Kunden em pfehlungen
Rezensionen von April1985 :
Ein Buch mit vielen Überraschungen
Faebound von Saara El-Arifi
Mein erstes Buch von Sara El-Arifi hat mich hat mich direkt abgeholt und mit einer Geschichte über Elfen, Fae, Geheimnisse und Lügen, Geschichten über Götter und Schwesternschaft begeistert.
Das Buch ist abwechselnd aus Sicht von Yeeran und Lettle geschrieben. Zwei Schwestern aus dem Volk der Elfen, das als einziges den großen Krieg zwischen Menschen, Fae und Elfen überdauert hat.
Das ist zumindest die Geschwindigkeit wie Yeeran und Lettle sie kennen. Als Yeeran zur Colonel der Elfenarmee ernannt wird, unterläuft ihr gleich bei ihrem ersten Einsatz ein Fehler mir weitreichenden Konsequenzen. Ins Exil verbannt, kämpft Yeeran ums Überleben. An ihrer Seite ihre Schwester Lettle und Kommandant Rayan, welche Yeeran ins Exil gefolt sind. Was die drei Elfen in der Wildnis erwartet, stellt ihr komplettes Weltbild auf den Kopf. Das Volk der Fae, welches als ausgestorben gilt, nimmt Yeeran und ihre Weggefährten gefangen. Den Grund muss jeder selbst herausfinden. Mich hat er jedenfalls total überrascht.
Saara El-Arifi hat mich mit ihrem wunderbaren Schreibstil direkt eingenommen. Dieser ist sehr bildhaft und atmosphärisch; ich konnte aber auch eine Prise Humor entdecken und musste üher so manchen Dialog schmunzeln. Dazu kommt eine Handlung, welche mich mit ihren unerwarteten Enthüllungen, Geheimnissen und Legenden, einer queeren Liebesgeschichte und zahlreichen Wendungen überrascht und gefesselt hat. Hervorzuheben ist auch das Magiesystem mit Trommeln und die tierischen Gefährten. Vorallem Letztere haben mich richtig begeistert.
Mit Yeeran und Leetle hat die Autorin zwei starke, weibliche Protagonistinnen erschaffen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die eine Kämpferin in der Armee, die andere Wahrsagerin. Durch die wechselnden Perspektiven lernen wir beide Frauen sehr gut kennen. Im Übrigen habe ich Faebound als sehr charakterstarkes Buch wahrgenommen.
Während ich sie Beziehung der beiden Schwestern untereinander sehr tiefgehend empfunden habe, sind die Emotionen in Bezug auf die Liebesgeschichte etwas auf der Strecke geblieben. Diese habe ich nicht ganz so gefühlt. Und auch das Worldbuildung hätte etwas mehr Details und Tiefe vertragen können.
Nichtsdestotrotz habe ich den Auftaktband richtig gerne gelesen und kann ihn definitiv weiter empfehlen.
Heute bin ich
Wieso? Weshalb? Warum? Kernreihe, Band 58 - Unsere Gefühle von Andrea Erne
In Band 58 der Wissensbuchreihe für Kinder nimmt uns Andrea Erne auf eine richtige Achterbahnfahrt der Gefühle mit. Als Mama bin ich großer Fan solcher Bücher, schaffen sie es doch Emotionen so zu erklären, dass auch die Kleinsten sie begreifen können.
Melanie Brockamp hat das Bilderbuch liebevoll illustriert und die Bandbreite an Emotionen anhand verschiedener Alltagssituationen dargestellt.
Neben dem ganzen positiven und negativen Gefühlen lernen Kinder diese nicht nur zu benennen, sondern auch wie sie damit umgehen können. Nicht immer sind Gefühle nur gut oder schlecht. So kann zum Beispiel Wut auch hilfreich in manchen Situationen sein. All das erfahren Kinder beim Vorlesen, selber Lesen und anschauen.
Ich finde das Buch richtig toll gemacht, pädagogisch wertvoll und sehr wichtig. Es darf in keinem Kinderzimmer fehlen.
Es wird haarig
Wieso? Weshalb? Warum? junior, Band 79 - Kämmen, schneiden, Haare waschen von Andrea Erne
Nachdem meine Kinder das Haare waschen wehement verweigern, kam das Buch gerade zur richtigen Zeit. Naja, waschen wollen sie noch immer nicht, aber immerhin finden sie nun am Kämmen, Bürsten und Frisuren machen ihre Freude.
