Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Gerda:
Eine Undercover Detektivin
Agency for Scandal von Laura Wood
„Izzy Stanhope hat viele Geheimnisse: etwa, dass sie Hals über Kopf in einen Duke verliebt ist, der nicht einmal weiß, dass sie existiert.“
Dieser Satz aus dem Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht. Die Leseprobe gab dann den Ausschlag. Die Geschichte spielt Anfang des 20. Jahrhunderts.
Es ist die Zeit der großen Bälle in England. Hier werden die Ehepartner gesucht. Nun haben wir hier Izzy Stanhope, die aus einer alten Familie abstammt. Sie ist immer noch in Trauer und trägt nur dunkle Kleidung. Auf den Bällen und Veranstaltungen ist sie das totale Mauerblümchen. Doch was steckt dahinter.
Ihr Vater ist verstorben, ihre Mutter schottet sich von der Außenwelt ab. Izzy muss sich nun um ihre Familie kümmern, aber wie? Ihr Vater hat das Familienvermögen verloren. Doch Izzy braucht Geld für die Schule ihres jüngeren Bruders und ihre Mutter. Zum Glück und einem Zufall findet sich eine Lösung. Sie wird angeworben bei einer weiblichen Detektei mitzuarbeiten.
Je mehr ich von Izzy erfuhr, desto sympathischer wurde sie mir. Im Prinzip sind sie, sowie ihre Freundinnen, ganz moderne Frauen. Sie wehrt sich auch, mit einer Heirat, ihre Selbstständigkeit zu verlieren. Die Geschichte ist ein bisschen spannend, die Liebe spielt eine Rolle und ein Duke hat auch seine Geheimnisse. Und es wird auch sehr dramatisch.
Ein netter Roman ohne Längen. Mir gefiel der Roman sehr gut. Wie schön das es eine Fortsetzung geben wird.
Zwei Persönlichkeiten stoßen aufeinander
Pi mal Daumen von Alina Bronsky
Das Buch beschreibt eine skurrile Geschichte. Autistischer junger Mann trifft auf eine gestandene ältere Frau mit viel Familie. Beide treffen sich im Hörsaal bei einer Mathematik Vorlesung. Oscar ist Hochbegabt, aber völlig weltfremd. Moni hat den Traum Mathematik zu studieren, aber so gut wie keine Zeit.
Sie muss arbeiten und sich um ihre Familie und Enkel kümmern.
Bis man die einzelnen Stränge der Erzählung kennen gelernt hat, braucht es schon eine geraume Zeit, aber es macht Spaß. Dann gab es bei mir aber einen Bruch. Bei einigen Rätseln innerhalb des Romans ging es nur sehr langsam voran. Irgendwie wiederholte sich einiges. Die beiden Hauptpersonen blieben mir fremd und der Spaßfaktor verringerte sich.
Der Roman ist gut geschrieben, leider fand ich die zweite Hälfte des Romans etwas schwächer. Die Geschichte ist sehr amüsant und zum Glück brauchte ich keine großen Kenntnisse der Mathematik.
Gemächlich
Mord im Antiquitätenladen von Waldi Lehnertz
Die Leseprobe hat mir Spaß gemacht. Sozusagen Waldi, hier im Roman Siggi, als Ermittler.
Das Buch beschreibt erst einmal einen nicht so erfolgreichen Angelausflug mit dem Kumpel Kurt. Und erfährt auch einiges über ihn. Nach der Rückkehr stellt Siggi fest, bei ihm wurde eingebrochen. Und es kommt schlimmer, ein Toter befindet sich in seinem Geschäft.
Die Polizei wird gerufen, aber der Tote ist verschwunden. Die Polizei glaubt ihm kein Wort. Ein guter Anfang. Aber irgendwie geht es nicht so flott weiter. Die Personen werden beschrieben. Ein Fundstück gibt Rätsel auf. Aber der Fortgang der Geschichte ging mir zu langsam. Die Aufklärung des Mordes war erst einmal nicht so wichtig und ging irgendwie unter. Mein Lesefluss wurde da unterbrochen. Ich fand es zäh durch den langsamen Aufbau des Krimis.
Es ist ein cosy Kriminalroman, der mir zu langatmig war. Es gibt viele humorvolle Stellen und zum Schluss wurde es dann spannender und überraschender.
Tee und Blut
A Tempest of Tea von Hafsah Faizal
Arthie und Jin verdienen ihren Lebensunterhalt mit einem Teehaus. Jedoch wird es Nachts zu einem Bluthaus für Vampire. Doch Arthie und Jin haben eine Mission, die in ihrer Vergangenheit begründet ist. In ihrem Teehaus sammeln sie Geheimnisse und von denen leben sie. Die Vampire werden von den Einwohnern des Landes Ettenia ebenso gefürchtet wie verachtet.
