Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Marie aus E.:
Einblicke in ein sehr minimalistisches Leben
Sieben Quadratmeter Glück von Marion Hahnfeldt
Was braucht man wirklich zum Leben?
Eine Frage, die immer drängender wird, die Autorin hat ein Selbstexperiment durchgeführt und zog für ein Jahr in einen Wohnwagen.
Dazu hat sie ihr Hab&Gut extrem reduziert und sich auch von (fast) jeglichem Komfort verabschiedet.
Ich fand den Einblick sehr interessant, sowohl die wunderschönen Aspekte (direkt am See!) als auch die anstrengenden und zermürbenden (Sanitäranlagen am Campingplatz, Heizung bzw.
Nichtheizung im Winter,...). Gut gefallen hat mir auch, dass auch beängstigende Aspekte nicht ausgespart wurden, wie etwa die Angst vor einer Kohlenmonoxidvergiftung, wenn man die Heizung über Nacht laufen lässt (das wäre auch meine große Angst) oder das unwohle Gefühl, dass man so allein mit Fremden auf dem Platz bekommt, wenn es dunkel und kalt wird. Oder die Angst vor Stigmatisierung und das gekonnte Umschreiben des Wohnortes auf Nachfragen.
Was mir etwas gefehlt hat, waren noch mehr Alltagsschilderungen. Da hätte ich mir noch mehr Einblick gewünscht. Was hat Frau Hahnfeldt so jeden Abend gemacht in ihrem Camper, ein ganzes Jahr lang?
Warum ist sie eigentlich genau in den Camper gezogen? Ursprünglich war das Experiment nur auf ein Vierteljahr ausgelegt - aber ist es dann nachhaltig, sich dafür einen Camper zu kaufen und so einen Aufwand zu betreiben? Mir war die Motivation für das Experiment auch nicht so schlüssig bzw. dessen Verlängerung, andererseits ist das sehr privat und geht mich ja auch nichts an. Aber trotzdem - das fand ich unrund.
Insgesamt umfasst der Einblick nur 128 Seiten, ist also nicht sehr umfangreich.
Andererseits passt das wiederum auch sehr gut zu einem Buch, das das Thema Minimalismus und Ressourcenschonung als Inhalt hat.
Sehr gut gefallen haben mir aber wieder die vielen Fotos, die das Ganze schön veranschaulicht haben sowie die praktischen Tipps. Ob nachhaltiges Campen, einfache Rezeptvorschläge und konkrete Ausrüstungsvorschläge - da gibt es wertvolle erste Hilfestellungen, falls man ebenfalls mit dem Gedanken spielt. Auch andere Modelle wie ein Tiny Haus oder ein Mobilheim werden vorgestellt, das war richtig schön rund.
Insgesamt also ein positiver Eindruck, für meinen Geschmack nur etwas zu knapp gehalten.
Ein kleines Wollschwein sorgt für gute Laune
Flips - Ein Wollschwein legt los von Matysiak Mascha
Eigentlich bräuchte man gar nicht viel schreiben, wir sind einfach hingerissen von Flips, dem kleinen Wollschwein.
Es steht plötzlich auf dem Schulweg vor Toni und Toni geht es wie uns, Liebe auf den ersten Blick.
Doch leider schlägt der Liebesblitz nicht überall ein, Tonis Eltern werden wahrscheinlich nicht ganz so begeistert von einem Schwein in der Wohnung sein und erst die tierhassende Vermieterin?
Besonders gut haben der Tochter die putzigen Zeichnungen gefallen, das Buch wäre ohne diese einfach nicht das selbe.
Eine perfekte Symbiose und zum Glück wurde an der Illustration nicht gespart, es gibt ganz viele Bilder. Dazu dann die lustige Geschichte um das ständig hungrige Schweinchen, das waren richtige Wohlfühl-Lesestunde.
Die Altersempfehlung liegt ab acht Jahre, das passt gut zum Selbst-Lesen, zum Vorlesen ist es auch schön früher geeignet, es gibt keine gruseligen Stellen, würde ich auch schon Kindern ab fünf Jahren vorlesen.