Mit tollen, farbenfrohen Illustrationen untermalt, wird so gut wie alles zum Thema Haare erklärt.
Lange Haare, kurze Haare, glatte oder lockige Haare, verfilzte Haare oder gar keine Haare. Haare sind ganz individuell und wollen auch entsprechend behandelt und gepflegt werden.
Ich finde es richtig toll, dass es nun auch ein Buch der WWW-Reihe zum Thema Haare gibt. Meine Kinder im Alter von fast 4 und 6 sind beide begeistert. Und ich bin überrascht wie umfassend und vielfältig das Thema ist.
Auch qualitativ ist das Ringbuch mit seinen Klappen toll. Von uns gibt's daher eine klare Empfehlung für den Band der beliebten Wissensbuchreihe für Kinder.
Dragon Ninjas, Band 1 - Der Drache der Berge von Michael Petrowitz
Lian und das magische Schwert
⭐⭐⭐⭐⭐
"Der Drache der Berge" ist der erste Teil der "Dragon Ninjas-Reihe" von Michael Petrowitz. Es ist ein Buch ab 8 Jahren, bei dem selbst ich mich als Erwachsene köstlich amüsiert habe.
⭐⭐⭐⭐⭐
Als erster Teil führt das Buch seine Leser in die Welt von Lian, Sui und Pepp ein.
Die drei sind Schüler am streng geheimen Ninja-Internat Chipanea und absolvieren dort eine Ausbildung zum Dragon Ninja. Naja, zumindest Lian und Sui, denn Pepp ist eigentlich ein Wald- und Wiesendrache und als Küchenhilfe am Internat tätig. Ein weiterer besonderer Charakter ist Lian, denn er ist ein Drachenblut. Dieses einzigartige Gen lässt ihn zum Beispiel den Regen riechen, er ist ziemlich hitzebeständig und sieht wahnsinnig gut im Dunkeln. Außerdem ist Lian so ganz nebenbei für den Erhalt des Guten auf der Welt verantwortlich. Denn nur er kann den bösen Drachen O-Gonsho, der die vier magischen Waffen der Ninjas in seinen Besitz bringen will, um die Weltherrschaft an sich zu reißen, besiegen. Für Lian und seine Freunde sollte diese Aufgabe doch ein Klacks sein, oder?
⭐⭐⭐⭐⭐
Der Autor hat wirklich liebevolle Buchcharaktere zum Leben erweckt. Ich habe mit dem toughen Trio gelacht und gezittert. Die Geschichte beginnt eher ruhig mit dem Kennenlernen der Protagonisten und des Internates. Ein bisschen hat es mich an Harry Potter erinnert; vorallem die Unterrichtsstunden von Lian. Ab der Mitte des Buches wird es dann schon spannender, wenn sich die drei Freunde auf - die natürlich verbotene - Suche nach dem magischen Schwert begeben. Es wird im letzten Drittel dann auch ziemlich rasant und gefährlich und ein finaler Kampf bleibt auch nicht aus. Michael Petrowitz hat hier alles richtig gemacht um seine kleinen (und großen) Leser bei Laune zu halten. Sein Schreibstil ist sehr einfach und altersentsprechend gehalten. Die im Buch gestreuten japanischen Begriffe werden vom Autor alle gut und kindgerecht erklärt. Und wenn man doch mal was vergisst, dann kann man zum kleinen Glossar blättern, der sich am Ende befindet.
⭐⭐⭐⭐⭐
Ganz toll finde ich auch das Cover und die Illustrationen im Inneren. Marek Bláha hat die Figuren unglaublich gut getroffen. Der Comicstil passt sehr gut zum Thema.
⭐⭐⭐⭐⭐
Fazit: Ich kann "Dragon Ninjas" auf jeden Fall empfehlen. Das Buch zeichnet sich durch liebevolle Charaktere aus. Es wird dargelegt was gute Freunde ausmacht und wie wichtig Vertrauen und Zusammenhalt in einer Gemeinschaft sind. Zudem ist die Handlung spannend und beschert kleinen Leseratten ab 8 Jahren bestimmt ein paar abenteuerliche (Vor)Lesestunden.
