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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Gavroche:

Literarische Kriminalfälle

Die Rätsel meines Großvaters von Masateru Konishi

Leider kenne ich den ersten Teil dieses so charmanten Buches nicht, aber ich glaube, das muss ich unbedingt bald ändern. Einiges wird zwar in diesem Buch angesprochen, aber nicht so viel.
Kaede ist bei ihren Großeltern aufgewachsen, die Großmutter ist mittlerweile verstorben und der Großvater ist dement, hat aber noch ausreichend wache Momente, in denen er mit großem Scharfsinn Kriminalfälle löst.

Und das Besondere an diesem Buch ist, dass es sich eben um „literarische“ Fälle geht. Besonders gut haben mir die Verweise auf Hitchcock gefallen; da waren es aber vor allem die auf die Verfilmungen, aber es gibt auch Hinweise auf Bücher.
Kaede ist ein liebevoller Charakter; sie macht sich viele Gedanken und achtet die Freundschaft hoch.
Die Fälle betreffen manchmal sie und ihre Freunde, manchmal nicht. Es gibt abgeschlossene Teile, andere sind es nicht.
Ein ganz charmanter, aus meiner Sicht typisch japanischer Erzählstil und Einblicke in den Alltag runden die Geschichte(n) ab.

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Anfang der 1990er Jahre

Die Reise ans Ende der Geschichte von Kristof Magnusson

Die Welt ist im Umbruch, der Eiserne Vorhang ist gefallen, es gibt nicht mehr die jahrelange Trennung zwischen Ost und West. Und das ist natürlich nicht einfach für einen Doppelspion, denn der alte Feind ist jetzt kein Feind mehr, die Sowjet-Union existiert nicht mehr.
Dieter Germeshausen war nie sonderlich gut als Doppel-Spion, aber dennoch ist er wichtig, denn er ist im Besitz von brisanten Informationen.

Gleich zu Beginn befinden wir uns in Kasachstan und Dieter wird vergiftet. Dann gibt es einen Zeitsprung zurück, wir befinden uns in Rom.
Das Buch ist hauptsächlich abwechselnd aus den Perspektiven von Dieter und dem jungen Dichter Jakob Dreiser geschrieben.
Jakob Dreiser freut sich, hinter die Mauern der Botschaft zu schauen, er hat in der Schule Russisch gelernt, ist recht erfolgreich als Dichter und wirkt ein wenig gelangweilt und braucht etwas mehr Pepp in seinem Leben. Und so wird er von Dieter als Spion angeworben.
Eine skurrile Geschichte entwickelt sich im Verlauf des Buches, mit ganz viel 90er Jahre Flair - Mode, Musik, Politik,... - und anfangs hatte ich ganz viele Fragen an das Buch. Ein Buch, das sich abhebt und anders ist, kein klassischer Spionageroman, aber mit vielen "Seitenhieben" auf diese Romane.

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Identität

Real Americans von Rachel Khong

Lily Chen arbeitet als unbezahlte Praktikantin in einem Medienunternehmen und trifft auf der Weihnachtsfeier auf Matthew, den Sohn eines superreichen Pharmaunternehmers, der ein ganzes Imperium an Firmen besitzt. Aber ist sie käuflich? Soll sie sich auf ihn einlassen?
Interessanterweise gibt es bereits eine Verbindung zur Familie von Matthew.

Der zweite Teil spielt Jahre später und wird aus Sicht von Nick, Lilys Sohn erzählt. Er ist bei seiner Mutter aufgewachsen, kennt seinen Vater nicht. Nick jobbt auf einer Austernfarm und die Auster auf dem Titelbild kommt immer wieder in dem Roman vor, auch wenn sie dann doch eher eine Nebenrolle spielt.
Lily ist in den USA geboren, ihre Eltern haben ihr kein Chinesisch beigebracht, Nick hat aus anderen Gründen keine Verbindung zu China - um es mal so kryptisch auszudrücken.
Der dritte Teil ist aus einer weiteren Perspektive geschrieben.
Es geht unter Anderem um Genetik, Heimat, Familie und auch ein klein wenig Mystik, die Geschichte (chinesischer) Einwanderer, die USA und so viel mehr.
Mir hat das Buch gut gefallen, die Familiengeschichte steht nicht im Zentrum und wird auch am Ende nicht konsequent zu Ende erzählt. Weitere Themen kann ich schlecht ohne Spoiler nennen.
Der Schreibstil gefiel mir gut und der Roman hat mir so einige Denkanstöße gegeben.

