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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von goejos:

Große Geschichte

Die Töchter der Ärztin von Helene Sommerfeld

Henny und Antonia Thomasius, beide der Medizin verbunden und doch sind Beide verschieden. Henny mit einer gut gehenden Ordination, Antonia mit dem unbändigen Drang, wieder zurück nach Afrika, wo sie ihre ersten vier Lebensjahre verbracht hatte. Gegen den Willen der Eltern und der gesamten Verwandtschaft setzt sie ihren Willen durch und lernt auf dem Schiff einen geheimnisvollen Mann kennen, welchen sie auch im Massai-Land wiedersehen würde und welcher ihr weiteres Leben entscheiden beeinflussen wird.

Doch nicht nur Tonis Leben steht im Mittelpunkt dieser Familiensaga, auch in der Heimat geht es ziemlich turbulent zu. Auf Schloss Freystetten muss man um den Fortbestand der Dynastie bangen, aber man scheut auch hier vor unkonventionellen Methoden nicht zurück. Ein wunderbar geschriebener und erzählter Roman, welcher am Ende viel Platz und Möglichkeiten für eine spannende Fortsetzung lässt. Mehr als gelungen.

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Berührend

Vilma zählt die Liebe rückwärts von Gudrun Skretting

Ein wunderbares Buch, ein Buch, welches alles vereint, Sorgen, Lachen, Lieben, Leiden, Hoffnung, Erfüllung. Schon das gelungene Cover macht Lust aufs Lesen. Und dann die Handlung. Es ist ein bisschen viel, was auf Vilma einstürzt. Ihr toter Vater, welchen sie bis zu diesem Zeitpunkt nicht kannte. Und dann noch diese Briefe von hm.

Jeden Tag soll sie nur einen Brief lesen. Dazu kommt noch, dass plötzlich Leben in den Alltag der einsamen Klavierlehrerin kommt. Ein Pfarrer, ein Bestattungsmitarbeiter und ein Klavierschüler bringen sie völlig aus dem Konzept. Die einzelnen Charaktere sind wunderbar dargestellt und beschrieben. Man leidet, lacht und lebt mit der Hauptdarstellerin mit. Sie, die bis jetzt so introvertiert war, geht plötzlich aus sich heraus und lässt andere Menschen in ihr Leben. Und das alles ausgelöst durch die Briefe ihres toten Vaters, welchen sie zu seinen Lebzeiten nicht kannte. Hervorragend.

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Mörderische Alte

Frau mit Messer von Gu Byeong-mo

Das Cover, eine Frau ohne Gesicht, passt wunderbar zu diesem Buch. Hornclaw, eine Frau, welche auf die Siebzig zugeht, ist eine Auftragsmörderin. Ein "Schädlingsbekämpferin", wie es in der Agentur heißt, bei der sie beschäftigt ist. Ihr unauffälliges Äußeres und ihr ebensolches Auftreten haben sie praktisch fast unsichtbar gemacht.

Eine Eigenschaft wie gemacht für ihr Handwerk. Doch mit zunehmendem Alter, beginnt sie immer mehr über das Geschehene nachzudenken. Über ihr einsames Leben mit einer Hündin zuhause. Und da ist dann noch die Begegnung mit einem Arzt, seinen Eltern und seiner kleinen Tochter. Plötzlich muss sie über das Leben eines Menschen nachdenken, dessen Leben sie in wenigen Stunden beenden soll. Keine einfache Geschichte, jedoch fesselnd erzählt und meisterhaft niedergeschrieben. Das Finale ein furioser Kampf. Empfehlenswert und zum Nachdenken anregend.

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Keine Zukunft

Heat 2 von Michael Mann; Meg Gardiner; Meg/Michael Gardiner/Mann

Von goejos

Ich habe den Film nicht gesehen und musste mich erst einlesen. War allerdings kein Problem. Ich war sofort gefangen von der Handlung, und auch der Film wurde leicht erklärt. Fasziniert war ich von Anfang an von Chris und wie er versucht, ein neues Leben aufzubauen. Es gibt aber genug andere Personen, welche in diesem Werk ausführlich beschrieben werden.

