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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Lesestern:

June Jones und die Welt der Bücher

Die letzte Bibliothek der Welt von Freya Sampson

„Die letzte Bibliothek“ von Freya Sampson ist im August 2021 im Verlag Dumont erschienen.
June Jones eine introvertierte junge Bibliothekarin, die immer noch um den Tod der geliebten Mutter trauert, die einst die frühere Bibliotheksleiterin war, lebt sehr zurückgezogen in ihrer Welt der Bücher.

Ihre Kontakte beschränken sich auf die dem Leben zugewandte Nachbarin Linda und die Stammgäste der Bibliothek.
Den Bibliotheksbesuchern steht sie mit Rat und Tat zur Seite. Kreuzworträtsel lösen, Computer Anleitung und Bedienung, Hausaufgaben- und Lernbetreuung, sowie spezielle Buchempfehlungen gehören neben der standardmäßigen Bibliotheksarbeit zu ihrem täglichen Repertoire.
So ist die Bibliothek für viele ein zweites Zuhause und ein wichtiger sozialer Treffpunkt im Dorfleben.
Als die Bibliothek aufgrund einer Bewertung zur Rentabilität geschlossen werden soll, gerät June an einen weiteren Tiefpunkt ihres Lebens und entscheidet sich auf ihre Art zu kämpfen…
Mein Leseeindruck:
Fasziniert von dem wunderschön gestalteten Buchumschlag bin ich mit June in die Welt der kleinen Bibliothek des britischen Dorfs Chalcot lesend eingetaucht.
Als leidenschaftlicher Bücherwurm konnte ich Seite um Seite dieses besonderen Romans genießen und habe mich bei vielen in der Handlung verwobenen Buchtitel an eigene Leseerfahrungen erinnert und so manche Gedanken von June nachvollziehen können.
Freya Sampson hat einen sehr angenehm lesbaren Schreibstil, der eine wunderbare Hommage an die faszinierende Welt der Bücher darstellt. Die Kapitel sind kurzgehalten und sorgen für eine abwechslungsreiche und unterhaltsame Lektüre.
Ihre Charaktere sind gut ausgearbeitet, sodass man die einzelnen Protagonisten, insbesondere den liebenswerten alten Stanley Phelps direkt vor Augen hat.
Auch die langsam stattfindende Veränderung der Hauptperson June, die sich vom schüchternen Mädchen in eine mutige junge Frau verwandelt, ist anschaulich wiedergegeben.
Mein Fazit:
Ein Roman, der die Bedeutung von Büchern und ihren besonderen Ort liebevoll beschreibt und jedes Leser- Herz mit dieser Geschichte berührt.
Und zugleich eine Geschichte, die lebensverändernde Perspektiven aufzeigt.

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Soko mit Handicap auf den Spuren der Vergangenheit

Soko mit Handicap: Aktion Licht von Freya Sampson

„Aktion Licht“ ist der zweite und finale Teil der „Soko mit Handicap“ von Thomas Franke und ist bei Gerth Medien im Juni 2021 erschienen.
Von vielen bereits sehnsüchtig erwartet, knüpft er zeitlich direkt an den ersten Band „der Tote und der Taucher“ an, den man zum besseren Verständnis zuvor gelesen haben sollte.