Schon klar, welches Tier jetzt ganz oben auf der unendlichen Haustier-Wunschliste des Kindes steht, oder?
Zumindest als Buch-Haustier sollte Flips aber wirklich überall einziehen...
Schnelle Gerichte, ansprechend dargestellt
Hensslers schnelle Nummer von Steffen Henssler
Schnelle Gerichte und davon gleich 100 Stück? Ja bitte, her damit!
In Zeiten von Homeoffice und Homeschooling, ohne Kantine und Mensa ist tägliches Kochen angesagt, immer verbunden mit Zeitnot.
Da ist Hensslers neues Kochbuch sehr willkommen.
Mich begeistert schon das Layout.
Links immer das Rezept, die Zutatenliste extrem übersichtlich, kein Einkaufsmarathon, keine exotischen Zutaten, zudem ganz groß und fett gedruckt.
Dazu drei Symbole: Anzahl der Zutaten, Zubereitungszeit in Minuten und - falls zutreffend - ein grünes Icon für vegetarische Gerichte.
Dann die Zubereitung, auch diese knapp, verständlich und unkompliziert.
Rechts dann jeweils ein großformatiges Foto, das sehr, sehr ansprechend ist.
Die Rezeptauswahl ist gut, kategorisiert in
Kartoffeln
Fisch und Meeresfrüchte
Fleisch
Gemüse
Pasta
Salate
Für Zwischendurch
Desserts.
Auffällig ist hier, dass relativ viele Fisch- und Meeresfrüchte-Rezepte enthalten sind, gleich 14 an der Zahl.
Meine Lieblingskategorien sind jedoch Salat und Gemüse, hieraus sind auch meine zwei Favoriten:
Süsskartoffel-Avocado-Salat mit scharfem Limettendressing
und
Thai-Mango-Salat.
Aber auch sonst wurde ich fündig, auf meiner "will ich nachkochen-Liste" stehen immerhin gleich 19 Gerichte. Das ist bei mir ein sehr guter Schnitt für ein Kochbuch.
Mini-Kritik: gerade bei den Kartoffel-Rezepten sind mit zu viele Wiederholungen, es gibt gleich drei Rösti-Rezepte und zwei Stampf-Rezepte, das ist relativ langweilig. Und ein Gurkensalat als Rezept, naja...
Fazit: einfache, schnelle und frische Küche. Erfindet das Rad nicht neu, aber hier ist für jeden Geschmack etwas dabei.
Campingabenteuer: Abenteuer inklusive
Mission Hollercamp Band 1 - Der unheimliche Fremde von Lena Hach
Leon, Emily und Jakub sind Campingplatz-Buddies. Jedes Jahr in den Ferien treffen sie sich am Campingplatz - und herrliche Wochen voll Freiheit liegen vor ihnen. Doch dieses Jahr ist alles anders, es beginnt schon damit, dass Leons fürchterliche Cousine mit dabei ist und dann überschlagen sich merkwürdige Ereignisse.
..
Seit "Grüne Gurken" sind wir große Lena Hach-Fans und haben uns riesig gefreut, dass es etwas Neues von ihr gibt. Und dann auch noch ein Campingplatz-Abenteuer, super! Wir haben im letzten Jahr (aus Gründen...) ebenfalls Urlaub auf dem Campingplatz für uns entdeckt.
Erzählt wird das Sommerabenteuer aus der Perspektive von Leon, er hat alles aufgeschrieben. Besonders witzig: Emiliy hat das Ganze immer mit handschriftlichen Kritzel-Kommentaren versehen, das lockert optisch auf und ist auch sehr lustig.
Das Campingplatz-Gefühl kommt richtig schön rüber und die Freundschaft der Kinder ebenfalls. Fast ist man dabei, am Campingplatz.
Generell waren die Figuren super und herrlich authentisch. Von der grummeligen Campingplatzbetreiberin, den Dorfkindern, Emiliys very british Oma zu ständig streitenden Eltern. Darüber hinaus waren die Charaktere so schön vielfältig, auch das hat mir sehr gut gefallen.
