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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Christina P.:

Gestatten: Tod!

Fenster mit Licht von Marie Grünberg

Eigentlich ist der Tod gar nicht so schlimm. Das muss Richard feststellen, als er vor Neugier in ein Haus einbricht, aus dessen Fenster er wiederholt ein blaues Licht leuchten sah - und sich kurz darauf in der Welt von Cornelius Tod wiederfindet.

"Keine Frage, das war der Kater aus seinem Traum, der Kater des Todes.

" (Zitat Kap. 24)

Die ein wenig zeitlos wirkende Erzählung spielt in der Zukunft, welche man zu Beginn aus Richards Sicht kurz kennen lernt. Bis er auf den Tod trifft, der so ganz anders ist als der erwartete Sensenmann und der ihn, zusammen mit Kater Shadow, wie ein freundlicher Gastgeber empfängt.
Auf fantastische Weise erfährt man in dieser Erzählung, was es mit den Seelensteinen auf sich hat, was geschieht, wenn man seine Seele nicht ausreichend pflegt und welche Rolle Richard zugedacht ist. Nebenbei geht es noch um Vertrauen und Intrigen. Der Stil ist angenehm unterhaltsam und erinnert mich ein wenig an klassische Fantasy. Definitiv ein Buch, welches ich liebend gern gelesen habe und jedem ans Herz - oder an die Seele - legen möchte.

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Superhelden im Kampf nicht nur gegen Vorurteile

Bay City Heroes - Im Zeichen der Gerechtigkeit von Weller Laura

Die junge Seraphina Winter gehört zu den Reichen und Privilegierten, die in einer sicheren Gegend und mit Stromversorgung leben. Ihr bisheriges Leben zwischen Wohltätigkeitsgalas und High Society Club gerät jedoch komplett aus den Fugen, als sie nach einem Überfall plötzlich aussergewöhnliche Fähigkeiten entwickelt: Fortan ist sie eine Veränderte.

Ein gesellschaftlicher Super-GAU! Denn Angst und Vorurteile in der Bevölkerung haben dazu geführt, dass Veränderte wegen ihrer Fähigkeiten wie Schweben, Superkräfte oder Feuer schleudern von der Regierung verfolgt und kontrolliert werden. Von der aggressiven Reaktion der Bevölkerung ganz zu schweigen. Also verheimlicht Sera erstmal ihre neuen Fähigkeiten, bis sie sich mit anderen Veränderten zusammenschließt, um als Bay City Heroes für ein besseres Image der Veränderten zu sorgen.
Seraphina war mir als Tochter eines reichen Pharmaunternehmers von Beginn an sympathisch. Ihre Reaktion auf ihre neuen Fähigkeiten war unterhaltsam und realistisch beschrieben und mir gefiel, wie sie mit den anderen eine Art Superheldengruppe aufbaute, welche mit einigen Startschwierigkeiten zu kämpfen hatte. Auf der anderen Seite steht Special Agent John Hunter, der im Auftrag der Regierung mit seiner Abteilung dafür sorgen soll, dass sämtliche Veränderte verfolgt, registriert und ihre Fähigkeiten unterdrückt werden. Durch seine starke Abneigung gegen Veränderte ist er quasi der Gegenpol von Sera, die es sich in den Kopf setzt, John davon zu überzeugen, dass Veränderte auch nur Menschen sind, von denen die meisten gar nichts Böses wollen.
Sehr gelungen ist der besondere Aufbau des Romans mit Zeitungsartikeln, Radiodurchsagen, Zitaten und Interviews, welche zu Beginn und immer mal wieder mittendrin erklären, wie es überhaupt zu dem politischen und wirtschaftlichen Dilemma der USA kam, wie die Reaktionen auf die Bay City Heroes sind oder einiges mehr. Natürlich wird auch die Frage geklärt, warum es überhaupt Veränderte gibt.
Der Stil ist äußert unterhaltsam, die Story faszinierend und ich hatte beim Lesen immer wieder vor Augen, wie das Ganze wohl als Film wirken könnte. Ein wenig Humor an den richtigen Stellen lockert alles angenehm auf und die Autorin hat es sich nicht nehmen lassen, sich selbst indirekt kurz in die Geschichte einzubauen.
Ein sehr gelungenes Superheldenbuch, in dem die Betroffenen nicht nur gegen starke Vorurteile zu kämpfen haben und das auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit verdient hat!