Bei „Aktion Licht“ geht es nun weiter mit dem besonderen und sympathischen Ermittlerteam um Theo, einen an Muskeldystopie erkrankten jungen Studenten und seine Freunde aus der Wohngemeinschaft für behinderte Menschen. Lina, Theos ältere Schwester, unterstützt die Truppe tatkräftig als Polizistin.
Nachdem nun klar ist, dass der Mord an Mike, Theos bestem Freund in der WG, eine Verwechslungstat war und eigentlich Theo selbst galt, versucht Lina ihren Bruder fernab von Berlin in Sicherheit zu bringen.
Für Theo ist es ein großes Rätsel, dass er das Zielobjekt einer kriminellen Bande sein soll und dass sein vor 17 Jahren plötzlich verschwundener Vater eine Schlüsselfigur darin spielt.
Nachdem Lina entführt wird, ist er und seine Crew nicht mehr zu bremsen und es entwickelt sich eine gefährliche Verbrecherjagd.
Was ist in der Vergangenheit passiert und wieso steht Theo plötzlich im Fokus der Ereignisse?
Und was ist so wertvoll, dass es nach vielen Jahren immer noch ein Höchstmaß an krimineller Energie produziert?
Fragen über Fragen, deren Antworten weit zurückreichen und sich erst langsam Stück für Stück zu einem Gesamtbild zusammensetzen.
Mein Leseeindruck:
Die Fortsetzung der „Soko mit Handicap“ ist bestens gelungen und der Spannungsbogen wurde gegenüber dem Vorgänger nochmal erhöht.
Zusammen mit der Crew um Theo ist man als Leser mittendrin im Geschehen, leidet mit, wenn diesen besonderen Menschen und wunderbaren Protagonisten Gewalt widerfährt.
Zugleich steht aber auch der Obdachlose, den wir bereits im ersten Band kennengelernt haben im Fadenkreuz der Geschichte. Schritt für Schritt erinnert er sich wieder und erlangt sein Gedächtnis nach jahrelanger Amnesie wieder zurück.
Der Schreibstil von Thomas Franke ist wie bei seinen anderen Büchern auch gewohnt flüssig und die Seiten ziehen beim Lesen vorbei. Handlung und Charaktere sind gut ausgearbeitet und auch der historische Hintergrund wird ersichtlich.
Man folgt gebannt, teilweise mit angehaltenem Atem der Auflösung des Plots und wird mit einem großartigen Finale belohnt.
Fazit:
Ein besonderes Leseerlebnis, mit einem außergewöhnlichen Ermittler-Team und einem Geschehen, das in unsere jüngste Vergangenheit hineinreicht.
Und damit ein Roman, der ein eigenes Genre schafft, das Krimi, Historie, Sozial-Ethik und christliche Werte verbindet.

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Begegnung, Berührung, Beziehung und Begeisterung als Therapie für spirituelle Gesundheit

Der evangelische Patient von Klaus Douglass; Fabian Vogt

„Der evangelische Patient – die Kirche: eine Heilungsgeschichte“ von Klaus Douglass und Fabian Vogt ist im März 2021 in der Evangelischen Verlagsanstalt Leipzig erschienen.
Klaus Douglass und Fabian Vogt als Freunde, Autoren-Duo und Pfarrer sind beide mit der gleichen Leidenschaft unterwegs, um Kirche wieder neu zu beleben.

In ihrem Fokus steht die Rückbesinnung der Kirche im Sinne Jesus, auf eine geistliche Gemeinschaft.
Wer die Namen dieser beiden Autoren nennt, kommt nicht vorbei an den Zeiten der Go-Specials, die besonders in den 90er Jahren, Hochkultur feierten. Große Events mit Theater, Musik und inspirierenden Texten, vornehmlich über Kino-Leinwände, waren Magnetpunkte, um besonders kirchendistanziertes Publikum anzusprechen.
In Zeiten von Pandemie und Social Distancing sind solche Großveranstaltungen passé und jetzt ist es nötig, sich von alten Traditionen zu verabschieden und nach innovativen Lösungen zu suchen.
Anhand von 12 Heilungsgeschichten aus der Bibel wird neben der Auslegung der Bibelstellen, deren Kern-Aussagen auf die momentan kirchliche Situation transformiert. Bei dieser Anamnese werden die Probleme offen angesprochen, aber keine Patentantworten serviert.
Es gibt Anregungen und Lösungsansätze, die jeder Leser selbst auf seine jeweilige Gemeinde weiterentwickeln und anwenden kann.
Mein Leseeindruck:
Das Buch ist in einem gut lesbaren und verständlichen Stil geschrieben, sodass jeder interessierte Leser oder Leserin den Gedanken folgen kann. Das Konzept, die Heilungsgeschichten der 4 Evangelien im Neuen Testament in einer zeitgemäßen Interpretation darzustellen und anschließend auf die gegenwärtige Situation der Kirche zu übertragen, ist schlüssig und deshalb gut nachzuvollziehen. Nicht alle Heilungsgeschichten waren mir in dieser Weise bekannt und so habe ich für mich persönlich neue Erkenntnisse dazu gewonnen. Auch mit ihrem Engagement und innovativem Ansatz, gerade in Zeiten von Corona neue Wege und Kommunikationsmöglichkeiten zu beschreiten, anstatt sich passiv zurückzuziehen und über ansteigende Kirchenaustritte zu jammern, trifft auf mein volles Verständnis. Ihr Statement, dass Kirche sich wieder bewusst in die Nähe von Jesus begibt, sich selbst berühren und heilen lässt und ihre geistliche Dimension wieder entdeckt und lebt, ist die Chance zu überleben.
Mein Fazit:
Nicht Fusionen, Personalabbau und sonstige Sparmaßnahmen, sondern Begegnung, Berührung und Beziehung, so wie es Jesus uns in den Heilungsgeschichten zeigt, sind der Schlüssel für spirituelle Gesundung und eine Zukunft der Kirche.
Ein Buch, das unser heutiges Menschsein aufgreift und beleuchtet und ein Statement gibt, das hochaktuell und nicht nur für die protestantische Kirche gilt.

