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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Hennie :

Leben im deutschen Kaiserreich

In Liebe, deine Lina von Barbara Leciejewski

Es ist schön, dass die Autorin sich entschlossen hat, ihre Familiengeschichte aufzuschreiben! Damit kam auch ich in den Genuss, ein berührendes Buch zu lesen.

Die Hauptperson heißt Lina, eigentlich Karolina, und war die Urgroßmutter Barbara Leciejewskis. Sie wurde um 1876 geboren, im pfälzischen Dorf Mühlbach.

Anschaulich und realistisch wird das Leben in dem kleinen Ort beschrieben. Zum einen ist da das beschwerliche, aber zum anderen auch das fröhliche Dasein. Gut dargestellt fand ich die Menschen mit ihren bornierten Moralvorstellungen des zu Ende gehenden 19. Jahrhunderts.
Zunächst lernen wir Lina Borger als unbekümmertes heiteres Kind kennen, das zwar in ärmlichen, doch liebevollen Verhältnissen aufwächst und früh die Mutter verliert. Nach ihrem Tod braucht sie Zeit, um sich in ihrer Gemütslage zurechtzufinden. Ihre Freunde, der Vater und die Brüder helfen ihr dabei. Besonders ist die Beziehung seit Kindertagen zu Albert. Sie fühlen sich immer schon zueinander hingezogen. Aus inniger Freundschaft wird eine große Liebe. Die unausweichlichen Folgen daraus trägt Lina allerdings allein. Die wohlhabenden Eltern Alberts verbieten ihrem Sohn aus dünkelhaften Gründen die Anerkennung der Vaterschaft und gleich recht eine Hochzeit. Da kommt Karl Schäfer, der andere Freund aus Kindertagen und holt sie aus Mühlbach in die weit entfernte Stadt Bremen. Wie die Autorin das und den weiteren Werdegang im Dorf- und Stadtleben der Protagonisten beschreibt, ging mir oft unter die Haut.

Wir verfolgen bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieges im Jahr 1914 die Entwicklung rund um die Familien Borger und Schäfer. Karl und Lina, die Urgroßeltern stehen weitgehend im Mittelpunkt. Weiter geht es dann im nächsten Band „Für immer, dein August“ mit den Großeltern Charlotte und August, die bis hierher nur befreundet sind und im regen Briefwechsel stehen.

Fazit:
„In Liebe, deine Lina“ ist ein lesenswerter historischer Roman in sensiblen, warmherzigen Schreibstil.
B. L. gelang es die Familiengeschichte im Zeitgeist der Jahrhundertwende bis zum ersten Weltkrieg mit Fakten und Fiktion wunderbar zu vereinen. Die Charaktere wirken auf mich lebensecht, wenn auch hier und da, wenn es um die eigenen Ahnen geht, etwas zu idealisiert. Doch wer will ihr das übelnehmen?

Ich freue mich sehr auf Teil 2 der Mühlbachsaga!
Hier ist meine unbedingte Leseempfehlung mit der Höchstbewertung.

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Eiskalter Mörder am Werk

Die eiskalte Kammer: Thriller von Catherine Shepherd

Der neue Thriller „Die eiskalte Kammer“ aus der Reihe mit der Rechtsmedizinerin Julia Schwarz und dem Kriminalkommissar Florian Kessler beginnt ebenso wie die vorherigen sehr spannend und mit Szenen, die mich gebannt am Lesen halten. Sofort war ich wieder mitten im Geschehen.
Dieses Mal geht es um junge, attraktive Frauen mit langen dunklen Haaren, die spurlos verschwinden und nach längerer Zeit auf mysteriöse Weise tot und scheinbar äußerlich unversehrt wieder auftauchen.

Für die Ermittler um Florian sowie für Julia und Lenja aus der Rechtsmedizin gilt es harte Nüsse zu knacken. Hier ist wieder ein skrupelloser, eiskalter Mörder am Werk, der die schönen Frauen zu Tode „spielt".
Der Aufbau dieses Thrillers ist ähnlich wie die anderen. Zum wiederholten Mal narrte mich Catherine Shepherd mit den vielen verdächtigen Männern, um dann zum fulminanten Ende den Täter aus dem Hut zu zaubern! Auch die privaten Seiten der Ermittler werden prima mit eingebunden. Julia und Florian, die Hauptfiguren, sind nun Eltern einer Tochter und vor allem Julia ist gefordert, Beruf, Kind und Familie in Einklang zu bekommen.

