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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von CanYouSeeMe:

Die Frauen von Schönbrunn

Die Frauen von Schönbrunn von Beate Maly

"Die Frauen von Schönbrunn" von Autorin Beate Maly verspricht einen Roman rund um den Wiener Tiergarten Schönbrunn. Der Titelzusatz "Ein Leben für das Wohl der Tiere" tut sein übriges. Ich habe einen Plot rund um die Arbeit mit den Tieren, die Schwierigkeiten des ersten Weltkrieges und die Bemühungen der Frauen von Schönbrunn erwartet.

All das habe ich auch bekommen - verdeckt von einer Liebesgeschichte, die für mich zu wenig Raum für die restlichen Handlungsinhalte gelassen hat. Dies ist auch schon mein größter Kritikpunkt, einfach, weil ich es nicht erwartet habe und es der eigentlichen Handlung in meinen Augen auch keinen nennenswerten Vorteil gibt.

Emma und Julius sind sympathische Charaktere, sie sind nicht zu eindimensional, auch wenn mir ein wenig Tiefe in der Charaktergestaltung gefehlt hat. Die Liebesgeschichte hätte ich nicht gebraucht - zwei Menschen können ein gemeinsames Ziel verfolgen und zusammen arbeiten, ohne sich schmachtend anzusehen oder sich nacheinander zu verzehren... Ich habe dennoch gern mit Emma und Julius mitgefiebert - auch wenn der Plot mir von Anfang an klar war und mich keine Wendung überraschen konnte.
Die Handlung an sich hat mir gefallen, die Nöte, die der Krieg mit sich brachte wurden gut und gnadenlos aufgezeigt. Vielleicht wird im Folgeband noch etwas auf den weiteren Verlauf nach dem Krieg eingegangen - ich würde es mir wünschen.

Der Schreibstil hat mich am Lesen gehalten, er ist angenehm und flüssig. Die Sprache passt gut zu Setting und Zeit, wirkte authentisch.

Insgesamt ist dieses Buch nicht ganz das, was ich erhofft habe. Dennoch hatte ich Spaß beim Lesen und werde voraussichtlich auch den folgenden Band "Die Kinder von Schönbrunn" lesen.

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Der Schleifenmörder

Perfect Day von Romy Hausmann

Nachdem ich "Martha schläft" von der Autorin geradezu verschlungen habe, war ich sehr gespannt auf den neuen Thriller der Autorin Romy Hausmann.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und kommt auf den Punkt, ohne dabei zu knapp zu sein. Die Sprache passt sich den Charakteren an und ist lebendig.

Sprachlich bin ich begeistert.
Die Handlung wird vorwiegend aus der Perspektive von Ann geschildert. Es gibt kapitelweise jedoch auch andere Zeit- und Erzählstränge. Diese kapitelweisen "Ausreißer" aus Anns Wahrnehmung, die wir als Leser:innen teilen, haben mir geholfen einen besseren Überblick zu erhalten und nicht zu sehr auf Anns Perspektive zu vertrauen.
Die Handlung ist, wie erwartet, zunächst wirr, bruchstückhaft und lässt sich im Verlauf immer besser zusammenfügen.

Von anderen Büchern dieses Genres bin ich eher eine steil ansteigene Spannungskurve gen Ende des Buches gewohnt, hier ist es nicht der Fall. Die eigentliche Spannung verläuft kurvenhaft im mittleren Teil des Buches. Der letzte Teil ist ein leiser Abschluss. Die eingebaute Liebesgeschichte hätte für meinen Geschmack nicht sein müssen, so ganz habe ich die Message dahinter und den Bezug zur restlichen Handlung des Buches nicht verstanden...

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Ein Sohn der Stadt

Ein Sohn der Stadt von Kent Haruf

Die Bücher von dem Autor Kent Haruf lese ich sehr gern, insbesondere der Schreibstil des Autors mit seiner Geradlinigkeit und Schnörkellosigkeit gefällt mir sehr. Die Sätze sind eher kurz gehalten und verlieren sich fast nie in ausschweifenden Ausführungen. Die Sprache ist klar und auf den Punkt.