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Mit biblischen Geschichten durchs Jahr

Der evangelische Patient von Klaus Douglass; Fabian Vogt

„Der Bibelkalender 2022“ von Mathias Weber ist im Juni 2021 im Verlag der Deutschen Bibelgesellschaft erschienen.
Mathias Weber als beliebter Illustrator vieler weiterer Titel bei der Deutschen Bibelgesellschaft und darüber hinaus auch weiterer Verlage hat diesen wunderschönen großflächigen Kalender bebildert.

Die 12 Monatsblätter enthalten ein gut lesebares Kalendarium, das sowohl die christlichen Feiertage als auch ausgewählte Bibel-Zitate enthält.
Die Bibelstellen sind an die Abbildung des jeweiligen Kalenderblatts angepasst und bieten zusammen mit der Illustration die Möglichkeit, mit Kindern ins Gespräch über die dazugehörige biblische Geschichte zu kommen.
Dabei sind die christlichen Feste des Kalenderjahres thematisch bei der Auswahl der Bilder berücksichtigt.
So gibt es im April, treffend zu Ostern die Emmaus-Geschichte, die sich in Form der Tisch-Szene im Haus der beiden Jünger präsentiert, bei der Jesus beim Mahl das Brot bricht und sie ihn erkennen.
Auch das Bild im Dezember enthält eine vertraute Begebenheit, die mit der Geburt Jesus in engem Zusammenhang steht. Es geht um die Entdeckung des Sterns, der die Weisen aus dem Morgenland direkt zum Weihnachts-Geschehen führt.
Mein Fazit:
Ein wunderschön illustrierter Kalender, der das Geschehen von ausgewählten biblischen Geschichten kindgerecht in Szene setzt. Es macht große Freude mit Kindern zusammen die Bilder anzuschauen, Details aufzuspüren, ins Gespräch darüber kommen und dabei gleichzeitig die Welt der Bibel zu entdecken.
Er bietet durch seine farbenprächtige Ausstattung einen wunderbaren Blickfang in jedem Kinderzimmer oder auch anderen Räumlichkeiten.
Neben familiärem Einsatz ist er ein ideales Arbeitsmaterial im Kindergottesdienst, im Kindergarten oder auch in der Schule, um Kinder für biblische Inhalte aufmerksam zu machen und zu begeistern.
So ist wieder ein toller farbenfroh-ausdrucksstarker Begleiter für das kommende Jahr 2022 entstanden, der sowohl Kindern wie Erwachsenen Spaß macht und spielerisch Bibelwissen vermittelt.

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Jesus- lebensnah

Jesus von Klaus Douglass; Fabian Vogt

„Jesus, der Gott, der deinen Namen kennt“ von dem beliebten Autor und Pastor Max Lucado ist im März 2021 im Verlag Gerth -Medien erschienen.
Hier ist wieder ein wunderbares Buch entstanden, dass die unterschiedlichsten Facetten von Jesus lebensnah und mit ermutigendem Zuspruch auf den Punkt bringt.

