Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Doris Moser:
Fazit: eine provinzielle und biedere Angelegenheit
Ein verschrobener, langweiliger Protagonist,
eine sich mühsam entwickelnde Handlung, sprachlich einfallslos,
kompositorisch eindimensional. Natürlich kann man das zum Programm des
Romans erklären, indem man das Etikett "Pulp" vorschiebt (siehe
Klappentext). Doch das macht den Roman noch nicht zu einem gelungenen
Stück Gegenwartsliteratur.
Eine Pulpgroteske stelle ich mir
jedenfalls fetziger, trashiger und phantasiereicher vor. Fazit: eine
provinzielle und biedere Angelegenheit ungeachtet des Schauplatzes
Berlin. Soll uns herkömmliche Provinzler das trösten? Bitte nicht...
Rezensionen von Laszlo Zoltan:
...in Summe fehlt dem Kern dieser Geschichte viel Substanz.
Man wähnt sich des Öfteren in einem schlechten Reiseführer von Berlin, wenn es darum geht, warum die U8 nicht fertig gestellt wurde. Als Nichtberliner kann man den vielen Wegbeschreibungen mit exakter Straßenbenennung ohne Stadtplan nicht folgen. Schafft das gar ein Berliner? Was würde es auch bringen?
Ansonsten erstaunt das unmoralische Leben des jungen Protagonisten ? er hat ein Téte á Téte mit der Freundin, deren Mutter und einer Prostituierten (!) - und lässt somit diesen Provinzroman auf kurzen Strecken humorvoll und unterhaltsam erscheinen.
Aber in Summe fehlt dem Kern dieser Geschichte viel Substanz. Das Lesen wird durch den unkonventionellen Stil, der die Interpunktion neu definiert, reichlich erschwert.
Rezensionen von Laszlo Zoltan:
Ein großes Lesevergnügen......
Adams Erbe. von Rosenfeld Astrid
D
ie Autorin erzählt stilvoll eine Liebesgeschichte aus der NS-Zeit, in die sie sehr gekonnt feinen Humor einfließen lässt, so dass die Geschichte trotz der zu erahnenden Ausweglosigkeit nichts an gespannter Erwartung verliert.
Ein großes Lesevergnügen, ein gelungenes Debüt von Astrid Rosenfeld!
Rezensionen von Laszlo Zoltan:
....fade und schleppende Geschichte......?
Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand Roman . 29.08.2011. Hardback. von Jonasson Jonas
Jonasson verstand es ausgezeichnet, und dafür gebührt ihm ein großes Lob,
mich doch noch jung fühlen zu lassen. Ich fragte mich nämlich beim Lesen
immer wieder, ob ein bestimmtes Lebensalter notwendig ist, um in diese
teilweise fade und schleppende Geschichte eintauchen zu können. Vielleicht
liest sie sich im Alter der Protagonisten besser.
(Wenn es die betagten
Augen noch zulassen!) Außerdem fand ich einen enormen Unterschied der
Humorempfindung der Nordländer (Schweden) gegenüber der Südländer
(Österreich). Die Pisspantoffel ließen meine Mundwinkel nicht nach oben,
sondern angeekelt nach unten wandern.
Leider würde ich dieses Buch nicht weiter empfehlen, geschweige denn
jemandem schenken, ausgenommen als Mitbringsel zu einem privaten Essen, bei
dem dem Koch ein ausgesprochen schlechter Ruf vorauseilt.
Rezensionen von Laszlo Zoltan:
Humorvoll und mit einem ungeheuren exakten auf die Darsteller abgestimmten Stil, versteht Ruge es, den Leser durch seine Geschichte zu führen.
In Zeiten des abnehmenden Lichts von Eugen Ruge
Eugen Ruge erzählt hier eine interessante Familiengeschichte über vier Generationen in der es natürlich im Wesentlichen um die Liebe geht.
Aber weniger um die zwischenmenschliche Liebe als eher um die Liebe zu einer politischen Richtung. Aus dieser anfänglichen Liebe heraus erleben die Protagonisten eine Weltreise über Mexiko, Russland und ins kommunistische Deutschland der Nachkriegszeit.
Wie bei Liebesgeschichten zweier Personen entwickelt sich hier die ungemein große Sympathie zum Hass.
