Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Baerbel82:
Die Vergangenheit holt einen immer ein
Einsam wie der Tod von Bernhard Stäber
Bernhard Stäber folge ich schon lange und habe die beiden Vorgänger mit Freude gelesen. Auch sein neuer Norwegenkrimi „Einsam wie der Tod“, der dritte Fall für Privatdetektiv Wolf Larsen und die Journalistin Sanna Bjørnstad, überzeugt. Worum geht es?
Ein Rückblick in die Vergangenheit, im Mai 2009.
Wir begegnen der kleinen Sanna und ihrer Schwester Elin. Sie leben sie in einem Holzhäuschen in der Provinz Telemark. Die beiden haben eine schlimme Kindheit: ein gewalttätiger Vater, eine Mutter, die sich weg duckt.
Viele Jahre später, im Januar 2024, gibt es ein Wiedersehen mit Wolf. Er ist in Oslo, im Viertel Aker Brygge. Wolf trifft sich mit dem YouTuber Vidar Kvernberg. Der hatte behauptet, dass Sannas Vater noch lebt. Wer ist Vidars Kontakt? Tatsächlich ein Polizist/ eine Polizistin?
„Einsam wie der Tod“ ist ein Buch, dass die traumatische Vergangenheit und familiäre Geheimnisse von Sanna und Elin thematisiert. Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven und auf zwei Zeitebenen erzählt. Immer wieder gibt es Rückblicke in die Vergangenheit.
Sannas verschiedene Persönlichkeiten, sie leidet an einer dissoziativen Identitätsstörung (DIS). Irgendwie war mir das alles ein bisschen „too much“. Denn wer die beiden Vorgänger gelesen hat, weiß ja Bescheid. Auch Sannas Schwester Elin ist psychisch krank.
Das Ende überrascht und schockiert. Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen. Atmosphärisch und unterhaltsam. Auch, dass ein Teil in Schottland und den Orkneys verortet ist.
Fazit: Fall Nr. 3 für Wolf und Sanna. Gut, aber nicht ganz so spannend wie die Vorgänger.
Was ist wahr, was ist Fiktion?
Doppelspiel von Arne Dahl; Jonas Moström
„Doppelspiel“ ist der Auftakt einer neuen „True-Fiction-Reihe“ der beiden schwedischen Autoren Arne Dahl und Jonas Moström. Ein spannender, metafiktionaler Krimi, in dem ein renommierter Krimiautor plötzlich selbst des Mordes verdächtigt wird, über den er gerade schreibt.
Statt eines Prologs gibt es eine spannende Spieleröffnung: Nic Castillo, der Held aus „Big Bang Blues“, einem Buch von Tom Borg, „stirbt“ bei den Dreharbeiten auf Gotland.
Der Krimiautor hat eine Schreibblockade. Sein neuer Thriller soll die Klimakrise thematisieren.
Auf einer Lesung trifft Tom die geheimnisvolle Nicole, die ihn in einen dubiosen Stockholmer Club mitnimmt. Zu Recherchezwecken? Tatsächlich stirbt Nicole in einem Whirlpool, genau wie Tom es für seinen neuen Thriller vorgesehen hatte. Wurden sie hereingelegt? Tom flieht.
Polizistin Olivia Woolf nimmt die Verfolgung auf. Schon bald gibt es ein zweites Opfer. Und wieder ist Tom live dabei. Auf einmal kann er auch wieder schreiben.
Doch nicht nur die Polizei ist hinter Tom her. Unbekannte Mächte treiben die Handlung voran. Tom ist nur eine (Schach-)Figur in einem tödlichen Spiel, in dem die Grenzen zwischen Fiktion und Wirklichkeit verschwimmen.
„Doppelspiel“ ist hart und brutal, herausfordernd und anspruchsvoll. Ein wirklich surrealistisches, extremes Setting. Aber auch der Humor kommt nicht zu kurz. Wechselnde Perspektiven sorgen für Dynamik. Nichts ist, wie es scheint.