Wir lernen Jesus als Freund, Retter, Lehrer, Wundertäter, Lamm Gottes und König aller Könige kennen.
Lucado gelingt es mit seinem sehr erfrischenden und irgendwie auch besonders empathischen Schreibstil, uns mitten in unserem Alltag abzuholen und zu einem intensiven Blick himmelwärts zu bewegen.
Seine Perspektiven sind mit biblischen Worten untermauert und laden ein, zu einer tiefen Beziehung mit unserem Schöpfer, der sich für jeden von uns persönlich interessiert. Er weiß, was es heißt traurig, schwach, erschöpft und am Ende zu sein. Und zugleich auch Gefühle der Freude, Sehnsucht und Hoffnung zu haben. Gerade in dieser uns erstmal fremd anmutenden Beschreibung des Menschseins von Jesus kommt er uns entgegen und zeigt uns Gottes Größe sich vom Thron des Höchsten zu erheben und sich klein zu machen für jeden einzelnen von uns.
Die einzelnen Kapitel und Themen dieses Buches sind mit Beispielen aus einem großen Erfahrungsschatz ergänzt und anschaulich erklärt.
Im Mittelpunkt steht Jesus, als der Gott, der uns nah ist durch sein Menschsein und alles in seiner Macht Stehende für uns als Retter und König aller Könige getan hat, dass der Weg frei ist zu einem Leben in Fülle jetzt und in Ewigkeit.
Er kennt uns ganz genau als unser Schöpfer aber auch als Mitleidender und Träger unserer Sünden. Wenn wir unsere Augen auf Jesus richten, dann sehen wir den Gott, der uns mit einer grenzenlosen Liebe begegnet und uns anbietet mit ihm zusammen Leben und Gnade zu erfahren.
Besonders eindrücklich fand ich das Beispiel, wie man sich ein Leben ohne Sünde bereits jetzt schon vorstellen kann. Dabei geht Lucado zurück in die Vorstellung unserer frühen Kindheit, als wir noch sorglos in den Tag hineinleben konnten und von zermürbenden Grübeleien und Gedanken noch nichts wussten. Da haben wir bereits einen Geschmack vom Himmel erfahren…
Auch der oft schwierig zu verstehendem Teil der Bibel, die Offenbarung des Johannes, wird hier verständlich und hoffnungsvoll aufbereitet und schenkt uns eine große Zuversicht, gerade oder auch trotz der Katastrophen in dieser Welt.
Mein Fazit:
Eine inspirierende Lektüre, die uns Jesus auf eine neue und sehr berührende Art und Weise vertraut macht und uns seine Einzigartigkeit mit vielen visuellen Beispielen nahe bringt.

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umworben, begehrt, aber einsam...

Ein Junggeselle zum Verlieben von Klaus Douglass; Fabian Vogt

„Ein Junggeselle zum Verlieben“ von Melody Carlson ist im Januar 2021 im Verlag Gerth Medien erschienen.
George Emerson, ein passionierter Pädagoge und Junggeselle, zurückgezogen lebend, antiquiert und sehr traditionsgebunden, trifft auf die lebensbejahende und leidenschaftliche Künstlerin Willow West.

Ihre eigensinnigen und absolut gegensätzlichen Charaktere erscheinen wie Feuer und Wasser, was zu vielen Missverständnissen und Konflikten führt.
Gibt es eine Chance, auch im vorangeschrittenen Alter, seine bisher gelebte Lebensphilosophie zu ändern und einen Neuanfang zu wagen?
Mein Leseeindruck:
Melody Carlson legt hier eine zunächst locker zu lesende Geschichte zweier unterschiedlich geprägten Protagonisten vor, deren Lebenserfahrungen in die Tiefe führen.
George Emerson erscheint als langweiliger Ruheständler, der vom Leben nichts mehr erwartet, während Willow West als impulsiv und dem Leben neugierig zugewandter Gegenpol beschrieben wird.
Beide haben im Gepäck ihre eigene von vielen Erfahrungen und Erlebnissen geprägte Biographie und die daraus resultierenden Glaubens- und Lebenseinstellungen.
Willow findet Gefallen an George trotz dessen Einsiedlertums und ist beseelt von dem Gedanken ihm zurück ins Leben zu helfen. Dabei schießt sie allerdings übers Ziel hinaus und landet des Öfteren im Fettnäpfchen. Auch wenn sich George von Willows sprühender Natürlichkeit angezogen fühlt, macht er immer wieder den Rückzieher und blockiert alle Versuche, seinem Schneckendasein zu entfliehen.
Seine verdrängten Ängste kommen wieder an die Oberfläche und er wird neu mit seiner immer noch schmerzhaften Vergangenheit konfrontiert…
Mein Fazit:
Ein Roman, der Lebens-Freude vermittelt, Spaß macht zu lesen und nebenbei Wertvorstellungen und Lebensphilosophien unter die Lupe nimmt und alte Denkweisen reformiert.
Lese-Kino mit Tiefgang

