Kunden em pfehlungen
Rezensionen von liesmal:
Ein Klassiker aus einem anderen Blickwinkel
James von Percival Everett
Mark Twain hat mich mit den Abenteuern von Tom Sawyer und seiner Freundschaft zu dem Sklaven Jim als Kind total bewegt und begeistert. Jetzt hat sich der Autor Percival Everett des Themas angenommen. Sein Buch „James“ erzählt die Geschichte von damals aus einem anderen Blickwinkel, nämlich aus der Sicht des Sklaven Jim.
Als Jim verkauft werden und deshalb auch von seiner Familie getrennt werden soll, entscheidet er sich für die Flucht. Er will für seine und die Freiheit seiner Frau und seiner Tochter kämpfen, auch wenn die Chancen nur gering scheinen.
Unglaublich spannend und einfühlsam lässt Everett den Sklaven Jim als Ich-Erzähler die zu bestehenden Abenteuer beschreiben. Jim begegnet auf seinem Weg entlang des Mississippi nicht nur Tom, mit dem ihn eine ganz besondere Freundschaft verbindet, sondern er muss sich vielen Herausforderungen stellen und manchmal auch anders entscheiden, als sein Herz es ihm sagt.
Die Grausamkeiten, die körperlichen und seelischen Schmerzen, die den Sklaven zugefügt wurden, sind manchmal nur schwer zu ertragen. Dass ein einfacher kleiner Bleistiftstummel Grund genug ist, um einen Sklaven zu hängen, ist kaum vorstellbar.
Mich hat das Buch tief berührt und ähnlich wie in meiner Kindheit die Ungerechtigkeiten zwischen Schwarzen und Weißen spüren lassen.
Rezensionen von Claudia R:
Portal-Fantasy
James von Percival Everett
Klappentext / Inhalt:
Überschwänglich werden Paladin Felix und seine Freunde in Remargis gefeiert. Mit Schwert, Kriegslist und Magie haben sie das fantastische Reich vor dem Untergang bewahrt.
Doch eines Tages schiebt man die Helden in ihre Heimatwelt ab - ins graue und magiebefreite Berlin.
Felix fühlt sich verraten und gedemütigt, denn die herkömmliche Welt hat für einen Helden keine Verwendung.
Ein kühner Plan reift in ihm heran: Um in seine Wahlheimat zurückzukehren, will er sich auf fremde Mächte einlassen. Auf seinem Weg ergeben sich neben der Allianz mit einem gewitzten Hexen-Trio auch bedauernswerte Unfälle und Kollateralschäden. In Remargis zu bleiben ist sein Ziel, und jedes Mittel dafür ist recht.
Cover:
Das Cover wirkt spannend und feurig. Die Sicht und die Darstellung des Portals ist toll gewählt und auch die Farbwahl ist sehr gelungen. Neugier auf das Buch wird hier bereits geweckt. Ein Kämpfer mit einem Schwert im Vordergrund, die Portaldarstellung und die Türme im Hintergrund und alles in feurig warmen gelb.orange Tönen macht das ganze sehr eindrucksvoll.
Meinung:
Spannende und zugleich humorvolle Portal-Fantasy, die viel Spaß macht und zugleich auch eine gewisse Tiefe aufweist. Felix und seine Freunde werden als Helden gefeiert, doch ohne Erklärung werden sie in ihre Heimat zurückgeschickt und dort ist alles anders. Felix sucht einen Weg zurück, ob ihm das gelingen wird?
Inhaltlich möchte ich hier nicht allzu vil verraten und halte mich mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.
Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich gut und flüssig lesen. Schnell kommt man in die Charaktere und Handlungen hinein. Besonders in Felix kann man sich sehr gut hinein versetzen und auch die Situationen gut nach empfinden. Die Geschichte baut auf interessanten Handlungen mit parodistischen Ansätzen auf. Anfangs sieht man Felix eher als Alleingänger um den sich mehr und mehr eine bunte Truppe bildet, in der jeder seinen Platz hat. Skurrile und besondere Wesen und Gestalten bringen hier ihren ganz eigenen Charme ein und sorgen so für tolle Unterhaltung.
Die einzelnen Abschnitte und Kapitel haben eine gute Länge. Die Anfänge sind deutlich und gut erkennbar. Auch die Zeitangaben sind sehr hilfreich und die Überschriften selbst sind passend, verraten aber nicht zu viel.