Olivia, die ein blaues und ein grünes Auge hat, hat auch eine dunkle Seite. Sie ist MMA-Kämpferin und verübt Selbstjustiz an Männern, die Frauen misshandeln.
Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen. Die Auflösung vermochte mich jedoch nicht zu überzeugen. Nichtsdestotrotz bin ich gespannt auf die Fortsetzung.
Fazit: Starker Tobak, den Dahl & Moström ihren Lesenden servieren.
Der Gran-Canaria-Mordclub ermittelt
Inspector Pescadores und der Tote im Pool von Daniel Verano
„Inspector Pescadores und der Tote im Pool“ von Daniel Verano aka Daniel Wehnhardt habe ich mit großer Freude gelesen. Denn dem Autor folge ich schon länger. Zwei Kanaren-Krimis von ihm hatte ich bereits zuvor für gut befunden. Worum geht es?
Wir begegnen Ex-Kriminalhauptkommissar Markus Fischer (nomen est omen) und seinen Freunden Petra, Andreas und Marianne.
Nach einer durchfeierten Spiele-Nacht wird im Pool der Bungalowanlage eine Leiche gefunden. Schnell ist klar, es handelt sich um Mord.
Aber, ist der Sohn der Eigentümerin der Anlage wirklich der Täter, wie die Polizei behauptet? Der Gran-Canaria-Mordclub glaubt dies nicht und stellt eigene Ermittlungen an…
Man könnte „Inspector Pescadores“ durchaus als Cozy-Krimi bezeichnen, denn hier steht eindeutig die Atmosphäre auf der Insel im Vordergrund; die Spannung ist nur zweitrangig, fesselt aber trotzdem.
Erzählt wird die Geschichte in der Ich-Perspektive aus Sicht von Markus. Er hat mich sofort an Philip Marlowe aus den Krimis von Raymond Chandler erinnert. Ein harter Kerl mit weichem Kern.
Daniel Verano fängt den Zeitgeist der 80er Jahre auf humorvolle Weise ein. Die Suche nach Spuren und einem Motiv gestaltet sich schwierig bis Kommissar Zufall den vier Freunden in die Hände spielt. Aber am Ende ist alles stimmig aufgelöst.
Markus, Petra, Andreas und Marianne, eine sympathische Truppe, der ich gerne wieder über die Schulter schauen möchte. Und so freue ich mich schon auf die Fortsetzung, „Inspector Pescadores und der Mord im Mandeldorf“, die im April 2026 erscheinen soll.
Fazit: Gelungener Auftakt einer neuen Krimi-Reihe mit viel Lokalkolorit, Spannung und Humor!
Tödliches Spiel
Blindspiel von Max Seeck
Die Thrillerreihe um die finnischen Ermittler Jessica Niemi und Jusuf Pepple von Max Seeck hatte ich begeistert verschlungen. Und auch „Blindspiel“, der Auftakt einer neuen Reihe, habe ich gerne gelesen. Worum geht es?
Statt eines Prologs startet das Buch mit einer spannenden Eröffnung: Alexander, ein Dieb, wird vom Besitzer der Aktentasche, die er aus dessen Auto gestohlen hatte, erschossen.
Danach lernen wir den Profiler und Galeristen Milo Perho kennen. Die Beziehung zu seiner Frau Ronja scheint sehr speziell zu sein.
Last but not least begegnen wir Minka und Kalle von der Kripo Helsinki. Sie ermitteln im Fall der Leiche einer Frau: Anna wurde komplett mit weißer Farbe angestrichen. In ihrem Hals findet die Rechtsmedizin eine Schachfigur, ein schwarzer Springer.
Als die Polizei einen Dealer verhört, stößt sie auf eine höchst interessante Karte, die aussieht wie ein Schachbrett von Helsinki. Kurz darauf wird eine männliche Leiche gefunden, sie ist total schwarz bemalt. Wieder wird eine Schachfigur entdeckt, ein weißer Läufer.
Können Milo & Co. den Täter vor seinem nächsten tödlichen Schachzug stoppen?
