den beiden Straßenhunden. Der Schreibstil ist leicht und locker. Eine spannende Reise.
Emmys Leben
Sturmvögel von Manuela Golz
Hier wird ein wirklich bewegtes Leben beschrieben. Emmy hat den 1. und 2. Weltkrieg, Inflation, Diktatur und das Wirtschaftswunder miterlebt. Auch mussten drei Kinder, meist ohne väterliche Fürsorge, durchgebracht werden.
Emmy wird als fröhliche und mutige Frau beschrieben. In häufigen Rückblenden erfahre ich aus ihrem Leben.
Mich hat es ein wenig gestört, aber zum Schluss haben diese Einblicke Sinn gemacht. Der Roman erzählt leicht und locker von diesem Leben. Die Erzählung geht nicht in die Tiefe, er will unterhalten. Die Entwicklung der Kinder ist recht interessant und wichtig für dieses Buch. Die verschiedenen Charaktere sind sehr gut beschrieben.
Mir fehlte noch die Aufklärung, was aus Emmys Geschwistern geworden ist. Haben sie sich nie wieder gesehen?
Ein unterhaltsamer Roman der einiges über die deutsche Geschichte erzählt.
Wie das Leben sich ändert
Suche Platz auf Wolke Sieben von Franziska Jebens
Marlene steht mit ihrem Freund vor einem Haus. Dieses Haus haben sich die Beiden gekauft und wollen gerade die Schlüssel von der Maklerin in Empfang nehmen. In diesem Augenblick beichtet Marlenes Freund: ich verlasse dich! Tage später verliert Marlene ihren Job, da sie jemanden nicht kündigen möchte.
Damit steht Marlene vor dem Nichts.
Das Setting ist natürlich sehr einfach gehalten, die Geschichte sehr vorhersehbar. Eindeutig wendet sich die Schriftstellerin an eine junge Zielgruppe. Taffe Frau, der übel mitgespielt wurde. Tolle Freunde, sehr erfolgreich in ihrem neuen Leben. Die Wohnung immer an den heißesten Ecken der Stadt. Und die neue Liebe ist sehr sympathisch.
Der Roman ist flott geschrieben. Es liest sich gut. So ganz konnte ich mich nicht in Marlene hinein versetzen, mit dem Erfolg ist mir fremder geworden. Und dann ständig, ich will mich nie mehr verlieben... Das hätte die Autorin besser lösen können.
Ein leichter Sommerroman, sehr vorhersehbar, für mich doch zu gewollt.
Endlich ein Mord
Der Donnerstagsmordclub von Richard Osman
Der Klappentext lud zum sofortigen Lesen ein. Skurril, humorvoll und very british. Herz was willst du mehr.
Eine luxuriöse Seniorenresidenz in der idyllischen Grafschaft Kent. Klingt auch ein bisschen langweilig. Das ist wahrscheinlich auch die letzte Station für die Senioren. Joyce, fast Achtzigjährig, zieht dank Ihrer Tochter in diese Residenz ein.
Dann lernt sie Elizabeth kennen und wird Mitglied eines Clubs. Eine bunte Schar sehr besonderer Leute. Elizabeth ist eine ehemalige Geheimagentin (!!!) und bespricht mit den Clubmitgliedern cold cases, das heißt, sie versuchen den Täter zu finden. Doch nun passiert ein Mord, direkt unter ihren Augen. Der Club legt los.
Diese alten Leute haben noch sehr viele Kontakte und kommen an sehr viele Informationen. Dadurch sind sie häufig der Polizei einen Schritt voraus. Es ist ein munteres Ratespiel. Ein softer Kriminalroman der von den beschriebenen Leuten lebt. Hier trifft sich Miss Marple mit Watson. Ähnlichkeiten sind bestimmt gewollt.
Ein intelligentes Ratespiel. Mir hat das Lesen viel Spaß gemacht.
Olga muss sich entscheiden
Der Donnerstagsmordclub von Richard Osman
"Olga hat es fast geschafft: Die Tochter georgischer Migranten wird Ärztin, mit Kollege Felix hat sie zudem den Mann fürs Leben gefunden. Glaubt sie zumindest, bis Lebenskünstler Jack in ihr Leben platzt."
Ein amüsantes Buch. Olga ist eine Deutsche und zwar richtig. Allerdings lebt sie den Spagat wohl aller Migrantenkinder.
Es wird von ihr erwartet, die Lebensweise und Moralvorstellungen ihrer Eltern zu leben. Aber Olga fühlt sich als Deutsche und möchte nun auch ihren Namen anpassen. Den passenden Mann hat sie schon gefunden.
Olga lebt ganz nach ihrem Plan. Sie wird Ärztin, dann der tolle Freund.... Leider geht dann doch einiges nicht nach ihren Vorstellungen.
Ihre Mutter ist krank, vielleicht sogar todkrank. Und sie möchte in ihrer Heimat sterben. Also macht sich die gesamte Familie auf den Weg.
Das Buch ist locker geschrieben, sehr humorvoll, aber die Probleme und Sorgen von Migranten werden hier nicht vergessen. Dazu gibt es eine nette Liebesgeschichte. Der tolle Titel des Buches wird erklärt und die Malerei auf diesem Tier findet auch eine Auflösung.