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Eine KI im Kampf gegen die Menschen - doch wer hat die besseren Ziele?

Neon Birds von Marie Graßhoff

2101 A.D., Planet Erde: Einst zur Erzeugung aufgewerteter Supersoldaten entwickelt, hat sich die Künstliche Intelligenz KAMI verselbständigt, sich der in die Körper injizierten Nanobots bemächtigt und die betroffenen Menschen nach ihren eigenen Vorstellungen modifiziert. Heraus kamen von KAMI kontrollierte Cyborgs, auch MOJA genannt, welche nach und nach immer mehr Fähigkeiten entwickelten und die Menschen angriffen.

Deswegen wird versucht, diese Cyborgs in streng abgesicherten Sperrzonen abzuschotten, um sich selbst vor Überfällen oder Ansteckung der "Cyborg-Viren" zu schützen. Bis es zu einem gefährlichen Vorfall und somit zum Kampf Mensch gegen Cyborg kommt. Der Einstieg in eine spannende Science-Fiction-Trilogie.
Die Welt in diesem Roman unterscheidet sich stark von der unseren, auch wenn nur wenige Jahrzehnte dazwischen liegen. Die Klimazonen haben sich verändert, es gibt interessante neue Technologien wie Cyber-Trips, Flashtrains und Transphones, die Menschheit wird von einem militärisch geprägten Weltrat regiert und KAMI bedroht die Menschen mit stark modifizierten Cyborgs. Den Aufbau des Romans fand ich recht gut gelungen. Man taucht beim Lesen nach und nach in diese futuristische Welt ein, lernt immer wieder neue Details kennen, ebenso wie weitere Personen. Historisches wird in Rückblenden erzählt, wodurch die aktuelle Weltlage überschaubarer wird. Ebenso sind Militärakten dabei, welche Begriffe und Entwicklungen schnell erläutern, ohne, dass sich der Roman dafür unnötig in die Länge ziehen muss.
Die Hauptpersonen sind vier junge Erwachsene, welche auf unterschiedliche Art miteinander zu tun haben. Da wäre z. B. Okijen Van Dire, ein kybernetischer Supersoldat, der durch spektakuläre Livekämpfe gegen MOJA in den Sperrzonen berühmt wurde. Oder Andra, eine Angehörige eines der seltenen Völker, welche noch in altertümlichen Dörfern leben statt in den technologisierten Megacities. Zusätzlich kommen weiterhin einige ältere Charaktere hinzu, die wichtige Rollen im Weltgeschehen besetzten oder sogar immernoch innehaben. Allzuviel will ich gar nicht weiter verraten, um niemanden zu spoilern.
Ich empfand das Buch als überaus spannend gleich von Beginn an. Die Atmosphäre ist ziemlich futuristisch, man muss jedoch kein Science-Fiction-Nerd sein, um die Story zu verstehen. Die Beschreibung der Welt, wie sie sich entwickelt hat und wie sie jetzt vorliegt, macht einen sehr durchdachten Eindruck. Da es der erste Teil einer Trilogie ist, erwarte ich im Folgeband noch viele weitere Details zum Worldbuilding, welches noch längst nicht ausgereizt scheint. Daher mache ich mir keine Sorgen, dass die Spannung weniger werden könnte. Im Gegenteil, dieser erste Band hat den Grundstein für eine hoffentlich überaus packende Story gelegt und ich freue mich bereits jetzt, wenn es bald weitergeht.
Auf der Seite der Autorin kann man sich übrigens die Hauptcharaktere sowie deren jeweilige Kurzbeschreibung ansehen.

