Kunden em pfehlungen
Rezensionen von AngiF:
Oben und unten
Die Tuchvilla von Anne Jacobs
Marie Hofgartner, ein junges Waisenmädchen erhält eine neue Stellung als Küchenhilfe. Wie die Leiterin des Waisenhauses ihr sagt, ist es ihre letzte Chance. Zu dickköpfig, zu viele Widerworte hat Marie gegenüber ihren bisherigen Arbeitgebern gehabt, sie will sich nicht fügen, hat ihren eigenen Kopf.
Jetzt heißt es also für Marie, sich in der großen Villa des reichen Tuchfabrikanten Johann Melzer zu integrieren. Gleich am ersten Tag gibt es Spannungen, aber Marie tut ihr Möglichstes, den Arbeitsplatz nicht zu verlieren. Die Familie Melzer, der Vater, das Familienoberhaupt, die Mutter Alicia, eine Adelige, zwei Töchter, Katharina und Elisabeth und der Sohn Paul, Student der Rechtswissenschaften – sie alle haben ihre eigenen Pläne und Schwierigkeiten zu bewältigen. Katharina, die kränkelt, ist begeistert von Marie und möchte sie gerne zeichnen. Dafür muss Marie von ihren eigentlichen Aufgaben befreit werden, kann das gutgehen? Sie ist die Neue, steht ganz unten in der Rangfolge unter den Bediensteten und ist sowie schon deren Spott und Aggressionen ausgesetzt.
Die Atmosphäre erinnert mich sofort an Downton Abbey – Intrigen und Geheimnisse würzen perfekt diesen Familienroman, der im Jahre 1913 spielt und damit schon allein eine spannende Zeit und interessanten Hintergrund bekommt. Die Figuren sind wunderbar gestaltet von der Autorin Anne Jacobs, jeder Charakter hat seine eigenen Ecken und Kanten, voller Leben und vollkommen authentisch. Das Zusammenspiel aller ist herrlich zu lesen und der Plot ist zweifellos voller unerwarteter Wendungen. Dieses Buch saugt mich ein und lässt mich nicht mehr los, ganz fasziniert bin ich beim Lesen. Die Sprache der Autorin ist außerordentlich schön und hervorragend der Zeit angepasst. Der Schreibstil gefällt mir von der ersten Zeile an richtig gut. Das Tempo ist sehr angenehm und das Lesen ist dadurch beschwingt und anregend.
Von Herzen gerne vergebe ich diesem ersten Teil der Familiensaga fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle es natürlich weiter an Leser, die literarisch eintauchen möchten, in die Welt um 1900, in das Leben der Reichen und Armen und deren Machenschaften. Ich fühle mich von Seite 1 bis zum Ende erlesen unterhalten.
Zwei Herzen in Paris
Winterzauber in Paris von Mandy Baggot
London: Ava wurde gerade von ihrem Freund Leo betrogen und somit zutiefst verletzt. Sie möchte sogar ihren Job als Maklerin teurer Luxusappartements aufgeben, um nur Leo und seiner Affäre, die ebenfalls in der Firma arbeitet, nicht mehr zu begegnen. Dumm nur, dass sich ihre Mutter Rhoda nun wieder Hoffnungen macht, dass Ava zu ihr in ihre Modelagentur zurückkehrt.
Denn zeitlebens versucht sie Ava zu einem Starmodel mutieren zu lassen. Gut, dass Avas beste Freundin Debs sie kurzerhand mitnimmt nach Paris, wo sie für eine Reportage recherchieren möchte.
Paris: Julien ist auch nachdem ein Jahr seit dem Tod seiner Schwester Lauren vergangen ist noch immer in tiefer Trauer. In seinem Schmerz nimmt er an, dass er der Einzige ist, der trauert und noch an sie denkt. Nur langsam begreift er, dass auch der Rest der Familie trauert, eben nur auf anderer Weise. Da begegnet er eines Abends einer Frau, die ihn vom ersten Moment an anzieht und fasziniert – Ava.
