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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Marie aus E.:

Angst vor dem Fremden

Kasi Kauz und die komische Krähe (Kasi Kauz 1) von Oliver Wnuk

Eine merkwürdige Krähe fliegt da durch den Wald.
Die Bewohner sind in heller Aufregung. Das neue Tier spricht eine merkwürdige Sprache ("Blödmann" "Buddel Rum"), man hat Angst um seine Wintervorräte und überhaupt ist man sogar etwas eifersüchtig.

Nur Kasi Kauz kann das gar nicht verstehen.

Man muss doch die Krähe willkommen heißen. Das geht doch so gar nicht! Und langsam und Stück für Stück lassen auch die anderen Tiere nach Kasis Überzeugungsarbeit ihre Abwehrhaltung fallen.

Das Buch ist schön zum Vorlesen, weil
a) die Illustrationen einfach wunderschön sind. Es gibt immer etwas zu entdecken, auf einer Seite spitzen die Waldbewohner alle aus dem Wald und man muss sie erst alle entdecken - und überhaupt mag ich den Zeichenstil sehr gerne
und
b) weil man so schön die Tier-Rollen sprechen kann. Mein Favorit ist der Biber, der nach einem Zahnunfall einen leichten Sprachfehler hat.

Die Handlung ist natürlich sehr wertvoll - die Angst vor dem Fremden überwinden und Mut zu haben, sich auf Neuankömmlinge anzukommen.

Aber das letzte besondere Etwas, das mich bei Vorlesebüchern dahinschmelzen lässt, hat mir gefehlt.
Ein schönes Buch, nur (für mich) keines zum Immer-wieder-lesen-müssen.

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Phantasievoll, lustig und traurig zugleich

Vincent und das Großartigste Hotel der Welt von Lisa Nicol

Das Buch beginnt gleich trist. Vincents Eltern müssen sich immerzu um den Bruder Thom kümmern und haben keine Zeit und keine Kraft für Vincent und seine kleine Schwester, die irgendwie - obwohl noch so klein - selbst klarkommen müssen.

Doch dann hat der elfjährige Vincent endlich Glück im Leben: er hat einen Job im großartigsten Hotel der Welt gefunden.

Und bald ist das nicht nur ein Job, sondern er hat auch die großartigsten Freunde der Welt gefunden, ganz besonders die allerbeste Freundin.

Das Hotel wird in allen Einzelheiten sehr phantasievoll beschrieben. Was es da nicht alles gibt! Oh ja, da möchte man auf der Stelle hinfahren.
Für mich (als Erwachsene) war das streckenweise schon etwas zu viel des Guten, es waren sehr, sehr viele Aufzählungen, was es dort alles gibt. Aber ich bin nicht die Zielgruppe und die Vertreterin dieser (elf Jahre alt wie Vincent) war davon sehr begeistert!

Das Buch hat dann eine ganz andere Richtung eingeschlagen als erwartet: es blieb nämlich (für uns überraschend) auch ernst und auch traurig. Auch das großartigste Hotel der Welt kann Kummer und Sorgen nicht abschirmen.
Zwischen all den Lamas, Babyelefanten und Taschenhunden und den vielen großartigen Momenten gibt es eben auch schwere Momente.

Aber wie die Tochter so schön sagt: Ich mag das Buch, weil es so lustig und so traurig ist.

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Die Challenge beginnt schon beim EInkauf

Genussvoll gesund bleiben von Christopher Crell

"Nie wieder krank" - mit dieser doch sehr starken Aussage wirbt der Autor für sein Buch.

Klar ist eine gesunde Ernährung wichtig und mit dem Buch wird eine Ernährungsumstellung als Challenge aufgebaut.

Das mag ich - da wird mein Ehrgeiz geweckt, deshalb gefällt mir der Aufbau des Buches auch.

Es ist als 28-Tage Challenge plus einem Festmahl-Zusatztag aufgebaut, d. h. man bekommt jeden Tag je ein Frühstück, Mittagessen und Abendessen präsentiert.