Genauso wie das Abenteuer - kein unrealistischer, abgehobener Mini-Agenten-Thriller mit Superkräften der Kinder, sondern realistisch, das hätte so tatsächlich stattfinden können. Hat mir sehr gut gefallen.
Als Mutter hat mir allerdings ein Handlungsstrang etwas Bauchschmerzen bereitet, die Kinder gehen mit einem völlig Fremden mit - ohne irgendjemanden etwas zu sagen. Zum Glück gab es dazu dann im Verlauf noch ein paar Worte, die genau das kritisieren, aber das hätte m. E. noch deutlicher sein müssen. So ein Abenteuer kann auch böse ausgehen.
Zum Punktabzug hat das Ende geführt, denn es ist kein Ende. Gefühlt hört das Buch mittendrin einfach auf, zwar gibt es keinen fiesen Cliffhanger, aber eben auch keinen Abschluss, das fand ich unbefriedigend. Vermutlich knüpft Band 2 daran an - oder es bleibt so stehen? Doof, um es mit den Worten des Kindes zu sagen.
Davon abgesehen aber ein richtig schönes Buch, nah an der Kind-Erlebniswelt, schön zu lesen, lustig, Feriensehnsucht schürend, einfach (Lena) hach.
Top-Story, nur das Privatleben der Ermittlerin, uff
Trauma - Kein Entkommen von Christoph Wortberg
Bei meiner Rezension bin ich etwas zwiegespalten.
Ich beginne mit dem Wichtigsten, der eigentlichen Handlung. Diese verdient volle fünf Sterne.
Zwei Todesfälle, unklar, ob es sich hier um Selbstmord oder Mord handelt, beschäftigen die beiden Ermittler Katja Sand und Rudi Dorfmüller. Stück für Stück versuchen sie, die Fäden zu entwirren.
Dazu kommen Rückblenden in die grausame Kindheit eines Jungen, bei denen man lange nach einem Zusammenhang sucht. Grandios geschrieben, in einem schönen, leicht lesbaren Schreibstil, trotzdem spannend und undurchsichtig. Das Ende fand ich etwas holterdipolter und einen Aspekt auch nicht realistisch, insgesamt ist die Haupthandlung aber sehr gelungen..
Schön fand ich das Münchner Umfeld, nicht aufdringlich anbiedernd, definitiv kein Lokalkrimi, aber gut eingebaut.
Dazu kam dann aber ein sehr tiefer Einblick in Katja Sands Privatleben. Sie schleppt ein dunkles Geheimnis mit sich und darauf wird ständig Bezug genommen. Ich mag es grundsätzlich, wenn Reihen die beiden Ebenen verbinden, so wächst man mit den Figuren und identifiziert sich mit ihnen. Hier war mir das aber definitiv too much. Immer wiederkehrend, ohne wirklich neue Erkenntnisgewinne und ohne Auflösung. Schließlich gibt es ja noch Band 2 (und 3), indem das dann wohl fortgeführt wird. Das hat mich beim Lesen zunehmend genervt und das hat dann auch zu dem einen Stern Abzug geführt.
Die Figur Katja Sand ist davon abgesehen aber sehr gut ausgearbeitet, ihr Kollege Rudi Dorfmüller bleibt hingegen vergleichsweise blass. Ich vermute aber stark, dass sich das in den Folgebänden noch ändern wird.
Ich bleibe auf jeden Fall dabei und werde die Reihe weiterverfolgen.
Rätselhaft bis zum Schluss
Die Frau vom Strand von Petra Johann
Rebecca, Lucy und ihr kleine Tochter sind eine glückliche kleine Familie. Bis Rebecca eines Tages am Strand eine Frau kennenlernt, mit der sie sich anfreundet. Ab dann überschlagen sich die Ereignisse - und nicht zum Guten.
Das Buch ist als Thriller kategorisiert - ich würde es eher in die Krimischublade schieben.
Was mir sehr gut gefallen hat, es ist nicht fürchterlich brutal, aber trotzdem spannend.
