Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Gerda:
Sorry bekommt Hilfe
Akademie Fortuna - Wenn Wahrsagen so einfach wäre von Sarah M. Kempen
"Als Anniversary „Sorry“ Fortune ihren ersten Tag an der Akademie Fortuna, der Schule für Wahrsagerei, hat, wird Großes von ihr erwartet. Sie soll allen zeigen, dass auch sie bedeutende Visionen haben kann..."
Sorry hat es wirklich schwer in ihrer Familie. Ihre Mutter und ihre Schwester haben es richtig drauf, sie haben weitreichende Visionen.
Leider ist Sorrys Talent nicht so dolle. Wenn sie eine Vision hat, passiert das Geschehniss unmittelbar. Und es sind wahrlich kleine Missgeschicke.
Sorry schämt sich deswegen, auch hatte ich das Gefühl, das ihre Mutter sie deswegen verachtet. Sehr unschön.
Sorry kommt nun auf die Akademie Fortuna. Ihre Mutter ist dort die Leiterin. Durch Intrigen muss Sorry zeigen, das sie eine große Seherin ist. Das Schicksal ihrer Familie lastet auf ihren Schultern.
Das Buch ist spannend, Sorry ist ein tolles Mädchen und zum Glück findet sie zwei gute Freunde. Gemeinsam sind sie wirklich stark.
Die Intrigen um den Leitungsposten der Akademie bestimmen die Geschichte. Da agieren die Erwachsenen schlimmer als die Kinder. Ich fand es unglaubhaft.
Auf jeden Fall bin ich neugierig auf den nächsten Band.
Flughäfen im lockdown
Aerial Observations on Airports von Nadine Barth
„Was geschieht nun, wenn Flughäfen sich im Ausnahmezustand befinden und plötzlich aufgrund von Gesundheitsvorkehrungen, wie es während der Corona-Pandemie der Fall war, stillstehen müssen? Tom Hegen nutzte auch diesen historischen Moment für seine Arbeit und unternahm Helikopterflüge, um einzigartige Luftaufnahmen diesmal von ruhenden Rollfeldern zu machen.
Es entstanden streng strukturierte Kompositionen, die die größten deutschen Flughäfen in geometrischer Klarheit zeigen.“
Deutschland in einer Ausnahmesituation. Der Fotograf Tom Hegen hat diese Situation genutzt und sehr ästhetische Fotos von den ruhenden Flughäfen gemacht. Teilweise kamen sie mir sehr steril vor, aber so ist die Wirklichkeit zur Zeit. Ich war etwas erschrocken über diese Betonwüste, die gleichzeitig eine besondere Atmosphäre ausstrahlt.
Ich hätte mir ein bisschen mehr Text zu den einzelnen Bildern gewünscht. Ein Glossar der Flughafenkürzel fände ich auch angebracht. Ein Ausnahme-Buch zu dieser historischen Situation, für Flugzeugliebhaber ein ideales Geschenk.
Wofür essen wir?
Essen gut, alles gut von Heike Niemeier
„ Spüren, was dem Körper gut tut.“
Ja, das ist ein toller Satz! In diesem umfangreichen Buch erfahre ich alles, naja nicht ganz, über die Ernährung und was mit dem Essen in meinem Körper geschieht. Frau Doktor Niemeier beschreibt es mit einfachen Worten und sehr verständlich. Meiner Meinung nach ist es ein Buch für Einsteiger in dieses Thema, aber es ist auch gut als Nachschlagewerk.
Es ist kein Kochbuch, obwohl es einige Rezepte als Anregung enthält.
Mir war es etwas zu langatmig beschrieben, teilweise musste ich entweder vor- oder zurück-blättern. Es wirkte wie eine kleine „Doktorarbeit“.
Mein Fazit: das Buch hilft, um die ganzen Prozesse, die im Körper ablaufen, sehr viel besser zu verstehen. Es macht Mut und ich kann jederzeit bei Fragen im Buch nachschlagen.
Die Autorin hat wohl erst nach dem Studium bemerkt, wie wichtig qualitativ gute Grundlebensmittel sind. Sie scheint früher ohne rechten Genuß gegessen zu haben. Was mir doch sehr fehlte, ich leide unter Lebensmittelallergien, dies ist eine Krankheit die immer mehr Menschen betrifft. Vielleicht könnte sie in einem Kapitel darauf eingehen, z. Beispiel, wie finde ich bei Nussallergie passende Nahrungsmittel. Aber vielleicht würde es dieses Werk total sprengen.
