Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Tara:
Witzig & unterhaltsam
Die Mitte ist ein guter Anfang von Franka Bloom
„Die Mitte ist ein guter Anfang“ ist wieder ein äußerst humorvoller Roman der Autorin Franka Bloom, bei dem - wie auch in ihren drei vorherigen Romanen - eine Frau in ihrer Lebensmitte die Protagonistin ist.
Eva ist fast 50 Jahre und bereits seit 20 Jahren mit ihre Freund Arne zusammen. Völlig überraschend macht Arne ihr einen Heiratsantrag.
Während ihre gemeinsame Tochter begeistert ist, ist Eva irritiert und beginnt alles zu hinterfragen. Warum sollte sie nun heiraten ? Bei ihren Freunden und Bekannten steht eher Trennung auf dem Plan. Was steckt hinter Arnes Antrag ?
Der Schreibstil von Franka Bloom ist locker, leicht, schwungvoll und lässt sich sehr angenehm lesen. Ihr Humor hat mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht.
Eva wird authentisch beschrieben und das Buch ist aus ihrer Perspektive geschrieben, wodurch ihre Gedanken nachvollziehbar werden und ihr Stress spürbar ist - Haushalt, Beruf, Teenagertochter, Eltern und Arne, das alles kann schon mal ein wenig viel werden. In ihren Problemen wird sich jede Frau um die 50 irgendwo mehr oder weniger wiederfinden und der humorvolle Umgang mit diesen ist Franka Bloom ausgesprochen gut gelungen. Auch die übrigen Charaktere werden glaubwürdig beschrieben. An einigen Stellen gab es für mich ein paar Details zu viel, aber ich habe mich trotzdem gut unterhalten gefühlt.
Mein Fazit: Ein lockerer, leichter Frauenroman zum Schmunzeln, der auch eine Menge Wahrheit enthält.
Wundervoll gestaltet
Die Mitte ist ein guter Anfang von Franka Bloom
„Mehr Achtsamkeit im Alltag - Was mir heute wichtig ist“ ist und wunderschönes Tagebuch, das von der Illustratorin Natalia Schäfer liebevoll gestaltet wurde.
Auf insgesamt 144 Seiten findet man ausreichend Platz für eigene Einträge. Dazwischen gibt es immer wieder kurze Tipps, Ratschläge, Inspirationen, Aufgaben wie Meditationsübungen und Zitate bekannter Meditationsmeister zum Thema Freiheit, die einen inne halten lassen und zum Nachdenken anregen.
Da es in dem Buch keine Daten – Tage oder Jahreszahlen – gibt, kann man es beliebig einsetzen und füllen.
Die kunstvollen Illustrationen, in denen die Türkis- und Rot-Braun-Töne überwiegen finde ich einfach nur wunderschön und es macht Spaß sie anzuschauen. Auch die Haptik ist toll, die Seiten sind stabil und das Cover fühlt sich angenehm glatt an. Außerdem gibt es ein Lesebändchen.
Insgesamt ist es ein hochwertiges Tagebuch, das man einfach gerne in die Hand nimmt, um es mit seinen Gedanken zu füllen. Ich finde, dass es auch ein ausgesprochen schönes Geschenk ist.
Abwechslungsreich & kniffelig
Die Mitte ist ein guter Anfang von Franka Bloom
Im Ravensburger Verlag sind vier neue „Exit-Room-Rätsel-Bücher“ für junge Rätselfreunde im Alter von 8 bis 12 Jahren herausgekommen. Eines davon ist „Gefangen auf der Insel“, das die Autorin Ute Löwenberg verfasst hat.
Durch einen Sturm ist der Leser erst auf einer Insel gestrandet und anschließend in einer Hütte gefangen.
Um aus den Exit Rooms herauszukommen, müssen Rätsel geknackt werden. Diese sind kniffelig und äußerst abwechslungsreich. Die Aufgaben können auf verschiedene Arten gelöst werden, z.B. indem man in das Buch hineinschreibt, etwas faltet, herausreißt oder schneidet. Wenn man dabei ein wenig vorsichtig vorgeht, kann man die Rätsel auch mehrfach lösen.
