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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Tara:

Im San Francisco der 1980er Jahre

Die Gezeiten gehören uns von Vendela Vida

„Die Gezeiten gehören uns“ ist ein fesselnder Roman über das Erwachsenwerden in den 1980er Jahren in San Francisco der in San Francisco lebenden Journalistin und Autorin Vendela Vida.


Die beiden 13-jährigen Schülerinnen Eulabee und Maria Fabiola leben in einem noblen Viertel von San Francisco, gehen dort zu einer Privatschule und sind viel draußen, gemeinsam mit ihren Freundinnen Julia und Faith, unterwegs.

Alles klingt nach einem ganz normalen Teenagerleben, so wie man es sich in den 1980er in San Francisco vorstellt. Bis es zu einem Ereignis kommt, das alles verändert. Maria Fabiola behauptet von einem Mann angefasst worden zu sein, Eulabee hat davon nichts mitbekommen, widerspricht ihr und gerät dadurch schnell ins Abseits, da Julia und Faith die Aussage von Maria Fabiola bestätigen. Es geschehen weitere fragwürdige Dinge, die Eulabee anzweifelt, wodurch sie immer mehr ausgegrenzt wird und schließlich sogar die Schule verlassen muss.


Jahre später treffen Eulabee und Maria Fabiola zufällig wieder aufeinander und Eulabee will endlich die Wahrheit wissen.
Der Schreibstil von Vendela Vida liest sich angenehm. Die Story ist spannend und spiegelt die Atmosphäre der 1980er Jahre in San Francisco gut wider. Was zunächst nach einer Teenagergeschichte aussah, entpuppt sich als gesellschaftskritischer Roman, in dem es um Mobbing, Snobismus, Verrat, Freundschaft, verschiedene Wahrnehmungen und heranwachsende Teenager geht.


Mir hat dieser Roman gut gefallen, da das Setting und die Handlung stimmig, überzeugend und mitreißend geschildert wurden.

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Ein wundervoller Wohlfühlroman

Liebe beginnt, wo Pläne enden von Sandra Poppe

„Liebe beginnt, wo Pläne enden“ ist ein wundervoller Wohlfühlroman der in Bonn lebenden Autorin Sandra Poppe.


Kristin und Carsten sind glücklich verheiratet. Zumindest dachte Kristin das bisher, bis sie ganz zufällig feststellt, dass ihr Mann eine Geliebte hat. Total geschockt über diese Entdeckung, beschließt sie auf Abstand zu gehen.

Dafür begibt sie sich mit ihren beiden Töchtern Liv und Maja für die Sommerferien in ein ungewöhnliches Projekt, ein „Historienprojekt“ in der Eifel, das beutet sechs Wochen gelebte Geschichte. In dieser Zeit werden Kristin, ihre Töchter und die übrigen Teilnehmer leben wie im 18. Jahrhundert. Das bedeutet einiges an Einschränkungen, harte Arbeiten, die wir heute nicht mehr kennen und kein Handy.


Der Schreibstil der Autorin ist lebendig und liest sich schnell und angenehm. Es fiel mir leicht mich mit Kristin und ihren Töchtern in das Projekt zu begeben und mir dort alles genau vorzustellen. Die Idee in einem Freilichtmuseum Ferien zu machen und dort wie im 18. Jahrhundert zu leben, klingt total genial und so wie die Begebenheiten und Ereignisse hier beschrieben werden, habe ich richtige Lust darauf bekommen, so etwas auch einmal zu machen.


Kristin ist eine tolle Protagonistin, deren Gefühle nachvollziehbar geschildert werden. Ihre beiden Töchter, die 11-jährige Liv und die 13-jährige Maja, sind Kinder, wie man sie sich vorstellt – pfiffig, lebendig, clever, manchmal typisch Teenager - die ebenfalls sehr authentisch beschrieben werden. Bei den übrigen Projektteilnehmern handelt es sich um eine bunte Mischung verschiedenster Charaktere. Ihr Zugsamentreffen bringt auch einiges an Reibereien mit sich, wodurch äußerst amüsante Dialoge entstehen.


