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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von HEYN Leserunde, Barbara Maria Angerer:

Ein humoriger Roman mit einer zündenden Grundidee

Der Mann, der seine Frau vergaß von OFarrell John

John O`Farrell nimmt eine Alltagsgeschichte, die es unzählige Male gibt, und jedem Leser und jeder Leserin in unterschiedlichen Variationen zumindest bekannt vorkommt. Dies mischt der Autor mit der Idee einer psychischen Erkrankung als Problemlösungsstrategie in ausweglos erscheinenden Überforderungssituationen.

Auch diese Variante einer dissoziativen Fugue - Flucht aus einem bedrängten, mühsamen Alltag - mag wohl in vielen Köpfen schon mal vorgekommen sein. Gewürzt wird diese Mischung mit einer wunderbaren Portion englischem Comedy Humor und findet mit einem Manifest für die glückende Familie ein hübsches Ende.
Diese Zutaten lassen den Roman zu einer leichten, heiteren Leselektüre werden und verzeihen Unebenheiten im Erzählstrang ebenso, wie die schon früh erahnbare Lösung.

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Rezensionen von Helu:

Auf Spurensuche...

Ihren Spuren folgen von Franz Troyer

In 19 Kapiteln begibt sich der Innsbrucker Pfarrer auf Spurensuche. Er sucht nach den Spuren, die bekannte und weniger bekannte Gestalten in der Bibel hinterlassen haben und fragt nach deren Bedeutung für Menschen der Gegenwart. Die zentrale Frage lautet: Inwieweit können uns die Wege dieser biblischen Figuren konkret in bestimmten Situationen zu einem helfenden Begleiter werden?
Die Auswahl der Figuren ist fast durchgängig nachvollziehbar.

V.a. die alttestamentlichen Gestalten (von Adam und Eva über Mose bis hin zu Rafael) sind allesamt bekannt. Die neutestamentlichen Charaktere sind nicht ganz einheitlich, mischen sich doch mit den Korinthern und den Philippern ganze Gruppen, mit Markus ein möglicher Verfasser und mit der Bergpredigt ein Text unter Personen wie Maria, Jesus, Petrus oder Andreas.
So vielseitig die Figuren, so verschieden auch die Bereiche, in denen uns diese Hilfestellungen geben sollen: sich dem Burnout stellen, Hoffnung verkünden, beten und arbeiten, oder auch Freude teilen, um nur einige zu nennen. Die Beziehungen, die Troyer zwischen biblischer Figur und dem, was man von dieser lernen kann, herstellt, sind allesamt schlüssig. Ist der Autor zwar promovierter Theologe, beschränkt er wissenschaftliche Fragestellungen auf das Nötigste. Nur dort, wo formale oder historisch-kritische Beobachtungen etwas zur spezifischen Thematik beitragen, werden sie in verständlicher Sprache vorgestellt.
Im Bereich der neutestamentlichen Gestalten entsteht vermehrt der Eindruck, dass die Ausführungen sehr stark von Bibelkursen (von denen viele Eindrücke geschildert werden) beeinflusst wurden. Dies zeigt sich an einer zunehmenden Zahl von Impuls-Fragen, die die Leser des Buches zum Nachdenken anregen können. Dieser Eindruck wird bestätigt durch manche Punkte, die nur angerissen werden. Hier würde man sich eine weitere Vertiefung wünschen, die in den Bibelkursen vermutlich gegeben worden ist (z.B. die Ausführungen zur lectio divina innerhalb der Ausführungen zu Mk 9,2-10).
Das Buch ist wohl in erster Linie im persönlich-spirituellen Bereich zu empfehlen. Schließlich bringt sich der Autor auch sehr häufig mit eigenen Gedanken, Wünschen und Eindrücken ein (?Ich denke??; ?Ich bin überzeugt??; ?Ich frage mich manchmal??; ?Mich fasziniert?? uvm.), was dem Ganzen eine sehr persönliche Note verleiht. Die Thematik legt auch eine gut portionierte Lektüre nahe - ein Buch, das man von vorne bis hinten in einem durchliest, ist es sicher nicht.
Das Vorhaben, biblische Gestalten und ihre Eigenheiten für die Menschen des 21. Jahrhunderts zum Sprechen zu bringen, ist Franz Troyer zweifelsohne geglückt. Wer ihn kennt, entdeckt seine Handschrift auf jeder Seite. Als Meditations-Buch für den eigenen Gebrauch, wie auch als Fundgrube für bibelpastorale Aufgaben, ist der besprochene Band sicher eine Bereicherung.

