Kunden em pfehlungen
Rezensionen von tweedledee:
Serienkiller
The Killer Profile von Helen Fields
Midnight Jones arbeitet in London bei einer modernen Biotech-Firma und wertet Persönlichkeitstests aus. Als sie ein außergewöhnliches Profil entdeckt, das psychologisch auffällig ist und dem eines Serienkillers entspricht, meldet sie den Fund ihren Vorgesetzten, doch die sind nicht amused und spielen den Vorfall herunter.
Als in der Nachbarschaft von Midnight eine junge Frau brutal ermordet wird, ist sich Midnight sicher, dass der Täter der Mann mit dem auffälligen Persönlichkeitsprofil ist. Und sie weiß dass er ihren Namen kennt...
"The Institution" hatte ich verschlungen und auf einen weiteren spannenden Thriller gehofft. Die Geschichte fängt auch spannend an, plätschert dann aber lange Zeit dahin, ohne die Spannung zu bieten, die ich bei einem Thriller erwarte.
Man lernt Midnight und ihr Umfeld kennen, leider bin ich mit Midnight nicht wirklich warm geworden. Sie war für mich trotz aller Infos nicht greifbar und sympathisch, um richtig mitfiebern zu können.
Die Handlung ist ziemlich geradlinig ohne große Überraschungen, was ich etwas enttäuschend fand. Ich habe bis zum Schluss auf DIE Wendung gewartet, die aber nicht kam.
Fazit: Der Thriller liegt im Mittelfeld und kommt an "The Institution" leider nicht ran.
der dritte Fall für Hanna Ahlander
Blutbuße von Viveca Sten
Blutbuße ist der dritte Fall für das Ermitterteam Hanna Ahlander/Daniel Lindskog. Ich habe die ersten beiden Bücher auch gelesen, so dass ich mit den Personen vertraut war und problemlos in die Handlung einsteigen konnte. Die Story beginnt spannend und spielt anfangs in zwei Zeitlinien. Es wird schnell klar, dass der aktuelle Mord mit den Ereignissen in der Vergangenheit zu tun haben muss.
Die Ermittlungen laufen an, sie sind detailliert und authentisch geschildert, lassen aber Spannung vermissen. Das Privatleben, das die Ermittler erst plastisch macht, ist für meinen Geschmack hier zu ausufernd, verliert sich in Details. Gefühlt zieht sich die Handlung im Mittelteil wie Kaugummi, ich hatte nicht das Bedürfnis unbedingt wissen zu müssen, wie die Geschichte aus geht. Zumal das Motiv vorhersehbar war.
So spannend ich den Anfang der Reihe fand, so enttäuscht bin ich von diesem Teil, der für mich der bisher schwächste ist.
Ich hoffe dass mich die Fortsetzung wieder so begeistern kann, wie Band eins.
Stalker?
Stalker – Er will dein Leben. von Arno Strobel
Eric Sanders steht eigentlich auf der Bühne, doch eine Rolle beim Münchner Tatort macht ihn über Nacht bekannt. In den sozialen Medien wird er gefeiert, seine Profile ziehen immer mehr Follower und Fans an. Es könnte nicht besser laufen für Eric, bis jemand beginnt, in seinem Namen Posts zu verfassen und seine Identität übernimmt.
Letztlich nimmt der Unbekannte Kontakt mit ihm auf: Eric soll gestehen, dass er als 11jähriger einen Mord begangen hat. Eric hat keine Ahnung, doch er muss sich erinnern, damit seine Lieben überleben können.
Ich hatte das Buch nach ca. 30 Seiten erst mal abgebrochen, weil es mich so gar nicht abgeholt hat. Der Schreibstil liest sich sehr schlicht, was für mich eigentlich das größte Manko ist, mit Eric Sanders bin ich nicht warm geworden.
Nach einigen Tagen habe ich weiter gelesen, es wurde besser und ich war endlich in der Handlung drin. Teils hatte ich den richtigen Riecher, einiges wirkt arg konstruiert, doch mit dem Ende hat mich der Autor absolut überrascht. Dennoch bleibt die Enttäuschung über den einfachen Schreibstil, ansonsten hätte das Buch einen Stern mehr verdient.
ruhiger Krimi, der etwas mehr Spannung vertragen könnte
Im Unterholz von Sara Strömberg
Schauplatz Schweden, im Hinterland. Die ehemalige Journalistin Vera Bergström musste sich nach der Schließung der Zeitungsfiliale neu orientieren. In der örtlichen Schule hat sie einen Job als Aushilfslehrerin gefunden, der sie jedoch nicht erfüllt. Sie trauert der Zeit nach, als sie als Journalistin unterwegs war und noch eine intakte Beziehung hatte.
Als einige Dörfer weiter eine Frau ermordet im Wald gefunden wird, erhält sie von ihrem ehemaligen Chef den Auftrag, zu recherchieren und die Stimmung der Bevölkerung einzufangen. Je mehr Vera bohrt, desto mehr alte Geheimnisse kommen als Licht.
