Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Tara:
W.I.T.C.H. im neuen Design
WITCH - Das Herz der Freundschaft von Disney
„W.I.T.C.H. - Das Herz der Freundschaft“ ist eine Neuinterpretation der Ursprungsgeschichte, in der die Wächterinnen in die Gegenwart versetzt werden.
W.I.T.C.H. das sind die magischen Wächterinnen Will, Irma, Taranee, Cornelia und Hay Lin. Außerdem gibt es noch Elyon, die mit ihrem Adoptiveltern in Heatherfield lebt.
In ihr schlummern magische Kräfte, die es zu stoppen gilt. Dafür werden W.I.T.C.H. mit der Kraft der vier Elemente ausgestattet.
Mir gefiel der Einstieg, in dem die unterschiedlichen Charaktere jede für sich vorgestellt werden. So bekommt man direkt ein gutes Bild von ihnen, was es einfacher macht der Handlung zu folgen.
Das Buch ist im Mangastil illustriert und jede einzelne Seite ist mit viel Liebe zum Detail gestaltet worden. Das macht die Ereignisse lebendig und spannend.
Wer W.I.T.C.H. bereits kennt, wird schnell merken, dass hier neue Charaktere hinzugekommen sind und auch die altbekannten einige Änderungen erfahren haben. Auch im Witch-Universum Kandrakar gibt es einige Veränderungen.
Die Story ist in sich abgeschlossen, macht aber Lust auf weitere Abenteuer mit Will, Irma, Taranee, Cornelia und Hay Lin.
Auf der Suche nach der Liebe
Im Warten sind wir wundervoll von Charlotte Inden
„Im Warten sind wir wundervoll“ ist ein Roman, der auf einer wahren Begebenheit beruht, der in Karlsruhe lebenden Autorin und Redakteurin Charlotte Inden.
In dem Roman geht es um Luise und ihre Enkelin Elfie.
Fräulein Luise Adler hat im Krieg alles verloren, ihre Familie und ihr Zuhause.
Durch den War Brides Act ist ausländischen Angetrauten und Verlobten US-amerikanischer Soldaten die Einreise in die USA erlaubt und so macht sich Luise 1948 auf den Weg nach New York.
Siebzig Jahre später steigt Elfie ebenfalls in ein Flugzeug um den Atlantik zu überqueren und ihre große Liebe zu heiraten. Sie ist aufgeregt und ängstlich. Im Flugzeug trifft sie auf den Reisejournalist Stephen und erzählt ihm von sich und ihrer Großmutter Luise.
Die Handlung besteht aus zwei Erzählsträngen, dem um 1948 und dem in der Gegenwart. Die Kapitel sind sehr kurz und der Wechsel zwischen den Zeiten erfolgt oft in kurzen Abständen. Zunächst hat mich das verwirrt, aber nachdem ich mich eingelesen hatte, konnte ich Elfies Berichten über die Vergangenheit ihrer Großmutter und ihr eigenes Leben, ihre Pläne und Ziele gut auseinanderhalten und folgen.
Luises und Elfies Handeln ist motiviert durch die Liebe und die Story um die beiden Frauen ist einfach zauberhaft erzählt.
Der Schreibstil von Charlotte Inden ist lebendig und ich konnte die Gefühle und Gedanken ihrer Charaktere gut nachvollziehen.
Über die War Brides und den War Brides Act wusste ich zuvor nichts und fand es ausgesprochen spannend dieses Stück Zeitgeschichte zu verfolgen.
In ihrem Nachwort verrät die Autorin, dass es das Fräulein Luise Adler selbst nicht gab, diese aber ein historisches Vorbild hat.
Mir hat dieser außergewöhnliche und gefühlvolle Roman sehr gut gefallen und ich kann ihn Lesern, die historische Romane mit realem Hintergrund und Liebesgeschichten mögen, nur empfehlen.
Magisch & spannend
Royal Institute of Magic, Band 1 - Die Hüter der verborgenen Königreiche von Victor Kloss
„Royal Institute of Magic - Die Hüter der verborgenen Königreiche“ ist der erste Band einer Fantasy-Abenteuer-Reihe des Autors Victor Kloss.
Die Handlung beginnt im Dezember 1589. Michael James Greenwood wird - für sich überraschend - zu einem Treffen der Majestät der Queen gebracht. Er wurde für einen Test, bei dem es um eine Stelle am Royal Institute of Magic geht, ausgewählt.
