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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Christina P.:

Fängt stark an und lässt stark nach

Das Reich der zerbrochenen Klingen von Anna Smith Spark

Diese Dark Fantasy beginnt mit mehreren Handlungssträngen, welche sich zunächst kreuzen, um sich anschließend wieder voneinander zu entfernen. Da ist zum Einen Sorlost, die Goldene Hauptstadt des Kaiserreichs Sekemleth. Hier herrschen Intrigen, Prunk und Dekadenz, der Adel ruht sich auf Jahrzehnten des Friedens aus, verweichlicht zusehends und rangelt mit nicht immer fairen Mitteln um Macht.

Und die Hohepriesterin des Tempels bedient währenddessen in ihrer eigenen kleinen Welt den Aberglauben des Volkes durch Menschenopfer. Unter den Söldnern, von einem Adligen zum Sturz des Kaisers angeheuert, befindet sich der junge Marith, welcher seine wohlbetuchte Familie zu verheimlichen versucht und noch so ein paar andere unrühmliche Geheimnisse und Eigenschaften mit sich bringt.
Bis hierhin klingt soweit auch alles noch ganz spannend und vielversprechend, die Handlungen kreuzen sich beim Angriff auf den Palast, es kommt alles anders als gedacht und Marith flieht unter anderem mit der Hohepriesterin aus der Stadt. Anschließend wurde es leider ziemlich langweilig. Während die Handlungen in der Hauptstadt regelrecht ausplätscherten, wurden auch die Charaktere um Marith immer blasser und er selbst geriet dabei zusehends in der Fokus, ohne ausreichend Charisma zu besitzen, welches ihn hätte interessant machen können.
Der Stil der Autorin ist gewöhnungsbedürftig, sehr beschreibend, teilweise regelrecht aufzählend. Durch diese vielen Details und stellenweise sogar Wiederholungen geht es recht langsam voran. Unnötige Szenen, welche die Handlungen eher ausbremsen als vorantreiben, machen es nicht besser. Als interessantes Stilmittel hat die Autorin wie wörtliche Rede verfasste Gedanken verwendet, was ich an sich sehr interessant finde, doch auch hier nimmt es stellenweise Überhand.
Die Atmosphäre wiederum passt wunderbar zur Dark Fantasy. Blutig, skrupellos und stellenweise sehr direkt geht es zur Sache. Sowohl im Tempel als auch im Kampf. Magie wird verwendet, aber nicht schwerpunktmäßig. Und auch Drachen kommen vereinzelt vor.
Positiv zu nennen sind bei diesem Roman auf jeden Fall die düstere Atmosphäre, blutige Action, Intrigen und Verrat sowie der ein oder andere Plottwist. Für meinen Geschmack steht die Autorin sich mit ihrem ausladenden, zu Wiederholungen und Füllszenen neigenden Stil jedoch selbst im Weg, der Story eine durchgehende Spannung zu verleihen. Ebenso verblassten mir die anfänglich noch interessanten Charaktere zu sehr, ihr Handeln wurde immer weniger nachvollziehbar und Marith eine Hauptfigur, die mich mit keinerlei Charakterzug faszinieren konnte.

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Interessanter Fall, brisantes Thema, unsouveräne Ermittler

R.I.P. von Sigurdardóttir Yrsa

Über Snapchat müssen Freunde und Bekannte entsetzt mitverfolgen, wie die Jugendliche Stella nach ihrem Job im Kino von einem Fremden brutal misshandelt und getötet wird. War sie ein zufälliges Opfer? Oder hatte der Täter sie gezielt gewählt? Die Freunde sind geschockt, die Polizei ratlos. Kommissar Huldar bittet die befreundete Psychologin Freyia um Mithilfe, die auch schnell einen Verdacht hat, was das Motiv betrifft.

