Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lesestern:
Eine wundersame Verwandlung oder Ella`s Seele lernt fliegen
Ella und der Vogel von Miriam Tölgyesi
"Ella und der Vogel" ist ein außergewöhnliches Bilderbuch für Erwachsene mit einfühlsamen Texten von Miriam Tölgyesi und faszinierenden Illustrationen von Ute Wittmann, erschienen im August 2020 im Brendow Verlag.
Ella's Tage und vor allem Nächte sind überschattet von Ängsten und negativen Gefühlen.
Wie graue Nebel umkreisen die vielfältigen Sorgenvögel ihr Leben.
Sie transportieren Wut, Versagensangst, Trauer, Einsamkeit, Verzweiflung und Bitterkeit.
Ella's ständiger Kampf gegen diese unliebsamen Biester erscheint aussichtslos....
Mein Leseeindruck:
Eine sehr einfühlsam empathisch geschriebene Geschichte, die uns mitten in unserem Alltag der Sorgen und Ängste abholt.
Ella, als Protagonistin und gleichzeitig als Metapher für unser Menschsein steht mit ihren Sorgenvögeln im Mittelpunkt der Geschichte.
Sie belasten ihr Leben, nehmen ihr ihre Freude und ziehen sie in die Tiefe.
Ella's Welt ist in trübes Grau getaucht und der tägliche Kampf dagegen raubt ihr jegliche Energie.
Aber eines Tages entdeckt sie an ihrem kleinen Ruheplatz am Fluss, mit Blick auf das klare Wasser einen Vogel ganz anderer Art, farbenfroh, faszinierend und ihrer Seele wohltuend.
Sie verliert ihn wieder aus den Augen, kann ihn aber nicht mehr vergessen.
So begibt sich auf die Suche, stellt sich ihren Sorgen und Ängsten und begegnet sich selbst.
Illustrationen:
Die farbenfrohen und fantasievollen Illustrationen haben mich auf dieses Buch aufmerksam gemacht und in den Bann gezogen.
Sie passen wunderbar zum gefühlvollen Text der Geschichte.
Die verschiedenen Sorgenvögel sind eindrücklich dargestellt und vermitteln das Stimmungsbild von Ella's trübsinnigem Alltag.
Im Kontrast dazu erscheint der mutmachende ,erhabene und lebensfrohe Vogel mit einer starken Leuchtkraft, die bildlich gesprochen in Ella's Seelentief strahlt.
Mein Fazit:
Ein wunderbar künstlerisch gestaltetes Buch, das unsere Seele berührt und uns eine Geschichte schenkt, die uns besonders in Krisenzeiten, Ermutigung zuspricht.
Die Suche nach Erlösung und der letzte Flug der Seeschwalben
Zugvögel von Charlotte McConaghy
"Zugvögel" ist das literarische Debüt von Charlotte McConaghy und ist im September 2020 bei S.Fischer Verlage erschienen.
Wir begegnen hier der einzigartigen, sehr eindrücklich beschriebenen Protagonistin Franny, die durch ihren starken Willen und ihre heimatlose Prägung ihre Umgebung in Atem hält.
Durch ihr Zusammenkommen mit Niall ihrer großen Liebe, einem Wissenschaftler und ihr gleich gesinnten Vogel- und Naturliebhaber, scheint erstmal Ruhe in ihr Leben zu kommen.
Doch schon bald verselbstständigen sich ihre Wanderfüße und die ungestüme und wilde Seite ihres Charakters tritt wieder in Erscheinung.
So verlässt sie immer wieder ihr Zuhause und ihren Mann auf der Suche nach innerem Frieden.
Der Roman erzählt von Frannys letzter Reise, abenteuerlich und gefährlich und immer auf der Spur der letzten Küsten-Seeschwalben.
Dabei werden Erinnerungen wach, die in Rückblenden ihr früheres Leben beleuchten.
Wer ist diese Frau, die heimatlos zwischen zwei Welten schwebt?
Was ist mit ihrer Tochter geschehen, lebt ihr Mann noch und warum war Franny im Gefängnis?