Im Anschluss geht es in die Gegenwart und wir lernen den fast fünzehnjährigen Ben Greenwood kennen. Ben ist bei seinem Freund Charlie untergekommen, da Bens Eltern vor zwei Jahren verschwunden sind und man seitdem nichts mehr von ihnen gehört hat. Die Polizei hält sie für tot. Ben weiß aber mehr und macht sich gemeinsam mit Charlie auf die Suche. Dabei finden sie eine geheime Welt, in der Magie und magische Wesen existieren und treffen auf Natalie. Gemeinsam beginnt für die drei ein unglaublich spannendes Abenteuer in einer geheimen Welt, die von Königin Elizabeth I. entdeckt wurde.
Victor Kloss nimmt sich Zeit, um seine Charaktere einzuführen. Deswegen dauert es eine Weile bis die Story an Fahrt aufnimmt, die dann aber auch nicht mehr zu stoppen ist.
Mit unseren drei Protagonisten geht es in eine Welt voller Magie mit Drachen, Greifen, Pegasus, Kobolde und Elfen. Dabei wird es natürlich auch gefährlich, wodurch die Spannung stetig steigt, bis es zu einem aufregendem Finale kommt.
Ich habe dieses magische und fantastische Abenteurer geliebt und bin gespannt auf den nächsten Band mit Ben, Charlie und Natalie.
Familienbeziehungen
Aus dem Haus von Miriam Böttger
„Aus dem Haus“ ist das Debüt der Autorin und Journalistin Miriam Böttger.
Die Eltern der in der Berlin lebenden Ich-Erzählerin haben ihr Haus in Kassel verkauft, um in eine kleinere Wohnung zu ziehen. Das Haus stand zeitlebens unter einem schlechten Omen, schon direkt nach dem Einzug stand für die Mutter fest, dass das Haus ihr Ruin ist und dass es dort keine Chance gab glücklich zu sein.
Egal was innerhalb der Familie passiert, das Haus war schuld. Mit dem Auszug müsste das Problem nun eigentlich gelöst sein.
Der Schreibstil von Miriam Böttger liest sich leicht und flüssig. Sie beschreibt das Familienleben der Ich-Erzählerin und gibt dadurch einen lebendigen Einblick in die Familienverhältnisse. Egal was passiert, am Ende war immer wieder in irgendeiner Form das Haus Schuld.
„Eigentlich ist jede Familie eine Sekte für sich“
Dem Satz kann ich nur zustimmen und der Aufbau der Geschichte bestätigt dies. Jede Familie ist etwas ganz Besonders, jedes Familiengefüge und die daraus resultierende Dynamik einzigartig.
Dennoch ist es eine Geschichte aus dem Alltag mit den Verrücktheiten und Schwierigkeiten, die das Leben mit sich bringt.
Der Autorin gelingt es gut, das Leben einer Familie mit all dem Chaos und den Emotionen einzufangen. Es gibt Unstimmigkeiten, es wird genörgelt, gemotzt und gelebt, wie es unzählige andere Familien auch tun.
In dem Roman können sich sicherlich alle Familien an der ein oder anderen Stelle wiedererkennen und das macht es einfach unglaublich unterhaltsam und amüsant.
Mich hat das Buch gut unterhalten, ich habe mehrfach gelacht, amüsiert gedacht, dass es nah an der Realität ist und auch Situationen gefunden, über die es sich lohnt nachzudenken.
Menschliche Abgründe
Kleine Monster von Jessica Lind
„Kleine Monster“ ist der zweite Roman der in Wien lebenden Autorin Jessica Lind.
Pia und Jakob werden in die Schule ihres Sohnes Luca bestellt. Luca geht in die zweite Klasse und zwischen ihm und einer Mitschülerin soll es einen Vorfall gegeben haben. Während Jacob mit der Situation gut umgehen kann, wird Pia von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt.
In ihrer Kindheit wurde viel geschwiegen und gelogen. Dadurch wächst ihre Angst und ihr Misstrauen gegenüber Luca von Tag zu Tag.
Das Buch besteht aus drei Teilen. Die Kapitel – insgesamt 61 Stück auf nur 256 Seiten – sind kurz, die Sätze prägnant, so dass beim Lesen ein enormer Sog entstanden ist.
Die Ereignisse werden im Wechsel in der Gegenwart und der Vergangenheit geschildert. Je mehr man über Pias Kindheit und ihre damaligen Erlebnisse erfährt, desto deutlicher werden die Gründe für ihre innere Zerrissenheit.