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Aroma- und Texturerlebnisse von 15 Gemüsearten

Abenteuer Geschmack! von Antje de Vries

Unterhaltsam und leicht verständlich erfährt man in diesem Buch, wie Geschmack und Aromen entstehen, wie die unterschiedlichen Sinne an deren Wahrnehmung beteiligt sind und durch welche Zubereitungsarten besondere aromatische Erlebnisse aus verschiedenen Gemüsesorten herausgeholt werden können. Neben Hintergrundwissen und ein wenig Warenkunde zu den 15 im Buch gewählten Gemüsesorten wie Karotte, Kürbis, Rote Bete oder Fenchel gibt es zu jedem Gemüse Rezeptbeispiele für unterschiedliche Aroma- und Texturerlebnisse.

Dabei sind die Rezepte für mein Empfinden verständlich formuliert und regen zum Nachkochen an. Zu jedem Rezept gibt es ein entsprechendes Bild mit dem fertigen Gericht und auch ansonsten ist das Buch voller Bilder, welche dem theoretischen Teil den Sachbuch-Charakter etwas nehmen und bereits das Lesen zu einem kleinen Erlebnis machen. Da wurde sich wirklich Mühe gegeben, die Texte mit dem Wissen über Geschmack und Gemüse so zu gestalten, dass man nicht die Lust verliert durch zu lange oder komplizierte Texte. Ebenso hat die Autorin auf eine in meinen Augen unnötige Selbstdarstellung verzichtet, wie es viele andere Kochbuchautoren momentan leider handhaben. Ich muss sagen, das Buch ist sehr interessant und es gibt tatsächlich so einiges darin zu entdecken. So wär ich nie darauf gekommen, grüne Bohnen in Kaffee zu blanchieren.

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Über Bösewichte und andere böse Wichte aus Märchen und Sagen

Durch Eiswüsten und Flammenmeere von Christian Handel

Es war einmal... ein fantastischer kleiner Verlag, für den viele tolle Autoren eine Kurzgeschichte schrieben, welche dann gemeinsam als Anthologie das Licht der Welt erblickten. Und weil diese so erfolgreich war, leuchtete bald darauf eine weitere Anthologie am Himmel der fantastischen Geschichten. Doch gingen den Autoren auf unerklärliche Weise die Ideen nicht aus und sie gaben in der nun bereits vierten Anthologie auch denjenigen eine Chance, die sonst meist im Schatten der vielgeliebten Helden und Hauptfiguren stehen: Die bösen Charaktere aus Märchen und Sagen.

Und eines kann ich dir versprechen: Manchmal sind die Bösen gar nicht so böse, wie immer behauptet wird. Manchmal sind die anderen noch viel, viel schlimmer...
Die vierte Anthologie aus dem Drachenmondverlag vereint 16 wunderschöne Kurzgeschichten verschiedener Autoren. Der Schwerpunkt liegt diesmal auf dem Thema Bösewichte aus Märchen und Sagen wie die Schneekönigin, Rotkäppchens böser Wolf, die 13. Fee oder die Herzkönigin. Dabei überzeugt die Sammlung durch eine wunderschöne Vielfalt, da jede/r der AutorInnen einen ganz eigenen Stil hat. Einige Erzählungen sind düster oder gruselig, während andere bittersüß oder humorvoll daherkommen. Bei jeder der 16 Kurzgeschichten habe ich mich aufs Neue überraschen lassen und wurde von keiner enttäuscht.
Wie heißt es doch so schön: Hier ist wirklich für jeden was dabei. Enttäuscht wurde ich von keiner der vielen Geschichten, jede hat ihren Charme. Eine sehr schöne Sammlung!

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Jagd auf Londons gefährliche Geisterwesen

Durch Eiswüsten und Flammenmeere von Christian Handel

In dieser düsteren Urban Fantasy Serie machen die Geister Verstorbener die Nächte unsicher. Verborgen in Dunkel und Zwielicht versuchen sie, an die Lebensenergie der Menschen zu gelangen, welche sich aufwendig zu schützen versuchen. Zur Jagd auf diese gefährlichen Wesen haben sich die Totenbändiger spezialisiert, von Geburt an ausgestattet mit besonderen Fähigkeiten.

