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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Tara:

Traumatische Erlebnisse

Solito von Javier Zamora

„Solito: Eine wahre Geschichte“ ist ein erschütterndes Buch des in Arizona lebenden Autors Javier Zamora.

Javier Zamora, der Autor selbst ist der Protagonist in seinem Debüt und er beginnt mit seinen Erlebnissen als neunjähriger Junge. Seine Eltern sind während des Bürgerkrieges aus El Salvador in die USA geflohen und er ist bei seinen Großeltern aufgewachsen.

Nun soll er endlich zu ihnen reisen. In der Erwartung seine Eltern endlich wieder zu sehen, freut sich Javier auf die zweiwöchige Reise. Aber nach zwei Wochen ist er noch lange nicht bei ihnen und ein Ende der Reise ist nicht abzusehen.

Javiers Erlebnisse sind erschütternd. Was er erleben musste, sollte kein Kind erleben müssen. Leider ist davon auszugehen, dass es sich nicht um einen Einzelfall handelt, sondern dass sein Schicksal stellvertretend für viele ähnliche andere steht.

Seine Fähigkeit sich auszudrücken, hat mich beeindruckt. Es gelingt ihm die Erlebnisse seiner Überfahrt in Geräuschen, Düften, Gerüchen, Geschmäckern und Emotionen auszudrücken, die das Buch zu einem einmaligen Leseerlebnis machen. Sein Schreibstil ist regelrecht poetisch und das obwohl das, was er mitmachen musste, absolut nichts mit Poesie zu tun hat.

Mit seinem Buch bringt der Autor seine Leser zum Weinen, lässt sie inne halten und eigentlich wünscht man sich nichts mehr als diesem kleinen Jungen zu helfen und ihm zur Seite zu stehen.

Gleichzeitig gibt es auch Informationen über das Vorgehen der Schlepperbanden, die Umgebung, die Ernährung und vieles mehr - was während Javiers Reise relevant war - mit zahlreichen Details, die einen interessanten Einblick in diese für uns doch eher unbekannte Welt geben.

Mein Fazit: Ein wirklich beeindruckendes Werk, das ein Stück Lebensgeschichte umfasst, die erzählt werden muss und absolut lesenswert ist.

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Warmherzig & humorvoll

Funny Story von Emily Henry

„Funny Story“ ist ein humorvoller Wohlfühlroman der Autorin Emily Henry.

Daphnes Traum ist zerbrochen. Gerade ist sie zu ihrem Verlobten Peter gezogen als dieser ihr mitteilt, dass er nicht sie, sondern seine Jugendfreundin Petra heiraten wird. Daphne zieht aus und ausgerechnet mit Petras Ex-Freund Miles zusammen.

Aus der Zweck-WG entwickelt sich Freundschaft und als Daphne dann auch noch aus der Situation heraus behauptet mit Miles zusammen zu sein, entwickelt die Geschichte eine ganz neue Dynamik.

Daphne und Miles sind zwei sehr sympathische aber auch gegensätzliche Protagonisten. Während Daphne durchweg gut organisiert ist, ihren Job als Bibliothekarin in der örtlichen Buchhandlung liebt, ist Miles einfach ein liebenswerter Chaot.

Der Schreibstil von Emily Henry liest sich locker und leicht. Die Dialoge sind lebendig und ich habe eine Menge gelacht. Ihre Charaktere hat sie authentisch und facettenreich beschrieben, das gilt sowohl für die beiden Protagonisten als auch für die Nebencharaktere.

Die Story hat genau das richtige Tempo. Die Gefühle zwischen Miles und Daphne entwickeln sich langsam, es wird nichts übereilt. Zwischendurch erfahren wir noch eine Menge über die übrigen Personen.

Besonders geliebt habe ich die Szenen über Daphnes Tätigkeit als Bibliothekarin, die sind einfach toll beschrieben. Da geht jedem Bücherliebhaber das Herz auf.