Inzwischen ist mir die Kleinstadt Holt sehr vertraut, ich bin immer wieder erstaunt, welche Geschichten sich in dieser fiktiven Kleinstadt abspielen. So auch in diesem Buch "Ein Sohn der Weite". Jack Burdette steht unabstreitbar im Mittelpunkt der Geschehnisse, so ist er doch Auslöser für beinahe alle Geschehnisse, die Erzählperspektive ist jedoch die von Zeitungsverleger Pat. Somit hat man als Leser:in zunächst eine gewisse Distanz, steht dann im Verlauf der Handlung auf einmal mitten drin.
Die Handlung ist, typisch für Kent Haruf, nicht sonderlich ausschweifend erzählt. Dennoch bleiben Emotionen und aufwühlende Beschreibungen nicht fern - mich konnte die Story gut abholen und mittnehmen. Der Autor schafft es das alltägliche Leben sehr klar und treffsicher darzustellen, nichts wirkt übertrieben oder maßlos. Ich habe mich in die Charaktere hineinversetzen können und mich hat der Verlauf der Handlung zu Teilen überrascht.

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Schwarzes Herz

Schwarzes Herz von Jasmina Kuhnke

Auf die Härte und Wucht dieses Buches war ich in keinster Weise vorbereitet. Der Autorin Jasmina Kuhnke gelingt es mit diesem Buch sehr direkt und schonungslos eine Wirklichkeit zu gestalten, die ich in meinem bisherigen Leben zum Glück nicht erfahren habe.
Die Ich-Erzählerin des Buches schildert, nicht chronologisch, aber inhaltlich stringent, rassistische, sexistische, übergriffige und gewalttätige Erlebnisse und ist dabei so authentisch und durchlässig, dass ich als Leserin davon komplett emotional eingenommen war.

Zum Atmen kommt weder die Protagonistin, noch ich beim Lesen - Es geht Schlag auf Schlag, ein Übergriff folgt auf den nächsten, es herrscht eine unterschwellige Anspannung, die sehr gut transportiert wird.
Die Kapitel des Buches sind ziemlich kurz, einige sind nur eine Seite lang. Dadurch, und durch die direkte Sprache, habe ich das Buch recht flüssig lesen können. Das Buch wirkt kurzweilig und hängt doch sehr lang nach...
Hier werden wichtige Themen aus einer bisher noch nicht ausreichend gehörten Perspektive angesprochen. Die Schonungslosigkeit und Direktheit wirken dabei wie ein Vergrößerungsglas.

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Nichts für mich...

Wie schön wir waren von Imbolo Mbue

Ich breche nur sehr ungern Bücher ab - wirklich nur, wenn ich überhaupt keinen Zugang zu dem Buch, dem Schreibstil und dem Inhalt finde. Bei "Wie schön wir waren" ist dies leider der Fall.
Dabei finde ich das Thema extrem wichtig und spannend, habe mich nach den vielen lobenden Rezensionen auf dieses Buch gefreut.

Für mich ist es aktuell aber nicht das richtige Buch gewesen.
Ich habe etwas mehr als die Hälfte des Buches gelesen - ein sehr zäher und insgesamt sehr unerfreulicher Prozess. Freude bringt mir dieses Buch keine. Ich habe keinen guten Zugang zum Schreibstil, es fällt mir schwer den Ausführungen von der Autorin Imbolo Mbue zu folgen. Dementsprechend schwer kann ich mich in die Charaktere einfühlen und eine emotionale Bindung zu ihnen aufbauen...
Die Handlung hat mir bisher gefallen, die Zeit- und Perspektivwechsel haben mich durchaus vor Herausforderungen gestellt, mit der Zeit habe ich mich jedoch daran gewöhnt.
Ich finde es schade, dass ich aktuell keinen Zugang zu diesem Buch gefunden habe. In ein paar Monaten erscheint mir ein Blick in das Buch hoffentlich nicht mehr wie eine ungeliebte Aufgabe, sondern ich habe Lust auf den weiteren Verlauf der Story.

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Königin der Herzen?

