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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von skiaddict7:

Zwischen Glaube und Fanatismus

Ein wenig Glaube von Nickolas Butler

"Dass sich eine Gruppe mutiger, hochherziger Individuen zusammenfindet und entscheidet, gemeinsam die Stimme zu erheben, um die Stille zu vertreiben, um einen ansonsten leeren Raum mit Kunst und Klang zu füllen... Wie wunderschön das doch war."

Lyle ist fünfundsechzig, er lebt mit seiner Frau Peg zusammen in einem kleinen Dorf im mittleren Westen, wo die Zeit still zu stehen scheint.

Seine größte Freude ist der fünfjährige Enkelsohn Isaac. Doch seine Tochter Shiloh, die Mutter des Jungen, gerät immer mehr in die Fänge ihrer Kirche, dessen Pastor ihr einredet, die Großeltern seien nicht gläubig genug und deshalb schlecht für das Kind. Und so droht Shiloh, sie von Isaac fernzuhalten...

Butler ist hier ein wahnsinnig ruhiger, langsamer, sehr poetischer Roman gelungen. Auf den einzelnen Seiten passiert wenig, aber er beschreibt es mit so schönen Worten, dass ich das Lesen einfach genießen konnte. Es geht um Liebe, Freundschaft und den Glauben. Ab wann ist Glaube Fanatismus? Das Ende bleibt offen, was ich irgendwie schade fand, ich hätte mir eine klare Handlung gewünscht. Trotzdem ein wunderschönes, langsames Leseerlebnis, das zum Nachdenken anregt.

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Berührend

Dankbarkeiten von Delphine Vigan

"Alt werden heißt verlieren lernen. (...) Das verlieren, was einem geschenkt wurde, was man gewonnen, was man verdient, wofür man gekämpft und wovon man geglaubt hat, man würde es für immer behalten."

Michka ist alt geworden. Sie traut sich nicht mehr, allein zu bleiben. Obwohl Marie regelmäßig vorbei kommt und nach ihr sieht, obwohl ihre alte Freundin täglich anruft.

Zunehmend kann sie die Wörter nicht mehr finden, die sie sagen möchte. Aphasie, nennen es die Ärzte. Und so gibt sie ihre Wohnung auf, zieht in ein Altersheim. Sie wird regelmäßig besucht, von Marie und auch von Jerome, einem Logopäden, der mit ihr Übungen macht. Und so kommt es, dass Jerome Michka das geben kann, was sie brauchte, um loszulassen...

Delphine De Vigan ist mit diesem Buch wieder eine ganz besondere Erzählung gelungen. In kurzen Sätzen und einem schmalen Büchlein bleibt nichts ungesagt. Sie schafft es, die Aphasie realistisch darzustellen. Sie schafft es auch, den Leser mit dieser Geschichte völlig zu überraschen. Eine wirklich berührende Erzählung, keine einfache Kost, und dennoch mit stillem Humor. Sehr empfehlenswert!

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Eine inspirierende Frau

Hannah Arendt - Little People, BIG DREAMS (Deutsche Ausgabe) von María Isabel Sánchez Vegara

Ich habe schon mehrere Bücher der "Little People, Big Dreams" Serie gelesen und mir gefällt die Idee dahinter sehr. Das Buch macht einiges her: es handelt sich um ein hochwertiges Hardcover mit Leinenrücken und gutem Papier. Es ist ab 5-6 Jahren empfohlen. Das Leben von Hannah Arendt wird kindgerecht in einfachen Sätzen dargestellt.

Dazu überzeugt das Buch mit schönen, detaillreichen Illustrationen. Am Schluss findet man einen ausführlichen Lebenslauf, der wohl eher für Erwachsene gedacht ist, und das Buch schön ergänzt. Das Buch bietet die Option, mit Kindern über Nazionalsozialismus und Menschenrechte zu sprechen. Von dem her sehe ich es als ein Buch, aus dem man sehr viel machen kann, und welches Kinder inspirieren kann, für ihre Rechte und Träume einzustehen und zu kämpfen.