Ich mochte eigentlich alles, angefangen vom Ermittlungsteam, in dem es menschelt. Junge Vorgesetzte, nicht wertgeschätzte langjährige Kollegen, das war schön lebensnah.
Dann spielt die Handlung im Umfeld von Computerspielentwicklern, das hat es jetzt zwar keine allzu großen Einfluss auf die Handlung, war aber trotzdem schön, dass die Ermittlerin auch gewisses Suchtpotential diesbezüglich aufweist.
Ausschlaggebend ist aber natürlich die Handlung und die war spannend bis zum Schluss. Viele Fäden, von denen mir nie klar war, wie sich diese verbinden sollen und mit einem nochmal überraschenden Schluss-Aspekt. Wow, dachte ich zum Buchabschluss.
Für mich kein Thriller, bei dem ich richtiggehend durchhetzen musste, aber sehr spannende und unterhaltsame Krimikost, die man auch gut lesen kann, ohne Nächte durchmachen zu müssen. Dafür hat man ja nicht immer Zeit.
Spannender Auftakt
Leichenblume von Anne Mette Hancock
Der neue skandinavische Star am Krimi-Himmel? Ganz schön viele Vorschuss-Lorbeeren, die der Titel hier erhält, allerdings hat er wohl in Skandinavien sogar Jo Nesbø und Jussi Adler-Olsen auf den Bestsellerlisten überholt.
Schon mal vorab: ja, nicht zu viel versprochen, hatte alles, was ich von einem ausgezeichneten Thriller erwarte.
Ungewöhnlich war der Aufbau, denn eine gesuchte Mörderin hat Kontakt zu einer dänischen Journalistin aufgenommen. Das wäre doch ein wenig sehr einfach, wenn schon gleich zu Beginn die Täterin feststeht, dachte ich mir. Stets war ich am zweifeln, wie konnte das alles nur zusammenhängen? War es so, wie es schien?
Spannend - und dann noch mit den großen Themen Rache und Gerechtigkeit.
Dazu sympathische Charaktere samt wunderbarer Ortsbeschreibungen. Die Beschreibung der Wohnung mit dem traumhaften Blick, die Heloise bewohnt, lässt einen sofort gedanklich dort hin hüpfen.
Raffinierte Wendungen und ein wunderbares Ende - ich bin angefixt und will auf jeden Fall mehr über die Journalistin Heloise Kaldan und Kommissar Erik Schäfer lesen. Die Lorbeeren sind verdient.
Dancing with myself
Hard Land von Benedict Wells
Sam ist fünfzehn im Sommer 1985 und einsam. Der beste Freund ist weggezogen, die Mutter krank, der Vater seit jeher distanziert.
Das Leben in einer Kleinstadt ist auch alles andere als romantisch, es ist geprägt vom Schließen einer Fabrik, die zugleich Hauptarbeitgeberin war.
Und doch - es ist Sommer und es sind Ferien!
Das Buch schafft es wunderbar, einen zurückzuversetzen in die Zeit der eigenen Jugend.
Gerade wenn man selbst in den 80ern Teenie war, dann ist das eine Zeitreise, die mit dem Soundtrack der Jugend sofort Melodien im Kopf und Stimmungsbilder in der Seele aufruft.
Die Kombination aus Schwermut, Trauer, Einsamkeit, Herzklopfen, Verliebtheit, Freundschaft, Abschied und Aufbruch - das hat das Buch für mich ausgemacht.
Auch gab es immer wieder einzelne Szenen, die mich sehr berührt haben, beispielsweise gegen Buchende die "Holztiergeschichte" (ich will nicht spoilern, deshalb hier so kryptisch).
Lediglich gegen Ende hatte das Buch für mich etwas einen Durchhänger - es zog sich etwas und insgesamt war mir Sam ein klein wenig zu tough für das, was er in dem Sommer alles erlebt hat.
Das sind aber nur Mini-Kritikpünktlein, insgesamt hat es das Buch geschafft, mich zurück in das Jahr 1985 zu katapultieren, mitten in die US-Kleinstadt.