Viele Fragen und Geheimnisse, die erst am Ende der Reise eine Antwort finden.
Bei alldem liegt eine düstere Schwere in der Luft, die die verheerenden Folgen des Klimawandels signalisiert und dem Leser einen Blick in die Zukunft eröffnet.
Der atmosphärisch dichte und emotionale Sprachstil hat mich total begeistert und in seinen Bann gezogen.Metapher und Szenen aus der Natur und Tierwelt dienen als Sinnbild für Frannys Leben.
Besonders das Meer als Lebenselixier, unberechenbar, stürmisch und zugleich auch still und friedlich steht für ihren leidenschaftlichen von Höhen und Tiefen durchzogenenen Charakter.
Wie auf den Wellen des Meeres wird man lesend durch die Geschichte getrieben.
Franny folgt zusammen mit der Crew eines Fischerbootes den Vögeln und zugleich ihrer inneren Eingebung, um ihren Bestimmungsort zu erreichen.
Ein vielschichtiger Roman, der zugleich Liebesgeschichte, Kriminalroman und Ökodystopie miteinander verbindet, aufwühlt, nachdenklich macht und zum Ziel führt.
Die Wahrheit muss ans Licht
Ein verzehrendes Geheimnis von Francine Rivers
"Ein verzehrendes Geheimnis" von Francine Rivers ist im Juni 2020 als gleichnamige Neuauflage bei Gerth- Medien erschienen.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht die zehnjährige Cadi, die sich verantwortlich fühlt für den Tod ihrer kleinen Schwester Elen.
Seit diesem Zeitpunkt ist nichts mehr wie es war.
..
Cadis Mutter lebt in sich zurück gezogen und hat sich völlig von ihrer Tochter abgewendet und auch der Vater, ist nicht fähig seine Trauer zu verarbeiten und distanziert sich immer mehr.
Einzig und allein die Großmutter schenkt Cadi Wärme und Aufmerksamkeit und fängt sie auf mit ihrer Trauer und ihren Verlusten.
Doch dann stirbt die Großmutter und Cadis Welt bricht ein.
Als sie von der alten Tradition des Sühnemanns hört, der bei Beerdigungen erscheint, um die Sünden der Toten in sich aufzunehmen und sie von ihrer Schuld zu befreien, sieht sie ihre Chance ihre Last loszuwerden.
Entgegen aller Regeln, schaut sie bei der Beerdigung dem Sühnemann in die Augen....
Mein Fazit:
Ein Buch, das mich beim Lesen völlig eingenommen hat und das mich von Seite zu Seite weiter gedrängt hat, das Geheimnis des Sühnemanns zu entdecken.
Zusammen mit Cadi und ihrem treuen Freund Fagan habe ich mich auf die Spurensuche dieser aus dem 19. Jahrhundert stammenden schottischen Tradition eingelassen und nach und nach erfahren, welche Intrigen, Aberglaube und unmenschlischen Geschehnisse dahinter verborgen waren.
Die Geschichte wird aus der Sicht der damals zehnjährigen Cadi erzählt, die ihre Erlebnisse und Erfahrungen aus einer Zeit, in der Ängste, Machtgier, Abhängigkeiten und falsche Glaubensvorstellungen das Leben der Dorfbewohner bestimmte, schildert.
Ihr und Fagans mutiges Eintreten gegen Lügen und Schuld der Vergangenheit ruft Widerstand hervor und wird zu einem Kampf um Leben und Tod.
Ein faszinierend-erschreckender Blick in eine vom Aberglauben geprägte Welt und ein Plädoyer für Vergebung und Freiheit.
Die Sinnfrage des Lebens
Richard Dawkins, C.S. Lewis und die großen Fragen des Lebens von Francine Rivers
"Richard Dawkins, C.S. Lewis und die großen Fragen des Lebens" von Alister McGrath ist im Juni 2020 bei Gerth-Medien erschienen.
Alister McGrath, Autor und Professor für Wissenschaft und Religion an der Oxforder Universität lässt in seinem neuesten Buch zwei bedeutende Wissenschaftler mit unterschiedlichen Lebensvorstellungen in Form eines fiktiven Gesprächs zu Wort kommen.