Thematisch hat das Buch weit mehr als nur den Vorfall zu bieten. Dieser war lediglich der Auslöser für das, was folgt. Es geht um unverarbeitete Traumata, Trauer, Schweigen, Misstrauen, Lügen, die Auswirkungen der Vergangenheit auf die Gegenwart und vieles mehr.
Ich war während des Lesens durchgehend gefesselt und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Lediglich das Ende hat mich nicht 100%ig überzeugt, da mir einfach zu viel offen blieb. Dennoch habe ich das Buch gerne gelesen.
Ein gelungenes Debüt – intensiv und voller Emotionen
Das Schweigen meiner Freundin von Giulia Baldelli
„Das Schweigen meiner Freundin“ ist das Debüt der in Bologna lebenden Autorin Giulia Baldelli.
Lilli hat bereits mit 18 Jahren ihre Tochter Christi bekommen. Im Sommer bringt sie diese zu ihrer verwitweten Mutter Ida. Die drei Jahre ältere zehnjährige Giulia bekommt von ihrer Mutter den Auftrag sich um Christi zu kümmern.
Zunächst sieht Guilia diese Aufgabe als lästige Pflicht an, aber schon nach kurzer Zeit fühlt sie sich zu Christi hingezogen und empfindet ihre bisherige Clique als langweilig. Als Mattia in ihr Leben tritt und Christis Aufmerksamkeit auf sich zieht, reagiert Guilia eifersüchtig.
Das Buch ist in sechs Teile gegliedert und erstreckt sich über einen Zeitraum von 1991 bis 2014.
Der Schreibstil von Giulia Baldelli ist lebendig, voller Leben, sehr detailliert und sie hat die Atmosphäre der 1990-er Jahre und des Dorfes, indem Guilia mit ihrer Familie lebt, gut eingefangen. Ihre Figuren beschreibt sie facettenreich und auch von den Nebencharakteren hatte ich schnell ein gutes Bild vor Augen.
Die Handlung wird aus der Perspektive von Guilia geschildert. Dadurch habe ich schnell einen intensiven Einblick in ihre Emotionen und Gedanken erhalten. Sowohl Guilia als auch Mattia lieben Christi und Christi liebt Guilia und Mattia. Sommer für Sommer sehen sie sich und trennen sich wieder.
Christi hat einen eigenwilligen Charakter, sprengt jede Regel und jeden Plan. Die Verbundenheit der drei Protagonisten ist spürbar, aber nicht immer leicht zu greifen. Man erlebt mit ihnen den Übergang zwischen der Kindheit, der Teenagerzeit bis zum Erwachsenwerden. Das Leben zwingt sie zu Kompromissen.
Es ist ein ruhiger Roman, der von seinen Charaktere lebt, deren Weg ich gerne und mit Interesse verfolgt habe.
Ein berührendes Buch, reich gefüllt mit Weisheiten, Fakten und Wissen
Am Himmel die Flüsse von Elif Shafak
„Am Himmel die Flüsse“ ist ein sehr intensives Buch der britisch-türkischen Autorin Elif Shafak.
Das Buch umfasst drei Erzählstränge. In dem einem geht es um Arthur, der im 19. Jahrhundert in einem Elendsviertel von London aufwächst. Die anderen beiden sind im 21. Jahrhundert angesiedelt.
Die neunjährige Narim wächst bei ihrer Großmutter am Ufer des Tigris auf und und Zaleekhah lebt - nachdem sie sich von ihrem Mann getrennt hat - in einem Hausboot am Ufer der Themse.
Zunächst war mir vollkommen unklar, wie die Autorin das Leben der drei Protagonisten - in unterschiedlichen Orten zu verschiedenen Zeiten - zusammenführen will. Das gelingt ihr mit Hilfe eines Wassertropfens, der sich auf eine jahrelange Reise macht und sich wie ein roter Faden durch die Handlung zieht.
Die Sprache der Autorin ist poetisch und bildhaft. Gleichzeitig bringt sie durch die Lebensgeschichten Weisheiten und Wissen mit ein, so dass man beim Lesen zum Nachdenken und Recherchieren angeregt wird. Die Themen sind nicht einfach, es geht um die Klimakrise, Völkermord, Organhandel, den Wert von Kunstschätzen und vieles mehr.
Die Handlung ist fiktiv, das Leben der Protagonisten frei erfunden, aber die Fakten, die dahinter liegen, beruhen auf Tatsachen. Man merkt beim Lesen, dass Elif Shafak ausgiebig recherchiert haben muss und ihr Nachwort bestätigt dies.
