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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von _ich.lese_:

Zwei Familien

Und dahinter das Meer von Laura Spence-Ash

1940, in London tobt der zweite Weltkrieg. Beatrix Eltern beschließen schweren Herzens ihre Tochter nach Amerika zu schicken, um sie vor den Luftangriffen zu schützen. Dort findet sie nach anfänglichen Schwierigkeiten eine zweite Familie, die Gregorys. Vor allem die Söhne William und Gerald sind ihr sehr ans Herz gewachsen.

Das Cover passt prima zur Geschichte. Bea, wie sie von den Gregorys genannt wird, hadert zuerst mit ihrem Schicksal und ist wütend, dass sie weggeschickt wurde. Dann werden ihr die Brüder William und Gerald Freunde, wie Geschwister. Wobei das bei William sich nicht wie ein Bruder anfühlt. Dann muss sie zurück nach England und der Kobtalt bricht ab. Jahre später treffen sie sich in England wieder.
Teilweise kann es ein bisschen langatmig sein, der Schreibstil ist schön zu lesen. Erzählt wird abwechselnd von allen Beteiligten, den Eltern, aber hauptsächlich von Bea und William. So bekommt man einen guten Einblick in die Gefühle all der Beteiligten. Mir hat die Stroy rund um Beas zwei Familien, ihr Zwiespalt sehr gefallen, es konnte mich sehr berühren.

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Rezensionen von Kapitel60:

Ein netter Beziehungsratgeber

Vom Dating-Frust zur glücklichen Beziehung von Caroline Hehenberger; Alexander Tiesenhausen

Worum geht’s?
Wie der Titel schon sagt, handelt es sich bei diesem Buch um einen Ratgeber zum Thema „Glückliche Beziehung“. Tipps zum besseren Ablauf von Dates, wird man hier vergeblich suchen. Vielmehr geht es darum, die eigene Persönlichkeit zu stärken und herauszufinden, welche Beziehung bzw.

welchen Menschen man überhaupt sucht. Zahlreiche Übungen sollen dabei helfen.

Cover und Schreibstil
Das Cover passt gut zum Thema. Es hätte für meinen Geschmack nicht unbedingt rosa sein müssen, aber grundsätzlich ist das irrelevant. Der Schreibstil ist kurzweilig und verständlich. Die Kapitel sind gut gewählt und man findet sich einfach zurecht.

Fazit
Ein netter Ratgeber speziell für Singles. Ich habe dieses Buch meiner Freundin geschenkt und es hat ihr sehr gut gefallen. Den Traumprinz hat sie bislang trotzdem noch nicht gefunden.

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Rezensionen von Kapitel60:

Ein handlicher Naturführer über heimische Pflanzen

Welche essbare Pflanze ist das? Kindernaturführer von Katrin Hecker; Frank Hecker

Welche Pflanze ist das? ist ein weiterer toller Natürführer von Kosmos. Wer mehr über den Wald und die heimischen Pflanzen wissen möchte, der liegt mit diesem Buch goldrichtig.

Worum geht’s?
Neben vielen bunten Bildern der verschiedenen Pflanzen, gibt es eine Menge spannende Informationen und auch Besonderheiten der jeweiligen Gewächse.

Am Ende des Buches gibt es spannende Rezepte, die einfach nachzumachen sind.

Cover, Schreibstil, Illustrationen:
Die Texte sind einfach und kindgerecht geschrieben, die Wissensboxen sind kurz gehalten. Die Illustrationen und Bilder sind zahlreich vorhanden und sind besonders für die jüngeren Leser*innen interessant.

Fazit:
Ein tolles Buch für alle Kinder, die gerne in den Wald gehen und mehr über die Natur lernen möchten. Die Aktivitäten bzw. Rezepte am Ende laden auf ein Waldabenteuer ein. Durch die handliche Größe perfekt, um das Buch in den Rucksack zu stecken.

