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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von April1985 :

Geheimnisse verborgen im Wüstensand

Der Sternenstaubdieb von Chelsea Abdullah

Chelsea Abdullah hat mich in eine Welt voller Wunder, beeindruckender Djinnmagie, Wüstensand, aber auch voller Gefahren entführt. Der 'Sternenstaubdieb' liest sich wie ein Märchen aus 1001 Nacht, spannend und sehr einnehmend, aber auch unerwartet blutig und brutal.

Es geht um Mitternachtshändlerin Loulie al-Nazari, welche gemeinsam mit ihrem Djinn-Gefähren Qadir magische Relikte aufspürt und diese auf dem Nachtmarkt verkauft.

Mit ihren speziellen Fähigkeiten zieht Loulie auch die Aufmerksamkeit des Sultans auf sich. Dieser lässt Loulie verhaften, um sie für seine eigenen Zwecke einzusetzen. Loulie soll für ihn eine verschollene Lampe finden. Gemeinsam mit dem Sohn des Sultans, einem Djinnjäger und Anführer der berüchtigten 40 Räuber, und und dessen Bandenmitglied Aisha brechen Loulie und Qadir zu der gefährlichen Mission in die Wüste auf.

Und diese Reise hat es in sich. Nahezu überall lauern tötliche Gefahren und jeder der Reisegesellschaft scheint seine dunklen Geheimnisse zu hüten.

Chelsea Abdullahs Schreibstil hat mich durch die Geschichte getragen, die sich mit ihren vielen eingewobenen Märchen und Erzählungen wie ein Geschichte aus 1001 Nacht liest. Besonders faszinierend fand ich die Djinnmagie und die Relikte, welche den Menschen unglaubliche Fähigkeiten verleihen.

Im Mittelteil hat mich das Buch zwar kurzzeitig etwas verloren, und es ging etwas langsam voran, umso mehr haben mich die Enthüllungen und Wendungen vereinnahmt, durch die ich immer weiter lesen wollte. Und von dem Ende mag ich gar nicht erst reden. Ich brauche unbedingt Band 2!

Fazit:
Eine Geschichte entsprungen aus Sternenstaub und Djinn-Magie, mit einem tollen orientalischen Setting und einer gegensätzlichen Reisegruppe, die man nicht so schnell vergisst. Großartige Fantasy!

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Dystopischer Krimi mit 'Locked Room'-Atmosphäre

Der letzte Mord am Ende der Welt von Stuart Turton

Mit seinem neuesten Krimi hat sich Stuart Turton wieder einmal selbst übertroffen. 'Der letzte Mord am Ende der Welt' hat mich von Anfang bis zum Schluss gefesselt.

Stuart Turton bewegt sich zwischen den Genres und so ist ein genialer Mix aus Krimi, Sci-Fi und Dystopie entstanden. Der Autor hat ein erschreckendes Zukunftsszenario erschaffen.

Die Menschheit ist nahezu ausgerottet. Nur eine kleine Gruppe von Wissenschaftlern hat es geschafft auf einer griechischen Insel eine Zuflucht vor dem giftigem, tötlichen Nebel zu schaffen. Die Ältesten, wie sie sich nennen, sorgen für Sicherheit auf der Insel. Die wenigen Dorfbewohner sorgen für Nahrung, kümmern sich um die Tiere und bewirtschaften Felder. Jeder einzelne hat seine Aufgabe; der Tagesablauf verläuft nach den Regeln der Ältesten, bis einer von ihnen ermordet wird und die Sicherheitsschranken, welche den tötlichen Nebel von der Insel abschirmen, hochgefahren werden. Um die letzten Überlebenden zu retten, muss der Mörder entlarvt werden, andernfalls wird die Menschheit endgültig aussterben. Dorfbewohnerin Emory stellt sich der nahezu unmöglichen Aufgabe. Mit ihrer Neugier und ihrer rebellischen Art , die sie grundlegend von den anderen Dorfbewohner unterscheidet, beginnt sie Fragen zu stellen. Was ist in der Nacht des Mordes passiert? Warum wurde Niema getötet und wieso kann sich niemand erinnern?