Jedes Kapitel beginnt mit dem Namen des Protagonisten, Ort, Zeit und einem O oder einem H. Diese beiden Buchstaben fügen sich am Ende gelungen zusammen. Eine Kleinigkeit, die mich begeistert hat.
Das Buch ist aber nicht nur inhaltlich grandios, sondern auch optisch. Hier stimmt jedes Detail und ich denke, dass man das Buch mehr als einmal lesen muss, um alles zu erfassen. Zwischen den Absätzen befindet sich ein Wassertropfen und vereinzelte kleine Illustrationen runden den Roman gelungen ab.
Abschießend gibt es eine Übersicht über die Reise eines Wassertropfens mit seiner Verweildauer, die so interessant und lehrreich sind wie auch das gesamte Buch.
Mich hat dieser kunstvoll erzählte Roman, in dem Fiktion und Fakten grandios miteinander verwoben wurden, berührt, gefesselt und stark beeindruckt, so dass ich ihn sicherlich noch lange im Gedächtnis behalten werde.
Gut recherchierte, gelungene Fortsetzung
Schwestern im Geiste von Marie Pierre
„Schwestern im Geiste“ ist nach „Töchter des Aufbruchs“ der zweite Band aus der Trilogie „Das Pensionat an der Mosel“ der Autorin Marie Pierre. Das Buch lässt sich ohne Vorkenntnisse lesen, aber ich empfehle trotzdem mit dem ersten Band zu starten, da es sich einfach lohnt die Entwicklung der Charaktere von Anfang an zu verfolgen.
Die Handlung beginnt im Februar 1911 und ist im Reichsland Elsaß- Lothringen angesiedelt.
Pauline Martin leitet weiterhin das Pensionat für höhere Töchter an der Mosel. Als Unterstützung hat sie eine zusätzliche Lehrkraft eingestellt, die Irin Rhona O’Meally. Rhona ist ebenso ambitioniert wie Pauline und unterstützt diese tatkräftig.
Durch die unterschiedliche Herkunft der Mädchen im Internat kommt es zu Unruhen und Anfeindungen. Pauline hat alle Hände voll zu tun und dann kommt es auch noch zu Diebstählen. Auch außerhalb des Pensionats kommt es zu politischen Unruhen. Als Paulines Ruf und der des Internats in Verruf gerät, schaltet sich wieder der preußische Hauptmann Erich von Pliesnitz ein.
Der Schreibstil von Marie Pierre liest sich leicht und angenehm. Schon nach wenigen Seiten war ich mitten im Geschehen und konnte mir das Leben der damaligen Zeit – mit seinen aus heutiger Sicht prüden Anstandsregeln – gut vorstellen.
Obwohl die Anzahl der Charaktere recht hoch ist, hatte ich kein Problem diese auseinanderzuhalten. Zum Einen werden diese sehr gut eingeführt, so dass ich schnell von jeder Person ein gutes Bild vor Augen hatte und zum Anderen gibt es vorab ein ausführliches und hilfreiches Personenverzeichnis.
Die Handlung ist abwechslungsreich und spannend. Das Leben im Internat, die unterschiedlichen Persönlichkeiten der Schülerinnen und auch der Zeitgeist außerhalb werden gelungen dargestellt.
Im vorderen Innencover befinden sich Bilder der damaligen Zeit, wodurch ich beim Lesen direkt in der richtigen Stimmung war.
Am Ende des Buches gibt es eine Karte von Diedenhofen/Thionville, ein interessantes Nachwort sowie ein hilfreiches Glossar. Diese zusätzlichen Informationen haben diesen gut recherchierten historischen Roman gelungen abgerundet.
Marie Pierres Großtante, die nach der Jahrhundertwende ein Mädchenpensionat im lothringischen Bouzonville besuchte, hat die Autorin zu diesem Roman inspiriert. Es stecken so viele Details in der Handlung, dass zu merken ist, dass hier viel persönliches Interesse und eine Menge Recherchearbeit enthalten sind.
Ich bin schon jetzt unglaublich auf den nächsten Band, der im Februar 2025 erscheint und kann diese Reihe Liebhabern historischer Romane nur empfehlen.
Zufälle und mehr
Monoloco von Susann Blum
„Monoloco: Neun Menschen, ein verrückter Zufall“ ist ein ungewöhnlicher Roman der Autorin Susann Blum, den ich keinem Genre zuordnen kann.