Miss Benson folgt ihrem fast vergessenen Traum
Miss Bensons Reise von Rachel Joyce
„Margery Benson hat einen großen Traum: den goldenen Käfer in Neukaledonien zu finden, den ihr Vater ihr einst in einem Naturkundebuch gezeigt hat. Doch dieser Traum ist über die Jahre hin genauso verdorrt wie Margery selbst. Bis an einem grauen Londoner Morgen mit einem Schlag alles anders wird.
“
Margery führt ein schreckliches Leben. Abgestumpft durch die Kriegszeiten, es gibt keine Möglichkeit Gegenstände des täglichen Lebens zu ersetzen, es ist ein depressives Leben. Und dann kommt dieser eine bestimmte Tag an dem sich alles ändert. Sie wird von den Schülern sehr verletzt, danach wird sie zur Diebin und trifft daraufhin eine folgenreiche Entscheidung.
Sie macht sich auf die Suche nach dem goldenen Käfer. Aber nicht allein, sondern mit Enid Pretty. Diese beiden Frauen sind sehr gegensätzlich, aber diese Expedition schweißt sie zusammen. An ihre Fersen heftet sich Mundic. Ein verstörter kaputter Kriegsheimkehrer.
Der Roman hat mich angesprochen. Hier entsteht eine Freundschaft, die beiden erleben eine eindrucksvolle Reise. Der Roman ließ sich wunderbar lesen, die Personen sind gut beschrieben und leicht skurril.
Leider war das Ende nicht so meins. Es passte meiner Meinung nach nicht so recht. Irgendwie schade, etwas positiveres hätte mir mehr gefallen.
Ein verfluchter Schotte
Tinte & Siegel von Kevin Hearne
„Tote Schüler sind auf Dauer schlecht für den Ruf.“
Dieser Satz hat mich sehr angesprochen. Urban Fantasy vom Feinsten. Al MacBharrais ist ein kauziger älterer Mann. Er ist ehrbar und sehr genau. Und er übt neben seiner Druckerei einen ungewöhnlichen Beruf aus. Mit selbst hergestellten Tinten schreibt er Zaubersprüche.
Aber über ihn liegt ein Fluch. Er kann mit Personen nicht mündlich kommunizieren. Dauert ein Gespräch etwas länger, würde derjenige ihn hassen. So benutzt er eine Sprachapp.
Ein ungewöhnliches Setting mit einem Anti-Held. Der Anfang war etwas langatmig, aber je mehr ich von der Vergangenheit von Al erfuhr wurde es interessanter. Al MacBharrais mit seinem schönen Schnurrbart und seinen ungewöhnlichen Helfern, dieses tolle magische Universum, das alles hat mich angesprochen. Es ist mein erstes Buch dieses Autors, es wird nicht das letzte sein.
Der Trend geht zum gärtnern
Homefarming von Judith Rakers
Homefarming - ein ungewöhnliches Buch. Es ist nämlich von einer Anfängerin in Sachen Gemüse- und Obstanbau geschrieben worden. Es soll allen Anfängern und Interessierten Mut machen.
Kaum hatte ich angefangen dieses Buch zu lesen, fühlte ich mich von dieser Begeisterung von Judith Rakers angesteckt.
Es ist relativ einfach geschrieben, ich werde nicht belehrt. Frau Rakers beschreibt auch ihre Fehler und unterstützt den Leser, alles auszuprobieren. Sehr sympathisch der Schreibstil.
Das Buch ist aufgeteilt in diese folgenden drei Blöcke:
Ein Garten voll Obst und Gemüse
Ein Garten mit Hühnern
Ein Garten zum Genießen.
Ich muss sagen, für alle Neueinsteiger und auch schon erfahrenere Gärtner, ein wunderbares Buch. Frau Rakers beschreibt ihre Erfahrungen, das habe ich gemerkt, da ich gerne Erbsen und Bohnen esse. Frau Rakers nicht, darum fehlen diese beiden Gemüsesorten in der Beschreibung. Aber ich habe es nicht, als besonders schlimm empfunden.
Also los, die großen und kleinen Beete müssen geplant werden.
Spannend und etwas gruselig
Malvina Moorwood - Das Geheimnis von Moorwood Castle von Christian Loeffelbein
"Malvina Moorwood ist clever, vorlaut und ziemlich fix – und das nicht nur, wenn es darum geht, den Nachtisch zu verputzen."
Eine wunderbare, ab und zu gruselige Geschichte. Malvina erfährt durch Zufall, das ihr Schloß, in dem die gesamte Familie lebt, verkauft werden soll. Aber Malvina möchte das verhindern.