Schnell ist klar, dass auf der Insel etwas nicht mit rechten Dingen zu geht. Ich fand es so spannend die vielen Geheimnisse ans Licht zu zerren, tief in die dunklen Abgründe der Menschen zu blicken und Rätsel um Rätsel zu entschlüsseln. Genial fand ich gerade zu Beginn den geheimnisvollen Ich-Erzähler, dessen Identität zwar relativ schnell gelüftet wird, der aber auch später für viele Überraschungen sorgt. Überhaupt steckt das Buch voller unvorhersehbarer Wendungen und Plotttwists, welche den Spannungsgrad hoch halten. Und ich habe die 'Locked Room'-Atmosphäre geliebt.

Fazit:
Ein großartiger Krimi aus der Feder von Stuart Turton, mit einem erschreckenden Zukunftsszenario, dunklen Geheimnissen und überraschenden Wendungen und Enthüllungen. Ein Highlight!

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Verbundene Seelen

Our Infinite Fates von Laura Steven

"Our Infinite Fates" hat mich mit seiner Einzigartigkeit und einr außergewöhnlichen Handlung sehr überrascht.

Es geht um Evelyn und Arden auf denen ein grausamer Fluch liegt. Seit Jahrhunderten sind die beiden dazu verdammt sich zu verlieben und vor ihrem 18. Geburtstag zu töten.

Während der Hauptstrang in der Gegenwart spielt, tauchen wir kapitelweise in die vergangenen Leben von Evelyn und Arden ein.

Das Besondere daran ist, dass die Geschlechter der beiden nicht in jedem Leben gleich sind. Mal ist Evelyn ein Junge, Arden eine Frau und in einigen Jahrhunderten haben die beiden auch das gleiche Geschlecht. Nur eines ist in jedem Leben gewiss. Egal wo sie geboren sind und leben. Sie finden immer zueinander und es endet immer mit dem unausweichlichen Tod.

Die Verteilung der Rollen hat mir richtig gut gefallen , ist es der Autorin gelungen zu zeigen, dass man sich in den Menschen verliebt und nicht in das Geschlecht.

Und auch die eigentliche Handlung in der Gegenwart, ist richtig spannend. Man fiebert mit Evelyn mit, hofft , dass Arden sie nicht findet, bevor sie ihre Schwester retten kann. Außerdem hat mich die Frage nach dem Warum, die ganze Zeit begleitet. Was steckt hinter dem Fluch? Warum müssen sie vor ihrem 18. Geburtstag sterben und dann wiedergeboren zu werden? Kann Evelyn den Fluch brechen?
Evelyn hat in der Gegenwart genau das vor. Ihre Schwester ist an Leukämie erkrankt und benötigt dringend eine Knochenmarkspende. Evelyn kommt als einzige Spenderin in Frage, aber das Schicksal ist grausam. Evelyns Schwester kann die Knochenmarktransplantation aufgrund ihres angeschlagenen Immunsystems nicht machen und der Evelyns 18. Geburtstag rückt immer näher. Dabei möchte Evelyn nichts anderes als ihre Schwester, ihre liebgewonnene Familie retten.

Ich fand die Geschichte größtenteils richtig fesselnd; der Schreibstil der Autorin ist unkompliziert und einfach.

Allerdings hat sich die Handlung auch etwas in die Länge gezogen; insbesondere durch die zahlreichen Zeitsprünge in die vergangenen Leben . Und auch die Auflösung fand ich dann ein bisschen flach. Die ganze Geschichte hat eine gewisse Poesie und ich finde einfach, dass die Enthüllungen am Ende genau diese Poesie irgendwie zerstört haben.

