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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von tweedledee:

fesselnd, aber etwas wenig Spannung

Der Mädchenwald von Sam Lloyd

Der Debütthriller von Sam Lloyd spielt in England. Die 12jährige Elissa ist zum ersten Mal bei einem Schachturnier, sie wird auf dem Parkplatz des Hotels, in dem der Wettbewerb stattfindet, entführt. Ihre Mutter ist am Boden zerstört, zum Glück gibt es einen Zeugen, der die Entführung beobachtet hat.

Die Ermittlerin Mairéad leitet die Ermittlungen und erkennt bald, dass Elissa vom gleichen Entführer gekidnappt wurde, der im Verlauf von Jahren mehrere Kinder entführt hat. Mairéad kämpft gegen die Zeit, sie weiß dass die ersten Stunden und Tage entscheidend sind, um ein Entführungsopfer lebend zu finden.

Der Thriller hat mir gut gefallen, er ist von Anfang an fesselnd und gut erzählt. Die Kapitel, in denen Elijah auftaucht, fand ich verstörend. Er freundet sich mit Elissa an, sie "spielen" Hänsel und Gretel im Lebkuchenhaus. Elissa merkt, dass mit Elijah etwas nicht stimmt und versucht ihn zu manipulieren. Elijah ist von Elissas Schachfiguren fasziniert und möchte unbedingt lernen, Schach zu spielen. Elissa verspricht, es ihm beizubringen. Sie sieht darin eine Chance, ihrem Entführer zu entkommen.

Ich fand das Buch fesselnd, weil es immer wieder neue Wendungen gibt, die ich nicht erwartet hätte. Spannungstechnisch hätte ich mir mehr gewüscht, erst der Showdown am Schluss ist wirklich spannend. Und mir fehlen am Ende noch ein paar Informationen, was die Motivation des Entführers angeht, die bleibt leider etwas im Dunkeln. Für ein Debüt ist der Thriller auf jeden Fall gut, ich werde mir den Autor merken.

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Lucs persönlichster Fall

Baskische Tragödie von Alexander Oetker

"Baskische Tragödie" ist wohl Luc Verlains persönlichster Fall. Im Aquitaine werden an den Stränden unzählige Pakete angespült, Fracht, die während eines Sturms verloren ging. Ein kleiner Junge kann der zuckerartigen Substanz, die aus einem Paket quillt, nicht widerstehen, probiert und fällt ins Koma.

Es stellt sich heraus, dass die Pakete reinstes Kokain enthalten. Luc Verlain übernimmt den Fall, doch bevor die Ermittlungen anlaufen, wird Luc wegen Mordverdachts und Drogenschmuggel verhaftet. Er kann entkommen, sein Weg führt ihn nach San Sebastian in Spanien, wo er versucht herauszufinden, wer ihn in diese Situation gebracht hat.

Ich habe alle Teile der Reihe gelesen, auch dieser hat mich von der ersten Seite an gepackt. Alexander Oetker schafft es perfekt, das Frankreichfeeling in seinen Krimis aufleben zu lassen, die Atmosphäre kommt klasse rüber. Da ich die Gegend kenne, hatte ich die Szenerie bildlich vor Augen und fühlte mich direkt ins Aquitaine versetzt. Zum Lokalkolorit trägt auch die Beschreibung der landestypischen Speisen und Weine, diesmal besonders der baskischen, bei.

Man merkt, wie Luc leidet, auf der anderen Seite des Gesetzes zu stehen, wie ein Verbrecher behandelt zu werden, obwohl er sich nichts zuschulden kommen ließ. Er sorgt sich um die Menschen, die ihm wichtig sind, denn auch sie geraten ins Fadenkreuz des Drahtziehers. Luc kommt so authentisch rüber, man hat das Gefühl ihn fast persönlich zu kennen, erfährt in diesem Teil wieder etwas über seine Vergangenheit.