Das weihnachtliche Gefühl stellt sich bei mir schon nach den ersten Seiten des Lesens ein. Die Atmosphäre ist unbeschreiblich schön, die Plätze hervorragend gezeichnet. Sofort nehme ich die schöne und natürliche Sprache der Autorin wahr, gemeinsam mit dem brillanten Schreibstil erzählt sie ihre Geschichte somit in unbeschreiblich fabelhafter Art und Weise. Der feine Humor und die leichte Ironie treffen genau meinen Stil, den ich sehr gerne lese. Die Figuren sind allesamt prächtig angelegt und passen perfekt zueinander. Die Geschichte selbst ist anrührend und bewegt mich, doch sie behält stets einen leichten, versöhnlichen Ton bei.
Von Herzen gerne vergebe ich diesem Buch fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle es absolut weiter. Ein goldrichtiger Roman für die Adventszeit, aber Vorsicht: er macht unbedingt Lust, Paris im Advent bei Schnee zu besuchen. Denn ebenso wie die Geschichte scheint Paris dann einen besonderen Zauber zu versprühen.
Und erstens kommt es anders ...
Weihnachtsküsse in White Cliff Bay von Holly Martin
Penny Meadows ist Single und wünscht sich nichts sehnlicher als eine eigene Familie zu haben. Sie ist stolze Besitzerin des Flieder-Cottages in White Cliff Bay im ländlichen und wunderschönen Devon. Sie hat ihr Haus bereits weihnachtlich und heimelig dekoriert. Sie liebt die Adventszeit und natürlich den Winter ist sie doch von Beruf eine Eisschnitzerin.
Sie erwartet gerade ihre neuen Mieter Henry und Daisy Travis, ein junges Paar, dem sie den Anbau ihres Hauses vermietet hat. Um ihnen den Einzug etwas zu erleichtern, steht bereits eine Lasagne im Ofen und der Wein bereit. Als sie einen Wagen vorfahren hört und die Tür öffnet, steht allerdings nur Henry vor ihr und der ist zwar umwerfend gutaussehend, entpuppt sich aber schnell als introvertiert und als Weihnachtshasser! Henry, der als Holzkünstler seine Brötchen verdient, taut jedoch langsam und nach und nach auf. Penny und Henry nähern sich an und es kommt zu einem zärtlichen, romantischen Kuss, aber es gibt ja noch Daisy in Henrys Leben, was nun?
Eine wunderschöne, weihnachtliche Stimmung wird sofort beim Start der Lektüre des Buches versprüht. Die Autorin Holly Martin schreibt in einem leichten und lockeren Stil. Ihre Sprache ist modern und frisch. Die (Liebes-)Geschichte erweist sich als wahrer Feel-Good-Roman, einmal zur Hand genommen, konnte ich mit dem Lesen nicht wieder aufhören und habe das Buch in einem Rutsch durch gelesen. Die Charaktere sind zauberhaft und liebenswert, die Beschreibung des Ortes und seiner Bewohner macht darauf Lust, diesen einmal im richtigen Leben zu besuchen. Die weihnachtliche Atmosphäre ist wunderbar zu fühlen, genauso, wie ich es erhofft hatte.
Sehr gerne vergebe ich diesem Buch fünf von fünf möglichen Sternen. Eine herrliche Geschichte, die ich jedem nur weiter empfehlen kann. Sie passt perfekt in die Jahreszeit und bietet sich geradezu an, auf dem Sofa eingekuschelt zu lesen. Die Autorin kannte ich bislang noch nicht, doch ich finde es schön, sie entdeckt zu haben, bei der Lektüre des Buches wurde ich an die Filme „Notting Hill“ und „Täglich grüßt das Murmeltier“ erinnert und habe mich gleich heimisch gefühlt.
Unsere Zukunft
Leben 3.0 von Tegmark Max
Als ich den Professor das erste Mal im schwedischen Fernsehen gesehen habe und er über sein neuestes Werk sprach, hatte ich zuvor noch nicht von AI gehört und fragte meinen Mann, was es bedeute, er sagte, die Computer sollen eigenständig Programme schreiben, um uns zu unterstützen, uns zu helfen.
Daraufhin fragte ich, woher die Computer denn wissen könnten, was gut für uns und nicht nur gut für sie sei. Das sei genau der Punkt: den Computern zu lehren, was gut für uns ist und sie daraus lernen zu lassen. Damit war ich gefesselt und wollte dieses Buch unbedingt lesen. Was soll ich sagen, ich wurde nicht enttäuscht! Ja, dieses Buch ist keine leichte Kost, das muss ich zugeben. Doch mit Konzentration und meiner vollen Aufmerksamkeit kann ich das Wissen und die Thesen verarbeiten, die Max Tegmark beschreibt. Er tut dies in lebendiger und verständlicher Sprache. Unterstützt werden seine Worte durch zahlreiche, hilfreiche Abbildungen und Tabellen sowie Auflistungen. Belohnt werde ich als Leserin mit fundiertem Wissen und Thesen aus einer vielleicht gar nicht mehr so allzu entfernten Zukunft.