Nichtsdestotrotz ist 'Our Infinite Fates' ein tolles Buch. Außergewöhnlich und einzigartig, mit starken Protagonisten und einem spannenden Plot. Definitiv lesenswert!

Fazit
Für Fans von außergewöhnlichen Geschichten über verbundene Seelen, die sich über Jahrtausende hinweg immer wieder finden, über Liebende, die das Schicksal verbunden und mit einem grausamen Fluch belegt hat. Große Empfehlung!

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Eigenwilliger Stil, außergewöhnliche Erzählung

HEN NA E - Seltsame Bilder von Uketsu

‚HEN NA E – Seltsame Bilder‘ war für mich ein überraschendes Hilight. Ein Buch, das rätselhaft beginnt und dessen Handlung sich nach und nach, mit jedem Kapitel, offenbart. Anfangs war ich etwas irritiert darüber, da das erste Kapitel so plötzlich zu Ende war und dann scheinbar eine andere Geschichte weiter erzählt wurde.

Dann hat sich aber alles gefügt und ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen und zu rätseln. Daher auch eine kleine Warnung mit Augenzwinkern: Das Buch wird dich fesseln und nicht mehr loslassen. Du wirst es nicht mehr aus der Hand legen können, bis du das Geheimnis der Bilder gelüftet und den Fall gelöst hast.

Uketso präsentiert hier eine wirklich außergewöhnliche Erzählung, die mindestens genauso spannend und rätselhaft ist wie der Autor selbst. Danke an dieser Stelle auch an Heike Patzschke, die wirklich großartige Übersetzungsarbeit geleistet hat.

Der ganze Stil und Aufbau des Kriminalromanes mit den Zeichnungen, bildhaften Erklärungen und fettgedruckten Passagen ist ungewöhnlich, anders und besonders. Der Schreibstil und die Figuren unglaublich einnehmend. Ich kann mich nicht erinnern, schon mal so ein erzählerisch außergewöhnliches Buch gelesen zu haben. Es hebt sich durch die Zeichnungen und den eigenwilligen Stil definitiv von der breiten Masse ab

Sprachlich ist das Buch einfach gehalten. Nüchtern erzählt und auf den Punkt gebracht. Man fliegt gefühlt durch die Seiten und wird dabei zum miträtseln und mitermitteln eingeladen. Es hat einfach Spaß gemacht, auch wenn ich relativ bald erahnen konnte wer hinter den Morden steckt. Es gab ja trotzdem noch genügend Überraschungen und ziemlich heftige Enthüllungen und Gänsehautmomente. Mich haben einige Ereignisse auch nachdenklich gestimmt.

Ein paar Dinge bzw. Entwicklungen fand ich zwar etwas zu sehr dem Zufall überlassen bzw. einfach zu unrealistisch. Aber sei es drum. Ich hatte Spaß und kann ganz gut über diese Dinge hinwegsehen.

Fazit
Ein ziemlich genialer, mysteriöser Kriminalroman, der sich durch seinen sehr eigenwilligen, außergewöhnlichen Stil von der breiten Masse abhebt. Ein Highlight!

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Ein großartiger Dilogie-Auftakt, der ins alte Ägypten entführt

Geheimnisse des Nil, Band 1 - What the River Knows von Isabel Ibañez

Es geht um Inez Olivera, welche bei ihrer Tante in Argentinien aufwächst, weil ihre Eltern die meiste Zeit des Jahres bei ihrem Onkel Ricardo Leben und diesen auf Ausgrabungen in Ägyten unterstützen. Inez größter Wunsch ist es ihre Eltern zu begleiten. Als sie ein lang herbeigesehnter Brief erreicht, hofft Inez endlich auf die Nachricht nach Ägyten reisen zu dürfen, doch alles kommt anders.