Diese Fähigkeiten sorgen jedoch in vielen Bürgern für große Angst, dass die Totenbändiger sich auch gegen die Menschen richten könnten, weswegen sie von vielen gefürchtet und diskriminiert werden.
Camren Hunt ist einer dieser Totenbändiger Londons. Vor 13 Jahren fand man ihn als kleines Kind inmitten eines Haufens hingerichteter Leichen. Bis heute weiß keiner, was damals wirklich geschah. Plötzlich wiederholen sich die Leichenfunde, welche dem damaligen Fund erschreckend ähneln…
Mir gefällt die Idee eines alternativen, düsteren Londons, wo diese neue Serie angesiedelt ist. Ein wenig hat es mich an eine Mischung aus Ghostbusters und Sherlock Holmes erinnert, die Serie spielt aber in der heutigen Zeit. Thematisch werden hier verschiedene Themen angesprochen, was die Serie recht vielfältig macht. So kommen gruselige Szenen, gefährliche Abenteuer und ein mysteriöser Kriminalfall ebenso vor wie die tägliche Diskriminierung der Totenbändiger oder eine queere Einstellung einiger Protagonisten. Zusätzlich sind die Hauptpersonen in verschiedene Altersgruppen unterteilt: Neben den Erwachsenen gibt es einmal die junge Generation Anfang 20 sowie Schüler um die 16-17 Jahre. Dadurch ergeben sich entsprechend unterschiedliche Handlungsschauplätze. Man könnte sagen, bei dieser Serie ist für jeden was dabei.
Zu Beginn habe ich ein wenig Zeit benötigt, um mich in dieser neuen Welt zurecht zu finden, da Namen und Informationen regelrecht auf mich einprasselten. Nachdem ich einen ersten Überblick erhalten hatte, zog die Spannung dann an und hielt sich bis zum Ende von Band 1. Da es eine Serie ist, ist die Handlung natürlich nicht abgeschlossen, die Geheimnisse um Camren und die Leichenfunde bleiben weiterhin ungelöst. Vielmehr habe ich das Gefühl, die Geheimnisse wurden hier erstmal nur stückchenweise angerissen, dass da noch einiges mehr kommen wird. Die unterschiedlichen Perspektiven, aus denen die Handlung erzählt wird, gefallen mir, da sie dadurch mehr Einblicke in die verschiedenen Charaktere ermöglichen. Ebenso der Schreibstil der Autorin, welcher sich angenehm lesen lässt und sehr unterhaltsam ist.
Ein solider Start in eine gruselig-spannende Urban Fantasy Serie mit interessanten Ideen und vielfältigen Charakteren.

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Die Nerven sind zum Zerreißen gespannt

Das Erbe der Macht - Band 21: Schattentanz von Andreas Suchanek

Die Ruhe vor dem Sturm verursacht den Bewohnern des Castillo arge Kopfzerbrechen: Wer ist der Verräter unter ihnen? Und wenn sie die Person gefunden haben - werden sie es noch rechtzeitig schafffen, alle in Sicherheit zu bringen? Die Nerven sind zum Zerreißen gespannt. Sandkorn für Sandkorn rieseln die letzten Minuten in der Sanduhr des Schicksals herab, während der Feind vor den Toren zum Angriff bereit steht.

