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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Tara:

Großartig – ein lesenswerter Klassiker

Aus guter Familie. Leidensgeschichte eines Mädchens von Gabriele Reuter

Mit ihrem Roman „Aus guter Familie: Leidensgeschichte eines Mädchens“ wurde die deutsche Autorin Gabriele Reuter Ende des 19. Jahrhunderts über Nacht berühmt.

Agathe ist eine junge Frau, die perfekt in ihre Zeit passt. Sie fügt sich in die Gesellschaft ein, hat die Werte ihrer Eltern übernommen und verhält sich entsprechend angepasst.

Sie ist in gesellschaftlichen Normen gefangen, was letztendlich dazu führt, dass sie erkrankt und in eine Nervenheilanstalt kommt.

Die Autorin hat das damalige Lebensgefühl in Bezug auf Familie, Ehe, Emanzipation, Frauenrechte, Schieflagen in der Gesellschaft und vieles mehr anhand ihrer Protagonistin eingefangen und eindrucksvoll in Worte gefasst. Agathe steht stellvertretend für viele andere Frauen ihrer Zeit und was sie erlebt hat und durchmachen musste, hat mich sehr berührt. Gabriele Reuter versteht es das Innerste ihrer Protagonistin darzulegen und zu verdeutlichen.

Abschließend gibt es ein ausführliches und aufschlussreiches Nachwort von Tobias Schwartz, dass den Roman gut einordnet und einiges in Bezug auf die Gesellschaft und die Zeit gelungen verdeutlicht.

Auch mehr als 130 Jahre nach dem ersten Erscheinen ist das Buch ausgesprochen lesenswert. Mich hat Gabriele Reuter mit ihrem klaren Blick wirklich beeindruckt.

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Auf den Spuren des Kings

Graceland – Die Geschichte eines Sommers von Kristen Mei Chase

„Graceland – Die Geschichte eines Sommers“ ist das gelungene Debüt der Autorin Kristen Mei Chase.

Grace hat kein besonders gutes Verhältnis zu ihrer Mutter Loralynn. Deswegen verschanzt sie sich gerne hinter ihrer Arbeit in einer Steuerkanzlei und versucht die Kontakte auf das Notdürftigste zu beschränken.

Loralynn ist großer Elvisfan und nun zu ihrem siebzigsten Geburtstag möchte sie gemeinsam mit Grace von Texas bis Tennessee nach Graceland fahren. Damit beginnt ein unglaublicher Roadtrip, in dem sich Mutter und Tochter wieder näher kommen. Grace beginnt damit auch ihre Mutter und ihre Liebe zu Elvis zu verstehen.

Grace und Loralynn sind zwei vollkommen unterschiedliche Charaktere. Während Loralynn eher ein wenig verrückt ist, voller Leben steckt und mit ihrer Begeisterung anstecken kann, mag Grace es lieber ein wenig strukturierter und ruhiger. Auf der gemeinsamen Fahrt lernen sie sich vollkommen neu kennen. Sie besuchen ihre Freunde, lernen neue Menschen kennen und es wechseln sich Momente voller Glück, Humor, innerer Zerrissenheit und tiefer Traurigkeit ab.

Der Schreibstil von Kristen Mei Chase liest sich angenehm. Der Roadtrip beinhaltet eine komplexe Mutter-Tochter-Beziehung, dabei gibt es ebenso viele humorvolle wie ernste und traurige Momente. Ich fand die Mischung sehr gut gelungen.
Kurze Textnachrichten, die Grace an ihre Freundin Asha schreibt, geben einen noch besseren Einblick in Grace Gefühlslage und über den Stand der Reise.

Abschließend hat die Autorin die Fahrt von Grace und Loralynn kompakt zusammengefasst. Sie ist die Strecke selbst abgefahren und ich finde, dass merkt man. Hier passt einfach alles.

Mich hat dieser Debütroman gut unterhalten, berührt und zum nachdenken gebracht. Nun bin ich gespannt auf weitere Werke von Kristen Mei Chase.

