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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Christina P.:

Wenig überzeugende Story, magere Ausstattung des Hörbuchs

Das Lied der Krähen,2 Audio-CD, 2 MP3 von Leigh Bardugo

Nachdem bereits soviele von Bardugos Grischaversum und diesem Roman schwärmten war ich natürlich neugierig auf Kaz Brekker und seine Krähen. Man startet in Ketterdam, einer Handelsstadt, welche unter mehreren Banden aufgeteilt ist. Kaz gehört hierbei zu den Krähen und ist, wie oftmals zu lesen, nicht der Anführer der Krähen sondern nur ein erfolgreiches Mitglied, welcher den gutbezahlten Auftrag annimmt, einen mächtigen Mann aus dem Eistribunal, eine Art Hochsicherheitsgefängnis, zu befreien.

Dafür schart er fünf Leute um sich, welche jeweils durch ihre Fähigkeiten zum Erfolg der Mission beitragen sollen. Neben Kaz, der so eine Art Mastermind ist, wären da sein Freund Jesper (spielsüchtiger Waffenexperte), Inej („das Phantom“, eine Kletterkünstlerin), Matthias (ehemaliger Hexenjäger), Nina (eine Grischa, was im Grischaversum einer Hexe entspricht) und Wylan (Kaufmannssohn mit so einigen Talenten).
Das Buch beginnt leider sehr verwirrend, ich habe zu Beginn kaum verstanden, worum es ging und wunderte mich, was das mit den Krähen zu tun haben sollte. Leider wurde auch nur wenig erklärt, was es mit den Grischa auf sich hat. Als später die Hauptcharaktere ins Spiel kamen wurde es langsam interessanter. Hier gefiel mir, dass jeder Charakter seine eigene, gut ausgearbeitete Vergangenheit hat, welche zwischendurch in Rückblicken beleuchtet wird. Eindeutig ein Pluspunkt der Story. Weniger gefiel mir, dass die Gruppe um Kaz, mit Ausnahme des 15-jährigen Wylan, altersmäßig so um die 17 Jahre alt ist, jedes Mitglied aber bereits Erfahrungen gesammelt haben soll wie eine Person mitte/ende 20. Das passte einfach nicht. Dafür macht sich das junge Alter wiederholt bemerkbar, wenn die Charaktere sich unnötig bockig oder aufbrausend wie Teenager verhalten, welche sie eben auch sind. Am meisten störte mich beim Hörbuch zusätzlich, dass Kaz sprach wie der „Pate“, was einfach nicht zu einem Teenager passt. Zumal mir seine Genialität sowie seine vielfältigen Beziehungen in Ketterdam auch zu übertrieben ausfielen für seine junge Bandenkarriere.
Die Ausstattung der Hörbuchs lässt leider sehr zu wünschen übrig, es gibt weder Kartenmaterial, um die vielen örtlichen Gegebenheiten nachvollziehen zu können, noch ein Personenregister. Beides musste ich mir mühsam im Netz zusammensuchen. Besonders die Karten wären eine Hilfe gewesen, da die Personen aus unterschiedlichen Gebieten mit anderen Gegebenheiten stammen und auch der Einsatz im Eistribunal besser nachvollziehbar gewesen wäre.
Mein Fazit: Die Story hält nicht, was sie verspricht, die Charaktere sind mir zu jung und die Handlung zu vorhersehbar. Wer sich darauf einlassen will, sollte lieber die Printversion nehmen, da sind wenigstens Karten mit dabei.

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Band zwei bleibt hinter seinem Vorgänger zurück

Die Helden von Midgard von Liza Grimm

Der Webstuhl der Nornen zeigt einen neuen Helden für Walhall an: Erik. Manchmal muss jedoch etwas nachgeholfen werden, damit ein Krieger auch wirklich den Heldentod stirbt, statt wie alle anderen in Hel zu landen, dem Reich der Totengöttin. Diesem Auftrag widmet sich momentan Tyr, der Gott des Kampfes, unterstützt von Walküre Kára, die ein ganz persönliches Auge auf Erik geworfen hat.