In diesem Buch reißt die Spannung nie ab und man tut sich daher schwer, es aus der Hand zu legen. Auch der Kampf zwischen Hannah und Wardell wird sehr gut geschildert und bleibt spannend bis zum Schluss. Die genaue Schilderung der Taten des Schwerverbrechers Otis Wardell in all ihrer Brutalität mag machen Leser abschrecken, steigert aber Hannahs Ehrgeiz, diesen zur Strecke zu bringen. Ein wirklich spannendes und gut geschriebenes Werk, welches allerdings Probleme hat, das Ende auch auf so hohem Niveau zu bringen. Trotzdem, ein Thriller, welcher unbedingt zu empfehlen ist.

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Umbruch

Was nicht war, kann ja noch werden von Lydia Schmölzl

Aufgrund der Leseprobe setzte ich große Hoffnungen in diese Geschichte. Leider wurden sie nur zum Teil erfüllt. Freya flippt als 30-jährige aus, als sie erfährt, dass ihre beste Freundin schwanger ist. Danach setzt sie vollkommen irrrationale und undurchdachte Maßnahmen. Der Wechsel in der Geschichte zwischen Jetzt und Damals zeigt aber auch hier, die Unentschlossenheit der beiden Hauptbeteiligten.

Eines sei schon lobend hervorgehoben: Die Nebendarsteller werden sehr lebhaft eingebracht in die Handlung. Freyas Eltern, ihre Schulfreundinnen und da vor Allem Maya. Außerdem stellt Freya immer mehr sich selbst in den Vordergrund, ohne
Rücksicht auf eventuelle Probleme der Anderen. Ihre Angst vor dem Erwachsen sein, hat sie bis jetzt nicht abgelegt. Sie träumt immer noch von den "schönen" Zeiten in der Schule und ist anscheinend aus ihrem Traum noch nicht aufgewacht. Soll auch im richtigen Leben so vorkommen.

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Schweres Erbe

Was nicht war, kann ja noch werden von Lydia Schmölzl

Was für ein interessanter Beginn. Nach dem überraschenden unnatürlichen Tod seines Vaters muss der Sohn sein Gelöbnis am Sterbebett erfüllen. Er muss einem alten Gesetz folgend, Auftragsmorde erfüllen. Allerdings dürfen diese nicht als solche erkannt werden. Lucien Comte de Chacarasse hat allerdings nicht vor zu töten, er muss aber den Schwur erfüllen.

Was hätte man aus dieser Geschichte machen können. Herausgekommen ist eine oberflächliche Handlung. Der Junge Comte geht ziemlich unbeeindruckt an seine Aufträge heran. Die Lösungen erscheinen meistens an den Haaren herbeigezogen. Auch die Geliebte seines Vaters spielt in dieser seichten Geschichte eine nicht unwesentliche Rolle. Auch sein Onkel ist mehr als verwickelt in die Geschichte. So schleppt sich die Handlung mühsam durch die einzelnen Vorfälle bis zu einem, nicht erwarteten, weil unglaubwürdigen Ende. Schade um einen verpatzten Versuch.

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Undurchsichtig

Die rätselhaften Honjin-Morde von Seishi Yokomizo

Vorweggenommen: Eine spannende Geschichte mit einem furiosen, nicht erwarteten Ende. Das wird zwar allgemein von einem Kriminalroman erwartet, doch in diesem Fall ist diese Behauptung überaus gerechtfertigt. Auch das Cover ist diesem Stil angepasst. Mit stoischer Ruhe und japanischer Gelassenheit wird vom Autor die Handlung abgespult und trotzdem bleibt die Spannung bis zum Schluss aufrecht.