Auf der einen Seite erleben wir den Atheisten und Evolutionsbiologen Richard Dawkins, dessen Hauptwerk " der Gotteswahn" ihn in der Öffentlichkeit überall bekannt gemacht hat.
Demgegenüber steht der nicht weniger berühmte Literaturprofessor und christliche Philosoph C.S.Lewis, der durch sein " Pardon, ich bin Christ" und seine "Narnia-Geschichten" weltweit Ansehen erlangte.
Diese beiden klugen Persönlichkeiten lässt McGrath in eine gedankliche Auseinandersetzung über die großen Fragen des Lebens treten.
Der hier dargestellte Gedanken-Austausch gliedert sich in folgende Kapitel:
Das große Ganze: Warum Sinn wichtig ist
Glaube und Beweis
Gibt es einen Gott?
Die menschliche Natur: Wer sind wir?
und endet mit der Schlussfolgerung: Die Sinnsuche
Mein Fazit:
Ein Buch, bei dem mich vor allem die Person Richard Dawkins und dessen Denkweise interessiert hat. Der "Gotteswahn" ist mir aus der Bücher-Welt ein Begriff, mit dem ich mich bisher aber noch nicht näher befasst habe.
C.S. Lewis hingegen gehört zu meinen Favoriten, den ich aufgrund seiner ehrlichen Auseinandersetzung mit der christlichen Botschaft und seinem konsequenten Weg vom Atheisten zum Gläubigen schätze.
Die hier präsentierte fiktive Diskussion der beiden Wissenschaftler ist eine kurze Zusammenfassung ihrer Denkansätze und Folgerungen,weitgehend neutral wiedergegeben werden.
Dabei liegt McGrath Augenmerk auf den Fragen was können wir von beiden lernen , was ist hilfreich für unser eigenes Denken und was unterstützt uns, um "die beste Lebensweise in dieser komplexen Welt" zu finden.
So gibt es hier keine Schwarz-Weiß Abbildung, sondern eine sachlich beschriebene Sichtweise zweier gegensätzlicher Lebens-Auffassungen und deren Interpretationen, die zum Gespräch anregen.
Dieser Umgang mit dieser anspruchsvollen Thematik und der verständlich- klare Schreibstil des Autors sorgen für ein angenehmes Lesen und tragen zur Horizont- Erweiterung bei.
Eine gut komprimierte Lektüre, in der viel steckt und die zu weiterem Lesen von Sinn Suchender christlicher Literatur anregt und zugleich eine gute Basis für wertschätzende Gespräche mit Andersgläubigen bietet.
Eine Gepäck-Verwechslung mit Folgen oder Leben mit leichtem Gepäck
Richard Dawkins, C.S. Lewis und die großen Fragen des Lebens von Francine Rivers
Gilian, David und Michael - 3 Personen mit unterschiedlichen Lebenssituationen werden unfreiwillige Opfer einer großen Gepäck-Verwechslung.
Alle drei haben in diesem Moment nur eins gemeinsam: keine Zeit.
Als die Situation endlich geklärt erscheint und sie zum Abholen ihres persönlichen
Koffers zu einem Depot geschickt werden, wird alles nur noch verfahrener.
Und die Zeit scheint davon zu laufen.
Plötzlich stehen sie einem freundlichen Gepäckträger gegenüber, der sie mit einer neuen Aufgabe betreut und damit ihr bisheriges Leben in Frage stellt.
Mein Fazit:
Eine wunderbare, sehr angenehm zu lesende Erzählung, die uns herausfordert über unsere eigenen Lasten neu nachzudenken.
Die einzelnen sehr vielschichtigen Charaktere werden auf verständliche Art und Weise beschrieben, sodass man sich leicht in ihre Gedanken- und Gefühlswelt hinein versetzen kann.
Jede einzelne Person der hier vorgestellten unterschiedlichen Protagonisten schleppt schwere Gewichte mit sich herum, die sich blockierend auf ihre Lebensqualität auswirken.