Das Buch ist sehr detailliert und schön gestaltet. Die bunten Abbildungen des Illustrators Stefan Lohr machen einfach Spaß und es gibt eine Menge zu gucken und an Hinweisen zu suchen.
Am Ende des Buches findet man die Lösungen für den Fall, dass man mal so gar nicht weiterkommt. Diese müssen ebenso wie die Rätselseiten aufgetrennt werden. Dadurch wird verhindert, dass man zu schnell aufgibt und im Voraus spickt. In dem Buch befinden sich zwanzig Rätsel mit denen man einige Zeit beschäftigt ist.
Das Buch ist ein toller Rätselspaß, bei dem logisches Denken und Kreativität gefordert werden. Wir werden bestimmt noch weitere Rätsel dieser Art machen und können das Buch empfehlen.
Eindringlich, aktuell & erschütternd
American Dirt von Jeanine Cummins
„American Dirt“ ist ein erschreckend aktueller Roman der in Spanien geborenen und heute in New York lebenden Autorin Jeanine Cummins.
Bei einer Familienfeier müssen Lydia und ihr achtjähriger Sohn Luca miterleben, wie der Rest der Familie kaltblütig ermordet wird, da ihr Mann als Reporter zu viel über die Drogenkartelle geschrieben hat.
Aus Angst flieht Lydia mit Luca in den Norden zu flüchten. Es beginnt eine äußerst gefährliche Reise mit dem Güterzug „La Bestia“ und der permanenten Angst entdeckt zu werden.
Schon die ersten Seiten beginnen so erschreckend und dramatisch, dass ich beim Lesen unweigerlich ängstlich die Luft anhalten musste und mit Entsetzen die Ereignisse in Lydias Leben verfolgt habe. Bisher hatten Lydia und ihre Familie ein ganz normales Leben und von heute auf morgen, ist da nur noch Angst und eine Gefahr, der es zu entkommen gilt.
Der Schreibstil der Autorin ist fesselnd und mitreißend. Sie berichtet sehr eindringlich aber ohne zu dramatisieren. Durch Rückblicke erfährt man einiges aus Vergangenheit, wodurch die Entwicklung der Geschichte klarer wird.
Lydia ist eine starke Persönlichkeit, die niemals die Hoffnung aufgibt und die alle Kraftreserven mobilisiert um ihren Sohn und sich in Sicherheit zu bringen. Ihre Verzweiflung und ihre Erschöpfung sind spürbar und dennoch kämpft sie immer weiter.
Auch wenn es sich um fiktive Ereignisse handelt, der Hintergrund ist real. Es gibt die Drogenkartelle, die organisierten Verbrecherbanden, den Güterzug „La Bestia“, Menschenschmuggel, Korruption und Gewalt und somit kann diese Geschichte jeden Tag in Teilen traurige Wirklichkeit werden.
„American Dirt“ ist ein Buch voller Spannung, das fesselt und mich fassungslos zurückgelassen hat.
Abenteuerliches Ponybuch mit zauberhaften Illustrationen
Die Schule der kleinen Ponys - Ein Heuhaufen voller Geheimnisse von Anne Wolff
„Die Schule der kleinen Ponys – Ein Heuhaufen voller Geheimnisse“ ist der erste Band einer neuen Reihe für junge Leser ab sieben Jahren der Autorin Anne Wolff.
Die 10-jährige Monka Winter – genannt Mo – lebt mit ihrer Familie und ihrem Pony Dr. Paul auf einer großen Pferdefarm, auf der Springpferde und Connemara-Ponys gezüchtet werden und auf der es eine Schule für Ponys gibt.
Nachdem sich Mos Mutter den Arm gebrochen hat, soll Mo die Leitung der Ponyschule übernehmen – eine große Aufgabe, der Mo mit Respekt gegenübertritt. Außerdem öffnet das Leitpony Flex das Gatter und nur dank der Hilfe einer unbekannten Reiterin, wird verhindert, dass die Ponys entkommen. Noch bevor Mo sich bedanken kann, ist das Mädchen verschwunden.