Die Rückblenden bringen Spannung hinein und halten das Tempo hoch. Man wird schnell an Ereignisse und Handlungen gefesselt und von dieser tollen Fantasy mitgenommen. Spannend und unterhaltsam, eine gelungene Mischung aus Ernst und Humor, aber auch ein gewisser Tiefgang ist gegeben und auch die Komplexität des Ganzen wird gut erfasst und umgesetzt.
Gelungener Auftakt, bin schon sehr auf den weiteren verlauf gespannt und somit auch auf den zweiten Band.
Fazit:
Spannende und zugleich humorvolle Portal-Fantasy, die viel Spaß macht und zugleich auch eine gewisse Tiefe aufweist.
Rezensionen von Dana:
schöne Mischung aus Freundschaftsgeschichte, Träumen und Sachinformationen
Als Ela das All eroberte von Raúl Krauthausen; Adina Hermann
Für Ela ist die Sache ganz klar: Eines Tages wird sie als Astronautin ins Weltall fliegen. Sie interessiert sich sehr für Planeten, Sterne und die Dinge, die Weltraumfahrer so können und leisten müssen. Auch ihr bester Freund Ben ist fasziniert von dem Thema und so hat sie immer jemanden, mit dem sie sich austauschen und gemeinsam recherchieren kann.
Allerdings glauben in Elas Umfeld nicht alle so bedingungslos daran, dass das Mädchen ihren Traum auch verwirklichen kann, dabei führen ja so viele Wege ans Ziel.
Mir hat die Thematik dieses Kinderbuches wirklich gut gefallen. Schon allein wie wichtig es ist, an Träume zu glauben und darauf hinzuarbeiten. Selbst wenn es nicht immer leicht ist und man vielleicht auch mal Umwege gehen muss oder Dinge sich erst ändern und wandeln müssen damit es eine Chance gibt, so muss man doch nicht direkt aufgeben. Und dann auch noch kombiniert damit, dass die Protagonistin Ela im Rollstuhl sitzt und damit natürlich die eine oder andere Hürde hat, die andere vielleicht nicht haben, um ihre Ziele zu erreichen. Doch Ela lässt sich dadurch nicht davon abhalten, ganz fest an ihren Traum zu glauben, irgendwann als Astronautin im Weltall zu sein. Schön war es, dass sie in ihrem Vorhaben unter anderem von Ben und ihrer Familie tatkräftig unterstützt und auch bei Fehlschlägen oder Schwierigkeiten aufgefangen wird.
Innerhalb der Geschichte sind viele fachliche Informationen rund um Planeten, Sterne, Astronauten und so weiter eingebunden. Um es alles direkt aufzunehmen, ist es vermutlich ein wenig viel, besonders an der Stelle, als die Kinder im Planetarium sind. Dort ballt sich das Wissen doch sehr. Allerdings könnte man es ja auch immer wieder nachschauen oder im Anhang des Buches nachlesen, in dem viele Dinge noch mal etwas ausführlicher aufgeführt sind.
Dass man beim Lesen der Geschichte gleich noch einen Lerneffekt hat, fand ich aber gut gemacht.
Ansonsten ist der Schreibstil leicht verständlich und mitnehmend gestaltet. Ich mochte die Dynamik in der Geschichte sehr gern. Die Freundschaft der beiden Kinder steht immer wieder im Fokus und auch wie wichtig es ist, an Träume zu glauben, selbst wenn der erste Anlauf vielleicht nicht gleich klappt.
Farbenfrohe Illustrationen machen die Handlung zusätzlich lebendig und lassen die Geschehnisse gut vorstellbar werden. Man hat ein genaues Bild von den Figuren und die Einbindung von Aspekten aus der Raumfahrt oder der Astrologie allgemein macht auch dieses Thema gleich noch etwas greifbarer.
Dass man zum Beispiel nicht erfährt, warum Ela im Rollstuhl sitzt, könnte zunächst etwas irritieren, allerdings fand ich, spielte es beim Lesen der Geschichte eigentlich auch keine Rolle, wieso die Situation für das Mädchen so ist. Am Ende des Buches wird auch kurz darauf Bezug genommen, dass es innerhalb der Handlung nicht weiter aufgegriffen wird. Der Mittelpunkt der Geschichte war für mich aber auch nicht die Ursache für Elas Handicap, sondern wie mutig, lebensfroh und motiviert sie trotz allem an jeden Tag herangeht, wie viel Unterstützung sie bekommt und wie selbstverständlich manche Sachen für sie sind, die für andere irgendwie erst mal schwierig erscheinen oder sie unangenehm berühren, weil sie nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen. An der einen oder anderen Stelle kann man von der jungen Protagonistin noch was für sich selbst mitnehmen.