Wenn man nach Kategorien kochen möchte, muss man also immer etwas blättern - aber das Buch ist sehr übersichtlich aufgemacht, so dass man sich trotzdem schnell zum jeweiligen Ziel kommt.

Das Format ist ungewöhnlich, nämlich klein und kompakt, das hat mich zwar überrascht, gefällt mir aber, da es nicht so viel Platz wegnimmt.

Die Rezepte an sich sind allerdings gewöhnungsbedürftig - aber es ist nun mal eine Challenge und kein Spaziergang.

Aber ein halber Kopfsalat als Frühstück ist trotzdem nichts für mich, genauso wenig wie ein Tomate-Mozzarella Salat.

Wie ich in der Überschrift schon geschrieben habe, beginnt die Herausforderung bereits beim Einkauf.

Für viele Rezepte braucht man Mandelmehl, das hat mein eigentlich gut sortierter Supermarkt nicht und im Bioladen habe ich für 250 g gleich mal knapp 10 € bezahlt. Und so ging es weiter. Verschiedene Zuckeraustauschstoffe, die ich zwar hätte kaufen können, dann aber wieder viel Geld für wenige Löffelchen ausgeben hätte müssen, öfter verwendete Perlhuhnbrust, die ich nicht finden konnte, von Flohsamenschalen bis Kokosfett, von Leinsamen bis Matchapulver - für den kleinen Geldbeutel ist das definitiv nichts.

Man kann zwar sagen, bei einer Ernährungsumstellung verwendet man das dann ja dauernd, aber naja, ob es dann so kommt, das sei mal dahingestellt.

Die Gelingsicherheit der Rezepte war durchwachsen. Mein Einstieg war das Tomaten-Olivenbrot, das man durchgängig während der Challenge als Brot essen soll.

Das war gleich ein großer Flop. Der Teig war viel zu flüssig, an ein Formen war gar nicht zu denken, es entstand ein platter Fladen, der aber geschmacklich gut war.

Gut gelungen sind hingegen die Pancakes, die uns allerdings durch die Verwendung des Mandelmehls überhaupt nicht geschmeckt haben. Wer kein Marzipan mag, kann diese nicht essen, denn es schmeckt sehr stark danach. Bei einem Mehlpreis von 10 € (und auch so) kann man aber ja nicht einfach alles wegwerfen, deshalb also ohne jeglichen Genuss gegessen und alle Mandelmehlrezepte für immer von der Kochliste gestrichen.

Die einfachen Rezepte wie Glasnudelsalat und Omelette waren hingegen geling sicher, an die komplexeren habe ich mich nach der Broterfahrung noch nicht herangetraut. Für Kochanfänger halte ich das Buch für völlig ungeeignet.

Die Rezepte sind immer für eine Person, das finde ich sehr praktisch. Man kann hier gut als Single danach kochen oder auch einzeln als ein Familienmitglied, weil meistens ja der Rest der Familie bei Ernährungsexperimenten nicht so mitspielen will. Falls doch, könnte man die Rezepte problemlos mit der Personenanzahl multiplizieren.

Für Familien mit Kindern ist es aber eher nichts, da die ganzen Zuckeraustauschstoffe und eine Low-Carb-Ernährung zumindest aus meiner Sicht nichts in einer kindlichen Ernährung zu suchen haben.

Mein Gesamtfazit ist durchwachsen. Die Rezeptauswahl hat mich nicht begeistert, gestört hat mich der teure, aufwändige Einkauf und die sehr knapp gehaltene Zubereitungsbeschreibung.

Wer sich aber mit einer low-Carb Ernährung schon angefreundet hat, kann hier glücklich werden.

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Sehr sprunghaft

Der Kolibri von Sandro Veronesi

So ein wunderschönes Cover, ich habe mich sofort verliebt. Bei mir dürfen nur noch Lieblingsbücher bleiben, ich hatte nach dem Cover und dem Klappentext die große Hoffnung, dass das Schmuckstück meinen Bücherschrank langfristig zieren darf - aber: leider nein.

Marco Carrera ist Augenarzt und seine Lebensgeschichte - samt die seiner Familie wird hier erzählt.