Die Erfahrungen zu verfolgen, die die Projektteilnehmer sammeln - wie die kleine Gemeinschaft zusammenwächst- sind ebenso interessant wie die Entwicklung der Charaktere. Dabei spielt natürlich Kristins Leben, die Beziehung zu ihrem Mann, wie sie mit dem Betrug umgeht und wie es in ihrem und dem Leben ihrer Töchter weitergehen soll, eine große Rolle.


Die Kapitel sind kurz und haben knackige Überschriften, so dass man stets neugierig bleibt, was als nächstes passiert.


Ich hatte mit diesem Roman unterhaltsame Lesestunden, habe mich in dem ungewöhnlichen Setting in der Eifel sehr wohlgefühlt und freue mich auf weitere Romane der Autorin.

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Deutliche und gut gewählte Worte

Manifesto. Warum ich niemals aufgebe. Ein inspirierendes Buch über den Lebensweg der ersten Schwarzen Booker-Prize-Gewinnerin und Bestseller-Autorin von »Mädchen, Frau etc.« von Bernardine Evaristo

Mit ihrem Buch „Manifesto - Warum ich niemals aufgebe“ gibt die britische Autorin Bernardine Evaristo unglaubliche Einblicke in ihr Leben.

Auch wenn die Autorin hier in sieben Kapiteln, die man auch unabhängig voneinander lesen könnte, von ihren ganz persönlichen Erfahrungen und aus ihrem Leben erzählt, ist es ein Appell an alle, niemals aufzugeben.

Der Schreibstil lässt sich angenehm lesen, es ist fast so als man jemanden zuhört, der aus seinem Leben erzählt. Dabei spricht die Autorin wichtige und ernste Themen - wie Rassen - und Klassenzugehörigkeit, Feminismus, Sexualität, Alter und viele weitere - an. Obwohl sie über sich spricht, stellt sie sich nicht in den Mittelpunkt, sondern berichtet einfach. Das Buch ist keine Abrechnung, sondern eher eine Analyse der Ereignisse, die in der Gesellschaft stattfinden und sich ändern müssen.

Mir hat diese ungewöhnliche Biografie sehr gut gefallen und man merkt, dass die Autorin Professorin für Kreatives Schreiben ist. Sie versteht es Situationen, die einen beim Lesen regelrecht fassungslos machen so darzustellen, dass man entsetzt aber nicht verschreckt ist und gerne weiterliest.

Für mich war dies ein spannendes Buch über eine großartige Frau, das ich gerne gelesen habe.

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Jonny und Butz - ein starkes Team

Brummps von Dita Zipfel; Bea Davies

„Brummps – Sie nannten ihn Ameise“ ist ein amüsantes Kinderbuch der Autorin und Dita Zipfel für das sie das Kranichsteiner Jugendliteraturstipendium und das RADAU-Stipendium der Stadt Freiburg erhielt. Empfohlen wird das Buch für kleine Leser ab sechs Jahren.

Die Geschichte beginnt damit, dass Jonny A.

- das A. Steht für Ameise, obwohl er eigentlich gar keine ist - mit vier seiner sechs Beine in einem klebrigen, grauen und zähen Haufen Fuchskacke feststeckt. Für Ameisen ist das ein prima Baumaterial und da Queen Mom der Ameisen bei seinem Anblick “Es ist eine von uns! Sie braucht Hilfe!“ ruft, ist für die Ameisen direkt klar, dass es sich bei Jonny, um eine Ameise handelt. Aber Jonny ist anders, ist ungeschickter, dicker und wird dann auch noch krank. Er bekommt „Brummps“. Um seine Ameisenfamilie nicht anzustecken zieht er mit seiner Freundin Butz in den Wald.

Der Schreibstil ist amüsant, locker und einfach gehalten, so dass er gut verständlich für die Zielgruppe ist. Vermutlich werden die Jüngsten nicht alle Anspielungen verstehen, aber das macht nichts, da die Geschichte trotzdem sehr unterhaltsam ist und es gleichzeitig viele interessante Informationen gibt.
Die angesprochenen Themen sind vielfältig. Es geht um Freundschaft, Familie, das Anderssein, die eigene Identität, Stärken und Schwächen.