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Neue Reihe

Flut aus schwarzem Stahl von Anthony Ryan

Ich mag die Bücher von Anthony Ryan sehr und war natürlich sehr gespannt auf die neue Reihe.
Endlich mal wieder ein gutes High Fantasy Buch, mit Anspruch, multiperspektivisch, düster, kriegerisch, abwechslungsreich. So wie ich es von Ryan erwartet habe.
Der dicke Schmöker hat mich gefesselt, auch wenn ich mich natürlich erst in die vier Perspektiven "einlesen" musste, aber das gehört für mich auch dazu.

Denn so dauert es bis die Handlung so richtig durchstartet, aber vorher mussten auch meiner Meinung nach die Grundvoraussetzungen geschaffen werden.
Es hilft, wenn man "Der Paria" gelesen hat, denn so kennt man die Welt schon einigermaßen, in der das Buch spielt.
Die vier Protagonisten werden detailreich dargestellt und durch ihre unterschiedlichen Funktionen wird das Buch auch so abwechslungsreich und komplex.
Der Schreibstil gefällt mir wieder sehr und nun bin ich auch so richtig angekommen und freue mich schon auf die Fortsetzungen.

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Super Gartenbuch

Das Gemüsegarten 1 x 1 von Kai Meret Brieske

Ich habe schon so einige Nachschlagewerk für die Gartenarbeit und fand die Aussage "Nie wieder planlos im Garten" auf der Rückseite des Buches eine gute Aussage.
Das Buch ist zum Einen sehr übersichtlich aufgebaut und zum Anderen immer wieder mit schönen Fotos und auch Illustrationen versehen.

Die kurzen Texte sind gut verständlich und es eine übersichtliche Tabelle, wann was in die Erde kommt.
Es beginnt wie auch in der Praxis mit der Anzucht, dann gibt es Informationen zur Planung, zum Gießen und Dünger.
Schädlinge und Nützlinge, Krankheiten und dann die Steckbriefe.
Was sollte ich beachten? Was tun gegen Schnecken, Wühlmäuse, Maulwürfe? Wann wird geerntet? Oder auch: warum brauche ich Blumen im Gemüsegarten?
Die Rubrik Praxistipps hat mir gut gefallen, aber auch die Vorstellungen.
Und ich bin ja ein großer Fan von Registern, wenn man mal schnell etwas sucht.
Ich werde das Gartenjahr mit diesem Ratgeber in Angriff nehmen und freue mich schon darauf.

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Gelungener zweiter Teil

Das Oleander-Schwert (Die brennenden Reiche 2) von Tasha Suri

Schon der erste Band hat mir so gut gefallen und somit bin ich auch vom ersten Moment wieder komplett in diese Geschichte eingetaucht.
Das Cover ist auch wieder wunderschön und so passend, dass es die Fantasie anregt.
Spannend geht es in diesem zweiten Band weiter, der keine Längen aufweist.
Die komplexe Geschichte fordert allerdings aufmerksames Lesen.

Einige Fragen aus dem ersten Teil werden hier geklärt, dafür tauchen weitere auf.
Eine tolle Mischung aus innovativer Fantasy, Action und Emotionen.
Sowohl Malini als auch Priya entwickeln sich hier gut weiter.
Wer Lust auf Fantasy mit Anspruch hat und in eine faszinierende Welt eintauchen möchte, dem lege ich diese Reihe ans Herz - und ich freue mich nun auf die Fortsetzung.

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Serienmörderin im Ruhestand

Betreutes Morden von Fergus Craig

Sheldon Oaks, ein edles Seniorenheim in Hampstead Heath, London. Für Carol beginnt hier ein ganz neues Leben. Sie zieht nur mit einem Rollkoffer ein, denn mehr besitzt sie nicht mehr, nachdem sie über 30 Jahren im Gefängnis gesessen hat und ihre Strafe als Serienmörderin verbüßt hat. Aber das gehört jetzt der Vergangenheit an; sie ist im Ruhestand und möchte das Leben in vollen Zügen genießen.

Solange sie unerkannt bleibt, ist das auch kein Problem. Sie schließt sich der Backgruppe an und genießt die Ausblick von ihrem Balkon. Leider fällt von oben vom Dach ein Mensch an ihr vorbei und als er unten aufkommt, ist er tot. Natürlich wird Carol verdächtigt und deshalb muss sie sich darum kümmern, den Mord aufzuklären.
Bissiger, schwarzer, britischer Humor, natürlich übertrieben, aber herrlich komisch. Erzählt wird die Geschichte aus wechselnden Perspektiven und es bleibt bis zum Schluss ein Rätselraten. Es gibt auch einen Verweis auf Richard Osman und dass es sich hier eben nicht um so etwas wie den Donnerstagsmordclub handelt, denn in Sheld0n Oaks sind erstaunlich viele ehemalige Polizistin, Pathologen etc. Ein Krimi, der sich selbst nicht ganz ernst nimmt.
Mir hat die Lektüre viel Spaß gemacht und die Seiten sind nur so geflogen.