Dann verschwindet der nächste Jugendliche, und eine weitere Welle brutaler Nachrichten breitet sich im Social Media aus...
R.I.P. ist der dritte Roman der Reihe um Psychologin Freyia und Kommissar Huldar, kann jedoch auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Die Verbrechen im Roman sind brutal und schockierend, ebenso jedoch auch, was dahinter steckt und was Freyja bei ihren Recherchen nach und nach herausfindet.
Thematisch fand ich den Roman sehr gut, ein brisantes Thema, welches ich hier nicht verrate, um die Überraschung nicht vorweg zu nehmen. Auch wenn ich Selbstjustiz nicht billige waren die Auslöser, welche zu den Taten führten, erschreckend und vor allem sehr überzeugend dargestellt. Wer letztendlich für die Verbrechen verantwortlich war blieb bis zum Schluss undurchsichtig, entsprechend konnte sich die Spannung recht lange halten.
Was mich am Roman sehr störte waren die zwischenmenschlichen Verhältnisse der Ermittler untereinander. Obwohl Menschenleben auf dem Spiel stehen schaffen es ein paar erwachsene Personen nicht, ihre privaten Zankereien und ihren Stolz hintenan zu stellen und bremsen die Ermittlungen dadurch regelrecht aus. Mir unverständlich. Die Gründe hierfür sind zumeist typbedingt und wurden auch in den Vorgängerbänden bereits thematisiert, sind aber ausreichend verständlich dargestellt. Dennoch ging mir bei dem wiederholt unsouveränen Verhalten auf Kosten der Ermittlungen mehr als einmal die Hutschnur hoch.
Ein solider Thriller mit einem brisantem Thema, brutalen Verbrechen und leider zuviel unsouveränem Profilierungsgehabe seitens der Ermittler.

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Superkräfte für den Alltag

Die Abenteuer von Autistic Hero-Girl von Daniela Schreiter

"Fuchskind" Daniela Schreiter beschreibt hervorragend unterhaltsam, wie es für einen Asperger-Autisten ist, für viele Alltagssituationen Superheldenkräfte zu benötigen, welche für andere Menschen meist harmlos scheinen, wie z. B. Telefonate, Einkäufe oder Small-Talks. In ihrem Comic wird sie zu "Autistic Hero Girl", die mit ihrem Sidekick "Superfox" die Hürden des Alltags versucht zu bewältigen.

Als Comic- und Gamer-Nerd fallen die über ein bis zwei Seiten gehenden Comics entspechend auch mal mit diversen Anspielung in diese Richtung aus.
Sehr interessant sowohl für Menschen, die sich in ihren Beispielen wiederfinden als auch für Neugierige, die wissen wollen, wie eine Asperger-Autistin (wohlgemerkt nur beispielhaft) ihren Alltag erlebt. Der Stil ist klar und abwechslungsreich, die Abenteuer unterhaltsam und das Buch durchgehend coloriert.

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Schöner Einteiler, stellenweise recht unrealistisch

Ermafrodito - Harlows Begehren von Esa Parr

Venedig, 1549: Giorgio beobachtet mit Neid, wie andere ihre anatomischen Erkenntnisse veröffentlichen, während er auf der Stelle tritt. Selbst seine Forschungen am Lebendobjekt, seinem Günstling und Lustknaben Belfore, erbrachten nicht die gewünschten Resultate. Da kommt ihm Harlow gerade recht, ein Hermaphrodit, der sich seinen Unterhalt mit Liebesdiensten finanziert.

Der Manga ist eine Komposition aus Renaissance, anatomischen Studien und Boys Love. Von den Bildern her schön anzusehen, auch wenn ich zu Beginn mehrfach Probleme hatte, Giorgio und Belfore zu unterscheiden, da sie teilweise recht ähnlich ausfielen. Was u.a. auch daran lag, dass Giorgio zu jung aussah. Die anatomischen Studien am offenen Körper waren mir etwas zu unrealistisch, insbesondere, da die Betroffenen anschließend relativ fit wirkten. Muss jeder für sich entscheiden, mir war das zu fiktiv, auch wenn es dramaturgisch passte. Zudem hätt ich mir mehr zwischenmenschliche Konflikte gewünscht, bevor es zum Ende des verhängnisvollen Beziehungsdreiecks kam. Das ging mir am Schluss einfach zu schnell.
Der Zeichenstil ist überwiegend klar und fällt mal mehr, mal weniger detailliert aus. Inhaltlich ein vielleicht stellenweise etwas fiktiver Einteiler, unterhaltsam erzählt und mit einem zu abrupten Ende.

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Der zweite Teil kommt etwas langsam in Fahrt

The Isolator - Realization of Absolute Solitude.Bd.2 von Koshimizu; Kawahara; Shimeji

Nach dem ersten Aufeinandertreffen von Einzelgänger Minoru Utsugi mit dem Beißer sowie der Kämpferin Yumiko Azo erwartet den Leser der nächste, noch gewaltigere Kampf. Positiv ist, dass es auf jeden Fall zu mehr Action kommt sowie die Hintergründe des Beißers beleuchtet werden, der nun auch stimmiger gezeichnet ist.