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Rezensionen von Helu:

Gelungene Mischung

Der Wolfgangweg von Peter Pfarl

Eine gute Mischung ist dem Autor und Hobby-Pilger Peter Pfarl bei dem vorliegenden Pilgerführer gelungen. Eine Mischung, die Hintergrundinformationen über den Heiligen Wolfgang, eine Fußweg- und eine Fahrradroute zum Wolfgangsee sowie viele Hinweise auf landschaftliche und kulturelle Sehenswürdigkeiten entlang des Weges zusammenbringt und zu einem runden Ganzen werden lässt.

Am Beginn stehen Biographie, Legenden, Wallfahrt und Wunder des Heiligen Wolfgang. Hier erklärt sich der Weg vom Ort der Grabstätte (Regensburg) hin nach St. Wolfgang, das seit jeher weitaus bedeutender und größer ist, was die Verehrung des Heiligen angeht. In diesem ersten Teil fällt das Kapitel zu den anderen Wolfgangsorten sowohl wegen seiner sprachlichen und inhaltlichen Schwächen auf. Da hier fast nur aufgezählt wird, hätte man es sich entweder komplett sparen können, oder eben erweitern müssen ? schließlich möchte der Leser zum Beispiel, da er auf ein ?Sauhaxenopfer? in Fratres (S.30) hingewiesen wird, auch wissen, was es damit auf sich hat.
Es folgt die Beschreibung des Wolfgang-Pilgerwegs für solche, die sich zu Fuß auf den Weg machen. Nach grundsätzlichen knappen Tipps zum Fußpilgern (für einen völlig unerfahrenen sind diese vermutlich zu wenig ausführlich), folgt die Beschreibung der jeweiligen Etappen, die zwischen 17 und 37 km liegen. Die Beschreibungen sind zunächst sehr pragmatisch: Neben der letzten Gelegenheit für längere Zeit, die Wasservorräte aufzufüllen, stehen vor allem Wegbeschreibungen oder Hinweise auf Wegweiser. Zusätzlich werden Informationen über die Orte, ihre Baudenkmäler (v.a. Kirchen) und die Landschaften gegeben. So erfährt man vieles über die Ausstattung der Kirchen und Legenden aus dem Leben Wolfgangs, die mit bestimmten Orten in Verbindung gebracht werden. Besonders informativ sind die farbig unterlegten Kästchen, die auf Höhepunkte an der Strecke hinweisen. Immer wieder empfiehlt der Autor Routen abseits der Verkehrsstraßen, auch wenn damit teilweise Umwege verbunden sind.
In gleicher Weise wird der Fahrradweg beschrieben, der abgesehen von Start- und Zielpunkt erst ab Mattighofen mit dem Fußweg identisch ist.
Der kritische Leser mag sich an mancher Formulierung etwas stoßen (?Nachdem sich weitere Wunder ereignet hatten [...]?, S.32; ?Er gehört zu einer Kirche, die wegen eines Hostienfrevels erbaut wurde [...]?, S. 94), jedoch muss man das Format und das Profil des Autors berücksichtigen.
Als einer, der von der Wallfahrt und seiner Heimat fasziniert ist, möchte er das Pilgern auf einem ?der großen Wege der Welt?, den er als ?ein Stück abendländischer Kulturgeschichte? (S.32) beschreibt, wiederbeleben und dazu ermuntern. In den Texten wird diese Leidenschaft sehr deutlich erfahrbar, z.B. wenn er bei der Landschaft, die Richtung Wolfgangsee immer schöner wird, regelrecht ins Schwärmen gerät.

Auf diese Weise kann der Pilgerführer ein hilfreicher Begleiter werden für jene, die sich auf den Weg nach St. Wolfgang am Wolfgangsee machen und dabei die Mischung aus Pilgern, Landschaften und Kulturdenkmälern erfahren wollen.