Mo ist eine total liebenswerte und sympathische Protagonistin, die man einfach mögen muss. Die Art, wie sie erzählt ist einfach toll, man fühlt sich direkt angesprochen. Sie beschreibt alles sehr lebendig, recht genau und erklärt viel und bildhaft, aber ohne ausschweifend zu werden, so dass man sich alles gut vorstellen kann. Ihre lebhafte, fröhliche Art verbreitet einfach gute Laune. Die klaren Sätze, die kurzen Kapitel und die einfache Sprache ist perfekt für die Zielgruppe der sieben- bis neunjährigen Leser.
Auch die übrigen Charaktere werden detailliert und liebenswert beschrieben, es sind lauter kleine Persönlichkeiten sowohl bei den Menschen als auch bei den Tieren.
Die liebevoll gestalteten Zeichnungen der Illustratorin Nadine Reitz sind einfach zauberhaft und stimmig. Sie runden das Gelesene perfekt ab. Sehr schön fand ich auch die Übersicht im Innencover, durch die man direkt einen guten Überblick von dem gesamten Gestüt und der Umgebung bekommt.
Am Ende des Buches findet man ein Rezept für „Mos liebste Schoko-Hafer-Kekse“, die einfach nachzumachen sind und beim gemeinsamen Lesen wunderbar schmecken.
Insgesamt fanden wir das Buch sehr spannend, unterhaltsam, hatten einiges zum Lachen und freuen uns schon auf den nächsten Band der Ponyschule.
Dramatisches Finale
Glanz der Ferne von Iny Lorentz
„Glanz der Ferne“ ist nach „Tage des Sturms“ und „Licht in den Wolken“ der dritte Teil der Berlin-Trilogie des Autorenduos Iny Lorentz. Man kann dieses Buch auch ohne Vorwissen aus den ersten beiden Bänden lesen, aber ich empfehle trotzdem diese zum besseren Verständnis aller Zusammenhänge vorweg zu lesen – es lohnt sich.
Die Handlung umfasst die Jahre 1897 bis 1900 und Victoria von Gentzsch – Vicky – steht im Mittelpunkt. Vicky ist das schwarze Schaf der Familie und ihr Vater Gustav gibt ihr sogar die Schuld am Tod ihrer Mutter. Vicky kommt in ein Internat, aber da sie sich nicht anpassen kann und rebelliert, kommt sie zu ihrer Großmutter Resa. Die einzige Person, die sie versteht. Ein Unbekannter versucht der Familie zu schaden und dadurch gerät auch Vicky in Gefahr.
Gleichzeitig gerät Theo von Hartung, der die Leitung der Tuchfabrik seines Vaters übernommen hat, unter wirtschaftlichen Druck. Aufträge werden immer häufiger storniert und die Preise werden gedrückt.
Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig, bildhaft, gefühlvoll und sehr angenehm zu lesen. Durch die kurzen Kapitel wurde ich verleitet immer schnell noch eines zu lesen und fand es schwierig das Buch aus der Hand zu legen.
Vicky ist eine tolle Protagonistin, die sehr ehrgeizig ist und ihren eigenen Kopf hat. Auch die übrigen Charaktere werden authentisch und detailliert beschrieben. Es gibt sympathische und unsympathische Charaktere, wie im echten Leben eben auch.
Mit dem Buch habe ich eine kleine Zeitreise in das 19. Jahrhundert gemacht, die Atmosphäre und der Zeitgeist werden perfekt eingefangen und man merkt wie gut hier recherchiert wurde.
Am Ende gibt es einen historischen Überblick, ein Glossar und eine Auflistung aller Charaktere. Durch die Informationen des historischen Überblicks wird das Buch perfekt abgerundet und auch das Personenregister fand ich beim Lesen ausgesprochen hilfreich.
Mein Fazit: Ein gelungener Abschluß der Berlin-Trilogie – spannend & emotional.