„Blindspiel“ ist spannend und wendungsreich. Ein Thriller mit viel Frauenpower. Die Männer dagegen sind schwach. Traumatische Erlebnisse in Milos Vergangenheit sind möglicherweise der Grund für seinen unerfüllten Kinderwunsch.
Alles in allem hat mich der Thriller gut unterhalten. Ein Buch, das Schach thematisiert. Besonders die Erklärungen zur Schachnotation fand ich interessant.
Am Ende besteht Hoffnung, dass Milo es schafft, seine toxische Beziehung zu beenden. Aber das werden wir wohl erst in Band 2 erfahren.
Fazit: Gelungener Auftakt einer neuen Thrillerreihe. Spannend und nicht vorhersehbar.
Wer ist der Axtmörder?
Der Nachtgänger von Lars Kepler
„Der Nachtgänger“ von Lars Kepler ist bereits der zehnte Fall für Joona „Superstar“ Linna, also ein Jubiläum! Worum geht es?
Schon der Einstieg, der Schlaf und Schlafwandeln thematisiert, ist sehr interessant. Danach ein Prolog, der bizarr anmutet.
Auf einem Campingplatz wurde ein Mann zerstückelt.
Hat der 17-jährige Hugo im Schlaf tatsächlich einen Menschen ermordet, ohne zu merken, was er tat?
Weitere Leichen werden gefunden. Haben die Opfer im Internet bzw. Darknet Sex gekauft? Findet der Täter dort seine Opfer? Wo liegt das Motiv?
Über das Wiedersehen mit Joona und Erik Maria Bark, dem Hypnotiseur aus Band 1, habe ich mich gefreut. Schade, dass Saga diesmal (fast) nicht dabei ist.
„Der Nachtgänger“ ist spannend und unterhaltsam. Aber auch blutig und brutal, mit Slasher-Szenen, die an „Psycho“ erinnern. Dazu viel Sex - und Drogen.
Die Jagd nach dem „Axtmörder“ mündet in einen rasanten, actionreichen Showdown und am Ende ist alles schlüssig aufgelöst.
Ich empfehle dringend, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Denn ab und zu finden sich Bezüge zu den Vorgängern.
Mein Lieblingssatz: »Ich ziehe einen Schleier aus Tränen darüber, um Henning Mankell zu zitieren«
Fazit: Typisch Lars Kepler. Hart und brutal.
Irgendwo im Nirgendwo
Kummersee von Iver Niklas Schwarz
Um es gleich zu sagen, „Kummersee“ von Iver Niklas Schwarz hat mich nicht überzeugt. Ja, die letzten 100 Seiten sind spannend, aber bis dahin habe ich mich gequält. Worum geht es?
August 1990: Tom stirbt unter mysteriösen Umständen beim Baden im verbotenen Kummersee, seine 9-jährige Schwester Lena überlebt.
Nun kehrt sie nach 30 Jahren als Polizistin in ihr Heimatdorf zurück und wird nicht gerade mit offenen Armen empfangen.
Mir war klar, dass es für das Böse, das Tom das Leben gekostet hat, eine rationale Erklärung geben muss. Die Geschichte hat mich ein bisschen an „Das Schweigen des Wassers“ von Susanne Tägder erinnert.
Horlow, ein Kaff im Wendland, am Ende der Welt. Lena ist für den Schutz eines Vermessungsteams zuständig, das die Salzstöcke des Horlower Moors als potenzielles Atommüllendlager prüft. Dabei verfolgt sie ihre eigene Agenda: Was war damals wirklich geschehen?
Zweimal war ich kurz davor, das Buch abzubrechen. Denn die Leseprobe ließ auf einen spannenden Mystery-Thriller hoffen. Sleepy Hollow? Akte X? Weit gefehlt! Kein Thrill, nur Langeweile.
Erst als es einen Toten gibt, steigt die Spannung. Die Tauchszenen sind lebhaft und realistisch dargestellt. Vor allem, wenn den Charakteren sprichwörtlich die Luft ausgeht.
Fazit: Solides Debüt mit viel Luft nach oben.