Fazit
Ein schönes Kinderbuch, das mir in der Kombination aus Sachinformationen rund um den Weltraum, einer tollen Freundschaft, einer mutigen, lebensfrohen Protagonistin, die an ihre Träume glaubt und schönen Botschaften.
Rezensionen von Claudia R:
weniger ist Mee(h)r
Weniger ins Meer von Hannah Wilson
Klappentext / Inhalt:
Die Umweltverschmutzung wächst und wächst!
Plastik, das die Weltmeere verseucht, Regenwälder, die zusehends schrumpfen, Müllberge, die immer weiterwachsen, unser Klima, das sich mehr und mehr verändert - an vielen Stellen ist zu erkennen, dass wir so nicht weitermachen können mit der Umweltverschmutzung und der Ausbeutung unserer Erde.
Ein Thema, das viele Kinder und ihre Familien beschäftigt!
Neben Fakten und anschaulichen Fotos bietet dieses Kindersachbuch ab 8 Jahren viele Tipps und Anregungen, wie Kinder, ihre Freunde und Familien selber dazu beitragen können, die Umwelt zu schützen und sich umweltbewusst zu verhalten - ein Anliegen, das heute viele Kinder und Jugendliche haben!
Topaktuell und anschaulich
: Mit vielen aktuellen Informationen und Fakten
Kindgerecht aufbereitet
: Alle Texte sind für Kinder interessant und verständlich geschrieben
Mit vielen Tipps
: Praktische und leicht umsetzbare Anregungen und Ideen zum Recyceln und Müllvermeiden
Mit Fotos und Fakten-Kästen
: Die Bilder machen das Ausmaß der Umweltproblematik deutlich
Cover:
Das Cover zeigt direkt die Problematik der Umweltverschmutzung und macht auf dieses Thema ziemlich stark aufmerksam. Man erkennt hier sehr viel Müll und Plastik im Meer. Fische in Plastiktüten gefangen und ein Wal mit einem Plastikstrohhalm zeigen das Problem direkt auf. Optisch und farblich ist es sehr schön umgesetzt.
Meinung:
Umweltschutz und Müllreduktion ist ein top aktuelles Thema welches hier kindgerecht aufgegriffen wird. Es wird sich zu Beginn mit dem Thema der Entstehung des Mülls, Recycling und Abfall beschäftigt, um ersteinmal in das Thema einzuführen. Dann werden die verschiedenen Stoffe wie Plastik, Glas, Papier, Metall und Textilien näher betrachtet. Dazu gibt es dann auch immer entsprechende Hinweise und auch Tipps, wie man was vermeiden kann.
Die idee hinter dem Buch finde ich richtig toll und auch dass auf die Müllvermeidung hingewiesen und sehr direkt eingegangen wird. Viele tolle Ansätze sind vorhanden und zudem ist es auch informativ.
Mir persönlich ist es jedoch etwas zu überladen und auch von der Anordnung und Darstellung zu chaotisch. Die Bilder wirken für mich zu überladen. Aber dies ist auch durchaus Ansichtssache.
Man bekommt viele Indikationen und auch Tipps rund um das Thema und auch eine Gliederung wurde versucht und ist von der Idee her richtig toll. Auf den Doppelseiten findet man dann viele Informationen zum jeweiligen Thema oder Rohstoff und in unterschiedlichen Kästchen findet man dann interessante Informationen wieder. Auch kleine Verständnis-Quiz werden mit eingefügt, so kann man sein erlangtes Wissen überprüfen.
Die Bilder veranschaulichen das Ganze sehr gut und bringen das Ganze optisch gut herüber. Jedoch ist es je Seite manchmal etwas viel.
Es zeigt sehr gut auf, wie wichtig Mülltrennung ist und Müllvermeidung. Es schafft ein Bewusstsein dafür und schult bereits die Jüngsten darauf Acht zu geben. Wer mehr über Müll und Mülltrennung erfahren möchte, sollte hier auf jeden Fall einen Blick hinein werfen.
Natur- und Umweltschutz kinderleicht gemacht und gut erklärt. Sehr informativ und manchmal etwas zu viel auf einer Seite. Aber ansonsten sehr lehrreich und toll gemacht.