Zunächst habe ich die Handlung als sehr vorhersehbar empfunden, was mich allerdings keineswegs gestört hat, da ich mich einfach gut unterhalten fühlte. Aber das ein oder andere Mal wurde ich doch noch überrascht.

Insgesamt ist das Buch ein toller Wohlfühlroman mit überzeugenden Charakteren, Humor, dem richtigen Maß an Situationskomik und Tiefe, der beim Lesen überrascht und die unterschiedlichsten Emotionen hervorruft.

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Ein spannender und atmosphärischer Krimi in landschaftlich schönster Lage

Unheilvolles Lançon von Cay Rademacher

„Unheilvolles Lançon“ ist der elfte Fall mit dem Protagonisten Capitaine Roger Blanc, in dem der in der Kleinstadt Salon-de-Provence lebende Autor Cay Rademacher seine Leser in die Provence entführt. Kenntnisse aus den vorherigen Bänden sind zum Verständnis dieses Buches nicht notwendig.

Capitaine Blanc wird gemeinsam mit Sous-Lieutnant Fabienne Soulliard zu einem provenzalisches Weingut gerufen.

Die Winzerin Alice Merlin hat auf der Kameraaufnahme einer Drohne, die eigentlich zur Überwachung und Schädlingsbekämpfung des Weinguts eingesetzt wird, eine Leiche gesehen. Als Blanc und Fabienne eintreffen, ist die Leiche verschwunden und es gibt keine Spur. Vermisst wird auch niemand. Dennoch will Blanc die Sache nicht auf sich beruhen lassen und beginnt inoffiziell zu ermitteln, da offiziell die Schiene, kein Toter, kein Verbrechen, keine Ermittlungen, kein Skandal gefahren wird. Zunächst erscheint alles ausgesprochen mysteriös und aber die Zustände innerhalb der Winzerfamilie werfen Fragezeichen auf.

Der Schreibstil von Cay Rademacher ist wie gewohnt angenehm flüssig und lässt sich mühelos lesen.
Die Überschriften sind gelungen gewählt und machen neugierig auf das was kommt.

Mit dem Cover hatte ich das Weingut direkt vor Augen. Hier macht es allerdings noch einen sehr idyllischen Eindruck. Der Handlungsort, die Provence mit ihren atmosphärischen Ecken und stimmungsvollen Landschaftsbeschreibungen, ist für die Ereignisse perfekt gewählt. Man merkt, dass der Autor weiß wovon er spricht und er versteht es mit Worten lebendige Bilder zu malen.

Auch wenn das Weingut Château Richelme fiktiv ist, gibt es wesentliche Details, die keineswegs der Fantasie des Autors entsprungen sind. So gibt es die Drohnen zur Schädlingsbekämpfung sowie die Folgen des Klimawandels für den Weinanbau tatsächlich.

Mir hat dieser Band wieder sehr gut gefallen, da ich die Mischung aus provenzalischer Atmosphäre mit Urlaubsfeeling und Spannung einfach mag. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall mit Capitaine Roger Blanc.

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Ein weiterer fesselnder Regionalkrimi

Mord auf dem Königssee von Felix Leibrock

„Mord auf dem Königssee“ ist eine spannender Regionalkrimi des Autors und Seelsorgers der Bayerischen Bereitschaftspolizei Felix Leibrock.

Dieses Mal bekommt es Bergpolizist Simon Perlinger mit einem Fall zu tun, der mehrere Jahrhunderte zurückreicht. Auf dem Königssee werden sechs tote Priester gekreuzigt, in Ruderbooten liegend gefunden.

Aber das bleibt nicht das einzige Rätsel, auch ein Ordensbruder wird vermisst.

Mit Simon Perlinger hat der Autor einen interessanten Charakter erschaffen. Er ist Polizeibergführer, Leiter der Kripo Berchtesgaden und sehr engagiert. Ich habe bereits die beiden vorherigen Bände mit diesem Protagonisten gelesen. Zum Verständnis des Buches ist das aber nicht zwingend notwendig.