Unbedingt vor dem Lesen den am Ende verfügbaren Soundtrack ansehen und zum oder nach dem Lesen abspielen, das ist das I-Tüpfelchen (auch als Spotify Playlist oder bei youtube verfügbar).
Superprimibus
Maxi von Phlip (1). Vorsicht, Wunschfee! von Anna Ruhe
Paula will eigentlich nur eine alte Flasche entsorgen, da entdeckt sie darin ein kleines Wesen. Nein, keinen Schmetterling, trotz Flügel, sondern eine waschechte Fee. Naja, mit kleinen Einschränkungen - denn Flaschenfeen sind beurlaubte Wunschfeen.
Und mit Maximeralda Feodora Dilara Nima von Phlip zieht das Chaos in Paulas Leben ein!
Das Buch ist für junge Leserinnen und Leser ab 7 Jahren empfohlen und das passt prima.
Die Schrift ist schön groß, der Zeilenabstand auch und die manchmal etwas schwieriger zu lesenden Wörter der Feensprache wie "superprimibus" oder "Zippo-zappo-klärchen" sind farblich sogar abgehoben und extra lesbar dargestellt.
Das Highlight sind aber die Illustrationen. In Farbe und auf jeder Seite lockern sie schön auf und passen wunderbar zur Geschichte, so macht Lesen gleich noch viel mehr Spaß.
Die Geschichte an sich gefällt uns auch sehr gut; sie ist lustig und Maxi, die Fee ist echt der Knüller. Eigentlich ein volles fünf Sterne Buch, wenn nicht das Ende holterdipolter über uns gekommen wäre. Das Buch endet gefühlt mittendrin - zwar nicht mit einem üblen Cliffhanger, aber doch so, dass wir uns ungläubig und auch grummelig gefragt haben, was das jetzt soll.
Ganz klar, es wird einen weiteren Teil geben, aber die immer mehr um sich greifende Unsitte, keinen vernünftigen Abschluss einzelner Bände bei Reihen zu bringen, vermiest uns immer mehr das Lesevergnügen. Deshalb auch ein Stern Abzug.
Herzergreifend
Die ganze Wahrheit (wie Mason Buttle sie erzählt) von Leslie Connor
Mason ist der klassische Außenseiter in der Schule. Er tut sich schwer beim Lesen und Schreiben, schwitzt übermäßig und wird damit zum Spottopfer bei den sogenannten angesagten Jungs der Schule.
Auch in seiner Familie ist es kompliziert, aber er hat seinen Freund, Calvin. Bis der eines Tages verschwindet.
Ach was habe ich mitgelitten mit Mason und wie schön war es doch auch, seine Stärke miterleben zu können. Und natürlich die großartige und tollpatschige Miss Blinny, die Schulsozialarbeiterin kennenlernen zu dürfen. Hoffentlich gibt es in jeder Schule eine Miss Blinny!
Das Buch hat so viele Botschaften, zum Beispiel wie wichtig es ist, zuzuhören oder dass Eltern ihre Kinder dazu erziehen müssen, Verantwortung zu übernehmen.
Gut gefallen hat mir auch, dass es keine schwarz-weiß-Zeichnung war. Fiese Jungs haben nicht automatisch fiese Mütter, Benny hat zwei Väter, Familie wird weit definiert - alles nicht gewollt pädagogisch, sondern als Bestandteil der Geschichte.
In erster Linie ist es aber einfach ein Buch, das zu Herzen geht. Eine Geschichte über Freundschaft und Verlust, über Einsamkeit, Ausgrenzung, Stärke und Familienbande. Einfach ein Buch, das man mit einem Seufzer beendet und bei dem mir auch die ein oder andere Träne gekommen ist.
Keine ganz einfache Kost, deshalb würde ich hier die Altersempfehlung "ab 10 Jahre" nicht unterschreiten, aber ab dann wäre das m. E. auch die perfekte Schullektüre, um das Thema Mobbing zu bearbeiten.
Unbedingt lesen!











