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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von lectrice:

Rätselhafte Lebensgeschichte

Das größte Rätsel aller Zeiten von Samuel Burr

Ich bin sofort auf dieses Buch aufmerksam geworden, als ich das Cover mit den "verschlungenen Wegen" gesehen habe und dann die vielen kleinen Details wie die Teetasse mit dem Teebeutel über dem Dumont-Schriftzug oder dass Roman schräg von oben nach unten geschrieben wurde oder auch die Sanduhr.

Clayton Stumper wurde als Säugling ausgesetzt, in einer Hutschachtel. Gefunden hat ihn Pippa, die Gründerin der "Gemeinschaft der Rätselmacher" und somit wächst Clayton auf in dem Bewusstsein, dass seine Herkunft und sein Leben ein einziges Rätsel ist.
Nach dem Tod von Pippa hinterlässt diese ihm ein mehrteiliges Rätsel, dass Clayton auf eine Schnitzeljagd quer durch Europa schickt, an dessen Ende die Lösung über seine Herkunft warten soll. Und auf dieser Suche oder Reise lernt Clayton neue Leute kennen und einige davon werden zu Freunden.
Neben der Geschichte von Claytons Reise gibt es immer wieder Rückblenden, in denen Pippa von der Geschichte der "Gemeinschaft der Rätselmacher" erzählt.
Als Leser*in dieses Buches muss man kein Rätselgenie sein, sondern kann sich bequem zurück legen und die Lektüre des Buches ganz in Ruhe genießen.
Mehr als große Rätsel, sondern vielmehr die Lebensgeschichte und Herkunft von Clayton, ein Roman, dessen Lektüre mir gut gefallen hat.

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Unterwegs nach Narom Rok

Klippo von Tobias Goldfarb

Das Buch beginnt direkt mit einer dramatischen Flucht. Eigentlich möchte Klippo in Ruhe ausschlafen und dann gemütlich Hefezopf und Birnensaft zum Frühstück genießen. Aber daraus wird nichts, denn seine Eltern machen ihm klar, dass sie sofort und ohne Verzögerung fliehen müssen. Aber warum denn nur? Denn seine Eltern sind doch nur langweilige Konservendosen-Verkäufer.

Oder etwa doch nicht? Jedenfalls wird Klippos Leben ordentlich durcheinander geschüttelt und endlich erlebt er die Abenteuer, über die er sonst nur gelesen hat. Allerdings ist es nicht immer so ein tolles Gefühl, wenn man tatsächlich in Gefahr ist. Und was hat es mit der geheimnisvollen Insel Narom Rok auf sich? Sind sie dort tatsächlich in Sicherheit vor den Salpetern?
Toll sind auch das Cover und das Daumenkino mit Red, dem Hermelin von Klippo.
Ein wahres Feuerwerk an Fantasie, eine wunderbare Abenteuergeschichte, bei der es immer wieder in andere Richtungen geht.

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Perlen aus Glas

Das Geheimnis der Glasmacherin von Tracy Chevalier

Murano, Mitte des 15. Jahrhunderts: die achtjährige Orsola wird von ihrem Bruder absichtlich ins Wasser geschubst, damit sie bei der Konkurrenz spioniert, der erfolgreicheren Glasmacherfamilie. Und sofort ist man mitten im Geschehen, auf Murano. Der Name der Insel wird noch heute mit Glasmacherkunst verbunden.

Als Leserin habe ich Orsola auf einer langen Reise durch die Zeit begleitet, denn hier verläuft die Zeit anders; auch wenn außerhalb von Venedig und seiner Nachbarinsel Jahrzehnte vergehen, so vergeht die Zeit hier viel langsamer und so erlebt Orsola viele Veränderungen durch die Jahrhunderte hinweg.
Eine Idee, die mir so oder so ähnlich noch nie untergekommen ist und Tracy Chevalier hat es geschafft, dass die Zeit dennoch in sich stimmig verläuft. Zu Beginn eines neuen Kapitels werden immer prägnante Ereignisse und Personen, aber auch Kunst- und Literaturströmungen oder bedeutende Persönlichkeiten vorgestellt und dann sind wir wieder auf Murano.
Mit Orsola ist der Autorin eine sehr facettenreiche Protagonistin gelungen und besonders gut hat mir der Gondelfahrer Domenego gefallen, der als Sklave nach Venedig verkauft wurde. Aber auch der deutsche Kaufmann in seinem Kontor wird gut dargestellt.
Der Schreibstil und Ideenreichtum von Tracy Chevalier haben mir ein wunderbares Lesevergnügen verschafft und mir schöne Lesestunden geboten.