Mir gefallen die Bücher der Autorin auch deshalb, weil sie die Handlung, die Abläufe, die Charakterisierung der Personen mit einfachen Worten beschreibt. Im Nachhinein löst sich alles schlüssig auf.

Fazit:
Ich hätte gerne von Anfang bis Ende ohne Unterbrechung durchgelesen!

Empfehlenswert für alle Fans der spannenden Unterhaltung.
Meine Bewertung: Fünf von fünf Sternen!

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Der erste Fall für Dr. Sabine Yao

Mit kalter Präzision von Michael Tsokos

Michael Tsokos, Deutschlands bekanntester Rechtsmediziner, stellt den ersten Band seiner neuen Thrillerreihe vor. Nach Fred Abel und Paul Herzfeld ermittelt nun Dr. Sabine Yao. Die junge Deutsch-Chinesin kennt der Leser/die Leserin bereits aus seinen vorangehenden Büchern. Zum Beispiel im Teil 4 der Reihe um Rechtsmediziner Dr.

Fred Abel (Zerrissen) erfährt man vom Schicksal ihrer Schwester und ihrer Nichten. Das ist hochgradig aufwühlend. Trotzdem kann der Beginn der neuen Reihe ohne Vorkenntnisse gelesen werden.

Mit kalter Präzision lautet der Titel und er ist sehr treffend, wie ich am Ende der Lektüre feststellen konnte. Dr. Sabine Yao hat es mit einem eiskalten Killer ohne Emotionen zu tun, der die Rechtsmediziner zudem mit seinem Fachwissen narrt, das er bewusst und gezielt anwendet. Er fühlt sich allen haushoch überlegen und lange Zeit blieb er auch der angesehene intellektuelle Arzt, bis er auf die junge Rechtsmedizinerin traf.
Mit viel Brisanz wird der/die Lesende durch das Geschehen geführt. Dabei geht der rote Faden nie verloren, obwohl neben der Haupthandlung noch Fälle aus dem ganz normalen Arbeitsalltag in der Rechtsmedizin untersucht und auch die privaten Seiten der Sabine Yao mit all ihren Problemen beleuchtet werden.
Tsokos schreibt anschaulich und dicht an der Realität bleibend. Thrillerelemente steigern die Spannung, wobei auch hier und da mal etwas übertrieben wird. Meiner Meinung nach darf das sein. Es ist ja kein Sachbuch, sondern eben Unterhaltungsliteratur.
Erklärungen zur Rechtsmedizin erfolgen detailreich, verständlich, und ungekünstelt eingebaut in die Handlung. Ich fühlte mich nicht belehrt und es wird auch nichts im dozierenden Ton beschrieben.

Die kurzen Kapitel mit den Angaben zu Datum/Zeit/Ort ließen mich schnell mit dem Lesen vorankommen. Dabei blieb für mich der Spannungsbogen immer hoch.

Fazit:
Insgesamt merkte ich dem Thriller an, dass hier ein Experte berichtet. Detailliert und fachspezifisch erfolgen die Informationen. Dabei bleibt die Geschichte von Anfang bis Ende voller Spannung und unterhaltend trotz der ernsten Themen!

Die Empfehlung erfolgt für alle Thriller- und Rechtsmedizinfans!

Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen

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Baby, mein Zuckerstückchen...

Meine Männer von Victoria Kielland

Nach der Leseprobe war ich sehr gespannt auf dieses wenige Seiten umfassende Buch mit der Geschichte über die erste Serienmörderin Amerikas. Wie würde die Autorin das Schicksal Brynhilds weitererzählen? Die Sprache fand ich zunächst sehr ungewöhnlich. Ich nahm an, dass es nur ein vorübergehendes Mittel war, um die Gewaltigkeit der Gefühle nachhaltig auszudrücken.

Ein übriges zu meiner Neugierde nach dieser Lektüre tat der dramatisch verfasste Klappentext, der mich einen interessanten, nach realen Geschehnissen gestalteten Roman erwarten ließ. Das alles klang nach einer außergewöhnlichen literarischen Vorlage für eine spannende Geschichte.