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Wunderschönes Sachbuch für Kinder und Erwachsene

Ausgestorben - Das Buch der verschwundenen Tiere von Katarzyna Gladysz; Joanna Wajs

"Ausgestorben - das Buch der verschwundenen Tiere" ist ein großformatiges Sachbuch für Kinder ab 8 Jahren. Es behandelt ausgestorbene und vom Aussterben bedrohte Tiere. Das Buch folgt einer groben chronologischen Ordnung. Dabei werden auch Tiere erwähnt, die erst vor kurzem ausgestorben sind.

Stets wird der Bezug zur Gegenwart hergestellt. Es gibt auch Informationen zu bekannten Paläontologen, welche ein wenig Abwechslung ins Buch bringen.
Das Buch ist wunderschön illustriert und von hochwertiger Qualität. Die detailgetreuen Zeichnungen sorgen für spielerisches Lernen. Ich konnte von dem Buch viel lernen, die Informationen sind sowohl für Kinder als auch für Erwachsene interessant. Eine ganz klare Empfehlung für wissbegierige Kinder!

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Anders als erwartet

The Wonderful Wild von Gesa Neitzel

„In einer Welt, in der dich alles permanent anschreit, um deine Aufmerksamkeit zu erregen, ist es eine fast unersetzliche Superkraft, die Stille hören zu können.“

Gesa Neitzel, Jahrgang 1987, ist Rangerin in Afrika und Autorin. Dies ist ihr zweites Buch. Ich muss dazu sagen, dass ich das erste nicht kenne.

Der Untertitel des Buches, „Was ich von Afrikas Wildnis fürs Leben lerne“, ließ mich ein Buch über Afrika erwarten. Über wilde Tiere, über die Wildnis, über das einfache Leben. Dies wird der Leser in diesem Buch jedoch nicht oder nur sehr bedingt finden. Vor allem erzählt Gesa hier recht ungeordnet über ihren Lebensweg und die Suche nach dem Sinn des Lebens. Sie gehört zur Generation Y (wie ich auch) und scheint recht ziellos durchs Leben geirrt zu sein, bis sie in einem Südafrika Urlaub ihre Bestimmung fand: sie beschloss, sich zur Rangerin ausbilden zu lassen. Zuvor arbeitete sie unter anderem als Fernsehredakteurin. Zudem ist sie Autorin – wie sie in diesem Buch beschreibt ist dies jedoch ein Mittel zum Zweck: Ihre Ausbildung zur Rangerin konnte sie sich nur leisten, indem sie gleichzeitig ein Buch darüber schrieb. Es bleibt offen, wofür sie das Geld vom zweiten Buch verwenden wird. Die ersten 160 Seiten des Buches philosophiert Neitzel tatsächlich über Gott und das Leben – es geht hier um alles und nichts, leider aber wenig um den afrikanischen Kontinent. Der Leser bekommt Tipps, wie er seine Bestimmung im Leben finden kann. Denn es scheint für Neitzel klar zu sein, dass wir die alle noch nicht gefunden haben – daher kann sie uns hier so wunderbar anleiten. Ich kann hier die Ansichten der Autorin leider häufig nicht teilen – zum Beispiel scheint sie der Meinung, Natur sei nur in Afrika zu finden. Tja, ich kann sehr wohl auch in den Alpen genug Natur finden, vielen Dank. Auch hier gibt es Tiere zu beobachten und Ruhe zu genießen! Biologische Vorgänge in unserem Körper werden als „Weisheit“ des Körpers betrachtet. Auch erzählt die Autorin so selbstbestimmt und viel darüber, die eigene Bestimmung im Leben zu finden, scheint aber trotzdem mit dem Leben als Rangerin nicht vollends zufrieden – so beschreibt sie das zumindest im Buch (sie nimmt nur noch ausgewählte Kunden mit auf Safari). Auch ist sie der Meinung, das Gleichgewicht zwischen den Geschlechtern sei fast erreicht – meiner Meinung nach muss sich hier noch einiges tun. Ab Seite 160 nimmt das Buch Fahrt auf, bis dahin handelt es sich lediglich um ungeordnete Gedanken der Autorin zu ihrem Leben und dazu, wie andere ihr Leben leben sollten. Ab hier geht es um positive Denkweisen, Leben mit der Natur und um Nachhaltigkeit – interessante Themen, zu denen die Autorin auch einige interessante Referenzen liefert. Da ich diesen Teil doch sehr interessant fand, gibt’s zwei statt nur einem Stern. Insgesamt aber leider enttäuschend. Vielleicht ist dieses Buch nur etwas für die, die noch „planlos“ durchs Leben irren und ihre Bestimmung suchen? Ich weiß es nicht, denn ich habe meine Bestimmung zum Glück gefunden.