Bisher lief alles ganz aussichtsreich – bis Loki mitmischt und seine eigenen Pläne verfolgt.
Liza Grimms „Die Helden von Midgard“ spielt zeitlich eine ganze Weile vor ihrem Vorgängerroman „Die Götter von Asgard“. Die Idee des Romans ist an sich sehr schön gewählt: Eine Walküre verliebt sich in den Menschen, den sie im Auftrag Odins zum Heldentod führen soll, wodurch sie zusätzlich ein ganz persönliches Interesse hat, Erik nach Walhall zu bringen und ihn bis Ragnarök an ihrer Seite zu wissen. Zudem Loki, der mal wieder alles durcheinander bringt und sich nicht in die Karten schauen lässt. Weniger gefallen hat mir die Umsetzung. So fängt die Handlung mittendrin an, Kára und Erik kennen sich bereits und sind sich auch schon näher gekommen. Die Chance, die beiden aufeinander treffen zu lassen und sich kennen zu lernen, wurde somit vertan, obwohl hier meiner Meinung nach noch Potential zu unterhaltsamen Szenen gewesen wäre. Stattdessen plätscherte die Handlung anfangs etwas dahin, Kára verhielt sich weniger wie eine langjährige professionelle Walküre sondern eher wie ein verliebter Teenager, die mehr an ihre eigenen Bedürfnisse dachte statt an ihren Auftrag an Tyrs Seite. Und das wunderte mich, denn wozu die Eile, wenn Kára in Asgard alle Zeit der Welt mit Erik hätte? Sehr schön gefiel mir hingegen neben ein paar Einblicken in die Welt Asgards Káras Freundschaft zu ihrem Bruder Tyr. Wobei auch hier unglaubwürdig war, dass der Gott des Kampfes plötzlich wie ein Anfänger kämpfte.
Am meisten Pfiff brachte, wie bereits im ersten Band, wieder Loki in die Handlung, der bereits im Prolog einmal mitmischen darf und zu Spekulationen anregt, welches seine Ziele sein mögen.
Leider kommt Band zwei nicht so recht aus dem Schatten von Band eins heraus, welcher ebenfalls bereits einige Längen hatte, dafür zumindest etwas mehr Humor mit sich brachte. Beiden Bänden gemein ist, dass erst mit Lokis Intrigen der Roman interessanter wird. Die Handlung um Kára, Tyr und Erik blieb mir hingegen etwas zu leidenschaftslos und, wie bereits erwähnt, vor allem Káras Handeln zu unprofessionell. Gelungen fand ich wiederum den Schluss der Romans, der diesmal sehr gut passte.

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Über das Jagen und Zubereiten von Drachen

Quin Zaza 1 von Taku Kuwabara

Die „Quin Zaza“ ist eines der letzten Drachenfänger-Luftschiffe im Einsatz. In teils gefährlichen Einsätzen jagt die heimatlose Crew Drachen, um diese zu zerlegen, zu verarbeiten und die Produkte an die Bevölkerung zu verkaufen. Vor allem das köstliche Drachenfleisch ist hierbei sehr gefragt, ebenso das Drachenöl.

Der Manga Quin Zaza beinhaltet die verschieden Abenteuer der Crew, welche wie Episoden aneinander gereiht sind. Schwerpunkte eines jeden Kapitels sind ein oder mehrere Drachen sowie eine Zubereitungsart von Drachenfleisch, wobei das ausführliche Rezept an jedem Kapitelende zum Nachkochen anregt.
Die Crew der Quin Zaza ist recht umfangreich, in jedem Kapitel werden ein oder mehrere Mitglieder etwas genauer beleuchtet, so dass man erst nach und nach die Crewmitglieder kennen lernt. Eine farbige Karte mit der gesamten Crew liegt dem Manga bei, was mir ganz gut gefiel, da ich für mich die einzelnen Charaktere auf dem Bild wiederfinden konnte. Am meisten fällt beim Lesen Crewmitglied Mika auf, der einen ständigen Appetit auf Drachenfleisch hat, was ihn immer wieder zu Heldentaten animiert.
Loben möchte ich zudem den Zeichenstil, welcher durchgängig sehr aufwendig und ansprechend ist. Ein Bilderatlas der Drachen vorn und hinten im Buch zeigt, welcher Drache in welchem Kapitel vorkommt. Etwas zu kurz kamen Interaktionen zwischen den Crewmitgliedern, wodurch die Episoden zwar actionreich sind, jedoch ein wenig Tiefgang fehlt. Auch muss man sich darauf einstellen, dass die Zubereitung von Drachenfleisch manchmal etwas umfangreicher ausfällt. Wen das nicht stört, für den ist Quin Zaza eine unterhaltsame Lektüre und vielleicht auch eine Bereicherung für die Rezeptesammlung.