Leider hat der Autor die Chance vertan, an der Spannung des ersten Bandes anzuknüpfen. So dauert es leider eine ganze Weile, bis die Spannung wieder auflebt, was mich zu Beginn doch etwas enttäuschte.
Der Zeichenstil selbst ist wie erwartet klar und dynamisch, die Story hätt ich mir etwas straffer gewünscht.

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Spannender Fall mit aussergewöhnlichen Leichenfunden

Nadelherz von Corbin Julia

Der neueste Fall für Alexis Hall gestaltet sich als aussergewöhnlich: Die junge Tess erhält ein Paket. Der Inhalt: Ein Herz, gespickt mit Nadeln. Doch nicht nur, dass Tess vor kurzem bereits das Opfer eines spektakulären Verbrechens war, auch die aussergewöhliche Leiche passend zum Herz lässt den Fall schnell brisant werden und erfordert erneut die Mithilfe von Kriminalbiologin Karen Hellstern.

Nadelherz ist der dritte Fall für Hall & Hellstern. Die Bände lassen sich einzeln lesen und sind in sich abgeschlossen. So lässt sich Nadelherz ohne Kenntnis der Vorgängerbände lesen, da die Autorin benötigtes Wissen geschickt in ihren Roman eingebaut hat. Da die Hauptfiguren sich jedoch privat weiterentwickeln, empfehle ich, die ersten beiden Bände vorweg zu lesen, die ebenfalls sehr gut sind.
Im dritten Band herrscht zunächst eine kleine berufliche Distanz zwischen Hall und Hellstern im Vergleich zu den vorherigen Fällen, was ich sehr schade fand, aber inhaltlich passte. Zudem erhält das Team um die toughe Ermittlerin weiblichen Zuwachs, wobei ansonsten alle bisherigen Charaktere wieder mit dabei sind. Die Personen sind wie von der Autorin gewohnt angenehm dreidimensional und in sich stimmig dargestellt, das Private ist so in den Fall eingewoben, dass es nicht stört oder zuviel Raum einnimmt. Der Fall selbst entwickelt sich schnell spannend und undurchsichtig. Interessant waren hier die Rückblenden des früheren Verbrechens, welchem Tess zum Opfer fiel und das eine nicht unwesentliche Rolle bei der Aufklärung spielt. Die Spannung blieb durchweg hoch, da wie erwartet bis zum Ende nicht verhersehbar war, wer der Täter ist und was damals wirklich geschah. Und auch zu den Leichen hat sich die Autorin etwas Besonderes einfallen lassen, was ich hier nicht verraten werde.
Wieder ein spannender Fall für das Team um die toughe Ermittlerin Alexis Hall, welcher Zugleich Licht in ein früheres Verbrechen bringt.

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Interaktives Abenteuer mit leichtem Einstieg und schönem Artwork

Spiele-Comic Abenteuer, Tränen einer Göttin von Manuro; Jurdic

Aus dem Tempel der Nüwa werden die sechs Tränen der Göttin geraubt. In diesem interaktiven Spiele-Comic übernimmt der Leser die Rolle der fernöstlichen Kopfgeldjägerin, welche bis Sonnenuntergang die drei Schurken ausfindig machen und die Tränen wiederbeschaffen soll.
Von der Aufmachung her ist der Spielecomic ein angenehm stabiles, gebundenes Buch mit Lesebändchen.