Und diese Vampire haben einen Plan. Arthies und Jins Teehaus wird von der Regierung bedroht, es soll unbedingt geschlossen werden. Sie lassen sich auf ein gefährliches Spiel ein.
Eine gemächliche Geschichte. Es wird viel beschrieben und leider ließ mein Interesse mit diesem Aufbau merklich nach. Obwohl der Plot soviel versprochen hatte. Im weiteren Verlauf gab es noch ein bisschen Action und auch Spannung, aber es hat mich nicht so recht versöhnt. Das Ende war zum Teil doch überraschend und macht doch ein bisschen neugierig auf den zweiten Band.
Antiquitäten, Drogen und ein Todesfall
Der Donnerstagsmordclub oder Ein Teufel stirbt immer zuletzt von Richard Osman
Um die Weihnachtszeit kam der neueste Fall des Donnerstagsmordclub bei mir an. Und schnell habe ich ihn gelesen.
Wieder ein neuer Mordfall. Doch diesmal ist das Opfer ein Freund von Elizabeths Mann. Natürlich ermittelt der Club wieder. Es mischt sich wieder viel Privates in diese Ermittlung. Und sie sind mit ihren Ermittlungen der Polizei weit voraus.
Es ist wieder eine wunderbare skurrile Geschichte mit viel Humor. Elizabeth, Joyce, Ibrahim und Ron ergänzen sich wunderbar. Elizabeth wird von ihrem Mann gebraucht, seine Demenz schreitet voran. Joyce springt für sie ein und dirigiert die Tätigkeiten.
Ein überzeugender Kriminalroman. Ich hoffe auf viele neue Fälle. Die Personen entwickeln und verändern sich. Auch tauchen neue Personen auf und ich hoffe das sie im nächsten Band wieder erscheinen. Der Abschluss ist etwas traurig, aber der Mörder wurde gefasst.
Düstere Seancen
Die geheime Gesellschaft von Sarah Penner
Das Cover lud mich als Erstes ein. Dann las ich den Klappentext und wurde richtig neugierig auf das Buch. Ein mordener Geist? Das ist schon einmal sehr spannend.
Lenna und Vaudeline sind Protagonistinnen dieses Romans. Jede von ihnen hat ihre eigene geheime Geschichte. Lenna ist nach Paris gekommen, um den Mord an ihrer Schwester aufzuklären.
Sie ist sehr skeptisch gegenüber allem Okkulten. Allerdings ist sie nun der Lehrling von der Spiritualistin und Wahrsagerin Vaudeline D’Allaire. Vaudeline hält düstere Séancen ab und mehr als einmal sind bestürzende Geschehnisse dabei passiert.
Die Geschichte beginnt doch gemächlich, mir persönlich war es bis zur Mitte zu langsam. Dann allerdings wird es spannender und dramatischer. Die Geisterwelt wurde mit einbezogen.
Der Roman spielt im 19. Jahrhundert. Allerdings wurden die beiden Damen sehr modern dargestellt. Das Clubleben der Geheimgesellschaft »Séance Society« wird gut dargestellt. Vom normalen Leben zu der Zeit wurde wenig erzählt. Mit Lenna und Vaudeline habe ich mich nicht ganz anfreunden können. Sie blieben mir fremd. Trotzdem eine schöne Geschichte.
Stimmonade
Der Spurenfinder von Marc-Uwe Kling; Johanna Kling; Luise Kling
Mein erstes Buch von Herrn Kling. Nun hat er dieses Buch zusammen mit seinen Kindern geschrieben. Da war ich doch sehr gespannt.
Elos von Bergen hat sich in den langweiligsten Ort des Landes zurückgezogen, nach Friedhofen. Hier passiert nichts, gar nichts. Er tat es um seine beiden Kinder zu schützen.
Denn die Zwillinge Ada und Naru wollen zusammen mit dem Vater Abenteuer erleben. Sie interessieren sich für seine Tagebücher, in denen er seine Erfolge als Spurenfinder niedergeschrieben hat. Doch in Friedhofen passiert zum Glück nichts…
Die Geschichte ist witzig und bis alles aufgeklärt wird, auch spannend. Was mir nicht gefiel war das ständige Geplänkel mit ihrem Vater. Wenn es für die Kinder gefährlich wurde, hat er sie gebeten nichts zu tun. Die Kinder kennen das Wort gehorchen wohl überhaupt nicht. Das es zu ihrem Schutz geschieht, war ihnen nie klar. Das zog sich durch das gesamte Buch und war einfach nervig. Zusammenarbeit sieht anders aus.