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Die Kämpfe beginnen!

Das Erbe der Macht - Band 17: Seelenmosaik von Andreas Suchanek

Der geheimnisvolle Bran zieht seine letzten Spielzüge auch dem magischen Spielbrett der Macht. Hierzu setzt er Chloe auf ein bedeutendes Artefakt an, welches sie mit Nemos Hilfe bergen soll: Das Seelenmosaik. Währenddessen versuchen Jen und Alex herauszufinden, an welche wichtigen Informationen Mark einst kam, während Johannas lang verschollene Freundin Grace ebenfalls versucht, hinter ein Geheimnis zu kommen: Wer ist Bran?
In Band 17 spitzt sich die Lage gefährlich zu, Bran scheint unbesiegbar und am Ende seiner Machtpläne angekommen.

Es gibt diesmal viele gefährliche, brutale sowie auswegslos scheinende Situationen, gleichzeitig kommen häppchenweise neue geheimnisvolle Details ans Licht, welche bisher im Verborgenen lagen. Wie jedesmal natürlich nur soviel, dass der Hunger nach Informationen beim Lesen ein wenig gestillt wird, man am Ende des Bandes jedoch sofort einen Heißhunger auf den nächsten Band verspürt.
Mir gefiel Johannas Freundin, welche als neuer unsterblicher Charakter regelrecht durch die Story wirbelte und in kurzer Zeit viel erreichte. Ein Charakter, den wir hoffentlich noch länger lesen dürfen. Ebenso spannend waren die Abenteuer rund um Kapitän Nemo, wobei uns der Autor mal wieder mit einer auswegslos scheinenden Situation für die beteiligten Lichtkämpfer zurückließ. Auch hier kann ich die Fortsetzung kaum erwarten. Und hinter dem alten Pakt, welchen Jen und Alex versuchen zu ergründen, scheint mehr zu stecken, als wie es zunächst den Anschein hatte. Ganz ehrlich, so, wie dieser Band endet, bin ich echt neugierig, wie der Autor die Lichtkämpfer aus dem ganzen Schlamassel wieder heraus holen will!
Macht euch gefasst auf eine geballte Ladung an Kämpfen, Wissen und Kreaturen aus der Zeit vor dem Anbeginn. Mögen die Kämpfe beginnen…

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Dem ersten Band der Tetralogie und Götter und Magier fehlt noch ein wenig der Zauber

Der verwunschene Gott von Laura Labas

Morgan Vespian schlägt sich als Wölfin durch, als Mitglied einer Bande von Schmugglern und Dieben, und hat nicht selten mit Neid in den eigenen Reihen zu kämpfen. Durch Verrat wird sie bei einem ihrer Aufträge gefasst und landet über Umwege beim früheren Kronprinzen des Landes, der die Rückeroberung seines Thrones plant.

Helfen soll ihm dabei eine im Zauberschlaf liegende Prinzessin, fernab in ihrem verwunschenen Schloss. Dabei plant noch jemand anders, die gefährliche Reise dorthin für sich nutzen. Eine mächtige Person, welche sich nicht zu erkennen gibt. Doch Morgan kommt hinter dessen Geheimnis…
„Der verwunschene Gott“ ist der Auftakt einer Tetralogie (laut Verlagsseite) von Laura Labas, durchmischt mit Märchenelementen, Göttern und Magie. Es gibt verschiedene Hauptcharaktere, deren Wege sich kreuzen, welche jeweils ihre Abenteuer erleben und auf unterschiedliche Art mit Magie konfrontiert werden. Zudem trägt jeder seine Geheimnisse mit sich herum. Prinzen gibt es gleich mehrere, auf den „verwunschenen Gott“ hab ich beim Lesen hingegen lange Zeit gewartet, bis dann plötzlich der Aha-Moment kam.
Das Buch ist unterhaltsam geschrieben, auch wenn es anfangs etwas zu lange dauert, bis es allmählich spannend wird. Für meinen Geschmack gibt es von den spannenden und interessanten Szenen zuwenig oder sie fallen zu kurz aus. Auf Götter und Magie wird noch nicht so viel eingegangen, was es stellenweise erschwert, die Welt zu verstehen. Dazu gibt es Momente, die sich nicht stimmig anfühlen, Personen naiv wirken oder mir unverständlich handeln. Dadurch stellte sich bei mir nie das Gefühl ein, das Buch nicht mehr aus der Hand legen zu wollen, was ich sehr schade finde, da ein paar gute Ideen vorkommen. Mir fehlte ein wenig die Charaktertiefe. Und Morgans im Klappentext versprochene Entscheidung, welche „das Schicksal des gesamten Königreiches“ entscheiden soll, konnte ich so für mich auch nicht entdecken. Allerdings bietet der Roman am Ende ein paar gute Möglichkeiten für eine spannende Fortsetzung.
Ein leicht zu lesender Fantasyroman mit Märchen- und Götterelementen, dessen Magie nicht ausreichte, um mich in seinen Bann zu ziehen, der aber gute Ansatzpunkte für eine spannende Fortsetzung liefert.