Vielschichtig – ungewöhnlich – packend
The Doll Factory von Macneal Elizabeth
„The Doll Factory“ ist das Debüt der Autorin Elizabeth Macneal, das es -meiner Meinung nach vollkommen zu Recht - direkt nach dem Erscheinen auf den ersten Platz der britischen Bestsellerliste geschafft hat.
Die Handlung beginnt im November 1850 in London. Die Zwillingsschwestern Rose und Iris Whittle arbeiten in einer Puppenmanufaktur.
Die Arbeit ist hart und Iris träumt davon Künstlerin zu werden. Vollkommen unerwartet scheint es eine Möglichkeit zu geben, dass dieser Traum wahr wird. Iris trifft den Maler Louis Forst, der sie darum bittet, für ihn Modell als Königin zu stehen und er verspricht ihr, sie im Zeichnen zu unterrichten.
In einem zweiten Handlungsstrang lernt man Silas kennen. Silas hat ein Geschäft mit Kuriositäten und präpariert Tiere, die ihm der kleine Straßenjunge Albie bringt, der auch Iris und Rose mit kleinen Arbeiten für die Puppenmanufaktur zur Seite steht.
Der Schreibstil von Elizabeth Macneal hat mich begeistert. Sie beschreibt detailliert, atmosphärisch und hat mich damit direkt in das viktorianische Zeitalter versetzt. Die düstere Stimmung, die Diskrepanz zwischen der armen Bevölkerung und den Reichen ist erschreckend. Auch über ihre jeweiligen Lebensumstände erfährt man eine Menge, was ebenso traurig wie erschreckend ist, den Roman aber lebendig werden lässt und auf ausgiebige Recherchearbeiten hinweist.
Die Charaktere werden sehr vielschichtig beschrieben. Da ist keiner durchweg positiv oder negativ belegt. Sie wirkten alle authentisch und jeder hatte seine Eigenarten.
Durch den stetigen Wechsel der Perspektive, ist die Handlung abwechslungsreich, fesselnd und verleitet zum permanenten Weiterlesen.
In mir hat das Buch eine Mischung aus Faszination, Entsetzen und Neugierde hervorgerufen, wodurch ich gefühlsmäßig mehrfach Achterbahn gefahren bin. Der Spannungsaufbau war fantastisch und überraschend. Die Handlung besteht aus Gegensätzen, eine düstere Grundstimmung, zarte Gefühle, Besessenheit, schwesterlicher Zusammenhalt, Hass und Liebe und vieles mehr werden stimmig zusammen erzählt. Das Ende ist überraschend und rundet diese doch sehr besondere Werke perfekt ab.
Ich kann das Buch nur empfehlen und bin schon sehr gespannt auf weitere Werke der Autorin.
Ein wundervoll gestaltetes Buch für Pferdefans
Mias Pferdewelt - Glaub an deinen Traum! von Bender Mia; Angermayer Karen Christine
„Mias Pferdewelt - Glaub an deinen Traum!“ ist ein sehr persönliches Buch der 15-jährigen Youtuberin Mia Bender. Sie berichtet von ihrer Liebe zu den Pferden und wie ihr großer Traum - ein eigenes Pferd – wahr wurde. Man spürt beim Lesen ihre Begeisterung für ihr Hobby - die Pferde und das Reiten – das sie lebt und das vielmehr als nur ein Hobby ist.
Dabei beschreibt sie aber nicht nur die schönen Seiten, sondern berichtet auch über den Aufwand und die Arbeit, die ein eigenes Pferd mit sich bringen.
Mias Erzählstil ist klasse und perfekt für die Zielgruppe der jungen Leser. Meine Töchter, die große Fans des YouTube-Kanals von Mia sind, hat das Buch begeistert, da es noch mehr Einblicke in Mias Leben gibt und auch eine Vielzahl an informativen Tipps und interessanten Ratschlägen bereit hält.
In dem Buch sind zahlreiche Fotos, von von Mia, ihrer Stute Gini und viele andere Fotos rund ums Pferd, die das Buch lebendig werden lassen. Außerdem gibt es zahlreiche süße Illustrationen, die ebenso wie der verspielte Buchschnitt aus dem Buch ein schönes Gesamtpaket für Pferdefans machen.