Kleine und große Einsätze in Hoppenstedt
Wieso? Weshalb? Warum? Meine Vorlesegeschichten, Band 3 - Wer ist hier im Einsatz? von Inka Friese
Wieder einmal hat es Wieso? Weshalb? Warum? geschafft uns zu begeistern. Dieses Mal mit spannenden Kurzgeschichten über die Helfer in der Not - Einsatzkräfte in ihrem Alltag in Hoppelstedt.
Dieses Mal erleben die Freunde Toni, Abena, Kojo und Lenny was Polizei, Feuerwehr und Rettung für Aufgaben zu bewältigen haben und sie helfen auch selbst fleißig mit, wie es sich für einen Detektivclub gehört.
Uns haben die 15 in sich abgeschlossenen Geschichten richtig gut gefallen. Vorallem die Selbstverständlichkeit, dass z.B. auch Frauen bei der Feuerwehr tätig sein können. Diversität wird groß gelebt und geschrieben. Dazu kommen die liebevoll gestalteten Illustrationen, welche die Lesereise bereichern.
Mein Sohn wird im August 4 und ist begeistert von den Geschichten; wenn es darum geht Frösche umgesiedeln oder Feuer zu löschen. Er hat gerade das perfekte Alter für diese Art Geschichten erreicht.
Von uns gibt's auf jede Fall eine große Empfehlung!
Tanzende Spionin
A Dance of Lies von Brittney Arena
Wenn ‚A Dance of Lies‘ eines ist, dann detailreich. Brittney Arenas Schreibstil ist sehr ausschweifend. Die Autorin verliert sich in ihren Ausführungen über die Tänze und Darbietungen, die Kostüme und Dekorationen. Diese Detailverliebtheit muss man einfach mögen, um den Reiheauftakt in vollen Zügen genießen zu können.
Ich persönlich fand, dass die eigentlich sehr spannende Handlung dadurch ausgebremst wurde.
Es geht um Vasalie, einst angesehene Tänzerin am Hof von König Illian. Doch das Schicksal meinte es nicht gut mit der jungen Frau. Des Mordes bezichtigt und in Ungnade gefallen, fristet Vasalie ein Leben in Ketten im königlichen Kerker, nichts ahnend, dass Illian noch nicht mit seiner ehemaligen Lieblingstänzerin fertig ist. Nach zwei Jahren im Kerker bietet der Illian Vasalie einen Deal an. Vasalie soll als Tänzerin bei der Versammlung der sieben Königreiche anheuern und Informationen für Illian einholen. Erledigt sie die Aufgabe zu Illians Bedingungen, wird ihr im Gegenzug Freiheit gewährt.
Wir lernen Vasalie als gebrochenen Charakter kennen. Einst die beste Tänzerin an Illians Hof, ist ihr Körper geschunden und nach der Einkerkerung nachhaltig beeinträchtigt. Und auch ihre Seele gebrochen. Diese Aspekte ziehen sich quer durch die Geschichte. Doch genau diese Punkte haben es auch so unverständlich für mich gemacht, warum Vasalie Illian nach wie vor so hörig ist. Denn dieser verlangt im Laufe der Handlung immer grausamere, brutalere Dinge von Vasalie. Ich konnte viele ihrer Handlungen einfach nicht nachvollziehen. Vorallem nicht, warum sie sich nienanden anvertraut. Dabei wird ihr mit ihrem Tanzpartner Copelan, aber auch mit Anton, dem König des Ostens, jemand an die Seite gestellt, dem sie sich anvertrauen könnte. Doch Vasalie, naiv wie sie ist, trifft weiter eine falsche Entscheidung nach der anderen. Viel zu spät werden ihr die Augen geöffnet.
Positiv muss ich hervorheben, dass das im Klappentext angedeutete Liebesdreieck meines Erachtens keines war. Ich hab’s zumindest nicht gespürt. Es gibt Ansätze einer ‚Forbidden Love‘-Romance. Allerdings ist die Liebesgeschichte nicht im Fokus und fügt sich gut ein.
Das Buch punktet definitiv auch mit höfischen Intrigen, politischen Machtspielchen, Lügen und Verrat. Ein König ist gefühlt grausamer als der andere. Vasalie wird mitten in diese Schlangengrube geworfen und zur Schachfigur gemacht.