Inez Eltern, welche eine Expedition in die Wüste unternommen haben, sind verschollen und wurden nach einer groß angelegten Suche für tot erklärt. Inez ist verzweifelt und fasst einen Entschluss. Sie bucht eine Passage nach Ägypten, um selbst nach ihren Eltern zu suchen. Mit im Gepäck – ein Ring, den sie von ihrem Vater bekommen hat. In Ägypten angekommen wartet jedoch nicht Tio Ricardo auf seine Nichte, sondern dessen Assistent Whit. Und dieser ist mit nur einer Aufgabe betraut. Er soll Inez so schnell wie möglich nach Argentinien zurück schicken. Doch da hat er die Rechnung ohne Inez gemacht…

Inez ist eine rebellische, schlagfertige und sehr starrsinnige Protagonistin. Was sie sich in den Kopf setzt, zieht sie durch. Sie setzt sich über die Sitten und Bräuche ihrer Zeit hinweg und sorgt für viel Aufregung und Trubel. Vorallem Whit bereitet Inez ordentlich Kopfweh. Der mürrische Assistent von Tio Ricardo ist alles andere als glücklich über seinen neuen Job als Aufpasser von Inez.

Die Autorin hat das Trope Grumpy vs Sunshine wirklich klasse umgesetzt. Ich habe die Dynamik zwischen Inez und Whit geliebt. Die hitzigen und schlagfertigen Dialoge, das Katz- und Mausspiel und die langsame Annäherung der beiden. Wir haben eine Slow-Burn-Romance, die ohne Spice auskommt, deshalb aber nicht weniger knistert.

Mein Highlight war die ägyptische Mythologie und der Hauch Magie, den die Autorin der Geschichte eingeflöst hat.

Wir erleben Ägyten im Jahr 1884 zu einem Zeitpunkt, als Ausgrabungen floriert haben. Auch Tio Ricardo ist ein Archäologe, der seinen Lebensunterhalt mit Ausgrabungen verdient. Die Beschreibungen der Landschaften und Ausgrabungsstätten waren derart lebendig, dass ich das Gefühl hatte wirklich dabei zu sein. Die Atmosphäre ist geheimnisvoll und magisch, nicht zuletzt wegen der magischen Artefakte, die kleine Einblicke in das Zeitalter der Pharaonen geben.

Ich war von Anfang an gefesselt von der Geschichte und fand sie wahnsinnig spannend und mitreißend. Die hitzigen Dialoge zwischen Inez und Whit bringen zudem Humor und Witz hinein. Und auch die romantischen Gefühle kommen nicht zu kurz, genauso wie die zahlreichen Wendungen und Enthüllungen, mit denen ich absolut nicht gerechnet habe.

Für mich ist das Buch ein Highlight und ich freue mich auf die Fortsetzung.

Fazit
Wenn du an alter ägyptischer Geschichte interessiert bist, dich Archäologe fasziniert, du Fan von Geschichten wie „Die Mumie“ oder „Indiana Jones“ bist und du die Tropes Grumpy-vs-Sunshine, Slow Burn Romance und Forced Proximity gerne magst, dann kann ich dir den Dilogie-Auftakt sehr ans Herz legen.

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Im Wald ist einiges los

Wieso? Weshalb? Warum? junior, Band 77 - Tiere im Wald von Patricia Mennen

Wir lieben die lehrreichen Bücher der „Wieso, Weshalb, Warum“-Reihe und so durfte auch dieses bei uns nicht fehlen. Vorallem meinem 3-jährigen Sohn hat das Buch mit den Klappen und „Geheimnissen“, die dahinter verborgen sind begeistert.

Dieses Mal sind es die verschiedensten Waldbewohner und deren Lebensrauf, den es zu erkunden gilt.

Vom Krabbeltier bis zum Wildschwein stellen sich die Tiere vor. So erfährt man in kurzen Wissestexten wo und wie die Tiere wohnen, was sie fressen und wie sie leben. Durch die einfache Gestaltung der Texte ist das Buch auch für Erstleser geeignet.