Schöne neue Welt
Going Zero von Anthony McCarten
Um es gleich vorweg zu sagen, Anthony McCarten kannte ich bisher nicht. Aber „Going Zero“ hat mich voll und ganz überzeugt. Worum geht es?
FUSION ist ein geheimes Projekt des Social-Media-Moguls Cy Baxter in Zusammenarbeit mit der CIA, um Wege zu finden, potenzielle Terroristen auf amerikanischem Boden zu identifizieren und zu lokalisieren.
Für den Beta-Test werden 10 Kandidaten ausgewählt, die auf ein bestimmtes Signal hin versuchen müssen zu verschwinden. Wem es gelingt, 30 Tage unauffindbar zu bleiben, dem winken 3 Millionen Dollar.
Das erweist sich im 21. Jahrhundert mit Kreditkarten, Kameras, Mobiltelefonen und dem Internet als nahezu unmöglich. Kaitlyn, eine junge Bibliothekarin aus Boston ist entschlossen, es dennoch zu versuchen...
Anthony McCarten gelingt es in „Going Zero“ meisterhaft, Spannung aufzubauen. Unerbittlich wandelt sich das Buch zu einem rasanten Actionthriller. Wechselnde Perspektiven sorgen für Dynamik. Das Wichtigste jedoch sind all die Wendungen, die gegen Ende des Buches immer mehr werden.
Es geht um totale Kontrolle. Von der Überwachung zur Steuerung und Manipulation. Ein Recht auf Privatsphäre gibt es nicht mehr. Aber auch der Humor kommt nicht zu kurz, wenn einem Zero die Dinge vor die Nase gehalten werden, die ihm zum Verhängnis wurden.
Fazit: Ein erfreulich unblutiger Thriller. Fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite.
Harter, rasanter Schweden-Thriller
Spinnennetz von Lars Kepler
„Spinnennetz“ von Lars Kepler ist bereits der neunte Fall für Joona „Superstar“ Linna. Ich empfehle dringend, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Denn ab und zu finden sich Verknüpfungen zu den Vorgängertiteln.
Zwei Jahre Warten haben sich gelohnt, es geht gleich spannend los: Margot Silverman, Chefin der NOA, wird beim Reiten von einem Unbekannten angeschossen, verschleppt und getötet.
Wer ist der Täter? Joona ist sicher, dass Serienkiller Jurek Walter nicht mehr lebt.
Joona ermittelt. Unterstützt wird er von seiner ehemaligen Kollegin Saga Bauer, die inzwischen als Privatdetektivin tätig ist. Und dann gibt es zwei weitere Opfer, ein Pfarrer und ein Polizist. Alle wurden erschossen, mit weißen Patronen. Die Morde wurden Saga vorher angekündigt, mit Postkarten und Zinnfiguren. Wo liegt das Motiv? Geht es um Rache?
„Spinnennetz“ ist ein Thriller mit bewährten Zutaten. Lars Kepler ist das Pseudonym des schwedischen Autorenpaares Alexandra Coelho Ahndoril und Alexander Ahndoril. Dem starken Anfang folgt ein schwächerer Mittelteil. Dabei ist die Konstruktion der Fälle ziemlich abgedreht, aber ab einem bestimmten Punkt auch vorhersehbar und nicht immer glaubwürdig.
Es gilt Anagramme zu entschlüsseln, Rätsel über Rätsel. Das war mir dann doch alles ein bisschen „too much“. Vieles wiederholt sich. Irgendwie ist die Luft raus. Mir hat hier z.B. die Raffinesse von „Lazarus“ gefehlt. Nichtsdestotrotz bin ich schon gespannt auf den Jubiläumsband.
Fazit: Packender Pageturner. Gut, aber nicht das beste Buch der Reihe.
Dunkle Geheimnisse
Seelendunkel von Robert Bryndza
„Seelendunkel“ von Robert Bryndza ist der dritte Fall für die ehemalige Polizistin Kate Marshall. Es ist nicht unbedingt nötig, die Vorgänger gelesen zu haben, aber es würde den Zugang zu den Protagonisten schon deutlich erleichtern. Zudem wird oft auf Vorkommnisse aus der Vergangenheit angespielt, die naturgemäß dem Neueinsteiger unbekannt ist.