Die Anzahl der Charaktere, die nach und nach auftauchen, ist recht hoch, aber da sie alle gut eingeführt werden und sich vorweg ein Personenverzeichnis befindet, hatte ich kein Problem damit, den Überblick zu behalten.

Die Ereignisse finden zunächst im Wechsel in der Vergangenheit im 17. Jahrhundert und in der Gegenwart statt. Dadurch erzeugt Felix Leibrock einen unglaublichen Lesesog und lässt uns tief in die Geschichte der Umgebung abtauchen. Was in der Folge zu Tage kommt, ist allerdings nichts für zartbesaitete Leser.
Die Kapitel sind kurz, die Überschriften machen neugierig und es sind zahlreiche Möglichkeiten zum Miträtseln gegeben.

Sehr gut gefielen mir die Beschreibungen der Landschaft und ich hatte das Gefühl beim Lesen, die Liebe des Autors zu den Bergen spüren zu können. Mit seiner Wortwahl hat er die Region zum Leben erweckt und bei mir für ein tolles Kopfkino gesorgt.

Durch den Epilog rundet der Autor seinen Krimi gelungen ab.

Es ist ein spannender Regional-Krimi vor einer wundervollen Kulisse mit authentischen Protagonisten, die ich gerne wiedertreffen würde.

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20 gut durchdachte Wandertouren

DUMONT Wanderzeit im Hoch- & Südschwarzwald von Kai Glinka; Florian Wachsmann

Der DuMont Reiseverlag bietet Wanderführer für die unterschiedlichsten Wandergebiete und den für den Hoch- & Südschwarzwald.

Im Urlaub wandern wir immer gerne mit unseren drei Kindern und da ist es natürlich von Vorteil, im Vorfeld ein wenig zu planen.
Dafür ist dieser Reiseführer genau der Richtige.

Hier sind 20 Touren zwischen 8 und 15 km zu finden, für die Zeiten zwischen 2 und 5 Wanderstunden angesetzt werden.
Zunächst gibt es eine Karte, auf der alle Touren im Überblick zu finden sind, so dass ich mir anschauen konnte, welche der Wanderstrecken am nächsten an unserer Unterkunft liegen.
Im Folgenden gibt es zu jeder Tour über 10 Seiten ausführliche Informationen über die Strecke. Die Wegbeschreibungen lesen sich leicht und werden lebendig mit allen wichtigen Punkten beschrieben. Das macht richtig Spaß und direkt Lust darauf los zuwandern. Auch Ideen, um sich zwischendurch zu erholen und zu pausieren, sind hier zu finden.
Passende Fotos vermitteln eine tolle Atmosphäre und sorgen dafür, dass man die Natur einfach erleben möchte.
Außerdem werden die wichtigsten Informationen - reine Wanderzeit, Höhenmeter, Wegbeschaffenheit, wann die beste Zeit für die Wanderung ist und welche Ausrüstung benötigt wird - nochmals abschließend zu jeder Tour in einem kurzen Überblick zusammengefasst.

Zusätzlich gibt es einen QR-Code über den sich die Touren direkt auf das Smartphone laden lassen.

Mir hat der Reiseführer richtig große Lust auf unseren kommenden Urlaub gemacht. Die Vorfreude ist ohnehin groß, aber nun überlege ich, ob wir nicht noch ein paar Tage dran hängen, um die vielfältigen Möglichkeiten der Wanderungen auch ausgiebig zu nutzen.

Nett fand ich auch die „Anti-Rucksack-Autsch-Übungen“, da ich aus Erfahrung weiß, dass der Rücken nach langen Touren mit schwerem Rucksack am Abend schmerzen kann. Hier wurde also wirklich an alles gedacht.