Zum Glück für mich, ist der Roman nicht lang. Er umfasst nur 184 Textseiten, die es aber in sich haben. Es zog sich für mich. Ein Lesefluss kam nicht zustande.
Nach eigenen Aussagen der Schriftstellerin soll der Roman eine literarische Fantasie, inspiriert von tatsächlichen Ereignissen, sein. Ich sage, dass die literarische Fantasie in starker Übertreibung überwiegt. Sie verbirgt die wirklichen Begebenheiten. Informationen zur Realität holte ich mir bei Wikipedia und und las über die Norwegerin Brynhild Størset (geb. 1859), die später in Amerika als Bella/Belle Sorenson/Gunness in Erscheinung trat und als mehrfache Mörderin traurige Berühmtheit erlangte. Darum ging ich wahrscheinlich davon aus, das mich eine spannende Story erwartet, ein True Crime - Roman. Stattdessen wartete die norwegische Autorin Victoria Kielland mit einem Schreibstil auf, den ich zunächst als poetisch überhöht und interessant bei den heftigen Erlebnissen der jungen Brynhild auf dem Bauernhof in ihrer Heimat empfand. Doch es ging so weiter und ich hatte Mühe hinter reihenweise merkwürdigen Metaphern/Wortkombinationen, bombastischen, schwülstigen Vergleichen, die oft die Geschehnisse bis zur Unkenntlichkeit verzerrten, der wahren Geschichte zu folgen. Dazu kommt für mich eine bizarre, teils antiquierte Ausdrucksweise, nichts wurde für mich dadurch klarer. Im Gegenteil, ich fand viele Formulierungen schwammig und verschwurbelt. Der Sinn erschloss sich mir bei vielen der Satzungetüme nicht. Oft erschien mir einiges widersprüchlich. Ich habe es nicht verstanden!

Warum der Roman so gehypt wird, kann ich leider nicht nachvollziehen.

Fazit:
Trotz der Kürze des Textes brauchte ich viel Lesezeit. Die Lektüre fand ich sehr anstrengend und abgehoben. Es war nichts für mich, aber vielleicht für LeserInnen, die Kiellands sprachliche Stilmittel, ihre "kiellandesken Sätze" (Original nach der Jury des Stig Sæterbakken Memorial Award) gut finden.

Ich bewerte mit zwei von fünf Sternen!

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Als der Louvre ein Saustall war...

Die Erfindung des Lächelns von Tom Hillenbrand

Von Tom Hillenbrand habe ich schon einige Bücher gelesen. Ich kenne ihn als einen Autor, der unterschiedliche Themenbereiche und Genres bedient. Da sind seine kulinarischen Krimis um den Koch Xavier Kieffer, der Thriller um die Künstliche Intelligenz "QUBE" oder "Hologrammatica", ein SciFi-Thriller und vieles mehr.

Er ist sehr vielseitig.

Auch in diesem Roman fällt mir sein angenehmer, flüssiger Schreibstil auf. Es dauerte aber dieses Mal eine Weile, bis ich mich in der Geschichte zurechtfand, da er sich verschiedener Erzählstränge bedient. Nach und nach werden die verschiedensten Personen in abwechselnden Kapiteln eingeführt. Die meisten sind weltbekannt und bei Wikipedia zu finden – der Maler Pablo Picasso, die Tänzerin Isadora Duncan, der Schriftsteller Guillaume Apollinaire u. v. mehr. Beim Nachlesen der Informationen über die Persönlichkeiten fiel mir auf, wie nahe am tatsächlichen Geschehen der Roman bleibt und wie real Hillenbrand diese Menschen agieren lässt. Wer hätte gedacht, dass Picasso damals zum Kreis der Verdächtigen gehörte? Ich wusste das nicht.

Drumherum um den Raub der La Gioconda (ital.) oder La Joconde (frz.) wird bildhaft eine Menge an Zeitkolorit eingebracht und das Ende der sogenannten Belle Époque beschrieben. Eine Gruppe gewalttätiger Revolutionäre spielt auch eine gewichtige Rolle. Dieser Strang erschien mir allerdings ein wenig zu lang, ein wenig aus dem Ruder gelaufen. Da hätte eine Straffung des Geschehens gutgetan.