Das Buch hält auch einige Plottwists und Enthüllungen bereit, die neugierig auf die Fortsetzung machen. Zumal man das Ende so sicher nicht stehen lassen kann.
Fazit
Wer höfische Intrigen und politische Machtspielchen mag, wird hier definitiv fündig. Ich habe allerdings wenig Entwicklung bei der Protagonistin gesehen und viele Szenen waren einfach zu ausschweifend geschrieben. Auf die Fortsetzung bin ich nach den ganzen Enthüllungen dennoch gespannt.
Geheimwaffe Sprache
Die Sprache der Drachen von S. F. Williamson
Mit ,A Language of Dragons‘ hat S.F Williamson einen Reihenauftakt geschrieben, den ich wirklich sehr gerne gelesen habe. Nicht nur, dass Drachen eine große Rolle spielen, auch das Thema Sprache in all ihren Ausprägungen und Dialekten trägt wesentlich zur Handlung bei. Für mich eine ungewöhnliche Mischung, die mich allerdings total fasziniert hat
Die Handlung spielt in einem fiktiven London des Jahres 1923.
Die Menschen sind in verschiedene Klassen eingeteilt. Es ist ein ungerechtes Drei-Klassen-System, das angeblich den Frieden zwischen Menschen und Drachen wahren soll. Vivien Featherswallow und ihre Familie gehören zur zweiten Klasse. Vivien hat große Ziele im Leben. Sie ist bestrebt an der Akademie für Drachensprache zu studieren, auch um sicher zu stellen, dass sie und ihre Schwester nicht in die unterste Klasse abrutschen. Doch Viviens Träume enden jäh, als ihre Eltern der Rebellion bezichtigt und verhaftet werden. Auch Vivien wird in Gewahrsam genommen und ihr wird ein Ultimatum gestellt. In Bletchley Park soll Vivian gemeinsam mit anderen Jugendlichen den geheimen Drachencode knacken und die Sprache der Drachen entschlüsseln. Schafft sie es in der vorgegebenen Zeit, kann sie damit auch ihre Familie retten. Doch umso mehr Zeit Vivien in Bletchley Park verbringt, desto mehr beginnt sie am System und den ihr vorgegebenen „Wahrheiten“ zu zweifeln.
Zugeben, Vivien hat es mir nicht immer leicht gemacht sie zu mögen. Einige ihrer Handlung fand ich einfach nur unüberlegt, vorschnell, total eingennützig und dumm. Aber Vivien lässt sich auch von nichts und niemanden aufhalten. Ihr Wissensdurst und Bestreben ihre Familie zu retten, machen ihre Defizite nahezu weg. Vivien macht eine enorme Entwicklung durch und es war spannend sie auf diesem Weg zu begleiten.
Es gibt außerdem eine kleine Liebesgeschichte. Sehr sanft und sehr leise. Genauso wie Vivien muss sich diese auch noch entwickeln und entfalten. Mir hat das ruhige Tempo jedenfalls gefallen.
Dass die Autorin Bletchley Park als Handlungsort gewählt hat, finde ich ziemlich genial, bedenkt man den historischen Hintergrund. Einen passenderen Ort um den Drachencode zu knacken, gibt es glaube ich nicht.
Überhaupt fand ich das Thema Sprache – in diesem Fall Drachensprache – unglaublich spannend. Es geht nicht nur um Sprache an sich, sondern um die verschiedenen Ausprägungen, Dialekte innerhalb verschiedener Arten von Drachen. Aber auch um die Verständigung in Familien. Auch wenn man teilweise das Gefühl hat, die Handlung schreitet nicht voran, habe ich die Geschichte total fesselnd gefunden. Mich hat die Thematik einfach total fasziniert.
Ich hatte beim Lesen außerdem hin und wieder totale ‚Divine Rivals‘– und ‚Tribute von Panem‘-Vibes. Beides Reihen, die ich total geliebt habe. Ersteres liegt unter anderem am Setting bzw. dem Zeitalter. Das Klassensystem und die Ungerechtigkeiten dahinter, hat mich an Panem bzw. Dystopien im Allgemeinen erinnert.
So richtig viel passiert dann im letzten Drittel. Die Ereignisse überschlagen sich und plötzlich jagd gefühlt ein Plottwist den anderen. Das Ende hat mich total sprachlos zurück gelassen. Ich freue mich auf die Fortsetzung, die ganz dringend gelesen werden will.