Die Illustrationen begeistern jedes Mal aufs neue und so macht es auch Spaß, das robuste Büchlein einfach nur anzuschauen. Mein Sohn hat noch nicht so die Ausdauer zum Zuhören, selber blättern und anschauen, macht er aber richtig gerne. Von uns gibts auch für diesen Band der Reihe eine Empfehlung.

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Mitreißende Slow-Burn-Romantasy verwoben in arabischer Mythologie

We hunt the Flame von Hafsah Faizal

»Es liegt eine gewisse Schönheit im Chaos, eine Herrlichkeit im Unkontrollierbaren.«

Zitat aus „We Hunt the Flame“, Pos. 1585 (E-Book)

Hafsah Faizal konnte mich mit ihrem Dilogieauftakt rundum begeistern. Inspiriert von arabischer Mythologie bin ich eingetaucht in eine Welt, in der die Magie vor langer Zeit verloren gegangen ist.

Ich habe unsere Protagonisten auf einer schicksalhaften Mission begleitet ein verschollenes Artefakt zu finden, um die Magie nach Arawiya zurück zu bringen und damit das Reich vor dem drohenden Untergang zu bewahren. Ein großes Highlight, das laut nach der Fortsetzung schreit.

„We hunt the Flame“ ist abwechselnd aus der Sicht von Kronprinz Nadir und Jägerin Zafira geschrieben. Ich habe sie beide schnell in mein Herz geschlossen, trotz all der Finsternis, welche die beiden umgibt.

Zafira ist mutig, aufopferungsvoll und eine begnadete Jägerin. Als einzigen Menschen ist es der jungen Demenhunin gelungen den finsteren und bedrohlich Arz, einem magischen Wald, der sich Tag für Tag mehr ausweitet und droht das Kalifat zu verschlingen, zu betreten und lebend wieder zu verlassen. Als Mann verkleidet riskiert Zafira täglich ihr Leben, um ihr Volk mit Nahrung zu versorgen.

Kronprinz Nadir hat es mir da etwas schwerer gemacht, ihn zu mögen. Zum Haschaschinen ausgebildet, tötet Nadir im Auftrag seines Vaters, dem grausamen Sultan. Nicht ohne Grund wird Nadir auch Prinz des Todes genannt. Nadirs Beweggründe und seine Taten blieben lange Zeit ein großes Rätsel für mich. Irgendwann sind die Dämme aber gebrochen und ich habe hinter die Schatten, die Nadir begleiten, geblickt und den Sarasinen in mein Herz geschlossen.

Auf der Insel Sharr treffen Zafira und Nadir aufeinander, beide mit dem Auftrag ein verschollenes Artefakt zu finden. Was Zafira nicht weiß, ist, dass Nadir auch den Auftrag hat den berühmten Jäger zu töten.

Ich habe die Dynamik zwischen Zafira und Nadir einfach geliebt. Die beiden stehen auf komplett unterschiedlichen Seiten. Zafira, eine Bauerntochter aus einem Kalifat, dass in Frauen nicht viel Wert sieht und Nadir, der Sohn des Sultans, dessen Leben aus Blutvergießen und Töten besteht. Doch da ist auch dieses Prickeln, das die beiden umgibt. Wir haben hier eine Slow-Burn-Romance und ich habe jedes Detail davon so sehr geliebt. Die Emotionen waren für mich greifbar und ich fand die Entwicklung der Beziehung zueinander richtig spannend und fesselnd. Es war wie ein Vulkan kurz vor dem Ausbruch.

Mit General Altair Al-Badawi, dem unsterblichen Safi Benyamin Haadi und Kriegerin Kifah Darwish hat Hafsah Faizal weitere interessante Charaktere auf die gefährliche Insel geschickt, wobei ich vorallem Altairs Charme verfallen bin. Sein loses Mundwerk hat die brodelnde Stimmung herrlich erfrischt und aufgelockert.

