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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Gavroche:

Guter Start

The Romeo & Juliet Society, Band 1 - Rosenfluch von Sabine Schoder

Joy lebt mit ihrem Vater zusammen und sie sind schon oft umgezogen. Er ist Theaterschauspieler und ihr alter Wohnwagen geht immer mit auf Reisen, auch als sie in New York und Sydney gelebt haben. Sie mag ihr Leben, doch auf einmal wird es durcheinander gewirbelt. Eigentlich wollte sie sich vor der Kulisse des Bodensees die Generalprobe des Stückes ansehen, aber dazu kommt es nicht mehr.

Sie wird regelrecht gekidnappt und ihr Vater gleich mit. Der findet das allerdings alles ganz wunderbar und amüsiert sich sehr - dabei fällt ihm nicht auf, dass er beeinflusst wurde. Joy wurde auch manipuliert, aber bei ihr hält die Wirkung nicht lange an.
Sie wird nach Verona gebracht, von den Fürsten der Capulet und Montague und befindet sich auf einmal in einer Parallelwelt wieder. Rhyme ist der Fürst der Capulet, der Familie, der auch Joy auf einmal angehören soll. Er umgibt sich mit Schlangen. Rhyme, nicht blond, sondern dunkel, der Fürst der Montague, hat ganze Heerscharen an (Raub-)Katzen um sich.
Eine interessante Weiterentwicklung der Geschichte und guten Beschreibungen - vor allem das Aquarium fand ich genial.
Die Geschichte brauchte etwas, um an Fahrt aufzunehmen, aber dann gefiel sie mir und ich bin schon gespannt auf die Fortsetzung(en).

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Düster und anspruchsvoll

Das Buch der gestohlenen Träume (Das Buch der gestohlenen Träume 1) von David Farr

Bei diesem Buch muss ich mich einfach zum Cover äußern, denn es ist so unglaublich liebevoll gestaltet worden und wenn man das Buch in der Hand hält, dann erkennt man die Häuser im Hintergrund noch viel besser. Allein schon das offene Buch hat bei mir sofort das Interesse geweckt, worum es hier wohl gehen mag.

Und auch die Illustrationen im Buchinneren sind wunderbar.
Das Buch gehört definitiv zu den anspruchsvolleren Jugendbüchern, ja, ich würde es eher unter Jugend- und nicht unter Kinderbüchern einordnen. Aber eines, das auch durchaus in der Lage ist, erwachsene Leser*innen anzusprechen.
Eine Geschichte, die durchaus ihre grausamen Momente hat, aber auch eines, das viel zum Nachdenken anregt.
Eine Welt, in der Bücher verboten sind; eine Diktatur, die Kinder hasst und in der man seine eigene Meinung nicht sagen darf. Ein fiktives Land, aber hier wird gut eine Diktatur von einer Demokratie abgegrenzt.
Zu Beginn ist Rachel auf einem Luftschiff unterwegs zu ihrem Bruder und in Rückblenden erfährt man mehr über die finsteren Machenschaften des Landes, aber auch über die Geschwister und ihre Familie.
Eher für politisch interessierte Leser*innen ab vielleicht 12 Jahren oder älter.

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Snehild - HB Rezension

Snehild - Die Seherin von Midgard von Anne-Marie Vedsø Olesen

Snehild wächst mit ihrer Mutter in Himlinge auf. Bei ihrer Geburt waren die Nornen anwesend und es zeigt sich immer mehr, dass Snehild eine seherische Begabung besitzt. Sehr zum Missfallen der Hohepriesterin Ragnfried, die nämlich nur sehr wenig sehen kann.
Snehild darf am Unterricht von Roald und Aslak, den Zwillingssöhnen des Königs teilnehmen.

Die Thronfolge ist noch nicht geregelt, weil niemand mehr weiß, welcher der Junge als Erster geboren wurde.
Es gibt einiges an Intrigen und Eifersüchteleien, die vor allem von der Hohepriesterin ausgehen. Als eine Seuche, der Beschreibung nach vermutlich die Pest, ausbricht, sieht Ragnfried ihre Chance gekommen und schlägt ein Mädchenopfer vor. Allerdings kann Snehild mit der Hilfe ihrer Mutter entkommen und begegnet der Norne und lebt dann bei den Riesen, denn eine Riesin hat ihr damals auf die Welt geholfen
Eine spannende Geschichte, allerdings ist es hilfreich, wenn man sich - zumindest ein wenig - in der nordischen Mythologie auskennt.
Ich habe das Hörbuch sehr gerne gehört und auch die Sprecherin Carolin-Therese Wolff gefiel mir und freue mich schon auf die Fortsetzung.