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Ewa Wiercinska :

John O?Farrel gelingt es nicht die Spannung zwischen Erinnern und Vergessen geschickt auszunutzen

Der Mann, der seine Frau vergaß von OFarrell John

Die Geschichte wurde aus der Sicht eines von Midlife-Crisis betroffenen Jack Vaughan erzählt. Sein Gehirn hat die Reset-Taste gedrückt und zack erleidet er eine retrograde Amnesie bei der seine Vergangenheit betroffen ist. Er ist langsam mit dem Leben von 'Ex-Ich' konfrontiert und ist sooo erschrocken, dass er feststellt, mein Gedächtnisverlust ist vielleicht das Beste, was mir je passiert ist.

Aber sein Herz erinnert sich an etwas, was sein Kopf vergessen hat und ??? ..lesen Sie selber!

Ein Märchen, wie aus einem ?bloßen Nörgler, innerlich gealtertem, geistig fettem und unbeweglichem Mann?, ein liebvoller Vater und Ehemann geworden ist. Aber Wunder passieren wie Cees Nooteboom sagt ?die Erinnerung ist wie ein Hund, der sich hinlegt, wo er will?.

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Rezensionen von Harald Schellander:

Für sehr heiße Sommertage, immerhin...

Der Mann, der seine Frau vergaß von OFarrell John

Ob es an der deutschen Übersetzung liegt, dass die an und für sich witzige Geschichte über den Mann, der seine Frau vergaß, mittendrin in Plattheit und Langeweile abrutscht? Dabei haben das Romanpersonal und seine Marotten das Zeug zum Pointenfeuerwerk. Seitenweise gelingen John O'Farrell zum Schreien komische Slapstickszenen.

Doch erst gegen Schluss nimmt die Story, die auch Nachdenkliches für verheiratete und geschiedene Paare bietet, wieder Fahrt auf. Immerhin geeignet für sehr heiße Sommertage.

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Rezensionen von Niklaus Zemp:

Warum gibt es dieses Buch nicht schon lange?

Zwischenhalt - authentisch leben lernen von Niklaus Zemp

Im Blick zurück auf die zwölf Kapitel liegt der Schluss nahe: Alles, was mein eigenes Leben betrifft, Gefühle, Aengste, eigene Erfahrungen in der Kindheit oder später, gesundheitliche, berufliche oder familiäre Sorgen sind irgendwo und irgendwie, mich treffend, angesprochen. Warum gibt es dieses Buch nicht schon lange? Mir persönlich wäre vieles erspart geblieben, wenn ich einen solchen Wegbegleiter vor zehn oder mehr Jahren gekannt hätte.

Aber selbst die letzte Lebensphase lässt sich dank diesem Buch wertvoller, zuversichtlicher, hoffnungsvoller und damit glücklicher gestalten.
Arnold B. Stampfli, Journalist

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Rezensionen von ww@wkv.at:

Danke für das feine Buch - Klare Empfehlung

Die Farbe des Schmerzes von Harald Schwinger

Danke für das feine Buch.

Liest sich wirklich spannend wie ein Krimi und leichte Kost ist es auch nicht gerade.

Erinnert mich ein bißchen an die ersten und guten Bücher von T.C. Boyle.
Denn wie und vor allem warum zB. der nette Blutegelzüchter schlussendlich in die Geschichte eingewoben und um die Ecke gebracht wird, ist schon genial.

Klare Empfehlung also!

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Rezensionen von Almut Nestelbacher, Buchhandlung HEYN, Klagenfurt:

Originelle Geschichte, zu seicht umgesetzt, als unterhaltsame Sommerlektüre gerade noch geeignet.....

Der Mann, der seine Frau vergaß von OFarrell John

Hätte sich Astrid Rosenfeld des Stoffes angenommen, so wäre daraus ein echter "Knaller" geworden. So habe ich zwar oft herzlich lachen müssen, aber stilistisch macht das Buch leider David Safiers Niveau ernsthafte Konkurrenz.
Vielleicht liegt es aber auch an der Überesetzung und das englische Original ist besser - denn völlig talentlos wird man ja auch nicht zum Spitting Image Autor.

.....

Fazit: Originelle Geschichte, zu seicht umgesetzt, als unterhaltsame Sommerlektüre ob der streckenweise gelungenen Komik aber gerade noch geeignet.....

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Rezensionen von fabiog:

Empfehlenswert

Der Mann, der seine Frau vergaß von OFarrell John

Tolles Übungsbuch, ideal auch zum Lernen für Wiederholungsprüfungen !!