Die Handlung ist turbulent und spannend, Lucs Flucht nach Spanien und der Versuch, Licht ins Dunkel zu bringen ist temporeich dargestellt. Ich hatte keine Ahnung wie alles zusammen hängt, konnte wunderbar miträtseln. Hier passt für mich alles, Schreibstil, Charaktere, Handlung, Atmosphäre. 5 verdiente Sterne.

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Pageturner

Geburtstagskind von Anders Roslund

"Geburtstagskind" von Anders Roslund beginnt mit schockierenden Szenen. Zana hat Geburtstag, sie ist 5 geworden. Die Geburtstagstorte steht auf dem Tisch, die Kerzen erloschen, Zana hüpft durch das Zimmer und singt "Hochsollsieleben". Sie weiß, es ist ihr Ehrentag. Doch ihre Familie sitzt tot in der Wohnung, was das Kind Zana nicht begreift.

Fast drei Tage verbringt Zana mit den Toten in der Wohnung, bis Nachbarn auf den merkwürdigen Geruch aufmerksam werden. Ein Fall, der Kommissar Ewert Grens nie losgelassen hat, denn den Mörder hat er nie ermitteln können. 20 Jahre später: Jetzt gibt es wieder Morde, genau wie Zanas Familie werden die Opfer mit 2 Schüssen in den Kopf hingerichtet. Das lässt nur einen Schluss zu: Der Mörder von vor 20 Jahren ist zurück. Wow, was für ein genialer Krimi. Mein erstes Buch des Autors, es wird bestimmt nicht das letzte gewesen sein. Der Schreibstil ist anspruchsvoll, die Geschichte von Anfang an fesselnd. In verschiedenen Strängen wird die Story erzählt, was für eine eigene Dynamik sorgt. Ewert Grens ermittelt in den neuen Mordfällen, er spannt den ehemaligen Undercoveragenten Hoffman ein, der ihm hilft und auf Spurensuche geht. Gleichzeitig versucht Grens im Alleingang herauszufinden, wer die Familie von Hoffman bedroht, sie helfen sich gegenseitig. Ich habe die Handlung atemlos verfolgt, sie ist dicht und es gibt so einige Überraschungen, mit denen ich echt nicht gerechnet hätte. Es gibt auch einige brutale Szenen und Action, die aus dem Krimi einen Thriller machen. 5 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung für diesen megaspannenden Krimi.

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42 Grad

42 Grad von Wolf Harlander

42 Grad, ein Thriller auf den ich wirklich gespannt war. Die Thematik interessiert mich, vor allem da die letzten beiden Sommer heiß und regenarm waren, das Szenario vorstellbar ist. Insofern hatte ich hohe Erwartungen, die leider nicht erfüllt wurden.

Vom Aufbau her erinnert das Buch an diverse Katastrophen-Blockbuster, man springt von einem Strang zum anderen, lernt verschiedene Protagonisten kennen, deren Wege sich erst gegen Ende kreuzen.

Was mir normalerweise gut gefällt, da dadurch eine ganz eigene Dynamik entsteht. Hier jedoch waren es mir zu viele Stränge, immer wieder wird die Spannungskurve durch Perspektivwechsel unterbrochen. Schade. Ein weiterer Punkt ist der Schreibstil, der sehr schlicht ausfällt. Klar, so lässt sich die Story schnell und flüssig lesen, macht aber nicht wirklich viel Spaß. Ein etwas anspruchsvollerer Schreibstil geht auch bei Thrillern.

Ich habe die Story verfolgt, aber so wirklich fesseln konnte mich die Handlung trotz des spannenden Themas leider nicht. Streckenweise zäh, zu ausufernd, es fehlte der Drive. Hier hätte man die Handlung straffen können. Die Protagonisten waren ganz sympathisch, mehr auch nicht, keine herausragende Figur, sondern Durchschnitt. Einige Stellen waren für mich leider zu unrealistisch, eine Seniorin verdurstet innerhalb kürzester Zeit, sie wird bei der Evakuierung vergessen, keiner merkt es? Ne, das war mir zu unrealistisch.