Wer gerne wandert und im voraus plant, wird mit diesem Wanderführer seinen Spaß haben und bestimmt die richtige Tour für sich finden.

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Sehr aufwühlend

Wir waren nur Mädchen von Buzzy Jackson

„Wir waren nur Mädchen“ ist der Debütroman der in Colorado lebenden Autorin Buzzy Jackson.

Zu Beginn lernen wir die zurückhaltende 20-jährige niederländische Jurastudentin Hannie Schaft kennen. Sie ist lebenslustig und steckt voller Träume. Aber schon bald werden ihr die Probleme und die Gefahr, die von den deutschen Nazis für Juden ausgehen bewußt.

Sie schließt sich dem Widerstand an und hat als unterschätzte Frau Möglichkeiten, die sie nutzt. Sie will die Nazis schädigen und beginnt zu töten. Schon bald wird sie gesucht und befindet sich auch in großer Gefahr.

Die Ereignisse werden aus der Ich-Perspektive von Hannie geschildert. Durch ihre Erlebnisse, die direkte Wahrnehmung und eindringliche Schilderungen werden die Gefahren und das permanent beklemmende Gefühl spürbar. Auch der damalige Alltag mit den stetigen Bedrohungen, die ein Krieg mit sich bringt und die Unmenschlichkeit der Nazis kamen direkt bei mir an.

Die Begebenheiten sind dramatisch, erschreckend und aufreibend. Trotz des angenehmen Schreibstils ist dies keine leichte Lektüre, sondern eine die fordert, erschreckt und dem Leser die grauen des Zweiten Weltkriegs detailliert vor Augen führt.

Hannies Entwicklung von der schüchternen Studentin zu einer starken Widerstandskämpferin wird gelungen dargestellt und ich war von ihrer Willenskraft und ihrem Mut sehr beeindruckt.

Mit ihrem Nachwort rundet die Autorin ihren Roman gelungen ab. Hier wird nochmals ganz deutlich, dass es sich um wahre Begebenheiten handelt, die auf historischen Dokumenten, Fakten und Augenzeugenberichten beruhen.

Mich hat das Debüt von Buzzy Jackson sehr berührt und aufgewühlt und ich bin gespannt auf weitere Werke der Autorin.

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Drei Fremde auf dem Land

Das Licht in den Birken von Romy Fölck

„Das Licht in den Birken“ ist nach „Die Rückkehr der Kraniche“ der zweite Roman den die Autorin Romy Fölck außerhalb des Krimigenres veröffentlicht hat.

Thea Lorenz ist Mitte 50 und kehrt nach über 20 Jahren in Portugal mit ihren beiden Ziegen Aurélia und Clara zurück in ihre Heimat in die Lüneburger Heide.

Sie findet am Rande eines Naturschutzgebietes eine Wohnung für sich und ihre Ziegen. Die erste Begegnung mit ihrem Vermieter Benno Findeisen verläuft ein wenig holprig und unerwartet. Bisher lebt Benno sehr zurückgezogen auf seinem Hof, aber Geldnöte zwingen ihn dazu, einen Teil zu vermieten.
Die junge Backpackerin Juli verknackst sich im Wald bei ihrer Wanderung den Knöchel und wird von Benno gefunden. Da sie ihre Reise nicht fortsetzen kann, bleibt auch sie auf dem Hof.

Die Kapitel sind kurz und die Ereignisse werden im Wechsel aus der Perspektive der Protagonisten Thea, Benno und Juli geschildert.
Mit ihnen hat die Autorin drei vollkommen unterschiedliche Charaktere geschaffen, von denen jeder für sich authentisch wirkt.
Benno ist abweisend und sehr verschlossen, seine Tiere sind ihm wesentlich lieber als andere Menschen. Zunächst kommen weder Thea noch Juli wirklich an ihn heran und dennoch verändern sie ihn. Juli hat ihrer Familie den Rücken zugekehrt und versucht sich selbst und ihr eigenes Leben zu finden. In Thea steckt eine Menge Leben, sie interessiert sich für ihre Mitmenschen und ist ein Mensch der anpackt.

