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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Peter Burk:

Ein toller Bildband!

Zillertal von Gudrun Steger

Gegensätzlicher kann ein Tal nicht sein - Tourismus soweit das Auge reicht, Sommer wie Winter, aber auch stille "Gründe" am Ende des Tals, die faszinierenden 3000'er und die überwältigende Landschaft. Das Zillertal strahlt zu jeder Jahreszeit Geschäftigkeit aus, ist bestens erschlossen (volle Bundesstraßen, Zillertal-Bahn, Skizirkus, Bergbahnen .

..) und wirkt so auf den ersten Anblick wenig lieblich und faszinierend. Das war zumindest bisher immer mein Eindruck der Gegend von Strass im Inntal bis hin nach Mayrhofen. Spätestens nach einer Besteigung der Ahornspitze in diesem Sommer und nach Lektüre dieses eindrucksvollen Bildbandes hat sich diese Meinung jedoch geändert.

Dem Fotografen Horst Ender ist ein tolles Buch gelungen, ganz nach dem Motto "lass Bilder sprechen". Die Landschaftsaufnahmen, und das sind die Mehrzahl der Bilder, sind einfach überragend und laden dazu ein, diese Bergwelt zu entdecken. Aber auch die Menschen und Traditionen des Zillertals kommen nicht zu kurz. Schön, dass der Fotograf auf Bilder, wie sie in den Hochglanzbroschüren der Fremdenverkehrsbüros und Hotelanlagen zu finden sind, gänzlich verzichtet hat. Gudrun Steger hat die Texte verfasst und weiß als Betreuerin des Hochgebirgsparks Zillertaler Alpen wovon sie spricht. In kurzen Passagen wird hier dem Leser etliches an Hintergrundwissen vermittelt. Die einführenden Worte der Bergsteigerlegende Peter Habeler aus Mayrhofen dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Wer das Zillertal liebt sollte auf diesen Bildband nicht verzichten - wer das Zillertal noch nicht kennt, der kann es hier von seiner besten Seite kennen lernen und sich dann beim nächsten Besuch persönlich von seiner Schönheit vor Ort überzeugen. Klare Empfehlung für den Gabentisch oder als Urlaubsmitbringsel aus dem nächsten Skiurlaub.

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Neuauflage mit zahlreichen Ergänzungen

Klettersteigguide Tirol Alle Klettersteige in Nord- und Osttirol von Szepfalusi Csaba

Der Klettersteigboom ist nicht mehr aufzuhalten. Es vergeht keine Sommersaison in der nicht irgendwo ein neuer Weg aus Eisen eröffnet wird. Man mag dieser Entwicklung durchaus skeptisch gegenüber stehen, aber neben den bekannten, ausgetretenen Routen gibt es noch (oder immer wieder) viele kleine oder große (neue) Herausforderungen, die es zu entdecken gilt.

Was eignet sich da besser als einen Klettersteigführer über Tirol - über 50 % der Steige Osterreichs liegen in diesem Bundesland - zu Rate zu ziehen.

Csaba Szépfalusi (ach nennt' mich einfach Csaba, siehe auch www.csaba.at) hat den vergriffenen Führer "Erlebnis Berge! Alle Klettersteige in Tirol" neu aufgelegt und von 63 Haupttouren auf 90 aufgestockt. Das war auch gut so, denn in den letzten Jahren hat sich sehr viel getan, denkt man nur an "Neueröffnungen" wie z. B. den 5-Gipfel-Klettersteig am Achensee, den Peter-Kofler-Klettersteig oberhalb von St. Jodok oder die Nordroute auf die Große Kinigat in den Karnischen Alpen. Csaba weiß wovon er schreibt, das merkt man. Fast alle Bilder der Steige, die einen tollen Einblick (oder manchmal atemberaubende Tiefblicke) in das jeweilige "örtliche Ambiente" bieten, stammen vom Autor selbst.

Jede Tour startet zunächst mit den Facts: Schwierigkeitsgrad (A-F), Zeiten für Zu- und Abstieg und ganz wichtig Zeiten und Höhenmeter im Steig selbst, letzteres ein Muss für die sorgfältige Planung und um unangenehme Überraschungen zu vermeiden. Schön sind auch die "in Prosa" geschriebenen Überblicke zum jeweiligen via ferrata: da lässt sich dann Csaba schon mal über den jeweiligen Steig etwas persönlicher aus. Kartenmaterial ist auch dabei, das allerdings nur zur Orientierung dienen kann - aber das ist ja auch nur für den Zu- und Abstieg wichtig, der Weg am Steig erklärt sich von selbst. Gänzlich fehlen Topos - vielleicht eine schöne Ergänzung für einen zukünftigen Downloadbereich?

Wenn man nach Tirol (Achtung: der Führer deckt nur Nord- und Osttirol ab!) fährt, um einen Klettersteig zu erklimmen, dann gehört dieser Führer auf alle Fälle mit ins Gepäck - neben Klettersteigset, Helm, Schuhen und trockenem Wetter.