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Spannende Mischung aus Roman und Krimi

Drei von Dror Mishani

"Hast du jemandem von uns erzählt?"

Dieser Roman handelt von drei Frauen, die alle denselben Mann treffen. Bereits ab hier muss man vorsichtig sein, um nicht zu spoilern. Einerseits ist da Orna, vor kurzem geschieden, die Gil auf einer online dating Platform für Geschiedene kennenlernt.

Sie gibt alles für ihren Sohn, ist jedoch langsam wieder bereit für etwas neues. Die zweite Frau, Emilia, eine lettische Pflegerin, holt sich Rat vom Sohn der Familie, dessen Vater sie einst gepflegt hat. Langsam entwickelt sich eine Beziehung zwischen den beiden. Die letzte Frau ist jung, kurz nach der Elternzeit und scheint eine Abwechslung zu suchen...

Dror Mishani schreibt ruhig und beinahe sachlich, aus der Sicht der jeweiligen Frau, jedoch immer in der dritten Person. Gil lernen wir nur aus Sicht der Frauen kennen. Das Buch ist grob in drei Teile geteilt, welche jeweils einer der Frauen zugeordnet ist, wobei Orna gefühlt am meisten Platz einnimmt. Ich hab das Buch gerne und leicht gelesen, es ist spannend geschrieben und bietet die ein oder andere Überraschung. Den Hype um das Buch kann ich nicht ganz nachvollziehen, vielleicht liegt dies daran, dass der Autor in Israel sehr bekannt ist. Insgesamt ein sehr schönes Leseerlebnis mit einigen Überraschungen!

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Ein Sprung ins Leben

Der Sprung von Simone Lappert

„(...) also wenn du mich fragst, so gesamthaft gesehen, ist das Nichtverrücktsein die eigentliche Anomalie.“

Es ist ein ruhiger Dienstagmorgen in Thalbach bei Freiburg. Manu steht auf einem Dach, sie schimpft und tobt, wirft Dachziegel und Gärtnereibedarf auf den Platz vor dem Haus hinunter.

Was hat sie dazu gebracht, aufs Dach zu steigen? Wird sie springen? Unten versammeln sich die Stadtbewohner. «Spring doch! », schreit da einer. Andere fragen sich, wie es soweit kommen konnte und wer die Frau am Dach ist. Die Geschichte nimmt ihren Lauf…

Simone Lappert erzählt abwechselnd aus der Sicht verschiedener Kleinstadtbewohner diesen einen Tag und die paar Tage zuvor. Wir lernen Felix, Maren, Egon, Finn, Henry, Theres, Winnie, Edna und Astrid kennen. Einzig Manu kommt nicht zu Wort. Die verschiedenen Erzähler verbindet eines: sie leben in Thalbach und gehen regelmässig zu Roswitha ins Cafe. Nach und nach erfahren wir mehr über diese ruhige Kleinstadt, wo doch so viel vor sich geht. Was ist die Tage vorher passiert? Wer kennt Manu? Was hat sie dazu getrieben, aufs Dach zu steigen? Unglaublich poetisch aber doch nüchtern webt Lappert die Geschichten dieser unterschiedlichen Menschen zusammen und schafft es, den Leser völlig in ihren Bann zu ziehen. Das Ganze wird gekrönt von einem überraschendem Ende. Ein wunderbares Buch und eine sehr talentierte Autorin, von der wir hoffentlich noch viel lesen werden!