Das Setting, die Lüneburger Heide, der Hof, das Moor, der Wald, einfach die gesamte Umgebung werden sehr detailliert beschrieben, so dass ich beim Lesen alles direkt vor Augen hatte. Auch Bennos Kräuter- und Gemüsegarten sowie die auf diesen basierenden Kochkünsten von Benno, haben direkt Appetit gemacht.

Das Leben der drei Protagonisten wächst nach und nach immer mehr zusammen. Es ist ein Buch über Freundschaft, Hilfe, Neuanfänge, Probleme, Lösungen, Zusammenwachsen, das Leben mit seinen unerwarteten Wegen und vieles mehr.

Mir hat dieser Roman mit seiner norddeutschen Atmosphäre gut gefallen und ich bin gespannt auf weitere Werke der Autorin.

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Erschütternd & berührend

Zeit zu verzeihen von Hera Lind

„Zeit zu verzeihen“ ist ein historischer Tatsachenromanen der in Salzburg lebenden Autorin Hera Lind.

Im Januar 1945 beschließt Rosa mit ihren drei Söhnen Viktor, Walter und Heinz, die Heimat mit dem Zug Richtung Westen zu verlassen. In letzter Minute wird ihr klar, dass es nicht nach Westen, sondern nach Sibirien gehen soll.

Es gelingt ihr mit ihren Kindern aus dem Zug zu entkommen.
Zeitgleich steigt Barbara mit ihrem Baby in den Zug. Dieses wird ihr jedoch von einem russischen Offizier entrissen.
Auf der Toilette entdeckt Walter das Baby und möchte es am liebsten behalten.
Als Margit mit ihrer Tochter Elvira, die auch in den Westen wollen und den Zug verpasst haben, dazukommen, übernehmen sie das Baby und nennen es Clara.

Im ersten Teil werden die Ereignisse vornehmlich aus Rosas - zwischendurch auch aus Viktors und Barbaras- Perspektive geschildert. Außerdem kommen noch die Erinnerungen von Viktor, die er fast siebzig Jahre später für seine Enkelinnen aufgeschrieben hat, dazu.
Im zweiten Teil, der 1965 beginnt, steht Clara im Vordergrund. Sie hat in Ostdeutschland eine Ausbildung zur Krankenschwester gemacht und erfährt, dass ihre leibliche Mutter in einer psychiatrischen Einrichtung lebt und versucht sie zu finden. Außerdem lernt sie Viktor kennen und lieben.

Der Schreibstil von Hera Lind ist unglaublich fesselnd. Durch die Perspektivwechsel erhält man einen guten Einblick in das Leben der Charaktere, kann sich in sie hineinversetzen und mit ihnen mitfühlen.

Die Ereignisse sind tragisch. Was Rosa mit ihren drei Söhnen durchstehen muss ist ebenso kräfteraubend wie das Schicksal, das Clara 20 Jahre später durchlebt.
Man mag kaum glauben welche Energie die Frauen aufgebracht haben, um ihre Liebsten zu schützen. Die Grausamkeiten, die sie durchleben sind erschütternd und immer wieder erschreckend.
Die Protagonisten zeigen so viel Stärke und stehen stellvertretend für viele andere Frauen, die Ähnliches erleben mussten. Das Buch ist nicht leicht zu lesen, da es grausame historische Ereignisse ungeschönt wiedergibt.

Hera Lind hat hier wieder einmal gekonnt Fiktion und Fakten miteinander verwoben. Mich hat ihr Buch erschüttert und berührt. Mit ihrem Nachwort, in dem die Autorin erklärt wie es zu dem Titel des Buches kam, rundet sie ihr Werk gelungen ab.
Von mir gibt es für Leser, die historische Romane, die auf wahren Begebenheiten beruhen, eine klare Leseempfehlung.

