Kunden em pfehlungen
Rezensionen von PFIFF:
Berührende Liebesgeschichte
Irrlicht von Joseph O'Connor
Joseph O'Connor greift in diesem Buch die Affäre der jungen Schauspielerin Molly mit dem berühmten Schriftsteller John Synge auf und entwickelt eine packende Liebesgeschichte, die unglücklich endet, da die Familie von Synge einer Heirat nicht zustimmt.
Der viel ältere John stirbt noch vor seinem 40.
Lebensjahr an Morbus Hodgin. Die große Liebe der beiden zu einander ist geprägt von ihren gegensätzlichen Charakteren. Molly ist abenteuerlustig, vorlaut und voller Energie. John jedoch nachdenklich und empfindsam. John hilft ihre Lebenslust, seine Krankheit besser zu ertragen.
Der Skandal zu Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts in Dublin hat damals die Gesellschaft und Theaterwelt in Aufruhr versetzt. Trotzdem halten die beiden zusammen, ergänzen sich und wissen um ihre einzigartige Beziehung.
Ihre Liebe besteht über Johns Tod hinaus und lebt in Molly weiter. Sie erinnert sich an die gemeinsame Zeit, während sie verarmt und dem Alkohol zugetan durch Dublins Straßen streunt, da es für sie keine Rollen mehr gibt. Nur wenige Freunde sind geblieben. Ihr Tod ist traurig.
Die Geschichte spielt in zwei Zeitebenen, der Gegenwart der alten Molly und der Vergangenheit, der Zeit mit John.
Der Roman ist faszinierend, traurig und einfühlsam.
O? Connor arbeitet die wahre Geschichte zu einem ergreifenden Epos mit Einblick in die Zustände des Irlands des frühen zwanzigsten Jahrhunderts aus.
Der Leser wird Zeuge eines Lebens unter dem Irrlicht der Vergangenheit.
Joseph O'Connor Fans werden den Roman lieben. Für neue Leser ist es sicher interessant, diesen faszinierenden irischen Schriftsteller, übrigens Bruder von Cinnéad O'Connor, kennenzulernen.