Wer bereits zuvor die Youtube-Videos von Mia mochte, den wird auch dieses Buch begeistern und Pferdebegeisterte werden mit Sicherheit im Anschluß an das Buch neugierig auf Mias Kanal. Wir - meine Töchter und ich - waren von dem Buch begeistert und können es Pferdfans empfehlen, allerdings ist es von der Aufmachung her eher ein Buch für Mädchen.
Eine ungewöhnliche Freundschaft in poetischen Worten
Offene See von Benjamin Myers
„Offene See“ ist ein ruhiger und poetischer Roman des Autors und Journalisten Benjamin Myers.
Die Zukunft des 16-jährigen Robert Appleyard bringt für ihn nichts Neues. Er wird wie sein Vater und sein Großvater in der Kohlegrube arbeiten. Aber bevor er damit beginnt im Dunklen unter Tage zu arbeiten, möchte er an das Meer und die offene See erleben.
Er nimmt sich eine Auszeit und trifft in einem heruntergekommenen Cottage auf Dulcie Piper. Dulcie ist wesentlich älter als Robert, hat viel mehr Lebenserfahrung und führt ein komplett anders Leben als Robert und seine Familie. Die beiden nähern sich an und es entsteht eine wunderbare Freundschaft.
Die Handlung des Romans ist schnell erzählt und sehr ruhig. Ebenso der Schreibstil, das Buch ist nicht spannend, es sind die leisen Töne, die poetisch gewählten Worte, die langsam entstehende ungewöhnliche Beziehung zwischen den Protagonisten, die fesselt und mich in ihren Bann gezogen hat.
Sowohl Robert als auch Lucie wirken lebendig und authentisch. Lucie und ihre Lebensweise ist unkonventionell und steht im krassen Gegensatz zu dem, was Robert aus seinem Elternhaus kennt. Es ist faszinierend welche Dynamik zwischen den beiden entsteht und einfach wunderschön zu lesen, wie sie sich langsam aneinander annähern und voneinander profitieren.
Mich hat das Buch gut unterhalten und ich kann es für ruhige Lesestunden nur empfehlen.
Eindrucksvoll !
Die Tanzenden von Mas Victoria
„Die Tanzenden“ ist das gelungene Debüt der Journalistin und Autorin Victoria Mas.
Die Handlung beginnt im März 1885 in Paris. Géneviève arbeitet als Krankenschwester in der Nervenheilanstalt Salpetrière. Dorthin wird Eugénie de Cléry von ihrem Vater eingewiesen, da sie behauptet mit den Toten sprechen zu können.
Louise ist eine weitere Insassin. Der Alltag der Frauen ist trist und das einzige Highlight ist der Ball, an dem sie mit der Pariser Bevölkerung zusammentreffen und an dem die Spezialisten der Klinik ihre „Forschungsobjekte“ und Erfolge regelrecht vorführen.
Die Frauen träumen von einem normalen Leben, in dem sie frei sind und nicht als verrückt wahrgenommen werden, aber die Ärzte lassen ihnen keine Chance. Die unmenschlichen Behandlungsmethoden sorgen für Gänsehaut und es ist erschreckend, wie schnell eine Frau als verrückt eingestuft wurde.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm, unaufgeregt, leicht und flüssig zu lesen. Aber außer dem Schreibstil war hier nichts leicht. Die Ereignisse sind bedrückend und es ist erschreckend wie schnell die Patientinnen entmündigt und mundtot gemacht wurden. Die Charaktere wirken authentisch und man leidet mit Eugenie, Louise und Geneviève, hofft für sie auf einen guten Ausgang.
Die Ereignisse geben einen guten Einblick in die damalige Zeit und man merkt ausgiebig Victoria Mas recherchiert und sich mit dem Zeitgeschehen beschäftigt hat.
Mich hat der Roman überrascht. Er hat mir neue Einblicke in das 19. Jahrhundert verschafft, die erschreckend und verstörend zugleich waren und die so großartig erzählt wurden, dass ich das Buch als ein echtes Lesehighlight bezeichnen kann.