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Rezensionen von Kapitel60:

Ein handlicher Natürführer über Waldbewohner

Was lebt im Wald? Kindernaturführer von Holger Haag

Was lebt in Wald ist ein weiterer toller Natürführer von Kosmos. Wer mehr über den Wald und dessen Bewohner wissen möchte, der liegt mit diesem Buch goldrichtig.

Worum geht’s?
Neben vielen bunten Bildern der verschiedenen Tiere und Pflanzen, gibt es eine Menge spannende Informationen über den Lebensraum und des Verhalten der Tiere.

Die Kapitel sind nach Farben gegliedert, wodurch man sich im Natürführer einfach zurecht findet.

Cover, Schreibstil, Illustrationen:
Die Texte sind einfach und kindgerecht geschrieben, die Wissensboxen sind kurz gehalten. Die Illustrationen und Bilder sind zahlreich vorhanden und sind besonders für die jüngeren Leser*innen interessant.

Fazit:
Ein tolles Buch für alle Kinder, die gerne in den Wald gehen und mehr über die Natur lernen möchten. Die Aktivitäten am Ende laden auf ein Waldabenteuer ein. Durch die handliche Größe perfekt, um das Buch in den Rucksack zu stecken.

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Rezensionen von Sr. Heidrun Bauer SDS:

... da träume ich gerne mit ... und möchte viele mitnehmen auf diesen Weg...

Traum vom neuen Morgen von Tomás Halík

... das was ich in der Lesprobe gelesen habe, spricht mir aus der Seele und zu Herzen... da können Menschen heil werden und aufatmen... von Herzen DANKE...

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Rezensionen von Lesemama:

Schwierig zu bewerten

Three Swedish Mountain Men von Lily Gold

Zum Buch:

Daisy hat große Probleme mit ihrem Ex und nachdem er eine Grenze überschritten hat, flieht sie nach Schweden. Dort kommt es fast zu einem Zusammenstoß mit einem Elch und zu einem kaputten Auto und das auch noch mitten in einem Schneesturm. Zum Glück kommen Cole und Elias zufällig vorbei und bieten ihr an bei ihnen zu übernachten.

Nach anfänglichen Problemen kommen sie sich näher.

Meine Meinung:

Das Cover sieht so harmlos und unschuldig aus, der Klappentext verrät aber schon ziemlich, worauf man sich einlässt. Und es ist heiß, richtig heiß und manchmal war es mit dann doch zu detailliert beschrieben. Die Story rund um Daisy und die drei Männer ist eigentlich ganz schön zu lesen. Daisy mit ihren Problemen und Eli, Cole und Riven, die schon Übung mit einer Mehrfachbeziehung haben. Was mich aber auch ein bisschen störte ist, dass es sich natürlich um drei atemberaubende Männer handelt, einer schöner als der andere. Mir hätte besser gefallen, wenn sie irgendwelche Macken gehabt hätten.
Wenn man sich auf die Reverce Harem Romance einlassen kann, bekommt man ein sehr spicy Roman in einem ganz wunderbaren Setting. Für mich war es schon das Setting wert, das Buch zu lesen und die expliziten Szenen kann man ja querlesen, wenn man es nicht so mag.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Hat mich nicht ganz überzeugt

Wiener Künstlermord von Michael Ritter

In seinem dritten Kriminalroman lässt Michael Ritter im Dunstkreis der Wiener Secession ermitteln. Man schreibt das Jahr 1917 und der Erste Weltkrieg wird trotz der (halbherzigen) Bemühungen von Kaiser Karl, der nach dem Tod von Franz Joseph nun regiert, Frieden zu schließen, noch ein Jahr weitergehen und Tausende Opfer fordern.

Michael Sterner, einer der Künstler wird erstochen aufgefunden und eines seiner Kunstwerke, die Plastik einer bronzenen Gänse ist verschwunden. Blöderweise haben Sterner kurz zuvor mit dem Präsidenten der Secession lautstark gestritten, daher zählt er für den jungen Kommissar Hechter zu den Hauptverdächtigen.