Passend zur Atmosphäre wirkt auch diese Folge etwas ruhiger, fast wie eine Verschnaufpause, wenn auch nur auf den ersten Blick. Während Max im Castillo seine Hauptverdächtigen ins Visier nimmt, um herauszufinden, wer der Verräter sein könnte, macht sich eine Gruppe auf, um die letzten Erledigungen für die Rettung vor dem Feind zu koordinieren. Es gibt wieder spannende und gefährliche Momente, aber auch ein paar schöne sowie weniger schöne Überraschungen. Und natürlich gefällt längst nicht allen die Aufhebung der Trennung zwischen Licht- und Schattenmagiern.
Es bleibt weiterhin spannend, der Kampf gegen den großen Feind ist zwar noch nicht verloren, ein Sieg jedoch noch längst nicht in Sicht.
Auch Folge 21 der Serie hat mich wieder begeistern können mit neuen fantastischen Ideen, Überraschungen und Intrigen. Nicht umsonst hat diese Serie grad den Deutschen Phantastik Preis 2019 in der Kategorie "Beste Serie" gewonnen.

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Gejagt, verfolgt, verachtet - wenn ein ganzer Kontinent gegen dich ist

Knochendiebin (Die zwölf Kasten von Sabor 1) von Owen Margaret

In einer Welt, in der die Menschen in 12 Kasten eingeteilt sind, gehören Stur und ihre Leute der untersten Stufe an. Als wanderndes Volk ziehen sie von Ort zu Ort und kümmern sich um die Toten und von der Seuche Gezeichneten. Im Gegensatz zu den anderen nach Vogelarten benannten Kasten sind die Krähen vogelfrei, leben in ständiger Gefahr, werden bespuckt und verachtet.

Doch Sturs Leben ändert sich schlagartig, als sie zwei Leichen aus dem Palast entsorgen sollen. Eine aufregende Zeit beginnt, welche nicht nur für das Königshaus, sondern auch für die Krähen weitreichende Folgen haben könnte.
Zum Glück hatte ich den Hype um diese Dilogie vorher nicht so mitbekommen, entsprechend neutral konnte ich an dieses Buch herangehen. Zugegeben, die Welt, welche Margaret Owen hier gezeichnet hat, ist eine komplett andere - doch gerade, weil ich mich in dieser so völlig neuen Welt erstmal wie eine Verirrte zurecht finden musste, gefiel mir das Buch im Nachhinein doch sehr. Neben Abenteuern, Vorurteilen, Gewalt und politischen Intrigen lebt die Erzählung von ihrer ganz besonderen Art von Magie, welche den Kasten innewohnt und die von den Krähen auf beeindruckende Weise genutzt werden kann. Sowohl Stur als auch ihre Begleiter machen bei ihrem Abenteuer Charakterentwicklungen durch, welche man wunderbar mitverfolgen kann. Ebenso kann man Sturs Weg auf der sehr schön gezeichneten Landkarte im Buch begleiten.
Ich möchte eigentlich gar nicht zuviel verraten, um niemandem etwas vorweg zu nehmen. Außer vielleicht, dass Sturs Leben teilweise recht hart ist und alles andere als romantisch verklärt. Auch wenn einem die Welt vielleicht zu Beginn etwas fremd vorkommen mag - es lohnt sich wirklich, in die Welt Sabors einzutauchen und die toughe Junghexe Stur bei ihrem Abenteuer zu begleiten.

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Asperger Autistin taucht ein in die Welt der heißen Romantik

Knochendiebin (Die zwölf Kasten von Sabor 1) von Owen Margaret

Stella ist mit dem Asperger Syndrom geboren, wodurch sie Schwierigkeiten mit sozialen Kontakten hat. Stattdessen hat sich die gutaussehende 30jährige bisher voll auf ihre Karriere konzentriert. Nachdem ihre Mutter sie ein wenig anstupst, endlich auch in Sachen Beziehung aktiv zu werden, will Stella ihre wenigen Fähigkeiten in Sachen Küssen und Sex erstmal perfektionieren, bevor sie sich an entsprechende Kandidaten heranwagt, und bucht sich hierfür den Escort Michael Phan für ein paar Übungseinheiten.