Das gesamte Buch ist in den Farben schwarz, weiß, orange gehalten und wurde von der Illustratorin Bea Davies gestaltet. Die Zeichnungen gefallen mir sehr gut, allerdings hätte ich mir für Kinder ab sechs Jahren mehr Farbe gewünscht. Auch fand ich die Ausdrucksweise nicht immer ganz passend.
Dennoch sind Jonny und Butz ein starkes Team, das man einfach mögen muss und die wir gerne auf ihrem Weg und durch den Wald begleitet haben.

Mein Fazit: „Brummps“ ist ein amüsantes und unterhaltsames Kinderbuch, das wichtige Themen behandelt und sich damit gut als Grundlage für Gespräche über das Anderssein, Zusammenhalt, Schwächen und Stärken eignet.

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Starkes Debüt

Zusammenkunft von Natasha Brown

„Zusammenkunft“ ist das Debüt der Autorin Natasha Brown, die zuvor über zehn Jahre im Londoner Finanzsektor arbeitete.

Dieses Buch ist kein Roman im klassischen Sinne. Es sind viel mehr zahlreiche kurze Szenen, in denen die Autorin Einblicke in ihr Leben gibt. Das Leben einer schwarzen Frau in einer rassistischen Gesellschaft.

Zwischen den einzelnen Sequenzen gibt es auf den ersten Blick keinen Zusammenhang. Natasha Brown erzählt über ihre Arbeit, ihre Kollegen, ihre Vergangenheit, die Familie ihres Freundes und vieles mehr. Dennoch gehört alles zusammen, die verschiedenen Situationen geben nach und nach ein rundes Bild einer Gesellschaft, in der nichts rund ist. Einer Gesellschaft, in der Menschen wie Natasha Brown tagtäglich mit Vorurteilen kämpfen und sich diesen stellen müssen.

Auch wenn das Buch nur 113 Seiten hat, es lässt sich nicht schnell lesen. Der Schreibstil ist eindringlich und intensiv. Viele der geschilderten Szenen musste ich erst einmal für mich sortieren und einordnen. Es ist gleichermaßen dramatisch und traurig wie dominant und herablassend sich Weiße gegenüber Schwarzen und Männer gegenüber Frauen verhalten.

Natasha Brwon nimmt klein Blatt vor den Mund, sie scheut sich nicht wichtige gesellschaftliche Themen wie z.B. Sexismus, Rassismus und vererbte Privilegien anzusprechen und damit auf Missstände aufmerksam zu machen.

Mich hat das Debüt der Autorin sehr beeindruckt und ich hoffe, dass es von zahlreichen Menschen gelesen wird und zum Nachdenken anregt.

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Ein großartiger, lebendiger Roman über Liebe und Einsamkeit

Der letzte Sommer in der Stadt von Gianfranco Calligarich

„Der letzte Sommer in der Stadt“ erschien erstmalig 1973 und es erstaunt mich sehr, dass das Buch erst jetzt wiederentdeckt wurde. Der Journalist und Drehbuchautor Gianfranco Calligarich macht hier das italienische Lebensgefühl der 1970er Jahre lebendig und nimmt seine Leser direkt mit an seine Schauplätze in Italien.

Der Roman ist aus der Ich-Perspektive des Protagonisten Leo Gazzarra geschrieben. Er kommt aus Mailand nach Rom, wo sich für ihn alles ändert. Er findet neue Freunde, genießt das Leben, verbringt unbeschwerte Tage und durch die Bekanntschaft mit Arianna beginnt für ihn ein neues Leben.

Der Schreibstil von Gianfranco Calligarich ist einzigartig. Jede Seite steckt voller Leben und die Dialoge lesen sich so schön, dass ich direkt das Gefühl hatte dabei zu sein. Aber es sind nicht nur die Gespräche, die den Roman authentisch werden lassen, die Art, wie der Autor die Umgebung beschreibt, dabei den Zeitgeist einfängt ist grandios. Ich war einfach mitten drin, mitten im Italien der 1970er Jahre. Ich hatte die Strände, die Städte und die Bars vor Augen, konnte die Stimmung auf den Partys spüren und mittendrin steht Leo. Ein Protagonist, der trotz der Menschen um ihn herum ganz allein auf der Welt ist.

Mit diesem Roman schafft Gianfranco Calligarich eine ganz unvergleichlich atmosphärisches Leseerlebnis, das mich für sich gefangengenommen und bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen hat. Von mir gibt es für dieses Buch eine 100%ige Leseempfehlung.