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Cooles Geheimagenten-Abenteuer

InvestiGators (Band 1) - Im Kampf gegen das Böse von John Patrick Green

„InvestiGators – Im Kampf gegen das Böse“ ist der erster Band einer neuen Comic-Buch-Reihe des in Brooklyn lebenden Autors John Patrick Green für junge Leser ab 8 Jahren .

Die beiden Alligatoren Mango und Keck stehen auf Kriminalfälle und sind die besten Agenten. Der immer gut gelaunte Mango hat seine ganz eigenen Ermittlungsmethoden und Leck behält stets den Überblick – also im Grunde ein Top-Team.

Als nun der Bäcker Valentino Mustachio mit seinen top secret Tortenrezepten entführt wird, ist das ein Fall für die beiden Alligatoren und es ergibt sich schnell ein äußerst rasantes Abenteuer.

Das Buch ist im Comicstil verfasst und die bunten Zeichnungen des Illustrators Aaron Polkpassen perfekt. Die Sprechblasen sind leicht zu lesen, so dass auch nicht ganz so leseaffine Kinder Spaß an dem Buch haben werden.

Mango und Keck sind zwei coole Charaktere, die uns immer wieder zum Lachen gebracht haben. Ihr Vorgehen ist clever und wir haben eine Menge gelacht. Spannung und Humor stehen hier in einem ausgewogenen Verhältnis und machen einfach Spaß. Allein schon die Mimik der Charaktere hat bei mir immer wieder ein Schmunzeln hervorgerufen.

Abschließend gibt es noch zwei kurze Zeichenanleitungen. Ausprobieren lohnt sich, wir haben tolle Ergebnisse erzielt.

Uns hat das Buch gut gefallen und da noch einige Fragen offen sind, warten wir nun gespannt auf die Übersetzungen weiterer Abenteuer der Investigators.

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Rasant & spannend

Das falsche Blut von Philipp Gravenbach

„Das falsche Blut“ ist nach „Der achte Kreis“ der zweite Band um die Agentin und Auftragskillern Ishikli Caner von dem Autor Philipp Gravenbach.

Eine Frau wird durch einen Schusswechsel in einer verlassenen Autowerkstatt in einem Pariser Hinterhof regelrecht hingerichtet. Ihre Tochter ist dabei, spricht aber nicht und hat ein Foto von Ishikli Caner in der Hand.

Der Leiter der Abteilung für Terrorabwehr des Militärischen Abschirmdienstes - Hauptkommissar Thierry Meissner - beginnt gemeinsam mit Ishikli Caner - die inzwischen ebenfalls Agentin beim MAD Abschirmdienst ist – zu ermitteln.
Niemand weiß wer das Mädchen ist, aber es wird vom französischen Staatsschutz und von einem Auftragskiller eines Pharmakonzerns gesucht.

Der Schreibstil von Philipp Gravenbach ist prägnant und fesselnd. Er verliert kein Wort zu viel, aber auch keines zu wenig. Dadurch und durch die kurzen Kapitel entsteht schnell ein unglaublicher Sog beim Lesen, so dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte.

Mit Ishikli Caner, die bis vor Kurzem als Auftragskillerin bei der türkischen Mafia tätig war hat der Autor eine äußerst interessante Protagonistin erschaffen. Sie ist ausgesprochen zielstrebig, temperamentvoll, scheut keine Gefahr und besitzt eine ganze Reihe außergewöhnlicher Fähigkeiten. Die beiden Hauptkommissare – Thierry Meissner und Yvonne Cassel – sind ebenso vielschichtig angelegt und es macht einfach Spaß die drei bei ihren Ermittlungsarbeiten - die zum Teil am Rande der Legalität sind - zu verfolgen.

Der Spannungsbogen ist hoch und wird durchgehend gehalten. Es geht um illegale Machenschaften eines Pharmakonzerns, gesetzeswidrige Medikamentenstudien, Korruption, die Mafia, Menschenhandel und vieles mehr.

Wer Action mag, der liegt mit diesem Thriller richtig.

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Aufwühlend, tragisch & ergreifend

In den Farben des Dunkels von Chris Whitaker

„In den Farben des Dunkels“ ist ein intensiver Roman des britischen Autors Chris Whitaker.