Nun soll Kriminaloberinspektor Dr. Otto Fried, auf Drängen seines ehemaligen Schulfreundes und nunmehrigen Präsidenten der Wiener Künstlervereinigung Secession, Ferdinand Schmutzer, nur ungern nach. Zum einem ist er auf Urlaub und zum anderen hat sein junger Kollege Hechter den Fall als leitender Ermittler übertragen bekommen. Allerdings ist Dr. Fried schon ein wenig neugierig und stellt gemeinsam mit seinem ebenfalls beurlaubten Assistenten Novak, die eine oder andere Nachforschung auf eigene Faust an.

Gleichzeitig plagen ihn private Sorgen, denn Max, sein Schwiegersohn, ist eben aus dem Lazarett entlassen worden und zieht bei Dr. Fried und seiner Tochter Amalia ein. Im Schlepptau hat er Josef Wurmer, der ihm angeblich das Leben gerettet hat und sich dabei die Hände schwer verletzt hat. Dabei sind seine Hände sein größtes Kapital ist der ebenso Künstler wie der Tote.

Als Wurmer dann noch in einer Branntweinlaune erklärt, dass er und Sterner ein homosexuelles Verhältnis hatten, lenkt dies Dr. Frieds Überlegungen in eine ganz andere Richtung. Doch Hechter will von seinem Hauptverdächtigen nicht abrücken ...

Meine Meinung:

Dieser dritte Fall für Dr. Otto Fried hat mir nicht ganz so gut gefallen wie die beiden Vorgänger („Wiener Hochzeitsmord“ und „Wiener Machenschaften“).

Mir ist nicht ganz klar, warum Fried und Novak ihren Urlaub nicht abbrechen können. Die aktuell gültige Regelung, dass nicht konsumierte Urlaubstage mit Jahresende verfallen, wird es wohl nicht sein.

Bei ihren privaten Recherchen stolpern Fried und Novak ein bisschen durch die Geschichte. Tja, so ganz ohne die Helferleins im Büro, die für Akteneinsicht etc. geht es eben doch nicht. Hechter, zuvor noch ein sympathischer Kerl, zeigt nun Ehrgeiz und Ambitionen für höhere Weihen. Ob die Zusammenarbeit in Zukunft gut gehen wird?

Der zweite Handlungsstrang rund um Schwiegersohn Max, der ja schon im ersten Fall eine Rolle gespielt hat, sowie um Josef Wurmer hat mich da fast mehr interessiert. Die mehrfache Erwähnung der sauberen Verbände an seinen Händen hat mich auf seine Spur gelockt. Wurmer ist das, was man in Wien einen Strizzi nennt. Immer wieder in Geldnöten, ist er für Kartenspiel und Branntwein gerne zu haben. Rücksichtslos manipuliert er Max und nützt dessen Naivität und Vertrauen aus. Und ja, der Krieg bringt bei den meisten das Schlechteste zum Vorschein.

Ich bin schon neugierig, ob und wie es mit Dr. Otto Fried, seiner Tochter Amalia und Schwiegersohn Max weitergeht. Die nächsten Herausforderungen mit der Niederlage im Krieg, dem Zerfall der Donaumonarchie und der Spanischen Grippe stehen schon vor den Toren.

Fazit:

Nicht ganz so eloquent wie die beiden anderen Fälle, daher nur 3 Sterne.

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Rezensionen von liesmal:

Bezaubernde Alice lässt mich wieder Kind sein

Alice und die Geister von nebenan von Jacqueline Davies

„Alice und die Geister von nebenan“ ist ein spannendes Buch für Kinder ab etwa zehn Jahren, wobei es nach meiner Meinung keine Altersgrenze nach oben gibt.

Der Autorin Jaqueline Davies ist es gelungen, mich mit ihrer Geschichte und vor allem mit Alice so zu fesseln, dass es mir leichtgefallen ist, mich in meine eigene Kindheit zurückzuversetzen.