Fazit:
Müllvermeidung und Tipps, sowie Informationen rundherum, werden hier vielfältig und verständlich gegeben.
Rezensionen von Marie aus E.:
Zu langatmig - aber sehr spannend
Die Burg von Ursula Poznanski
Milliardär Nevio hat eine neue Geschäftsidee: er hat eine alte Burg gekauft und diese in eine Escape-Burg verwandelt. Aber nicht so wie wir das kennen - nein, er arbeitet mit der KI und diese passt Spielverlauf und Spielumgebung individuell auf die jeweiligen Besuchergruppen an.
So etwas gab es noch nie!
Vor der Eröffnung lädt Nevio eine Gruppe unterschiedlichster Menschen zum Testen seines genialen Geschäftsmodells ein.
Doch die KI hat eigene Ideen und das Ganze entwickelt sich zu einem gruseligen Alptraum.
Das Thema ist spannend - inwieweit wollen wir unser Leben wirklich einer künstlichen Intelligenz anvertrauen? Kann das gut gehen?
Aber nicht nur das Thema, auch die Umsetzung hat mir anfangs sehr gut gefallen. Die Illusion, die in der Burg für das Escape-Spiel geschaffen wird ist durchwegs düster und wird immer gruseliger.
Leider zog es sich dann irgendwann sehr, denn auch wenn die Welten phantasiereich waren - es ist dann doch immer wieder identisch, von Raum zu Raum und die ständigen Beschreibungen haben mich im Leseverlauf dann ermüdet. Eine Straffung hätte dem Buch hier meines Erachtens gut getan.
Nichtsdestotrotz blieb der Spannungsbogen hoch, ich war sehr gespannt, wie das Ganze aufgelöst wird.
Und die Auflösung fand ich dann sehr gelungen.
Insgesamt bin ich also etwas ambivalent, was das Fazit angeht. Gute Unterhaltung mit einigen Längen.
Rezensionen von Michaela:
Vielschichtige Familiengeschichte
Treibgut von Adrienne Brodeur
'Treibgut' erzählt die Familiengeschichte der Gardeners im Jahr 2016. Im Sommer wird der geniale Meeresforscher und Vater Adam 70 und möchte noch einmal alle Welt beeindrucken. Ob dies gelingt oder nicht, wird an dieser Stelle nicht verraten. Daneben lernen wir auch die Künstlerin Abby kennen, welche sich mit einem Job als Lehrerin über Wasser hält.
Ihr älterer Bruder hingegen ist ein erfolgreicher Immobilien-Manager und angehender Politker.
Der Roman wird aus der Sichtweise der jeweiligen Personen erzählt, dies ist meiner Meinung nach ein gutes Mittel, um die Konflikte und Beziehungen der Protagonisten untereinander verstehen zu können. Ein Nachvollziehen der Gefühle und Beweggründe wird mir hierdurch erleichtert, auch wenn mir die Personen nicht immer sympathisch sind und ich mir bei manchen durchaus mehr Entwicklung gewünscht hätte.
Fazit: Ein Roman welcher gekonnt eine Familiengeschichte aufzeigt. Wie Ereignisse von Personen unterschiedlich wahrgenommen werden und welchen Einfluss diese haben können. Dennoch wird nicht zu sehr in die Tiefe gegangen und für mein Gefühl bliebt am Ende doch einiges offen.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Lieber kleine Schritte als gar keine
100 geniale Tricks für eine gesunde Ernährung von Matthias Riedl
„Ab sofort nie wieder Schokolade und jeden Tag zum Sport? Solche gigantischen, einschneidenden Vorhaben sind zum Scheitern verurteilt. Wie wäre es stattdessen erst einmal mit nur einem Stück Schokolade – statt mit einer ganzen Tafel – und einem täglichen Spaziergang? Solche Mikroveränderungen bringen mehr – und beugen auch noch dem gefürchteten Gewichts-Jo-Jo-Effekt vor.
“
Dass radikale Diäten, strenges Kasteien oder Einnahme von oft bedenkliche Mittelchen, die außer teuer nur unwirksam sind, nicht unbedingt zum Erfolg führen, ist hinlänglich bekannt. Jedes Jahr, pünktlich zu Frühlingsbeginn, schießen Abnehmtipps wie die sprichwörtlichen Schwammerl aus dem Boden.