Wie sich bald herausstellt, bleibt es trotz anfänglicher Startschwierigkeiten nicht lange nur beim Küssen und Stella lernt eine Welt der Zärtlichkeiten kennen, von der sie vorher keine Ahnung hatte. Und auch Michael beginnt, mehr für Stella zu empfinden und würde am liebsten ganz für sie da sein. Ob die beiden eine Chance haben könnten?
Mich hatte vor allem der Umstand interessiert, dass Stella mit dem Asperger Syndrom lebt, zumal die Autorin selbst diesem Autismus-Spektrum angehört. So zeigt sich dies immer wieder darin, welche Denkweise Stella zu verschiedenen Themen hat. Überrascht war ich, dass sich das Buch nicht nur auf zwischenmenschliche Hemmungen und den Mut zu mehr dreht, sondern Stella und Michael so einige erotische Szenen im Buch erleben, welche der Erzählung ein gewisses heißes Etwas verpassen. Die alltäglichen Probleme der Asperger Autistin werden anhand einiger Beispiele deutlich, hauptsächlich dreht sich die Story jedoch um Stella und Michael.
Das Hörbuch wurde sehr schön eingelesen von Christiane Marx. Okay, machmal hörte sich Stella in ihrer Interpretation zu jungmädchenhaft an, im Großen und Ganzen hat die Sprecherin jedoch einen guten Job gemacht, auch, wenn es etwas heißer wird.

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Ein etwas unrundes Ende der Trilogie

Das Imperium aus Asche von Ryan Anthony

Mit großen Erwartungen ging in an den letzten Band dieser Trilogie heran. Leider konnte mich das Ende nicht ganz so überzeugen. Natürlich stehen auch diesmal wieder bekannte Charaktere im Vordergrund wie der ehemalige Dieb und Blutgesegnete Claydon Torcreek, der gemeinsam mit Kapitän Corrick Hilemore seit Band 2 im Ewigen Eis unterwegs ist, sowie Agentin Lizanne "Miss Blut" Lethridge, die nach den Erinnerungen des Tüftlers sucht.

Abwechslung bringt der Verderbte Sirus, der seit kurzem zum Heer des Weißen Drachen gehört und die Dinge aus seiner ganz besonderen Sicht schildert. Dadurch hatte das Buch starken Wiedererkennungswert und zudem Einblick in beide verfeindete Seiten. Was mir jedoch zu kurz kam war der Abenteuer-Charme, welcher vor allem im zweiten Band sehr präsent war und für Spannung und Abwechslung sorgte. Ebenso litt diesmal die Charakterentwicklung. Stattdessen glänzt der Abschluss durch viele Schlachten und Gemetzel, was sich in Kombination mit der Vorliebe des Autors für detailreiche Beschreibungen das ein oder andere mal als mir zu zäh in die Länge zog. Klar, das Worldbuilding ist angenehm komplex und wurde in den ersten beiden Bänden auch stark ausgereizt. Jetzt lag der Schwerpunkt auf Mensch gegen Drachen, und das auf knapp über 700 Seiten verteilt.
Dass der Autor gerne Dinge in die Länge zieht machte sich diesmal gleich zu Beginn bemerkbar, wo ein angeblicher Tagebucheintrag diesmal als Einleitung abgedruckt ist. Ein Tagebucheintrag, welcher im Buch über 9 Seiten geht (!) und entsprechend wahrscheinlich ein komplettes Tagebuch in handgeschriebener Form füllen würde. Diese völlig überzogene Länge ließ mich gleich zu Beginn genervt die Augen rollen - selbst in Fantasy kann ich ein wenig mehr Realitätsnähe erwarten, einen derartigen Quatsch würde keine Frau schreiben. Kein guter Start für ein Buch. Ebenso blieben die Charaktere weiterhin recht distanziert, eine Nähe konnte ich zu keiner Person so wirklich aufbauen, was mich auch bereits bei den ersten beiden Bänden störte. Auch der Stil wirkte oftmals eher berichtend statt mich wirklich mitzureißen.
Ein in meinen Augen etwas unrunder Abschluss der Trilogie, eher was für Liebhaber von Kriegsszenen, da der Abenteuer-Charme diesmal deutlich zu kurz kam.

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