Meine Bewertung: fünf von fünf möglichen Sternen und natürlich empfehle ich das Buch weiter. Leser, die einen Blick in die Zukunft werfen möchten und wissen möchten, wie wir bald mit unterstützender, künstlicher Intelligenz leben werden und wie der Weg dahin aussehen könnte. Wissenschaftliches Wissen, das an Strartrek erinnert, und doch schon längst genutzt wird.
Valerie Lane, die Erste
Der kleine Teeladen zum Glück von Manuela Inusa
Die Valerie Lane erhielt ihren Namen nach Valerie Bonham, die vor 100 Jahren in Oxford lebte und in der Straße einen Gemischtwarenladen betrieb. Sie hatte stets ein offenes Ohr für ihre Kunden und vor allem ein großes Herz. Mittwoch abends hatte sie ihren Laden für die Frauen Oxfords geöffnet, sie kamen zum Tee und schütteten ihre Herzen bei Valerie aus.
Diese Tradition besteht noch heute, die Geschäftsführerinnen der Läden in der Valerie Lane führen sie fort im Geiste der Namensgeberin. Laurie ist eine von ihnen, sie ist glückliche Besitzerin von Laurie’s Tea Corner, mit den wunderbarsten, wohl duftenden Teesorten, die man sich nur vorstellen kann. Nur ihren Mr. Right hat Laurie noch nicht gefunden, obwohl sie ihren attraktiven Teelieferanten Barry anschmachtet. Werden ihr ihre Freundinnen helfen können, ihn zu erobern oder kommt alles ganz anders … ?
Das Buch überrascht mich mit seinen lebendigen Dialogen und seiner schönen Sprache. Ich versinke regelrecht in dem Buch und träume mich durch den Stoff. Romantisch ist die Geschichte und voller Gefühle und Herz. Valerie Lane ist eine Straße in deren Nähe ich wirklich gerne wohnen würde. Der Schreibstil der Autorin erinnert mich ein wenig an Maeve Binchy, die ich sehr verehrt habe und deren Bücher ich ebenso verschlungen habe wie nun Manuela Inusas Buch „Der kleine Teeladen zum Glück“. Das verwendete Tempo ist angenehm zu lesen. Die Figuren besitzen eine starke Ausdruckskraft, sind voller Blut und Leben und vor allem sind sie jedoch Sympathieträger.
Von Herzen gerne vergebe ich diesem Buch fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle es absolut weiter. Ein Feelgood-Roman, bei dem ich als Leserin dahin schmelze und unbedingt mehr und weiter lesen möchte. Der Roman ist ein zauberhafter Einstieg in die neue Serie um die Valerie Lane mit ihren kleinen Geschäften; der zweite Band erscheint am 15.01.2018 und trägt den Titel „Die Chocolaterie der Träume“ auf den ich bereits heute sehnsüchtig warte.
Geheimnisse
Das verborgene Leben der Meisen von Andreas Tjernshaugen
Bereits das Vorwort startet mit der wunderbaren Geschichte, wie es dazu kam, dass der Autor Andreas Tjernshaugen den Anstoß zum Schreiben seines Buches „Das verborgene Leben der Meisen“ erhielt und dann bin ich als Leserin bereits mitten drin im Leben der kleinen, geheimnisvollen Vögel. Mehr und mehr fasziniert bin ich von den Meisen bei der Lektüre des Buches und ich kann sehr gut verstehen, dass Andreas Tjernshaugen ihnen mit seinem Buch ein literarisches Denkmal setzen wollte.
Aufgelockert und in interessantem Schreibstil erzählt der Autor von seinen Beobachtungen. Seine verwendete Sprache ist aufgeschlossen und leicht verständlich. Er schafft es, mich in seinen Bann zu ziehen. Mit der Lektüre des Buches möchte ich dem Leben der gefiederten Wesen auf dem Grund gehen und sie ein bisschen besser verstehen lernen.