Erblasten, falsche Prägungen und Verletzungen werden hier offenbart und schreien nach Befreiung.
Doch jeder ist für sich selbst verantwortlich und muss seine Entscheidung treffen, wie er mit seinem Lebensgepäck umgeht.
Eine wertvolle und mutmachende Lektüre für ein Leben mit leichtem Gepäck.
Corona oder Christus - wer regiert die Welt?
Gott suchen in der Krise von Ulrich Eggers
Corona, ein Thema, das die ganze Welt beherrscht und überall seine Auswirkungen zeigt.
Ein kleiner Virus, der Macht ausübt auf unserem Planeten und jeder ist sowohl in ganz unterschiedlicher Art und Weise als auch Stärke davon betroffen.
Dies zeigt auch das mir vorliegende hochaktuelle Buch " Gott suchen in der Krise" herausgegeben von Ulrich Eggers und erschienen im SCM Verlag Brockhaus, das von Betroffenheit, Tiefpunkten, persönlichen Erfahrungen und Glaubensvorstellungen erzählt.
Jeder berichtet hier ehrlich und offen, was Krisensituationen an Glaubensfragen und Gedankenprozessen auslösen und wie die unterschiedlichen Reaktionen in Bewegung kommen.
Ängste genauso wie Hoffnungen werden hier persönlich wiedergegeben
Und bei allem schwingt die Frage mit, wie belastbar sind wir in Krisen und wie wirkt sich das geistlich auf unsere Beziehung mit Gott aus?
Besonders beeindruckt haben mich die Beiträge des Herausgebers und Autors Ulrich Eggers, der durch Abbruch des Willow Creek Kongresses die Folgen sowohl persönlich wie wirtschaftlich miterlebt hat.
Als " positiv getestet" hat er zusammen mit seiner Frau die Schwere und die damit verbundene komplexe Auswirkung dieser Diagnose hautnah erlebt und erlitten.
An der Grenze zwischen Leben und Tod hat er erfahren wie dieser Virus seine Stacheln in sein geistliches Leben gebohrt hat und wie er wieder neu entscheiden musste, welchem "C" er sein Vertrauen gibt.
" Mein größtes C ist nicht Corona, sondern Christus, zu dem ich fliehe und zu dem ich bete."
Ein Buch, das sich auf Spurensuche begibt, authentisch und sehr empfehlenswert, vor allem für Leser, die bereit sind, unterschiedliche Meinungen zu hören, zu bewegen und offen sind für Gottes Reden.
Leid, Elend und Qual für ein Leben in Freiheit
Die Hölle war der Preis (ungekürzt) von Hera Lind
"Die Hölle war der Preis" von Hera Lind, gesprochen von Sylvia Pages ist als MP3 im Audiobuch-Verlag und als gleichnamige Printausgabe bei Rowohlt erschienen.
Gisa genannt Peasy wächst in einer dem Leben zugewandten Familie im Osten Berlins auf.
Mit Ehrgeiz und Ausdauer verfolgt sie ihren großen Traum,Tänzerin an der Staatsoper zu werden.
Als sie endlich ihr Ziel erreicht hat und die Chance für eine große Rolle erhält, wird ihr eine unvorhergesehene Begegnung mit Folgen zum Verhängnis und sie steht vor den Trümmern ihres Traums.
In Ed einem unkonventionellen und rebellischen Architekten, den sie kennen und lieben lernt, eröffnet sich für sie eine neue Perspektive...
Eine unter die Haut gehende, auf einer wahren Begebenheit beruhende Geschichte eines Ehepaars, die das Wagnis einer Flucht in den Westen eingehen und dabei mehrere Jahre in Gefangenschaft der Stasi landen.
Ihr von großer Hoffnung getriebener Mut endet in einem Höllenritt.
Unmenschliche Zustände und der tägliche Drill von einem fanatischen System hörigen Marionetten, die nur ihre Befehle runter brüllen und ausführen, hat mich beim Hören zutiefst erschüttert.