Der dreizehnjährige Patch wird aus seinem Heimatstädtchen Monta Clare entführt und wird 307 Tage gemeinsam mit Grace in einem dunklem Raum festgehalten. Seine Freundin Saint versucht alles um ihn zu finden.

Als seine Befreiung gelingt, glaubt Saint zunächst, dass nun alles wieder so ist wie zuvor. Aber Patch hat sich verändert, er will Grace finden und Saint unterstützt ihn bedingungslos.

Der Schreibstil von Chris Whitaker ist kraftvoll, intensiv und jedes Wort scheint mit Bedacht gewählt worden zu sein. Die Atmosphäre ist düster und bedrückend, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit werden direkt spürbar, gleichzeitig ist da diese Hoffnung und dieser unglaublich große Wille Grace zu finden.

Die Ereignisse werden von Patch - in seiner Kindheit beginnend - berichtet. Wir begleiten ihn über dreißig Jahre, erleben mit ihm Verzweiflung und Hoffnung. Die Gefühle werden hier so eindringlich beschrieben, dass sie greifbar werden und ich beim Lesen die Luft angehalten habe.

Die Suche nach Grace ist eine abenteuerliche Reise quer durch die USA. Dabei tauchen auch einige Nebencharaktere auf, die dem Roman interessante Facetten verleihen.

Hier wurden Liebe, Sehnsucht, Freundschaft, Verlust, Angst und auch Hass in einer von mir zuvor noch nie erlebten Art und Weise in Worte gefasst, die mich nachhaltig beeindruckt hat.
Dieses Buch bietet wirklich ein ganz einzigartiges Leseerlebnis.

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Humorvoller Cosy-Crime

Ein blitzsauberer Mord von Andreas Suchanek

„Ein blitzsauberer Mord: Tilly Blich ermittelt“ ist der erste Band einer neuen Reihe des Autors Andreas Suchanek.

Die Reinigungskraft Tilly Blich hat hat keine Lust mehr auf ihr Angestelltenverhältnis. Sie kündigt und kauft eine Reinigungsfirma – inklusive Basset Muffin - in Untertannbach.

Leider entpuppt sich diese nicht als der Traum, den sie sich vorgestellt hat und sie muss wieder selbst mit anpacken.
Direkt ihr erster Auftrag führt zu Problemen. Sie stößt in dem Büro des Architekten Krumm, das sie reinigen soll, auf dessen Leiche. Da sie - ganz in ihrem Element - den Tatort reinigt, wird sie prompt zur Hauptverdächtigen. Das kann Tilly natürlich nicht hinnehmen und sie beginnt zu ermitteln. Unterstützung erhält sie in dem kleinen Städtchen direkt.

Schon nach wenigen Seiten war ich mitten im Geschehen. Der Schreibstil von Andreas Suchanek liest sich so locker und leicht, dass ich nur so durch die Seiten durchgeflogen bin.
Mit Tilly hat er eine sehr liebenswerte und sympathische Protagonistin erschaffen. Sie weiß was sie will, ist schlagfertig und hat das Herz am rechten Fleck. Auch die anderen Charaktere werden gut beschrieben. Jeder hat etwas Besonderes und hebt sich ab.
Mir gefiel die Atmosphäre des kleinen Städtchens und das Chaos für das der Basset Muffin gesorgt hat ebenso gut wie die Spannung und der Humor, der in den lebendigen Dialogen immer wieder durchblitzte.

Mich haben die Ereignisse in Untertannbach bestens unterhalten und ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Einsatz von Tilly, ihrem Team und Muffin.

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Ein Blick hinter die Bühne

Tod auf der Unterbühne von Breitebner Konstanze

„Tod auf der Unterbühne“ ist das gelungene Debüt der Autorin Konstanze Breitebener.

Bereits mit den ersten Seiten bin ich in die Welt des Theaters abgetaucht und im Verlauf der Handlung wurde die künstlerische Atmosphäre intensiv spürbar. Man merkt auf jeder Seite, dass Konstanze Breitebener vom Fach ist und weiß wovon sie spricht.

Neben dieser gelungenen Grundstimmung hat sie auch authentische Charaktere gezeichnet und diese facettenreich abgebildet. Langweilig ist da keiner, undurchsichtig allerdings schon.