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Traurig, berührend und wunderschön geschrieben

Erschütterung von Percival Everett

Mit „Erschütterung“ ist dem US-amerikanischer Autoren Percival Everett eine schriftstellerische Meisterleistung gelungen, die mich gefesselt und berührt hat.

Der Afroamerikaner Zach Wells lebt in Kalifornien in Altadena. Er ist verheiratet, hat eine Tochter – Sarah - und ist Paläontologe.

Obwohl die Ehe mit seiner Frau Meg nicht mehr das ist, was sie mal war, führt er trotzdem ein gutes und gesichertes Leben. Als es bei Sarah zu einigen unerklärlichen Zwischenfällen kommt, konsultieren sie einen Arzt, der die niederschmetternden Diagnose des Batten-Syndroms stellt. Das bedeutet, dass Sarah innerhalb kurzer Zeit erblinden wird und unter epileptischen Anfällen leidet. Zach ist erschüttert und sucht Abstand in der Wüste New Mexikos. In einer ersteigerten gebrauchten Jacke, findet er einen Zettel mit einem Hilferuf. Dieser lenkt sein Leben wieder in eine ganz andere Richtung.

Der Roman ist aus der Ich- Perspektive von Zach geschrieben. Seine Gedanke sind klar und nachvollziehbar. Die Liebe zu seiner Tochter, die Verzweiflung über die Diagnose und den Drang der Situation zu entfliehen und sich auf etwas anderes zu fokussieren wirken authentisch.

In diesem Roman geht es aber nicht nur um Zach, ein einschneidendes, lebensveränderndes Erlebnis und die damit verbundene Beziehung zu seiner Tochter, sondern auch um aktuelle gesellschaftliche Themen wie Rassismus und Sklavenarbeit.

Percival Everett stellt die Gefühlswelt seines Protagonisten auf eine einzigartige, intensive Art und Weise da, die mich total gefesselt hat. Dazu hat er seine Schauplätze in New Mexiko so detailliert und lebendig beschrieben, dass ich sie direkt vor Augen hatte.

Der Titel könnte nicht treffender sein und ich bin schon jetzt gespannt auf das nächste Werk von Percival Everett.

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Tragisch & herzzerreißend

Der fürsorgliche Mr. Cave von Matt Haig

Der fürsorgliche Mr Cave“ ist ein tragisches Buch des britischen Autors Matt Haig, das mich immer wieder zu Tränen gerührt hat.

Terence Cave muss mit ansehen, wie sein 15-jähriger Sohn Reuben bei einem tragischen Unfall ums Leben kommt. Dies ist nicht der erste Schicksalsschlag, den Terence hinnehmen muss.

Seine Frau ist bei einem Überfall gestorben und seine Mutter beging Suizid. Somit ist ihm lediglich Bryony - die Zwillingsschwester von Reuben - geblieben. Terence tut alles um sie zu beschützen und schießt dabei weit über das Ziel hinaus.

Der Roman ist aus der Perspektive von Terence geschrieben. Sein Schmerz, seine Angst, seine Verzweiflung sind so gut beschrieben, dass sie spürbar werden und mir beim Lesen die Luft wegblieb. Er weiß nicht, was er machen soll, um seine Tochter zu beschützen und tut dadurch alles, was ein Vater nicht tun sollte. Es ist das Handeln eines verzweifelten Vaters, eines Menschen, der am Boden zerstört ist. Dabei ist es erschreckend, wie irrational das Verhalten durch seine Angst und seine Trauer wird. Einerseits ist dies total absurd und gleichzeitig wieder absolut nachvollziehbar.

„Der Schmerz eines Kindes ist der Schmerz der Eltern.“

Dieser Satz ist mehr als einmal zu lesen und jeder, der Kinder hat, weiß wie wahr er ist und wie unerträglich die Schmerzen der eigenen Kinder sind.

Mich hat dieser Roman zutiefst berührt und emotional getroffen. Matt Haig beschreibt die Gefühle von Terence so authentisch und obwohl ich als Leser die Realität der Situationen immer wieder vor Mr. Cave erkennen konnte, sind seine verzweifelten Handlungen nachvollziehbar und erscheinen regelrecht unvermeidlich.