Alice ist ein Mädchen, das keine Schule besucht, aber dennoch sehr wissbegierig und lernfähig ist. Sie hat kein wirkliches Zuhause, weil ihre Eltern häufig umziehen müssen, aber sie hat großes handwerkliches Geschick. Es gibt auch keine Freundschaften zwischen Alice und anderen Kindern – aber es gibt die Geister von nebenan…

Alice verfolgt beharrlich ihre Ziele und weiß sich zu helfen, um anderen eine Hilfe zu sein.

Die Art der Gefühle, die sich beim Lesen einstellen, erinnern mich daran, mit welcher Leidenschaft ich schon als Kind in Büchern versinken konnte.

Den Namen der Autorin werde ich im Kopf behalten. Vielleicht gibt es bald Neues von ihr?

Sehr gern empfehle ich das Buch allen, die ebenso großen Spaß an spannenden Lesestunden haben möchten wie ich.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Enttäuschend!

Elsässer Bescherung von Jean Jacques Laurent

Gleich vorweg, dieser 8. Fall für Jules Gabin, den Major bei der Gendarmerie im weihnachtlich geschmückten Colmar, ist der schwächste dieser Reihe. Stellenweise habe ich das Gefühl, dass noch schnell ein Weihnachtskrimi auf den Markt geworfen werden sollte.

Worum geht’s?

Jedes Jahr treffen sich die ehemaligen Schulkolleginnen und Kollegen aus Gabins Klasse über das 4.

Adventwochenende. Nach Städten wie Paris oder Nizza, findet das gesellige Beisammen diesmal in Clotildes Auberge de la Cigogne statt. In der winstub tischt Clotilde auf, was die Elsässer Küche so an Spezialitäten bietet, darunter auch das beliebte Elsässer Früchtebrot sowie des Pain d’espice (Lebkuchen). Wenig später bricht Gabriel, der mäßig erfolgreiche Romanautor, beim Verzehren eines Lebkuchens tot zusammen.

Recht bald ist klar, dass Gabriel mit Blausäure vergiftet worden ist und er wird nicht der einzige Tote bleiben ..

Meine Meinung:

Bei diesem Krimi handelt es sich um eine klassische „locked room Situation“. Jeder ist verdächtig, niemand verlässt den Raum, niemand kommt hinzu. An sich ein beliebtes Szenario, das gerne bei britischen Krimis verwendet wird. Der mit den Ermittlungen betraute Kriminalist, vernimmt die Personen einzeln, hört sich die Aussagen an, schießt kurz einmal ins Blaue, skizziert dann in der großen Runde seine Erkenntnisse und, schwupps, verrät sich der Täter meist selbst.

Dass Gabins Ehefrau die Untersuchungen leitet und er selbst als Protokollant bei allen Vernehmungen dabei ist, obwohl er befangen ist, weil er alle Tatverdächtigen sehr gut kennt, erscheint ziemlich unglaubwürdig.

Nun ja, der Schachzug mit dem Bluff gelingt, et voilà, der Täter ist überführt.

Allerdings ist beim Klappentext der Name des Toten mit Clement angegeben, dabei ist Gabriel ermordet worden.

Jedenfalls völlig deplatziert und unnötig ist der Appendix „Gruß aus der Vergangenheit“, in dem Jules Drohbriefe von einem zunächst Unbekannten erhält. Es scheint, als hätte der Briefschreiber Gabins Ex-Freundin entführt. Die Maschinerie der Polizei läuft an, die Situation wird bedrohlicher und endet mit einem Knalleffekt. Der inzwischen identifizierten Verfasser der Drohbriefe kann entwischen.

Wenn das ein Cliffhanger für einen nächsten Krimi sein soll, wird die Fortsetzung ohne mich stattfinden.