Als für den Regisseur der Sommernachtstraum zum Alptraum wird und dieser tot auf der Bühne aufgefunden wird, fragen sich zunächst alle, ob das echt war (?).
Ja, war es! Bezirksinspektorin Antonia Ranik – eine junge durchsetzungsfähige Kriminalpolizistin – beginnt zu ermitteln.

Der Schreibstil der Autorin ist greifbar und lebendig. Ihre dynamischen Dialoge sind durchaus humorvoll und der österreichische Dialekt macht einfach Spaß, da er den Handlungsort noch näher bringt.

Die Ermittlungsarbeiten gehen langsam aber stetig voran. Es ist kein actiongeladener Krimi, sondern vielmehr amüsante und spannende Wohlfühllektüre ohne viel Brutalität und Blutvergießen.

Thematisch beschäftigt sich die Handlung mit einem aktuellen Thema: Mobbing.

Das künstlerisch gestaltetet Cover sowie der rote Buchschnitt machen das Buch auch optisch zu einem echten Highlight.

Mir hat der Einblick hinter die Kulissen der Theaterszene gut gefallen und ich hoffe, dass Antonia Ranik noch weitere Fälle lösen wird.

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Eine folgenreiche Mittsommernacht

Mittsommerlügen von Malin Hedin

„Mittsommerlügen“ ist ein fesselnder Kriminalroman der schwedischen Autorin Malin Hedin.

Die Handlung startet in der Mittsommernacht im Juni 1983. Die Dorfgemeinschaft von Dalshyttan feiert im Garten der 20jährigen Maria, die auch schon eine dreijährige Tochter - Terese – hat. Es fließt reichlich Alkohol und die Stimmung ist sehr ausgelassen.

Um Terese kümmern sich an diesem Abend Marias Freundin Sylvia und ihre Mutter Greta. Nach dem Fest ist Maria verschwunden und während die meisten Dorfbewohner denken, dass ihr die Verantwortung für ihre Tochter zu groß geworden ist, ist Greta fest davon überzeugt, dass ihrer Tochter etwas passiert sein muss.

Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt. Der erste handelt von den Ereignissen um 1983 und der zweite beschäftigt sich mit denen 15 Jahre später 1998. Aber auch hier gibt es Rückblicke in die Vergangenheit.

Malin Hedin zeichnet ein gutes Bild von ihren Charakteren. So lernen wir im Verlauf der Handlung Sylvia, ihren Lebensgefährten Kjell, Greta, ihren Mann Hasse, Terese, die inzwischen fast volljährig ist und einige der Dorfbewohner immer näher kennen. Puzzlestücke aus der Mittsommernacht und dem Leben der einzelnen Charaktere formen sich langsam zu einem Bild, werfen aber auch immer wieder neue Fragezeichen auf. Wir erfahren nach und nach mehr über Tereses Leben - um die sich zunächst Sylvia gekümmert hat und die dann in eine Pflegefamilie abgeschoben wurde - wie es für Sylvia und Kjell und Marias Großeltern nach dem Verschwinden ihrer Tochter weiter ging.
Die Atmosphäre während der verhängnisvollen Nacht, die Stimmung im Dorf in den folgenden Wochen und Monaten, sowie die Gefühlswelt aller Beteiligten werden gelungen dargestellt.

Der Spannungsbogen wird durchgehend gehalten und mich hat das Buch vom Anfang bis zum Ende gefesselt, so dass ich es nur ungern aus der Hand gelegt habe. Nun bin ich gespannt auf weitere Bücher der Autorin.

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Ein außergewöhnlicher Blick auf Irland

Die Sache mit Rachel von Caroline O'Donoghue

„Die Sache mit Rachel“ ist ein grandioser Roman aus dem Leben einer jungen Irin von der Journalistin und Autorin Caroline O’Donoghue.

Handlungsort ist zunächst Cork in Irland. Die Studentin Rachel arbeitet nebenbei in einer Buchhandlung, in der sie auf James trifft. Die Chemie zwischen den beiden stimmt sofort und Rachel wird James Mitbewohner.