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Gib alles Henry, nur niemals auf

Vom kleinen Waschbären, der nicht aufgab und den großen Sprung wagte von Kerstin Toepel

„Vom kleinen Waschbären, der nicht aufgab und den großen Sprung wagte“ ist das neue Bilderbuch der Autorin Kerstin Toepel und ist im Juni 2021 beim Verlag SCM erschienen.
Es ist das dritte Abenteuer des kleinen liebenswerten und besonderen Waschbären Henry und diesmal geht es um einen Wettkampf, der ganz anders ausgeht als erwartet.

Mein Lese- und Bildeindruck:
Fasziniert von den großflächigen und warmherzigen Illustrationen habe ich begeistert die neue Geschichte um den kleinen Waldbewohner Henry angeschaut und gelesen und bin eingetaucht in ein wunderbares Abenteuer. Seine Sammelleidenschaft führt ihn zu einer alten Kiste, die er während einer großen Aufräumaktion in seiner Waschbären-Höhle findet. Darin entdeckt er unter vielem Krimskrams eine glitzernde Goldmedaille, die sein Opa vor langer Zeit bei einem Sportturnier gewonnen hat. Seine Sehnsucht erwacht, auch einmal Sieger zu sein und er beschließt bei einem Weitsprungwettbewerb, der unter den Waldtieren stattfinden soll, mitzumachen. Jeden Tag übt er fleißig, um seine Sprungkraft zu steigern und wünscht sich sehnlichst seine eigene Goldmedaille als Gewinner zu erhalten.
Doch dann kommt alles anders als erwartet…
Dieses Bilderbuch ist nicht nur optisch ein toller Genuss für Groß und Klein, auch die Geschichte ist wunderbar-faszinierend erzählt. Dabei transportiert sie wertvolle Botschaften kindgerecht und schafft es, dass kleine Zuhörer nicht nur spannend dem Geschehen lauschen, sondern sich mit dem besonderen und liebenswerten Waschbären Henry identifizieren. Sie können sehr gut nachempfinden, wie es ist, wenn man verliert, obwohl man sich vorher angestrengt hat. Und auch wie enttäuschend es ist, wenn man sich etwas so sehr gewünscht hat und es dann nicht bekommt. Um so mehr können sie dann auch die Freude nachempfinden, wenn sich eine neue Chance bietet und sich dann alles anders als erwartet und viel besser als gedacht, entwickelt.
Mein Fazit:
Ein tolles farbenprächtiges und wunderschönes Kinderbuch, das Kindern wie auch Erwachsenen Mut und Hoffnung vermittelt und zeigt, dass es sich lohnt, auch nach Niederlagen hilfsbereit und achtsam zu bleiben, um wach zu sein für neue Chancen und Perspektiven.

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Zerbrochene Träume und das Geheimnis von Mattingley Hall

Flucht nach Mattingley Hall von Nicola Vollkommer

Der historische Spannungsroman „ Flucht nach Mattingley Hall“ von „Nicole Vollkommer“ ist im Februar 2021 bei SCM Hänssler erschienen.

Nicole Vollkommer nimmt uns mit auf eine Zeitreise nach England ins 19.Jahrhundert und in die Entwicklung des aufstrebenden Journalismus und seiner Machtstrukturen, in denen Lügen, Intrigen und Verbrechen als Erfolgsmittel auf der Tagesordnung stehen.