Diana von Julie Heiland

Aus irgendeinem Grund finde ich die britische Monarchie sehr spannend, insbesondere Diana war eine überaus interessante Persönlichkeit, mit der ich mich schon vor dieser Lektüre eingehend beschäftigt habe. Daher hatte ich großes Interesse an diesem Buch und habe eine unterhaltende und zumindest halbwahre Geschichte erwartet.

Die Handlung wird aus Dianas Perspektive geschildert, so dass ich mich als Leserin direkt in ihre Situation und ihre Gedanken hineinversetzen konnte. Das hat mir gut gefallen und hat mir die Protagonistin nochmals näher gebracht - andererseits waren alle Geschehnisse dadurch unübersehbar durch ihre Wahrnehmung geschildert. Da die Ausführungen in diesem Buch zu einem großen Teil fiktiv sind, wie auch das Nachwort der Autorin bestärkt, hat mir das gut gefallen. Dennoch geschieht es schnell die Handlung als wahres Abbild des tatsächlich Geschehenen aufzufassen - da habe ich mich einige Male in die Realität zurückholen müssen.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig, der Spannungsaufbau ist gut gelungen. Wer sich mit Dianas Leben beschäftigt hat weiß ungefähr, was inhaltlich zu erwarten ist - dennoch sind die Ausführungen sehr angenehm mit Leben gefüllt worden.
Ob der hier dargestellte Charakter von Diana authentisch ist, mag ich an einigen Stellen bezweifeln, sie wirkte ein bisschen zu häufig naiv, blauäugig und theatralisch. Unterhalten habe ich mich dadurch aber durchaus gefühlt.
Insgesamt ist dieses Buch angenehm zu lesen, sollte aber nicht als Abbild wirklicher Geschehnisse sondern eher als freie Interpretation betrachtet werden.

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Vergissmeinnicht

Vergissmeinnicht - Was man bei Licht nicht sehen kann von Kerstin Gier

Nachdem ich bereits die »Edelstein«- und die »Silber«-Trilogien verschlungen und geliebt habe, war mir klar, dass ich »Vergissmeinnicht - Was man bei Licht nicht sehen kann« auch lesen muss.
Meine Erwartungen an das Buch waren eindeutig: ein humorvolles und fantastisches Jugendbuch, mit einer interessanten Welt, die nicht so unänhlich zu unserer ist, aber genug Material zum Staunen bietet.

Natürlich darf auch eine Romanze nicht fehlen.
Und was soll ich sagen? Meine Erwartungen wurden voll erfüllt! Schon der Schreibstil ist humorvoll und locker, so dass die Geschichte sich extrem flüssig und schnell lesen lässt - für ein Jugendbuch genau richtig finde ich. Die beiden Hauptcharaktere Quinn und Mathilda erzählen die Handlung abwechselnd aus ihrer Perspektive, so dass ich als Leserin beide kennenlernen konnte. Die Perspektivwechsel haben mir gut gefallen und haben mich immer erin wenig mehr wissen lassen als die beiden. Quinn und Mathilda sind beide sehr authentisch und sympathisch dargestellt, wobei es beiden nicht an Facettenreichtum mangelt. Ich glaube, es sind in den nächsten Büchern noch tolle Charakterentwicklungen möglich!
Auch die Nebencharaktere sind facettenreich und detailiert dargestellt.
Die Story gibt einen guten Auftakt für eine Trilogie. Es ist noch viel offen, so ganz habe ich den Saum noch nicht verstanden, liebe ihn aber jetzt schon. Das Konzept gefällt mir, die verschiedenen Wesen finde ich spannend und bin gespannt, was genau es mit Quinns Krääften auf sich hat. Es gibt noch viel zu entdecken!

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Wut ist gut

Wut und Böse von Ciani-Sophia Hoeder

Das Cover dieses Buches ist laut, der Titel auch. Auf den ersten Blick ist dieses Buch eine Kampfansage - auf den zweiten auch. Die Autorin Ciani-Sophia Hoeder beschreibt Wut und ihre Auswirkungen in diesem Buch aus einer klar feministischen Perspektive.
Besonders interessant waren für mich die gesellschaftlichen und soziologischen Betrachtungen der Geschlechter-Rollen und damit einhergehende Zuschreibungen, wie und ob Wut gelebt werden darf.