Humorvoll und mit einem ungeheuren exakten auf die Darsteller abgestimmten Stil, versteht Ruge es, den Leser durch seine Geschichte zu führen.
Rezensionen von Laszlo Zoltan:
...ein kurzweiliges Lesevergnügen, besonders wenn man ?schräge? Geschichten liebt.
Der Russe ist einer, der Birken liebt von Olga Grjasnowa
Olga Grjasnowa lässt den Leser am jungen Leben von Mascha teilhaben, die fünf Sprachen fließend und ein paar weitere so "wie die Ballermann-Touristen Deutsch" spricht.
Neugierig und voll Spannung folgt man ihren Erlebnissen und man erkennt, dass Mascha auf der Suche nach dem großen Glück ist.
Wie eine Pilzesammlerin nimmt sie aber auf der Suche nach dem größten Glück(-sPilz) auch alles andere, was der Wald sonst noch zu bieten hat mit - Beeren, Kräuter und giftige Pilze.
Irritationen löst aber ihr ungemein profaner Lebensweg aus, der sie ausgerechnet nach Israel führt. Aber wie so oft im realen Leben ist vieles nicht schlüssig. Trotzdem, ein kurzweiliges Lesevergnügen, besonders wenn man ?schräge? Geschichten liebt.
Rezensionen von Laszlo Zoltan:
Dieser Roman ist eine glanzvolle Debütleistung.
Die Tigerfrau. von Obreht Téa
Dieser Roman ist eine glanzvolle Debütleistung
Die Autorin berichtet gekonnt vom Leben des Großvaters der Protagonistin, die als Ärztin im ehemaligen Jugoslawien arbeitet. Wenn man offen für zwei Realitätsebenen und somit bereit für Mythen und Märchen ist, taucht man in eine sprachgewaltige Geschichte der aktuellen Historie des Balkans.
Rezensionen von Laszlo Zoltan:
Ich benötigte 14 Tage für dieses Buch!
Der Sohn. von Durlacher Jessica
Gleich vorweg: Ich benötigte 14 Tage für dieses Buch!
Aber nicht, weil ich im Lesen nicht geübt bin, sondern viel mehr deshalb, weil ich mich kopfschüttelnd von Kapitelchen zu Kapitelchen schleppte. Jessica Durlacher schaftte es, einem mittelmäßigen Inhalt durch dilettantische Prosa den Dolchstoß zu geben.
Wo findet sich ein Tisch mit einem um 2,4 cm zu kurzen Bein?
Rezensionen von Laszlo Zoltan:
Lesenswert, um zu lachen und nachzudenken!
Er ist wieder da von Vermes Timur
Timur Vermes beginnt seine Geschichte als fulminante Komödie, um dann in weiterer Folge zwar humorvoll, aber mit sehr ernstem Hintergrund den Erfolg eines "kleinen Hitlers" in der heutigen Zeit darzustellen.
Lesenswert, um zu lachen und nachzudenken!
Rezensionen von Laszlo Zoltan:
?Die Schweiz bürgt nicht nur bei Uhren und Schokolade für Qualität, nein, auch bei Romanen. Bravo, Patrick Tschan! Weiter so!?
Polarrot von Patrick Tschan
Wo ein Weg, dort auch ein Ziel. Jakob Breiters Weg kennt nur ein Ziel: Geld, Ansehen und mondäne Frauen. Schnell arbeitet er sich vom armen Bauernkind zum erfolgreichen Senf- und Farbenverkäufer. Und das in einer schwierigen Zeit. Hitler kommt an die Macht und benötigt viel Rot für seine Fahnen.Patrick Tschan lässt den Leser oft über den Einfallsreichtum und der damit verbundenen List des nicht immer legal agierenden Helden staunen und schmunzeln.
Man entdeckt sich aber auch dabei, dass man für den inzwischen zu Jack und später zu Jacques zurechtgemachten Breiter (klingt kultivierter als Jakob) Verständnis hat und ihn trotz seines oft unkorrekten Handelns bemitleidet. Die Frage, ob dieser ?Hans im Glück? des 20. Jahrhunderts am Ende wieder beim Schleifstein endet, ist es absolut wert, diesen Roman zu lesen. Die Schweiz bürgt nicht nur bei Uhren und Schokolade für Qualität, nein, auch bei Romanen. Bravo, Patrick Tschan! Weiter so!