Die ersten Seiten waren spannend.
Der Psychoanalytiker seiner Frau besucht ihn, um ihn zu warnen. Marco wäre in großer Gefahr. Doch was so spannend begann, entwickelte sich leider nicht dementsprechend weiter.
Man hätte es ahnen können, denn auch bereits in diesen ersten Seiten wird lang und breit ausgeholt. Der Analytiker tritt ein, der Plattenspieler, der läuft, wird beschrieben, der Verstärker, die Lautsprecherboxen, das Regal, sogar die Plattenhülle.
Diese Detailtreue nimmt großen Raum im Buch ein, insbesondere auch was die Möblierung der Zeit angeht (für Innenarchitekten wahrscheinlich ein Highlight, für mich allerdings sehr ermüdend), aber nicht nur diesbezüglich.
Ein echter Lesefluss hat sich hier bei mir nicht eingestellt.

Dazu noch jede Menge Zeitsprünge - die Einordnung war für mich schwierig.

Auch die eigentliche Geschichte - vielmehr die vielen Geschichten, da es ja eine Familiengeschichte ist, hat mich nicht fesseln können. Jede Menge Therapeuten, Analytiker und passive Familienmitglieder, die ihr Schicksal nicht ändern, sondern so vor sich hinleben. Oder auch nicht.

Ein Buch über Unglück - und es hat leider nicht meinen Lese-Geschmack getroffen.

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Unterhaltsam, aber nicht sonderlich spannend

Pirlo - Gegen alle Regeln von Ingo Bott

Für Anton Pirlo läuft es nicht gut. Erst verliert er seinen Job als angesehener Anwalt in einer der Kanzleien Düsseldorfs, dann meldet sich seine über die Jahre gekonnt aus seinem Leben ausgeblendete Familie und um seinen einzigen Fall steht es auch nicht gut...

Pirlo ist der typische Macho - und die junge Anwältin, die den Großteil der Arbeit in der Wohnzimmerkanzlei wuppt, sehr sympathisch und tüchtig.

Die Story an sich ist unterhaltsam, aber nicht sonderlich spannend.
Etwas schwer habe ich mich mit den ständigen Zeitsprüngen getan und mit der doch arg klischeehaften Darstellung von Staranwalt und junger angestellter Anwältin. Aber vielleicht läuft es ja wirklich so in der Szene.
Genauso ging es mir mit dem Umgang der drei Khatib-Brüder und dem Clan-Slang. Einerseits sehr spaßig zu lesen, andererseits war es irgendwann dann auch mal gut.

Gut gefallen hat mir das - gut und sparsam dosierte - Einstreuen von echten Urteilen in die Handlung, hier kommt des Autors Brotjob durch und das macht es authentisch.
Gemocht habe ich auch die Wohnzimmer-Kanzlei-Atmosphäre und den Aufbau (von den Sprüngen mal abgesehen), der sich auf die Gerichtsverhandlung fokussiert.
Das Ende hingegen hat mich unzufrieden zurückgelassen. Holterpolter und das war es dann? Eine Szene war dazu noch merkwürdig und wurde nicht aufgelöst, das fand ich seltsam.

Fazit: Die Charaktere hatten trotz o.g. Kritik schon etwas, ich bin jetzt zwar nicht hellauf begeistert, aber doch durchaus interessiert, wie es in weiteren Bänden weitergeht mit der neuen Kanzlei und den beiden Anwälten.

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Ungewöhnlich kurz, aber auch mal angenehm

Eskalation von Nora Benrath

Der Thriller ist mit schlanken 320 Seiten ungewöhnlich kurz. Das fand ich aber durchaus angenehm, weil man ihn damit schön mal zwischendurch lesen kann.

Achtung: Minispoiler im letzten Absatz der Rezension bezüglich des Endes, nicht die Auflösung, aber zur Art der Auflösung.

Der Einstieg mit der unheimlichen Stimme aus der Freisprechanlage war sehr spannend.

Kurz darauf begann es dann aber für mich schon mit den ersten nicht nachvollziehbaren Aktionen. Eine Polizeikontrolle verspricht Rettung. Wie Dina da reagiert, hm, das war für mich nicht nachvollziehbar.