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Neue Reihe

Die Tote von Nazaré von Miguel Silva

Die Kommissarin der Kölner Polizei Maren Berger wurde bei einem Banküberfall angeschossen und hat nur knapp überlebt. Allerdings leidet sie immer noch an einer partiellen Amnesie. Das erste, woran sie nach dem Koma dachte, war eine große Welle und so fliegt sie nach Portugal, nach Nazaré, wo ihre Freundin sich mit einem Reiterhof niedergelassen hat.

Sie möchte einfach Abstand haben, auch zu ihrem Freund Peer, von dem sie sich zunehmend entfremdet. Doch dann findet sie an ihrem ersten Morgen eine Leiche neben der berühmten Surferstatue mit dem Hirschkopf. Ihr Handy liegt in der Pension und bis die Polizei kommt, ist die Leiche der Frau verschwunden.
Als kurz darauf noch ein Kollege von ihr ausgerechnet in Nazaré tot aufgefunden wird, beginnt Maren zu ermitteln und trifft dabei auf João Ferreira, dem Kommissar aus Leiria, der mal in Köln studiert hat und gut deutsch spricht.
Es wird immer klarer, dass die Todesfälle mit Maren in einem Zusammenhang stehen, aber welche Verbindung gibt es? Wenn sie sich doch nur erinnern könnte...
Eine wunderbare neue Krimireihe, mit ganz viel Flair und Portugal-Stimmung. Passend spielt der Krimi auch Ende Januar. Maren und João werden differenziert dargestellt und auch der Fall hat es in sich. Ich hoffe, die Reihe wird bald weiter geführt.

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Vertrauen?

Das Signal von Ursula Poznanski

Viola hat bei einem Unfall - der Keller ist eingestürzt - ihr Bein verloren. Nun ist sie ans Haus gefesselt. Und das Haus ist nicht barrierefrei, so dass sie auf die Pflegerinnen angewiesen ist, die ihr Mann Adam engagiert hat. Ihre Welt ist sehr begrenzt und sie hat das eigenartige Gefühl, dass etwas so überhaupt nicht stimmt.

Viola beginnt damit, ihre Umgebung mit kleinen, versteckten GPS Trackern zu überwachen, ihren Mann, die Pflegerin und eine (?) Freundin. Denn nach ihrem Unfall hat sie eine Amnesie, aber nach und nach bekommt die Innenarchitektin das Gefühl, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht.
Über lange Strecken durchaus spannend und mit einigen kleinen Überraschungen gespickt, liest sich das Buch flott.
Wenn man allerdings - so wie ich - schon relativ viele Bücher von Ursula Poznanski gelesen hat, dann bekommt man wohl mit der Zeit so ein Gespür für die Auflösung. Dennoch hat mir das Buch gut gefallen und es hat mir gute Unterhaltung geboten sowie auch so manch einen Denkanstoß gegeben.
Definitiv nicht mein letzter Roman der Autorin.

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Magie und Piraten

Nightweaver von R. M. Gray

Magie und Piraten - bei der Mischung war ich wirklich sehr neugierig, wie das Thema umgesetzt wird.
Die Welt, in der die Geschichte spielt, ist eine düstere Welt und das Meer spielt eine große Rolle.
Die magischen Nightweaver leben an Land, während die Menschen auf dem Meer leben. So auch Aster und ihre Familie.

Aber dann greifen Monster an, es kommt zu Verlusten in der Familie und die Menschen ziehen es dann doch vor, für die Nightweaver an Land zu arbeiten. Aber Aster vermisst ihr freies Leben als Piratin auf dem Meer. Andererseits fühlt sie sich zu einem der Nightweaver - Will - hingezogen.
Eine gute Idee, spannend erzählt, allerdings gegen Ende verliert sich diese Spannung leider ein wenig; diese Vorträge haben mir nämlich nicht so recht gefallen.
Dennoch bin ich neugierig auf den nächsten Band, der unabhängig von diesem zu lesen sein soll. Denn diese Verbindung von Magie und Piraterie hat schon etwas.

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