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Claras Abenteuer in den vier Reichen der Fantasie

Der Nussknacker und die vier Reiche, 2 Audio-CDs von Laura Labas

Wie durch Zauberei gelangt die junge Clara in eine Parallelwelt, welche ihre verstorbene Mutter einst erschuf und die von lebendigen Spielzeugen bevölkert ist. Doch scheinbar werden drei der Reiche von Mutter Ingwer, der Herrscherin des vierten Reiches, bedroht. Zuckerfee, die Herrscherin über das Reich der Süßigkeiten, bittet Clara um Hilfe – und diese willigt ein.

Kurz darauf gerät Clara in ein spannendes Abenteuer mit einem Nussknacker und einer Mäusearmee, welches sie sich nie erträumt hätte und das den Verlust ihrer Mutter nach und nach erträglicher macht.
Das Buch begann zu meinem Erstaunen fast schon übertrieben kitschig mit Weihnachten und den Geschenken der kürzlich verstorbenen Mutter. Als Clara jedoch die vier Reiche entdeckte, entwickelte sich die Erzählung zu einem spannenden Märchen, welches auch mir als Erwachsene wirklich Spaß machte. Zudem fand ich es wunderschön, wieviel Spaß Clara und ihre Mutter Marie am Tüfteln hatten, dem Erfinden und Reparieren von Geräten und Maschinen.
Erzählt wird aus unterschiedlichen Perspektiven wie Clara, ihrer Mutter Marie in der Kindheit sowie Zuckerfee, der Herrscherin über das Reich der Süßigkeiten. Hierbei schafft es Marie Bierstedt, der Geschichte mit ihrer Stimme einen märchenhaften Zauber zu verleihen, der das ungekürzte Hörbuch zu einem traumhaften Erlebnis werden lässt.

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Hervorragende zweiter Teil der Fantasy-Trilogie

Die Rabenringe - Fäulnis von Siri Pettersen

Nachdem Hirka das Steintor in Ymsland durchschritten hat lebt sie nun in unserer Welt, der Welt der Menschen. Die Welt, in welche Graal, der Anführer der Blinden, welche sich Umpiri bzw. Dreyri nennen, einst nach seiner Niederlage im Krieg gegen Ymsland verbannt wurde, während sein Bruder Naiell als Seher von den Bewohnern Ymslands seit rund tausend Jahren gefeiert und geehrt wird.

Und so dauert es nicht lange, bis Graal sich bemüht, Hirka ausfindig zu machen, während zugleich Rime in Ymsland die wahre Geschichte von Graal und Naiell aufzudecken versucht. Doch welche Version ist die richtige?
Nach dem ersten Band der Fantasy-Trilogie „Die Rabenringe“ fand ich den zweiten Band noch um einiges spannender. Hier wird im Wechsel aus zwei Welten erzählt: Zum einen Hirka, welche in der Menschenwelt versucht, das Geheimnis ihrer Herkunft zu lüften und dabei erneut zwischen die Fronten gerät, zum anderen Rime, welcher in Ymsland die Wahrheit der Brüder Graal und Naiell erfährt. Während des Romans war ich mir nicht immer sicher, wer denn nun der Gute und wer der Böse der Dreyri-Brüder ist. Da hat die Autorin geschickt mit Informationen und Wendungen gespielt. Faszinierend fand ich auch, wie gekonnt Hirka ihre Schlüsse ziehen und Pläne schmieden konnte, während sie sich durch gefährliche Situationen manövrieren musste.
Mit „Fäulnis“ ist Siri Pettersen eine hervorragende Fortsetzung ihrer High Fantasy Erzählung gelungen, welche der Trilogie durch das Anbinden einer weiteren Welt sowie das Aufdecken der Geheimnisse um den Seher sowie Hirkas Herkunft eine zusätzliche, Spannung erzeugende Komplexität verleiht.