Ich vermute, das es eine Fortsetzung geben wird. Das Ende deutet daraufhin. Ich hoffe, die Zwillinge werden dann weniger nervig dargestellt und der Fantasy Anteil größer. Die Geschichte hat auf jeden Fall das Potenzial für eine neue kreative Fortsetzung.
4 x London
Threads of Power von V. E. Schwab
„Sieben Jahre sind verstrichen in den vier Londons, wo alles begann. Im roten London, in dem die Magie allgegenwärtig ist, macht sich Unzufriedenheit breit…“
Leider kannte ich die Vorgänger Bände nicht. So musste ich mich etwas holprig in diese Welt einlesen. Der Einstieg war problemlos. Das reparieren von Dingen mittels Fäden der Magie war super.
Doch dann wurde ich abrupt in einen anderen Erzählstrang geworfen. Hier hat es dann doch etwas gedauert, bis ich damit warm wurde. Die Erzählung ist sehr komplex. Je weiter ich im Buch voran kam, desto mehr hat mich das Buch gepackt.
Die früheren Bände werde ich versuchen zu lesen, aber diese Reihe werde ich weiter verfolgen. Was mir hier im Buch fehlte, war die Vorstellung der wichtigsten Personen aus den früheren Büchern. Dann wäre ich vermutlich schneller in die Erzählung hinein gekommen. Nun bin ich gespannt, wie es weitergeht.
Kein Buch zum vorlesen
Kocht mit Checker Tobi - Meine Lieblingsgerichte, Mitmach-Checks und Checker-Fragen rund ums Essen von Tobias Krell; Gregor Eisenbeiß
Checker Tobi war mir bisher völlig unbekannt. Ich hatte mir die Leseprobe durchgelesen und fand die Rezepte gut.
Das Buch ist kein Kochbuch im klassischen Sinne. Und es sind auch weniger Rezepte enthalten, als gedacht. Die Rezepte richten sich an die gesamte Familie. Kleine Kinder können kaum damit zurechtkommen.
Es geht eigentlich um das gesamte Thema Kochen. Welche Geräte, welche Gewürze, wo kommt alles her und noch ganz viel anderes. Dann wird auch Tobis Familie beschrieben, seine Mutter und ihre Rezepte sind wichtig. Es ist ein kleines Nachschlagewerk mit gut recherchierten Informationen.
Die Rezepte gehen bunt durcheinander. Von klassischen deutschen Rezepten bis zu vielen Rezepten von beliebten Reisezielen. Einige sind einfach nachzukochen, bei anderen wird es schwieriger. Auch in Bezug auf die Zutaten. Mich haben ja die „Käsefüsse“ gereizt. Der Name ist schon sehr nett.
Mir fehlen bei den Rezepten einige Dinge. Viele Menschen haben Allergien. Hier wären Angaben wie: glutenfrei, Eiweiß, Nährstoffe, Kalorien sehr positiv gewesen.
Dies Buch hätte man durchaus in verschiedene schmalere Bücher aufteilen können. Aber es ist wohl ein bisschen an die Serie des Checker Tobis angelehnt.
Also für kleine Kinder nicht so gut, aber die Wissensvermittlung ist schon sehr gut.
Florrie ermittelt
Die brillante Florence Butterfield von Susan Fletcher
Ich hatte mir dieses Buch völlig anders vorgestellt. Dieser Roman spielt in einer Seniorenresidenz, hier kommt es zu einem Selbstmordversuch, der allerdings seht merkwürdig ist. Florence Butterfield hatte am Tag mit der Heimleiterin Renata ein langes Gespräch. Sie erfuhr, das Renata frisch verliebt war und ihren Sehnsuchtsort Paris besuchen wollte.
Und nun soll sie einen Selbstmord begangen haben? Das passt nicht zusammen. Florrie wird nachdenklich und beginnt zu ermitteln.
Leider ist der Roman sehr gemächlich aufgebaut. Das bleibt auch so. Florrie hat auch noch einiges aus ihrer Vergangenheit mit dem sie zurecht kommen muss. Da gab es Rückblicke auf ihr Leben und die Männer in ihrer Geschichte.
Aber diese Geschichte hat mich wirklich nicht gepackt. Die Personen sollten wohl etwas exzentrisch wirken, taten es aber nicht. Es war alles ein bisschen altbacken und langweilig. Die Aufklärung war auch nicht so richtig überraschend.