Von Herzen vergebe ich diesem Buch fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle es natürlich weiter. Leser, die einmal etwas anderes lesen wollen, die der Natur ein Stückchen näher kommen wollen und die ihren Alltag etwas entschleunigen möchten, sind hier genau richtig – Meisen haben unglaubliche Geheimnisse und mit Andreas Tjernshaugen sehen wir in Zukunft sicherlich genauer hin, wenn uns die Vögel begegnen.
Das Meer und der Mond
Das verborgene Leben der Meisen von Andreas Tjernshaugen
Als fünfjähriges Mädchen wurde Edda Sturm entführt und 12 Jahre lang in einem Kellergewölbe gefangen gehalten. Der Tag ihrer Befreiung liegt nunmehr sieben Jahre zurück. Doch natürlich ist sie noch immer traumatisiert und leidet unter ihren Angstattacken. Trotzdem oder gerade wegen ihrer Situation entschließt sich die heute 24jährige Frau, ihren ersten Urlaub allein zu verbringen.
Sie möchte nach Norddeutschland – ans Meer. Es gilt viele Hürden zu überwinden, aber sie zieht ihren Plan durch. Bei der älteren Vermieterin Hilde, die sie vorab über ihre Vergangenheit informiert hat, findet sie zunächst Ruhe und Verständnis. Jedoch mit Sebastian Winkler, einem anderen Mieter Hildes, ziehen Komplikationen ein. Auch Sebastian hat eine Vergangenheit und Dämonen, gegen die er versucht anzukämpfen. Können sich die beiden gegenseitig Halt bieten? Ist das Meer, mit seiner Intensität, der richtige Platz für die Gestrandeten?
In einem wunderschönen Schreibstil hat die Autorin Kati Seck ihren Roman verfasst, sie wechselt dabei die Erzählebenen und pendelt zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart. Das bringt zum einen Abwechslung in die Lektüre des Buches, erklärt aber zugleich sehr gut das Verhalten der Protagonistin Edda. Kati Secks Sprache ist natürlich und aufgeschlossen, zuweilen fast poetisch. In dem Buch habe ich unendlich viele Lieblingssätze markiert. Sätze über die ich gerne länger nachdenken möchte, die mich inspirieren. Der Weg der Edda Sturm ist eindrucksvoll beschrieben, ihre Entwicklung deutlich sichtbar. Das Buch sprudelt über von Gefühlen jeglicher Art und trifft genau ins Herz.
Von Herzen gerne vergebe ich diesem Buch seine wohlverdienten fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle es natürlich weiter. Leser, die beachtlichen und schwierigen Lebenswegen folgen möchten und die das Meer und dessen Wunder und Weiten lieben, werden sich in dem Buch Zuhause fühlen und es verschlingen, wie ich es tat.
Wintergeschichten
Schnee ist auch nur hübsch gemachtes Wasser von Dora Heldt
In der Kopfkino-Edition hat die dtv Verlagsgruppe ein ausgesucht hübsches, kleines Buch herausgegeben, mit „Schnee ist auch nur hübsch gemachtes Wasser“ von der Autorin Dora Heldt, hält der Leser ein wunderschönes Buch mit Wintergeschichten in den Händen. Für mich eine fantastische Art und Weise mich, durch die Lektüre, auf den nahen Winter und die Adventszeit eingestimmt zu werden.
Dora Heldt erzählt gewohnt gekonnt in kleinen Episoden, darüber, was so passieren kann in der Winterzeit, Gefühle werden dabei ganz groß geschrieben. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir ausgesprochen gut und ihre Sprache ist einfach nur schön zu lesen.
Von Herzen gerne vergebe ich hier meine höchste Punktzahl, nämlich fünf von fünf möglichen Sternen und natürlich empfehle ich das Buch weiter! Die Lektüre eignet sich hervorragend zum Abschalten und den Kopf stressfrei zu bekommen. Doch wegen der bezaubernden Aufmachung ist das Buch auch ein hervorragendes Geschenk einfach nur so oder zum Nikolaus oder auch zu Weihnachten – für alle lieben Menschen, die man gerne erfreuen möchte.