Sie und ihr Freund Tom lassen sich auf ein spannendes Abenteuer ein.
Malvina fand ich doch, ab und zu, etwas zu nervig. Der Unterschied zwischen Tom, der ruhige und vernünftige, und Malvina ist sehr groß. Tom denkt nach, Malvina möchte sofort agieren.
Malvinas Familie ist groß, laut und sehr unterschiedlich, jedoch werden die Kinder geliebt und ernst genommen. Dann gibt es noch Poldi, den Familienhund. Ihn habe ich sofort in mein Herz geschlossen.
Eine schöne Geschichte die Spaß gemacht hat. Die Kapitel sind kurz, die Zeichnungen sehr schön. Ich glaube, das die jungen Leser ihren Spaß haben werden.
Liebe und Krankheit
Kissing Chloe Brown von Talia Hibbert
"Chloe Brown ist chronisch krank. Nachdem sie fast von einem Auto überfahren wurde, fasst sie den Entschluss, sich von ihren Beschwerden nicht mehr einschränken zu lassen."
Ich war begeistert von der Leseprobe. Eine Frau mit einer schweren Erkrankung will ihr Leben ändern und sich viele Wünsche erfüllen.
Chloe leidet unter der Erkrankung Fibromyalgie. Mir war sie bisher nicht bekannt.
Alle Zutaten für ein interessantes Buch waren da. Leider, leider schwand mein Interesse immer mehr, je weiter ich las. Chloe und Red sind sehr sympathische Personen, aber warum konnte mich dieses Buch nicht fesseln? Ich denke, es lag an dem zuviel von Chloe. Es kreiste sich im Prinzip alles um sie. Ihre Wünsche und Sehnsüchte. Irgendwie verharrte die Geschichte auf der Stelle. Die Entwicklung der Protagonisten fand nicht statt.
Ich fand keinen rechten Zugang zu dieser Geschichte. Mir fehlte der Flair.
Leben ändert sich
Bären füttern verboten von Rachel Elliott
"Sydney Smith ist Freerunnerin, doch an einen Ort wollen ihre Füße sie einfach nicht mehr tragen: nach St. Ives an der Küste Südenglands. Als sie an ihrem 47. Geburtstag endlich den Aufbruch dorthin wagt, wird sie nicht nur mit dem schmerzhaftesten Moment aus ihrer Vergangenheit konfrontiert, sondern auch mit einer Reihe skurriler Menschen"
Der Klappentext hat mich so richtig angesprochen.
Eine Frau, die versucht noch einmal durch zu starten. Auch das sie sich ihrem schlimmsten Moment im Leben stellen möchte.
Das Buch ist in kurzen Kapiteln unterteilt. Dadurch wurde ich doch im Lesefluss teilweise unterbrochen. Auch sprang die Erzählung hin und her. Ich konnte mir schwer die Personen vorstellen. Das Buch habe ich dann häufiger aus der Hand gelegt.
Dabei ist es eine positive Geschichte. Schön geschrieben, zum Schluss löste sich alles auf. Es gab ein stimmiges Ende.
Sterben für die Gesellschaft
Bären füttern verboten von Rachel Elliott
"Der Staat veranstaltet neuerdings für ältere Menschen Sterbeseminare in Luxushotels. Ihnen soll dort schmackhaft gemacht werden, Sterbewohl, eine tödliche Pille, zu schlucken, um beizeiten die Allgemeinheit zu entlasten."
Nadja, Anna, Max und Fred sind über 65 und könnten ihren Ruhestand nun genießen.
Aber plötzlich erhalten sie alle Vier vom Staat eine Einladung nach Fehmarn zu einem Sterbeseminar. Da dort wohl alle irgendwann die tödliche Pille nehmen, sind sie geschockt. Sie wollen noch nicht sterben.
Hier geht es um eine mögliche Zukunft unserer Gesellschaft. In diesem Buch ist sie erbarmungslos und grausam. Deutschland ist nur noch eine Schein-Demokratie. Die Überwachung der Gesellschaft, die Euthanasie, da kann ein Einzelner nichts mehr machen.
Die angerissenen Themen dieses Buches sind wichtig. Das ist ein großer Pluspunkt dieses Buches. Allerdings hat dieser Krimi auch Schwächen. Ich bin mit der Hauptperson der Geschichte, Nadja, nicht warm geworden. Ich fand sie weinerlich, ihr emotionaler Zustand passte nicht so zu ihrer Vita.
Trotzdem war der Krimi durchaus spannend und interessant.