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Fantasy mit Gruselfaktor

Starling House von Alix E. Harrow

Ein geheimnisvolles Cover, das schon zu so einigen Vermutungen anregt und mit seinem glänzenden und leuchtenden Farbschnitt schon an Opale denken lässt.
Die Autorin Alix Harrow nimmt uns mit auf eine faszinierende Reise und ihre Geschichte hat mir sehr gefallen, was auch unter Anderem an dem guten Schreibstil und natürlich dem Handlungsaufbau und dem Ideenreichtum lag.

Eine Genre-Kombination aus Fantasy mit Gruselfaktor, aber auch einem Schuss Romantik.
Das Starling-House, das am Rande der amerikanischen Kleinstadt Eden liegt, bietet so manch einen Stoff für eine Gruselgeschichte und es ist umgeben von Geheimnissen.
Die Protagonistin Opal ist keine, die man unbedingt sofort ins Herz schließt und auch der zweite Hauptcharakter, Arthur, ist interessant. So nach und nach erfährt man mehr über Opal und ihre Geschichte, aber auch über so manch einen Einwohner.
Viel Spannung, Grusel, Fantasy und so manch eine Eigenartigkeit.

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Werwolfjagd

Die Oaknight-Chroniken (Bd. 1) von A. E. Leinkenjost

Scarlett und Scott sind Zwillinge und 14 Jahre alt. Sie leben auf Oaknight Manor und ihre Eltern sind Handelsreisende und ständig unterwegs, so dass die Kinder in der Obhut der Dienerschaft bleiben.
Scott ist eher für die Theorie zuständig und liebt Bücher und das Ansammeln von Wissen. Scarlett hingegen liebt das Fechten und überhaupt jede Art von Kampfkunst.

Doch dann ändert sich ihr Leben urplötzlich und sie entdecken, dass die Burg viel größer ist als gedacht und vor allem viele Geheimnisse birgt. Gemeinsam mit dem Butler Hamish machen sie sich auf die Suche nach ihren Eltern und folgen dem letzten Hinweis. Und bevor es losgeht, müssen sie noch ausgebildet werden im Kampf gegen Werwölfe. Die unterschiedlichen Klassen von Werwölfen können wir im Buch auf ganzseitigen Illustrationen entdecken, die wirklich super sind und so detailgetreu.
Eine rasante Reise mit immer wieder neuen Entdeckungen und unvorhersehbaren Wendungen. Sehr viele Geheimnisse, von denen noch nicht alle gelüftet werden.
Toll geschrieben und nur schlecht aus der Hand zu legen. Und mehr werde ich hier zum Inhalt nicht verraten: lies das Buch, du wirst nicht enttäuscht sein.
Hoffentlich dauert es nun nicht mehr so lange, bis der zweite Band erscheinen wird.

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Märchenhaft

Der Salon der kühnen Frauen von Clare Pollard

Auf geht es in die Vergangenheit, an den Hof des Sonnenkönigs nach Versailles, aber nicht der König oder seine domestizierten Adligen stehen hier im Mittelpunkt der Geschichte, sondern eine Reihe faszinierender Frauen und auch einige Männer. Diese treffen sich im Salon der Madame D'Aulnoy und erzählen sich Märchen, die sich damals großer Beliebtheit erfreut haben.

Und neben diesen Märchen führt uns die Autorin in die Geschichte der damaligen Zeit ein und verbindet alles sehr geschickt.
Ich möchte hier auch gar nicht mehr über den Inhalt verraten, nur, dass mich dieses Buch wirklich überrascht hat, im positiven Sinne, denn ich habe einen "normalen" historischen Roman erwartet, mit einem Touch Dekadenz, manchmal gar ordinär und immer abwechslungsreich; es wirkt eher wie eine Sammlung, vor allem, da der Leser so manches Mal direkt involviert wird.
Der Schreibstil von Claire Pollard ist wirklich klasse, das Buch liest sich sehr gut und der Unterhaltungsfaktor ist hoch.

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Mir hat es gut gefallen

Verbrannte Gnade von Margot Douaihy

Dieses Cover finde ich einfach mega. Es hat so was Buntes und von Pop-Art. Und im Fokus steht Schwester Holiday, die alles andere als konventionell ist, wie uns schon das Cover und der Klappentext suggerieren.
Man darf dieses Buch jedoch nicht allzu ernst nehmen und auch die Kriminalgeschichte ist jetzt nicht so sonderlich ausgefeilt.

Aber darum geht es meiner Meinung nach auch nicht vorrangig, denn da steht die schräge, abgedrehte Geschichte und die dazu passende manchmal doch arg provokante Schwester. Es geht hier jedoch nicht nur um Übertreibung und Provokation, sondern es gibt auch ernste Rückblicke in die Lebensgeschichte von Schwester Holiday und das Leben in New Orleans nach dem Hurrikan Katreina.
Es ist eine Geschichte, die sicherlich nicht jedermanns Geschmack treffen wird, aber mir hat sie gut gefallen. Vor allem war sie nicht zu plump, sondern war durchaus gut durchdacht mit einer interessanten Ermittlerin.

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