Fazit
Ein faszinierendes Debüt, in dem nicht nur Drachen eine große Rolle spielen, sondern das sich auch mit dem Thema Sprache und der Macht, die hinter dieser steckt, beschäftigt. Absolute Leseempfehlung!
Schmerzhaft und herzzerreißend und zugleich wunderschön
Moments So Blue Like Our Love von Gabriella Santos de Lima
Ich muss gestehen, dass ich auf das Buch nicht vorbereitet war. Dass ich nicht mit den Ereignissen, die mich hier erwartet haben, gerechnet habe. Hätte ich die Triggerwarnungen im Vorfeld gelesen, hätte ich wahrscheinlich nicht zu dieser Geschichte gegriffen, da Themen behandelt werden, die mich emotional sehr mitnehmen.
Ich möchte nicht zu viel verraten. Es geht um eine unberechenbare Krankheit. Und ich weiß jetzt auch, was unter dem Trope „Ugly Cry“zu verstehen ist.
So poetisch wie der Titel ihrer ‚Blue-Eternity‘-Dilogie, so herzzerreißend und emotional ist die Geschichte. Es geht um Filmstudentin Emmi und Regisseur Sam, die sich im Rahmen eines Praktikums kennen lernen. Dabei ist das erste Aufeinandertreffen der beiden kein Gutes. Sam macht mehr als deutlich, was er von Emmi und ihren Talenten hält. Nämlich nicht viel. An der wunderschönen, pittoresken sardischen Küste kommen sich Emmi und Sam näher. Sie lernen sich besser kennen, öffnen sich füreinander. Aber man spürt trotz der Annäherung, dass ein Geheimnis in den Tiefen vergraben ist. Die große Enthüllung hat mich innerlich komplett zerissen. Ich musste das Buch dann auch pausieren und alles verarbeiten. Ein Abbruch kam aber nicht in Frage, weil ich Emmis und Sams Geschichte nicht unvollendet stehen lassen wollte.
Gabriella hat ein unglaublich tief gehendes Thema angeschnitten. Die Geschichte ist sehr intensiv, tragisch und schmerzhaft. Es gibt aber auch Sonnenschein. Auf Sardinien scheint die Welt in Ordnung. Ich habe vorallem die Szenen am Strand, beim Surfen und beim Filmdreh sehr genossen. Emmi und Sam sind mir auf Sardinien and Herz gewachsen. Umso mehr hat mich der weitere Verlauf erschüttert und mitgenommen, inklusive leise vergossener Tränen.
Fazit
Schmerzhaft und herzzerreißend und zugleich wunderschön. Emmis und Sams Geschichte ist keine leichte. Ich empfehle im Vorfeld die Triggerwarnungen zu lesen.
Tötliche Magie, Hexenzirkel und verfeindete Königreiche
The Serpent and the Wolf von Rebecca Robinson
Vollkommen überraschend und unerwartet hat mich Rebecca Robinson mit ihrem Fantasy-Auftakt ‚The Serpent and the Wolf“ aus einer beginnenden Leseflaute gerissen. Mich hat die Geschichte mitgerissen und in den Bann gezogen – ganz großartige Romantasy!
Aus Sicht von Protagonistin Vaasa durfte ich faszinierende Königreiche und ein beeindruckendes Magiesystem kennen lernen.
Vaasa ist eine starke, rebellische junge Frau, die mit einer großen Bürde lebt. Ich mochte ihren Charakter, vorallem ihren unterschiedlichen Kampfgeist, unglaublich gerne. Als Königstochter wird Vaasa von ihrem Bruder aus politischen Gründen an ein verfeindetes Königreich verkauft. Doch als sie ihren neuen Ehemann in der Hochzeitsnacht umbringen will, stellt sich dieser als überraschend charmant heraus. Reid bietet Vaasa einen Handel an. Wenn sie ihm hilft die bevorstehenden Wahlen zum Regenten zu gewinnen, hilft er ihr in Gegenzug dabei ihre unzähmbare, dunkle Magie zu kontrollieren.
Ich habe die Dynamik zwischen Vaasa und Reid geliebt. Reid ist einfach ein toller Charakter. Eine wandelnde Green Flag. Mein Herz hat er im Sturm erobert. Bei Vaasa hat es etwas gedauert, was aber auch nicht verwundert, da sie ja in die arrangierte Ehe gezwungen wurde. Die Lovestory ist im Übrigen Slow Burn, was ich total liebe. Fans von Spice kommen aber definitiv auch auf ihre Kosten.