2002: Was für ein grausiger Prolog: Journalistin Joanna (Jo) Duncan wird brutal ermordet. Sie erstickt. Wer ist der Täter und wo liegt das Motiv? Hat es mit ihrem Job zu tun?
Danach gibt es ein Wiedersehen mit Kate und ihrem Partner Tristan Harper. Sie haben zusammen eine Detektei gegründet. Tristans Schwester Sarah und ihr Mann Gary sind auch wieder mit von der Partie. Lauter ‚alte‘ Bekannte. Das ist wie nach Hause kommen.
Jos Mutter Bev beauftragt die Detektive, ihre Tochter zu finden. Nach 13 Jahren will sie Gewissheit. Kate und Tristan nehmen die Ermittlungen auf und besuchen Bev und ihren Lebensgefährten Bill. Bill hat sich die Fallakten kommen lassen und so können Kate und Tristan gleich durchstarten.
Bei ihren Ermittlungen stoßen die beiden Detektive auf die Namen zweier junger Männer, die wie Joanna eines Tages ganz plötzlich verschwanden. Ist Jos Mörder womöglich ein Serienkiller?
Robert Bryndza hat eine durchdachte Geschichte geschaffen. Wechselnde Perspektiven, auch aus Tätersicht, sorgen für Dynamik. Akribische Polizeiarbeit, das ist genau mein Ding. Auch die Mischung aus Kriminalfall und Privatleben.
Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen. Spannend und wendungsreich. Die Auflösung ist überraschend. Am Ende ist nicht nur der Cold Case gelöst. Und so freue ich mich schon heute auf den nächsten Einsatz der beiden Detektive.
Fazit: Fall Nr. 3 für Kate Marshall. Klare Empfehlung an alle, die es gerne komplexer mögen.
Hart. Schonungslos. Brutal.
Die Blutliste von Rainer Löffler
„Die Blutliste“ von Rainer Löffler ist bereits der 4. Fall für den Stuttgarter Fallanalytiker Martin Abel. In Sachen blutiger Grausamkeit hat der Autor versucht, bisherige Maßstäbe zu toppen. Ist ihm das gelungen? Auf jeden Fall!
Ein unheimliches Setting, nachts auf einem Kölner Friedhof. Friedhofswärter Jan Willner macht eine grausige Entdeckung: Das Grab der neunzehnjährigen Sonja Maurer ist leer, dafür befindet sich dort eine männliche Leiche.
Nackt, gehäutet und gepfählt. Wer ist der Tote? Und wer ist der Täter? Fallanalytiker Martin Abel wird nach Köln beordert, um die Ermittlungen zu unterstützen.
Sonja wurde vergewaltigt und ermordet - und nun wurde ihre Leiche geraubt. Handelt es sich um ein und denselben Täter? Wo liegt das Motiv?
„Die Blutliste“ ist harte Kost. Die Morde sind extrem grotesk. Was für ein kranker Sch**ß? Das ist einfach nur widerwärtig. Der Täter scheint ein absoluter Freak zu sein. Die Geschichte dahinter jedoch, lässt einen sprachlos zurück.
Immer mal wieder sind Rückblicke in die Vergangenheit aus Tätersicht eingestreut. Sie verleiten zu unterschiedlichen Spekulationen und Deutungen. Nur schrittweise wird enthüllt, wohin das Ganze führen soll. Das ist wirklich gut gemacht.
Über das Wiedersehen mit Abel habe ich mich sehr gefreut. Denn ich mag ihn und seine außergewöhnlichen Fähigkeiten. Doris Stange mag ich natürlich auch. Last but not least hoffe ich, dass Abel seinen Seelenfrieden gefunden hat. Jedenfalls freue ich mich schon auf seinen nächsten Einsatz - und hoffe, dass wir nicht wieder 5 Jahre warten müssen.
Fazit: Definitiv nichts für sanfte Gemüter oder Leute mit einem schwachen Magen. Ihr seid jetzt gewarnt.