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Rezensionen von Irve:

*+*+* Unausgewogene Mischung der Zutaten *+*+*

Letzte Ernte von Tom Hillenbrand

Die Zusammenfassung:
Ein Glas Wein, Rieslingspastete und danach ein Stück Quetschetaart mit Sahne ? auf der Luxemburger Sommerkirmes lassen es sich der ehemalige Sternekoch Xavier Kieffer und seine Freundin, die Gastrokritikerin Valerie Gabin, richtig gut gehen. Doch in einem Bierzelt drückt ihm ein Fremder plötzlich eine Magnetkarte in die Hand und verschwindet.

Am nächsten Morgen wird der Mann unter der Roten Brücke tot aufgefunden. Warum hat er Kieffer diese Karte gegeben? Was hat es mit den Computercodes darauf auf sich? Und warum sind plötzlich so viele Leute hinter ihm her? Der Luxemburger Koch steht plötzlich im Zentrum einer Verschwörung und erkennt, dass seine Freundin in höchster Gefahr schwebt.

Das Cover:
Das Cover sieht so richtig harmlos aus und man könnte auf die Idee kommen, das Buch sei leichte Feierabendlektüre und kein Krimi. Der altmodische Herd, das Schild, es wirkt so unbedarft.....Ist es das wirklich oder nur eine Täuschung?

Meine Zusammenfassung:
Xavier Kieffer, Chefkoch des Resteurants ?Deux Eglises? und seine Freundin Valerie Gabin, erfolgreiche Gastrokritikerin, geraten völlig überraschend in einen Kriminalfall. Als ein Mann völlig verstört in Kieffers Bierzelt auf der Luxemburger Kirmes kommt, übergibt er hastig eine Magnetkarte und drei bunte Schlüssel an Valerie. Der Unbekannte wird verfolgt und wird später tot unter einer nahen Brücke gefunden.
Xavier und seine Freundin versuchen, den Fall selbst zu lösen. Sie unterschlagen der Polizei wichtige Informationen und geraten in höchste Gefahr.

Meine Meinung:
?Letzte Ernte? ist der dritte Krimi von Tom Hillenbrand. Die Vorgängerbücher kannte ich nicht, bevor ich auf diesen dritten Teil aufmerksam wurde. Die Kombination aus Kulinaritäten und Krimi sprach mich sehr an und ich beschloss, mich von diesem aktuellen Kieffer-Fall überraschen zu lassen.
Das erste Kapitel fand ich sehr spannend. Wirtschaftskriminalität wurde als Thema des Falls angedeutet und ich freute mich. Denn Börsenspekulationen und das weite Feld, was dazu gehört, interessieren mich.
Leider konnte die Spannung des Anfangs nicht gehalten werden. Zwischendurch blitzten mal einige interessante Passagen auf, die einige Hintergrundinformationen aus der Börsen- und Zahlenwelt einwarfen. Jedoch empfand ich diese Infos als sehr mager. Wer sich bisher nicht mit dem Thema auseinandergesetzt hat, wird vermutlich nicht wirklich verstehen, um was es hier geht. Die Ausführlichkeit, die mir bei den Erklärungen zum Hintergrund des Verbrechens fehlte, wurde stattdessen in einem anderen Thema, das rein gar nichts mit dem Kriminalfall zu tun hat, ausgelebt. Bevor und während die Geschichte von Kieffers ?Fall? erzählt wird, gibt es kapitelweise Passagen, die vom roten Faden wegspringen und in Ort und Zeit schwanken. Der Sinn und Zweck der meisten dieser Abstecher erschloss sich mir nicht. Sie trugen weder zum besseren Verständnis bei mir bei noch zur Auflösung des Falles.
Diese war leider im Großen und Ganzen vorhersehbar und überraschte mich nicht wirklich. Aus diesem Fall hätte der Autor weit mehr rausholen können, bieten Wirtschaft und Börse doch ein weites Feld, auf dem man sich richtig austoben könnte....
Der kulinarische Teil des Buches rund um Kieffers Lokal und Festzelt war sehr interessant. Viele Speisen hörten sich sehr lecker an und ich hoffte während der Lektüre des Buches immer wieder auf einen Rezeptteil im Anhang, den es leider nicht gibt.

Mein Fazit:
Unterm Strich bin ich enttäuscht von diesem Buch. Relativ wenig Sachbezogenes, dafür viel oberflächliches Drumrum....dafür gibt es von mir nur 2 Sterne.

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