An sich aber ein spannendes Buch, das mit seinen Folterszenen nichts für Cosby Crime Liebhaber ist.
Was mir allerdings etwas gefehlt hat: die Nähe zu den Figuren. Außer zu Dina, die natürlich im Fokus stand, blieben ihre Freundinnen blaß. Das mag aber auch der Buchlänge geschuldet sein, da war einfach kein Raum für mehr Entwicklung.

Das Ende hat dann einen etwas schalen Beigeschmack, da es so plötzlich aus dem Hut gezaubert wurde. Es gab keine Entwicklung im Buch zu dieser Auflösung. So etwas finde ich dann doch unbefriedigend.

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Mein Gott, Walter!

Barbara stirbt nicht von Alina Bronsky

Walter ist Rentner und hat Zeit seines Lebens die Vollversorgung durch seine Ehefrau als Selbstverständlichkeit nicht nur hingenommen, sondern auch seine Standards definiert und abverlangt.
Doch dann wird Barbara, seine Frau, krank und er muss von einer Minute auf die andere alles daheim wuppen.
Er hat keinen blassen Schimmer und kann nicht mal Kaffee kochen.

Walter ist einfach fürchterlich! Er ist unsympathisch, unfreundlich, unselbständig und ein Ignorant. Was er nicht wahrhaben will, gibt es nicht. Ob es die gleichgeschlechtliche Beziehungen der Tochter (die Partnerin ist für ihn die beste Freundin), die gescheiterte Partnerschaft des Sohnes oder eben Barbaras Erkrankung ist (ist ein bisschen schlapp, muss nur anständig was essen).

Die Autorin schildert das alles so trocken und so real, als wären wir dabei. Und ja nun, so ein bisschen bis ganz schön viel Walter kennt man auch aus dem eigenen Familien- und Bekanntenkreis.

Wir als Lesende nehmen dabei Walters Perspektive ein, wissen also nur das, was Walter als seine Wahrheit gelten lässt. Sein Umfeld weiß deutlich besser Bescheid. Interessante Herangehensweise, die das Lesen spannend macht.

Im Laufe des Buches geschieht es dann - in ganz kleinen Schritten - Walter nimmt seine neue Rolle an. Natürlich bekommt er auch Hilfe, ganz viel aus dem von ihm bislang völlig unentdeckten Internet. Er entdeckt einen Fernsehkoch und mit dessen Facebook-Seite erobert er sich Zug um Zug die Kochwelt. Ganz köstlich zu lesen, wie Walter sogar eine kleine Internet-Berühmtheit wird.

Ich habe das Buch verschlungen, der böse Witz der Autorin, gepaart mit der treffender Charakterstudie einer Generation von Männern (ja, ich weiß, natürlich sind nicht alle so und es ist etwas überzeichnet) - ein echter Lesegenuss.
Sehr gelungen auch das Ende, nochmal ein Paukenschlag zum Abschluss.

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Die Götter müssen verrückt sein

Der Schwur der Göttin, Band 1: Beyond Eternity von Greta Milán

Das Buch ist der seltene Fall, dass ich das Cover so gar nicht mag, die Story aber umso mehr. Besonders ist aber, dass das Motiv auch nach Abnehmen des Schutzumschlags auf dem Buch noch mal abgedruckt ist, das ist selten, aber umso schöner.
Die Tochter sagte zum Cover: "sieht aus, als hätte sie eine Glatze, aus der lauter Nebelschwaden kommen".

Ja, sieht wirklich auch in meinem Blick nach Glatze aus. Aber zum Glück ist das Cover ja nicht entscheidend.

Die Story: Es geht um römische Gottheiten und einen fiesen Fluch, der auf Nayla liegt. Sie ist siebzehn, ihre Eltern sind sehr streng, was Dates angeht und bislang war sie auch noch nie wirklich verliebt. Doch jetzt sind da diese zwei neuen Austauschschüler an der Schule und...