Die beiden Leben ein Leben wie man es nur in jungen Jahren kann, wenn man noch keine Verpflichtungen hat und sich von seiner Lust, Laune und seinen Bedürfnissen treiben lassen kann. Das Leben könnte einfach sein, aber Rachel ist in ihren Literaturprofessor Dr. Fred Byrne verliebt…

Der Schreibstil von Caroline O’Donoghue macht einfach Spaß, ist lebendig und steckt voller Humor. Die Dialoge sind schnell und amüsant, ich bin so einige Male aus dem Staunen nicht herausgekommen. Erzählt wird aus der Perspektive von Rachel.
Die beiden Protagonisten könnten kaum unterschiedlicher sein. Während Rachel zurückhaltend und unsicher ist, hat James schnell die richtigen Worte parat, ist frech, charmant und klug. Beide waren mir unglaublich sympathisch.

Das Buch ist aber nicht nur ein Roman über Rachel, sondern einer über Irland und seine Geschichte. Es geht um das katholische Irland, Schwangerschaftsabbruch, gleichgeschlechtliche Ehe, die Bankenkrise, Kultur, Identität, das Leben und vieles mehr.

Ich habe es geliebt in das Leben der Charaktere abzutauchen, an ihrem Leben teilzuhaben und an einer andere Kultur und deren Veränderungen teilzuhaben.

Es ist ein Buch über Liebe, Freundschaft, Herausforderungen, Entwicklungen, Sorglosigkeit, Spontanität, Jungsein und vieles mehr und es bietet tolle Unterhaltung, die zum Lachen und zum Nachdenken anregt.

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Ein neuer Fall für Rosa Reich

Grün ist der Tod von Kristina Hortenbach

„Grün ist der Tod“ ist nach „Um die Hecke gebracht“ der zweite Fall für die Protagonistin Rosa Reich der Autorin Kristina Hortenbach. Beide Bücher können ohne Verständnisprobleme unabhängig voneinander gelesen werden.

Rosalinde Reich, die ehemalige Lehrerin für Biologie und Erdkunde, hat endlich Zeit, sich ihrer Leidenschaft - dem Gärtnern und Planen von Gärten - zu widmen.

Ihr neuster Auftrag führt sie auf einen Golfplatz. Dort soll sie den Außenbereich des Clubrestaurants neu gestalten. Noch bevor sie mit ihrer Arbeit so richtig beginnen kann, entdeckt sie einen Toten auf dem Golfplatz und das ist auch noch ein ehemaliger Schüler von ihr.
Rosa lässt es sich natürlich nicht nehmen, zu ermitteln. Es gibt viele Verdächtige, einiges an falschen Fährten und es macht einfach Spaß die Hobbyermittlerin bei ihren Undercover-Untersuchungen zu verfolgen. Natürlich wird sie dabei wieder tatkräftig von ihrem Mops Archie und dem Baumschulenbesitzer Andy unterstützt.

Mit Rosa Reich hat die Autorin eine tolle Protagonistin erschaffen. Die ewig quasselnde Rosa muss man einfach mögen. Ihr Ideenreichtum und ihre Vorgehensweisen sind nicht immer konventionell, machen aber dafür beim Lesen umso mehr Spaß. Dass sie Lehrerin für Biologie und Erdkunde war, kommt immer wieder durch, so dass ich einige interessante Fakten über das Gärtnern hinzugelernt habe.

Die Anzahl der Verdächtigen ist hoch. In einem Golfclub gibt es schließlich eine Menge Publikum und es kommt immer wieder zu Wendungen. Die Krimihandlung ist durchweg spannend und eignet sich gut, um selbst mitzurätseln.

Abschließend wurde der Fall gelungen aufgelöst, so dass keine Fragen offen blieben.

Mit ein paar zur Handlung passenden Rezepten hat Kristina Hortenbach ihren Krimi gelungen abgerundet.

Egal ob Garten-, Golf-, oder Krimiliebhaber, hier dürfte jeder gut unterhalten sein, der spannende und amüsante Krimis, die ohne unnötige Gewalt und Brutalität auskommen, mag. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung – am besten im Sommer, im Garten, in der Sonnenliege.

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