Dr. Matthias Riedl zeigt mit seinem Buch „100 geniale Tricks für eine gesündere Ernährung“ einen etwas anderen Weg auf, um sich gesünder zu ernähren und dabei auch noch einige Kilos zu verlieren. Das Augenmerk liegt dabei auf kleine und kleinste Veränderungen. Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt.
Dr. Matthias Riedl hat dazu mit seinen Mitarbeitern im medicum Hamburg eine geniale Methode entwickelt. Sie heißt das „20:80“ Prinzip. Kurz gesagt heißt das, dass eine Änderung im Lebensstil von 20% der alten, lieb gewonnenen Gewohnheiten, einen riesigen Effekt haben kann.
Diese 100 kleine Änderungen in verschiedenen Bereiche eingeteilt:
Gesund essen
Mehr bewegen
Besser leben
Jede dieser Kategorien enthält Unterkapitel mit den die Tipps, Biohacks genannt.
Zahlreiche Tipps sind hinlänglich bekannt und der eine oder andere neu. Neben Rezepten werden auch Übungstipps vorgestellt.
Fazit:
Das Buch hat mir gut gefallen, denn es zeigt, dass mit dem geringen Aufwand des Lebensstils, eine positive Änderung erreicht werden kann. 5 Sterne.
Rezensionen von Claudia R:
clownmäßigsuperstark
Ottilie PfefferMinze Tatsächlich von Anne Schwede
Klappentext / Inhalt:
Ottilie PfefferMinze Tatsächlich ist ein richtig echter Clown, mit einer echten roten Nase und viel zu großen Schuhen.
Die hat bereits eine ClownSchule besucht, was ihr allerdings noch fehlt, ist das Lernen in einer richtigen Schule mit echten Kindern. Na und so steht sie am Einschulungstag plötzlich zwischen all den wartenden Kindern.
Aufgeregt und voller sprudelnder Vorfreude erlebt sie ihren ersten richtigen Schultag.
Ab sofort hat sie das große Glück und die Erlaubnis der Direktorin, das zu lernen, was sie noch nicht weiß. So huscht sie einmal in der Woche von einer Klasse in die andere und drückt, genau wie die Kinder die Schulbank.
Es dauert gar nicht mehr lange, bis dass ihre drei Freudinnen Schnipsel, Frida Wichtig und Lolla Grünli ebenfalls neugierig ihre Nasen in den Schulalltag stecken. Sie wollen unbedingt die gleiche Freude erleben wie ihre Otti. Wen wundert es da, dass das Lernen zum Vergnügen wird. Es werden fleißig Buchstaben gesammelt, Tische mit dem Zollstock verrückt, viel gelacht und gemeinsam geträumt. Sogar Flugstunden gibt es für die Kinder und verzauberte Wollfäden verstreuen gesundmachende Magie.
Die vielen kleinen Geschichten in diesem Kinderbuch erzählen lebhaft aus dem Leben eines SchulClowns, sie sind echt und nach wahren Begegnungen von Anne Schwede aufgeschrieben und illustriert. Sie arbeitet seit vielen Jahren als Klinik- und SchulClown.
Cover:
Fröhlich, farbenfroh und glücklich wirkt dieses Cover. Es drückt auf liebevolle Art und Weise die Thematik aus. SchulClown Ottilie ist hier sehr strahlend und glücklich abgebildet und bringt dies auch herüber. Eine wunderschöne Zeichnung, mit einer tollen und fröhlichen Ausstrahlung. Optisch und farblich wundervoll umgesetzt.
Meinung:
Habt ihr schon mal von einem SchulClown gehört oder gelesen? Gibt es nicht? Na klar und Ottilie PfefferMinze Tatsächlich gibt euch sogar ganz genaue Einblicke und Eindrücke. Und lass dir gesagt sein, Clown ist nicht gleich Clown. Auch dies erfährt man im Buch. Lest mehr über Ottilie und ihre drei Freundinnen.
Inhaltlich möchte ich hier gar nicht zu viel erzählen oder gar spoilern und halte mich fahr mit genaueren Informationen zurück. Ein tolles, eindrucksvolles, emotionsreiches und auch sehr tiefgründiges Buch mit starker Wirkung. Also schaut einfach mal hinein.