Im Mittelpunkt der Handlung steht die junge Lady Jasmin Devereux, die durch einen harten Schicksalsschlag in der Familie, neue Hoffnung schöpft, als sie den charmanten und erfolgsverwöhnten Zeitungsverleger Hubertus Argyle kennenlernt, der ihr Herz im Sturm erobert.

Einer baldigen Vermählung und glücklichen Zukunft scheint nichts im Wege zu stehen. Doch bald ziehen dunkle Schatten über Jasmins Träume und sie entdeckt die bittere Wahrheit…

Mein Leseeindruck:

Dieser fesselnd erzählte Roman hat mich von Anfang an gepackt und ab einem bestimmten Leseabschnitt konnte ich ihn nicht mehr aus der Hand legen.

Die Charaktere der Protagonisten sind hervorragend ausgearbeitet und man hat das Gefühl hautnah im Geschehen zu sein. Auch die Nebenfiguren überzeugen und ergänzen wunderbar die spannungsreiche Handlung.

Der historische Hintergrund gewährt einen Einblick in die damaligen Gesellschaftsverhältnisse, in die Arbeiter- Unruhen und das Entstehen einer gefährlich-einflussreichen Presse, die Skandale und Morde für ihr Machtimperium fördert und nutzt.

Inmitten verschiedener Erzählstränge, die von Licht und Schatten gleichermaßen durchzogen werden, zieht sich der rote Faden eines vom Glauben geprägten Lebens, das seine Wertvorstellungen und Hoffnungen nicht aufgibt.

Mein Fazit:

Ein wunderbarer spannungsreicher Historien-Roman mit faszinierenden Charakteren und einer Handlung, die bis zum Ende den Leser mitreißt und in Bann hält.

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Die Festtage im Kirchenjahr und ihre Bedeutung - kindgerecht erklärt

Die Kinder-Festtags-Bibel von Susanne Jasch; Kristina Schnürle

„Die Kinder-Festtags-Bibel“ von Susanne Jasch und Kristina Schürle ist jetzt in einer überarbeiteten Neuauflage im April 2021 bei der Deutschen Bibelgesellschaft erschienen.

Dieses von Mathias Weber wunderschön-farbenfroh illustrierte Buch erklärt insgesamt 24 christliche Festtage und deren biblischen Ursprung und historischen Zusammenhang.

Es beginnt mit dem Advent und endet mit dem Ewigkeitssonntag.

Die Geschichten dazu sind kindgerecht erzählt und werden von den farbenprächtig- ausdrucksstarken Illustrationen wunderbar unterstützt und in Szene gesetzt.

Neben allgemein vertrauten Festen lernt man hier auch weniger bekannte Feiertage wie z.B der Michaelis-, der Johannis- und der Peter und Paul -Tag kennen und erfährt zugleich deren Bedeutung und Ausgangspunkt.

Darüber hinaus bietet jeder Festtag als Abschluss eine Extra-Seite mit Hintergrundwissen, Impulsen, Mitmachideen und Bastelvorschlägen an, die das Gehörte und Gelesene sinnvoll erweitert und in die Praxis umsetzen lässt.

Ein weiterer Zusatz ist das am Ende des Buches in einer transparenten Einstecktasche befindliche und ebenso farbenfrohe große Poster, auf dem das ganze Kirchenjahr im Jahreslauf in Form von symbolhaften Bild-Ausschnitten dargestellt wird.

Mein persönlicher Lese-Eindruck:

Es macht Spaß diese besondere Kinderbibel in die Hand zu nehmen, selber darin zu lesen und vorzulesen und dabei bisher unbekannte Festtage und Informationen gemeinsam mit den Kindern zu entdecken.

Ein Buch, das nicht nur Kinder interessiert und fasziniert und aufgrund der erweiterten Einsatzmöglichkeiten vielfältig anwendbar ist.

So eignet sich diese Festtags-Bibel sowohl in der Kita, wie in der Kindergottesdienst und Jungschararbeit bis hin zum schulischen und häuslichen Gebrauch.