Die Comics fallen sehr schön aus, sind durchgehend coloriert und angenehm detailreich. Die Anleitung des Comics ist sehr verständlich. Man entscheidet sich zu Beginn für eine von drei besonderen Fähigkeiten und startet mit entsprechenden Waffen, Giften und Heiltränken ausgestattet. Die drei Schurken bieten drei Abenteuer, welche in unterschiedlicher Reihenfolge gespielt werden können. Je nach gewähltem Talent der Kopfgeldjägerin gestalten sich die Abenteuer unterschiedlich und man kann diverse Gegenstände sammeln, welche an anderer Stelle nützlich sind. Man erkundet verschiedene Viertel der Hafenstadt, die sehr abwechslungsreich gestaltet sind, und stößt auf unterschiedliche Personen, welche sich als Freund oder Feind entpuppen können, je nach gewählter Reaktion. Die möglichen Wege und Reaktionen sind durch Zahlen markiert, welche einem das nächste aufzublätternde Panel anzeigen, bei welchem das Abenteuer weitergeht. Hierbei sollte man auf versteckte Zahlen achten, die einem vielleicht ein Schutzamulett oder andere Hilfsmittel bieten. Nebenbei läuft natürlich die Zeit...
Für den Spielecomic benötigt man lediglich einen Bleistift, um Lebenspunkte, Zeit und Gegenstände auf dem Charakterbogen (oder wahlweise einem Extrazettel) zu notieren. Uhr oder Würfel sind nicht notwendig, da keine Kampfstärken erwürfelt werden müssen.
Mich hat dieser Spielecomic komplett überzeugt. Die Story sowie das Artwork sind sehr gelungen, die Spielanleitung ist leicht verständlich und man kann sich, lediglich mit einem Stift bewaffnet, sofort ins Abenteuer stürzen. Da es viele Wege zum Ziel gibt, verlockt das Buch, das Abenteuer mit anderen Fähigkeiten und auf anderen Wegen erneut zu spielen. Und wer erfolgreich die Tränen einsammeln konnte, darf sich auf ein Bonusabenteuer freuen.

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Überraschender Höhepunkt ihrer Drachenforscher-Karriere

Lady Trents Memoiren - Im Refugium der Schwingen von Marie Brennan

Isabella Lady Trents fünfter und letzter Teil ihrer Memoiren bildet einen wunderbaren Abschluss ihrer Erzählungen mit einem zugleich unerwarteten Höhepunkt. Die mittlerweile in die Jahre gekommene Drachenforscherin berichtet, wie sie im Alter von knapp 40 Jahren zu einer Expedition aufbrach, welche eine entscheidende Wende in der Drachenforschung brachte: Im Refugium der Schwingen löste sie das Geheimnis der sagenumwobenen Drakoneer, dem humanioden Drachenvolk, auf dessen Spuren sie wiederholt auf ihren bisherigen Expeditionen stieß.

Wer ihre bisherigen Bände gelesen hat, wird zunächst einen Roman wie gewohnt vorfinden: Ein besonderes Ereignis veranlasst Isabella, auf eine Expedition zu gehen. Diesmal ist es der mysteriöse Fund eines Drachenkadavers einer bisher noch nicht katalogisierten Art, welche sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Suhail sowie ihrem langjährigen Freund Thomas Wilker ins Mrtyahaima-Gebirge aufbrechen lässt, welches mit dem Himalaya-Gebirge verglichen werden könnte. Aus diesmal gibt es natürlich wieder klimatechnische sowie politische Probleme, die überwunden werden müssen. Doch im Vergleich zu den vorherigen Bänden geschieht diesmal etwas, was den letzten Band zu etwas ganz Besonderem werden lässt. Was, das möchte ich hier nicht verraten, denn sonst wäre die Überraschung ja weg. Auf jeden Fall ergeben nach diesem Abenteuer sämliche Hinweise, welche bisher über die Drakoneer auftauchten, einen Sinn.
Ich empfand "Das Refugium der Schwingen" als den besten Band der Serie. Dieses Abenteuer könnte wohl als der Höhepunkt ihrer Karriere zu deuten sein. Sowohl die Entdeckung, die Isabella macht als auch, wie sie das Abenteuer erlebt und anschließend aufgrund ihrer Entdeckung handelt, haben mich sehr überzeugt. Es gab diesmal keine unnötigen Längen, keine ewig langen Anpassungen an Gesellschaftsregeln vor dem Abenteuer, kaum Fantasietitel und -bezeichnungen, dessen fehlende Bedeutung den Lesefluss ausbremsten und auch auf eigene Lobhudelei hat die fiktive Autorin diesmal weitestgehend verzichtet. Sehr schön waren wieder die Illustrationen im Roman, wobei die Karten für das diesmalige Abenteuer wenig Relevanz hatten.
Ein fantastischer und stimmiger Abschluss einer schönen Serie, spannend, überraschend und schön illustriert.

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Life Saaks!