Es ist eine Schicksalsgemeinschaft, die sich auf Sharr zusammenfindet, jeder mit einem eigenen Geheimnis im Gepäck.

Große Liebe gilt auch Hafsah Faizals detailreichen Schreibstil, welcher mit seinen vielen arabischen Einwürfen und Redewendungen eine großartige Welt vor meinen Augen hat entstehen lassen.

Ich habe den Dilogieauftakt von Anfang bis Ende verschlungen. Durch die zahlreichen, unvorhersehbaren Enthüllungen und Wendungen hatte ich stets den Drang weiterlesen zu müssen. Für mich war das Buch bis zum Schluss mitreißend und ich kann es kaum erwarten mit Band 2 zu starten.

Fazit
Eine mitreißende Slow-Burn-Romantasy verwoben in arabischer Mythologie. Absolut packend und fesselnd geschrieben!

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Die schmutzigen Tage

Tage einer Hexe von Genoveva Dimova

Zugegeben, Hexe Kosara hat es mir mit ihrem sturen, gedankenlosen Charakter nicht immer ganz so leicht gemacht. Dennoch habe ich die Zeit mir ihr unglaublich genossen. Genoveva Dimova hat mich mit ihrem Schreibstil, dem trockenen Humor und den hitzigen Dialogen, und ihrer durch slawische Mythologie inspirierten Welt total begeistert.

Jedes Neujahr lüftet sich der Schleier zwischen den Welten und lässt für 12 Tage Monster in die Stadt Chernograd. In diesen "schmutzigen Tagen" ziehen Varkolaks, Karakonjuln, Samodiven und viele andere bösartige Wesen durch die Straßen. Das schlimmste aller Moster ist der Zmey und eben dieser hat es auf Feuerhexe Kosara abgesehen. Und ausgerechnet in der Neujahrsnacht verliert Kosara ihren Hexenschatten und damit auch ihre Hexenkraft beim Kartenspielen an einen fremden Reisenden. Um zu überleben und den Zmey zu entkommen, bleibt Kosara nichts anderes übrig, als sich in die benacharte Stadt Belograd zu flüchten. Und sie muss ihren Hexenschatten wieder finden, denn ohne diesen, wird Kosara selbst zu einem Schatten verblassen.

Mir hat die Geschichte richtig viel Spaß gemacht. Mit ihrer vorschnellen und unüberlegten Art stolpert Kosara von einer brenzligen Situation in die nächste. So macht sie auch relativ schnell die Belograder Polizei bzw. Ermittler Arsen auf sich aufmerksam, der sich auch nicht mehr so einfach abschütteln lässt.

Die Welt, in die Genoveva Dimova uns entführt ist faszinierend. Auf der einen Seite haben wir die graue von einer lebendigen Mauer umzingelte Stadt Chernograd, in der es Hexen und Magie gibt und wo in en 12 Tagen nach Neujahr Jagd auf Monster gemacht wird. Auf der anderen Seite der Mauer hingegen liegt das heitere und sonnige Belograd, welches im Gegensatz zu Chernograd regelrecht im Reichtum schwimmt. Den Chernogradern ist die Einreise nach Belograd untersagt bzw. durch die menschenfressende Mauer auch nur schwer möglich. Ich habe die ganzen Ideen richtig gefeiert.

Die Handlung selbst ist spannend und wendungsreich. Die meisten Enthüllungen habe ich tatsächlich nicht kommen sehen. Gemeinsam mit Kosara und Arsen gehts an die verschiedensten Orte zu Land und auch zu See. Es entwickelt sich auch eine kleine Romanze zwischen der Hexe und dem Ermittler, allerdings wirklich nur ganz dezent. Ich fands sehr passend.

Ich würde mich, vorallem nach dem Ende, sehr auf ein Widersehen mit Kosara und Arsen.

Fazit:
Eine düstere Geschichte über Monster und Hexen inspiriert durch slawische Mythen und Legenden. Ich habs geliebt.