Matt Haig hat mich mit diesem tragischen, erschütternden und eindringlichen Leseerlebnis mitgenommen und ein wenig verstört zurückgelassen. Aber genau deswegen kann ich diesen intensiven Roman empfehlen.

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Ein Stück deutsche Zeitgeschichte

Unser kostbares Leben Roman. Von der Bestseller-Autorin von "Zwei Handvoll Leben". 30.12.2021. Hardback. von Fuchs Katharina

„Unser kostbares Leben“ ist ein autobiografischer Roman, der einen interessanten Rückblick auf die 1970-er Jahre in Deutschland wirft.

Die Autorin Katharina Fuchs hat Rechtswissenschaften studiert und lebt mit ihrer Familie im Taunus. Vor diesem Werk hat sie schon zwei Bücher veröffentlicht, in denen sie sich auf das Leben ihrer Großmütter bzw.

ihrer Mutter und deren Schwester bezieht. Hier schreibt sie nun über ihre eigenen Erlebnisse.

Der intensive Schreibstil der Autorin hat mich direkt in die 1970er Jahre zurückversetzt. Durch viele Details wird der Zeitgeist lebendig und die damaligen Bilder wurden vor meinen Augen regelrecht sichtbar. Die Erinnerungen an die politische Situation, das sich langsam entwickelnde Umweltbewusstsein und Protestmärsche werden anhand der Geschichte der drei Protagonistinnen Minka, Caro und Claire authentisch geschildert. Die aufgegriffenen gesellschaftlichen Themen - wie Versuche an Tieren und Heimkindern mit Psychopharmaka - sind erschreckend und perfekt mit der Handlung verwoben. Ebenso stimmig ist die politische Situation beschrieben, über die immer wieder ganz nebenbei Fakten einfließen. Man merkt, dass Katharina Fuchs sehr ausgiebig recherchiert hat und Tatsachen werden durch das Leben der einzelnen Charaktere mit der Handlung verflochten. Diese sind sehr unterschiedlich. So lebt z.B. Minka in einer Kommune, tritt in die gerade entstehende Partei der Grünen ein und Caro wird Journalistin.

Mich hat dieser Roman sehr gut unterhalten. Diese Mischung aus Emotionen, Fakten politischer bzw. gesellschaftlicher Ereignisse, das Familienleben in den 1970-er Jahren sind hier so lebendig und intensiv beschrieben, wie ich es selten zuvor erlebt habe und wodurch ich beim Lesen fast das Gefühl hatte, ein Teil der Geschichte zu sein. Deswegen gebe ich eine klare Leseempfehlung für alle, die gerne mehr über vergangene Zeiten erfahren möchten und Familiengeschichten mögen.

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Das MÄTSCHT !

Mätsch von Max Parkos

„MÄTSCH! Wie man steinreich und superbeliebt wird“ ist kein Buch im klassischen Sinne, sondern eines, das für das Kartenspiel „Mätsch“ und das Zeichnen begeistern soll und genau das gelingt dem Autor Max Parkos ausgesprochen gut.

Phil, der hier aus der Ich-Perspektive berichtet, erklärt das Kartenspiel „Mätsch!“ , wie man sein eigenes Deck zeichnet und wie es funktioniert.

Durch die Illustrationen und die zahlreichen Beispieldecks wird das gut deutlich.

Phils Art zu erzählen und seine Sicht auf die Schule und den Unterricht ist amüsant und voller Action. Allerdings wirkt das gesamte Buch durch die durchgehenden Illustrationen auf mich ein wenig unruhig oder ausgesprochen dynamisch, je nach Sichtweise. In dem Text sind immer wieder einzelne Wörter, die der Autor vermutlich betonen möchte, unterstrichen. Auf mich wirkte das recht willkürlich und es hat meinen Lesefluß gebremst.

Auf den Innencovern findet man Phil und die übrigen Charaktere, deren Anzahl wirklich hoch ist. Das Buch ist durchaus unterhaltsam, eignet sich durch die vielen detaillierten Illustrationen gut für weniger lese affine Kinder und macht Lust darauf das Kartenspiel „Mätsch!“ selbst auszuprobieren.

Mein Fazit: Ein Buch, das gute Laune und neugierig auf die Decks des Kartenspiels macht, die unter maetsch.at! Zu finden sind.

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