Die Unausstehlichen & ich (Band 1) - Das Leben ist ein Rechenfehler von Vanessa Walder

Wie ätzend ist das denn? Da hat Enni (11) endlich eine tolle Pflegefamilie gefunden samt Bruder, mit dem sie sich super versteht und mit dem sie die allerbesten Streiche aushecken kann. Und da wollen die doch plötzlich aus Berlin wegziehen – ohne Enni! In die Schweiz. Da gibt es doch nur Kühe! Und Enni soll in ein Internat für Psychos abgeschoben werden? In irgendso ´nen Freakschuppen?! Da wird sie eh nicht lange bleiben, das ist Enni von vornherein klar…
Für Enni bricht eine Welt zusammen, als ihre Pflegefamilie ins Ausland zieht und Enni auf ein Internat der etwas anderen Art gehen soll.

Natürlich ist Enni klar, dass dort nur Verrückte hinkommen und schmiedet bereits im Voraus Pläne, von dort möglichst schnell zu verschwinden und ihren Bruder zu suchen. Im Internat angekommen, ist jedoch alles ganz anders, als Enni zunächst befürchtete. Für ihre Fluchtpläne benötigt sie allerdings Hilfe, und die bekommt sie von den Unausstehlichen…
So wie Enni vom Internat überrascht war, so war ich auch komplett überrascht von diesem Buch! Denn das Buch ist ein wirklich wunderbares Leseerlebnis mit sehr schönen Illustrationen! Enni ist zwar manchmal ein kleiner Rabauke, aber ansonsten einfach eine liebenswerte Person. Nur das mit dem Fluchen hat sie noch nicht so ganz im Griff, was sich im Buch auf ganz amüsante Art bemerkbar macht: Sämtliche Schimpfwörter sind durchgekritzelt, und das sind nicht wenige. Ich muss gestehen, das verleitete mich beim Lesen geradezu, die Kritzelkratzel-Platzhalter durch Schimpfwörter zu ersetzen.
Die Unausstehlichen sind übrigens keine Clique, welche sich selbst so nennt, wie ich zunächst dachte. Sondern einfach eine Gruppe anderer Mitschüler im Internat, die selbst eine Geheimaktion planen, für die sie Ennis Hilfe benötigen. Also wäscht eine Hand einfach mal die andere. Und was Enni so erzählt, schreibt sie überaus lebendig und unterhaltsam. Sie ist ein pfiffiges und starkes Mädchen, das leider manchmal rot sieht. Dennoch war es schön mitzuerleben, wie sie langsam ihre Anti-Haltung verliert…
Ein wunderschöner erster Band von und über Enni und ihren Abenteuern, unterhaltsam und spannend und einfach *kritzelkritzel* klasse! Zudem ist das Buch auf Antolin gelistet.

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Gefährliche Zeitreisen

Die Unausstehlichen & ich (Band 1) - Das Leben ist ein Rechenfehler von Vanessa Walder

Von einem Moment auf den anderen bleibt die Zeit stehen - nur für Thekla nicht. Natürlich glaubt ihr niemand, nicht mal ihr Freund Ivo. Bis sie Antiquar Matteo kennen lernt, der selbst die Zeit beeinflussen kann und Thekla in ihrer neuen Gabe trainieren will. Doch irgendwas verheimlicht Matteo ihr doch? Und woher weiß er soviel über Zeitphänomene? Wirklich nur aus alten Büchern?
Und woher kommt diese unheimliche Stimme?
Die Zeitwächterin ist ein abgeschlossener Roman.

Es bleibt zunächst unerklärlich, was es mit den Zeitphänomenen auf sich hat und Theklas plötzlicher Gabe. Matteo scheint ihr zunächst helfen zu wollen, doch die Tatsache, dass er ihr etwas verschweigt, machte ihn für mich auch schnell verdächtig. Und dann die kleinen Veränderungen in der Gegenwart, welche sich erst subtil und später verstärkt einschlichen. Bis ich Thekla am liebsten beiseite genommen hätte, sie solle endlich damit aufhören.
Das Buch ist unterhaltsam und leicht zu lesen. Die Auflösung, was hinter Theklas plötzlicher Begabung steckt und welche Pläne Matteo verfolgt, hat mich sehr überrascht und ich fand es eine gelungene, wenn auch aussergewöhnliche Idee. Auf jeden Fall mal ein etwas anderes Buch über Zeitsprünge und veränderte Zeitlinien.

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