Nebenbei bemerkt ist dem Autor die Timeline durcheinandergeraten. Das Klassentreffen findet am 4. Adventwochende statt. Der erste der dubiosen Briefe trifft zwei Tage nach der Auflösung des Falles ein und hier kann man folgendes lesen:

„Zwei Tage sind seit den tragischen Ereignissen in Coltildes Auberge vergangen. Fünf Tage blieben noch bis zum Vierten Advent, und das Weihnachtsfest stand vor der Tür.“

Fazit:

Leider der schwächste Krimi dieser Reihe, dem ich nur 2 Sterne geben kann.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Hat mich nicht überzeugt

Unversehrt. Frauen und Schmerz von Eva Biringer

»Ein Mann bekommt Schmerzmittel. Eine Frau etwas für die Nerven.«

Eva Biringer nimmt sich eines Themas an, das lange nicht im Fokus war: Schmerzen aus Sicht der Frauen.

Es geht hier nicht nur um die unterschiedlichen Arten von Schmerzen, sondern um den Umgang damit. Jahrzehntelang werden Schmerzen bei Frauen ignoriert ("Da musst du durch") und/oder mit Tabletten zugedröhnt.

Ursachenforschung wurde selten betrieben. Frauen haben zu funktionieren. Punkt, aus, basta!

Der rote Faden, der sich durch die 9 Kapitel des Buches zieht, ist die Lebens- und Leidensgeschichte ihrer Großmutter, die ihr gesamtes Leben an chronischen Schmerzen gelitten hat.

Schmerz in Worte fassen
Wie der Schmerz in unsere Welt kam
Uns wird Schmerz bereitet
Unser Körper bereitet uns Schmerz
Unserem Schmerz wird nicht geglaubt
Unser Schmerz wird betäubt
Wir bereiten unserem Körper Schmerz
Unser Schmerz wird begehrt
Reclaim the Pain

Das Buch zeigt auf, wie weiblicher Schmerz unterschätzt, übergangen und abgewertet wird.

Meine Meinung:

Dieses Buch ist anders, als ich erwartet habe. Das beginnt schon beim Cover, das man genau betrachten muss. Auf den ersten Blick suggeriert es genau das Gegenteil, was der Klappentext verspricht: Die Verletzlichkeit vonFrauen.

Ich dachte an ein Buch, das sich mit Gendermedizin beschäftigt. Die wird hier nur gestreift, dafür driftet die Autorin häufig in feministische Agitation ab, was an sich nichts Böses ist, mich aber hier gestört hat.

Stellenweise polarisiert das Buch, vor allem dann, wenn die Autorin wertet. So werden Frauen, die Boxen als „wütend = gut“ dargestellt, jene die im Fitnessstudio bei „Bauch-Bein-Po“ ihren Körper trainieren als „traurig = schlecht“, klassifiziert. Da lese ich eine gewisse Stutenbissigkeit heraus, die ich schon überwunden geglaubt habe. Frauen, die ihre Geschlechtsgenossinnen abwerten statt stärken, haben ausgedient. Es genügt, wenn wir Frauen uns gegen das Patriarchat wehren müssen, da braucht es markige Ansagen von anderen Frauen nicht zusätzlich.

Ich stimme der Autorin zu 100% zu, wenn sie vehement fordert, dem weiblichem Schmerz mehr Raum zu geben, Frauen zuzuhören und sie ernst zunehmen. Allerdings kann nicht allen ihren Thesen und Aussagen beipflichten.

Die Empfehlung, in Begleitung eines Mannes (es muss nicht einmal der eigene Partner sein) zur gynäkologischen Untersuchung zu gehen, um vom männlichen Frauenarzt ernst genommen zu werden, erinnert doch schon ein wenig an das Frauen verachtende Weltbild mancher Regime. Echt, das soll helfen? Wollen wir das wirklich? Also ich nicht.

Fazit:

Da ich hatte auf Grund des Klappentextes einen stärkeren medizinischen Bezug erwartet habe und deshalb enttäuscht bin, bewerte ich das Buch mit 3 Sternen.

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