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Walser - mee gaid need

Walserweg Vorarlberg von Stefan Heim

Als ich bei einer Überquerung der Alpen mit dem Rad vor 3 Jahren über den Kristberg durch das Silbertal nach Galtür gelangte, war mir nicht bewusst, dass ich mich damals auf einer Etappe des Vorarlberger Walserweges befand. Vermutlich lag das am strömenden Regen, der mich fast die ganze Woche auf dieser Tour begleitete.

Die wunderschöne Natur, die schönen alten Streusiedelungen fielen mir schon auf. Die Hinweise und die Ausschilderung dieses Weges, der in 25 Etappen die wichtigsten Vorarlberger (+ Liechtensteiner und Tiroler) Walsersiedlungen verbindet, beachtete ich hingegen nicht. Beim nächsten Mal (und das kommt bestimmt) werde ich dies sicher tun, auch wenn mir vielleicht die Zeit fehlen wird, alle Etappen dieser Unternehmung zu begehen.

Stefan Heim, ein echter Walser, ist ein schöner Tourenbegleiter gelungen, der zudem mit dem Siegel "offizieller Wander- und Kulturführer" (Herausgeber ist die Vorarlberger Walservereinigung) aufwarten kann. Und von Kultur gibt es reichlich in diesem 238-seitigen Begleiter. Wer waren, wer sind sie überhaupt, diese Walser? Was verbindet sie, wie leben sie heute, was hat es mit ihrer Sprache auf sich? Immer wieder gibt es Hinweise und Antworten auf diese Fragen, egal ob in den Einführungen zum Buch oder bei den einzelnen Tagesetappen. Diese wiederum sind genauestens beschrieben, ebenso wie mögliche Abkürzungen, und mit einer Vielzahl von Hintergrundinformationen angereichert. Jede Etappe ist mit Kartenmaterial hinterlegt, die einzelnen Wegpunkte im Detail aufgeführt und auch auf die Stunden- und Kilometerzahlen muss nicht verzichtet werden. Die meisten (sehr schönen) Bilder stammen vom Autor selbst, ein weiteres Indiz für die Authentizität dieses Buches.

Den Praxistest wird dieser Führer mit Sicherheit bestehen, den Lesetest hat er definitiv jetzt schon bestanden. Und wenn ich das nächste Mal in das Gebiet der Walser komme, dann bleibt das Fahrrad daheim - ganz mit den Worten von Walter Pause: "Wer viel geht, fährt gut".

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Gelungene Chronik österreichischer Glanzleistungen

Austria 8000 von Jochen Hemmleb

Das erste Buch von Jochen Hemmleb zum Fall Mallory fiel mir eher zufällig in die Hände. Mittlerweile ist das anders und so warte ich immer wieder gespannt auf einen neuen "Hemmleb". Denn der Name steht für sauber recherchierte alpine Literatur und ist Garant für manche alpine Anekdote, die einem noch nicht so geläufig ist.

Da macht "Austria 8000" keine Ausnahme, denn es ist eine gelungene Zusammenstellung von Geschichten rund um die Besteigung der 14 Achttausender durch österreichische Alpinisten.

14 Kapitel mit (fast) jeweils 2 Hauptprotagonisten - eine Geschichte hat Hemmleb am Makalu eingespart (zugunsten des Gasherbrum IV im Nachwort) - bilden den Rahmen für die vielen Informationen über, Interviews mit, Bildern von und Erlebnissen der bedeutendsten österreichischen Bergsteiger und Bergsteigerinnen auf den 14 höchsten Bergen der Erde. Da kommen Peter Habeler, Wolfgang Nairz oder Christian Stangl (vor und nach seinem K2-Fake) zu Wort, aber auch die, die nicht so im Rampenlicht stehen oder standen (Theo Fritsche, Gerhard Watzl oder Erika Prokosch). Und natürlich muss auch über die tragischen Erlebnisse berichtet werden, wie über Markus Kronthaler, der am Broad Peak die 20 Höhenmeter Gegenanstieg nicht mehr schaffte und an Erschöpfung starb. Freud und Leid sind in diesen Höhen unzertrennlich verbunden - das wird dem Leser in den Interviews mit den Bergsteigern (und der Ausnahmebergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner) schnell klar.

Mit 414 Seiten kommt das Buch sehr umfangreich daher, aber wird zu keinem Zeitpunkt langatmig oder gar langweilig. Dazu beherrscht Jochen Hemmleb es einfach zu gut, den Spannungsbogen seiner Geschichten und Berichte aufrecht zu erhalten. Für alle Interessierte gibt es im Anhang noch eine Auflistung der Österreicher(innen), die bis Ende September 2012 einen Achttausender erreicht haben. Ein gutes Buch, das jede alpine Büchersammlung bereichert.

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