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Fantastisch

Die Schwarze Königin I von Markus Heitz

Ich habe mich schon sehr auf das neue Buch von Markus Heitz gefreut und schon allein bei dem Klappentext wuchs meine Spannung noch mehr an. Und auch das Cover des Buches ist ein kleines Kunstwerk für sich; unglaublich liebevoll bis in die Details gestaltet passt es perfekt zu diesem Buch.
Passend zum Wochenende hat mich der Roman erreicht - und schwupps war ich nicht mehr erreichbar für andere und für das, was um mich herum geschah, denn ich bin sofort eingetaucht in diese düstere Welt.

Die Handlung spielt im ausgehenden Spätmittelalter und das Buch ist zwar ein Fantasy-Roman, aber dennoch gibt es so einiges an historischem Hintergrund, das sich hier wiederfindet. Desweiteren gibt es noch mit Len einen Charakter aus der Gegenwart.
Die Figurenzeichnung ist sehr differenziert und anschaulich, der Schreibstil genial und ja, ich war sofort versunken in dieser düsteren Geschichte. Auf, auf, zu den Vampiren!

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Ein wunderbares Buch

Die Erfindung des Lächelns von Tom Hillenbrand

Mit diesem Buch machen wir eine Zeitreise ins Paris zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Bereits das Cover bietet eine stimmungsvolle Einstimmung auf Montmartre, Künstler, Cafés etc.
Erzählt wird der Roman aus ganz unterschiedlichen Perspektiven und so erhält man einen umfassenden Einblick. Der Schreibstil von Tom Hillebrand ist auch hier wieder genial und sein Blick für gute Geschichten ebenso.

La Joconde, die Mona Lisa - das heute so berühmte Gemälde von Leonardo da Vinci wurde aus dem Louvre gestohlen. Doch wer war es? Und weshalb gerade dieses Gemälde, das zu der Zeit gar nicht so berühmt war? Geliebt schon von einigen, wie die Liebesbriefe an das Gemälde zeigen, die der stellvertretende Direktor der Polizei zeigt - für mich ein amüsantes Detail.
Wir begleiten den Polizisten Juhel -und die immerwährende Konkurrenz von sûreté und préfecture - , eine junge Näherin, die den Anarchisten nahe steht, natürlich auch die Anarchisten und ihre unterschiedlichen Ideen und Vorstellungen, eine Tänzerin,.... Guillaume Appolinaire, Pablo Picasso und weitere haben ihre Auftritte. Aber auch ein Italiener, der sich gerne als Künstler gibt und sich einen Kaffee in einem berühmten Café auf den Grands Boulevards gönnt, obwohl er doch eigentlich von einem Eis geträumt hat.
All diese liebevollen Details und die Beschreibungen von Paris, seiner Licht- und seiner Schattenseiten, machen den Charme des Buches aus.
Ich empfehle euch auf jeden Fall, euch auf die Suche nach der Mona Lisa zu machen und dabei so viel mehr zu entdecken.

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Ein neuer Lebensabschnitt

Eine vollständige Liste aller Dinge, die ich vergessen habe von Doris Knecht

Die namenlos gebliebene Protagonistin steht an einem Scheideweg. Der Mann ist weg; die Kinder haben das Abitur gemacht, Zwilling, und werden ausziehen; das Eine möchte, das andere Kind macht es auch. Damit verbunden steht dann ein Auszug an, denn alleine kann sie die Wohnung nicht mehr halten und außerdem ist sie auch zu groß für sie.

Sie ist Mitte 50, reflektiert ihr Leben und es gibt im Text immer wieder Rückblicke. Sie vergleicht sich mit ihren Schwestern, fühlt sich unzulänglich, aber später im Buch dann doch wieder weniger.
Ein Buch, das mich ebenfalls sehr zum Nachdenken gebracht hat und zwischendurch musste ich auch lachen, als es zum Beispiel um die Geschichte mit dem Pass ging.
Ein Buch, das mit seinen 240 Seiten nicht sehr lang ist, aber dennoch war es lang genug, um diese Geschichte zu Ende zu erzählen.
Ein Buch, das eine Entwicklung durchmacht, das seine Leser aber durchaus fordert.

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Besuch in/aus einer virtuellen Welt

Askendor – Spiel mit der Wirklichkeit von Silke Schellhammer

Florentine ist fünfzehn Jahre alt und sie hat so gut wie nie Freizeit, denn ihre Mutter hat ihren Alltag komplett "durchgetaktet", ob es nun französische Konversation, Klavierspiel oder was auch immer ist. Hauptsache, ihre Tochter lernt und ist überall die Beste. Zum Glück ist Florentine wohl auch sehr intelligent und kann das straffe Programm durchziehen.