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Skurril, außergewöhnlich, emotional und humorvoll

Long Live Evil von Sarah Rees Brennan

Kurz und knapp: Ich fands genial! Während mich der Anfang an meine emotionalen Grenzen gebracht hat und mich Dankbarkeit gelehrt hat, ging's dann weiter mit "Was lese ich hier eigentlich?" und "Wie genial ist das denn!". Das Buch hat einfach so viele Facetten, war ganz anders als erwartet und hat mich letztlich richtig begeistert.

Es geht um Rae, 20 Jahre und unheilbar an Krebs erkrankt. Zuflucht findet Rae in ihrem Liebsten Fantasyromanen "Zeit des Eisens", welche ihre Schwester ihr am Krankenbett vorliest. Tja, und dann ist Rae plötzlich selbst Teil der Geschichte, als eine fremde Frau ihr einen Handel anbietet, der ihr Leben retten könnte.

Die Welt, in die wir mit Rae eintauchen hat alles was Märchen brauchen. Helden, Schurken, Prinzessinnen, Edelmänner und noch mehr Schurken. Und auch Rae findet sich in der Rolle der Bösewichtin wieder. Ich hab's schlichtweg geliebt. Angefangen bei den zwielichtigen Charakteren und deren Entwicklung, bis hin zum Schreibstil der Autorin, der nicht nur mit Klischees spielt und wahnsinnig humorvoll ist, sondern auch eine poetische Seite hat. Ich musste wahnsinnig oft herzhaft und laut lachen; die Geschichte hat mich aber auch nachdenklich gestimmt. Von meiner Seite gibt's eine große Empfehlung.

Fazit
Skurril, außergewöhnlich, emotional und humorvoll. Ein besonderes Buch mit besonderen Charakteren. Ich hab's geliebt!

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Dystopie, die nostalgische Gefühle weckt

Skyhunter - A Silent Fall von Marie Lu

'Skyhunter' ist düster, brutal und rasant. Talin eine Protagonistin mit interessantem Hintergrund und Marie Lu's Schreibstil ist herrlich unkompliziert und macht einfach Spaß zu lesen. Ein grundsolider Auftakt der neuen dystopischen Dilogie der Autorin.

Gleich zu Beginn wird klar, wie grausam und brutal die Welt bzw.

das Regime ist, unter dem die junge Strikerin Talin aufwächst. Bei einem Anschlag der Föderation hat Talin nicht nur ihr zu Hause, sondern auch ihre Stimme verloren. Beim Widerstand von Mara hat Talin ein neues Daheim und vorallem eine Aufgabe gefunden - das Land und die Menschen vor den brutalen Angriffen der karensischen Föderation durch wolkenlosen bestialische Kreaturen erschaffen aus wissenschaftlichen Experimenten ("Geister") schützen.
Talin ist nicht nur knallharte Elitekämpferin, sie hat auch eine weiche Seite. Als ein Kriegsgefangener der Föderation hingerichtet werden soll, geht Talin dazwischen. Talin erkennt etwas in Red, etwas, dass sie nicht greifen kann, das aber der Schlüssel zur Rettung aller sein könnte.

Ich mochte Talin und Red als Protagonisten sehr gerne. Vorallem das Zusammenspiel der beiden und die besondere Kommunikation. Marie legt den Grundstein für eine Enemies-to-Lovers-Romanze auf deren weitere Entwicklung ich schon gespannt bin.

Die Welt ist ausreichend gut und bildhaft beschrieben. Ich konnte mir beim Lesen alles gut vorstellen. Allerdings fand ich vieles recht vorhersehbar und die Entwicklungen wenig überraschend. Dafür hat das Ende so richtig reingehauen. Ich bin jedenfalls gespannt wie es weitergeht.

Fazit:
Ein solider, dystopischer Dilogieauftakt, der mich an die "Bücher von früher" erinnert hat und dessen Ende neugierig auf die Fortsetzung macht.

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