Maillyn lernt auf dem Weg zur Arbeit im Zug unter recht ungewöhnlichen Umständen den unverschämt gut aussehenden Aron kennen. Er kann sein Handy nicht finden und bittet Mailyn ihn anzurufen.
Durch unglückliche Zufälle und Ungeschick sendet ihm Mailyn im Anschluß eine äußerst peinliche Nachricht. Am liebsten möchte sie direkt verschwinden, aber stattdessen kommt es in den folgenden Tagen, im gleichen Zug, zur gleichen Zeit zu einem Nachrichtenaustausch der beiden.
Ihre Freundin Nora findet das Ganze ausgesprochen amüsant, sie findet Mailyn ohnehin zu angepasst. Sie ist es auch, die einen Abend mit zwei weiteren Freundinnen – Jessy und Tilda – in der Bar Monoloco organisiert. Für ein Gruppenspiel benötigen sie weitere Mitspieler und wie es der Zufall will ist unter ihnen - neben Sam, Mirk, Kaito und Jonas – auch Aron. Die neun verbringen einen magischen Abend zusammen und dann verschwindet Aron.
Der Schreibstil von Susann Blum ist leicht zu lesen und hat mich von Anfang an gefesselt.
Sie beschreibt ihre neun Charaktere - die alle um die 30 Jahre sind - sehr authentisch und lebensnah. Zunächst hatte ich überhaupt keine Idee, in welche Richtung sich die Handlung bewegt. Es war einfach ein Stück aus dem Leben von Mailyn und den Menschen um sie herum. Mit dem Verschwinden von Aron ändert sich die Dynamik und es entstanden zahlreiche Fragezeichen in meinem Kopf. Dabei entstand durch die kurzen Kapitel - 22 auf nur 202 Seiten – eine unglaubliche Sogwirkung, so dass ich das Buch gar nicht mehr weglegen wollte und es an einem Stück gelesen habe.
Spannung ist gegeben, aber es ist kein Krimi, sondern ein Buch, in dem es über persönliche Herausforderungen, Freundschaft, Vertrauen und Geheimnisse geht und auch die Vergangenheit eine Rolle spielt.
Mein Fazit: Es ist ein besonderes Buch, auf das man sich einlassen muss und mich gut unterhalten hat.
Gut recherchiert und lebendig erzählt
Vielleicht können wir glücklich sein von Alexa Hennig von Lange
„Vielleicht können wir glücklich sein“ ist der dritte Band der Heimkehr-Trilogie der in Berlin lebenden Autorin Alexa Hennig von Lange. Inspiriert wurde sie durch Tonbandaufnahmen ihrer Großmutter.
Wie bereits in den beiden vorherigen Bänden werden die Ereignisse im Wechsel aus der Perspektive von Klara in der Vergangenheit und der von Isabell in der Gegenwart erzählt.
Isabell hat nach dem Tod ihrer Großmutter Klara in deren Haus Tonbandkassetten, auf denen sie ihre Lebenserinnerungen festgehalten hat, gefunden. Diese ermöglichen ihr eine völlig neue Sicht auf Klara, ihr Leben und die Vergangenheit.
Inzwischen hat Klara vier Kinder, denen sie in der schwierigen Zeit des Zweiten Weltkrieges eine möglichst unbeschwerte Kindheit ermöglichen möchte, während ihr Mann Gustav an der Front kämpft.
Die Zeit des Nationalsozialismus ist ein dunkles Stück der deutschen Geschichte, dass die Autorin hier anhand Klaras Schicksale lebendig werden lässt. Es ist immer wieder erschreckend und beängstigend, wie sich der Nationalsozialismus ausbreiten konnte und etwas über die Menschen der damaligen Zeit zu lesen.
Gekonnt verbindet Alexa Hennig von Lange Fiktives und Historisches. Ihr Schreibstil ist fesselnd aber auch sehr berührend. Man merkt, dass sie rund um die Tonbandaufnahmen auch noch ausgiebig recherchiert haben muss, um ein so umfassendes Bild der damaligen Zeit zu schaffen.
Es ist ein gelungener Abschluß der Heimkehr-Trilogie und ich empfehle die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen, um die Lebensgeschichte von Klara chronologisch zu erleben.
Wer gerne historische Romane mit authentischem Hintergrund liest, sollte sich diese Reihe nicht entgehen lassen.