Dennoch ist sie am liebsten im chaotischen Haushalt ihrer Freundin Paula, die noch drei jüngere Geschwister hat. Als sie dem 12jährigen Finn bei den Hausaufgaben für den Lateinunterricht hilft und dieser mal das Zimmer verlassen muss, lernt sie zufällig das Computerspiel Askendor kennen und meldet sich daraufhin auch an. Mit folgenreichen Konsequenzen, denn sie hat es sich nicht eingebildet, der Herrscher von Askendor, Thosse von Baar, hat sie tatsächlich sehen können. Und dann landet sie auch noch urplötzlich in dem Spiel...
Eine interessante Ausgangssituation, eine Vermischung von realer und virtueller Welt. Allerdings hat die Autorin sich immer wieder zu lange mit Nebensächlichkeiten aufgehalten, die die Handlung nicht so sehr voran gebracht haben und im Endeffekt auch gar nicht so wichtig waren. Insgesamt gesehen hat mir das Buch schon gefallen, allerdings wäre eine Straffung und etwas mehr Spannung besser gewesen.

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Gefährliches Spiel

The Game - Das Spiel erwacht von Christian Tielmann

Macke lebt mit seiner Mutter in eher einfachen Verhältnissen während sein Freund Piddy aus einem reichem Elternhaus stammt. Macke trainiert als Stuntman, aber da läuft es gerade nicht so gut und seine Pläne für die Sommerferien haben sich zerschlagen. Aber Piddy hat eh andere Pläne: er hat nicht nur für sich einen Platz im The Game erspielt, sondern auch für Macke, dabei kennt der das Spiel doch gar nicht und außerdem hätte seine Mutter die Teilnahmekosten, die auch noch anfallen, nie bezahlen können.

Also auf ins Game, das von einer großen Glaskuppel abgeschirmt wird. Piddy und Macke kommen in Team blau und gemeinsam mit Sepia und Lisa müssen sie die Missionen meistern. Schon bald fällt Macke auf, versucht es aber immer wieder zu vertuschen. Allerdings gerät das Spiel recht schnell aus dem Ruder und es gibt keine Möglichkeit mehr auszusteigen, das Safe-Word funktioniert nämlich nicht und das Spiel wird gefährlich.
Spannend und temporeich geschrieben konnte mich der erste Band gut unterhalten.

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Anna und Fritz ermitteln wieder

Fräulein Anna, Gerichtsmedizin von Petra Aicher

Bereits am Cover erkennt man gut, dass es sich hier um eine Fortsetzung handelt bzw. dass die beiden Bücher zu einer Reihe gehören. Ähnliches Foto, aber nicht das gleiche Bild - das gefällt mir gut. Hoher Wiedererkennungswert ist gerade bei (Krimi-)Reihen ein wichtiger Aspekt für mich.
Ich denke, das Buch lässt sich auch gut lesen, wenn man den Vorgänger nicht kennt, aber es ist ja immer schöner, wenn man bei einer solchen Reihe auch die Hintergrundgeschichte der Protagonisten und weiterer Personen weiterlesen kann und sie "ein Stück des Lebensweges" begleiten kann.

Allerdings ist es auch gut, wenn man dieses Vorwissen nicht unbedingt benötigt und somit mehr Leser*innen erreichen kann.
Der Erste Weltkrieg, das Ineinandergreifen der Allianzen, die ganzen Zwänge, die Kriegseuphorie zu Beginn des Krieges, all das spielt hier neben dem Kriminalfall auch eine große Rolle und wurde gut eingebunden.
Der Fall, der mit einem toten Baby beginnt, ist nicht ohne. Die Ermittlungen führen die Leser auf manch eine falsche Fährte.
Insgesamt ein gelungener zweiter Band, der gut das Zeitempfinden darstellt und dennoch nicht immer düster ist, sondern auch unterhalten konnte.

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Keine einfache Lektüre

Rattensommer von Juliane Pickel

Ein Buch, dessen Cover komplett in rot gehalten ist, darauf sieht man vorne zwei Mädchen in Rückenansicht nebeneinander sitzen, im (stillgelegten) Freibad. Toll gemacht fand ich die kleinen blauen Akzente. Das ist auf jeden Fall ein Cover, das auffällt und Fragen aufwirft.
Es ist keine einfache Lektüre, das gleich vorweg.

Keine Sommerliebesgeschichte, kein spannender Kriminalfall.
Keine Geschichte, bei der man sofort in die Kategorien "gut" oder "böse" einsortieren kann.
Keine Geschichte, bei der man die Protagonistin oder Protagonistinnen sofort mag und mit ihnen fühlt, sich ihnen verbunden fühlt. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Lou, doch es geht um Sonny. Beide sind 15 Jahre alt. Kein einfaches Alter. Und dann kommt noch dazu, dass der Mörder der Mutter zurückkehrt.

Aber eine Geschichte, die fordert. Eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt.
Eine Geschichte, in dem es auch um Grausamkeiten geht. Um niedere Gefühle.
Um eine schwierige Situation. Wer jedoch eine locker-leichte Sommerromanze oder Freundinnengeschichte erwartet, wird sie hier nicht finden.
Ein Buch, das durchaus sperrig ist und gerade deswegen anders ist, Beachtung verdient hat.

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