Das Buch ist für mich ein "Eigentlich"-Buch. Eigentlich eine gute Idee, eigentlich eine nette Protagonistin, eigentlich nicht schlecht zu lesen. Wenn da nicht das gewisse Etwas fehlen würde. Die Stimmung, Atmosphäre in Schweden ist gut eingefangen, nutzt sich aber im Verlauf ab. Vera ist mir eigentlich sympathisch, aber sie hängt noch zu sehr an der Vergangenheit, an ihrem Mann der sie für eine andere verlassen hat. Sie wirkt lethargisch, bekommt ihr Leben nicht wirklich auf die Reihe. Als Journalistin hat sie mir gefallen, allerdings möchte ich manche Dinge nicht wirklich erfahren, z. B. wie oft und wie stark ihre Zwischenblutung ist. WTF? Die Story ist in Ordnung, insgesamt ist mir das Setting aber zu düster und ich vermisse die Spannung.
ganz großes Kino
Bis in alle Endlichkeit von James Kestrel
Schauplatz San Francisco: Lee Crowe ist früh morgens in seiner Funktion als Privatdetektiv unterwegs, als er auf die Leiche einer jungen Frau stößt. Offensichtlich ist sie aus einem Gebäude gesprungen und auf dem Dach einer Luxuskarosse gelandet. Instinktiv schießt Crowe Fotos, um sie gewinnbringend zu verkaufen.
Als ihn die Mutter der Toten engagiert, um den vermeintlichen Selbstmord aufzuklären, wird es turbulent. Nichts ist, wie es scheint.
Wow, dieser Thriller ist für mich ein Highlight 2024, meine Erwartungen wurden übertroffen. Angefangen beim atmosphärischen, bildhaften Schreibstil, der mich an alte düstere s/w Detektivfilme erinnert, in denen sich ein Detective mit Schlapphut an die Aufklärung eines Verbrechens macht. Nur dass die Handlung in der Gegenwart spielt, aber die Atmosphäre, die Kulisse hat mich irgendwie an die 50er/60er erinnert.
Lee Crowe ist gewieft, was ein einfacher Auftrag zu sein scheint, entwickelt sich zu einer ernsten Bedrohung für ihn, die ihn in Lebensgefahr bringt. Lee kommt sympathisch rüber, er ist sehr gut charakterisiert, ebenso die anderen Figuren. Sie wirken authentisch und glaubwürdig.
Besonders gut sind die Wendungen gelungen, die die Handlung in immer neue Richtungen lenken. Es bleibt zu jedem Zeitpunkt spannend, die Geschichte legt ein hohes Tempo vor und bietet Spannung bis zum Ende.
Fazit: Ein außergewöhnlicher Thriller der es in sich hat. Ganz großes Kino!
wo ist Julia?
Nacht der Verräter von Horst Eckert
Max Bauers Frau Julia hat aus ihrer Vergangenheit immer ein Geheimnis gemacht. Für Max kein Problem, er liebt sie und die kleine Tochter. Als Julia von einer Party bei Max Familie spurlos verschwindet, nutzt Max als Polizist seine Beziehungen um seine Frau zu finden. Als Max von Kollegen zu seinen umtriebigen Brüdern befragt wird, fällt er aus allen Wolken.
Seine Familie kann doch nichts mit Drogengeschäften zu tun haben. Oder doch? Max wird genötigt, seine Familie auszuspionieren. Hat er eine andere Wahl?
Dieses Standalone von Horst Eckert hat mich auf ganzer Linie überzeugt. Schreibstil: klar und präzise. Figurenzeichnung: pefekt. Tempo und Spannung: hoch. Wendungen und Überraschungen. Was will man mehr?
Max ist nicht der typische Held mit der weißen Weste, aber in seinem Dilemma glaubwürdig und trotz allem sympathisch. Dass er nicht immer die richtigen Entscheidungen trifft: geschenkt.
Ich fand die Story unheimlich fesselnd, hätte am liebsten am Stück gelesen.
Der Thriller kommt diesmal ganz ohne politische Aspekte aus, was mir sehr zusagt. Schade dass keine Fortsetzung geplant ist.
Fazit: Temporeicher Thriller mit viel Spannung.
ewiges Leben?
Die Abschaffung des Todes von Andreas Eschbach
"Die Abschaffung des Todes" heißt das neueste Werk von Andreas Eschbach. Dieses Ziel haben die Gründer des Unternehmens Youvatar und suchen für die Verwirklichung ihres Projekts noch zahlungskräftige Kunden.
James Windover, seines Zeichens Herausgeber einer Online Zeitung für Milliardäre, die vorrangig Themen aus Wirtschaft, Finanzwelt oder Wissenschaft für ihre Leser sachlich aufbereitet, reist stellvertretend für seine Kundin Anahit Kevorkian zur Auftaktveranstaltung von Youvatar.
Er soll einschätzen, ob es sich für Anahit lohnt, in das Unternehmen zu investieren. James ahnt nicht, worauf er sich eingelassen hat.
In gewohnt eschbach-typischem Schreibstil wird die Geschichte aufgerollt, man lernt James kennen, der very british wirkt. Eschbach zeichnet seine Charaktere präzise und detailreich, so dass die Figuren unverwechselbar wirken. Die Backgrundinformationen zu James und seinem Privatleben lassen ihn sehr real wirken.