Die Handlung spielt hauptsächlich in Paris und beginnt im Jahre 1911 mit dem spektakulären, dreisten Kunstraub der damals noch relativ unbekannten Mona Lisa aus dem Louvre. Eine aufregende Jagd nach dem Gemälde setzt ein und endet ebenso aufsehenerregend 1913. Eine Besonderheit stellte für mich der erbarmungswürdige Zustand des Louvre dar, der den Diebstahl mehr als begünstigte. Auf S. 106 wird dieses Museum als Saustall bezeichnet. Die Situationen dort werden anschaulich und in Einzelheiten geschildert. Für mich auch eine Neuigkeit. Das fand ich sehr interessant.

Ich erlebte mit diesem Buch eine fesselnde, aufschlussreiche und vielschichtige Zeitreise in die Jahre 1911 bis 1913, in eine brodelnde, heftig pulsierende Stadt voller Umbrüche und mit rasanten Fortschritten. Paris war damals das Zentrum der modernen Welt. Das konnte ich intensiv in und zwischen den Zeilen spüren.
Grundlage für den Roman ist die sorgfältige Recherche der historischen Fakten durch den Autor, die ein lebendiges, detailreiches Abbild von Paris und seiner berühmten bzw. weniger berühmten Bewohner zeichnen.

Insgesamt gesehen ist für mein Empfinden der Roman mit seinen über 500 Seiten zu lang geraten. Zwischenzeitlich ließ die Spannung und damit meine Aufmerksamkeit nach, vor allem bei den Schilderungen zu den Revoluzzern und bei dem okkultischen Brimborium des Aleister Crowley.

Buchempfehlung: vier von fünf Sternen!

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Leider nicht spannend wie angekündigt!

Verlogen von Eva Björg Ægisdóttir

Von diesem isländischen Krimi hatte ich mir mehr erhofft nach dem interessanten und toll klingenden Klappentext sowie der Ankündigung durch den Aufkleber, dass „Verlogen“ ein Bestseller sei.

Ich bin enttäuscht von der gemächlichen Handlung, der schleppend daherkommenden Ermittlungsarbeit und den vielen blassen Charakteren.

In zwei Handlungsebenen versucht die Autorin dem Tötungsdelikt an der jungen Frau nahezukommen. Nachdem alle zunächst nach dem Verschwinden der alleinerziehenden Mutter, und dem Hinterlassen eines Abschiedsbriefes von einem Selbstmord ausgehen, kommt mit dem Auffinden der Leiche nach sieben Monaten die Untersuchung des Falles wieder in Gang. Das Geschehen mit Befragungen und Vernehmungen von Zeugen verläuft ziemlich zäh. Spannend und fesselnd ist wirklich anders.
Parallel dazu erfolgt die Ich-Erzählung einer alleinstehenden Mutter mit ihrem zunächst ungeliebten Kind. Da löst sich für mich ziemlich spät auf, wer die Beiden sind. Ich war auf der falschen Fährte. Beide Erzählstränge führen zum Ende hin zusammen und ergeben Sinn. Jedoch hatte mich da mein Interesse für die Geschichte, die eigentlich Potential hat, schon verlassen.
Eine Empfehlung kann ich leider nicht aussprechen.
Ich bewerte mit drei von fünf Sternen.

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Der unheimliche Täter, der (zunächst?) nicht zu fassen ist...

Der Bojenmann von Kester Schlenz; Jan Jepsen

„Der Bojenmann“ ist der Startkrimi in eine Reihe zweier Autoren: Kester Schlenz und Jan Jepsen.
Der Handlungsort befindet sich in Hamburg. Die Personen des Teams, angeführt vom Kripochef Thies Knudsen, wurden mit charakterlich authentischen Wesensmerkmalen versehen. Hauptsächlich gefiel mir jedoch sein langjähriger Freund, der alte Lotse Oke Andersen, genannt La Lotse, mit seinen urigen Lebensweisheiten.