Ottilie überzeugt auf ihre ganz eigene und ganz spezielle Art. Offen, fröhlich, freundlich und eine Weltentdeckerin, die einfach ansteckt mit ihrer Art. Die Textabschnitte sind gut gewählt und lassen sich sehr angenehm und locker lesen. Der Schreibstil ist sehr schön und liebevoll gewählt. Schnell bekommt man Einblicke in Ottilies Welt. Es vermittelt gute Laune, hinterfragt, stimmt aber auch nachdenklich, macht Mut und informiert.
Zu Beginn stellt sich Ottilie erst mal vor und dann lernt man mehr und mehr von und über Ottilie als SchulClown kennen und auch verschiedene Geschichten und Einblicke hinein.
Spielerisch werden hier Lebenssituationen aufgegriffen und Mut gemacht. Man merkt, dass sehr viel Herzblut in diesem Buch steckt und auch bei der Umsetzung sehr viel Gefühl und Emotionen reingesetzt wurden.
Die Gestaltung und Gliederung ist sehr gut gelungen und wurde wundervoll umgesetzt. Die bunten Illustrationen setzen das Ganze sehr gut um und runden das Buch sehr schön ab.
Die Geschichten sind sehr feinfühlig und auch sehr unterschiedlich. Man findet hier sehr starke und auch ermutigende Ansätze und bewegende Momente. Es wird alles sehr kindgerecht beschrieben und man kann den Geschichten und Erlebnissen gut folgen. SchulClowns und auch das Dahinter wird hier sehr verständlich vermittelt und man bekommt hier einen sehr nahen Einblick. Man merkt dabei auch wie wichtig diese Arbeit ist und was es bewirken kann, wenn man einen Clown an seiner Seite hat.
Ich hätte mir als Kind auch einen solchen Clown gewünscht. Aber durch das Buch, kann sich jeder seinen Clown nach Hause holen und mehr dazu lesen und erfahren. So kann man durch die Geschichten lernen und gestärkt nach vorn blicken und sich auch ein bisschen Neugier und Kind sein bewahren. Liebevolle Botschaften werden hier vermittelt. Die Idee hinter diesem Buch ist einfach so wunderschön und man merkt, dass es ein richtiges Herzenprojekt ist und die Autorin voll und ganz dahinter steht.
Ich kann es einfach nur empfehlen und finde es einfach clownmäßigsuperstark...
Fazit:
Eine ermutigende, liebevolle und herzerwärmende Geschichten.
Rezensionen von yellowdog:
Die Sicht des Historikers
Niemals Frieden? von Moshe Zimmermann
Der Autor Moshe Zimmermann will sich mit seinem Buch als Historiker von den Journalisten abheben und umfassend darauf blicken, ob es zur derzeitigen Kriegssituation nach dem 7 Oktober 2023 Alternativen gegeben hätte.
Er betrachtet auch den Kontext, z.B. den Zionismus, die Siedlungspolitik, die 2Staatenlösung, selbstverständlich auch die Rolle Deutschlands und den Großmächten.
Besonders das letzte Kapitel des Buches, geprägt vom konstruktiven Pessimismus halte ich für sehr interessant.
Rezensionen von yellowdog:
Diskursvulnerabilität und die Gefahren
Die vulnerable Gesellschaft von Frauke Rostalski
Es handelt sich um ein interessantes Buch. Zunächst wird der Begriff der Vulnerabilität im Kontext gesetzt, besonders nach den Erfahrungen der Pandemiezeit und wie sich die Verletzlichkeit seitdem verschoben hat. Das wird zusätzlich durch Zitate verdeutlich z.B. von Byung Chul Han oder Svenja Flaßpöhler.
Die Berücksichtigung der Vulnerabilität kann dem Freiheitsempfinden entgegenwirken, die Risikobereitschaft und Widerstandskraft sinkt ggf.
Die Autorin Frauke Rostalski widmet sich auch dem Begriff der Diskursvulnerabilität am Beispiel der Diskussionen um den Ukrainekrieg und Waffenlieferungen sowie der Klimawandeldebatte. Dieser umfassende Ansatz ist überzeugend.
Wenn es stimmt, dass die Verletzlichkeitsempfindungen in der Gesellschaft zunehmen, sind Einschränkungen der individuellen Freiheit und vermehrt staatliche Überregulierungen wahrscheinlich.
Es ist wichtig, sich dem Bewusst zu sein und das gesellschaftlich zu diskutieren. Man muss damit umgehen.
Dieses Buch trägt dazu bei, auch wenn es nicht gerade ein Plädoyer für die Schutzrechte der Vulnerablen ist.