Alles in allem habe ich das Buch gern gelesen, ein wirklicher Thriller ist es in meinen Augen nicht. Meine Erwartungen waren wohl zu hoch. 3 Sterne.

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schöne neue Welt?

Paradise City von Zoë Beck

Paradise City spielt in Deutschland, in der nahen Zukunft. Das Leben hat sich durch den Klimawandel und Pandemien sehr verändert. Die überlebenden Menschen leben in Megacities, das Land ist weitgehend unbewohnt. Die meisten Krankheiten sind ausgemerzt, jeder trägt ein Smartcase bei sich, das ihn überwacht, die Wege registriert und sogar den Körper auf Krankheitssymptome scannt.

Liina ist Reporterin, von ihrem Chef bekommt sie den Auftrag in die Uckermark zu reisen um dort Zeugen zu interviewen. Zwei Männer haben eine Frau gefunden, die angeblich von einem Schakal gebissen wurde.

Doch dann überschlagen sich die Ereignisse, ihr Chef hat einen furchtbaren Unfall, eine Kollegin wird ermordet. Brisant: Beide waren der gleichen Story auf der Spur....

Der eingängige Schreibstil macht es einfach schnell in die Story einzusteigen. Die schöne neue Welt, in der Liina lebt, ist beängstigend. Jeder Schritt wird überwacht, Kameras überall, wer das Smartcase mal ausschaltet macht sich verdächtig. Der Individualverkehr ist abgeschafft, die Regierung kontrolliert die Medien. Liina ist schön gezeichnet, sie ist sympathisch. In eingeschobenen Kapiteln erfährt man mehr über ihre Vergangenheit, auch dass es Menschen gibt, die sich der totalen Kontrolle entziehen.

Die Geschichte ist spannend, es gibt immer wieder Wendungen die überraschen. Das Ende kommt leider viel zu schnell, es werden auch nicht alle Fragen geklärt. Leider verliert die Geschichte im letzten Drittel an Spannung, so dass ich einen Punkt abziehe. Nichts desto trotz hat mir das Buch sehr gut gefallen, eine Dystophie die hoffentlich nie eintritt.

Paradise City spielt in Deutschland, in der nahen Zukunft. Das Leben hat sich durch den Klimawandel und Pandemien sehr verändert. Die überlebenden Menschen leben in Megacities, das Land ist weitgehend unbewohnt. Die meisten Krankheiten sind ausgemerzt, jeder trägt ein Smartcase bei sich, das ihn überwacht, die Wege registriert und sogar den Körper auf Krankheitssymptome scannt.

Liina ist Reporterin, von ihrem Chef bekommt sie den Auftrag in die Uckermark zu reisen um dort Zeugen zu interviewen. Zwei Männer haben eine Frau gefunden, die angeblich von einem Schakal gebissen wurde.

Doch dann überschlagen sich die Ereignisse, ihr Chef hat einen furchtbaren Unfall, eine Kollegin wird ermordet. Brisant: Beide waren der gleichen Story auf der Spur....

Der eingängige Schreibstil macht es einfach schnell in die Story einzusteigen. Die schöne neue Welt, in der Liina lebt, ist beängstigend. Jeder Schritt wird überwacht, Kameras überall, wer das Smartcase mal ausschaltet macht sich verdächtig. Der Individualverkehr ist abgeschafft, die Regierung kontrolliert die Medien. Liina ist schön gezeichnet, sie ist sympathisch. In eingeschobenen Kapiteln erfährt man mehr über ihre Vergangenheit, auch dass es Menschen gibt, die sich der totalen Kontrolle entziehen.

Die Geschichte ist spannend, es gibt immer wieder Wendungen die überraschen. Das Ende kommt leider viel zu schnell, es werden auch nicht alle Fragen geklärt. Leider verliert die Geschichte im letzten Drittel an Spannung, so dass ich einen Punkt abziehe. Nichts desto trotz hat mir das Buch sehr gut gefallen, eine Dystophie die hoffentlich nie eintritt.

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