Sylvia Pages leistet ihr Großes, indem sie den vielfältigen und zahlreichen Personen ihre Stimme gibt.
Allerdings hätte ich mir persönlich noch einen Sprecher als Pendant gewünscht, da man die männlichen und weiblichen Aufseher stimmlich kaum unterscheiden konnte.
Auch der Ost-Dialekt in dieser sehr konzentrierten Art und Weise hat meine Ohren öfters herausgefordert...
Die Schilderung der Erzählung aus der vorwiegenden Sichtweise Gisas hätte durch eine ergänzende Darstellung von Eds Perspektive, Abwechslung und Balance gewonnen.
So bleibt manches leider einseitig und manche Frage offen.
Insgesamt war es für mich eine sehr beeindruckende, bewegende und auf Tatsachen basierende Geschichte, deren Erleben ich respektvoll würdige.
Unvorstellbar, dass es so etwas direkt nach der erfahrenen Nazi-Herrschaft gab.
Ein wichtiges Zeugnis aus einer unmenschlichen Zeit und zugleich eine Warnung, Menschenrechte nicht zugunsten von Staats-Ideologien aufzugeben.
Manchmal braucht man einen Panda...
Pandatage,1 Audio-CD, 1 MP3 von James Gould-Bourn
"Pandatage" von James Gould- Bourn ist als Hörbuch, gesprochen von Hendrik Duryn im Argon Verlag erschienen und als gleichnamige Printausgabe im Verlag Kiepenheuer & Witsch.
Seit dem Unfalltod seiner geliebten Liz befindet sich Danny Malooley auf der Schattenseite des Lebens.
Sein elfjähriger Sohn Will, der den Autounfall überlebt hat,spricht seitdem nicht mehr.
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Schuldgefühle wie unverarbeitete Trauer führen zu Konflikten und Streitigkeiten innerhalb der Familie.
Als Danny dann auch noch seinen Job verliert, ist er auch finanziell am Ende und steht vor einem riesengroßen Scherbenhaufen...
Mein Fazit:
Eine etwas skurrile, sehr bewegende und mit viel Situationskomik aufbereitete Geschichte um eine Vater-Sohn Beziehung, in deren Mittelpunkt ein tanzender Panda steht.
Hendrik Duryn, vielen bekannt aus der Serie " der Lehrer" verleiht dieser außergewöhnlichen Geschichte durch seine einfühlsame Stimme eine ganz besondere Note und erzeugt eine sehr berührende Atmosphäre beim Erzählen.
Man wird hineingenommen in den Schul- und Freundschafts- Alltag eines Teenagers, der sich in seine innere Welt zurückgezogen hat, um darin sowohl der Trauer als auch den Angriffen von Mitschülerin zu entfliehen.
Ebenso leidet man mit Danny, der seine große Liebe und damit jeglichen Sinn zum Leben verloren hat.
In diese ausweglose Situation bricht plötzlich ein zum Zuhören bereiter Panda und die erwachte Leidenschaft des Tanzens und eröffnet damit eine neue und hoffnungsvolle Perspektive.
Ein Roman mit viel Gefühl, besonderen Charakteren und Freundschaften und dem heilsamen Tanzen eines wunderbaren Panda-Bären.
Kreative und inspirierende Kraftquelle für unseren Gebets- Alltag
krea.tief beten von Nelli Bangert
"KREA.TIEF beten" ist ein außergewöhnliches Buch von der Autorin Nelli Bangert und der Illustratorin Mira Weiss und ist im Februar 2020 bei Gerth-Medien erschienen.
Die vielfältigen Texte von Nelli berühren unser Herz, gehen in die Tiefe und fordern uns persönlich heraus.
Die Gestaltung mit viel Freiraum für eigene Gedanken ist von Mira wunderbar designt und im Stil von Bibel bzw Handlettering thematisch unterstützend umgesetzt.
Damit ist ein ganz besonderes Buch entstanden, das durch seine sehr persönlichen und authentischen Aussagen das Gebet von allen Seiten beleuchtet in seiner einzigartigen Fülle präsentiert.