Die römische Mythologie ist Grundthema des Buches, aber meine Befürchtung, dass es es trockene römische Götterkunde wird, hat sich glücklicherweise nicht bewahrheitet. Insgesamt nimmt das Thema deutlich weniger Raum ein als gedacht. Klar ist es ständig präsent, aber keinen Lesemoment verstaubt oder dominant. Echte Fans des Themas könnten aber deshalb evtl. enttäuscht sein.

Ich mag den Schreibstil - modern, humorvoll und Nayla, die ihr Umfeld mit dem "Gottheitengedöns" für völlig abgefahren hält. Klingt ja auch sehr unglaubwürdig. Spannend und dazu die süße Lovestory, eine richtig feine Mischung.

Wie erwartet endet das Buch als Zweiteiler natürlich mit einem üblen Cliffhanger - und jetzt heißt es warten bis Frühling 2022.

Die Altersempfehlung liegt ab vierzehn Jahren, es ist aber weder sonderlich brutal noch gibt es deutliche Liebesszenen, so dass ich es auch schon ab zwölf Jahre empfehlen würde.

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Zwischen Wirtschaftswunder und Kriegstrauma

Ein Koffer voller Schönheit von Kristina Engel

Ich kenne die Avon-Beraterin noch aus meiner Kindheit, das war immer sehr spannend für uns Kinder, da sie einen Hauch Glamour ins Haus gebracht hat.
Deshalb habe ich mich sehr auf diese Zeitreise gefreut.

Die Avon-Beratung nimmt jedoch nur wenig Raum im Buch ein, sie ist vielmehr der Aufhänger für ein kleines Stück Unabhängigkeit in einer Zeit, in der eine Frau nur mit Einverständnis des Mannes berufstätig sein durfte.

Anne erkämpft sich dieses kleine Stück Freiheit und wir erleben mit ihr, wie das Leben damals als Frau so war. Mitten im Wirtschaftswunder, als man endlich nicht mehr hungern musste, aber auch erst kurz nach dem Krieg, der überall noch greifbar war und schwere traumatisierte Menschen hinterlassen hat.

Locker erzählt und doch war es mir zu viel der Bandbreite. Ich hatte mehr Avon erwartet und auch wenn die Zeitreise interessant war, wollte das Buch für mich zu viel. Insbesondere eine Episode zum Schluss hin war mir viel zu viel an Drama und kaum war sie gemeistert, folgte schon das nächste.

So ganz war geworden bin ich nicht mit dem Buch. Leichte Unterhaltung mit ernsten Untertönen, für mich wäre weniger mehr gewesen.

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Faszinierend, aber mit Längen zwischendrin

Dark Blue Rising (Bd. 1) von Teri Terry

Tabby ist mit ihrer Mutter Cate immer unterwegs, nie bleiben sie lange an einem Ort, bis Cate eines Tages verhaftet wird und Tabbys bisherige Welt auseinanderbricht.

Cate soll gar nicht ihre Mutter sein, sondern hat sie entführt? Kann das wirklich stimmen? Tabby weiß nicht mehr, was sie glauben soll und dann überschlagen sich die Ereignisse.

Der Klima-Thriller, als der das Buch angekündigt ist, muss sich im Laufe der Trilogie erst noch richtig dazu entwickeln, erst zum Ende des ersten Teils wird hier etwas stärker Bezug genommen.

Mit hat gut gefallen, dass man so schön im Dunkeln tappt und sich nur ganz allmählich Zusammenhänge entblättern. Sehr mysteriös - und richtig viel weiß man leider auch mit dem Ende des ersten Bandes noch nicht.

Die Grundstimmung im Buch ist düster - deshalb teile ich die Altersempfehlung des Verlags, der das Buch ab vierzehn Jahre empfiehlt.

Zwischendrin hatte ich mal etwas einen Hänger, da zog es sich und die ständigen Wiederholungen der Faszination des Meeres für Tabby hat mich auch etwas gestört.

Aber zum Ende hin wurde es dann richtig spannend - so spannend, dass ich jetzt am Überlegen bin, ob ich Band 2 nicht als englische Ausgabe lese, damit ich sofort weiterlesen kann.

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