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Hervorragende zweiter Teil der Fantasy-Trilogie

Die Rabenringe II - Fäulnis von Pettersen Siri

Nachdem Hirka das Steintor in Ymsland durchschritten hat lebt sie nun in unserer Welt, der Welt der Menschen. Die Welt, in welche Graal, der Anführer der Blinden, welche sich Umpiri bzw. Dreyri nennen, einst nach seiner Niederlage im Krieg gegen Ymsland verbannt wurde, während sein Bruder Naiell als Seher von den Bewohnern Ymslands seit rund tausend Jahren gefeiert und geehrt wird.

Und so dauert es nicht lange, bis Graal sich bemüht, Hirka ausfindig zu machen, während zugleich Rime in Ymsland die wahre Geschichte von Graal und Naiell aufzudecken versucht. Doch welche Version ist die richtige?
Nach dem ersten Band der Fantasy-Trilogie „Die Rabenringe“ fand ich den zweiten Band noch um einiges spannender. Hier wird im Wechsel aus zwei Welten erzählt: Zum einen Hirka, welche in der Menschenwelt versucht, das Geheimnis ihrer Herkunft zu lüften und dabei erneut zwischen die Fronten gerät, zum anderen Rime, welcher in Ymsland die Wahrheit der Brüder Graal und Naiell erfährt. Während des Romans war ich mir nicht immer sicher, wer denn nun der Gute und wer der Böse der Dreyri-Brüder ist. Da hat die Autorin geschickt mit Informationen und Wendungen gespielt. Faszinierend fand ich auch, wie gekonnt Hirka ihre Schlüsse ziehen und Pläne schmieden konnte, während sie sich durch gefährliche Situationen manövrieren musste.
Auch das zweite, ungekürzte Hörbuch der Trilogie wird von Konstantin Graudus gesprochen, welcher durch die gebotene Vielfalt an Personen regelrecht zu Höchtsleistungen aufläuft und der Story genau die richtige Atmosphäre verleiht. Wie bereits beim ersten Band fiel es mir dadurch auch diesmal schwer, Hörpausen einzulegen.
Mit „Fäulnis“ ist Siri Pettersen eine hervorragende Fortsetzung ihrer High Fantasy Erzählung gelungen, welche der Trilogie durch das Anbinden einer weiteren Welt sowie das Aufdecken der Geheimnisse um den Seher sowie Hirkas Herkunft eine zusätzliche, Spannung erzeugende Komplexität verleiht.

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Spannende Abenteuerserie mit U-Boot

Code Genesis - Sie werden dich finden von Andreas Gruber

Eigentlich ist Terry West ein ganz normaler Teenager, allerdings lebt die Vierzehnjährige mit ihrem Onkel Simon sowie Cousin Ethan auf einem Forschungs-U-Boot und bereist die Weltmeere! Mit dabei: Frettchen Charlie. Terrys Mutter starb vor 10 Jahren unter mysteriösen Umständen, ihren Vater kennt sie nicht.