Wer alltagsnahe Impulse, kreative Anregungen und lebendiges und erfrischendes Glauben- und Gebetsleben entdecken will, hält mit diesem Buch eine wertvolle Fundgrube in den Händen, die uns ermutigt zu einer Beziehung mit dem Schöpfergott und unserem himmlischen Vater.
Mein persönliches Fazit:
Egal ob man bisher wenig oder aber schon vieles an Gebetsliteratur lesend erfahren hat,kann dieses Buch eine große persönliche Bereicherung für jeden werden.
Die Themenvielfalt und der gestalterische Freiraum erinnern mich an ein Gartenbeet mit Blumen voller Knospen, die nach und nach in einem individuellen Zeitrahmen ihre Blüte entwickeln und dann als wunderschönes buntes, farbenfrohes Blütenmeer unser Herz erfreuen.
Manche Gebete, Formen und Körperhaltungen waren mir vertraut und vieles durfte ich neu entdecken, reflektieren und neu schöpfen.
Auch habe ich z.B mein eigenes und damit authentisches Glaubensbekenntnis und Vater- Unser kreiert und aufgeschrieben.
" Den Putztag für die Seele" habe ich als sehr wertvoll, reinigend und erneuernd erlebt.
So ist dieses Buch für mich ein wichtiger Ruhepunkt in meinem Alltag geworden und ein hilfreicher Begleiter durch Höhen und Tiefen, der mich, bestärkt, belebt und mich immer wieder in die Begegnung zu meinem Schöpfer und himmlischen Vater führt.
Christsein entspiegelt - eine Selbstdiagnose mit Perspektive
Der fromme Atheist von Craig Groeschel
Craig Groeschel's Buch " der fromme Atheist" ist im Januar 2020 in einer Neuauflage bei Gerth- Medien erschienen.
Der durch seine Vorträge und Publikationen bekannte Pastor der großen Life Church Gemeinde in Amerika hat mit seinem Buch ein Katalog entworfen, dessen Aufteilung die verschiedenen Merkmale eines sogenannten " frommen Atheisten" aufzeigt.
Jedes Kapitel beginnt mit der gleichen Einleitung und Einschränkung: "sie glauben an Gott, aber..."
Seine Punkte und Denkanstöße beziehen sich auf falsche Gottesbilder und mangelnde Kenntnisse
Da geht es um Gebet, Vergebung, Vertrauen, Veränderung, Mission, Verständnis von Gemeinde und vielem mehr...
Craig Groeschel erzählt von eigenen Erfahrungen, Erlebnissen und Fehlern und berührt damit auch gleichzeitig unsere Schwachstellen.
Er deckt auf, durchleuchtet und bietet Lösungswege, um zu einem ehrlichen und echten Christsein durchzudringen.
Mein Fazit:
Für dieses Buch habe ich entgegen meiner Erwartung viel Zeit gebraucht.
Jedes noch so kurze Kapitel hat es in sich und ist eine Mischung aus Biografie, Glaubenssätzen und Erkenntnissen. Dazu werden die entsprechenden Bibelstellen zum Selbststudium benannt.
Lässt man diese Themen an sich heran, so erkennt man unwillkürlich das eigene Verhalten und muss sich eingestehen, zu dieser mir bis dahin unbekannten Spezies "fromme Atheisten" zu gehören.
Was im ersten Moment der " Selbstdiagnose" erdrückend wirkt, kann zu einer Chance werden, die uns betreffenden Punkte neu ins Blickfeld zu nehmen und mit Gottes Hilfe und Unterstützung kraftvoll zu ändern.
Deshalb ist es kein Buch, das nach dem Lesen einfach ins Regal wandert. Es ist eine Lektüre, die ich häppchenweise mit den mich betreffenden Punkten nochmal verdauen muss, um Schritte in meinem Glaubensleben nach vorne zu machen, um nicht in einer " frommen atheistischen" Denkweise stecken zu bleiben.
Ein Buch für aufgeschlossene Leser, die bereit sind eingefahrene Denkweisen zu durchleuchten und den Mut zur Veränderung haben.