Die Extra-Texte zum Hintergrundwissen sind meinem Empfinden nach eher für Schulkinder geeignet. Deshalb sollte man die Zielgruppe hierbei berücksichtigen oder kindgerecht umformulieren.

Insgesamt besticht dieses Buch aber auch durch die sympathisch-knallbunten Bilder von Mathias Weber, der bekannt ist durch bereits andere erfolgreiche Publikationen wie z.B. der Kinderbibel-Kalender u. vieles mehr, ebenfalls in der Deutschen Bibelgesellschaft erschienen.

Heute habe ich eine überraschende Entdeckung beim Bücher stöbern in der Buchhandlung gemacht: Auch die von mir sehr geschätzten neuen Bilderbücher von Jim Knopf sind von Mathias Weber koloriert. ( die Mimik der Gesichter war mir schon gleich irgendwie vertraut )):????)

Mein Fazit:

Eine sehr gelungene und optisch ansprechende Kinderbibel, die Kinder und Erwachsene gleichermaßen begeistert und einlädt über die christlichen Festtage, die biblischen Ursprünge zu entdecken und Interesse für weitere Glaubensgeschichten zu wecken.

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Schiff der Hoffnung

Bevor ich dich traf von Jody Hedlund

„Bevor ich dich traf“ von Jody Hedlund ist der Auftakt zu ihrer neuen Buchreihe „die Brautschiff-Saga“ und ist im Januar 2021 im Verlag Francke-Buch erschienen.

Aufgewachsen im Armenviertel von London, erfährt Mercy Wilkins schon früh die Schattenseiten des Lebens. Als sie die Chance bekommt, ihre aussichtslose Zukunft zu ändern, begibt sie sich auf ein Schiff nach Vancouver Island, das sie weit von Zuhause wegträgt.

Ihre Hoffnung ist es in einem neuen Land eine gute Anstellung zu finden, um ihre ältere schwer kranke Schwester Patience von ihrem elenden Dasein in einem Arbeitshaus zu befreien und so schnell wie möglich alles für deren Nachreise vorzubereiten.

Mit an Bord ist Joseph Colville, ein junger und sehr begabter Arzt adliger Abstammung. Um seinen großen familiären Verlust und seine Trauer zu überwinden, reist er als Schiffsarzt in ferne Länder, immer auf der Flucht sich seiner Vergangenheit zu stellen und sesshaft zu werden.

Mercy entschließt sich auch dann noch die Reise fortzusetzen, als sie erfährt, dass sie auf einem Brautschiff gelandet ist und eine der sechzig jungen Frauen ist, die als zukünftige Ehefrauen der dort ansässigen Goldsucher über eine britische Missionsgesellschaft verheiratet werden sollen.

Sie sieht es als einzige Möglichkeit, um Patience Leben zu retten und ist bereit sich dieser Reise ins Ungewisse zu stellen.

Unermüdlich kämpft sie zusammen mit dem jungen Schiffsarzt gegen die auftretenden und bedrohlichen Seekrankheiten der Passagiere und wird zu einer unabkömmlichen Assistentin, die stets das Wohlergehen ihrer Mitmenschen vor Augen hat.

Es entwickelt sich eine Freundschaft zwischen beiden, die entgegen aller Konventionen, Regeln und Verboten an Tiefe gewinnt…

Ein Buch, in das man in eine Welt eintaucht, in der das viktorianische Zeitalter im Jahr 1860 lebendig wird. Standesunterschiede und Klassendenken belasten das Zusammenleben der Frauen untereinander und auch die Begegnungen von Mercy und Joseph sorgen für Probleme und Hindernisse.

Jody Hedlunds Schreibstil ist angenehm und flüssig, zu lesen. Die Handlung zieht den Leser in Bann und man kann gar nicht anders, als Seite um Seite weiter zu blättern. So versteht es die Autorin wunderbar historische Fakten mit romantischer Fiktion zu einer faszinierend-glaubensstarken Geschichte zu verweben, die für mich zu einem ganz besonderen Lesevergnügen wurde.

Ich freue mich auf weitere Fortsetzungen dieser Reihe.

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