Als Terry das frühere Haus ihrer Mutter besucht, entdeckt sie zufällig deren verstecktes Forschungslabor. Und gerät damit ins Visier einer mächtigen Frau: Valerie de Boes, Inhaberin eines riesigen Pharmakonzerns. Es dauert nicht lang, und Terry und ihr Onkel sind vor gefährlichen Feinden auf der Flucht. Was ist so wichtig an den damaligen Forschungsergebnissen von Amanda West, dass de Boes selbst vor Mord nicht zurück schreckt, um diese in ihre Finger zu bekommen? Um dies heraus zu finden, beschließen Terry und ihr Onkel, selbst nach den Spuren von Amandas Arbeit zu suchen. Ein gefährlicher Wettlauf gegen Valerie de Boes beginnt…
Nachdem ich bereits mehrere Erwachsenenbücher von Andreas Gruber kenne war ich
auf sein neues Jugendbuch gespannt. Das Thema ist gut gewählt, es geht um Forschungsergebnisse einer Biologin, welche irgendwie in Bezug zu „Code Genesis“ stehen und die einer mächtigen Frau sehr wichtig sind. So wichtig, dass Terrys Mutter damals sterben musste? Es gibt also mehrere Rätsel zu lösen: Was geschah wirklich mit Terrys Mutter und woran forschte sie? Und wer ist Terrys Vater? Erschwert wird diese Schnitzeljagd dadurch, dass die Gegnerin über Geld, Technologien und skrupellose Killer verfügt.
Auch die Charaktere gefallen mir. Terry ist ein Teenager frei von Prinzessinnen-Allüren, ihr Cousin ein Technik-Nerd und ihr Onkel ein sympathischer Forscher samt U-Boot. Unterstützt werden sie von Johann, der bereits seit mehreren Generationen für Familie West arbeitet und bei dem man erst so nach und nach herausfindet, was dieser Mann alles für Fähigkeiten hat. Immerhin war er in seiner Jugend mal auf die schiefe Bahn geraten. Seine verborgenen Talente erinnern mich ein wenig an Batmans Butler Alfred. Schmunzeln musste ich bei dem Namen Valerie de Boes, der ist ebenso Programm wie bei Cruella deVille. Und Frettchen Charlie lockert so manche Situation gekonnt auf.
Code Genesis ist ein spannendes Abenteuer, bei welchem die Guten von den Bösen auf der Jagd nach Forschungsergebnissen gnadenlos verfolgt werden. Eine abenteuerliche Jagd nach Antworten, welche Simons U-Boot wohl von Band zu Band um den gesamten Globus führen wird. Mir hat der Einstieg sehr gefallen und ich werde Terry und Co. auf jeden Fall weiter begleiten.

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Mit Herz und Courage gegen den düsteren Feind - ein fantastisches Lesehighlight

Herzenmacher von El-Bahay Akram

Unerwartet ändert sich die ganze Welt für den 16-jährigen Léo Mellino, als er einem geheimnisvollen Fremden durchs nächtliche Briançon folgt und sich plötzlich in einer verschneiten Stadt wiederfindet – mitten im Sommer! Durch ein magisches Tor geriet er in eine Spiegelwelt, welche unter dem Einfluss der wunderschönen, aber gefährlichen Winterhexe steht.

„Diese Welt war anders als seine eigene. Böser. Kälter.“ (Zitat S. 47)

Léo lernt eine Welt kennen, welche die seine ist – und doch völlig anders. Neben der Hexe und ihren magischen Helfern gibt es noch Zwerge und mechanische Menschen, welche von ganz besonderen Handwerkern gefertigt und mit einem künstlichen Herz versehen werden: Den Herzenmachern. Und ehe sich Léo versieht, steckt er mitten in einer Rebellion gegen die Hexe…

„Wir stecken in einem Märchen und wissen nicht, wie es ausgehen wird.“ (Zitat S. 271)

So wie die Herzenmacher seines Romans versteht auch Akram El-Bahay sein Handwerk und versieht seine Erzählung gekonnt mit soviel Herz, dass ich schon nach wenigen Seiten mitten im Abenteuer steckte. Schnell geht es voran, wird Spannung aufgebaut sowie eine düstere Atmosphäre der Spiegelwelt erzeugt, welche förmlich danach schreit, erkundet zu werden. Neben einem Blick für’s Detail in Beschreibung und Wortwahl (wie z. B. "Federn aus Flammen") gefiel mir zudem, wie schnell die Charaktere im Roman für mich greifbar wurden, ich ihr Handeln sowie ihre Emotionen nachvollziehen konnte.
Ebenfalls sehr gelungen ist das Worldbuilding der Spiegelwelt, indem Ursachen und Konsequenzen aus der Macht der Hexe sowie des immerwährenden Winters beleuchtet werden.
Herzenmacher ist in meinen Augen ein hervorragender Roman, bei dem einfach alles stimmt: Spannung, Abenteuer, Worldbuilding, Charaktere sowie ein sehr gelungenes Ende. Vielen Dank an den Autor für dieses wunderschöne Leseerlebnis!

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