Er wohnt seit langer Zeit im Hafengebiet und kennt die Gegend wie seine Westentasche.
Der Täter kommt mir mit seiner ausgefallenen Tötungsart sehr überambitioniert vor. Was treibt ihn eigentlich die ganze Zeit an? Warum drapiert er seine Opfer an exponierten Stellen in der Hansestadt? Das war sehr spannend aufgebaut und begeisterte mich zunächst. Den Autoren gelingen interessante Passagen über Themen wie den Klimawandel, seine Folgen auf die Schifffahrt u. a., aber leider finde ich da einige Abschnitte etwas zu lang geraten. Die Spannung lässt nach, das Geschehen verliert sich in Nebensächlichkeiten, um zum Ende hin plötzlich mit Action aufzuwarten.

Das Ende war mir dann zu schnell erzählt und lässt mich unzufrieden zurück. Ist der Fall nun beendet? Wird der raffinierte Irre noch gefasst? Erfahren wir das im nächsten Band? Was ist mit dem entführten Kripobeamten? War das der hilflose Mann im Rollstuhl, der im Museum vom Täter zurückgelassen wird? Mir sind das zu viele Cliffhanger. Ungeklärte Aspekte und ein stellenweise zu ausschweifender Erzählstil, bewegen mich dazu, diesen Krimi mit drei von fünf Sternen zu bewerten. Eventuell ändert sich meine Meinung nach Beendigung der Reihe.

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Die abgelehnte Erfindung

Die einzige Frau im Raum von Benedict Marie

Hedy Lamarr (geboren als Hedwig Eva Maria Kiesler in Wien - 1914 bis 2000) war eine österreichische Schauspielerin jüdischer Herkunft, die Ende der 1930er Jahre zum Hollywoodstar wurde. Sowohl im Klappentext des Buches als auch bei Wikipedia wird sie als Erfinderin für eine Funksteuerung für Torpedos genannt.

Leider spielt das in dem Roman eine verhältnismäßig untergeordnete Rolle trotz der mehrfachen Ankündigungen.

„Die einzige Frau im Raum“ ist der vierte Teil der Buchreihe „Starke Frauen im Schatten der Weltgeschichte“ von Marie Benedict, einer USA-Schriftstellerin (geb. 1973). Obwohl ich dem gefälligen Schreibstil der Autorin gern gefolgt bin, war das interessante Leben der einst schönsten Frau der Welt zu sehr auf ihre erste Ehe mit dem superreichen und mächtigen Waffenfabrikanten Fritz Mandl ausgerichtet. Der erste Teil über den Beginn der Schauspielkarriere und die unselige Zeit mit Mandl wurde zu ausführlich beschrieben und zu wenig auf ihre technische Prägung eingegangen. Für mich kam ihr Erfindergeist wie aus dem Nichts. Der zweite Teil des Buches mit der wissenschaftlichen Arbeit gemeinsam mit dem Komponisten George Antheil wirkt irgendwie gekünstelt, nicht authentisch. Vielleicht liegt das auch daran, dass die Autorin die Geschichte Lamarrs aus der Ich-Perspektive erzählt. Darüber hinaus wird nur über einen kurzen Zeitraum berichtet, der 1933 beginnt und schon 1942 endet.
Bleibt für mich die Frage, warum die Erfindung nicht zur Anwendung kam. Weil sie eine Frau war? Oder gab es doch andere Gründe?

Mich inspirierte der Roman zumindest dazu, mehr über diese selbstbewusste, kluge und mehrfach talentierte Frau zu erfahren.

Meine Bewertung: drei von fünf Sternen.

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Nervenschonende und energiesparende Tipps von der Fachfrau

Handwerkszeug zur RADIKALEN RESIGNATION 2.1 von Eva Paternoster

Ehrlich, bevor ich das Buch in der Hand hielt, konnte ich mir unter dem „Handwerkszeug zur Radikalen Resignation" so gar nichts vorstellen! Ich alte Frau war einfach nur neugierig! Nach dem intensiven Studium der kleinen Broschüre kann ich sagen, dass ich sehr beeindruckt bin. Oft entdeckte ich meine eigenen Gedanken, Empfindungen und Überlegungen, die ich mir im Laufe meines Lebens machte, wieder.

Ich finde diesen Ratgeber äußerst nützlich für die Selbsttherapie und für die Balance im Leben. Ich wäre froh gewesen, so etwas in meinen jungen Jahren zur Hand gehabt zu haben. Sicher wäre mir das eine oder andere unangenehme Erlebnis erspart geblieben.