Da dieses Buch knapp 200 Seiten umfasst ist klar, dass es keine ausführliche und tiefgehende Auseinandersetzungen sein kann, eher eine gute Übersichtsarbeit, die zum Nachdenken und dank vielfachen Literaturverweisen zum selbstständigen Informieren einlädt.
Die persönlichen Anekdoten der Autorin, Interviews und Erfahrungsberichte lassen das Buch lebendiger und moderner wirken. Dies war ebenso interessant, hätte für meinen Geschmack aber noch mehr mit den theoretischen Ausführungen bzw. den Auswirkungen verknüpft werden können.
Insgesamt habe ich mich nach der Lektüre deutlich empowered gefühlt, habe jedoch einen runden Schluss vermisst. Was genau das ist, kann ich leider nicht gut benennen...

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Die Hirschpark-Mädchen

Die letzte Tochter von Versailles von Eva Stachniak

Nachdem mich "Die Schwester des Tänzers" von Autorin Eva Stachniak nicht zu hundert Prozentüberzeugen konnte, wollte ich bei diesem Buch mit einem überauß interessanten Thema nochmal schauen, wie gut ich mit dem Stirl der Autorin zurecht komme.
"Die letzte Tocher von Versailles" spielt zu Zeiten der franzözischen Revolution und umfasst somit eine sehr interessante Zeitachse der Geschichte.

Die historischen Begebenheiten waren über die angebildete Zeitspanne hinweg sehr gut recherchiert, ich konnte mir die damaligen Verhältnisse geradezu bildlich vorstellen. Das Buch ist in mehrere Teile untergliedert, zu Beginn des Buches ist Véronique die Protagonistin. Dieser erste Teil des Buches konnte mich leider gar nicht fesseln, obwohl die Handlung an sich durchaus interessant und spannend ist. Aber in diesem ersten Teil habe ich keinerlei Spannungsaufbau gespürt, ich wurde mit vielen Belanglosigkeiten überhäuft. Zudem wechseln sich die Erzählperspektiven in diesem ersten Teil rasant, so dass ich Schwierigkeiten hatte zu folgen wessen Gedanken wir nun gerade verfolgen...
Ab dem zweiten Teil konnte ich mich besser in die Geschichte einfühlen, mit Marie-Louise als Protagonistin, die mir auch viel sympathischer war. Ihre Reise können wir weitaus länger verfolgen, hier habe ich auch mehr Spannung im Buch gefunden und war interessiert am weiteren Verlauf der Handlung.
Insgesamt konnte das Buch mich mäßig überzeugen. Gerade das erste Drittel war sehr anstrengend zu lesen, ich habe ein Spannung vermisst. Der Schreibstil und die Sprache haben gut zum Setting des Buches gepasst.

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Das schwarze Lied

Das Schwarze Lied von Anthony Ryan

Dieser Band ist der Abschluss der Dilogie, welche in der Rabenschatten-Welt spielt. Diese Dilogie kann unabhängig von der Rabenschatten-Trilogie gelesen werden, mir hat die Kenntnis darüber jedoch geholfen Zusammenhänge und Entwicklungen besser einordnen zu können... Die Covergestaltung passt sich gut in die vorherigen ein, so dass es auch im Bücherregal zu einem stimmigen Bild zusammenkommt.

Der Autor Anthony Ryan schafft es auch bei diesem Buch mich in den Bann zu ziehen. Sprache und Schreibstil passen gut zur Szenerie, es wirkt nichts aufgesetzt. Die Charaktere waren für meinen Geschmack vielschichtig und lebensnah genug, ich habe mir von allen ein gutes Bild vor meinem inneren Auge machen können. Auch wenn in diesem Band nochmals mehr Brutalität vorherrscht und der Fokus auf Kämpfen liegt, kommt auch der Blick auf die magische Welt nicht zu kurz.
Ich habe mit dem Protagonisten mitfiebern können und mich in die Handlung hineinversetzen können...

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