Cosy Crime auf Gotland
Mord auf der Insel von Marianne Cedervall
Die verwitwete Anki Karlsson ist froh, endlich ihr neues Leben im kleinen Mullvald auf Gotland starten zu können, weit weg von Stockholm zieht es sie auf die Insel, . Lange hatte sie sich hierher gesehnt. Viele Jahre hatte sie ihren kranken Mann pflegen müssen, was oft sehr schwer war, da er nicht der einfachste Patient war.
Doch nun möchte sie ihr neues Zuhause beziehen, das alte Pfarrhaus im Dorf. Dazu gehören ebenfalls Stallungen, so dass sie ihre beiden neuen Islandpferde gut unterbringen kann. Aufgeschlossen und fröhlich kommt sie in Mullvald an, von einigen gleich neugierig begrüßt, trifft sie auch auf Zurückhaltung bis Ablehnung. Doch sie stürzt sich gleich in das Gemeindeleben des kleinen Ortes und möchte Anschluss finden. Zu groß war dieser Schritt, als dass sie sich den vergrämen lässt. Bald beginnen jedoch ungewöhnliche Dinge vor sich zu gehen, bei denen Anki stets in der Nähe weilt, klar gerät sie da bei den Bewohnern unter Verdacht. Wird sich alles aufklären und kann Anki ihren Traum leben?
Die Autorin Marianne Cedervall erzählt die Geschichte ihres Buches „Mord auf der Insel“ atmosphärisch dicht und anschaulich, sie schreibt vom Leben im kleinen (fiktiven) Dorf Mullvald auf der schwedischen Ostsee-Insel Gotland. Ihre verwendete Sprache ist schön, erwählt und ansprechend. Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar, fesselt mich und ist angenehm lesbar. Ein Cosy Crime mit aller Gemütlichkeit aber doch dem gehörigen Schuss Spannung. Ein Buch zum Eintauchen. Von den Personen im Buch sind manche spröde und ein wenig ablehnend Neuem gegenüber und andere wieder neugierig und aufgeschlossen – wie im richtigen Leben. Die Protagonistin Anki ist eine starke Figur, liebenswert; jemand, den man gerne zur Freundin haben möchte. Vorurteile werden in der Story gut sichtbar und können bisweilen ausgeräumt werden.
Ein Buch dem ich selbstverständlich fünf von fünf möglichen Sternen vergebe und es natürlich weiter empfehle an Leser, die einen Krimi lesen möchten, in dem eine angenehme Stimmung überwiegt. Ein herrlicher Lesestoff, der genau richtig ist für ein Herbst-Wochenende, das man gemütlich auf dem Sofa verbringen möchte und an dem man sich sich einfach verlieren und treiben lassen möchte in einer schönen Geschichte - Unterhaltung pur ist versprochen! Gerne möchte ich weitere Fälle um Anki Karlsson lesen.
Ein besonderes Lesebuch
Geschichten über 30 von Eike Bornemann; Marianne Bunes; Julia Dankers; Veneda Mühlenbrink; Carolin Schairer; Daniela Schenk; Barbara Martina Strebel; Katarina Struik; Jonas Zauels
Zum Anlass des 30jährigen Geburtstages vom Ulrike Helmer Verlag ist dieses kleine, besondere Lesebuch entstanden. Verlagsautoren haben kleine, feine Kurzgeschichten beigetragen, um den Geburtstag zu zelebrieren. Natürlich hätte mich allein dies schon zum Lesen angeregt, doch das Büchlein bietet noch mehr: ich lerne ganz nebenbei die AutorINNEN und ihren Schreibstil sowie ihre Sprache kennen.
Eine geniale Anregung, den einen Autor oder die andere Autorin auf meine Wunschliste zu setzen. Von den AutorINNEN kenne ich bisher nur Jonas Zauels, der mich mit seinem Debütroman „Alle Farben der Nacht“ tief beeindrucken konnte. Nun heißt es nach der Lektüre des wunderschönes Lesebandes „Geschichten über 30“ die anderen neun Autorinnen und Autoren zu erkunden.
Meine Bewertung fünf von fünf möglichen Sternen und eine absolute Leseempfehlung. Die Geschichten eignen sich prächtig zum kleinen Lesen zwischendurch, um Wartezeit zu überbrücken oder als Reisebegleiter. Leser werden optimal unterhalten, zum Nachdenken inspiriert und von den verschiedensten Emotionen getroffen, zumindest bei mir war dies der Fall.