Die Thematik ist aktuell, viele wissenschaftliche Details zeigen, wie gut der Autor recherchiert hat. Wobei mich einige Stellen, an denen er zu sehr ins Detail geht, ermüdet haben. Eschbach beleuchtet das Thema auch philosophisch, was zwar interessant ist, aber auch das Tempo aus der Story nimmt.
Ich habe die Geschichte gespannt verfolgt und war an James Windover ganz nah dran, allerdings habe ich nicht die Spannung bekommen, die ich bei einem Thriller erwarte. Es gibt zwar Action und etwas Spannung, aber erst im letzten Drittel, für meinen Geschmack zu spät.
Fazit: Fesselndes Thema mit vielen wissenschaftlichen Details.
fesselnder Thriller mit Gänsehauteffekt
Lupus von Tibor Rode
Von Tibor Rode habe ich alle Bücher gelesen, ich schätze seinen Schreibstil und die Recherche zu den jeweiligen Themen. In seinem neuesten Werk geht es, wie der Titel schon sagt, um den Wolf. Das Cover passt perfekt dazu. Die Handlung ist in Vorpommern verortet, Hauptprotagonisten sind hier die Tierärztin Jenny Rausch und der Staatsanwalt Frederik Bach.
Jenny ist nicht nur Veterinärin, sondern auch die Wolfsbeauftragte des Kreises. Es passieren zeitgleich mehrere Dinge: Jennys Vater ist verschwunden, im Wald wird eine riesige Blutlache gefunden, direkt neben dem Auto ihres Vaters und es gibt Wolfssichtungen.
Ich fand das Thema und die Hintergrundinformationen wieder mal spannend, der Autor versteht es Fakten mit Fiktion zu verweben. Ich mag es, wenn man bei der Lektüre noch etwas lernt, diesmal geschichtliche Hintergründe und Infos über die Insel Riems. Das Tempo ist hoch, genauso die Spannung.
Fazit: Fesselnder Thriller mit Gänsehauteffekt.
cold case
Das Dickicht von Nikolas Kuhl; Stefan Sandrock
Die Leseprobe hatte mich nicht wirklich überzeugt, ich habe dem Buch trotzdem eine Chance gegeben und bin positiv überrascht. Hier ermitteln zwei ganz unterschiedliche Typen, Juha und Lux. In ihrem aktuellen Fall geht es um die Entführung eines Mädchens, diese gibt Anlass sich mit einem viele Jahre zurückliegenden und längst geschlossenen Fall wieder zu beschäftigen.
Juha war damals als Frischling bei der Aufklärung eines Entführungsfalls involviert, bei dem der vierzehnjährige Daniel Boysen in einer Kiste unter der Erde qualvoll erstickte. Der Mörder hat bequemerweise Selbstmord verübt, so dass er nicht mehr befragt werden konnte. Jetzt kommen Zweifel auf und Juha und Lux bekommen grünes Licht, erneut in dem alten Fall zu ermitteln.
Der Schreibstil lässt sich schön flüssig lesen und ist up to date, die beiden Ermittler wirken sympathisch. Der Fall ist logisch aufgebaut und in sich schlüssig. Hätte insgesamt etwas mehr Spannung vertragen können, hat mich dennoch bestens unterhalten.
Fazit: Gelungener Auftakt zu einer neuen Reihe, ich werden die Fortsetzung auf jeden Fall lesen.
fesselnder Krimi
Glutmoor von Lars Engels
Glutmoor, der zweite Teil der Reihe von Lars Engels war für mich der erste. Auch ohne Vorwissen hatte ich keine Probleme, mich in der Story zurechtzufinden. Eingestreut in die Handlung finden sich immer wieder mal Informationshäppchen, die mich neugierig auf den ersten Teil machen.
Worum geht es? Es startet mit einem Blick in die Vergangenheit: Ein Mann flüchtet aus der ehemaligen DDR durch den Todesstreifen, er schafft es knapp, während sein Freund stirbt.
In der Gegenwart ermitteln Kriminalhauptkommissar Janosch Janssen und Kriminaloberrätin Diana Quester, seine Schwiegermutter, in dem Fall einer Mehrfachtötung. Eine ganze Familie wurde mit Kopfschüssen hingerichtet, nur die erwachsene Tochter, die abwesend war, überlebt. Die Ermittlungen gehen in verschiedene Richtungen...
Ich fand die Figurenzeichnung gut, Janosch ist sympathisch, wenn auch nicht immer professionell. Für ihn ist die Ermittlung besonders schwer, da seine Frau schwanger ist und die überlebende Tochter eine enge Freundin von ihr ist. So ist er persönlich involviert und reagiert evtl. anders, als mit genügend Abstand.
Die Handlung ist fesselnd und wird zum Ende hin immer spannender, bis zum finalen Showdown.
Fazit: Hat mir sehr gut gefallen, ich werden den ersten Teil auf jeden Fall nachholen und freue mich auf eine Fortsetzung.