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Vom Überleben

Sal von Mick Kitson

Sal ist dreizehn und bereitet sich seit Monaten darauf vor: bald wird ihre kleine Schwester Peppa zehn, das Alter in dem bei Sal die Übergriffe des Stiefvaters anfingen. Eines hat sie sich immer geschworen: sie wird es nicht zulassen, dass er Peppa verletzt. Daher plant sie die Flucht in die schottische Wildnis, gewappnet mit Wissen über das Überleben, das sie sich aus Büchern, Websites und Youtube videos angeeignet hat.

Eines Tages ist es soweit, und die zwei Schwestern machen sich auf den Weg...

Mick Kitson ist mit seinem Debüt eine interessante Mischung aus coming of age und Abenteuer Roman gelungen. Sal erzählt ihre Geschichte in der ersten Person. Mit einer noch kindlichen jedoch auch klugen und sachlichen Stimme, teils voll Sarkasmus und trockenem Humor, erzählt Sal von ihrer Flucht. Ich habe das Buch an einem Tag durchgelesen, musste es danach erst mal etwas sitzen lassen um zu Überlegen, was ich eigentlich davon halte. Das Überleben in der Wildnis fand ich gut und treffend beschrieben. Auch das Treffen und die Freundschaft mit Ingrid fand ich schön. Das Ende hat mich ziemlich überrascht, passt aber insgesamt zur Geschichte. Wirklich ein sehr besonderes Buch, welches ich vor allem für Naturliebhaber empfehle, weil die Beschreibung über das Überleben in der Natur doch einen Großteil des Buches ausmachen und dies für manche Menschen vielleicht nur bedingt interessant ist.

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So macht Brot backen Spaß!

Brot backen mit Christina von Christina Bauer

Das Buch ist wunderschön gestaltet. Ein edler gebundener Einband und viele kreative Fotos machen Lust, gleich loszubacken. Für unerfahrene Brotbäcker wie mich gibt’s auf den ersten Seiten ein „Back-ABC“. Hier konnte ich viele Grundlagen lernen, die fürs Gelingen essenziell sind. Christina erklärt, worauf es beim Backen ankommt, die verschiedenen Getreide und Gewürze, benötigte Utensilien, sowie die Grundteige.

Danach teilt das Buch sich ein in klassische Brote, Vollkornbrote, Sauerteigbrote, Brote mit wenig Hefe und viel Zeit, Brote ohne Kneten, Brote für Partys etc., und süße Brote. Die Rezepte sind einfach zu verstehen und umzusetzen. Die die ich bis jetzt probiert habe sind bis auf eines gut gelungen und waren ein voller Erfolg! An die Sauerteigbrote habe ich mich bisher noch nicht herangetraut, da möchte ich vorher noch ein bisschen mehr Backerfahrung sammeln. Insgesamt ein wirklich besonderes, liebevoll gestaltetes Buch. Von mir gibt’s fünf Sterne.

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Liebevoll gestaltetes Kochbuch mit vielen Rezeptideen fürs Campen

Die Familien-Campingküche von Sonja Stötzel

Ich finde die Idee toll, beim Campen nicht nur immer dieselben drei Dinge oder Fertig-Essen zu kochen. In letzter Zeit gibt es zunehmend mehr Camping Kochbücher, dieses ist jedoch mein erstes. Das Buch ist liebevoll gestaltet, mit vielen Bildern von schön angerichteten Mahlzeiten und der Familie der Autorin im Freien.

Das Buch teilt sich in folgende Themenbereiche: Frühstück, Salate, Gegrilltes, Topf und Pfanne, auf die Hand sowie Süsses. Leider enthalten die meisten Grill-Rezepte überwiegend Fleisch oder Fisch, weshalb ich diese weniger ausprobiert habe. Bisher habe ich die Rezepte nur zu Hause ausprobiert. Die meisten sind einfach vorzubereiten, jedoch frage ich mich, ob es beim Camping wirklich praktikabel ist, so viele Zutaten und zum Teil zwei Töpfe und eine Pfanne für eine Mahlzeit zu verwenden! Für mich und meinen persönlichen Camping Stil sind nur ein Teil der Rezepte beim Campen auch realistisch umzusetzen. Trotzdem ein schönes Buch mit vielen Ideen für den Camping-Urlaub.

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