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Ein kritischer Blick auf die Literaturbranche

Yellowface von R. F. Kuang

„Yellowface“ ist ein fesselnder und kritischer Roman der Autorin Rebecca F. Kuang, der gesellschaftskritisch und spannend zugleich ist.

June Hayward und Athena Liu sind Schriftstellerinnen. Allerdings ist Athena deutlich erfolgreicher als June, was direkt heftigen Neid bei dieser hervorruft. Entsprechend abfällig äußert sie sich über Athena.

Als Athena - nachdem sie gerade einen Vertrag über eine Verfilmung unterschrieben hat - plötzlich verstirbt, sieht June ihre Chance. Sie nimmt Athenas unvollendetes Manuskript an sich, um es zu überarbeiten und als eigenes auszugeben.

Der Schreibstil von Rebecca F. Kuang ist einfach genial, da er sich leicht lesen lässt, unterhaltsam, kritisch, bissig und spannend zugleich ist.

Die Ereignisse werden aus der Perspektive von June geschildert. June ist eine schwierige Protagonistin. Sympathisch ist sie nicht, ganz im Gegenteil, ihre Missgunst gegenüber Athena, ihre Gier nach Erfolg und ihr skrupelloses Handeln haben es mir unmöglich gemacht sie zu mögen.

Der Roman gibt einen interessanten Einblick in die hart umkämpfte Literaturbranche und gleichzeitig auch in die Tiefen der menschlichen Abgründe.
Außerdem kommen hier eine Vielzahl aktueller und brisanter Themen zusammen, es geht um Neid, Rassismus, soziale Medien, Druck, Identität, Cancel-Culture und vieles mehr.

Das Cover – meiner Meinung nach absolut gelungen und passend – muss ich nicht erwähnen, das sieht jeder. Aber hier lohnt es sich wirklich einen Blick unter den Schutzumschlag zu werfen, mehr verrate ich aber nicht.

Das Ende ist offen und lässt Raum für eigene Gedanken, was ich für einen gesellschaftskritischen Roman, der zum Nachdenken anregen soll, als durchaus passend empfunden habe.

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Viel mehr als ein Kochbuch

Salt and Silver am Meer von Thomas Kosikowski; Johannes Riffelmacher

„Salt and Silver am Meer“ ist ein inspirierendes Kochbuch der beiden Weltenbummler Cozy und Jo.

Ihr Kochstil ist einzigartig und das Ergebnis ihrer Reiseerlebnisse. Sie haben sich unterwegs in aller Welt inspirieren lassen. Daraus haben sie einzigartige Gerichte mit heimischen und regionalen Zutaten gezaubert.

Jedes Rezept wird mit ein paar persönlichen Worten eingeleitet.

In diesem Buch geht es aber um viel mehr als nur um Rezepte und Essen.
Es vermittelt ein Lebensgefühl, erzählt eine Geschichte von zwei Weltenbummlern, die über ihre Erfahrungen berichten und diese für sich genutzt haben, um das Ergebnis mit anderen zu teilen.

Auf jeder Seite gibt es Fotos. Fotos, die Lust auf das Reisen und einen interessanten Einblick in das Leben der beiden Autoren geben.

Die Rezepte sind nach Jahreszeiten sortiert. Die Zutaten sind überschaubar und die Zubereitungen auch für weniger begabte Köche leicht verständlich.

Hier fehlt wirklich nichts und es gibt unter Anderem sogar einen QR-Code unter dem die Lieblingslieder der Autoren für lange Nächte am Strand oder zu Hause beim Kochen zu finden sind.

Durch den Leineneinband und ein Lesebändchen ist auch die Ausstattung des Buches ein richtiges Highlight.

Wer gerne reist, Geschichten über andere Länder und das Leben liebt und es mag in der Küche ein wenig zu experimentieren, der wird mit diesem Buch seinen Spaß haben.

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