Dazu muss sich Vaasa mit ihrem dunklen Erbe auseinander setzen. Vaasas Fähigkeit und das Magiesystem rund um die verschiedenen Hexenzirkel, hat mich neben den vielen politischen Intrigen und Geheimnissen, am meisten fasziniert.
Ich bin, nicht zuletzt aufgrund des flüssigen und unkomplizierten Schreibstils, durch die Seiten geflogen. Die Handlung hat mich mit ihren vielen Geheimnissen, Enthüllungen und Wendungen von Anfang bis Ende gefesselt und mitgerissen. Ich brauche jetzt ganz dringend Band 2! Ich muss wissen wie es weitergeht!
Fazit
Mit Enemies-to-Lovers, Fake Dating und Forced Proximity vereint „The Serpent and the Wolf“ einige meiner liebsten Tropes. Für mich ist das Buch ein richtiger Pageturner und ein Romantasy-Highlight!
Romance trifft in den italienischen Alpen auf Suspense
The First to Fall von Kristina Moninger
Nachdem mir ihre „Breaking Waves“-Reihe unglaublich gut gefallen hat, war klar, dass ich auch die neue Dilogie von Kristina Moninger lesen muss. Und es hat mir wieder richtig gut gefallen.
Mit „The First to Fall“ hat Kristina Moninger ein spannendes und mitreißendes Buch geschrieben.
Wir haben auch hier wieder eine Romance mit Suspense-Anteilen, was ich ja total liebe. Ich bin jedenfalls an den Seiten geklebt und wollte unbedingt wissen, was sich in den italienischen Bergen beim Felsenhimmel zugetragen hat. Auch Aurora die ein Leben im Van führt, will Antworten, welche Umstände zum Tod ihrer Schwester Emilia geführt haben. Ihre Nachforschungen führen Aurora zum Ort des Geschehens. Als sie im Alpenchalet auf Jakob trifft, ahnt sie nicht, wer er wirklich ist. Und auch Jakob, der aufgrund der laufenden Ermittlungen wegen des Todesfalls das Land aktuell nicht verlassen darf, hat keine Ahnung, dass Aurora Emis Schwester ist.
Ich mochte sowohl Aurora, als auch Jakob total gerne. Vorallem die hitzigen Dialoge der beiden. „Grumpy vs. Sunshine“ lässt grüßen. Man spürt gleich, dass sie beiden eine Verbindung zueinander haben. Gefühle, die sich aufbauen und die sie auch zulassen müssen. Gefühle, die sich in der Sauna überschlagen. Mehr sag ich dazu jetzt nicht, außer, dass es ziemlich heiß, „3 Chili-Schoten-heiß“, wird.
Der Spannungsfaktor ist hoch. Es gibt viele Geheimnisse. Richtig gelungen fand ich die mysteriösen Srachnachrichten, welche Aurora von ihrer Schwester erhält. Man ist einfach angehalten, immer weiter zu lesen, weil man unbedingt wissen will, was passiert ist. Allerdings stellt die Autorin sehr viele Konflikte in den Raum. Themen, die abseits von der Haupthandlung und dem tragischen Todesfall, spielen. Hier wäre etwas weniger vielleicht mehr gewesen. Leider wird auch nicht alles aufgelöst.
Unglaublich gut haben mir dafür das cozy Setting rund um das Châlet in den Alpen und der schöne, unkomplizierte Schreibstil der Autorin gefallen.
Das Ende hat mich im Übrigen sprachlos zurück gelassen. Ich brauche dringend die Fortsetzung, die zwar rund um ein anderes Liebespaar spielt, meine aufgeworfenen Fragen aber hoffentlich beantwortet.
Definitiv eine Empfehlung für Fans von Romantic Suspense.
Fazit
Ein tödliches Unglück in den italienischen Bergen. Ein Alpenchâlet vor dem Ruin und eine junge Frau, die nach Antworten sucht. Neben einem hohen Spannungsgrad ist auch die Liebesgeschichte sehr lesens- und erlebenswert. Ein toller Dilogie-Auftakt!