Eva Paternoster zeigt anhand einfacher alltäglicher Situationen wie sich jeder Mensch von nervigen Themen ablenken kann, wie negative Energie vermieden werden kann, wie es gelingt negative Emotionen beim Gegenüber zu lassen und vieles mehr. Sie beschreibt leicht verständlich die ABER- Methode, mit der man sich Ärger, Frust und Wut vom Hals hält oder zumindest diese unguten Empfindungen abschwächt. Eine Menge an praktischen Übungen machen deutlich, wie man es erreichen kann, um zur Ruhe zu kommen und eigene Entscheidungen zu treffen.

Mein Motto heißt: "Nicht reinsteigern oder resignieren, sondern handeln! Nicht passiv bleiben, sondern aktiv werden!" Allerdings nur, wenn es sich wirklich lohnt. Ansonsten bleibe ich heute (meistens!) gelassen.

Ich bin gern der Autorin und ihren anschaulichen Erklärungen gefolgt. Da die behandelten Themen jeden Menschen betreffen, kann ich allen diesen Ratgeber empfehlen.

Ich vergebe meine Höchstbewertung!

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Was bedeutet Heimat?

Wodka mit Grasgeschmack von Markus Mittmann

„Geblieben ist das Gefühl, etwas greifen zu wollen, dass für immer fern blieb, auch unklar, nicht einmal der Schmerz ist eindeutig.“ S. 8

Vier Erwachsene sind im „Zitronenauto", in einem gelben VW Beetle, in Richtung Osten unterwegs. Die zwei Söhne wollen nach über 70 Jahren in die verlorene Heimat beider Eltern.

Sie fahren in die Heimatdörfer von Vater und Mutter, in das damals deutschsprachige Schlesien, heute Polen. Die Zeitzeugen werden aus naheliegendem Grund immer weniger, umso wichtiger ist diese bewegende, authentische Beschreibung der Reise in dem Buch.

Markus Mittmann gelingt es sehr gut, zu schildern, wie sich Vertreibung anfühlen muss. Wie er das in aufwühlende Sätze zu verpacken weiß, ohne ins Sentimentale abzugleiten, beeindruckte mich sehr und nahm mich mit. Sein Sprachstil gefällt mir. Die Sprache ist schnörkellos und einfach. Die Dinge werden beim Namen genannt, aber auch fast poetische Betrachtungsweisen und tiefe, feinfühlige Sätze über einen Verlust, der unwiederbringlich ist, wurden empathisch thematisiert. Ich war richtig dabei und fühlte mit. Zum Lesen des kleinen Buches brauchte ich nicht lange. Doch die Aspekte, die Blickwinkel verbinden das Vergangene mit dem Hier und Jetzt und der Zukunft. Obwohl ich im engsten familiären Kreis nichts mit Flucht und Vertreibung zu tun hatte, berührte mich die Geschichte trotzdem und ließ mich viel nachdenken.

Im letzten Abschnitt des Buches wurde für mich nochmal besonders deutlich, wie wichtig es ist, die Nachgeborenen in das Geschehen der vergangenen Zeit mit einzubinden. Sie sind unsere Zukunft und sollten über die deutsche Geschichte, besonders über den 2. Weltkrieg und seine schrecklichen Folgen Bescheid wissen.

Ich bedanke mich für ein bemerkenswert formuliertes Buch mit einem sehr wichtigen emotionalen Thema. Es wurde viel zu lange und viel zu oft darüber geschwiegen.

Die schlimme Zeit von Flucht und Vertreibung sollte nicht vergessen werden. Nein! Auch dieses massenhaft begangene Unrecht an den Menschen, dieses unrühmliche Kapitel der Nachkriegszeit gehört in den Geschichtsunterricht. So etwas darf nie wieder geschehen. Die unglaublichen Ereignisse sollten wie in dem Roman fortdauernd deutlich gemacht werden, Namen von authentischen Orten und Personen bekommen.

Noch ein herzliches Danke, lieber Markus Mittmann, für die Lesungen in der Öffentlichkeit! Machen Sie weiter!

Sehr gern vergebe ich die Höchstbewertung sowie meine unbedingte Lese- und Kaufempfehlung.

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