Wer sich nicht beim Lesen von den japanischen Namen irritieren lässt, hat ein ungestörtes Krimivergnügen der seltenen Güte. Der "Verschlossene-Raum-Mord" stellt den ermittelnden Kommissar vor größte Probleme, ein hinzugezogener, junger, unscheinbarer Privatdetektiv trägt dann schlussendlich mit seinen eher unkonventionellen Methoden entscheidend zur Klärung dieses Verbrechens bei. Nebenbei werden auch Einblicke in das Leben der japanischen Gesellschaft übermittelt. Ein Krimi, welcher es wert ist, gelesen zu erden. Was will man mehr.

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Kochen schweißt zusammen

Die Köchinnen von Fenley von Jennifer Ryan

Ein wunderbares Buch. Ein Buch über Liebe, Beruf, Wertschätzung und Zusammenhalt. Vier Frauen, vier verschiedene Schicksale. Ein Kochwettbewerb macht aus den vier Gegenspielerinnen vielleicht doch noch Freundinnen? Der Autorin gelingt es hervorragend, die entbehrungsreichen Lebensbedingungen Englands während der Kriegszeiten in diese Geschichte einzubinden.

Vor allem in Ernährungsbereich gab es viele Missstände während dieser Zeit. Doch auch die Liebe in all ihren Erscheinungsformen, die gegensätzlichen zwischenmenschlichen Beziehungen, Freud und Leid kommen in diesem Werk nicht zu kurz. Es wird der Kampf gegen die Lebensmittelarmut genau so beleuchtet, wie die aufleuchtende Hoffnung bei gelungenen Werken. Und das alles verpackt in der Durchführung eines Kochwettbewerbes. Der Preis übrigen eine Stelle als Co-Moderatorin einer Kochsendung während der Krieges. Das gelungene Cover passt hervorragend zum Inhalt. Ein mehr als gelungenes Werk. Auch die abgedruckten Rezepte der Mitspieler beim Kochwettbewerb gen der Erzählung einen besonderen Reiz.

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Die Zeit vergeht

Die Freundinnen vom Strandbad (Die Müggelsee-Saga 2) von Julie Heiland

Der Autorin Julie Heiland ist romantisches, melancholisches, aber auch unterhaltsames Werk gelungen. Schon das gelungene Cover verrät einiges über den Inhalt wieder. Drei Freundinnen. welche unterschiedlicher nicht sein könnten, welche aber auch unterschiedliche Schicksale verkörpern. Clara, welcher die Flucht in den Westen gelungen ist, die aber ihre Freundinnen auf das Schmerzlichste vermisst.

Betty, welche einen bekannten Filmeregisseur geheiratet hat, in eine eigene große Wohnung gezogen ist und außerdem ein Kind von ihm erwartet. Und da ist dann auch noch Martha, welche verzweifelt versucht, bei einer Modezeitschrift unterzukommen. Aber da sind dann auch noch die Stasi-Methoden, welche das Leben der beiden im Osten verblieben Frauen nicht gerade leichter machen. Und bei allen Dreien spielt auch noch die Liebe verrückt und schlägt unerwartete Kapriolen. Alles in Allem ein Buch, welches leicht zu lesen ist und man kann dabei mit den Betroffenen mit lachen und auch manchmal mit weinen. Gelungene Unterhaltung.

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Unsicher

Die Cellistin von Daniel Silva

Weltklasse. Was der Autor Daniel Silva in diesem Werk abliefert, ist authentisch und trotzdem atemberaubend. Es gelingt ihm ganz ausgezeichnet, Realität und Fiktion so zu vermischen, dass es wahrheitsgetreu wirkt. Er gibt einen Einblick in die Arbeit der Geheimdienste, er wirft einen tiefen Blick auf die Machenschaften einzelner Banken im Bezug auf die Geldwäsche und er verwebt das Ganze mit der aktuellen politischen Situation.

Speziell der Vorgehensweise des israelischen Geheimdienstes gilt seine besondere Aufmerksamkeit. Auch die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen staatsübergreifend wird realistisch dargestellt. Die verschiedenen Hauptdarsteller werden lebensnah dargestellt und glaubhaft beschrieben. Ein Buch, welches den Leser von der ersten Seite an fesselt und welches er ungern aus der Hand legt. Ein wahrhaft gelungenes Werk. Nur zum Empfehlen.

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